DE3921759A1 - Spiele-netzwerk sowie intelligente spielerkarte fuer die verwendung bei einem solchen netzwerk - Google Patents
Spiele-netzwerk sowie intelligente spielerkarte fuer die verwendung bei einem solchen netzwerkInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Spiele-Netzwerk mit zumin
dest einem Haupt-Spielgerät, das mit zumindest einem Unter-Spiel
gerät verbunden ist, sowie auf eine intelligente Spielerkarte,
die in Verbindung mit einem derartigen Netzwerk verwendbar
ist. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf Spiele wie
Bingo, Keno, Poker und Black Jack und auf für solche Spiele
vorgesehene Spielgeräte, beispielsweise für Spielcasinos
oder Spielhallen.
In der US-PS 44 55 025 ist das Konzept eines Spiele-Netzwerks
für das Spielen vorbezahlter Kartenspiele aufgezeigt, bei
spielsweise das Spielen von Bingo, Keno und dergleichen.
Dieses bekannte Spiele-Netzwerk stellt einem Spieler zwar
eine bequeme und einfache Möglichkeit zur Verfügung, gleich
zeitig mehrere Bingo- oder Keno-Karten zu spielen. Die in
dieser US-PS 44 55 025 aufgezeigte Technik ermöglicht es
jedoch nicht, in Echtzeit ein bestimmtes Spiel auszuwählen,
das gespielt werden soll. Andererseits stellt die US-PS
44 67 424 einem Spieler eine Möglichkeit zur Verfügung, ein
Spiel, beispielsweise Keno, auszuwählen, das der Spieler
an seinem entfernt gelegenen Terminal spielen kann. Dieses
System bietet jedoch keine Möglichkeit, eine größere Anzahl
von Spielkarten mit Hilfe eines einzigen Spieler-Terminals
durchzuspielen.
Keine der beiden oben erwähnten Patentschriften ermöglicht
das gleichzeitige Spielen mehrerer unterschiedlicher Spiele,
beispielsweise das gleichzeitige Spielen von Poker, Bingo
und Keno, mit lediglich einem Spieler-Terminal, geschweige
denn gleichzeitig mehrere Spiele mit mehreren Sätzen von
Spielkarten zu spielen und dabei mehrere Kartensätze in jedem
der Spiele abzuspielen. In ähnlicher Weise offenbart keine
der genannten US-Patentschriften Spielgeräte zum Spielen
anderer verbreiteter Casino-Spiele wie Poker, Black Jack
oder Sportwetten, oder zeigt eine Möglichkeit auf, diese
Spiele gleichzeitig in Kombination mit anderen üblichen Casi
no-Spielen durchzuführen.
Dadurch ist in nachteiliger Weise die freie Wahl für den
Spieler eingeschränkt, was bedeutet, daß die dem Spieler
von Casinos und Spielhallen zu bietenden Dienstleistungen
ebenfalls entsprechend begrenzt sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, diesbezüglich
durch ein Spiele-Netzwerk und eine intelligente Spielerkarte
Abhilfe zu schaffen, durch die dem Spieler freiere Wahlmög
lichkeiten zur Verfügung gestellt werden.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß hinsichtlich des Netzwerkes
durch die Merkmale des Anspruchs 1 und hinsichtlich der Spieler
karte durch die Merkmale des Anspruchs 3 gelöst.
Bei der Erfindung handelt es sich um ein verteiltes Spiele-Netz
werk mit einem Haupt-Spielgerät und einer Anzahl von Unter-Spiel
geräten. Das Haupt-Spielgerät und die Unter-Spielgeräte stehen
über das Netzwerk miteinander in Datenaustausch. Die Unter-Spiel
geräte erhalten von dem Haupt-Spielgerät Befehle und Zufalls
daten, wie Bingomuster und Bingo- und Kenozahlen, die vom
Spielleiter aufgerufen werden. Jedes Unter-Spielgerät sendet
dem Haupt-Spielgerät den lokalen Spielstatus sowie Kontierungs
daten. Die Unter-Spielgeräte arbeiten (spielen) in Echtzeit
gleichzeitig eine Anzahl von als Menue wählbaren Karten
und Chancenspiele ab, beispielsweise Bingo, Keno, Poker,
Black Jack und dergleichen.
