DE3922260C2 - Selbstfahrender Mähdrescher - Google Patents
Selbstfahrender MähdrescherInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen selbstfahrenden
Mähdrescher mit einer Schneid- und Zufuhranordnung für das
Erntegut, die an einem Rahmen befestigt ist, in dem eine
Dreschanordnung, eine Siebanordnung und ein Korntank
vorgesehen sind und der auf einer Antriebsachse und auf
einer Nachlaufachse angeordnet ist, gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Bei einem derartigen Mähdrescher wird das geerntete Gut
über die Zufuhranordnung der im Inneren des Rahmens
angeordneten Dreschanordnung zugeführt, in der die Körner
abgeschieden werden. Das ausgedroschene Stroh wird
anschließend über einen ebenfalls im Inneren des Rahmens
angeordneten Hordenschüttler und mehrere Steilstufen dem
rückwärtigen Ende des Mähdrescherrahmens zugeführt. Die
ausgedroschenen Körner sowie Spreu und nicht ausgedroschene
Ähren gelangen auf einen Vorbereitungsboden, von dem aus
sie der Siebanordnung zugeführt werden. Vor der
üblicherweise aus einem Obersieb und einem Untersieb
bestehenden Siebanordnung, die durch geeignete
Schütteleinrichtungen in Schwingungen versetzt werden
können, ist meistens ein Gebläse angeordnet, um die Körner
von der Spreu und sonstigen Verunreinigungen zu trennen.
Die kleinen verhältnismäßig schweren Körner fallen dabei
durch die Siebanordnung und werden dann über einen
Körnerelevator dem Korntank zugeführt, während die
leichtere Spreu und der Kurzstrohanteil über das
rückwärtige Ende der Siebanordnung hinaus weggeblasen
werden.
Der Wirkungsgrad des Trennens von Spreu und Körnern ist um
so höher, je regelmäßiger das Erntegut der Anordnung
zugeführt wird und je gleichmäßiger die vom Gebläse
stammende Reinigungsluft die Siebanordnung durchströmt. Die
besten Ergebnisse werden dann erzielt, wenn sich der
Mähdrescher in waagrechter Stellung befindet, da bei
Bodenunebenheiten, insbesondere in Hanglagen, sich das
Erntegut entweder bereits auf dem Vorbereitungsboden oder
auch auf der Siebanordnung, der Schwerkraft folgend, auf
einer Seite ansammelt, so daß keine optimale Trennung von
Spreu und Körnern ermöglicht wird.
Es wurde daher bereits vorgeschlagen, in Längsrichtung des
Vorbereitungsbodens und der Siebanordnung, d.h. in
Fahrtrichtung des Mähdreschers, im Abstand voneinander
angeordnete parallele Leitbleche vorzusehen, die verhindern
sollen, daß sich das ausgedroschene Erntegut auf der
unteren Seite des am Hang geneigt fahrenden Mähdreschers
ansammelt. Hierdurch kann jedoch nur eine teilweise
Verbesserung des Wirkungsgrades erfolgen, da innerhalb
eines jeden vom Erntegut zurückgelegten Transportstreifens
immer noch eine Verschiebung in Richtung des niedriger
liegenden Randes erfolgt. Ferner ist noch bei
ungleichmäßiger Beaufschlagung der Siebanordnung der vom
Gebläse stammende Luftstrom ungleichmäßig wirksam, so daß
keine optimale Trennung von Spreu und Körnern gewährleistet
ist. Die Reinigungsluft hat nämlich die Neigung, durch die
weniger beaufschlagten Siebanordnungsabschnitte zu
entweichen, wodurch die überbelegten
Siebanordnungsabschnitte nur verminderten
Reinigungsluftströmen ausgesetzt sind.
Aus der DE-OS 19 36 095 ist eine Siebeinrichtung für
Mähdrescher bekannt, die unterhalb der Dreschanordnung
vorgesehen ist und mit in etwa waagrecht liegenden
Flachsieben zur Reinigung des gedroschenen Gutes versehen
ist. Die Siebeinrichtung ist dabei um eine annähernd
horizontale in Fahrtrichtung liegende Mittelachse pendelbar
angeordnet, so daß auch beim Arbeiten am Hang die
Siebanordnung gleichmäßig mit Erntegut beaufschlagt wird.
