DE3909091A1 - Schlitzduesenvorrichtung - Google Patents
SchlitzduesenvorrichtungInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/06—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths into moulds with travelling walls, e.g. with rolls, plates, belts, caterpillars
- B22D11/0637—Accessories therefor
- B22D11/064—Accessories therefor for supplying molten metal
- B22D11/0642—Nozzles
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schlitzdüsenvorrichtung zum
Schmelzspinnen von metallischen Schmelzen, bestehend aus
einem zylinderförmigen heizbaren Schmelzenbehälter und
aus einer daran angebrachten Düse mit einer Düsenfläche,
in der wenigstens ein rechteckiger, von zwei gegenüber
liegenden Lippen und zwei gegenüberliegenden Stegen ge
bildeter Schlitz vorgesehen ist, und mit schräg zu den
Lippen der Düsenfläche hin geneigten gegenüberliegenden
Seitenwänden, wobei die Lippen gleiche Breite und zuein
ander parallele seitenwandseitige und schlitzseitige Kan
ten aufweisen.
Zur Herstellung von amorphen Metallbändern wird das
Schmelzspinn oder "melt-spinning"-Verfahren in weitem Um
fang benützt. Dabei wird eine Metallschmelze, gegebenen
falls unter Zwang, über eine Düse auf eine sich bewegen
den Kühlkörper, in der Regel auf eine mit mindestens
200 m/min rotierende Metalltrommel, vorzugsweise eine
Kupfertrommel, aufgebracht. Durch die daraus resultieren
de Abschreckung mit einer Kühlrate von mindestens 105°C/s
können nach diesem Verfahren amorphe Metallbänder erhal
ten werden (Zeitschrift für Metallkunde 64, 1973, S. 835-
843).
Als gattungsgemäßer Stand der Technik wird von einer Vor
richtung zum Stranggießen eines dünnen Metallstreifens
nach der DE-PS 27 46 238 ausgegangen. Bei dieser bekann
ten Vorrichtung ist die Breite der in Bewegungsrichtung
der Kühlkörper zuerst kommenden Lippe wenigstens gleich
der Breite des Schlitzes. Die Breite der anderen Lippe
beträgt das 1,5- bis 3-fache der Breite des Schlitzes.
Ferner ist der Abstand der Lippen von der Kühloberfläche
unterschiedlich. Aufgrund des unterschiedlichen Abstands
der beiden Lippen von der Kühloberfläche sowie aufgrund
der in der Regel unterschiedlichen Breite der Lippen ist
die Herstellung der Düse aufwendig. Wegen der im Ver
gleich zur Breite des Schlitzes relativ schmalen Lippen
ist die bekannte Düse nicht ausreichend widerstandsfähig,
um Anforderungen im Dauereinsatz bei Temperaturen von
mehr als 1000°C zu genügen, so daß ein häufiger Aus
tausch erforderlich ist.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht des
halb darin, die Schlitzdüsenvorrichtung der gattungsge
mäßen Art zur Fertigung von amorphen bzw. teilweise amor
phen Metallbändern mit gleichmäßigen Abmessungen und
gleichbleibenden Eigenschaften über alle Banddimensionen
einfach und widerstandsfähig auszubilden.
Diese Aufgabe wird ausgehend von der Schlitzdüsenvorrich
tung der gattungsgemäßen Art dadurch gelöst, daß die bei
den Lippen in ein und derselben, von der Düsenfläche ge
bildeten Ebene liegen, daß das Verhältnis der Breite des
Schlitzes zur Breite jeder Lippe 1:20 bis 1:5 beträgt
und daß die lippenseitigen äußeren Seitenwände der Düse
mit der Ebene der Düsenfläche jeweils einen Winkel von
40° bis 60° bilden.
Überraschenderweise läßt sich mit der erfindungsgemäßen
Schlitzdüsenvorrichtung ein Metallband erzeugen, das pro
blemlos von einer als Kühlfläche dienenden rotierenden
Kupferwalze abgelöst werden kann.
Zweckmäßigerweise bilden die lippenseitigen äußeren Sei
tenwände der Düse mit der Ebene der Düsenfläche einen
Winkel von 45°.
Ein vorteilhaftes Verhältnis der Breite des Schlitzes
zur Breite jeder Lippe liegt bei 1:10 bis 1:6.
Bevorzugt werden die Düse und der vorgeordnete Schmelzen
behälter in einem Stück und aus demselben Material gefer
tigt.
Die Düse und der Schmelzenbehälter werden in der Regel
für nicht reaktive Metalle oder Metallegierungen, z.B.
der 8. Nebengruppe oder der 1. und 2. Nebengruppe aus
Quarz, für reaktive Metalle oder Metallegierungen z.B.
der 3., 4. oder 5. Nebengruppe aus Graphit und für be
sonders hochschmelzende Legierungen wie z.B. ZrY- oder
AlTi-Legierungen, die ab ca. 1400°C schmelzen, oder für
reaktive Legierungen, die mit Graphitdüsen nicht spinn
bar sind, aus Zirkonoxid gefertigt.
