DE3911583A1 - Schleuderduengerstreuer - Google Patents
SchleuderduengerstreuerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schleuderdüngerstreuer gemäß
Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Ein derartiger Schleuderdüngerstreuer ist beispielsweise
durch die deutsche Offenlegungsschrift 15 82 091 bekannt.
Dieser Schleuderdüngerstreuer weist einen Vorratsbehälter
auf, unter dessen unteren Bereich zwei Schleuderscheiben
nebeneinander angeordnet sind. Jeder Schleuderscheibe sind
zwei in den Boden des Vorratsbehälters angeordnete
Dosierorgane zugeordnet, die als Auslauföffnungen
ausgebildet sind, durch welche der Dünger den
Schleuderscheiben auf vorbestimmten Aufgabepunkten
zugeführt wird. Über diese beiden Auslauföffnungen werden
jeder Schleuderscheibe die sich im Vorratsbehälter
befindlichen Düngemittelpartikel in vorbestimmter und
einstellbarer Weise zugeführt, wobei die
Düngemittelpartikel jeweils auf zwei Aufgabepunkten jeder
Schleuderscheibe aufgegeben werden. Die den Schleuder
scheiben zugeordneten Auslauföffnungen werden über
miteinander gekoppelte Gestänge, der sog.
Streumengeneinstellvorrichtung, gleichzeitig und in
gleicher Weise zur Veränderung der auszubringenden Streu
gutmenge verstellt. Die Koppelung der den Dosierorganen
zugeordneten Gestänge zu der gemeinsamen
Streumengeneinstellvorrichtung bewirkt, daß die
Dosierorgane jeder Schleuderscheibe im Sinne einer
übereinstimmenden Vergrößerung bzw. Verkleinerung der
Abgabemengen gemeinsam verstellt werden.
Bei diesem bekannten Schleuderdüngerstreuer werden die
Schleuderscheiben gegenläufig rotierend angetrieben und
weisen ein symmetrisches Streubild auf. Da aber die von
den Schleuderscheiben erzeugten Streusektoren in
Abhängigkeit von der eingestellten Streumenge oder auch
bei einer anderen Streugutart insgesamt wandern können
oder sich die Verteilung der in jedem Sektor abgeworfenen
Streugutmengen ändern kann, sind Vorkehrungen für die
Einstellung der Richtung der Streusektoren der
Schleuderscheiben vorgesehen. Mittels dieser Vorkehrungen,
die darin bestehen, daß die Streumengeneinstellvorrichtung
beweglich und feststellbar an dem Rahmen des
Schleuderdüngerstreuers gelagert ist, kann die Lage der
Auslauföffnungen gegenüber den Schleuderscheiben über ein
Gestänge gleichzeitig und in gleicher Weise zur
Veränderung des Streubildes verstellt werden.
Es ist mit Hilfe der Verstellung der Aufgabepunkte der
Düngemittelpartikel auf der Schleuderscheibe möglich, das
Streubild zu beeinflussen, indem die Lage der
Streusektoren verschwenkbar ist. Insbesondere soll dadurch
erreicht werden, daß ein möglichst gleichmäßiges Streubild
über die gesamte zu bestreuende Fläche erzielt wird.
Versuche haben jedoch nun ergeben, daß diese gemeinsame
Verschwenkung der Dosieröffnungen gegenüber den
Schleuderscheiben, d.h. eine gleichzeitige Veränderung
sämtlicher Aufgabepunkte nicht immer wünschenswert und
auch nicht ausreichend ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, mit
einfachsten Maßnahmen die Möglichkeit zu schaffen, daß
Streubild zu korrigieren.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Maßnahme
gemäß des Kennzeichens des Patentanspruches 1 gelöst.
Infolge dieser Maßnahme ist es auf einfachste Weise
möglich, durch Verschieben der Aufgabepunkte auf der
Schleuderscheibe das Streubild zu korrigieren. Hierbei ist
es erstmalig möglich geworden, den einen Aufgabepunkt
anders oder mehr als den anderen Aufgabepunkt je Scheibe
zu verstellen, so daß sich alle Aufgabepunkte sehr
individuell und unabhängig voneinander ein- und verstellen
lassen. Hierdurch ist es beispielsweise möglich, wenn
zuviel Dünger in den Außen- oder Innenbereich des
Streubereiches des Schleuderdüngerstreuers geworfen wird,
den für diesen Streubereich zuständigen Aufgabepunkt
entsprechend auf der Scheibe zu verlagern. Hierzu ist die
Lage und Zuordnung der Dosierorgane zueinander in
unabhängiger Weise voneinander verstellbar.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß
jeder Schleuderscheibe zumindest zwei Dosierorgane
zugeordnet sind, deren Lage zueinander sowie die von ihnen
dosierte Düngermenge unabhängig voneinander einstellbar
ist. Infolge dieser Maßnahmen gibt es noch mehr
Variationsmöglichkeiten um das Streubild zu korrigieren
und zu optimieren, so daß eine gleichmäßige
Düngerverteilung in gewünschter Weise über die gewünschte
Arbeitsbreite des Schleuderdüngestreuers möglich ist.
Beispielsweise kann durch die Reduzierung oder die
Erhöhung der von den Dosierorganen ausgebrachten
Düngermenge eine Streubildkorrektur durchgeführt werden,
indem beispielsweise dem Aufgabepunkt, der für die
Düngeranhäufung oder Düngerminderstelle verantwortlich
ist, mehr oder weniger Dünger zugeführt wird. Eine weitere
Korrektur und Verlagerung von Düngeranhäufung bzw.