Der Status sämtlicher, mit Hilfe eines Unter-Spielgerätes
gespielter Spiele wird auf einem Sichtgerät in Form eines
Berührungsbildschirms in je eigens zugeordneten Anzeigefenstern
dargestellt, die den speziellen Spielen zugeordnet sind.
Das Sichtgerät zeigt auch die für sämtliche Spiele maßgeblichen
Kontierungsdaten, wie Wetten, Gewinne und Kontostände. Da
es sich um ein Sichtgerät mit einem Berührungs- oder Tastbild
schirm handelt, erleichtert das Sichtgerät die Auswahl der
Spiele, der Art der Spieldurchführung der gewählten Spiele
und der Höhe der Einsätze. Außerdem bietet der Berührungsbild
schirm die Möglichkeit, manuell auf dem Bildschirm Überein
stimmungen (Treffer) bei Bingo und Keno zu markieren. Das
Unter-Spielgerät ist außerdem mit einem Kartenlese- und -schreib
gerät für intelligente Spielerkarten ausgerüstet. Die intelli
gente Spielerkarte, die einem Unter-Spielgerät zugeordnet
ist, ist mit einem in ihr eingebetteten Microprocessor versehen,
der Einsätze und Spielergebnisse laufend verfolgt. Außerdem
speichert die intelligente Spielerkarte in kodierter Form
die Informationen, welche die Inhalte der auf dem Sichtgerät
gezeigten Bilder von Spielkarten oder -tafeln kennzeichnen,
beispielsweise den Inhalt von Bingokarten.
Die Unter-Spielgeräte können zu Gruppen gebündelt werden,
die an einem gemeinsamen Spiel teilnehmen, beispielsweise
zu einer Gruppe von Unter-Spielgeräten, die mit einem Haupt-Spiel
gerät, das vom Kartengeber bedient wird, gemeinsam ein Pokerspiel
durchführen. Unter-Spielgeräte können auch ihre Ressourcen
zusammenlegen, einschließlich ihrer Geldmittel, und im Hinblick
auf die Erreichung eines gemeinsamen Ziels zusammenarbeiten,
wobei die Spieler, die die zusammengefaßten Unter-Geräte
bedienen, den Gewinn des Spieles aufteilen können.
Durch die Erfindung ist ein Spiele-Netzwerk geschaffen, das
jedem Spieler eine Gelegenheit gibt, eine Mehrzahl unterschied
licher Spiele auszuwählen und gleichzeitig zu spielen, wobei
das gleichzeitige Spielen von mehreren Karten für die ausgewähl
ten Spiele leicht gemacht ist.
Außerdem bietet die Erfindung dem Spieler die Gelegenheit,
nach Wunsch einen Schwierigkeitsgrad für die Durchführung
des Spieles zu wählen. Fernerhin stellt die Erfindung dem
Spieler eine bequeme Möglichkeit zur Verfügung, den augenblick
lichen Status des mit Hilfe des Spielgerätes gespielten Spieles
zu kennzeichnen. Außerdem stellt die Erfindung die Möglichkeit
zur Verfügung, Wetteinsätze ohne Münzen über das Spiele-Netzwerk
zu tätigen.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnung im einzelnen
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematisierte Darstellung der Hardware-
Architektur des Spiele-Netzwerks;
Fig. 2 eine schematisierte Darstellung der Hardware-
Architektur eines in dem Netzwerk enthaltenen
Spielgerätes;
Fig. 3 eine schematisierte Darstellung der Software-
Architektur eines Spielgerätes;
Fig. 4 eine schematisierte Darstellung eines Bild
schirms eines Unter-Spielgerätes mit Anzeige
fenstern, die den Status von Spielen zeigen,
die gespielt werden;
Fig. 5 ein Menue von Spielen, die bei einem Unter-
Spielgerät auswählbar sind;
Fig. 6 ein Menue der Befehle, die bei einem Haupt-
Spielgerät für ein Bingospiel zur Verfügung
stehen, wobei für das Bingospiel spezifische
Bezeichnungen, dem angelsächsischen Ursprung
des Spieles entsprechend, in Englischer Sprache
angegeben sind, und
Fig. 7 eine schematisierte Darstellung eines Unter-
Spielgerätes mit erweiterter Dateneingabe
und -ausgabeeinrichtung.
Die in Fig. 1 gezeigte bevorzugte Konfiguration des Spiele-
Netzwerks sieht ein Haupt-Spielgerät 1 und eine Mehrzahl
von Unter-Spielgeräten 7 vor.
Das Haupt-Spielgerät 1 ist mit einer voll ausgebildeten Tasta
tur 2, einem Hartplattengerät 3, einem Datensichtgerät 4
und einem Drucker 5 ausgerüstet. Mit den Unter-Spielgeräten
7 ist das Haupt-Spielgerät über ein Datenaustauschnetzwerk 6
verbunden. Jedes der Unter-Spielgeräte 7 ist mit einer verein
fachten Tastatur 8 und einem Datensichtgerät 9 ausgerüstet.
Das in Fig. 2 dargestellte Unter-Spielgerät ist ein intelligen
tes Spielterminal mit einem Microprocessor 10, einer lokalen
Dateneingabe- und Datenausgabeeinrichtung 11, zu der die
Tastatur 8 gehört, und einer Sende-Empfangseinrichtung 12.
Letztere bildet über ein Koaxialkabel 13 eine direkte Schnitt
stelle mit dem übrigen Netzwerk 6.
Bei der Durchführung eines Spieles wird das Haupt-Spielgerät
1 von einem Operator oder Spielleiter benutzt, während jedes
Unter-Spielgerät 7 für die Benutzung durch einen Spieler
vorgesehen ist. Der Spielleiter steuert das Spiele-Netzwerk
durch Eingabe vorbestimmter Befehle und Zufallsdaten in das
Haupt-Spielgerät 1 über die Tastatur 2. In ähnlicher Weise
betätigt der Spieler das Unter-Spielgerät 7 durch Eingabe
seiner Befehle, beispielsweise eines Wettwertes, über die
Tastatur 8.
Die Menues der zur Verfügung stehenden Befehle und Optionen,
einschließlich von Hilfsoptionen, werden dem Spielleiter
und dem Spieler angezeigt, wenn "Reset" gedrückt oder ein
spezieller Befehl eingegeben wird. Ein Beispiel eines Unter
menues für das Haupt-Spielgerät bei einem Bingospiel ist
in Fig. 6 gezeigt. Fig. 5 zeigt ein Hauptmenue für das Unter-
Spielgerät. Sowohl das Haupt- als auch die Unter-Spielgeräte
1 bzw. 7 übermitteln ihre Antwortsignale zu dem Spielleiter
und zu dem betreffenden Spieler über entsprechende Datenein
gabe- und -ausgabeeinrichtungen, insbesondere die Sichtgeräte
4 und 9.
Da es sich bei dem Haupt-Spielgerät um einen Computer für
allgemeine Anwendung handelt, arbeitet er mit einem Betriebssy
stem 14 für Mehraufgaben-Bearbeitung, was eine gleichzeitige
Bedienung sämtlicher Unter-Spielgeräte 7 ermöglicht. Wie
in Fig. 3 dargestellt, arbeitet auch der Microprocessor 10
unter dem Betriebssystem 14 für Mehraufgaben-Bearbeitung.
Das Betriebssystem 14 steuert gleichzeitig mehrere Aufgaben
15. Jede der Aufgaben 15 betrifft die Durchführung eines
bestimmten Spieles. Beispielsweise kann eine der Aufgaben
15, nämlich die Aufgabe 16, ein Bingospiel sein, während
eine andere Aufgabe, nämlich die Aufgabe 17, ein Pokerspiel,
eine weitere Aufgabe, nämlich die Aufgabe 18, ein Kenospiel
und die Aufgabe 19 ein Black Jack-Spiel sein kann. Jede dieser
Aufgaben 15 weist ein dieser Aufgabe zugeordnetes Anzeige
fenster auf, wobei, wie es in Fig. 4 dargestellt ist, ein
Fenster 20 zwei Bingokarten 21, eine Bingotafel 22 und ein
Bingomuster 23 zeigt. Ein Fenster 24 zeigt fünf Pokerkarten
25 und ein Fenster 26 eine Kenokarte 27. Außerdem besitzt
das Sichtgerät ein Statusfenster 28, das Kontoführungsdaten
anzeigt. Dieses Statusfenster 28 ist durch eine zugeordnete
Aufgabe 29 unter der Leitung des Betriebssystems 14 gesteuert.
Da die Techniken der Abwicklung der einzelnen Karten- und
Chancenspiele mittels eines Computers, beispielsweise von
Poker, Keno und Bingo, bekannt und in mehreren US-Patentschrif
ten beschrieben sind, wird von einer ins Einzelne gehenden
Beschreibung der Software und der Hardware, wie sie bei den
Unter-Spielgeräten 7 für die Abwicklung der einzelnen Spiele
anwendbar ist, abgesehen. Im Hinblick darauf, daß auch die
Kenntnis von für Mehraufgaben-Bearbeitung geeigneten Betriebs
systemen und die Technik von Anzeigefenstern weithin verbrei
tet sind und solche Techniken allgemein zur Verfügung stehen,
wird auch auf die Erläuterung von Einzelheiten der Ausbildung
des Betriebssystems 14, der gleichzeitig abzuarbeitenden
Aufgaben 15 und der Fenster 20, 24, 26 und 28 verzichtet. Statt
dessen richtet sich die nachstehende Beschreibung konzentriert
auf die nicht-trivialen Aspekte der Auslegung und des Betriebs
des aufgezeigten Spiele-Netzwerks.
Bedingt durch die Natur des Pokerspiels läuft die Aufgabe
17 unabhängig von Operationen des Haupt-Spielgerätes 1 ab.
Anders als beim Pokerspiel sind das Bingospiel und das Kenospiel
von den Befehlen und Daten des Haupt-Spielgerätes beeinflußt,
die auf sämtliche Unter-Spielgeräte 7 über das dem Datenaus
tausch dienende Netzwerk 6 übertragen werden. Insbesondere
überträgt das Haupt-Spielgerät 1 auf die Unter-Spielgeräte
7 das Bingomuster 23 und aufgerufene Bingozahlen 30 (die
vom Spielleiter aufgerufenen Zahlen). Die aufgerufenen Bingo
zahlen 30 werden in den Karten 27 und der Tafel 22 durch
Ankreuzen der übereinstimmenden Zahl markiert. In ähnlicher
Weise überträgt das Haupt-Spielgerät 1 auf die Unter-Spiel
geräte die aufgerufene Kenozahl 31 (die wiederum im Fenster
26 angekreuzt wird). Im Fenster 27 doppelt angekreuzte Zahlen
32 stellen die Wahl des Spielers dar, die dieser für die
Kenonummer der laufenden Runde des Kenospiels gewählt hat.
Der Datenaustausch zwischen dem Haupt-Spielgerät 1 und den
Unter-Spielgeräten 7 ist bidirektional. Das Unter-Spielgerät
7 empfängt Befehle und Daten von dem Haupt-Spielgerät 1 und
sendet durch die Aufgabe 29 erzeugte Informationen über den
Spielestatus sowie Kontoführungsdaten zurück. Insbesondere
wird, wenn das Unter-Spielgerät 7 entscheidet, daß ein Bingo-
oder Kenospiel die Gewinnstufe erreicht hat, das Haupt-Spiel
gerät 1 sofort über das Netzwerk 6 in Kenntnis gesetzt, so
daß das betreffende Spiel durch den Spielleiter unterbrochen
werden kann, um den Gewinn nachzuprüfen.
Andererseits kann das Haupt-Spielgerät 1 einen Teil der Software
des Unter-Spielgerätes 7 über das Netzwerk 6 ausladen, nachdem
es von diesem eine entsprechende Anforderung erhalten hat.
Obgleich ein spezielles Ausführungsbeispiel der Erfindung
gezeigt und im einzelnen beschrieben wurde, um die Anwendung
der Grundprinzipien der Erfindung zu erläutern, versteht
es sich, daß die Erfindung in anderen Ausführungsbeispielen
verwirklicht werden kann, ohne die Grundlagen der Erfindung
zu verlassen.
Beispielsweise geht die obige Beschreibung davon aus, daß
der Spielleiter lediglich Bingo- oder Kenonummern, die auf
eine übliche Weise gezogen werden, wiederholt und in das
Haupt-Spielgerät 1 (in einer Art Echo fungierend) eingibt.
Alternativ hierzu kann jedoch ein in das Haupt-Spielgerät
eingebauter Zufallszahlgenerator Verwendung finden.
Außerdem müssen das Haupt-Spielgerät und die Unter-Spielgeräte
nicht unterschiedlich sein, was Hardware oder Software betrifft.
Tatsächlich können sie identisch sein (wobei lediglich dem
Repertoire der Aufgaben 15 des Unter-Spielgerätes 7 die Zusatz
aufgabe: Funktion als Haupt-Spielgerät, hinzugefügt werden
sollte). Sämtliche Geräte könnten nacheinander als Haupt-Spiel
gerät fungieren oder sogar gleichzeitig.
Fig. 2 zeigt lediglich die einfachste Minimalkonfiguration
der Hardware des Unter-Spielgerätes. Die Möglichkeiten, eine
große Anzahl unterschiedlicher Spiele innerhalb des Rahmens
des aufgezeigten Netzwerks spielen zu können, lassen sich
jedoch in weitem Maße vergrößern, indem man die Dateneingabe
und -ausgabeeinrichtungen 11 (I/O) des Unter-Spielgerätes 7
erweitert, wie es in Fig. 7 gezeigt ist.
Diese erweiterte I/O-Konfiguration, die dem I/O-Bus 53 des
Microprocessors 10 hinzugefügt ist, schließt das Datensicht
gerät 9 in Form eines Berührungsbildschirms, ein Mikrofon
34, einen Lautsprecher 35 und ein elektronisches Kartenlese
und -schreibgerät 36 ein.
Der Berührungsbildschirm des Sichtgerätes 9 weist eine Katho
denstrahlröhre 37 und eine Infrarot-Gitteranordnung
38 auf und ersetzt die Tastatur
8, wodurch die Interaktion des Spielers mit dem Unter-Spielge
rät 7 vereinfacht und erleichtert wird. Insbesondere gestaltet
der Berührungsbildschirm das Auswählen der Menues äußerst
bequem, sowie auch das manuelle Markieren der Bingo- und
Kenozahlen.
Wie in Fig. 5 gezeigt, stellt das Unter-Spielgerät zwei Spielar
ten für das Bingospiel zur Verfügung, nämlich automatisches
Bingo 39 und manuelles Bingo 40. Bei dem automatischen Bingo
39 gibt der Spieler lediglich (über den Berührungsbildschirm
des Sichtgerätes 9) die Kenn-Nummer (ID) der Bingokarte ein.
Die übrige Überwachung des augenblicklichen Status des Spiels
erfolgt durch das Unter-Spielgerät 7 automatisch, wie es
in der US-PS 44 45 025 beschrieben ist.
Das manuelle Bingo 40 ist eine neue Spielweise, bei der der
Spieler aktiv an der Tätigkeit des Markierens der passenden
Bingozahlen 30 teilnimmt, indem er die entsprechenden Zahlen
in dem Fenster 20 berührt. Auf Grund dieser manuellen Berührung
kreuzt das Unter-Spielgerät 7 die gewählte Zahl 30 an (oder
zeigt sie als Umkehrbild, in geänderter Farbe od. dgl.).
Zu bemerken ist, daß der Berührungsbildschirm ohne weiteres
durch einen Lichtgriffel ersetzt werden könnte, ohne den
Umfang der Erfindung einzuschränken.
Auch läßt sich das manuelle Bingo ohne den Berührungsbildschirm
oder einen Lichtgriffel verwirklichen, indem man beispielsweise
lediglich Tasten mit Richtungspfeilen an der Tastatur 8 vor
sieht oder einfach eine reine Software-Technik benutzt, bei
spielsweise einen "laufenden Cursor" vorsieht, wobei der
Spieler die augenblickliche Stellung des Cursors markiert,
indem er eine "Enter"-Taste drückt.
Das Mikrofon 34 ermöglicht die Eingabe von Sprachbefehlen,
und der Lautsprecher 35 fungiert entweder als Tonmelder,
wenn es sich um eine vereinfachte Ausführung des Unter-Spielge
rätes 7 handelt, oder als Sprachmelder bei einer weiterent
wickelten Ausführung des Unter-Spielgerätes 7, wenn dieses
mit einem Sprach-Synthesizer 41 versehen ist, der in die
I/O-Einrichtungen 11 eingebaut ist.
Das elektronische Kartenlese- und Schreibgerät 36 dient als
Schnittstelle mit einer intelligenten Spielerkarte 42. In
ihrer bevorzugten Ausführungsform weist diese intelligente
Spielerkarte 42 das Aussehen einer üblichen Kreditkarte auf,
ist jedoch, im Unterschied zu den meisten, derzeit im Umlauf
befindlichen Kreditkarten, mit einem eingebauten Microprocessor
43 versehen. Der Microprocessor 43 verfolgt sämtliche der
Transaktionen, die mit Hilfe der Karte 42 abgewickelt werden,
einschließlich der Einsätze und des Ausgangs der Spiele.
Außerdem speichert der Microprocessor 43 spielespezifische
Informationen, beispielsweise den Inhalt der Bingo- oder
Keno-Spielkarten oder die Kenn-Nummer der Spielkarten (die
Technik der Verwendung von Kenn-Nummern für Spielkarten als
Codeschlüssel für den Inhalt einer Bingo-Spielkarte ist in
der US-PS 44 55 025 aufgezeigt). Das Unter-Spielgerät 7 inter
agiert (bezüglich Auslesen und Einschreiben) mit dem Micro
processor 43 über das Kartenlese- und -schreibgerät 36.
Insbesondere schreibt das Unter-Spielgerät 7 in die Karte
42 die Ergebnisse der Wetten ein und liest aus dem Micropro
cessor 43 den augenblicklichen Kontostand sowie die Kenn-Nummer
der Spielkarte aus. Zu bemerken ist, daß in gewissen speziel
len Anwendungsfällen das intelligente Kartenlese- und -schreib
gerät durch ein übliches Münzgerät ersetzt werden könnte,
ohne die Prinzipien der Erfindung zu verlassen.
Es versteht sich, daß ohne Einschränkung der Erfindung auch
andere Spiele als Bingo, Poker, Black Jack und Keno, wie
sie oben als Beispiele erwähnt sind, mit Hilfe des aufgezeigten
Spiele-Netzwerks gespielt werden können. Außerdem könnte
das Unter-Spielgerät 7 gleichzeitig eine Mehrzahl von Spielen
des gleichen Typs durchspielen. Beispielsweise könnte ein
Spieler gleichzeitig zwei oder mehr Bingospiele durchspielen,
speziell beispielsweise ein lokales Bingospiel, das auf einen
speziellen Spielort (beispielsweise ein einziges Spielcasino)
begrenzt ist, sowie ein regionales Bingospiel (beispielsweise
ein mehrere Spielcasinos umfassendes Spiel).
Zusätzlich bietet das Spiele-Netzwerk die Gelegenheit, daß
Spieler ihre Ressourcen zusammenfassen und sich die Spielge
winne im Erfolgsfalle teilen können. So könnten insbesondere
zwei oder mehrere Spieler ihre eigenen Unter-Spielgeräte
7 zu einer zeitweiligen Spielgemeinschaft zusammenfassen,
indem sie vorbestimmte Befehle benutzen, die sie über die
betreffende Tastatur 8 eingeben. Beispielsweise können zwei
Spieler ihren Unter-Spielgeräten 7 den Befehl eingeben, gleiche
Summen bei einem Bingospiel einzusetzen und den Spielgewinn
aufzuteilen, wenn eines ihrer Unter-Spielgeräte gewinnt.
Ein Spiel vom Kriegsspieltyp, wo mehrere Gruppen von Unter-
Spielgeräten 7 einander bekämpfen, ist ebenfalls bei dem
erfindungsgemäßen Netzwerk verwirklichbar.
Eine mögliche Variante beim Zusammenlegen der Ressourcen
ist das Konzept der Bündelung von Unter-Spielgeräten 7, die
die gleiche Spielkarte gegen den Kartengeber oder Bankhalter
(das Spielcasino) spielen. Beispielsweise können mehrere
Spieler ein gemeinsames Black Jack- oder Pokerspiel unter
Verwendung ihrer Unter-Spielgeräte 7 durchführen.
Es versteht sich, daß, ohne Einschränkung des Bereichs der
Erfindung, eine breite Vielzahl von Medien für den Datenaus
tausch, Datenaustauschprotokolle und/oder Architekturen von
Datennetzen bei dem erfindungsgemäßen Spiele-Netzwerk Anwen
dung finden können. Insbesondere sind Koaxialkabel, faseropti
sche Einrichtungen, übliche Trägerkanäle und Radiokanäle
geeignete Medien. Auch können verschiedene Schaltprotokolle
für Gruppenübertragung von Daten Anwendung finden, z.B. Verfah
rensweisen, bei denen vom Unter-Spielgerät das Vorhandensein
eines Trägers abgefühlt wird, mehrere Unter-Spielgeräte in
Mehrfachzugriff gleichzeitig mit dem Netzwerk zusammenwir
ken und/oder der Zugriff zum Netzwerk durch gesetzte Prioritä
ten geregelt ist, wobei die einzelnen Unter-Spielgeräte bei
spielsweise nacheinander, etwa in Form eines Ringverkehrs,
Zugang zum Haupt-Spielgerät haben. Auch kann ein breites
Spektrum an Verschlüsselungstechniken für Datengruppen sowie
hardwareseitiger Sicherungsmaßnahmen bei dem Netzwerk 6 ange
wendet werden, auch in Verbindung mit speziellen Sicherungs-
oder Schutzeinrichtungen, die der intelligenten Spielerkarte
42 und dem Kartenlese- und -schreibgerät 36 zugeordnet sind.
Die vorstehende Beschreibung und die Zeichnung beschränken
sich nur auf die Angabe von Merkmalen, die für die beispiels
weise Verkörperung der Erfindung wesentlich sind.
Soweit daher Merkmale in der Beschreibung und in der Zeich
nung offenbart und in den Ansprüchen nicht genannt sind,
dienen sie erforderlichenfalls auch zur Bestimmung des Gegen
standes der Erfindung.
