DE3921940A1 - Schaltungsanordnung zur anschaltung mehrerer teilnehmer an eine gemeinsame anschlussleitung - Google Patents
Schaltungsanordnung zur anschaltung mehrerer teilnehmer an eine gemeinsame anschlussleitungInfo
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Description
Bei Teilnehmeranschlüssen in Fernsprechanlagen tritt
häufig der Wunsch auf, mehrere Sprechstellen wahlweise an eine
gemeinsame Anschlußleitung anzuschalten, beispielsweise in einer
größeren Wohnung, in der Gespräche an mehreren Stellen
angenommen und abgehend geführt werden sollen. Ein Sprechverkehr
zwischen den einzelnen Sprechstellen ist dabei nicht
erforderlich. Die Geheimhaltung muß aber sichergestellt sein, es
darf nur jeweils ein Teilnehmer durchgeschaltet werden. Eine
Stromversorgung in Form eines Netzanschlusses soll dabei
möglichst vermieden werden.
Um sicherzustellen, daß jeweils nur ein Teilnehmer an
die Anschlußleitung angeschaltet ist, muß ein Kriterium für das
Aushängen bzw. Einhängen der Teilnehmer vorhanden sein. Bei
bekannten Schaltungsanordnungen wird dieses Kriterium über den
dritten Anschluß w der Sprechstellen gewonnen, der normalerweise
zum Anschluß eines außenliegenden Weckers benutzt wird. Das
bedeutet jedoch, daß für den Anschluß der einzelnen Teilnehmer
abweichend vom internationalen Standard jeweils drei Adern
erforderlich sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Schaltungsanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu
schaffen, bei der die einzelnen Teilnehmer jeweils nur über
zweiadrige Leitungen angeschlossen sind, deren Stromversorgung
ausschließlich über die Anschlußleitung erfolgt und die mit
geringem Schaltungsaufwand und Platzbedarf herstellbar ist. Die
Lösung der Aufgabe ist im Patentanspruch 1 gekennzeichnet.
Die Rufstromerkennungsschaltung stellt fest, ob ein
Ruf angekommen ist. Die Prozessorsteuerschaltung kann aufgrund
dieses Kriteriums entscheiden, ob beim Aushängen eines
Teilnehmers ein ankommender Ruf beantwortet werden soll oder ob
der Teilnehmer wählen darf. Das Kriterium wird für eine
bestimmte Zeit, beispielsweise 12 Sekunden gespeichert, so daß
der Teilnehmer ausreichend Zeit hat, mit dem Wählen zu beginnen.
Die Halteschaltung überbrückt Schleifenunterbrechungen, die bei
Umschaltvorgängen in der Schaltungsanordnung auftreten können.
Dabei muß die Halteschaltung sehr schnell ansprechen, weil
solche Schleifenunterbrechungen nur sehr kurz (1 ms) zulässig
sind. Eine noch zu erläuternde Weiterbildung stellt dies sicher.
Die Schleifenstromerkennungsschaltung liefert das Kriterium
dafür, ob der jeweilige Teilnehmer ausgehängt hat. Unter
Auswertung dieser Kriterien kann die Prozessorsteuerschaltung
dann die erforderliche Durchschaltung vornehmen. Für die
eigentliche Durchschaltung werden als Relais vorzugsweise
polarisierte bistabile Relais verwendet, die mit sehr kleinem
Energieaufwand umgeschaltet werden können. Die
Stromversorgungsschaltung braucht daher insgesamt nur eine sehr
kleine Leistung zur Verfügung zu stellen, weil alle Baugruppen
unter Verwendung integrierter Schaltungen sehr stromsparend
ausgelegt sein können.
Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung ist zur
Anschaltung nicht nur von Fernsprechapparaten, sondern auch von
Modems, Anrufbeantwortern und ähnlichen Geräten geeignet. Unter
"Teilnehmer" werden daher auch solche Geräte verstanden. Die
Zahl der anschließbaren Teilnehmer hängt von der jeweiligen
Auslegung der Schaltungsanordnung ab. Üblicherweise lassen sich
zwei bis vier Teilnehmer anschließen. Eine größere Zahl ist
jedoch durchaus möglich.