Reduzierung ist durch die Lageänderung der
Auslauföffnungen der Dosierorgane und somit die Veränderung
der Aufgabepunkte des Düngers gegenüber den
Schleuderscheiben möglich. Hierbei erfolgt gegenüber dem
bekannten Schleuderdüngerstreuer, bei dem beim
Verschwenken der Streumengeneinstellvorrichtung eine
gemeinsame Winkelverschiebung der Streusektoren beider
Schleuderscheiben erfolgt, eine Beeinflussung der
Streusektoren der Schleuderscheiben in unabhängiger Weise
voneinander, so daß eine sehr individuelle
Streubildkorrektur für die einzelnen Streubereiche
innerhalb des Streubildes erfolgen kann.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß
die Dosierorgane als im unteren Bereich bzw. Behälterboden
des Behälters angeordnete und über Schieber in ihrer
Öffnungsweite einstellbare Auslauföffnungen sind.
Hierdurch kann in äußerst einfacher Weise die Lage der
Aufgabepunkte unabhängig voneinander verändert werden.
Auch ist es möglich, die Ausbringmenge je Auslauföffnung
zu verändern, und zwar unabhängig voneinander, so daß über
die eine Auslauföffnung mehr Dünger als über die andere
Auslauföffnung der Schleuderscheibe zugeführt werden kann.
Weiterhin ist es möglich, eine der Dosieröffnungen bei dem
Ausbringen von kleinsten Mengen zu schließen, so daß dann
wieder die andere Auslauföffnung einen größeren
Querschnitt aufweisen kann, als wenn beide
Auslauföffnungen geöffnet wären. Hierdurch werden
Verstopfungen der Auslauföffnungen bei dem Ausbringen von
kleinen Düngermengen pro Flächeneinheit in äußerst
einfacher Weise vermieden.
In bevorzugter Weise sind die Auslauföffnungen in
unterhalb des Behälterbodens gegenüber dem Behälterboden
verschieb- oder verschwenkbare plattenförmige Elemente
angeordnet, welche unabhängig voneinander einstellbar
und/oder verstellbar sind. Hierbei können an den
plattenförmigen Elementen, in denen die Auslauföffnungen
angeordnet sind, die die Öffnungsweite der
Auslauföffnungen bestimmenden, sowie diese verschließenden
Schieber angeordnet sein. Hierdurch ergibt sich eine
kompakte und einfach zu handhabende Baueinheit von
Schieber und plattenförmigen Elementen. Diese Dosierorgane
werden also zu einem Element zusammengefaßt.
Des weiteren sieht die Erfindung vor, daß die
Wurfschaufeln auf den Schleuderscheiben
winkelverschwenkbar und in unterschiedlichen Stellungen
feststellbar angeordnet sind. Infolge dieser Maßnahmen ist
auch eine Streubildkorrektur über die Verstellung der
Wurfschaufeln auf den Schleuderscheiben erreichbar.
In einer weiteren Ausführungsform ist erfindungsgemäß
vorgesehen, daß jeweils unterhalb der Auslauföffnungen
Auslaufrutschen oder -trichter oder ähnliches angeordnet
sind, und daß die Abgabeenden dieser Elemente unabhängig
voneinander gegenüber der Schleuderscheibe in horizontaler
Ebene verstellbar sind. Durch die Anordnung von
verstellbaren Laufrutschen oder -trichter unterhalb der
Auslauföffnungen ist es ebenfalls möglich, die Lage und
Zuordnung der mehreren, einer Schleuderscheibe
zugeordneten Aufgabepunkte zueinander zu verändern und
unabhängig voneinander einzustellen. Die Aufgabepunkte der
den Schleuderscheiben zugeführten Düngemittelpartikel
lassen sich somit auf der Schleuderscheibe verschieben, so
daß es hierdurch ebenfalls auch möglich ist, das von den
Schleuderscheiben durch die abgeschleuderten
Düngemittelpartikel erzeugte Streubild zu korrigieren.
Hierbei ist es ebenfalls möglich, den einen Aufgabepunkt
anders oder mehr als den anderen Aufgabepunkt je
Schleuderscheibe zu verstellen, so daß sich alle
Aufgabepunkte sehr individuell und unabhängig voneinander
ein- und verstellen lassen. So ist es beispielsweise
möglich, wenn zuviel Dünger in den Außen- oder
Innenbereich des Streubereiches des
Schleuderdüngerstreuers geworfen wird, den für diesen
Streubereich zuständigen Aufgabepunkt durch eine
entsprechende Verlagerung der diesem Aufgabepunkt
zugeordneten Auslaufrutsche oder -trichter auf der
Schleuderscheibe zu verlagern. Hierbei ist dann die Lage
und Zuordnung der Auslaufrutschen oder -trichter
zueinander in unabhängiger Weise voneinander verstellbar.
Zur einfacheren Einstellung dieser Auslaufrutschen oder
-trichter sind diese Bauteile anhand von Skalen oder
Markierungen oder ähnlichem einstellbar.
Zur Einstellung unterschiedlicher Ausbringmengen sowie zur
Beeinflussung des von den Schleuderscheiben durch die von
den Wurfschaufeln abgeschleuderten Düngemittelpartikel
erzeugten Streubilder ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß
jeder Auslauföffnung ein Schieber zugeordnet ist, daß die
jeder Auslauföffnung zugeordneten Schieber unabhängig
voneinander verstellbar sind, um so die Aufgabemenge je
Aufgabepunkt unabhängig voneinander variieren zu können.