Die erfindungsgemäße Schlitzdüsenvorrichtung eigenet sich
insbesondere zum Schmelzspinnen von Metallschmelzen zu
amorphen Bändern.
Anhand von Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der
Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schlitzdüsenvorrichtung im Axialschnitt,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform
der Düse und
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform
der Düse.
Der in Fig. 1 gezeigte, einer Düse 2 vorgeordnete zylin
derförmige Schmelzenbehälter 1 kann mit nicht gezeigten
Heizeinrichtungen und Reglern zur Aufrechterhaltung der
Temperatur der Schmelze versehen sein. Der Schmelzenbe
hälter 1 und die Düse 2 sind in der Regel in einem Stück
aus ein und demselben Material gefertigt.
Die Düse 2 hat eine Düsenfläche 3 mit einem Schlitz 8
(Fig. 2) oder mit mehreren, fluchtend angeordneten
Schlitzen 8 (Fig. 3), die einen rechteckigen Querschnitt
für die Erzeugung jeweils eines Bandes aufweisen und die
von zwei Lippen 4, 5 begrenzt sind. Die Schlitze 8 sind
außerdem von seitlichen Stegen 13 und 14 in der Ausfüh
rungsform von Fig. 2 begrenzt. In der Ausführungsform
von Fig. 3, in der drei zueinander fluchtende Schlitze
8 dargestellt sind, sind zusätzlich zwischen den Schlitzen
8 noch Stege 15 und 16 vorgesehen. Der Abstand zwischen
den Schlitzen 8 bzw. die Erstreckung der Stege 15 und
16 sowie auch die Erstreckung der äußeren Stege 13 und
14 muß so groß sein, daß die für die Düse 2 erforderliche
Festigkeit gewährleistet bleibt.
Die Düse 2 hat lippenseitige ebene Seitenwände 11 und
12, die sich vom Schmelzenbehälter 1 zur Düsenfläche 3
unter einem Winkel α geneigt erstrecken, der bei dem Aus
führungsbeispiel von Fig. 1 45° beträgt.
Der Schlitz 8 oder die Schlitze 8 sind senkrecht zu den
Stegen 13, 14, 15, 16, also lippenseitig, von Kanten 9
begrenzt, die gleichzeitig Kanten der Lippen 4, 5 sind
und die zueinander parallel sowie parallel zu den seiten
wandseitigen Kanten 10 der Lippen 4, 5 sind. Die Lippen
4, 5 der Düsenfläche 3 weisen die gleiche Breite 7 auf.
Das Verhältnis der Breite 6 des Schlitzes 8 bzw. der
Schlitze 8 zur Breite 7 einer Lippe 4, 5 erstreckt sich
von 1:20 bis 1:5. Bevorzugt ist der Bereich von 1:10 bis
1:6.
Beispielsweise kann die Breite 6 des Schlitzes 8 0,3 bis
0,6 mm und die Breite 7 einer Lippe 4, 5 3 bis 6 mm betra
gen. Die Länge des oder der Schlitze 8 bestimmt sich aus
der geforderten Breite des herzustellenden Bandes. Für
eine Düse 2 mit einem einzigen Schlitz 8 kann die Länge
zwischen 4 und 40 mm variieren. Bei einer Düse mit drei
zueinander fluchtend ausgerichteten Schlitzen 8, wie dies
in Fig. 3 gezeigt ist, liegt der Abstand zwischen den
Schlitzen 8 bzw. liegt die Stärke der Stege 15, 16, zwi
schen 3 und 6 mm.
Die Schlitzdüsenvorrichtung wird in der Regel senkrecht
zu einer nicht gezeigten, sich bewegenden Kühlfläche,
meist einer rotierenden Kupferwalze, angeordnet. Durch
die plane Düsenoberfläche 3 ist der Abstand beider Lippen
4, 5 zu der Kühloberfläche gleich.
Die Erfindung wird anhand von Beispielen weiter erläutert.
In einer Schlitzdüsenvorrichtung nach Fig. 1 aus Quarz
wird eine Legierung der Zusammensetzung Fe81B13,5Si3,5C2
bei 1200°C aufgeschmolzen. Unter einem Druck von 0,8 bar
wird in einer Heliumatmosphäre das schmelzflüssige Metall
durch eine mit einem einzigen Schlitz 8 versehene Düse 2
mit den Abmessungen
| Breite 6 des Schlitzes 8|0,2 mm, | |
| Breite 7 einer Lippe 4, 5 | 4,0 mm, |
| Länge des Schlitzes 8 | 20,0 mm, |
im wesentlichen senkrecht auf eine in einem Abstand von
0,2 mm angeordnete, mit 40 m/s rotierende Kupfertrommel
gepreßt. Die Schmelze verfestigt sich zu einem amorphen
Metallband mit einer Dicke von 50 µm und einer Breite von
20 mm, das äußerst leicht von der Kupfertrommel ablösbar
ist.