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche. So kann vorgesehen sein, daß die
Rufstromerkennungsschaltung einen Spannungsvervielfacher
aufweist, der die Rufwechselspannung gleichrichtet und
vervielfacht, die über einem in der Anschlußleitungsschleife
liegenden Widerstand abfällt. Dadurch wird auch dann ein
sicheres Steuerkriterium gewonnen, wenn der gelieferte Rufstrom
verhältnismäßig klein ist. Einem Speicherkondensator für die
gleichgerichtete Spannung sind ein Spannungsbegrenzer,
beispielsweise eine Zenerdiode, und ein Widerstand
parallelgeschaltet, so daß sich nach Ansprechen des
Spannungsbegrenzers eine stabile Zeitkonstante für die
Speicherung des Steuerkriteriums ergibt.
Für die Halteschaltung ergibt sich das Problem, daß
ein sehr schnelles Ansprechen erforderlich ist, beispielsweise
schneller als 1 ms nach Auftreten einer Unterbrechung. Da die
Prozessorsteuerschaltung unter Verwendung eines Mikroprozessors
jedoch aus Stromersparnisgründen nur mit niedriger Taktfrequenz
betrieben wird, erfolgt die Aktivierung der Halteschaltung nach
Erkennung einer Schleifenunterbrechung unter Umständen nicht
schnell genug. Es können Verzögerungen von mehreren
Millisekunden auftreten. Daher sieht eine Weiterbildung der
Erfindung vor, daß die Halteschaltung eine Reihenschaltung von
zwei elektronischen Schaltern und einem Widerstand enthält. Der
erste Schalter wird von der Prozessorsteuerschaltung zur
Vorbereitung der Halteschaltungsaktivierung geschlossen, und
zwar dann, wenn mit dem Auftreten von Schleifenunterbrechungen
zu rechnen ist, und der zweite Schalter schließt bei
Überschreiten einer vorgegebenen Spannung zwischen den Adern der
Anschlußleitung automatisch. Dann kann nach Vorbereitung der
Halteschaltung diese bei Überschreiten der vorgegebenen Spannung
sehr schnell aktiviert werden, beispielsweise mit einer
Verzögerung von weniger als 1 ms. Der erste elektrische Schalter
ist vorzugsweise ein Feldeffekttransistor (FET) und der zweite
elektronische Schalter weist einen Thyristor auf, dessen Gate
über eine Zenerdiode und einen Widerstand an die an der Anode
des Thyristors anstehende Spannung gelegt ist. Wenn dann die
Zenerspannung, die gleich der vorgegebenen Spannung ist,
überschritten wird, wird der Thyristor mit sehr kleiner
Verzögerung leitend und die Halteschaltung ist aktiviert. Eine
so ausgelegte Halteschaltung ist nicht nur im Rahmen der
vorliegenden Schaltungsanordnung sondern auch von allgemeiner
Bedeutung, wenn ähnliche Probleme auftreten.
In weiterer Ausbildung der Erfindung enthalten die
Schleifenstromerkennungsschaltungen je einen Komparator in Form
eines Operationsverstärkers. In eine Ader der zu überwachenden
Leitung ist ein Fühlwiderstand geschaltet und vor und hinter dem
Fühlwiderstand liegt je ein Spannungsteiler mit gleichem
Teilverhältnis zwischen den Adern der Leitung. Die beiden
Eingänge des Operationsverstärkers sind mit den Abgriffen der
Spannungsteiler verbunden. Auf diese Weise bewirkt ein über den
Fühlwiderstand fließender Strom einen Spannungsunterschied an
den Eingängen des Operationsverstärkers, der dann umschaltet.
Durch die Spannungsteiler wird sichergestellt, daß die an den
Eingängen des Operationsverstärkers anstehenden Spannungen immer
unterhalb der Betriebsspannung liegen, so daß ein sicheres
Arbeiten des Operationsverstärkers möglich ist. Der Fußpunkt des
auf der einen Seite des Fühlwiderstandes liegenden
Spannungsteilers erhält zweckmäßig eine kleine Vorspannung,
derart, daß der Komparator erst bei Überschreiten eines
vorgegebenen Schleifenstroms anspricht.
Im Interesse einer möglichst kleinen Stromaufnahme
sind die Anschalterelais zweckmäßig polarisierte, bistabile
Relais, die durch kurze Impulse umschaltbar sind. Die
Relaistreiber, die diese Impulse liefern, dürfen ebenfalls
möglichst keinen zusätzlichen Strom verbrauchen. Außerdem sollen
die Relais selbst zur Erzielung eines möglichst großen
Wirkungsgrades nur eine einzige Wicklung aufweisen. Die Lösung
dieser Probleme sieht vor, daß die Relaistreiber je einen
Speicherkondensator enthalten, dessen eine Seite mit einer Seite
der auf der anderen Seite an einer Bezugsspannung liegenden
Relaiswicklung verbunden ist und dessen andere Seite über je
einen elektronischen Schalter, vorzugsweise einen
Feldeffekttransistor, mit der Betriebsspannung oder der
Bezugsspannung verbindbar ist. Auf diese Weise wird zum einen
eine aufwendige doppelte Gegentaktstufe pro Relais vermieden.
