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DE69612707T2 - Stranggiessverfahren für rostfreien austenitischen stahl - Google Patents

Stranggiessverfahren für rostfreien austenitischen stahl

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Publication number
DE69612707T2
DE69612707T2 DE69612707T DE69612707T DE69612707T2 DE 69612707 T2 DE69612707 T2 DE 69612707T2 DE 69612707 T DE69612707 T DE 69612707T DE 69612707 T DE69612707 T DE 69612707T DE 69612707 T2 DE69612707 T2 DE 69612707T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
slab
casting
mold
continuous casting
molten steel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE69612707T
Other languages
English (en)
Other versions
DE69612707T3 (de
DE69612707D1 (de
Inventor
Nagayasu Bessho
Seiji Itoyama
Yuji Miki
Hiroshi Nomura
Sumio Yamada
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JFE Steel Corp
Original Assignee
Kawasaki Steel Corp
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Publication date
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First worldwide family litigation filed litigation Critical https://patents.darts-ip.com/?family=12061179&utm_source=google_patent&utm_medium=platform_link&utm_campaign=public_patent_search&patent=DE69612707(T2) "Global patent litigation dataset” by Darts-ip is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License.
Application filed by Kawasaki Steel Corp filed Critical Kawasaki Steel Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE69612707D1 publication Critical patent/DE69612707D1/de
Publication of DE69612707T2 publication Critical patent/DE69612707T2/de
Publication of DE69612707T3 publication Critical patent/DE69612707T3/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/16Controlling or regulating processes or operations

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)

Description

    TECHNISCHES GEBIET
  • Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zum Stranggießen austenitischen Edelstahls und insbesondere ein Verfahren zum Stranggießen, das gleichzeitig das Verhindern von Oberflächendefekten und die Durchführung eines Hochgeschwindigkeits-Gießvorgangs ermöglicht.
  • TECHNISCHER HINTERGRUND
  • Bei der Herstellung von Edelstahlblechen ist es strikt erforderlich, dass die Oberfläche des Blechs im Vergleich mit der Oberfläche anderer, für allgemeine Zwecke vorgesehener Stahlbleche attraktiver aussieht. Somit muss auch beim Stranggießen von Edelstahl eine Reduzierung von Oberflächendefekten erreicht werden. Gemäß einer bekannten herkömmlichen Technik zum Reduzieren von Oberflächendefekten austenitischen Edelstahls wird, um die Bildung feiner austenitischer Körnchen zu erzielen, gemäß JP-A-63-192537 eine Steuerung der Kühlrate über einen Bereich vorgenommen, der sich von der Festkörpertemperatur des Oberflächenverfestigungsschichtbereichs bis zu mindestens 1200ºC erstreckt. Ferner ist gemäß JP-A-3-42150 bekannt, die Stahlschmelzen-Komponenten und den Überhitzungsgrad der Stahlschmelze derart zu steuern, dass die Bildung feiner austenitischer Körnchen herbeigeführt wird.
  • In letzter Zeit wurden die Anforderungen an die Produktqualität zunehmend strikter. Aus diesem Grund ist vorgeschlagen worden, die Kühlrate, den Überhitzungsgrad der Stahlschmelze und dgl. einzeln zu steuern; es hat sich jedoch nicht erwiesen, dass eine bloße Steuerung dieser Art ausreichend ist, da immer noch Oberflächendefekte verursacht werden.
  • Andererseits wird seit einiger Zeit verlangt, sogar die Gießgeschwindigkeit beim Stranggießen zu erhöhen, um die Produktivität zu steigern. Beim Erhöhen der Gießgeschwindigkeit besteht jedoch die Tendenz einer unnötigen Verursachung von Oberflächendefekten. Deshalb kann bislang, wenn eine höhere Gießgeschwindigkeit gewünscht ist, die Geschwindigkeit mit Rücksichtnahme auf die Oberflächenqualität nicht ausreichend vergrößert werden. Somit musste eine Gießgeschwindigkeit innerhalb eines annehmbaren Bereiches auf niedrigem Niveau gewählt werden, und folglich konnten der adäquate Standard und die gewünschte Produktivitätsverbesserung nicht erlangt werden.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, die oben aufgeführten Probleme beim Stranggießen austenitischen Edelstahls in vorteilhafter Weise zu lösen und ein Verfahren zum Stranggießen austenitischen Edelstahls anzugeben, das in der Lage ist, gleichzeitig eine hohe Produktivität und eine ausgezeichnete Oberflächenqualität des Stahlblechs zu erzielen.