In einer Schlitzdüsenvorrichtung nach Fig. 1 aus Graphit
wird eine Legierung mit der Zusammensetzung Cu65Ti35
bei 1100°C aufgeschmolzen. Unter einem Druck von 0,5 bar
in einer Heliumatmosphäre wird das schmelzflüssige Metall
durch eine mit einem Schlitz 8 versehene Düse 2 mit den
Abmessungen
| Breite 6 des Schlitzes 8|1,0 mm, | |
| Breite 7 einer Lippe 4, 5 | 8,0 mm, |
| Länge des Schlitzes 8 | 6,0 mm, |
im wesentlichen senkrecht auf eine in einem Abstand von
1,0 mm angeordnete, sich mit 30 m/s drehende Kupfertrom
mel gepreßt. Die Schmelze verfestigt sich zu einem amor
phen, leicht ablösbaren Metallband mit einer Dicke von
50 µm und einer Breite von 5,5 mm.
In einer Schlitzdüsenvorrichtung nach Fig. 1 aus Zirkon
oxid wird eine Legierung mit der Zusammensetzung ZrY bei
1500°C aufgeschmolzen. Unter einem Druck von 0,8 bar in
einer Argonatmosphäre wird das schmelzflüssige Metall
durch eine mit einem Schlitz 8 versehene Düse 2 mit den
Abmessungen
| Breite 6 des Schlitzes 8|0,4 mm, | |
| Breite 7 einer Lippe 4, 5 | 4,0 mm, |
| Länge des Schlitzes 8 | 10,0 mm, |
im wesentlichen senkrecht auf eine in einem Abstand von
0,15 mm angeordnete, sich mit 35 m/s drehende Kupfertrom
mel gepreßt. Die Schmelze verfestigt sich zu einem mikro
kristallinen, leicht ablösbaren Metallband mit einer
Dicke von 8 µm und einer Breite von 10 mm.
In einer Schlitzdüsenvorrichtung nach Fig. 3 aus Quarz
mit drei fluchtend ausgerichteten Schlitzen 8 wird eine
Legierung der Zusammensetzung Ni24Zr76 bei 1200°C
aufgeschmolzen. Unter einem Druck von 0,8 bar in einer
Heliumatmosphäre wird das schmelzflüssige Metall durch
die Düse 2 mit den drei Schlitzen 8 und den Abmessungen
| Breite 6 eines jeden Schlitzes 8|0,4 mm, | |
| Breite 7 einer Lippe 4, 5 | 4,0 mm, |
| Länge eines jeden Schlitzes 8 | 3,5 mm, |
| Abstand zwischen den Schlitzen 8 bzw. Breite der Stege 15 bzw. 16 | 3,0 mm, |
im wesentlichen senkrecht auf eine in einem Abstand von
0,15 mm angeordnete und mit 30 m/s rotierende Kupfertrom
mel gepreßt. Die Schmelze verfestigt sich gleichzeitig
zu drei amorphen, leicht ablösbaren Metallbändern mit
einer Dicke von jeweils 50 µm und eimer Breite von je
weils 3,5 mm.
Claims (6)
1. Schlitzdüsenvorrichtung zum Schmelzspinnen von metal
lischen Schmelzen, bestehend aus einem zylinderförmigen,
beheizbaren Schmelzenbehälter (1) und aus einer daran
angebrachten Düse (2) mit einer Düsenfläche (3), in der
wenigstens ein rechteckiger, von zwei gegenüberliegenden
Lippen (4, 5) und zwei gegenüberliegenden Stegen (13, 14)
gebildeter Schlitz (8) vorgesehen ist, und mit schräg
zu den Lippen (4, 5) der Düsenfläche (3) hin geneigten
gegenüberliegenden Seitenwänden (11, 12), wobei die Lip
pen (4, 5) die gleiche Breite (7) und zueinander paralle
le seitenwandseitige und schlitzseitige Kanten (9, 10)
aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Lippen (4, 5) in ein und derselben, von der
Düsenfläche (3) gebildeten Ebene liegen, daß das Verhält
nis der Breite (6) des Schlitzes (8) zur Breite (7) jeder
Lippe (4, 5) 1:20 bis 1:5 beträgt und daß die lippenseiti
gen äußeren Seitenwände (11, 12) der Düse (2) mit der
Ebene der Düsenfläche (3) jeweils einen Winkel (α) von
40° bis 60° bilden.
2. Schlitzdüsenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die lippenseitigen
äußeren Seitenwände (11, 12) der Düse (2) mit der Ebene
der Düsenfläche (3) einen Winkel (α) von 45° bilden.
3. Schlitzdüsenvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß das Verhält
nis der Breite (6) des Schlitzes (8) zur Breite (7) jeder
Lippe (4, 5) zwischen 1:10 und 1:6 liegt.
4. Schlitzdüsenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Düse (2) sowie der vorgeordnete Schmelzenbehälter (1)
in einem Stück aus demselben Material gefertigt sind.
5. Schlitzdüsenvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Düse (2) und der
Schmelzenbehälter (1) aus Quarz, Graphit oder Zirkonoxid
bestehen.
6. Verwendung der Schlitzdüsenvorrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 5 zum Schmelzspinnen von Metallschmelzen
zu amorphen Bändern.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH142088 | 1988-04-18 |
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|---|---|---|---|
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| Country | Link |
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Also Published As
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Legal Events
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