Der Speicherkondensator liefert den zum Umschalten des Relais
erforderlichen Impuls durch Schließen des einen bzw. anderen
Schalters als Lade- bzw. Entladestrom. Um einen hohen Querstrom
über den kleinen Kanalwiderstand der Feldeffekttransistoren zu
vermeiden, der beim gemeinsamen Umschalten auftritt, werden
diese mit einer gewissen Verzögerung von ca. 0,5 ms nacheinander
ein- bzw. ausgeschaltet. Die vorstehend beschriebene
Treiberschaltung ist ebenfalls über die Verwendung in der
vorliegenden Schaltungsanordnung hinaus auch von allgemeiner
Bedeutung.
Um eine Funktion der Schaltungsanordnung auch bei
Falschpolung zu ermöglichen, ist im Eingang für die
Anschlußleitung eine Verpolungsschutzschaltung vorgesehen. Da
eine aus Dioden gebildete Brückenschaltung für diesen Zweck eine
zu hohe Dämpfung aufweist, wird mit Vorteil ebenfalls ein
bistabiles Relais eingesetzt, dessen Wicklung über die
Wechselstromanschlüsse einer Gleichrichterbrücke über den
Eingang gelegt ist, wobei ein elektronischer Schalter bei einer
Verpolung die Gleichstromanschlüsse der Gleichrichterbrücke
miteinander verbindet, derart, daß das Relais betätigt wird und
mit Umschaltkontakten die Verpolung aufhebt.
Für einen der angeschalteten Teilnehmer kann in
Weiterbildung der Erfindung eine Bevorrechtigungsschaltung
vorgesehen sein, die dann, wenn dieser Teilnehmer aushängt, ein
Steuerkriterium liefert, so daß die Prozessorsteuerschaltung
alle anderen Teilnehmer abschalten kann. Das Steuerkriterium
wird dabei zweckmäßig mittels eines Stromes erzeugt, der beim
Aushängen des bevorrechtigten Teilnehmers über Kontakte seines
Anschalterelais fließt, welche bei nicht durchgeschalteter
Teilnehmerleitung geschlossen sind.
Darüber hinaus kann für gewählte Teilnehmer eine
Wahlsperre dadurch erzielt werden, daß die Halteschaltung die
bei einer Impulswahl auftretenden Schleifenunterbrechungen
abhängig vom Programm der Prozessorsteuerschaltung überbrückt.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnungen beschrieben. Dabei zeigen die Fig. 1,
2 und 3 in der links unten in Fig. 1 dargestellten Zuordnung das
Ausführungsbeispiel.
An den Eingangsanschlüssen 1, 1′ wird die nicht
dargestellte, beispielsweise zu einem Vermittlungsamt führende
Anschlußleitung angeschaltet. Von den Anschlüssen 1, 1′ führen
die Sprechadern a, b zunächst über Relaiskontakte 2 eines Relais
3, das mit noch zu erläuternden Schaltungsteilen eine
Verpolungsschutzschaltung bildet. In der dargestellten
Schaltstellung liegt die Ader a an der willkürlich gewählten
Bezugsspannung (Masse), die hier in Form eines Dreiecks
gezeichnet ist. Die Ader b führt weiter über einen kleinen
Widerstand 5 zu den parallel geschalteten Kontakten 6a bis 6d
von polarisierten, bistabilen Anschalterelais mit Wicklungen 7a
bis 7d. Über den oberen Umschaltkontakt 6a bis 6d wird die Ader
b zum jeweiligen Anschluß b1 bis b4 der anzuschaltenden
Teilnehmer (nicht dargestellt) weitergeführt. Die Durchschaltung
der a-Ader erfolgt über die unteren Umschaltkontakte 6a bis 6d,
wobei jeweils den Teilnehmern zugeordnete Fühlwiderstände 8a bis
8d vorgesehen sind. Der gemeinsame Verbindungspunkt 9 der vier
Fühlwiderstände 8a bis 8d ist über einen Widerstand 10 bzw. den
parallelgeschalteten Feldeffekttransistor 11, die Bestandteil
der noch zu erläuternden Stromversorgungsschaltung sind, mit der
Schaltungsmasse und damit mit dem Eingangsanschluß 1 verbunden.