Aus der DE 35 30 566 A1 ist ein Mähdrescher mit einer
Schneid- und Zufuhranordnung für das Erntegut, einer
Dreschanordnung, einem Vorbereitungsboden, einer
Gebläseanordnung und einer aus einem Obersieb und einem
Untersieb bestehenden Siebanordnung bekannt, wobei der
Vorbereitungsboden und das Obersieb, in Fahrtrichtung
gesehen, unabhängig voneinander in Querrichtung
verschwenkbar angeordnet sind und das Untersieb feststehend
angebracht ist.
Ein derartig ausgestalteter Mähdrescher weist einen
optimalen Wirkungsgrad bezüglich der Trennung von Körnern
und Spreu auf, bedarf jedoch noch eines erheblichen
baulichen Aufwandes, insbesondere hinsichtlich der Bauhöhe,
um so einen ausreichend großen Verschwenkwinkel für den
Vorbereitungsboden und das Obersieb zu ermöglichen.
Aus dem gattungsbildenden amerikanischen Dokument US 3 160 423
ist ein Mähdrescher mit einer Schneid- und
Zufuhranordnung für das Erntegut, die an einem Rahmen
befestigt ist, in dem eine Dreschanordnung, eine
Siebanordnung und ein Korntank vorgesehen ist und der auf
einer Antriebsachse und einer Nachlaufachse angeordnet ist,
bekannt. Hierbei ist der Rahmen mit der Antriebsachse über
ein Drehgelenk und mit den den Abstand des Rahmens zur
Antriebsachse variierenden Verstellvorrichtungen verbunden.
Nachteiligerweise ist jedoch das Drehgelenk mittig an der
Antriebsachse angeordnet, so daß diese Anordnung aufgrund
der Verwendung von zwei Verstellvorrichtungen kompliziert
und aufwendig ist.
Die US 2 790 648 beschreibt einen Mähdrescher, bei dem der
Rahmen mit der Achse sowohl über ein in der Nähe des einen
Endes der Achse angeordnetes Drehgelenk verbunden ist, als
auch über eine in der Nähe des anderen Endes der Achse
angeordnete, den Abstand des Rahmens zur Achse variierende
Verstellvorrichtung verbunden ist. Aus diesem US-Dokument
geht nicht hervor, daß der Rahmen sowohl auf einer
Antriebsachse als auch auf einer Nachlaufachse angeordnet
ist und daß in dem Rahmen wesentliche Einrichtungen des
Mähdrescher (wie beispielsweise Schneid- und
Zufuhranordnung, Dreschanordnung, Siebanordnung sowie
Korntank) vorhanden sind.
Aus der US 2 780 903 geht lediglich hervor, daß eine
Verstellvorrichtung einen sich im wesentlichen in vertikale
Richtung erstreckenden Führungszapfen aufweist, der mit der
Antriebsachse starr verbunden ist und in ein starr mit dem
Rahmen des Mähdreschers verbundenes Führungsteil eingreift.
Weitere Merkmale wie die Verbindung des Rahmens mit der
Antriebsachse sowohl über ein in der Nähe des einen Endes
der Antriebsachse angeordnete Drehgelenk als auch über
eine in der Nähe des anderen Endes der Antriebsachse
angeordnete, den Abstand des Rahmens zur Antriebsachse
variierende Verstellvorrichtung sind diesem Dokument nicht
zu entnehmen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen
Mähdrescher zu schaffen, der mit geringem Kostenaufwand
auch für Erntearbeiten am Hang einsetzbar ist und dabei mit
gleich hohem Wirkungsgrad die Körner von der Spreu zu
trennen.