Claims (7)
1. Spiele-Netzwerk mit zumindest einem Haupt-Spielgerät
(1), das mit zumindest einem Unter-Spielgerät (7) verbunden
ist, wobei das genannte Unter-Spielgerät (7) gleichzeitig
zumindest zwei bestimmte, voneinander verschiedene und
unabhängige Spiele durchführt, jedes der genannten bestimm
ten, unterschiedlichen und unabhängigen Spiele seine
ihm eigenen Spielregeln und ihm eigentümliche Zufallsfak
toren besitzt, zu den genannten bestimmten, unterschied
lichen und unabhängigen Spiele die Spiele Bingo, Keno,
Poker, Black Jack, Roulette, Geldeinsatz-Romme und Sport
wettenspiel gehören, das genannte Haupt-Spielgerät (1)
Daten zum Spielen der genannten Spiele zur Verfügung
stellt und zumindest eines der beiden genannten bestimmten,
unterschiedlichen und unabhängigen Spiele zumindest teil
weise durch die Daten beeinflußt ist, die von dem genannten
Haupt-Spielgerät (1) zur Verfügung gestellt sind.
2. Netzwerk nach Anspruch 1, bei dem das genannte Unter-Spiel
gerät (7) lokale Dateneingabe- und -ausgabeeinrichtungen
(11) besitzt, die
- - ein Sichtgerät (9), das gleichzeitig den augenblicklichen Status jedes der beiden genannten bestimmten, unter schiedlichen und unabhängigen Spiele wiedergibt,
- - eine Ton- und Sprach-Dateneingabeeinrichtung (34),
- - eine Ton- und Spracherzeugungseinrichtung (35, 41),
- - eine auf Berührung ansprechende Dateneingabeeinrichtung (38) und
- - eine Lese- und Schreibeinrichtung 36) für Spielerkarten (42) aufweisen.
3. Intelligente Spielerkarte für die Verwendung bei einem
Netzwerk gemäß Anspruch 2, wobei die genannte intelligente
Spielerkarte (42) eine in ihr eingebettete Einrichtung
(43) zur Datenspeicherung und -verarbeitung aufweist
und diese Einrichtung (43) für die genannte Lese- und
Schreibeinrichtung (36) zugänglich und durch diese beein
flußbar ist.
4. Netzwerk nach Anspruch 1, bei dem das genannte Unter-Spiel
gerät (7) Software und Hardware aufweist, um den Schwie
rigkeitsgrad für das Spielen zumindest eines der beiden
genannten bestimmten, unterschiedlichen und unabhängigen
Spiele zu steuern.
5. Netzwerk nach Anspruch 1, bei dem das genannte Unter-Spiel
gerät (7) Übereinstimmungen zwischen den vom genannten
Haupt-Spielgerät (1) übertragenen Daten und dem Dateninhalt
von zumindest einer Spielerkarte (42) anzeigt, die für
das Spielen mindestens eines der zumindest zwei genannten
bestimmten, unterschiedlichen und unabhängigen Spiele
vorgesehen ist.
6. Netzwerk nach Anspruch 1, bei dem das genannte Unter-Spiel
gerät (7) auf das genannte Haupt-Spielgerät (1) Kontierungs
daten sowie den augenblicklichen Status zumindest eines
der genannten beiden bestimmten, unterschiedlichen und
unabhängigen Spiele überträgt.
7. Netzwerk nach Anspruch 1, bei dem zwei oder mehrere der
genannten Unter-Spielgeräte (7) für die Teilnahme bei
einem gemeinsamen Spiel vorgesehen sind.
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| GB2194369A (en) * | 1984-06-27 | 1988-03-02 | Klayh John Arnold | Electronic game tournament system |
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1989
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- 1989-07-01 DE DE19893921759 patent/DE3921759C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
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Also Published As
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| GB2232087A (en) | 1990-12-05 |
| GB2232087B (en) | 1993-06-09 |
| DE3921759C2 (de) | 1999-12-02 |
| AU3608789A (en) | 1991-06-27 |
| GB8912749D0 (en) | 1989-07-19 |
| AU619300B2 (en) | 1992-01-23 |
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