Zur Erzeugung der Versorgungsspannung von +5 V gegen
Masse fließt zunächst beim Aushängen eines Teilnehmers der
Schleifenstrom vom Eingangsanschluß 1 über die a-Ader, die
Schaltungsmasse, den Widerstand 10 zum Anschluß x in Fig. 2, der
mit dem entsprechenden Anschluß x und damit dem Schaltungspunkt
9 in Fig. 3 verbunden ist. Von da fließt der Strom weiter über
einen der Fühlwiderstände, beispielsweise den Fühlwiderstand 8a,
den zugeodneten Teilnehmeranschluß, beispielsweise a1, b1 und
zurück über die b-Ader zum Eingangsanschluß 1′. Dabei fällt am
Widerstand 10, der beispielsweise einen Wert von 1 kΩ hat, eine
Spannung ab, die über eine Entladungsschutzdiode 12 einen
Speicherkondensator 13 mit beispielsweise 100 µF schnell
auflädt, wobei eine Zenerdiode 14 die Spannung auf +5 V
begrenzt. Da der Widerstand 10 für den Sprechbetrieb eine zu
starke Dämpfung bedeutet, wird er anschließend über den
Feldeffekttransistor 11 kurzgeschlossen. Das erfolgt durch ein
Steuersignal auf der Leitung 15, die über einen Bus 16 zur
gemeinsamen Prozessorsteuerschaltung 17 in Form eines
Mikroprozessors führt. Während des Gesprächsbetriebes erfolgt
eine Nachladung des Kondensators 13 über eine
Stromquellenschaltung 18, die einen Schalttransistor 19, einen
Emitterwiderstand 20 und Dioden 21, 22 enthält. Die Bauteile
sind so bemessen, daß ein Nachladestrom vom Kollektor des
Emitters 19 zum Speicherkondensator 13 fließt, der ca. 1 mA
nicht überschreitet. Die Einschaltung der Stromquellenschaltung
18 übernimmt die Prozessorsteuerschaltung 17 über den Bus 16,
die Leitung 23 und einen Feldeffekttransistor 24.
Die Halteschaltung 25 (Fig. 2) weist als ersten
elektronischen Schalter einen Feldeffekttransistor 26 auf, der
von der Prozessorsteuerschaltung 17 über den Bus 16, die Leitung
27 und einen weiteren Feldeffekttransistor 28 mit zugehörigen
Widerständen sowie einer Schutzdiode 29 zur Vorbereitung der
Aktivierung einschaltbar ist. Wenn nach dem Einschalten des
Transistors 26 die Schleifenspannung kleiner als die
Zenerspannung von beispielsweise 18 V der Zenerdiode 30 bleibt,
was während des Gesprächszustandes immer der Fall ist, bleibt
die Halteschaltung 25 hochohmig, weil der zweite elektronische
Schalter in Form eines Thyristors 31 nicht eingeschaltet werden
kann. Übersteigt jedoch beim Einhängen des Teilnehmers die
Schleifenspannung die Zenerspannung der Diode 30, so zündet der
Thyristor 31 praktisch sofort und es fließt ein Haltestrom über
die beiden elektronischen Schalter 26, 31 und einen
Haltewiderstand 32 von beispielsweise 270 Ω. Wenn der
Feldeffekttransistor 11 bei aktivierter Halteschaltung 25
ausgeschaltet wird, fließt der Haltestrom auch über den
Widerstand 10, so daß der Spannungsabfall an diesem Widerstand
eine Stromversorgungsleistung liefert. Der Widerstand 33
begrenzt den Strom über die Zenerdiode 30 und der Kondensator 34
überbrückt Spannungsspitzen am Gate des Thyristors 31.