Hierbei ist dann erfindungsgemäß vorgesehen, daß die einer
Schleuderscheibe zugeordneten Schieber in Abhängigkeit
derart voneinander verstellbar sind, daß die Größe der
Auslauföffnungen unterschiedlich einzustellen ist, wobei
jedoch bei der Verstellung der Schieber die Summe der an
sich vorgesehenen Ausbringmenge bzw. die Summe des
freigegebenen Querschnittes gleich der Summe des
Querschnitte bei gleichgroßer Einstellung der
Auslauföffnungen ist. Hierdurch soll erreicht werden, daß
bei einer Streubildkorrektur zu der die Öffnungsweiten der
Auslauföffnungen unterschiedlich erstellt werden, d. h. den
einzelnen Aufgabepunkten unterschiedliche Düngermengen
zugeführt werden, sich die Ausbringmenge pro
Flächeneinheit nicht verändern. Es erfolgt also eine
Verstellung der Auslauföffnungen mittels der Schieber in
der Weise, daß beispielsweise eine Reduzierung der
Ausbringmenge der einen Auslauföffnung zu einer Erhöhung
der Ausbringmenge um die Menge der Reduzierung der anderen
Auslauföffnung erfolgt, so daß die gesamte Ausbringmenge
pro Flächeneinheit unverändert bleibt.
In einem anderen Ausführungsbeispiel zur unabhängigen
Verstellung der einer Schleuderscheibe zugeordneten
Aufgabepunkte ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die
Auslauföffnungen in dem Boden des Vorratsbehälters
gegenüber der Drehachse der Schleuderscheibe bzw. den
Schleuderscheiben verstellbar sowie die Auslauföffnungen
zueinander verstellbar und in unterschiedlichen Positionen
zueinander einstellbar sind.
In einer weiteren Ausführungsform ist erfindungsgemäß
vorgesehen, daß die Schleuderscheiben jeweils gegenüber
der Auslauföffnungen in horizontaler Ebene in zwei sich
überlagernden Bewegungsrichtungen verstellbar sind.
Hierdurch ist es ebenfalls möglich, eine Veränderung der
Düngeraufgabepunkte des aus dem Vorratsbehälter
herausrieselnden Dünger auf die Schleuderscheiben
vorzunehmen, wobei hier nun die Aufgabepunkte des Düngers
auf den Schleuderscheiben durch eine Verstellung der
Schleuderscheibe gegenüber den im Vorratsbehälterboden
angeordneten Auslauföffnungen erfolgt. Hierbei ist dann
erfindungsgemäß vorgesehen, daß das Getriebe der
Schleuderscheibe bzw. die Lagerung der Schleuderscheiben
mittels eines Kniehebelgelenkes am Rahmen des
Schleuderdüngerstreuers befestigt ist. Somit sind also
Lagerung oder das Getriebe der Schleuderscheibe in X- und
Y-Richtung in horizontaler Ebene verstellbar am Rahmen des
Schleuderdüngerstreuers angeordnet.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der
Beispielsbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen.
Hierbei zeigen
Fig. 1 den in erfindungsgemäßer Weise ausgerüsteten
Schleuderdüngerstreuer in der Ansicht von hinten,
Fig. 2 Teildraufsicht des in erfindungsgemäßer Weise
ausgerüsteten Schleuderdüngerstreuers gemäß Fig.
1,
Fig. 3 ein Schleuderscheibenpaar mit winkelverschwenkbaren
und in verschiedenen Stellungen feststellbaren
Wurfschaufeln in der Draufsicht und in vergrößertem
Maßstab,
Fig. 4 ein mehrere Trichterspitzen aufweisender
Schleuderdüngerstreuer, wobei unter jeder
Trichterspitze eine Schleuderscheibe angeordnet ist
in der Ansicht von hinten,
Fig. 5 einen weiteren in erfindungsgemäßer Weise
ausgerüsteten Schleuderdüngerstreuer in der Ansicht
von hinten,
Fig. 6 eine weitere Möglichkeit zur Streubildkorrektur,
indem die Schleuderscheiben gegenüber den
Auslauföffnungen verstellt werden,
Fig. 7 ein weiterer, in erfindungsgemäßer Weise mit unter
den Auslauföffnungen des Vorratsbehälters
angeordneten Auslaufrutschen ausgebildeter
Schleuderdüngerstreuer, wobei das Fassungsvermögen
des Vorratsbehälters mittels eines Aufsatzbehälters
vergrößert ist, in der Ansicht von hinten,
Fig. 8 der Schleuderdüngerstreuer gemäß Fig. 7 in der
Seitenansicht und
Fig. 9 ein hinter einem Ackerschlepper angeordneter
Schleuderdüngerstreuer, der zur Vergrößerung des
Fassungsvermögens seines Vorratsbehälters einen
Behälteraufsatz aufweist, in der Seitenansicht.
Der Schleuderdüngerstreuer weist einen Rahmen 1 auf, an
dem der Vorratsbehälter 2 befestigt ist. Der
Vorratsbehälter 2 ist durch das dachförmige Mittelteil 3
derart unterteilt, daß die beiden trichterförmigen
Behälterteile 4 entstehen. Im jeweiligen unteren Bereich 5
dieser trichterförmigen Behälterteile 4 ist die
Bodenplatte 6 am Trichter befestigt. In diesen
Bodenplatten 6 sind jeweils die beiden Auslauföffnungen 7
angeordnet. Unterhalb dieser Bodenplatten 6 befinden sich
jeweils die um die aufrechte Achse 8 verschwenkbaren
plattenförmigen Elemente 9 und 10. Diese plattenförmigen
Elemente 9 und 10 wirken mit der Einstellskala 11
zusammen, so daß sie unabhängig voneinander verstell- und
festsetzbar sind. In diesen plattenförmigen Elementen 9
und 10 befinden sich die Auslauföffnungen 12 und 13.
Unterhalb dieser Auslauföffnungen 12 und 13 sind die diese
Auslauföffnungen 12 und 13 in ihrer Öffnungsweite
bestimmenden sowie diese verschließenden Schieber 14 und
15 angeordnet. Diese Schieber 14 und 15 sind jeweils
schwenkbar um den Bolzen 16 an den plattenförmigen
Elementen 9 und 10 angelenkt.