Ausgehend von einem selbstfahrenden Mähdrescher der eingangs
näher genannten Art wird zur Lösung dieser Aufgabe
vorgeschlagen, daß der Rahmen mit der Antriebsachse sowohl
über ein in der Nähe des einen Endes der Antriebsachse
angeordnetes Drehgelenk verbunden ist als auch über eine in
der Nähe des anderen Endes der Antriebsachse angeordnete,
den Abstand des Rahmens zur Antriebsachse variierende
Verstellvorrichtung verbunden ist, wobei die
Verstellvorrichtung einen sich im wesentlichen in
vertikaler Richtung erstreckenden Führungszapfen aufweist,
der mit der Antriebsachse starr verbunden ist und in ein
starr mit dem Rahmen des Mähdreschers verbundenes
Führungsteil eingreift.
Das Drehgelenk kann dabei eine sich im wesentlichen
parallel zur Längsachse erstreckende Drehachse oder aber
ein Kugelgelenk sein.
Die Verstellvorrichtung kann vorzugsweise aus einem sich im
wesentlichen in vertikaler Richtung erstreckenden
Hydraulikzylinder bestehen, dessen Gehäuse mit der
Antriebsachse verbunden sein kann, wobei dann dessen
Kolbenstange mit dem am Rahmen des Mähdreschers
verbundenen Führungsteil verbunden ist; besonders
vorteilhaft ist es, wenn der Hydraulikzylinder mit einer
Hydraulikpumpe verbunden ist, die durch einen von einem
Inklinometer gesteuerten Regel betätigbar ist. In
Kombination mit einem Schwenkrahmen am
Förderkanal/Mähwerkanschluß, der ebenfalls über diesen
Inklinometer gesteuert wird, ist der Mähdrescher voll
funktionsfähig.
Die Verstellvorrichtung kann auch einen durch einen
Stellmotor in Drehungen versetzbaren Gewindestab aufweisen,
der mit einem im Führungsteil des Rahmens des Mähdreschers
angeordneten Gewinde zusammenwirkt. Bei einem anderen
vorteilhaften Ausführungsbeispiel weist die
Verstellvorrichtung einen Exzenter oder eine Kurvenscheibe
auf, die ebenfalls mit einem entsprechenden Führungsteil am
Rahmen des Mähdreschers zusammenwirken.
Bei dem anmeldungsgemäßen Mähdrescher ist keine schwenkbare
Anordnung der einzelnen Siebteile mehr erforderlich; die
Anpassung an unebene Bodenverhältnisse erfolgt hierbei
durch die Relativverschwenkung des Rahmens zur
Antriebsachse, wozu nur ein geringer baulicher Aufwand
erforderlich ist.
Im folgenden wird der Anmeldungsgegenstand anhand der Zeichnung näher
erläutert, in der ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel
dargestellt ist. Es zeigt
Fig. 1 schematisch einen Schnitt senkrecht durch die
Antriebsachse eines Mähdreschers;
Fig. 2 und 3 Querschnitte bevorzugter
Ausführungsbeispiele für eine Verstellvorrichtung;
Fig. 4 ein Schaltbild für ein Ausführungsbeispiel einer
elektrisch-hydraulischen Ansteuerung und
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Rollenführung
für die Antriebsachse.
In Fig. 1 ist schematisch mit 1 der Rahmen eines selbstfah
renden Mähdreschers bezeichnet, von dem ein Schnitt durch
die Antriebsachse 4 dargestellt ist. Der Mähdrescher weist
eine nicht näher dargestellte Schneid- und Zufuhranordnung
mit einer Haspel 2 auf für das Erntegut, die am Rahmen 1
befestigt ist, in dem in herkömmlicher Weise eine nicht
dargestellte Dreschanordnung, eine Siebanordnung und ein
Korntank vorgesehen ist.
Der Rahmen 1 des Mähdreschers ist mit
der Antriebsachse 4, welche die Laufräder 3 trägt, zum
einen über ein in der Nähe des einen Endes der Antriebsachse
4 angeordnetes Drehgelenk 5 verbunden und andererseits
über eine in der Nähe des anderen Endes der Antriebsachse 4
angeordnete, den Abstand des Rahmens 1 zur Antriebsachse 4
variierenden Verstellvorrichtung 8 verbunden.