Die Ruferkennungsschaltung 35 (links unten in Fig. 2)
fühlt bei ankommendem Rufstrom über einen Widerstand 36 die über
dem Widerstand 10 abfallende Wechselspannung ab. Diese
Wechselspannung wird in einer Verdreifachsschaltung bekannter
Art mit den Dioden 37, 38, 39, 43 und den Kondensatoren 40, 41,
42, 44 gleichgerichtet und verdreifacht. Die verdreifachte
Spannung am Speicherkondensator 44 wird durch eine Zenerdiode 45
begrenzt. Wegen der definierten Ladespannung des Kondensators 44
ergibt sich zusammen mit einem Entladewiderstand 46 eine
definierte Zeitkonstante, die dafür sorgt, daß die Ladespannung
des Kondensators 44 als Kriterium für einen ankommenden Ruf
beispielsweise für eine Zeit von 5 Sekunden anstehen bleibt.
Über einen hohen Widerstand 47 von beispielsweise 10 MΩ, der
eine sofortige Entladung des Kondensators 44 über die
integrierte Schutzdiode des Prozessors im spannungslosen Zustand
verhindert wird das Kriterium über eine Leitung 48 der
Prozessorsteuerschaltung 17 zugeführt. Der Speicherkondensator
44 kann über einen Transistor 49 nach der Auswertung des
Kriteriums entladen werden. Dazu führt die
Prozessorsteuerschaltung 17 über eine Leitung 50 der Basis des
Transistors 49 einen Strom zu.
Die Schleifenstromerkennungsschaltungen 51a bis 51d
für die anschaltbaren Teilnehmer an den Anschlüssen a1, b1 bis
a4, b4 sind in Fig. 3 dargestellt. Sie enthalten jeweils einen
Komparator in Form eines Operationsverstärkers 52a bis 52d. Den
beiden Eingängen des Komparators werden jeweils Spannungen
zugeführt, die an Abgriffen 53a, 54a bis 53d, 54d abgenommen
werden. Die Spannungsteiler mit den Abgriffen 53a bis 53d werden
durch Widerstände 55a, 56a bis 55d, 56d gebildet. Für die
Abgriffe 54a bis 54d bilden Widerstände 57a, 58a bis 57d, 58d
den Spannungsteiler. Außerdem wird in den Fußpunkt der
Spannungsteiler für die Abgriffe 53a bis 53d eine kleine
positive Spannung über einen weiteren Spannungsteiler mit den
Widerständen 59, 60 eingeführt, wobei der Widerstand 59
beispielsweise einen Wert von 470 Ω und der Widerstand 60 einen
Wert von 100 kΩ hat und an die Betriebsspannung angeschlossen
ist.
Die beschriebenen Spannungsteiler greifen jeweils die
Spannung vor und hinter den Fühlwiderständen 8a bis 8d ab. Wenn
demgemäß beim Aushängen eines angeschalteten Teilnehmers ein
Schleifenstrom fließt, liegt an den beiden Eingängen (-, +) des
jeweiligen Komparators 52 einen Spannungsdifferenz, die den
Komparator umschalten läßt. Am Ausgang wird dann auf den
Leitungen 61a bis 61d ein Steuerkriterium erzeugt, das über den
Bus 16 der Prozessorsteuerschaltung 17 zugeführt wird. Die
kleine positive, über den Spannungsteiler 59, 60 eingespeiste
Spannung bewirkt, daß die Komparatoren 52 erst ansprechen, wenn
ein bestimmter Schleifenstrom überschritten wird. Mit Hilfe der
Spannungsteiler 55, 56 und 57, 58 wird erreicht, daß die an den
Eingängen der Komparatoren 52 anstehende Spannung immer im
Bereich der Betriebsspannung bleibt, so daß die Komparatoren
richtig arbeiten können.
Die Wicklungen 7a bis 7c der Anschalterelais werden
über Treiber 62a bis 62d gespeist, die unten in Fig. 2
dargestellt sind. Sie weisen jeweils Speicherkondensatoren 63a
bis 63d auf, deren rechte Seite über eine Sammelleitung 64 mit
den jeweiligen Wicklungen 7a bis 7d verbunden ist. Die linke
Seite der Speicherkondensatoren 63a bis 63d ist jeweils über
zwei Feldeffekttransistoren 65a, 66a bis 65d, 66d mit +5 V bzw.
Masse verbunden. Das Einschalten der Transistoren 65, 66 erfolgt
durch die Prozessorsteuerschaltung 17 über Leitungen 67a, 68a
bis 67d, 68d, die zu einer Sammelleitung 69 zusammengefaßt sind.