Die sich im Inneren des Vorratsbehälters 2 befindlichen
Düngemittelpartikel gelangen jeweils in einstellbaren
Mengen über die Auslauföffnungen 12 und 13 zu den unter
diesen Auslauföffnungen 12 und 13 drehbar in den Getrieben
17 gelagerten Schleuderscheiben 18. Diese rotierend
antreibbaren Schleuderscheiben 18 verteilen die ihnen
zudosierten Düngemittelpartikel mittels der auf den
Schleuderscheiben 18 angeordneten Wurfschaufeln 19 in
exakter Weise über die zu bestreuende Bodenoberfläche. Der
Antrieb der Schleuderscheiben 18 erfolgt in bekannter und
daher nicht näher dargestellter Weise, beispielsweise
mittels einer Gelenkwelle von der Zapfwelle des den
Schleuderdüngerstreuer transportierenden Ackerschleppers
und über Getriebeanordnungen. Auch können die
Schleuderscheiben 18 von Ölmotoren angetrieben werden.
Die die Schieber 14 und 15 betätigenden
Betätigungselemente 20 und 21 sind zwischen den Schiebern
14 und 15 und den die Auslauföffnungen 12 und 13
aufweisenden plattenförmigen Elementen 9 und 10
angeordnet. Hierbei wirken die den Schiebern 14 und 15
zugehörigen Einstellhebel 22 und 23 mit der an dem
jeweiligen plattenförmigen Element 9 bzw. 10 angeordneten
Einstellskala 24 bzw. 25 zusammen. Auf diesen Skalen 24
und 25 sind die in unterschiedlichen Positionen
einstellbaren Anschläge 26 und 27 befestigt, an denen die
Einstellhebel 22 und 23 der Schieber 14 und 15 zur Anlage
kommen. Zwischen den plattenförmigen Elementen 9 und 10
und den Schiebern 14 und 15 ist weiterhin jeweils die
Zugfeder 28 bzw. 29 angeordnet. Mittels dieser Zugfeder 28
bzw. 29 werden die Dosierschieber 14 bzw. 15 bis gegen die
Anschläge 26 bzw. 27 gezogen, wenn die als
Hydraulikzylinder ausgebildeten Betätigungselemente 20 und
21 drucklos geschaltet sind. Werden nun diese als
Hydraulikzylinder ausgebildeten Betätigungselemente 20
bzw. 21 mit Hydrauliköl beaufschlagt, wird die Dünge
mittelzufuhr zu den Schleuderscheiben 18 unterbrochen,
indem die Schieber 14 bzw. 15 die Auslauföffnungen 12 und
13 verschließen.
Die Lage der in den plattenförmigen Elementen 9 und 10
angeordneten Auslauföffnungen 12 und 13 läßt sich im
Verstellbereich der beiden größeren, in der Bodenplatte 6
sich befindlichen Zulauföffnungen 7 verstellen, so daß die
Lage und Zuordnung der beiden, einer Schleuderscheibe 18
zugeordneten Düngeraufgabepunkte zueinander veränderbar
und unabhängig voneinander einstellbar ist. Die jeweilige
Lage der Auslauföffnungen 12 bzw. 13 gegenüber den
Schleuderscheiben 18 läßt sich mittels den mit der
Einstellskala 11 zusammenwirkenden Positionshebeln 9′ bzw.
10′ der plattenförmigen Elemente 9 bzw. 10 in exakter
Weise vornehmen, so daß sich die Lage des jeweiligen
Aufgabepunktes der Düngemittelpartikel auf der
Schleuderscheibe 18 individuell einstellen läßt. Hierbei
befindet sich der jeweilige Aufgabepunkt in etwa senkrecht
unterhalb des jeweils freigegebenen Öffnungsquerschnittes
30 bzw. 31 der Auslauföffnungen 12 bzw. 13. Durch
Verschwenken der mit den Auslauföffnungen 12 bzw. 13
versehenen plattenförmigen Elemente 9 bzw. 10 jeweils um
die aufrechte Achse 8, läßt sich die Lage der jeweiligen
Auslauföffnung 12 bzw. 13 auf einfachste Weise unabhängig
voneinander verstellen. Durch diese Verstellmöglichkeit
der Lage der jeweiligen Auslauföffnung 12 bzw. 13
gegenüber den Schleuderscheiben 18 ist es auf einfachste
Weise möglich, das Streubild der von den Schleuderscheiben
18 abgeschleuderten Düngemittelpartikel z. B. nur in seinem
Innenbereich zu regulieren, ohne den äußeren Bereich zu
verändern. Hierdurch entsteht eine wesentlich höhere
Einstellgenauigkeit. Die Dosiermengen der beiden
Auslauföffnungen 12 bzw. 13 sind unabhängig voneinander
einstellbar bzw. ihre Öffnungsquerschnitte sind unabhängig
voneinander zu verschließen bzw. zu öffnen. Bei einem
Schleuderdüngerstreuer mit zwei Schleuderscheiben 18
lassen sich somit nur durch das Öffnen bzw. Verschließen
der Auslauföffnungen 12 bzw. 13 mittels der Schieber 14
bzw. 15 vier Dosiermengen einstellen. Hierdurch ist es
möglich, z. B. durch Abschalten einer der vier Öffnungen,
beispielsweise der für den linken Außenbereich zuständigen
Auslauföffnung die Arbeitsbreite links um etwa ein Viertel
der Arbeitsbreite des Schleuderdüngerstreuers zu
reduzieren. Bislang war es nur möglich, die
Gesamtarbeitsbreite durch halbseitiges Streuen um die
Hälfte zu reduzieren.