  • Mit der Erfindung wird ein Verfahren zum Stranggießen austenitischen Edelstahls angegeben, das durchgeführt wird mittels Gießen einer Schmelze austenitischen Edelstahls aus einer Gießwanne durch eine Tauchdüse in eine Stranggussform einer Brammenstranggussanlage, Verfestigen des Edelstahls in der Form, und kontinuierliches Herausziehen der resultierenden Bramme vorgegebener Größe aus der Form, und das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Stranggießen mit einer Gießgeschwindigkeit von mindestens 1,2 m/min. sowie derart durchgeführt wird, dass die Gießgeschwindigkeit, der Überhitzungsgrad der Stahlschmelze in der Gießwanne, die Querschnittsfläche des Ausgabedurchlasses der Tauchdüse und die Brammen-Breite die folgende Beziehung erfüllen:
  • 0,30 ≤ V0,58·W-0,04· ΔT·d-0,96 ≤ 1,40,
  • wobei V = Gießgeschwindigkeit (m/min.),
  • W = Brammen-Breite (mm),
  • ΔT = Überhitzungsgrad (ºC) der Stahlschmelze in der Gießwanne und
  • d = Quadratwurzel der Querschnittsfläche des einer Seite der Form zugewandten Tauchdüsen-Ausgabedurchlasses (mm),
  • vorausgesetzt, dass die Beziehung, falls die Bramme eine dicke Bramme ist, einen Wert von ≥ 0,30 bis ≤ 0,85 hat und, falls die Bramme eine mittels eines Doppelgurt-Gießers des Vertikal-Typs oder eines Block-Gießers hergestellte dünne Bramme ist, einen Wert von ≥ 0,50 bis ≤ 1,40 hat.
  • Ferner ist eine Gießgeschwindigkeit V von mindestens 3,0 m/min. besonders vorteilhaft, wenn die Brammenstranggussanlage ein Doppelgurt-Gießers des Vertikal-Typ ist oder eine Block-Gießer zum strangweisen Herstellen einer dünnen Bramme ist.
  • Als Tauchdüse gemäß der Erfindung ist eine Mehrlochdüse besonders vorteilhaft. Im Fall einer Mehrlochdüse handelt es sich bei dem Querschnittsbereich des Düsenausgabedurchlasses um den Gesamt-Querschnittsbereich der Düsenöffnungen, die einer kurzen Seite der Form für das Stranggießen zugewandt sind (d. h., im Fall der Zweilochdüse, ist dies der Querschnittsbereich der Düsenöffnung an einer Seite, oder, im Fall einer Vierlochdüse, der Gesamt-Querschnittsbereich der Düsenöffnungen, die einer kurzen Seite der Form zugewandt sind).
  • Von den Erfindern durchgeführte Untersuchungen haben erwiesen, dass die Bildung einer feinen inneren Verfestigungsstruktur austenitischer Körnchen in dem Oberflächenschichtenbereich der gegossenen Bramme und die Reduzierung der damit einergehenden Mikrosegregation von Verunreinigungselementen wichtig für die Verbesserung der Oberflächeneigenschaften und der Warmverarbeitungsfähigkeit sind. Wie sich ferner zeigte, muss aufgrund der Tatsache, dass die Verfestigungsstruktur in den austeniteschen Körnchen dendritisch ist, für die Bildung der feinen Verfestigungsstruktur die Wärmeeintragsquantität (Qm) der durch den Ausgabedurchlass der Tauchdüse ausgestoßenen Stahlschmelze auf die Anfangs-Verfestigungsschale, die direkt unterhalb des Meniskusteils in der Form der Stranggussanlage gebildet wird, gesteuert werden.
  • Ferner hat sich erwiesen, dass die Gießgeschwindigkeit V, der Überhitzungsgrad ΔT der Stahlschmelze, die Breite W der Bramme und der Querschnittsbereich A der Ausgabedurchlasses der Tauchdüse in der Form wichtige Parameter zum Steuern der Wärmeeintragsquantität Qm sind. Als Ergebnis hat sich herausgestellt, dass gegossene Brammen hoher Qualität auch bei einer hohen Gießgeschwindigkeit erhalten werden können, indem diese vier Parameter derart gesteuert werden, dass sie eine gegebene Beziehung erfüllen.
  • Gemäß den Untersuchungen von Kumada et al. (Journal of the Japan Institute of Mechanics, 35, (1969)) und Nakado et al. (TETSU-TO-HAGANE, 67 (1981), S. 1200) wird die Wärmeeintragsquantität Qm durch die folgenden Gleichungen repräsentiert:
  • Qm = hm·ΔT
  • hm = 1,42(k/d&sub1;) x (Vn·d&sub1;·ρ/h)0,58 · (C·η/k )0,43 · (X/d&sub1;)-0,62 ..... (1),
  • wobei hm = Wärmeübertragungskoeffizient, k = Wärmeleitfähigkeit der Schale, ρ = Dichte der Stahlschmelze, η = Viskosität der Stahlschmelze, C = spezifische Wärme der Stahlschmelze, d&sub1; = Düsen-Durchmesser, Vn = Strömungsrate der Stahlschmelze an dem Ausgabedurchlass, und X = Abstand zwischen dem Ausgabedurchlass und dem Kollisionspunkt.