Wenn bei entladenem Speicherkondensator 63 der
zugehörige Feldeffekttransistor 65 eingeschaltet wird, fließt
ein Ladestromimpuls über die jeweilige Wicklung 7 und schaltet
die zugehörigen Kontakte 6 in die eine stabile Lage. Zum
Umschalten in die andere stabile Lage wird bei geladenem
Speicherkondensator 63 der zugehörige Feldeffekttransistor 66
eingeschaltet und es fließt ein Entladestrom in umgekehrter
Richtung. Die Prozessorsteuerschaltung 17 sorgt dabei dafür, daß
die jeweils zusammengehörenden Feldeffekttransistoren 65, 66 nur
mit einer kleinen Zeitverzögerung eingeschaltet werden, um einen
hohen Querstrom zu vermeiden. Die Treiberschaltungen 62a bis 62d
haben nur eine außerordentlich niedrige Ruhestromaufnahme von
etwa 10 µA, die im wesentlichen durch die Ableitwiderstände 70a
bis 70d, 71a bis 71d hervorgerufen werden.
Für den an den Anschlüssen a1, b1 angeschalteten
Teilnehmer ist eine Bevorzugung verwirklicht, d.h., wenn dieser
Teilnehmer abhebt, werden alle anderen Teilnehmer abgeschaltet.
Zu diesem Zweck fließt dann, wenn der Teilnehmer zunächst nicht
angeschaltet war, weil ein anderer Teilnehmer zuerst ausgehängt
hat, ein sehr kleiner Fühlstrom von der b-Ader über eine Diode
72, einen Widerstand 73, den oberen Kontakt 6a, die
Teilnehmerschaltung, den unteren Kontakt 6a und den Widerstand
74 als Basisstrom zu einem Transistor 75. Der Transistor 75
schaltet dann ein und liefert an seinem Kollektor über eine
Leitung 76 ein Steuerkriterium zur Prozessorsteuerschaltung 17,
die dann die erforderlichen Schaltvorgänge einleiten kann.
Die oben in Fig. 1 gezeigte Verpolungsschutzschaltung
mit der Relaiswicklung 3 weist eine Brückenschaltung mit vier
Dioden 77 bis 80 auf. Die Relaiswicklung 3 liegt in Reihe mit
den Wechselstromanschlüssen 81, 82 über den Adern a, b. Ein
Strom kann über die Wicklung jedoch erst dann fließen, wenn die
Gleichstromanschlüsse 83, 84 der Brückenschaltung über einen
Feldeffekttransistor 85 miteinander verbunden werden. Das
Einschalten des Transistors und damit das Umschalten der
Relaiskontakte 2 zur Aufhebung einer Verpolung bei falschem
Anschluß der Leitung an die Eingangsanschlüsse 1, 1′ erfolgt
durch Aufladung eines Kondensators 86 über einen Widerstand 88,
wobei die Gleichrichterbrücke 77 bis 80 einerseits ein negatives
Potential an die negative Elektrode des Kondensators 86 anlegt
und andererseits bei noch nicht erfolgter Umschaltung ein
positives Potential am Massepunkt hinter den Relaiskontakten 2
über den Widerstand 88 an die positive Elektrode des
Kondensators 86 anliegt. Bei ausreichender Kondensatorspannung
wird der Transistor 85 durchschalten und das Relais 2, 3 zum
Kippen bringen. Dadurch wiederum wird nach dem Polaritätswechsel
hinter den Relaiskontakten 2 der Kondensator 86 über den
Widerstand 88 entladen. Die Zenerdiode 87 begrenzt die
Ladespannung des Kondensators 86.
Die Prozessorsteuerschaltung 17 beinhaltet einen
üblichen Mikroprozessor mit einem Speicher für ein auf die
Schaltungsanodnung zugeschnittenes Programm. Die für die
Betriebseinleitung und Rücksetzung des Mikroprozessors
erforderlichen Schaltungen üblicher Art wurden hier weggelassen.
Gezeigt ist lediglich die Takterzeugung mittels einer Quarzes 99
und zugehörigen Kondensatoren. Im Interesse niedriger
Stromaufnahme ist die Taktfrequenz niedrig gewählt.
Beispielsweise wird ein Quarz 99 mit einer Frequenz von 560 KHz
gewählt.