Das Drehgelenk 5, das z. B. ein Befestigungsteil 7, das
starr mit dem Rahmen 1 verbunden ist, mit einem Befesti
gungsteil 6, das starr mit der Antriebsachse 4 verbunden
ist, verbindet, kann entweder aus einer sich im wesentlichen
parallel zur Längsachse erstreckenden Drehachse bestehen
oder aber auch aus einem Kugelgelenk.
Die am anderen Ende der Antriebsachse 4 angeordnete Ver
stellvorrichtung 8 kann vorzugsweise einen sich im wesent
lichen in vertikaler Richtung erstreckenden Führungszapfen
9 aufweisen, der mit der Antriebsachse 4 starr verbunden
ist und in ein starr mit dem Rahmen 1 des Mähdreschers
verbundenes Führungsteil 10 eingreift. Dieser Führungszap
fen 2 sorgt für die Übernahme der Kräfte vom Rahmen des
Mähdreschers auf die Antriebsachse. Dabei ist die Lenkachse
um ein bestimmtes Maß höher zu setzen, um den erforder
lichen Pendelwinkel einhalten zu können.
Die Verstellvorrichtung 8 kann ferner einen in vertikaler
Richtung angeordneten Hydraulikzylinder 11 aufweisen, des
sen Gehäuse entweder mit der Antriebsachse 4 oder mit dem
Rahmen 1 verbunden ist und dessen Kolbenstange entspre
chend mit dem Rahmen 1 bzw. mit der Antriebsachse 4 verbun
den ist. Um den Drehpunkt des Drehgelenks 5 läßt sich also
die Antriebsachse 4 bezüglich des Rahmens 1 um einen Win
kel verschwenken, der dem Verstellweg der Verstellvorrich
tung 8 entspricht. Damit ist eine problemlose Anpassung an
Bodenunebenheiten gewährleistet.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Hydraulikzylinder 11
mit einer nicht dargestellten Hydraulikpumpe verbunden ist,
die durch einen von einem Inklinometer gesteuerten Regler
betätigbar ist. Zwar kann die Steuerung, d.h. das Ver
schwenken der Antriebsachse 4 bezüglich des Rahmens des
Mähdreschers mechanisch erfolgen, jedoch wird eine größere
Flächenleistung erzielt, wenn an und für sich bekannte
Steuereinheiten, wie ein Inklinometer, den Schwenkvorgang
automatisch steuern; das Inklinometer kann auch zur
Steuerung des Schwenkrahmens verwendet werden, mit dem das
Mähwerk am Förderkanal angelenkt ist.
Anstelle eines Hydraulikzylinders 11 kann auch gemäß Fig. 2
in der Verstellvorrichtung 8 ein elektrischer Stellmotor 12
vorgesehen sein, der einen Gewindestab 13 in Drehungen
versetzt, dessen Außengewinde 13 mit einem Innengewinde im
Führungsteil 10 dahingehend zusammenwirkt, daß je nach der
Drehrichtung des Stellmotors 12 eine Vergrößerung bzw. Ver
kleinerung des Abstandes zwischen der Antriebsachse 4 und
dem Rahmen 11 auf Höhe der Verstellvorrichtung erfolgt. Ge
mäß Fig. 3 kann der Stellmotor mit einem Kegelgetriebe 14,
15 zusammenwirken, um ebenfalls eine Variation des Abstan
des zwischen Antriebsachse 4 und Rahmen 1 zu gewährleisten.
Durch die Anordnung des Drehpunktes des Drehgelenkes 5
senkrecht unterhalb der Variatorscheibe 16 des mechani
schen Fahrantriebs ist es darüberhinaus möglich, dieses
einfache System auch bei selbstfahrenden Mähdreschern mit
mechanischem Fahrantrieb kostengünstig einzusetzen, da der
minimale Schwenkweg des Variators 16 durch den in umschlin
genden Riemen 17 ausgeglichen wird.
Die Verschwenkung der Antriebsachse 4 gegenüber dem Rahmen
1 kann bei einem anderen bevorzugten Ausführungsbeispiel
auch durch einen Exzenter bzw. eine Kurvenscheibe erfol
gen, die anstelle des Hydraulikzylinders 11 bzw. des Stell
motors 12 in der Verstellvorrichtung 8 vorgesehen sind.
Die Schneid- und Zufuhranordnung mit der Haspel 2 wird bei
dem selbstfahrenden Mähdrescher vorzugs
weise über einen an und für sich bekannten Schwenkrahmen
mit dem Förderkanal verbunden, so daß auch das Mähwerk der
Bodenkontur folgen kann.
Durch die Ausrüstung mit einer vom Hangmähdrescher her
bekannten Schwenk-Lenkachse kann zusätzlich auch ein
vertikaler Hangausgleich dargestellt werden. Die elek
trisch-hydaulische Steuerung dafür kann ebenfalls über das
vorgenannte Inklinometer erfolgen.
Fig. 4 zeigt schematisch einen Schaltplan für ein vorteil
haftes Ausführungsbeispiel einer elektrisch-hydraulischen
Steuerung der verschiedenen Schwenkbewegungen. Mit 18 ist
dabei ein Inklinometer, d.h. ein Neigungsmesser bezeichnet,
der die Schwankungen der senkrechten Achse des Mähdreschers
bezüglich der Vertikalen feststellt. Die Meßsignale werden
einem elektrischen Steuergerät 19 zugeführt, das im
Vergleich mit einem Sollwertgeber 20, z.B. einem Potentio
meter, den Hydraulikzylinder 11 ansteuert. Die Steuersigna
le werden dabei über ein erstes Relais 22, z.B. in Richtung
Absenken des Hydraulikzylinders 11 und ein Mehrwegeventil
21 dem Hydraulikzylinder 11 sowie über ein zweites Relais
23, z.B. zum Anheben ebenfalls über das Mehrwegeventil 21
dem Hydraulikzylinder 11 zugeführt.
Wie dem Schaltplan zu entnehmen ist, kann auch das Absenken
bzw. das Anheben des Mähwerks mittels eines diesem
zugeordneten Hydraulikzylinders 27 durch entsprechende, vom
Steuergerät 19 stammende Signale gesteuert werden, die
ebenfalls das Absenk-Relais 22 bzw. das Anheb-Relais 23
durchlaufen. Mit 24 und 25 sind geeignete Dioden bezeich
net.
Um nun unabhängig von der automatischen Hangsteuerung ein
manuelles Anheben bzw. Absenken des Mähwerks über den
Hydraulikzylinder 27 zu bewirken, sind zwei von Hand zu
betätigende Schalter 30, 31 vorgesehen. Der Druckaufbau im
hydraulischen Kreislauf erfolgt dabei z.B. über ein Ventil
29 und ein ihm zugeordnetes Relais 28, die mit einer nicht
dargestellten Druckfluidquelle bzw. einer Druckfluidpumpe
verbunden sind.
Fig. 5 zeigt schematisch eine Rollenführung für die
Antriebsachse 4 zur Aufnahme der in der waagrechten Ebene
auftretenden Kräfte, z.B. beim Vorwärts- und Rückwärtsfah
ren. Die Antriebsachse, die z.B. aus einem Vierkantrohr
besteht, wird von einem im wesentlichen U-förmigen Bügel 32
umgeben, der fest mit dem Rahmen 1 des Mähdreschers
verbunden ist. Der Bügel 32 weist einen größeren Durchmes
ser auf als dem Durchmesser der Antriebsachse entspricht,
so daß beidseitig der Antriebsachse 4 zwischen dieser und
der Innenwand des U-förmigen Bügels 32 jeweils eine Rolle
33 angeordnet werden kann, die an einer Rollenhalterung 34
befestigt ist, die fest mit der Antriebsachse 4, z.B.
mittels einer Schweißverbindung, verbunden ist. Mit 35 ist
eine Exzenterschraube bezeichnet, mit der der Abstand der
Rolle 33 von der Innenwand des Bügels 32 derart eingestellt
werden kann, daß die Rolle 33 spielfrei an dieser Innenwand
anliegt.
Die auf beiden Seiten der Antriebsachse 4 in der waagrech
ten Ebene angeordneten Rollen 33 übertragen nun die Kräfte
in waagrechter Richtung von den Antriebsrädern auf den
Rahmen, wobei in Fig. 5 drei mögliche Stellungen I, II, III
der Antriebsachse 4 bezüglich des Rahmens 1 dargestellt
sind.
Claims (12)
1. Selbstfahrender Mähdrescher mit einer Schneid- und
Zufuhranordnung für das Erntegut, die an einem Rahmen
befestigt ist, in dem eine Dreschanordnung, eine
Siebanordnung und ein Korntank vorgesehen ist, und der
auf einer Antriebsachse und einer Nachlaufachse
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (1)
mit der Antriebsachse (4) sowohl über ein in der Nähe des
einen Endes der Antriebsachse angeordnetes Drehgelenk (5)
verbunden ist als auch über eine in der Nähe des
anderen Endes der Antriebsachse angeordnete, den
Abstand des Rahmens zur Antriebsachse variierende
Verstellvorrichtung (8) verbunden ist, wobei die
Verstellvorrichtung einen sich im wesentlichen in
vertikaler Richtung erstreckenden Führungszapfen (9)
aufweist, der mit der Antriebsachse starr verbunden ist
und in ein starr mit dem Rahmen des Mähdreschers
verbundenes Führungsteil (10) eingreift.
2. Mähdrescher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Drehgelenk (5) eine sich im wesentlichen parallel
zur Längsachse erstreckende Drehachse ist.
3. Mähdrescher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Drehgelenk (5) ein Kugelgelenk ist.
4. Mähdrescher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellvorrichtung
einen sich im wesentlichen in vertikaler Richtung
erstreckenden Hydraulikzylinder (11) aufweist, dessen
Gehäuse mit der Antriebsachse verbunden ist und dessen
Kolbenstange mit einem am Rahmen des Mähdreschers
befestigten Führungsteil verbunden ist.
5. Mähdrescher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellvorrichtung (8)
einen sich im wesentlichen in vertikaler Richtung
erstreckenden Hydraulikzylinder (11) aufweist, dessen
Gehäuse mit einem am Rahmen des Mähdreschers
befestigten Führungsteil verbunden ist und dessen
Kolbenstange mit der Antriebsachse verbunden ist.
6. Mähdrescher nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hydraulikzylinder (11) mit einer
Hydraulikpumpe verbunden ist, die durch einen von einem
Inklinometer gesteuerten Regler betätigbar ist.
7. Mähdrescher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellvorrichtung (8)
einen durch einen Stellmotor (12) in Drehungen versetzbaren
Gewindestab (13) aufweist, der mit einem im Führungsteil des
Rahmens des Mähdreschers angeordneten Gewinde
zusammenwirkt.
8. Mähdrescher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellvorrichtung (8)
einen Exzenter aufweist, der mit einem entsprechenden
Führungsteil am Rahmen des Mähdreschers verbunden ist.
9. Mähdrescher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellvorrichtung (8)
eine Kurvenscheibe aufweist, die mit einem
entsprechenden Führungsteil am Rahmen des Mähdreschers
zusammenwirkt.
10. Mähdrescher nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die auftretenden Kräfte an
den Antriebsrädern über eine beidseitige Rollenführung
am Rahmen abgestützt werden.
11. Mähdrescher nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hydraulikzylinder (11) der
Verstellvorrichtung über ein Mehrwegventil (21) sowie zwei
parallel zueinander geschaltete, das Anheben bzw.
Absenken regelnde Relais (22, 23) mit einem elektrischen
Steuergerät (19) verbunden sind, das andererseits mit dem
Inklinometer (18) verbunden ist.
12. Mähdrescher nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Relais (22, 23) mit einem zweiten Mehrwegeventil (29)
verbunden sind, das mit einem zweiten Hydraulikzylinder (27)
für das Anheben bzw. Absenken des Mähwerks verbunden
ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
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