Durch die Möglichkeit der Ver- und Einstellung der Lage
und Zuordnung der beiden, der Schleuderscheibe 18
zugeordneten Aufgabepunkte zueinander ist es auf
einfachste Weise möglich, durch das Verschieben der
Aufgabepunkte auf der Schleuderscheibe 18 das Streubild zu
korrigieren. Die unabhängige Verstellung der Lage der
beiden Auslauföffnungen 12 bzw. 13 gegeneinander und
gegenüber der Schleuderscheibe 18 ermöglicht so
beispielsweise, wenn zu viel Dünger in den Außen- oder
Innenbereich der von den beiden Schleuderscheiben 18
erzeugten Streusektoren geworfen wird, die Lage des
Aufgabepunktes, mit dem der Dünger auf der
Schleuderscheibe 18 auftrifft, entsprechend durch die
Verlagerung der Lage der jeweiligen Auslauföffnung 12 bzw.
13 auf der Schleuderscheibe 18 zu verlagern. Diese
entsprechende Verlagerung des Düngemittelaufgabepunktes
auf den Schleuderscheiben 18 bewirkt, daß die von den
Wurfschaufeln 19 der Schleuderscheiben 18 abgeschleuderten
Düngemittelpartikel wieder gleichmäßig über die zu
bestreuende Fläche verteilt werden, so daß ein korrektes,
gleichmäßiges Streubild entsteht. Es ergeben sich also
eine Reihe von Variationsmöglichkeiten, um das Streubild
zu korrigieren und zu optimieren, so daß eine gleichmäßige
Düngerverteilung in der gewünschten Weise über die
gewünschte Arbeitsbreite des Schleuderdüngerstreuers
möglich wird. Beispielsweise läßt sich so sehr einfach
durch die Reduzierung oder die Erhöhung der von den
Dosierorganen 12 bzw. 13 ausgebrachten Düngermenge eine
Streubildkorrektur durchführen. Es wird beispielsweise dem
Aufgabepunkt, der für die Düngeranhäufung oder
Düngerminderstelle verantwortlich ist, mehr oder weniger
Dünger zugeführt, indem die Öffnungsweite der jeweiligen
Auslauföffnung 12 bzw. 13 mittels der Schieber 14 bzw. 15
in entsprechender Weise geändert wird. Eine weitere
Korrektur und Verlagerung von Düngeranhäufung bzw.
Düngermangel ist durch eine entsprechende Lageänderung der
Dosierorgane 12 bzw. 13 gegenüber den Schleuderscheiben 18
auf einfachste Weise möglich.
Zum Ausbringen von kleinen und kleinsten
Düngerausbringmengen pro Flächeneinheit ist zur Vermeidung
von Verstopfungen vorgesehen, daß nur eine Auslauföffnung
12 oder 13 pro Schleuderscheibe 18 geöffnet wird, so daß
über eine größere Einstellung der anderen, noch zur
Dosierung benutzten Auslauföffnung 12 oder 13 dann der
Dünger der Schleuderscheibe 18 zugeführt wird. Hier ist es
dann evtl. notwendig, eine Streubildkorrektur zum Erzeugen
eines symmetrischen Streubildes vorzunehmen, indem die
Lage der noch zur Dosierung benutzten Auslauföffnung 12
oder 13 gegenüber der Schleuderscheibe 18, d. h. der
Düngeraufgabepunkt auf die jeweilige Schleuderscheibe 18
verändert wird, so daß ein gleichmäßiges Streubild über
die gesamte Streubreite erhalten wird.
Des weiteren kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß dem
Schleuderdüngerstreuer Sensoren zur Erfassung der
einzelnen, von den Schleuderscheiben 18 erzeugten
Streusektoren vorgesehen sind, deren aufgenommenen
Meßwerte beispielsweise an eine elektronische
Regeleinrichtung weitergeleitet werden. Diese
elektronische Regeleinrichtung kann wiederum mit den
Betätigungselementen 20 und 21 für die Schieber 14 und 15
gekoppelt sein. Weiterhin ist es denkbar,
Betätigungsvorrichtungen zur Verstellung der Lage der
Auslauföffnungen 12 und 13 gegenüber den Schleuderscheiben
18 zwischen dem Rahmen 1 des Schleuderdüngerstreuers und
den plattenförmigen Elementen 9 bzw. 10 vorzusehen, wobei
die Betätigungsvorrichtungen zur Veränderung der Lage der
Auslauföffnungen 12 und 13 gegenüber den Schleuderscheiben
18, also zur Verstellung der Düngeraufgabepunkte des aus
dem Vorratsbehälter 2 durch die Auslauföffnungen 12 und 13
herausrieselnden Düngers, ebenfalls mit der elektronischen
Regeleinrichtung, die beispielsweise auf dem
Ackerschlepper angeordnet ist, verbunden. Durch die
Koppelung der Betätigungselemente 20 und 21 für die
Schieber 14 und 15 und der Betätigungsvorrichtung zur
Verstellung der Lage der Auslauföffnungen 12 und 13
gegenüber den Schleuderscheiben 18 mit der elektronischen
Regeleinrichtung ist es auf einfachste Weise möglich, eine
automatische Veränderung der Öffnungsweite und der Lage
der einer Schleuderscheibe 18 zugeordneten
Auslauföffnungen zueinander zu verändern, entsprechend der
von den Sensoren ermittelten Werte, so daß eine
automatische Streubildkorrektur erfolgt. Somit werden
während des Düngerstreuens automatisch Korrekturen
möglich. Auch ist eine individuelle Verstellung per Hand
vom Schleppersitz aus möglich.
Damit die sich im Vorratsbehälter 2 befindlichen
Düngemittelpartikel ordnungsgemäß zu den jeweiligen
Auslauföffnungen 12 bzw. 13 gelangen, ragt in jedes
trichterförmige Behälterteil 4 das angetriebene Rührorgan
32 hinein.
Die Fig. 3 zeigt ein Schleuderscheibenpaar mit den
Schleuderscheiben 33 und 34, welche sich beispielsweise
auf den Ausgangswellen der Getriebe 17 des
Schleuderdüngerstreuers gemäß Fig. 1 werkzeuglos montieren
lassen. Um eine noch bessere Anpassung an die jeweils
auszustreuende Düngersorte bzw. die Arbeitsbreite, über
welche die Düngemittel abgeschleudert werden soll, zu
erreichen, weisen diese beiden Schleuderscheiben 33 und 34
die unterschiedlich lang ausgebildeten Wurfschaufeln 35
und 36 auf. Diese Wurfschaufeln 35 und 36 sind
winkelverschwenkbar um den jeweiligen Bolzen 37 auf der
Schleuderscheibe 33 bzw. 34 befestigt. Zur Einstellung der
unterschiedlichen Stellungen der Wurfschaufeln 35 und 36
dient das jeweilige Festsetzelement 38, welches sich in
dem Bereich des Langloches 39 verschwenken läßt. Die
jeweilige Stellung der Wurfschaufel 35 bzw. 36 ist einer
Streutabelle zu entnehmen, wobei die einzelnen
Einstellpositionen exakt mittels der auf den
Schleuderscheiben 33 bzw. 34 im Bereich des Langloches 39
angeordneten Einstellskala 40 einzustellen sind. Die
Vorteile dieser Verstellung der Wurfschaufeln zur
Streubildkorrektur sind beispielsweise in der EP-OS
02 92 873 beschrieben.
Damit sich die vorab geschilderten Vorteile hinsichtlich
einer optimalen Streubildeinstellung auch auf die sog.
Spätdüngung von bereits aufgewachsenen Pflanzen übertragen
läßt, sind an den Wurfschaufeln 35 bzw. 36 die
Schwenkschaufeln 41 in aufrechter Ebene schwenkbar
angelenkt, so daß die von den Wurfschaufeln 35 bzw. 36
abgeschleuderten Düngemittelpartikel in Richtung nach oben
abgeschleudert werden und weich von oben in den
aufwachsenen Pflanzenbestand hinein fallen.
Die Fig. 4 zeigt einen Schleuderdüngerstreuer mit dem
Rahmen 42 in dem der Vorratsbehälter 43 befestigt ist.
Dieser Vorratsbehälter 43 weist die vier Trichterspitzen
44 auf, wobei jeder Trichterspitze 44 die Schleuderscheibe
45 zugeordnet ist. In jede Trichterspitze 44 ragt das
angetriebene Rührorgan 46 hinein. Unterhalb der
Trichterspitzen 44 ist jeweils das aus einer
Auslauföffnung und einem diese Auslauföffnung in
unterschiedlichen Öffnungsweiten einstell- und
schließbaren Schieber bestehende Dosierorgan 47
angeordnet. Die aus dem Inneren des Vorratsbehälters 43 zu
den Schleuderscheiben 45 in genau einstellbaren Mengen
ausströmenden Düngemittelpartikel werden von den auf den
Schleuderscheiben 45 angeordneten Wurfschaufeln 48
gleichmäßig über die zu bestreuende Fläche verteilt, wobei
die Wurfschaufeln 48 die Düngemittelpartikel in vier
lückenlos seitlich aneinander anschließenden und sich
überlappende Streusektoren über die zu bestreuende
Bodenoberfläche in einem gleichmäßigen Streubild
verteilen. Die Schleuderscheiben 45 zugeordneten
Dosierorgane 47 sind unabhängig voneinander ein- und
verstellbar. Zur exakten Einstellung des Streubildes sind
die Wurfschaufeln 48 winkelverschwenkbar auf den
Schleuderscheiben 45 angeordnet.
Zum Ausbringen von besonders kleinen Ausbringmengen wird
die Düngemittelzufuhr zu den beiden mittleren
Schleuderscheiben 45 unterbrochen, indem die entsprechende
Auslauföffnung mittels des Schiebers verschlossen wird, so
daß nur noch den äußeren Schleuderscheiben 45
Düngemittelpartikel zugeführt werden. Hierdurch ist es
dann möglich, beim Ausbringen von besonders kleinen
Ausbringmengen die Öffnungsweite der den äußeren
Schleuderscheiben 45 zugehörigen Auslauföffnung zu
vergrößern, da ja nur noch Düngemittelpartikel aus zwei
Auslauföffnungen ausgebracht werden, so daß es nicht zu
Verstopfungen der Auslauföffnungen kommt, wie es evtl.
beim Ausbringen der Düngemittelpartikel mittels der vier
Auslauföffnungen 45 geschehen könnte, da die
Öffnungsquerschnitte bei vier Auslauföffnungen logischer
Weise wesentlich kleiner sind, als wenn die
Düngemittelpartikel nur über zwei Auslauföffnungen den
jeweiligen äußeren Schleuderscheiben 45 zugeführt werden.
Zur Korrektur des Streubildes läßt sich nun
selbstverständlich die jeweilige Lage der Auslauföffnung
gegenüber den beiden Schleuderscheiben 45 derart
verändern, daß sich die beiden Streusektoren, über welche
die Düngemittelpartikel von den äußeren Schleuderscheiben
45 abgeschleudert werden, in gewünschter Weise überlappen,
so daß ein Streubild gleichmäßiger Streustärke über die
gesamte zu bestreuende Fläche entsteht.
Selbstverständlich ist es auch möglich, unterhalb jeder
der Trichterspitzen 44 jeweils das Dosierorgan des
Schleuderdüngerstreuers gemäß Fig. 1 anzuordnen, wobei
sich dann sämtliche Vorteile des
Zweischeibendüngerstreuers auch auf den
Vierscheibenschleuderstreuer gemäß Fig. 4 übertragen
lassen.