Wenn bei einer abgehenden Verbindung einer der
Teilnehmer an den Anschlüssen a1, b1 bis a4, b4 aushängt, fließt
ein Schleifenstrom über die zugehörigen Relaiskontakte 6. Dieser
Schleifenstrom führt mittels des Spannungsabfalls am Widerstand
10 zur Erzeugung der Betriebsspannung von +5 V. Die
Prozessorsteuerschaltung 17 erkennt das Erscheinen der
Betriebsspannung und wird hochgefahren. Da kein Rufstrom
angekommen ist, liefert die Rufstromerkennungsschaltung 35 kein
entsprechendes Steuerkriterium über die Leitung 48, so daß beim
anschließenden Wählen die erzeugten Schleifenunterbrechungen
nicht durch die Halteschaltung 25 überbrückt werden, weil keine
Aktivierung der Halteschaltung 25 mittels der
Prozessorsteuerschaltung erfolgt. Außer demjenigen Teilnehmer,
der ausgehängt hat, werden alle andere Teilnehmer durch
Betätigung ihrer Anschalterelais 6, 7 über die
Treiberschaltungen 62 abgeschaltet. Nach einer Wahl durch den
Teilnehmer wird ein prozessorinternes Zeitkriterium nach 12
Sekunden die Halteschaltung 25 aktivieren. Wenn der Teilnehmer
nach Beendigung des Gesprächs auflegt, erkennt dies die
Prozessorsteuerung 17 durch das von der
Schleifenstromerkennungsschaltung 51 über die jeweilige Leitung
61 gelieferte Kriterium und führt die gesamte
Schaltungsanordnung in den Ruhezustand zurück.
Wenn bei einer ankommenden Verbindung einer der
Teilnehmer abhebt, erkennt dies die Prozessorsteuerschaltung
wiederum unter Auswertung des von der jeweiligen
Schleifenstromerkennungsschaltung gelieferten Kriteriums auf die
oben beschriebene Weise. In diesem Falle liefert jedoch die
Rufstromerkennungsschaltung 35 ein Steuerkriterium über die
Leitung 48, so daß beispielsweise bei einer Fehlwahl durch den
Teilnehmer die Schleifenstromunterbrechung mittels der
Halteschaltung unwirksam gemacht werden können und ein Umlegen
zu einem anderen Teilnehmer durch Auflegen nicht zu einer
Schleifenunterbrechung führt.
Claims (13)
1. Schaltungsanordnung zur Anschaltung mehrerer
Teilnehmer an eine gemeinsame Anschlußleitung einer
Fernsprechanlage,
gekennzeichnet durch die Kombination folgender Baugruppen:
- a) eine Stromversorgungsschaltung (10, 11, 13, 14, 18) zur Gewinnung einer Versorgungsspannung (+5 V) aus der Anschlußleitung;
- b) eine Rufstromerkennungsschaltung (35), die bei ankommendem Rufstrom ein Steuerkriterium (auf 48) liefert und für eine vorwählbare Zeit nach Aufhören des Rufstroms speichert;
- c) eine Halteschaltung (25) , die steuerbar Schleifenunter brechungen überbrückt und einen Schleifenstrom über die Anschlußleitung fließen läßt;
- d) je anzuschaltendem Teilnehmer eine Schleifenstromerkennungs schaltung (51a bis 51d), die das Fließen eines Schleifen stroms über die jeweilige Teilnehmerleitung (a1, b1 bis a4, b4) feststellt und ein Steuerkriterium (auf 61a bis 61d) liefert;
- e) je anzuschaltendem Teilnehmer ein Anschalterelais (6a, 7a bis 6d, 7d) mit einem vorgeschalteten Relaistreiber (62a bis 62d);
- f) eine Prozessorsteuerschaltung (17), die abhängig von den Steuerkriterien und einem Speicherprogramm Steuersignale für die Baugruppen der Schaltungsanordnung liefert.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rufstromerkennungsschaltung (35)
einen Spannungsvervielfacher (37 bis 44) aufweist, der zur
Lieferung des Steuerkriteriums (auf 48) die über einem in der
Anschlußleitungsschleife liegenden Widerstand (10) abfallende
Rufwechselspannung gleichrichtet und vervielfacht, und einen
Speicherkondensator (44) für die gleichgerichtete Spannung, dem
Spannungsbegrenzer (45) und ein Widerstand (46)
parallelgeschaltet sind.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Halteschaltung (25) eine
Reihenschaltung von zwei elektronischen Schaltern (26, 31) und
einem Widerstand (32) enthält, daß der erste Schalter (26) von
der Prozessorsteuerschaltung (17) zur Vorbereitung der
Halteschaltungsaktivierung geschlossen wird und daß der zweite
Schalter (31) bei Überschreiten einer vorgegebenen Spannung
zwischen den Adern (a, b) der Anschlußleitung automatisch
schließt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste elektronische Schalter ein
Feldeffekttransistor (26) ist und daß der zweite elektronische
Schalter einen Thyristor (31) aufweist, dessen Gate über eine
Zenerdiode (30) und einen Widerstand (33) an die an der Anode
anstehende Spannung gelegt ist.
