DE3915900A1 - Tuerdichtungsstreifen - Google Patents
TuerdichtungsstreifenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Türdichtungsstreifen, der ent
lang eines Türrahmens eines Kraftfahrzeuges befestigt wird,
um eine Dichtung zwischen einer Türöffnung des Fahrzeugs
und dem Türrahmen zu schaffen.
Türdichtungsstreifen für Kraftfahrzeuge besitzen für ge
wöhnlich einen Basisabschnitt, der am Außenumfang des Tür
rahmens befestigt wird, und einen rohrförmigen, hohlen
Dichtungsabschnitt, der einstückig mit dem Basisabschnitt
ausgebildet ist und von diesem absteht. Wird die Tür ge
schlossen, so wird eine innere Seitenwand des Dichtungsab
schnitts gegen eine Gegenfläche der Karosserie gepreßt, die
um die Türöffnung umläuft, so daß eine Dichtung zwischen
der Türöffnung und dem Türrahmen erreicht wird.
Zur weiteren Verbesserung der Dichtungswirkung zwischen
Türrahmen und Türöffnung ist es wünschenswert, eine Doppel-
Dichtungskonstruktion zu haben. Ein Beispiel für eine sol
che Doppel-Dichtungskonstruktion ist in der japanischen Ge
brauchsmuster-Offenlegungsschrift Sho 57-1 88 520 darge
stellt. Bei dieser Konstruktion ist eine Brücke vorgesehen,
die einen inneren Hohlraum des Dichtungsabschnitts durch
kreuzt, um diesen in einen inneren Dichtungsabschnitt und
einen äußeren Dichtungsabschnitt zu unterteilen. Wird die
Tür geschlossen, so wird die innere Seitenwand des inneren
Dichtungsabschnitts gegen die die Türöffnung umlaufende Ge
genfläche der Karosserie gepreßt, während eine obere Wand
des äußeren Dichtungsabschnitts in Kontakt mit einer weite
ren Gegenfläche gelangt, die entlang eines Dachbereichs
vorsteht, so daß dadurch eine doppelte Dichtung zwischen
Türöffnung und Türrahmen geschaffen wird.
Bei hoher Fahrzeuggeschwindigkeit wird der obere Bereich
der Tür nach außen gezogen, so daß dadurch die Dichtungs
wirkung des Türdichtungsstreifens nachläßt. Um diesem Pro
blem zu begegnen, wurden verschiedene Maßnahmen vorgeschla
gen, die jedoch schließlich zu anderen Problemen führten,
meistens dergestalt, daß der konstruktive Aufwand zu hoch
würde.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Türdichtungsstreifen zu
schaffen, der eine doppelte Dichtung zwischen einer Türöff
nung und einem Türrahmen mit Hilfe einer einfachen Kon
struktion ermöglicht, wobei auch dann, wenn die Tür etwas
nach außen gezogen wird, eine gute Dichtungswirkung erhal
ten bleibt.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Patentanspruch 1 angege
ben. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Bei dem erfindungsgemäßen Türdichtungsstreifen ist einstüc
kig mit einem Basisabschnitt ein davon abstehender rohrför
miger Dichtungsabschnitt ausgebildet. Dieser wiederum wird
von einer Brücke unterteilt, die den Basisabschnitt und
eine obere Wand des rohrförmigen Dichtungsabschnitts ver
bindet, so daß ein innerer Dichtungsabschnitt und ein äuße
rer Dichtungsabschnitt entstehen. Die innere Seitenwand des
inneren Dichtungsabschnitts wird gegen eine die Türöffnung
umlaufende Gegenfläche gepreßt, und eine obere Wand des
äußeren Dichtungsabschnitts wird gegen eine weitere Gegen
fläche, z.B. eine Abtropf-Formleiste, gepreßt, welche ent
lang eines Dachbereichs des Fahrzeugkörpers absteht. Die
Wandstärke sowohl der Brücke als auch der oberen Wand des
inneren Dichtungsabschnitts, der sich vom oberen Ende der
Brücke zu der inneren Seitenwand des inneren Dichtungsab
schnitts erstreckt, ist größer als die des übrigen Dich
tungsabschnitts.
Wird die Tür geschlossen, wird die innere Seitenwand des
inneren Dichtungsabschnitts gegen die Gegenfläche gepreßt.