Die Fig. 5 zeigt einen Vierscheibenschleuderdüngerstreuer
mit dem Vorratsbehälter 49, der in der Mitte mit dem
Trenndach 50 ausgestattet ist. Innerhalb des
Vorratsbehälters 49 ist die Rühr- und/oder Förderwelle 51
angeordnet, mit der der Dünger zu den Dosieröffnungen der
aus den Auslauföffnungen und den Schiebern bestehenden
Dosierorgane 52 gefördert wird. Die Dosierorgane 52 sind
jeweils oberhalb der Schleuderscheiben 53 plaziert. In dem
mittleren unteren Bereich 54 des Vorratsbehälters 49 sind
jeweils zwei abdeckbare Entleerungsöffnungen 55
vorgesehen, so daß eine sehr schnelle Entleerung für im
Vorratsbehälter 49 verbliebene Restmengen möglich ist.
Eine weitere Möglichkeit zur Streubildkorrektur besteht
darin, in dem die als Wurfelemente ausgebildeten
Schleuderscheiben 56 gemäß Fig. 6 gegenüber den im
Vorratsbehälterboden angeordneten Auslauföffnungen 57
verstellbar sind, so daß die Aufgabepunkte der
Düngemittelpartikel auf der jeweiligen Schleuderscheibe 56
variierbar sind. Hierzu sind die Getriebe 58, auf deren
Ausgangswelle 59 jeweils die Schleuderscheibe 56 befestigt
ist, jeweils mittels eines verstellbaren
Gelenkhebelgestänges 60 an dem Tragrahmen 61 des
Schleuderdüngerstreuers in unterschiedlichen Positionen
gegenüber den Auslauföffnungen 57 einstellbar, so daß sich
der jeweilige Düngeraufgabepunkt der aus den
Auslauföffnungen 57 herausrieselnden Düngemittelpartikel
auf die jeweilige Schleuderscheibe 56 individuell
einstellen läßt. Zur Einstellung des Düngeraufgabepunktes
ist eine Verstelleinrichtung 62 zwischen dem Rahmen 61 des
Schleuderdüngerstreuers und dem Verstellhebel 63 des
Gelenkhebelgestänges 60 sowie mittels einer die
Verstellhebel 63 und 64 miteinander verbindenden
Verstelleinrichtung 65 erforderlich. Die Verstellung der
Verstelleinrichtungen 62 und 65 kann sowohl manuell als
auch automatisch erfolgen.
Die Fig. 7 zeigt den Schleuderdüngerstreuer mit dem
Vorratsbehälter 66. Dieser Vorratsbehälter 66 ist durch
das dachförmige Mittelteil 67 in die beiden
trichterförmigen Behälterteile 68 aufgeteilt. Unterhalb
dieser trichterförmigen Behälterteile 68 ist jeweils die
Bodenplatte 69 befestigt, in der sich jeweils die beiden
einer Schleuderscheibe 70 zugeordneten Auslauföffnungen
angeordnet sind. Unter diesen Auslauföffnungen sind diese
Auslauföffnungen in unterschiedliche Öffnungsweiten
einstellende und verschließende Schieber angeordnet,
welche für jede Auslauföffnung unabhängig voneinander zu
verstellen sind. Die mittels der Schieber in einstellbaren
Mengen aus den Auslauföffnungen des Vorratsbehälters
herausrieselnden Düngemittelpartikel gelangen zunächst auf
die unterhalb der Auslauföffnungen angeordneten
Auslaufrutschen 71 bevor sie auf die Schleuderscheiben 70
gelangen. Die Abgabeenden 72 dieser Auslaufrutschen 71
sind unabhängig voneinander gegenüber der Schleuderscheibe
70 in horizontaler Ebene verstellbar, so daß sich die
Aufgabepunkte, mit dem die Düngemittelpartikel auf die
Schleuderscheibe 70 auftreffen, jeweils unabhängig
voneinander verstellen lassen. Diese Einstellung der
Auslaufrutschen 71 erfolgt anhand der Skalen 73 und 74,
wobei eine Verstellung des Aufgabepunktes in X- und
Y-Richtung in horizontaler Ebene gegenüber der jeweiligen
Schleuderscheibe 70 erfolgt. Jeder Auslaufrutsche 71 ist
eine Auslauföffnung zugeordnet, die jeweils von einem
Schieber zu verschließen und in ihrer Öffnungsweite
einzustellen ist. Diese Verstellung der Schieber erfolgt
unabhängig voneinander, um so die Aufgabemenge je
Aufgabepunkt auf der Schleuderscheibe 70 unabhängig
voneinander variieren zu können. Mittels dieser unterhalb
der Auslauföffnungen des Vorratsbehälters 75 angeordneten
Auslaufrutschen 71 ist es also auch möglich, eine
Streubildkorrektur durch die Aufgabe von unterschiedlichen
Aufgabemengen pro Auslauföffnung bzw. durch Variation der
Düngeraufgabepunkte auf der Schleuderscheibe 70
vorzunehmen.
Zur Vergrößerung des Fassungsvermögens des
Vorratsbehälters 66 ist auf diesen Vorratsbehälter 66 noch
der Behälteraufsatz 75 aufgesetzt. Damit nun noch eine
Kontrolle der exakten Funktionsweise der Dosierorgane des
Schleuderdüngerstreuers durch den Schlepperfahrer erfolgen
kann, ist bei mit diesem Behälteraufsatz 75 versehenen
Vorratsbehälter 66 vorgesehen, daß die Frontseite 76
des Behälteraufsatzes 75 durchsichtig gestaltet wird,
damit dem Schlepperfahrer gemäß Fig. 9 die Einsicht in
das Innere des Vorratsbehälters auf einfachste Weise
möglich ist.