5. Schaltungsanordnung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Schleifenstromerkennungsschaltungen (51a bis 51d) je einen
Komparator in Form eines Operationsverstärkers (52a bis 52d)
enthalten, daß in eine Ader (a) der zu überwachenden Leitung ein
Fühlwiderstand (8a bis 8d) geschaltet ist, daß vor und hinter
dem Fühlwiderstand (8a bis 8d) je ein Spannungsteiler (55a, 56a
bis 55d, 56d; 57a, 58a bis 57d, 58d) mit gleichem Teilverhältnis
zwischen die Ader (a, b) geschaltet ist und daß die beiden
Eingänge der Operationsverstärker (52a bis 52d) an den Abgriffen
(53, 54a bis 53d, 54d) der Spannungsteiler liegen.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Fußpunkt der auf einer Seite des
Fühlwiderstandes (8a bis 8d) liegenden Spannungsteiler (55a, 56a
bis 55d, 56d) eine kleine Vorspannung (über 59, 60) erhält,
derart, daß der Komparator (52) erst bei Überschreiten eines
vorgegebenen Schleifenstroms anspricht.
7. Schaltungsanordnung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anschalterelais polarisierte,
bistabile Relais (6a, 7a bis 6d, 7d) sind.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Relaistreiber (62a bis 62d) je
einen Speicherkondensator (63a bis 63d) enthalten, dessen eine
Seite mit einer Seite der auf der anderen Seite an einer
Bezugsspannung liegenden Relaiswicklung (7a bis 7d) verbunden
ist und dessen andere Seite über je einen elektronischen
Schalter (65a, 66a bis 65d, 66d) mit der Betriebsspannung oder
der Bezugsspannung verbindbar ist.
9. Schaltungsanordnung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Verpolungsschutzschaltung (2, 3) im
Eingang (1, 1′) für die Anschlußleitung.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verpolungsschutzschaltung ein
bistabiles Relais (2, 3) aufweist, dessen Wicklung (3) über die
Wechselstromanschlüsse (81, 82) einer Gleichrichterbrücke (77
bis 80) über den Eingang (1, 1′) gelegt ist und daß ein
elektronischer Schalter (85) bei einer Verpolung die
Gleichstromanschlüsse (83, 84) der Gleichrichterbrücke
miteinander verbindet, derart, daß das Relais betätigt wird und
mit Umschaltkontakten (2) die Verpolung aufhebt.
11. Schaltungsanordnung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine
Bevorrechtigungsschaltung (73 bis 76) für einen angeschalteten
Teilnehmer (a1, b1), die dann, wenn dieser Teilnehmer aushängt,
ein Steuerkriterium (über 76) liefert, so daß die
Prozessorsteuerschaltung (17) alle anderen Teilnehmer (a2, b2
bis a4, b4) abschalten kann.
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerkriterium mittels eines
Stromes erzeugt wird, der beim Aushängen des bevorrechtigten
Teilnehmers (a1, b1) über Kontakte (6a) seines Anschalterelais
fließt, welche bei nicht durchgeschalteter Teilnehmerleitung
geschlossen sind.
13. Schaltungsanordnung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Wahlsperre gewählter Teilnehmer
die Halteschaltung (25) so steuerbar ist, daß sie die bei einer
Impulswahl auftretenden Schleifenunterbrechungen überbrückt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3921940A DE3921940A1 (de) | 1989-07-04 | 1989-07-04 | Schaltungsanordnung zur anschaltung mehrerer teilnehmer an eine gemeinsame anschlussleitung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3921940A DE3921940A1 (de) | 1989-07-04 | 1989-07-04 | Schaltungsanordnung zur anschaltung mehrerer teilnehmer an eine gemeinsame anschlussleitung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3921940A1 true DE3921940A1 (de) | 1991-01-17 |
Family
ID=6384263
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3921940A Withdrawn DE3921940A1 (de) | 1989-07-04 | 1989-07-04 | Schaltungsanordnung zur anschaltung mehrerer teilnehmer an eine gemeinsame anschlussleitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3921940A1 (de) |
-
1989
- 1989-07-04 DE DE3921940A patent/DE3921940A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |