DE3911160C2 - Kraftstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Kraftstoffeinspritzpumpe für BrennkraftmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffeinspritzpumpe für
Brennkraftmaschinen mit einem von einem Nocken einer
Nockenwelle über einen Stößel angetriebenen Pumpenkolben,
der mit einer den Förderbeginn steuernden Stirnkante und
einer das Förderende bestimmenden schrägen Steuerkante ver
sehen ist, wobei die beiden Steuerkanten während des Hin-
und Rückhubs des Pumpenkolbens mit einem Einlaß- bzw. Rück
strömkanal zusammenwirken, der in der Wand eines den zum
Zweck der Steuerung der Kraftstoffeinspritzmenge durch
Stellmittel verdrehbaren Pumpenkolben aufnehmenden Pumpen
zylinders ausgebildet ist, sowie mit einer Verstellvor
richtung für eine Veränderung des Vorhubs des Pumpenkolbens
während des Einspritzpumpenbetriebs, bestehend aus einem
antriebsseitig am Pumpenkolben anliegenden Verstellkolben,
der in eine zylindrische, als zum Nocken hin geschlossene
Sackbohrung ausgebildete Bohrung im Stößel, gegenüber
diesem axial beweglich, eintaucht, wodurch ein Verstellraum
begrenzt wird, der über eine in der die Stößelbohrung be
grenzenden zylindrischen Wand ausgebildete Steuerbohrung
mit einer Quelle für ein flüssiges Medium zwecks axialer
Verstellung des Verstellkolbens relativ zum Stößel verbind
bar ist, wobei der Verstellkolben beim Förderhub des Pum
penkolbens in seiner jeweiligen, den Vorhub bestimmenden
Stellung durch eine durch den Hub des Stößels infolge Ver
hinderung des Rückströmens von flüssigem Medium aus dem
Verstellraum bewirkte hydraulische Sperre blockiert wird.
Optimale Emissionsverhältnisse und ein optimaler Kraft
stoffverbrauch werden bei einer Dieselbrennkraftmaschine
mit Hilfe einer spezifischen Einspritzzeitpunktverstellung
für jede Motordrehzahl und jeden Lastzustand über dem ge
samten Betriebsbereich des Motors erreicht, d. h. die Ein
spritzzeitpunktverstellung muß als eine Funktion der Motor
drehzahl und -last geplant werden.
Mit herkömmlichen Kraftstoffeinspritzpumpen, wie sie bei
mittelgroßen und schweren Dieselmotoren verwendet werden,
wird der Einspritzzeitpunkt üblicherweise durch einen
zentrifugalbetätigten Phasenschieber an der Antriebswelle
der Pumpe verstellt, um die Taktung der Nockenwelle in der
Pumpe relativ zu der Kurbelwelle des Motors zu verändern.
Ferner sind hydraulisch betätigte Phasenschieber vorge
schlagen worden, bei denen elektronische oder mechanische
Regelungen zur Veränderung des Versorgungsdrucks für den
Phasenschieber verwendet werden, um eine Regelung des Ein
spritzzeitpunkts zu schaffen. Einer der Nachteile dieses
Systems besteht in den hohen Anforderungen an die Steuerung
des Versorgungsdrucks.
Beispiele für diese Bauweise zeigen z. B. die US-PS
4,712,985 und 3,847,510.
Beide Patentschriften zeigen ähnliche Konstruktionen unter
Verwendung eines geteilten Pumpenkolbens, nämlich eines pum
penarbeitsraumseitigen Kolbenteils, das mit einem antriebs
seitigen Kolbenteil gekoppelt ist, wobei die beiden Kolben
teile gegeneinander axial hydraulisch verstellbar sind. Um
die effektive Länge des Pumpenkolbens und damit den Vorhub
und auf diese Weise auch den Einspritzzeitpunkt zu ver
ändern, wird über einen Versorgungskanal im Pumpenzylinder
ein Verstellraum zwischen den beiden Kolbenteilen mit einem
flüssigen Medium unter variabel einstellbarem Steuerdruck
versorgt. Wenn das antriebsseitige Kolbenteil die Mündungs
stelle des Versorgungskanals beim Förderhub des Pumpen
kolbens verschließt, wird eine hydraulische Sperre erzeugt,
so daß ab diesem Zeitpunkt die beiden Kolbenteile wie eine
kompakte Kolbeneinheit arbeiten. Als Quelle für den Steuer
druck kann eine separate Quelle oder, wie beim Gegenstand
der US-PS 3 847 510 die gleiche Kraftstoffquelle dienen
die auch die Versorgung des Pumpenarbeitsraumes übernimmt.