Die resultierende Reaktionskraft seitens der Gegenfläche
überträgt sich auf das obere Ende der Brücke, und zwar über
die unverformbar dickwandige Oberwand des inneren Dich
tungsabschnitts, wodurch die Brücke nach außen geneigt
wird. Dies resultiert darin, daß die dünnwandige obere Wand
des äußeren Dichtungsabschnitts sich nach oben verformt und
in Kontakt mit der Abtropfleiste gelangt. Damit kann der
erfindungsgemäße Türdichtungsstreifen eine Doppeldichtung
sowohl der inneren Seitenfläche des inneren Dichtungsab
schnitts als auch der oberen Wand des äußeren Dichtungsab
schnitts bewirken.
Wird die Tür nach außen gezogen, so wird der Türrahmen in
eine Richtung gezogen, die senkrecht auf der Scheibenober
fläche steht und schräg nach oben geneigt ist. Ein Eckab
schnitt der dickwandigen Brücke und der dickwandigen oberen
Wand des inneren Dichtungsabschnitts wird von der Innen
seite des Fahrzeugs her gegen die Abtropfleiste gepreßt.
Dies führt dazu, daß die Tür daran gehindert wird stark
nach außen gezogen zu werden und die Dichtungswirkung zwi
schen dem Türdichtungsstreifen und der Abtropfleiste erhöht
wird.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung an
hand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht auf eine Fahrzeugtür, an der
ein Türdichtungsstreifen befestigt ist,
Fig. 2 und 3 Schnittansichten eines erfindungsgemäßen Tür
dichtungsstreifens entlang der Linie II-II in
Fig. 1, und zwar
Fig. 2 im Zustand vor dem Schließen der Tür, und
Fig. 3 bei geschlossener Tür,
Fig. 4 und 5 eine Schnittansicht eines Vergleichsbeispiels,
und
zwar
Fig. 4 im Zustand vor dem Schließen der Tür, und
Fig. 5 im Zustand der geschlossenen Tür.
Fig. 1 bis 3 zeigen eine Ausführungsform der Erfindung.
Nach der Zeichnung ist ein Türdichtungsstreifen W in einer
Fassung 41 montiert, die einstückig mit dem Außenumfang ei
nes Türrahmens 4 ausgebildet ist. Im Innenumfang des Tür
rahmens 4 befindet sich eine Fensterscheibenführung 7, in
der eine Fensterscheibe 8 geführt ist.
Fig. 2 zeigt den Zustand des Türdichtungsstreifens W vor
dem Schließen der Tür. Der Türdichtungsstreifen W ist ein
einstückig extrudierter Körper aus Schwammgummi und setzt
sich zusammen aus einem Basisabschnitt 1 und einem rohrför
migen Dichtungsabschnitt 2. Der Basisabschnitt 1 kann auch
aus massivem Gummi bestehen. Dieser Türdichtungsstreifen W
wird von der Fassung 41 am Basisabschnitt 1 gehalten.
Der Dichtungsabschnitt 2 ist mittels einer den Basisab
schnitt 1 mit einer oberen Wand des Dichtungsabschnitts 2
verbindenden Brücke 3, unterteilt in einen inneren Dich
tungsabschnitt 2 A und einen äußeren Dichtungsabschnitt 2 B.
Die Dicke der Brücke 3, der oberen Wand 22 des inneren
Dichtungsabschnitts 2 A, die sich von einem oberen Ende der
Brücke 3 nach innen erstreckt, und einer äußeren Seitenwand
des äußeren Dichtungsabschnitts 2 B, der entlang einer vor
stehenden Kante 40 des Türrahmens 4 verläuft, ist größer
als im übrigen Bereich des Dichtungsabschnitts 2. Der in
nere Dichtungsabschnitt 2 A besitzt eine bogenförmig expan
dierende Seitenwand 21 an der Innenseite des Fahrzeugs.
Eine obere Wand 23 des äußeren Dichtungsabschnitts 2 B ist
zur Bildung einer Spitze gebogen. Die Dicke sowohl der
Brücke 3 als auch der oberen Wand 22 des inneren Dichtungs
abschnitts 2 A ist etwa 2- bis 4mal so groß wie diejenige
der Wände 21 und 23. Sowohl am oberen als auch am unteren
Ende der Brücke 3 befindet sich jeweils eine nach innen ge
schnittene Nut 31 an der Außenseite der Brücke.