  • Bei einer tatsächlichen Form einer Stranggussanlage sind jedoch die meisten Parameter in der obigen Gleichung (1) unbekannt und können nicht in ihrer vorliegenden Form auf die Stranggussanlage angewandt werden. Die Erfinder haben für die Anwendung mit einer tatsächlichen Stranggussanlage Untersuchungen unter Einbeziehung der Tatsachen durchgeführt, dass das Verhältnis zwischen der Gießgeschwindigkeit V und der Strömungsrate Vn der Stahlschmelze an dem Ausgabedurchlass V ∞ Vn beträgt (V ist proportional zu Vn, wie oben), das Verhältnis zwischen der Breite W der Bramme und der Strömungsrate Vn der Stahlschmelze an dem Ausgabedurchlass W ∞ Vn beträgt, das Verhältnis zwischen der Breite W der Bramme und dem Abstand X zwischen dem Ausgabedurchlass und dem Kollisionspunkt W ∞ X beträgt, und dass die Wärmeleitfähigkeit k der Schale, die Dichte ρ der Stahlschmelze, die Viskosität η der Stahlschmelze und die spezifische Wärme C der Stahlschmelze konstant sind, und haben herausgefunden, dass die obige Gleichung (1) in Form der folgenden Gleichung (2) neugeschrieben werden kann:
  • qm =V0,58·W-0,04·ΔT·d-0,96 .....(2),
  • wobei qm = Index der Wärmeeintragsquantität, V = Gießgeschwindigkeit (m/min.), W = Brammen-Breite (mm), ΔT = Überhitzungsgrad der Stahlschmelze in der Gießwanne (ºC), und d = Quadratwurzel (mm) des Querschnittsbereichs des Düsenausgabedurchlasses (an einer Seite einer Zweilochdüse).
  • Somit können die maximale Gießgeschwindigkeit, bei der entsprechend dem Überhitzungsgrad der Stahlschmelze die Qualität der Stahlschmelze noch gewährleistet ist, die Brammen-Breite und der Querschnittsbereich des Düsenausgabedurchlasses abgeleitet werden, indem zuvor der Maximalwert des Indexes der Wärmeeintragsquantität qm bestimmt wird, bei dem noch keine Oberflächendefekte verursacht werden, und auf diese Weise können gleichzeitig eine hohe Produktivität und eine hohe Qualität erreicht werden. Ferner ist, wenn der Index der Wärmeeintragsquantität qm zu klein ist, die Fusion des Schmelzpulvers unzureichend, und somit tritt ein Anhaften ungeschmolzenen Formpulvers an der gegossenen Bramme auf, wodurch Oberflächendefekte des Stahlblechs verursacht werden. Deshalb wird der untere Grenzwert der Wärmeeintragsquantität unter diesem Aspekt definiert. Das zum Bestimmen des oberen Grenzwerts und des unteren Grenzwerts der Wärmeeintragsquantität durchgeführte Experiment wird noch beschrieben.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung und zur Veranschaulichung möglicher Anwendungsformen werden im folgenden als Beispiel die beigefügten Zeichnungen erläutert.
  • Fig. 1 zeigt ein Schaubild des Verhältnisses zwischen dem Index der Wärmeeintragsquantität und der Verhältniszahl des Auftretens von Oberflächendefekten bei einem kaltgewalzten Stahlblech;
  • Fig. 2 zeigt ein Schaubild des Verhältnisses zwischen dem Überhitzungsgrad der Stahlschmelze und dem Abstand des sekundären Dendrit-Arms;
  • Fig. 3 zeigt ein Schaubild des Verhältnisses zwischen der Gießgeschwindigkeit und dem Abstand des sekundären Dendrit-Arms;
  • Fig. 4 zeigt ein Schaubild des Verhältnisses zwischen der Brammen-Breite und dem Abstand des sekundären Dendrit-Arms;
  • Fig. 5 zeigt ein Schaubild des Verhältnisses zwischen dem Querschnittsbereich des Düsenausgabedurchlasses und dem Abstand des sekundären Dendrit-Arms;
  • Fig. 6 zeigt ein Schaubild des Verhältnisses zwischen dem Index der Wärmeeintragsquantität und dem Abstand des sekundären Dendrit-Arms; und
  • Fig. 7 zeigt ein Schaubild des Verhältnisses zwischen dem Index der Wärmeeintragsquantität und der Verhältniszahl des Auftretens von Oberflächendefekten bei kaltgewalztem Stahl bei der Strangußoperation unter Verwendung eines Doppelgurt-Gießers.