Bei einer dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 zugrunde
liegenden bekannten Kraftstoffeinspritzpumpe gemäß der
DE-PS-32 06 429, erfolgt die Vorhubeinstellung über die
variable Drucksteuerung eines flüssigen Mediums, die den
Abstand zwischen einem mit dem Pumpenkolben gekoppelten
Verstellkolben und einem Stößel mit Hilfe des variablen
Drucks der Steuerflüssigkeit festlegt, wobei die Auslenkung
des Verstellkolbens aus einem Zusammenwirken einer auf den
Pumpenkolben einwirkenden Stößelfeder, einer im Verstell
raum angeordneten Tellerfeder und dem variablen Steuerdruck
resultiert. Dies bedingt in aufwendiger Weise einen eigen
ständig arbeitenden druckgesteuerten Flüssigkeitskreislauf,
der außerdem Kompressibilitätsnachteile sowie Undichtig
keiten aufweisen kann, so daß es zu Ungenauigkeiten bei der
Einstellung des Vorhubs und damit des Einspritzbeginns
kommen kann.
Die Zufuhr der Steuerdruckflüssigkeit in den die Teller
feder aufnehmenden Verstellraum erfolgt im übrigen mit
Hilfe eines Kanals im Pumpengehäuse über eine Bohrung, die,
bodenseitig in der Wand einer den Verstellkolben aufnehmen
den Sackbohrung im Stößel ausgebildet, im Verstellraum
mündet. Erst nach der durch den Druck der Steuerflüssigkeit
bewirkten Einstellung des Verstellweges des Verstellkolbens
relativ zum Stößel erfolgt die Sicherung dieser Einstellung
beim Förderhub des Pumpenkolbens durch eine hydraulische
Sperre infolge des Absteuerns der Kanalmündung im Pumpen
gehäuse durch die Bohrung im Stößel. Durch die im Verstell
raum angeordnete
Tellerfeder wird schließlich die Einspritzpumpe
baulich aufwendiger und verschleißanfälliger.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, bei einer
gattungsgemäßen Kraftstoffeinspritzpumpe mit geringerem
Steuerungsaufwand und geringerem baulichem Aufwand eine
genauere Einstellung des Vorhubs bzw. des Förderbeginns zu
erreichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Verstellkolben umfangsseitig eine schräge Steuernut auf
weist, welche über eine Längsverbindung ständig an den Ver
stellraum angeschlossen ist und zur Erzielung der hydrauli
schen Sperre mit der Steuerbohrung in der die Stößelbohrung be
grenzenden Wand zusammenwirkt, und daß der Verstellkolben
über weitere, von den Stellmitteln für den Pumpenkolben un
abhängige Stellmittel verdrehbar ist.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung er
gibt sich aus dem Unteranspruch.
In vorteilhafter Weise erfolgt somit die Einstellung des
Verstellweges des Verstellkolbens gegenüber dem Stößel hier
nicht über den variablen Druck einer Steuerdruckflüssig
keit, was einen getrennten Druckflüssigkeitssteuerkreis
entbehrlich macht, sondern über eine problemlos einstell
bare schräge Steuernut, indem durch ein unter einfachem
Druck stehendes flüssiges Medium lediglich der Verstell
kolben im unteren Totpunkt des Pumpenkolbens angehoben
wird. Die genaue Einstellung des Verstellweges erfolgt dann
beim Förderhub des Pumpenkolbens in exakter Weise über die
schräge Steuernut, indem je nach Verdrehstellung des Ver
stellkolbens und damit der schrägen Steuernut mehr oder
weniger Steuerflüssigkeit aus dem Verstellraum rückströmt,
bevor eine dann einsetzende hydraulische Sperre den Ver
stellweg des Verstellkolbens und damit den Vorhub des Pum
penkolbens festlegt. Im übrigen ist bei dieser genaueren
Einstellung des Vorhubs auch der bauliche Aufwand relativ
gering.
Aus dem JP-Abstract 58-126459 ist zwar
eine Verstelleinrichtung für den Vorhub bei einer Ein
spritzpumpe bekannt, die einen Stößel mit einer außen
liegenden schrägen Steuerkante und einen in einer Sack
bohrung im Stößel geführten hohlen Verstellkolben aufweist,
wodurch ein Verstellraum begrenzt wird, in den über eine
Bohrung in der Wand des Verstellkolbens drucklos Öl zuge
führt werden kann. Die Ausgangsstellung des Verstellraums
dieser Verstellvorrichtung wird durch eine Schraubendruck
feder geschaffen, die auch das drucklose Einfließen des Öls
in den Verstellraum ermöglicht. Durch Drehung des Verstell
kolbens mit Hilfe von Stellmitteln kann beim Förderhub des
Pumpenkolbens zunächst Öl aus dem Verstellraum über die
Bohrung in der Wand des Verstellkolbens so lange rück
strömen, bis entsprechend der Stellung der Bohrung gegen
über der schrägen Steuerkante am Stößel eine hydraulische
Sperre eintritt und damit der Vorhub festgelegt ist. Nach
teilig ist hier, daß durch die außenliegende Steuerkante am
Stößel und den großen Verstellraum relativ viel Öl hin- und
herbewegt werden muß, was ein schädliches Ölplanschen zur
Folge hat. Baulich aufwendig ist außerdem die erforderliche
Schraubendruckfeder im Verstellraum.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist nach
folgend anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es
zeigt
Fig. 1 schematisch einen Teil einer erfindungsgemäßen
Kraftstoffeinspritzpumpe;
Fig. 2 eine Ansicht eines Details der Fig. 1, das in eine
andere Position gedreht ist; und
Fig. 3 graphisch die Veränderung der Kolbenanhebung über
dem Drehwinkel der Motornockenwelle für die erfin
dungsgemäße Kraftstoffeinspritzpumpe.
Fig. 1 zeigt eine Kraftstoffeinspritzpumpe vom Typ Kolben
pumpe, die in einem nicht dargestellten geeigneten Gehäuse
zu installieren ist. Die Pumpe weist mindestens eine Füh
rungsbohrung 10 auf, die vom stationären Pumpenzylinder 12
einer Kraftstoffeinspritzeinheit begrenzt ist. Innerhalb
des Pumpenzylinders 12 bzw. der Führungsbohrung 10 ist hin-
und herschiebbar ein Pumpenkolben 14 mit einer Verstell
vorrichtung 16 an seinem unteren Ende angeordnet, der in
erfindungsgemäßer Weise gestaltet ist. An dem unteren Ende
der Verstellvorrichtung 16 ist ein Stößel 46 mit einer
Rolle 18 zur Zusammenwirkung mit einem Nocken 20 befestigt.
Der Nocken 20 ist zur gemeinsamen Drehung mit einer Nocken
welle 22 an dieser befestigt, die ihrerseits gemäß Dar
stellung um eine Achse 24 drehbar ist. Die Nockenwelle 22
wird vom Motor mit halber Motordrehzahl direkt angetrieben.
Das obere Ende des Pumpenzylinders 12 bildet einen Pumpen
arbeitsraum 26 zwischen der oberen, von der Stirnkante 28
begrenzten Stirnfläche des Pumpenkolbens 14 und einer
nicht dargestellten reduzierten Bohrungsöffnung im Pumpen
zylinder 12, die zu einem herkömmlichen Einspritzventil
führt, das die Einspritzung des Kraftstoffs in den Motorzylinder
in bekannter Weise steuert. Ein Kraftstoff-Einlaß-
/Rückströmkanal 32 ist in der Wand des Pumpenzylinders 12
zur Zusammenarbeit mit einer Steuerfläche 34 am Pumpenkolben 14 vorgesehen, die von der Stirnkante 28
und einer weiteren schrägen Steuerkante 36 begrenzt wird.
Solange der Pumpenkolben 14 den Einlaß-/Rückströmkanal 32 nicht ab
deckte kann Kraftstoff aus dem Pumpenarbeitsraum 26 über
den Einlaß-/Rückströmkanal 32 abfließen, und es wird kein
Brennstoff in den Motor eingespritzt. Wenn sich der Pumpen
kolben 14 nach oben bewegt, um den Einlaß-/Rückströmkanal
32 zu verschließen, wird der Kraftstoff in dem Pumpen
arbeitsraum 26 unter Druck gesetzt und bei Erreichung eines
vorbestimmten Druckniveaus in herkömmlicher Weise in den
Motor eingespritzt.
Gemäß der Darstellung in Fig. 1 wird die schräge Steuer
kante 36 am Pumpenkolben 14 die von einer radialen Rück
ziehung 37 begrenzt ist, die sich um einen Bereich des Pum
penkolbens 14 herum erstreckt.
Die Rückziehung 37 fluchtet mit dem Einlaß-/Rückströmkanal
32 oder auch nicht, um die während jeden Pumphubs einzu
spritzende Kraftstoffmenge vorzubestimmen. Insbesondere in
einer nicht dargestellten Stellung, in der die Stirnkante
28 des Pumpenkolbens 14 den oberen Rand des Einlaß-
/Rückströmkanals 32 abdeckt, wird der Kraftstoff unter
Druck gesetzt und eingespritzt, bis der untere rechte Rand
bereich 38 an der Steuerfläche 34 des Pumpenkolbens 14 den
Einlaß-/Rückströmkanal 32 nicht mehr abdeckt, so daß Kraft
stoff aus dem Pumpenarbeitsraum 26 abströmen
kann. Die Kraftstoffeinspritzung ist dann beendet.
Zur Veränderung der Menge des einzuspritzenden Kraftstoffes
sind Stellmittel 40 zur Verdrehung oder winkelmäßigen Posi
tionierung der schrägen Steuerkante 36 des Pumpenkolbens 14
vorgesehen. Dies kann mittels jeder bekannten Art einer
Zahnstangen-Dreheinrichtung erreicht werden. Die Zahnstange
wird in diesem Fall beispielsweise mit Hilfe irgendwelcher
geeigneter elektrischer oder mechanischer Mittel seitlich
bewegt, um den Pumpenkolben 14 winkelmäßig oder hinsicht
lich seines Umfangs zu verdrehen. Dies verändert die Posi
tion der schrägen Steuerkante 36 gegenüber dem Einlaß-
/Rückströmkanal 32, so daß der Einlaß-/Rückströmkanal 32
während des aufwärtsgerichteten Hubs des Pumpenkolbens 14
je nachdem früher oder später als bisher geöffnet oder ge
schlossen werden kann.
Der oben beschriebene Aufbau ist bekannt und herkömmlicher
Art. Bei Verwendung eines festen Stößels 46 bei dieser
Pumpe würde die Einspritzung beginnen bzw. beendet, wie in
der durchgehend ausgezogenen Kurve 41 der Fig. 3 angegeben
ist, in der das Anheben des Pumpenkolbens 14 über der Dreh
bewegung der Motornockenwelle 22 dargestellt ist. Der Ein
spritzzeitpunkt würde stets zu einem feststehenden Zeit
punkt A beginnen und das Ende der Einspritzung wäre durch
die Menge des eingespritzen Kraftstoffs bestimmt. Diese
ihrerseits würde durch die winkelmäßige Ausrichtung des
Pumpenkolbens 14, wie oben beschrieben, bestimmt, wodurch
die Schließdauer des Einlaß-/Rückströmkanals 32 festgelegt
würde.
Wie bereits angegeben, kann der Einspritzzeitpunkt durch
Veränderung der Höhe der Verstellvorrichtung 16, z. B. in
Richtung B, verändert werden, wie dies mittels der ge
strichelt dargestellten Kurve 42 in Fig. 3 angezeigt ist.
Die Mittel zur Veränderung der Höhe der Verstellvorrichtung
16 sind in Fig. 1 dargestellt. Die Verstellvorrichtung 16
ist ähnlich einem hydraulischen Stößel, sie besteht jedoch
in diesem Fall aus einem am Pumpenkolben 14 anliegenden
Verstellkolben 44, der mit dem Stößel 46 zusammenwirkt,
jedoch gegenüber letzterem axial verstellt und winkelmäßig
verdreht werden kann. Hierdurch wird eine variable Höhen
verstellmöglichkeit für die Verstellvorrichtung 16 ge
schaffen, um den Einspritzzeitpunkt variabel zu verändern.
Insbesondere der Stößel 46, an dem die Rolle 18 befestigt
ist, weist eine zylindrische, zum Nocken 20 hin als Sack
bohrung geschlossen ausgebildete Stößelbohrung 47 auf. In
der Stößelbohrung 47 ist der Verstellkolben 44 mit einer
schrägen Steuernut 48 in seinem äußeren Umfangsbereich
axial verschiebbar aufgenommen. Die schräge Steuernut 48
erstreckt sich in Umfangsrichtung über etwa 90° und steht
mit einer umfangsseitig angeordneten vertikalen Längs
verbindung in Form einer Längsnut 50 in Verbindung, die
deutlicher aus Fig. 2 zu ersehen ist. Die Längsnut 50 führt
das flüssige Medium in der schrägen Steuernut 48 zu einem
Verstellraum 52, der zwischen dem Verstellkolben 44 und dem
Stößel 46 angeordnet ist. Die schräge Steuernut 48 wirkt
fluchtend oder absteuernd mit einer Steuerbohrung 54 in der
Wand des Stößels 46 zusammen. Die Steuerbohrung 54 steht
andererseits stets mit einer Nut 56 in Verbindung, der
jederzeit mit Öl aus einem Versorgungskanal 58 versorgt
wird. Die Ölquelle kann das Motorschmiersystem sein.
Zur Erzielung einer hydraulischen Sperre kann sich der
Stößel 46 vertikal gegenüber dem Verstellkolben 44 in Reak
tion auf den Öl-Austritt aus dem Verstellraum 52 oder auf
den Öl-Eintritt von einer Ölquelle in den Verstellraum 52,
der zwischen dem Verstellkolben 44 und dem Stößel 46 gebil
det ist, bewegen. Wenn während des Förderhubs des Pumpen
kolbens 14 der Nocken 20 beginnt, den Stößel 46 der Ver
stellvorrichtung 16 vertikal zu bewegen, wird zuvor über
die Steuerbohrung 54, die schräge Steuernut 48 und die
Längsnut 50 dem Verstellraum 52 zuvor zugeführtes Öl aus
dem Inneren des Verstellraums 52 der Verstellvorrichtung 16
hinausgeschoben und durch die offene Steuerbohrung 54
zurück zum Versorgungskanal 58 hinausgedrückt. Wenn sich
der Stößel 46 gegenüber dem Verstellkolben 44 weiter nach
oben bewegt, wird schließlich die schräge Steuernut 48
bis zu ihrer oberen Kante 60 abgeschlossen, wenn der untere
Rand 62 der Steuerbohrung 54 an ihm vorbeigeführt wird. Zu
diesem Zeitpunkt ist das Öl im Inneren des Verstellraums 52
eingeschlossen, so daß sich der Verstellkolben 44 und der
Stößel 46 einheitlich nach oben bewegen (hydraulische
Sperre).
Mit 64 sind weitere Stellmittel in Form einer Zahnstangen
einheit bezeichnet, die in den Verstellkolben 44 eingreifen
kann, um diesen in einer der Drehung des Pumpenkolbens 14
mittels der Zahnstangeneinheit 40 entsprechenden Weise zu
drehen. Anstelle der Zahnstangeneinheit 64 können andere
oder herkömmliche Arten von Dreheinrichtungen verwendet
werden, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Einzel
heiten der Bauweise und des Betriebs der Dreheinrichtung
sind hier nicht im Detail angegeben. Dennoch soll darauf
hingewiesen sein, daß ein kontinuierlich veränderliches
Ausmaß der Einspritzzeitpunkte durch Drehung des Verstell
kolbens 44 der Verstellvorrichtung 16 erreicht werden kann,
um die vertikale Stellung der schrägen Steuernut 48 zur
Fluchtung mit der Steuerbohrung 54 in der untersten Posi
tion des Pumpenkolbens 14 zu verändern und somit den Zeit
punkt, an dem die Steuerbohrung 54 abgeschlossen ist, um
dadurch den Vorhub bzw. den Einspritzbeginn zu verändern.
Aus dem Vorstehenden ist klar zu ersehen, daß durch die Er
findung einer einfache und sehr wirksame Bauweise geschaf
fen ist, um eine Einspritzpumpe des Kolbentyps für eine
kontinuierlich veränderliche Einspritzzeitpunktverstellung
unter Verwendung einer einfachen Verstellvorrichtung mit
wenigen Einzelteilen geeignet zu machen, und damit eine
wirtschaftlich herzustellende Pumpe geschaffen ist.
Claims (2)
1. Kraftstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen mit ei
nem von einem Nocken (20) einer Nockenwelle (22) über einen
Stößel (46) angetriebenen Pumpenkolben (14), der mit einer
den Förderbeginn steuernden Stirnkante (28) und einer das
Förderende bestimmenden schrägen Steuerkante (36) versehen
ist, wobei die beiden Steuerkanten (28, 36) während des
Hin- und Rückhubs des Pumpenkolbens (14) mit einem Einlaß-
bzw. Rückströmkanal (32) Zusammenwirken, der in der Wand
eines den zum Zweck der Steuerung der Kraftstoffeinspritz
menge durch Stellmittel (40) verdrehbaren Pumpenkolben (14)
aufnehmenden Pumpenzylinders (12) ausgebildet ist, sowie
mit einer Verstellvorrichtung (16) für eine Veränderung des Vor
hubs des Pumpenkolbens (14) während des Einspritzpumpenbe
triebs, bestehend aus einem antriebsseitig am Pumpenkolben
(14) anliegenden Verstellkolben (44), der in eine zylindri
sche, als zum Nocken (20) hin geschlossene Sackbohrung ausgebildete Bohrung (47) im Stö
ßel (46), gegenüber diesem axial beweglich, eintaucht, wo
durch ein Verstellraum (52) begrenzt wird, der über eine in
der die Stößelbohrung (47) begrenzenden zylindrischen Wand aus
gebildete Steuerbohrung (54) mit einer Quelle für ein
flüssiges Medium zwecks axialer Verstellung des Verstell
kolbens (44) realtiv zum Stößel (46) verbindbar ist, wobei
der Verstellkolben (44) beim Förderhub des Pumpenkolbens
(14) in seiner jeweiligen, den Vorhub bestimmenden Stellung
durch eine durch den Hub des Stößels (46) infolge Verhinderung des
Rückströmens von flüssigem Medium aus dem Verstellraum (52)
bewirkte hydraulische Sperre blockiert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Verstellkolben (44) umfangsseitig eine schräge Steuer
nut (48) aufweist, welche über eine Längsverbindung (50)
ständig an den Verstellraum (52) angeschlossen ist und zur
Erzielung der hydraulischen Sperre mit der Steuerbohrung
(54) in der die Stößelbohrung (47) begrenzenden Wand zusammen
wirkt, und daß der Verstellkolben (44) über weitere, von
den Stellmitteln (40) für den Pumpenkolben (14) unabhängige
Stellmittel (64) verdrehbar ist.
2. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Quelle für das unter Druck stehende
flüssige Medium das Öl des Motorschmiersystems ist.
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