Bei dem oben beschriebenen Türdichtungsstreifen W wird,
wenn die Tür in Richtung des Pfeils B (horizontal) in Fig.
2 geschlossen wird, so wie es in Fig. 3 dargestellt ist,
die Seitenwand 21 des inneren Dichtungsabschnitts 2 A gegen
eine Karosserie-Gegenfläche 5 gepreßt, welche die Türöff
nung der Fahrzeugkarosserie umläuft, wodurch auf die Sei
tenwand 21 seitens der Gegenfläche 5 eine Reaktionskraft
ausgeübt wird.
Da nun die obere Wand 22 unverformbar dick ist, wird die
Reaktionskraft seitens der Gegenfläche 5 unvermindert über
tragen auf das obere Ende der Brücke 3, so daß dadurch die
Brücke 3 nach außen geneigt wird. Dies führt dazu, daß die
zugespitzte obere Wand 23 des äußeren Dichtungsabschnitts
2 B eingefaßt wird zwischen dem oberen Ende der nach außen
geneigten Brücke 3 und der vorstehenden Kante 40 des Tür
rahmens 4 und folglich nach oben bewegt wird, um gegen eine
Bodenfläche einer Abtropfleiste 6 gepreßt zu werden, die an
einem Abtropfrand 60 befestigt ist, der oberhalb des Tür
dichtungsstreifens W vorsteht. Somit wird eine doppelte
Dichtung sowohl an der die Türöffnung umlaufenden Karosse
rie-Gegenfläche 5 als auch an der Bodenfläche der Ab
tropfleiste 6 erzielt.
Bei hohen Fahrtgeschwindigkeiten wird der Türrahmen 4 in
Richtung des Pfeils A in Fig. 3 nach außen gezogen. Nun
wird der Kantenbereich des oberen Endes der Brücke 3 sowie
die obere Wand 22 des inneren Dichtungsabschnitts 2 A gegen
die Bodenfläche der Tropfleiste 6 gepreßt. Da aber die
Brücke 3 ebenso wie die obere Wand 22 jeweils dick ausge
bildet sind, werden sie durch den Druck des Eckenabschnitts
gegen die Tropfleiste 6 nicht verformt, so daß ein Nach-
Außen-Ziehen des Türrahmens 4 verhindert wird. Da außerdem
die Andrückkraft des Eckenabschnitts der Tropfleiste 6 mit
zunehmender, nach außen gerichteter Zugkraft erhöht wird,
verstärkt sich noch die Dichtungskraft des gesamten Dich
tungsstreifens.
Der Paßzustand von Fahrzeugtüren variiert von Fahrzeug zu
Fahrzeug unvermeidbar. Liegt die Tür bei einem Fahrzeug be
sonders nahe an der Tropfleiste 6, so kann möglicherweise
das obere Ende der Brücke 3 in Berührung mit der Tropflei
ste 6 gelangen, während die Tür geöffnet oder geschlossen
wird. In diesem Fall würde sich die zum Schließen und Öff
nen der Tür aufzubringende Kraft erhöhen. Die Zunahme die
ser Kräfte läßt sich aufheben oder doch mildern, indem man
sowohl am unteren als auch am oberen Ende der Brücke 3 die
Nuten 31 vorsieht, um dort die Wandstärke der Brücke zu
verringern und somit das Schrägstellen der Brücke 3 zu er
leichtern.
Fig. 4 und 5 zeigen ein Vergleichsbeispiel. Bei diesem Ver
gleichsbeispiel ist lediglich die Brücke 3 dick, während
die obere Wand 22 etwa die gleiche Dicke besitzt wie die
übrige Wand des Dichtungsabschnitts, im Gegensatz zum oben
beschriebenen Ausführungsbeispiel. Der übrige Aufbau des
Dichtungsstreifens dieses Vergleichsbeispiels ist im we
sentlichen der gleiche wie bei dem obigen Ausführungsbei
spiel.
Wenn die Tür geschlossen wird, hebt sich die obere Wand 22
des inneren Dichtungsabschnitts 2 A des Vergleichsbeispiels
unter gleichzeitiger Krümmung, um eine Reaktionskraft sei
tens der Gegenfläche 5 zu absorbieren. Damit neigt sich die
dickwandige Brücke 3 nicht nach außen, und folglich wird
auch nicht die zugespitzte obere Wand 23 des äußeren Dich
tungsabschnitts 2 B nach oben verformt. Dies führt dazu, daß
die zugespitzte obere Wand 23 und die Tropfleiste 6 nicht
in Berührung miteinander kommen, und selbst wenn eine Be
rührung zustande käme, so wäre dies nur eine kraftlose Be
rührung, durch die keine ausreichende Dichtungswirkung zu
stande kommen könnte.