  • Das Gießen von Stahl mit 18 Gew.-% Cr und 8 Gew.-% Ni (SUS 304), der die in Tabelle 1 gezeigte chemische Zusammensetzung aufwies, wurde unter verschiedenen - in Fig. 2 aufgeführten - Bedingungen hinsichtlich der Tauchdüse (Zweilochdüse), der Gießgeschwindigkeit, des Überhitzungsgrads der Stahlschmelze und der Brammen-Breite durchgeführt. Ferner betrug die Dicke der Bramme 200 mm. Zum Bestimmen des Grads der feinen Verfestigungsstruktur des Oberflächenschichtbereiches der durch diesen Stranggussvorgang erhaltenen Bramme wurde die Verfestigungsstruktur in einer Tiefe von 4 mm von der Brammen-Oberfläche untersucht, um die Bildung der Feinstruktur anhand der großen und kleinen Bemessungen des Abstands des sekundären Dendrit-Arms auszuwerten. Anschließend wurde die gegossene Bramme einem Warmwalz-, einem Kaltwalz- und einem Beizvorgang ausgesetzt, um als Produkt ein Stahlblech mit einer Dicke von 1,4 mm zu erhalten, an dem zur Beurteilung der Oberflächenqualität einer Sichtprüfung vorgenommen wurde. Bei dieser Sichtprüfung wurden die Oberflächendefekte des Stahlblechs untersucht, um das Verhältnis des Auftretens von Defekten zu bestimmen. Das Verhältnis des Auftretens von Defekten war definiert als Index des Auftretens von Defekten, ausgedrückt als (Länge des aufgrund von Defekten zurückgewiesenen Abschnitts)/(volle Länge des Stahlblechs) · 100. Tabelle 1 Tabelle 2
  • Die Testergebnisse für den Abstand des sekundären Dendrit-Arms der im Strangguss hergestellten Bramme sind in Fig. 2-5 graphisch wiedergegeben als Funktion des Überhitzungsgrads ΔT der Stahlschmelze, der Gießgeschwindigkeit V, der Brammen-Breite W und des Querschnittsbereichs A des Düsenausgabedurchlasses (Querschnittsbereich pro Loch bei einer Zweilochdüse). Gemäß Fig. 2-5 tendiert der Abstand des sekundären Dendrit-Arms dazu, sich bei einem Ansteigen des Überhitzungsgrads ΔT, der Gießgeschwindigkeit V und der Brammen-Breite W und bei einem Abnehmen des Querschnittsbereichs A des Düsenausgabedurchlasses zu vergrößern. Wie man anhand des Verhältnisses zwischen der Gießgeschwindigkeit V und dem Abstand des sekundären Dendrit-Arms erkennt (Fig. 3), ist die Streuung besonders groß, da die Brammen-Breite, der Überhitzungsgrad der Stahlschmelze und der Durchmesser des Ausgabedurchlasses der Tauchdüse differieren. Somit können diese Parameter nicht als Indikatoren für die feine Ausbildung austenitischer Körnchen und somit als Indikatoren für die Oberflächenqualität verwendet werden.
  • Der sich aus der obigen Gleichung (2) ergebende Index der Wärmeeintragsqualität qm wurde für jeden Gieß-Zustand berechnet, und das Verhältnis zwischen dem Index der Wärmeeintragsqualität qm und dem Abstand des sekundären Dendrit-Arms ist in Fig. 6 graphisch dargestellt. Diese Figur zeigt, dass der Index der Wärmeeintragsqualität qm einer starken Wechselbeziehung mit dem Abstand des sekundären Dendrit-Arms 2-4 mm unter der Brammen- Oberfläche unterliegt, was im wesentlichen der Tiefe eines Oberflächendefekts eines gerollten Blechprodukts entspricht. Ferner ist in Fig. 1 das Verhältnis zwischen dem Index der Wärmeeintragsqualität qm und dem auftretenden Verhältnis von Oberflächendefekten gezeigt. Aus Fig. 1 wird auch zudem deutlich, dass der Index der Wärmeeintragsqualität qm einer starken Wechselbeziehung mit dem Verhältnis des Auftretens von Oberflächendefekten unterliegt und dass man Stahlbleche mit guter Qualität erhält, wenn der Index der Wärmeeintragsqualität qm nicht über 0,85 liegt. Dies bedeutet, dass, wenn der Index der Wärmeeintragsqualität qm weniger als 0,85 beträgt, der Abstand des sekundären Dendrit-Arms an einer Position von 4 mm unter der Oberfläche nicht mehr als ungefähr 30 um beträgt, wie Fig. 6 zeigt. Ferner beträgt, wenn der Index der Wärmeeintragsqualität qm nicht größer als 0,6 ist, der Abstand des sekundären Dendrit-Arms nicht mehr als 25 um, wodurch das Auftreten von Oberflächendefekten sogar noch weiter reduziert wird.
  • Falls hingegen die Wärmeeintragsqualität qm in der Umgebung des Meniskus zu klein ist und somit der Index der Wärmeeintragsqualität qm weniger als 0,30 beträgt, wird aufgrund der bereits erwähnten Infusion des Pulvers ein Anhaften des Form-Pulver verursacht, so dass gemäß Fig. 1 Defekte in dem Stahlblech verursacht werden. Somit ist es erforderlich, dass der durch die Gleichung (2) definierte Index der Wärmeeintragsqualität qm aus Gründen des gewünschten Qualität nicht weniger als 0,30 beträgt.
  • Bei dem Gießverfahren gemäß der Erfindung kann, selbst wenn das Hochgeschwindigkeits-Gießen mit einer Gießgeschwindigkeit von mindestens 1,2 m/min. und vorzugsweise mindestens 3,0 m/min. durchgeführt wird, das Auftreten von Oberflächendefekten verhindert werden, indem der Durchmesser des Düsenausgabedurchlasses und der Überhitzungsgrad der Stahlschmelze optimiert werden. Wenn bei dem herkömmlichen Verfahren ein Hochgeschwindigkeits-Gießen mit einer Gießgeschwindigkeit von mindestens 1,2 m/min. durchgeführt werden sollte, stieg der Index der Wärmeeintragsqualität qm häufig auf über 0,85 an, so dass Oberflächendefekte entstanden. Deshalb konnte die Gießgeschwindigkeit nicht vergrößert werden und betrug höchstens ungefähr 1,2 m/min.
  • Die gemäß der Erfindung verwendete Stranggussmaschine weist nicht nur Universal-Brammenstranggussvorrichtungen, sondern auch Doppelgurt-Gießer des Vertikal-Typs oder Block-Gießer zum Gießen einer dünnen Bramme mit einer Dicke von 20-100 mm auf. Wie z. B. in KAWASAKI STEEL GIHO, Vol. 21, No. 3 (1989), S. 175-181 beschrieben ist, weist der Doppelgurt-Gießer des Vertikal-Typs ein Paar Endlosriemen, die entsprechend der Dicke der zu gießenden dünnen Bramme voneinander beabstandet sind, und einen Gießraum auf, der durch ein Paar kurzer Form-Seiten begrenzt ist, die an beiden Seitenenden des Riemens angeordnet sind und eine aufwärts verlängerte, abwärts kontrahierte Form haben (aufwärtsverlaufende Gussform). Die Stahlschmelze wird durch die Tauchdüse in die aufwärtsverlaufende Form gegossen, und dann wird durch Kühl-Platten, die an der Rückseite des Endlosriemens angeordnet sind, Wärme aus der Stahlschmelze abgezogen, um eine dünne Bramme zu gießen.
  • Wenn eine Bramme vorgegebener Größe im Strangguss hergestellt wird, indem eine Schmelze austenitischen Edelstahls durch die Tauchdüse in die Form eines Doppelgurt-Gießers des Vertikal-Typs oder eines Block-Gießers gegossen und dann verfestigt wird, kann der Hochgeschwindigkeits-Stranggussvorgang derart ausgeführt werden, dass die folgende Gleichung erfüllt ist:
  • 0,50 ≤ V0,58·W-0,04·ΔT·d-0,96 ≤ 1,40
  • Das Stranggießen austenitischen Edelstahls wurde durchgeführt unter kontinuierlicher Veränderung der Bedingungen des Überhitzungsgrads ΔT der Stahlschmelze, der Gießgeschwindigkeit V, der Brammen-Breite W und des Querschnittsbereichs A des Düsenausgabedurchlasses (Querschnittsbereich pro Loch bei einer Zweilochdüse) in der aufwärtsverlaufenden Form eines Doppelgurt-Gießers des Vertikal-Typs, um die Ergebnisse gemäß Fig. 7 zu erhalten, aus der ersichtlich ist, dass, wenn diese Parameter die Bedingung 0,50 ≤ V0,58·W-0,04·ΔT·d-0,96 ≤ 1,40 erfüllen, die Oberflächendefekte reduziert werden und eine Bramme mit guter Qualität hergestellt wird. Bei einem derartigen Stranggussvorgang unter Verwendung der aufwärtsverlaufenden Form des Doppelgurt-Gießers des Vertikal-Typs können im Vergleich zum Stranggießen mittels der Universal-Stranggussanlage gute Oberflächeneigenschaften auch bei einer höheren Gießgeschwindigkeit erzielt werden. Als Grund dafür wird angenommen, dass bei Verwendung eines Doppelgurt-Gießers des Vertikal- Typs die Dicke der Bramme relativ klein ist und die Stahlschmelze schnell gekühlt wird, so dass selbst bei höherer Gießgeschwindigkeit kaum Oberflächendefekte auftreten. Ferner werden, wenn der Wert: von V0,58·W-0,04·ΔT·d-0,95 kleiner als 0,50 ist, einhergehend mit einer Abnahme der Temperatur der Stahlschmelze Probleme wie z. B. eine Entstehung falscher Wände, ein mattes Erscheinungsbild der Oberfläche und dgl. verursacht, so dass bei einer Stranggussanlage zur Herstellung einer dünnen Bramme der untere Grenzwert von V0,58·W-0,04·ΔT·d-0,96 gleich 0,50 ist.
  • Somit kann mit einem Doppelgurt-Gießer des Vertikal-Typs oder einem Block- Gießer ein Hochgeschwindigkeits-Gießvorgang mit einer Gießgeschwindigkeit V von mindestens 3,0 m/min. durchgeführt werden.