Claims (19)
1. Schleuderdüngerstreuer mit Vorratsbehälter, in dessen
unterem Bereich mehrere Dosierorgane angeordnet sind,
unter denen sich zumindest zwei oder mehrere gradzahlige
rotierend angetriebene Schleuderscheiben mit Wurfschaufeln
befinden, denen von den Dosierorganen die sich im
Vorratsbehälter befindlichen Düngemittelpartikel in
vorbestimmter und einstellbarer Weise auf zumindest zwei
vorbestimmte Stellen (sog. Aufgabepunkten) pro Scheibe
aufgegeben werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage
und Zuordnung der mehreren, einer Scheibe (18, 45)
zugeordneten Aufgabepunkte (12, 13) zueinander veränderbar
und unabhängig voneinander einstellbar ist.
2. Schleuderdüngerstreuer nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lage und Zuordnung der
Dosierorgane (12, 13) zueinander in unabhängiger Weise
verstellbar sind.
3. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Schleuderscheibe (18, 45) zumindest zwei Dosierorgane
(12, 13) zugeordnet sind, deren Lage zueinander sowie die
von ihnen dosierte Düngermenge unabhängig voneinander
verstellbar ist.
4. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dosierorgane (12, 13) als im unteren Bereich (5) bzw.
Behälterboden (6) des Behälters (2) angeordnete und über
Schieber (14, 15) in ihrer Öffnungsweite einstellbare
Auslauföffnungen (12, 13) sind.
5. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Auslauföffnungen (12, 13) in unterhalb des Behälterbodens
(6) gegenüber dem Behälterboden (6) verschieb- oder
verschwenkbaren plattenförmigen Elementen (9, 10) angeordnet
sind, welche unabhängig voneinander verstellbar und/oder
einstellbar sind.
6. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den
plattenförmigen Elementen (9, 10), in denen die
Auslauföffnungen (12, 13) angeordnet sind, die die
Öffnungsweite der Auslauföffnungen (12, 13) bestimmenden
sowie diese verschließenden Schieber (14, 15) angeordnet
sind.
7. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
die Schieber (14, 15) betätigenden Betätigungselemente
(20, 21) zwischen den Schiebern (14, 15) und den die
Auslauföffnungen (12, 13) aufweisenden plattenförmigen
Elementen (9, 10) angeordnet sind.
8. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wurfschaufeln (19, 35, 48) auf den Schleuderscheiben
(18, 35, 36) winkelverschwenkbar und in unterschiedlichen
Stellungen feststellbar angeordnet sind.
9. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
kleinen Ausbringmengen nur eine Auslauföffnung (12, 13)
geöffnet wird, so daß über eine größere Einstellung der
anderen Auslauföffnung (12, 13) dann der Dünger der
Schleuderscheibe (18, 33, 34, 45) zugeführt wird.
10. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Vorratsbehälter (43) in mehrere Trichterspitzen (44)
unterteilt ist, wobei jeweils einer Schleuderscheibe (45)
eine Trichterspitze (44) zugeordnet ist.
11. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im
unteren Bereich des Vorratsbehälters (2, 43) ein Rühr-
und/oder Förderorgan (32, 46) angeordnet ist.
12. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
jeweils unterhalb der Auslauföffnungen Auslaufrutschen
oder -trichter (71) oder ähnliches angeordnet sind, und
daß die Abgabeenden (72) dieser Elemente (71) unabhängig
voneinander gegenüber der Schleuderscheibe (70) in
horizontaler Ebene verstellbar sind.
13. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rutschen (71) anhand von Skalen (73, 74) oder Markierungen
oder ähnliches einstellbar sind.
14. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Auslauföffnung (12, 13, 47, 52, 57, 69) ein Schieber (14, 15)
zugeordnet ist, daß die jeder Auslauföffnung
(12, 13, 47, 52, 57, 69) zugeordneten Schieber (14, 15)
unabhängig voneinander verstellbar sind, um so die
Aufgabemenge je Aufgabepunkt unabhängig voneinander
variieren zu können.
15. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, insbesondere Anspruch 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die einer Scheibe
(18, 33, 34, 45, 53, 56, 70) zugeordneten Schieber (14, 15) in
Abhängigkeit derart voneinander verstellbar sind, daß die
Größe der Auslauföffnungen (12, 13, 47, 52, 57, 69)
unterschiedlich einzustellen ist, wobei jedoch bei der
Verstellung der Schieber (14, 15) die Summe der an sich
vorgesehenen Ausbringmenge bzw. die Summe des
freigegebenen Querschnittes gleich der Summe der
Querschnitte bei gleichgroßer Einstellung der
Auslauföffnungen (12, 13, 47, 52, 57, 69) ist.
16. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Auslauföffnungen (12, 13, 47, 52) in dem Boden des
Vorratsbehälters (2, 43, 49) gegenüber der Drehachse der
Schleuderscheibe (18, 33, 34, 45, 53) bzw. den
Schleuderscheiben verstellbar sowie die Auslauföffnungen
(12, 13, 47, 52) zueinander verstellbar und in
unterschiedlichen Positionen zueinander einstellbar sind.
17. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schleuderscheiben (56) jeweils gegenüber den
Auslauföffnungen (57) in horizontaler Ebene in zwei sich
überlagernden Bewegungsrichtungen verstellbar sind.
18. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Getriebe (58) der Schleuderscheibe bzw. die Lagerung der
Schleuderscheiben (56) mittels eines Kniehebelgelenkes
(60) am Rahmen (61) des Schleuderdüngerstreuers befestigt
ist.
19. Schleuderdüngerstreuer nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lagerung oder das Getriebe (58) der Schleuderscheibe (56)
in X- und Y-Richtung in horizontaler Ebene verstellbar am
Rahmen (61) des Schleuderdüngerstreuers angeordnet ist.
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ID=6378264
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