Wenn die Tür wiederholt geöffnet und geschlossen wird, ver
formt sich die obere Wand 22 des inneren Dichtungsab
schnitts 2 A in ihrem erhöhtem Zustand andauernd. Diese an
dauernde Verformung hat zur Folge, daß schließlich die
obere Wand 22 mit der Tropfleiste 6 während des Öffnens und
des Schließens der Tür kollidiert.
Der erfindungsgemäße Türdichtungsstreifen W hingegen löst
das obige Problem durch erhöhte Wanddicke sowohl der Brücke
3 als auch der oberen Wand 22. Eine doppelte Dichtwirkung
läßt sich sowohl beim inneren Dichtungsabschnitt 2 A als
auch beim äußeren Dichtungsabschnitt 2 B erreichen. Wenn
die Tür nach außen gezogen wird, verhindert der erfindungs
gemäße Türdichtungsstreifen W, daß die Tür übermäßig nach
außen gezogen wird, so daß eine gute Dichtungswirkung er
zielt wird.
Claims (6)
1. Türdichtungsstreifen (W), der am Außenumfang eines
Türrahmens (4) einer Kraftfahrzeug-Tür angebracht wird, um
eine Abdichtung zwischen einer Türöffnung und dem Türrahmen
(4) bei geschlossener Tür zu schaffen, umfassend:
- - einen Basisabschnitt (1) der am Außenumfang des Türrahmens (4) befestigt wird,
- - einen rohrförmigen Dichtungsabschnitt (2) der ein stückig mit dem Basisabschnitt ausgebildet ist und von die sem nach oben absteht,
- - eine zwischen dem Basisabschnitt und einer Oberwand (22) des rohrförmigen Dichtungsabschnitts (2) gebildete Brücke (3) die den rohrförmigen Dichtungsabschnitt (2) un terteilt in einen inneren Dichtungsabschnitt (2 A) und einen äußeren Dichtungsabschnitt (2 B), wobei eine innere Seiten wand (21) des inneren Dichtungsabschnitts (2 A) an eine die Türöffnung umlaufende Gegenfläche (5) gepreßt wird, und eine obere Wand des äußeren Dichtungsabschnitts (3 B) gegen eine weitere Gegenfläche (6) gepreßt wird, welche längs ei ner Dachseite des Fahrzeuges vorsteht, und
- - wobei die Dicke sowohl der Brücke (3) als auch der oberen Wand (22) des inneren Dichtungsabschnitts (2 A), die sich von einem oberen Ende der Brücke (3) zu der inneren Seitenwand (21) hin erstreckt, größer ist als die des übri gen Teils des Dichtungsabschnitts (2).
2. Türdichtungsstreifen nach Anspruch 1, bei dem die
Dicke der Brücke (3) und der oberen Wand (22) des inneren
Dichtungsabschnitts (2 A) 2- bis 4mal so groß ist wie die
jenige des übrigen Teils des Dichtungsabschnitts (2).
3. Türdichtungsstreifen nach Anspruch 1 oder 2, bei
dem die Brücke (3) mit nach innen eingeschnittenen Nuten
(31) sowohl am oberen Ende als auch am unteren Ende ausge
stattet ist, so daß die Wanddicke des oberen Endes und des
unteren Endes kleiner ist als diejenige im übrigen Bereich
der Brücke (3).
4. Türdichtungsstreifen nach einem der Ansprüche 1
bis 3, bei dem die obere Wand (22) des äußeren Dichtungsab
schnitts (2 B) eine in der Mitte zugespitzte Querschnitts
form (23) hat.
5. Türdichtungsstreifen nach einem der Ansprüche 1
bis 4, der aus Schwammgummi hergestellt ist.
6. Türdichtungsstreifen nach einem der Ansprüche 1
bis 4, bei dem der Basisabschnitt (1) aus massivem Gummi
besteht, während der Dichtungsabschnitt einschließlich der
Brücke (3) aus Schwammgummi besteht.
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