  • Die folgenden Beispiele dienen der Veranschaulichung der Erfindung. Beispiel 1
  • Zur Durchführung eines Stranggussvorgangs wurde eine Stahlschmelze, die 0,04 Gew.-% C, 0,52 Gew.-% Si, 0,90 Gew.-% Mn, 0,02 Gew.-% P, 0,003 Gew-% S. 9,2 Gew.-% Ni, 18,3 Gew.-% Cr und 0,028 Gew.-% N und im übrigen Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen aufwies, aus einer Gießwanne durch eine Tauchdüse in eine Stranggussform gegossen und in der Form verfestigt, und die resultierende Bramme wurde kontinuierlich aus der Form herausgezogen. Während des Stranggießens betrug der Überhitzungsgrad ΔT der Stahlschmelze in der Gießwanne 48ºC; der Querschnittsbereich des Ausgabedurchlasses der Tauchdüse (Düse vom Zweiloch-Typ, Ausgabewinkel: 5º aufwärts) betrug 4200 mm² pro Loch; die Brammen-Breite betrug 1040 mm; die Brammen-Dicke betrug 200 mm; und die Gießgeschwindigkeit betrug 1,0 m/min. Bei Inspektion der verfestigten Struktur der resultierenden Bramme in einer Tiefe von 4 mm von der Brammen-Oberfläche betrug der Abstand des sekundären Dendrit-Arms 23 um. Anschließend wurde die Bramme in üblicher Weise einem Warmwalz-, Kaltwalz- und Beizvorgang unterzogen, um ein Stahlblech mit einer Dicke von 1,4 mm zu erhalten. Eine Sichtprüfung des Produkts zeigte eine gute Qualität (qm = 0,66) ohne Oberflächendefekte (Verhältnis des Auftretens von Defekten: 0,07).
  • Vergleichs-Beispiel 1
  • Durch das Stranggussverfahren wurde eine Bramme aus einer Stahlschmelze mit der gleichen chemischen Zusammensetzung wie in Beispiel 1 gebildet. In diesem Fall betrug der Überhitzungsgrad ΔT der Stahlschmelze in der Gießwanne 28ºC; der Querschnittsbereich des Ausgabedurchlasses der Tauchdüse (Düse vom Zweiloch-Typ, Ausgabewinkel: 5º aufwärts) betrug 4200 mm² pro Loch; die Brammen-Breite W betrug 1020 mm; die Brammen-Dicke betrug 200 mm; und die Gießgeschwindigkeit betrug 0,6 m/min. Bei Inspektion der verfestigten Struktur der Bramme in einer Tiefe von 4 mm von der Brammen- Oberfläche betrug der Abstand des sekundären Dendrit-Arms der resultierenden Bramme 20 um, Anschließend wurde die Bramme in üblicher Weise einem Warmwalz-, Kaltwalz- und Beizvorgang unterzogen, um ein Stahlblech mit einer Dicke von 1,4 mm zu erhalten. Eine Sichtprüfung des Produkts zeigte das Vorhandensein von Defekten aufgrund der Infusion von Form-Pulver, und das dadurch verursachte Verhältnis des Auftretens von Defekten betrug 0,45 (qm = 0,28).
  • Vergleichs-Beispiel 2
  • Durch das Stranggussverfahren wurde eine Bramme aus einer Stahlschmelze mit der gleichen chemischen Zusammensetzung wie in Beispiel 1 gebildet. In diesem Fall betrug der Überhitzungsgrad ΔT der Stahlschmelze in der Gießwanne 46ºC; der Querschnittsbereich des Ausgabedurchlasses der Tauchdüse (Düse vom Zweiloch-Typ, Ausgabewinkel: 5º aufwärts) betrug 3000 mm² pro Loch; die Brammen-Breite W betrug 1060 mm; die Brammen-Dicke betrug 200 mm; und die Gießgeschwindigkeit betrug 1,5 m/min. Bei Inspektion der verfestigten Struktur der Bramme in einer Tiefe von 4 mm von der Brammen- Oberfläche betrug der Abstand des sekundären Dendrit-Arms der resultierenden Bramme 30 um. Anschließend wurde die Bramme in üblicher Weise einem Warmwalz-, Kaltwalz- und Beinvorgang unterzogen, um ein Stahlblech mit einer Dicke von 1,4 mm zu erhalten. Eine Sichtprüfung des Produkts zeigte, dass die Struktur grob war, und das Verhältnis des Auftretens von Defekten betrug 0,6 (qm = 0,94).
  • Beispiel 2
  • Zur Durchführung eines Stranggussvorgangs wurde eine Stahlschmelze, die 0,06 Gew.-%10 C, 0,70 Gew.-% Si, 1,5 Gew.-% Mn, 0,04 Gew.-% P, 0,008 Gew-% S, 10,2 Gew.-%10 Ni, 19,0 Gew.-% Cr und 0,045 Gew.-% N und im übrigen Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen aufwies, aus einer Gießwanne durch eine Tauchdüse in eine Stranggussform gegossen und in der Form verfestigt, und die resultierende Bramme wurde kontinuierlich aus der Form herausgezogen. Während des Stranggießens betrug der Überhitzungsgrad ΔT der Stahlschmelze in der Gießwanne 46ºC; der Querschnittsbereich des Ausgabedurchlasses der Tauchdüse (Düse vom Zweiloch-Typ, Ausgabewinkel: 5º aufwärts) betrug 4200 mm² pro Loch; die Brammen-Breite betrug 1260 mm; die Brammen-Dicke betrug 200 mm; und die Gießgeschwindigkeit betrug 1,5 m/min. Bei Inspektion der verfestigten Struktur der resultierenden Bramme in einer Tiefe von 4 mm von der Brammen-Oberfläche betrug der Abstand des sekundären Dendrit-Arms 26 um. Anschließend wurde die Bramme in üblicher Weise einem Warmwalz-, Kaltwalz- und Beizvorgang unterzogen, um ein Stahlblech mit einer Dicke von 1,4 mm zu erhalten. Eine Sichtprüfung des Produkts zeigte eine gute Qualität (qm = 0,80) ohne Oberflächendefekte (Verhältnis des Auftretens von Defekten: 0,08).
  • Beispiel 3
  • Zur Durchführung eines Stranggussvorgangs wurde eine Stahlschmelze, die die gleiche Zusammensetzung wie in Beispiel 2 aufwies, aus einer Gießwanne durch eine Tauchdüse in eine Stranggussform gegossen und in der Form verfestigt, und die resultierende Bramme wurde kontinuierlich aus der Form herausgezogen. Während des Stranggießens betrug der Überhitzungsgrad ΔT der Stahlschmelze in der Gießwanne 48ºC; der Querschnittsbereich des Ausgabedurchlasses der Tauchdüse (Düse vom Zweiloch-Typ, Ausgabewinkel: 5º aufwärts) betrug 4200 mm² pro Loch; die Brammen-Breite betrug 1260 mm; die Brammen-Dicke betrug 200 mm; und die Gießgeschwindigkeit betrug 1,5 m/min. Bei Inspektion der verfestigten Struktur der resultierenden Bramme in einer Tiefe von 4 mm von der Brammen-Oberfläche betrug der Abstand des sekundären Dendrit-Arms 27 um. Anschließend wurde die Bramme in üblicher Weise einem Warmwalz-, Kaltwalz- und Beizvorgang unterzogen, um ein Stahlblech mit einer Dicke von 1,4 mm zu erhalten. Eine Sichtprüfung des Produkts zeigte eine gute Qualität (qm = 0,83) ohne Oberflächendefekte (Verhältnis des Auftretens von Defekten: 0,07).
  • Beispiel 4
  • Zur Durchführung eines Stranggussvorgangs wurde eine Stahlschmelze, die 0,06 Gew.-% C, 0,70 Gew.-% Si, 1,5 Gew.-% Mn, 0,04 Gew.-% P, 0,008 Gew-% S, 10,0 Gew.-% Ni, 19,0 Gew.-% Cr und 0,045 Gew.-% N und im übrigen Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen aufwies, aus einer Gießwanne durch eine Tauchdüse in eine Stranggussform gegossen und in der Form verfestigt, und die resultierende Bramme wurde kontinuierlich aus der Form herausgezogen. Während des Stranggießens betrug der Überhitzungsgrad ΔT der Stahlschmelze in der Gießwanne 45ºC; der Querschnittsbereich des Ausgabedurchlasses der Tauchdüse (Düse vom Zweiloch-Typ, Ausgabewinkel: 45º abwärts) betrug 2000 mm² pro Loch; die Brammen-Breite betrug 1040 mm; die Brammen-Dicke betrug 200 mm; und die Gießgeschwindigkeit betrug 1,6 m/min. Bei Inspektion der verfestigten Struktur der resultierenden Bramme in einer Tiefe von 4 mm von der Brammen-Oberfläclhe betrug der Abstand des sekundären Dendrit-Arms 26 um. Anschließend wurde die Bramme in üblicher Weise einem Warmwalz-, Kaltwalz- und Beizvorgang unterzogen, um ein Stahlblech mit einer Dicke von 1,4 mm zu erhalten. Eine Sichtprüfung des Produkts zeigte eine gute Qualität (qm = 1,04) ohne Oberflächendefekte (Verhältnis des Auftretens von Defekten: 0,09).
  • Vergleichs-Beispiel 3
  • Ein Stranggussverfahren wurde durchgeführt, indem eine Stahlschmelze mit der gleichen chemischen Zusammensetzung wie in Beispiel 2 aus einer Gießwanne durch eine Tauchdüse in eine Stranggussform gegossen wurde und in der Form verfestigt wurde, und die resultierende Bramme wurde kontinuierlich aus der Form herausgezogen wurde. Während des Stranggießens betrug der Überhitzungsgrad ΔT der Stahlschmelze in der Gießwanne 51ºC; der Querschnittsbereich des Ausgabedurchlasses der Tauchdüse (Düse vom Zweiloch- Typ, Ausgabewinkel: 10º abwärts) betrug 2500 mm² pro Loch; die Brammen- Breite W betrug 1260 mm; die Brammen-Dicke betrug 200 mm; und die Gießgeschwindigkeit betrug. 1,6 m/min. Bei Inspektion der verfestigten Struktur der resultierenden Bramme in einer Tiefe von 4 mm von der Brammen-Oberfläche betrug der Abstand des sekundären Dendrit-Arms 35 um. Anschließend wurde die Bramme in üblicher Weise einem Warmwalz-, Kaltwalz- und Beizvorgang unterzogen, um ein Stahlblech mit einer Dicke von 1,4 mm zu erhalten. Eine Sichtprüfung des Produkts zeigte, dass die Struktur grob war. Das Verhältnis des Auftretens von Defekten betrug 0,71 (qm = 1,25).
  • Beispiel 5
  • Zur Durchführung eines Stranggussvorgangs wurde eine Stahlschmelze, die 0,05 Gew.-% C, 0,40 Gew.-% Si, 1,05 Gew.-% Mn, 0,025 Gew.-% P, 0,005 Gew-% S, 8,9 Gew.-% Ni, 18,0 Gew.-% Cr und 0,031 Gew.-% N und im übrigen Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen aufwies, aus einer Gießwanne durch eine Tauchdüse in eine aufwärts verlaufende Form eines Doppelgurt- Gießers des Vertikal-Typs gegossen und in der Form verfestigt, und die resultierende dünne Bramme wurde kontinuierlich aus der Form herausgezogen. Während des Stranggießens betrug der Überhitzungsgrad ΔT der Stahlschmelze in der Gießwanne 39ºC; der Querschnittsbereich des Ausgabedurchlasses der Tauchdüse (Düse vom Zweiloch-Typ, Ausgabewinkel: 60º abwärts) betrug 4000 mm² pro Loch; die Brammen-Breite betrug 1700 mm; die Brammen- Dicke betrug 30 mm; und die Gießgeschwindigkeit: betrug 5,0 m/min. Bei Inspektion der verfestigten Struktur der resultierenden Bramme in einer Tiefe von 0,5-1,0 mm von der Brammen-Oberfläche betrug der Abstand des sekundären Dendrit-Arms 23 um. Anschließend wurde die Bramme in üblicher Weise einem Warmwalz-, Kaltwalz- und Beizvorgang unterzogen, um ein Stahlblech mit einer Dicke von 1,4 mm zu erhalten. Eine Sichtprüfung des Produkts zeigte eine gute Qualität (qm = 1,37) ohne Oberflächendefekte (Verhältnis des Auftretens von Defekten: 0,09).
  • Vergleichs-Beispiel 4
  • Durch das herkömmliche Stranggussverfahren wurde eine dünne Bramme aus einer Stahlschmelze mit der gleichen chemischen Zusammensetzung wie in Beispiel 5 gebildet. In diesem Fall betrug der Überhitzungsgrad ΔT der Stahlschmelze in der Gießwanne 40ºC; der Querschnittsbereich des Ausgabedurchlasses der Tauchdüse (Düse vom Zweiloch-Typ, Ausgabewinkel: 60º abwärts) betrug 3500 mm² pro Loch; die Brammen-Breite W betrug 1700 mm; die Brammen-Dicke betrug 30 mm; und die Gießgeschwindigkeit betrug 6,0 m/min. Bei Inspektion der verfestigten Struktur der resultierenden Bramme in einer Tiefe von 0,5-1,0 mm von der Brammen-Oberfläche betrug der Abstand des sekundären Dendrit-Arms 35 um. Anschließend wurde die Bramme in üblicher Weise einem Warmwalz-, Kaltwalz- und Beizvorgang unterzogen, um ein Stahlblech mit einer Dicke von 1,4 mm zu erhalten. Eine Sichtprüfung des Produkts zeigte eine grobe Struktur und ein Verhältnis des Auftretens von Defekten von 1,30 (qm = 1,67).
  • Beim Stranggießen austenitischen Edelstahls durch das Stranggießverfahren gemäß der Erfindung kann der Gießvorgang entsprechend einem gegebenen Überhitzungsgrad der Stahlschmelze mit einer höheren Gießgeschwindigkeit und durchgeführt werden und dennoch eine hohe Qualität gewährleistet werden, so dass gleichzeitig eine hohe Qualität und eine hohe Produktivität erreicht werden können.

Claims (2)

1. Verfahren zum Stranggießen austenitischen Edelstahls durch Gießen einer Schmelze austenitischen Edelstahls aus einer Gießwanne durch eine Tauchdüse in eine Stranggussform einer Brammenstranggussanlage, Verfestigen des Edelstahls in der Form, und kontinuierliches Herausziehen der resultierenden Bramme vorgegebener Größe aus der Form, dadurch gekennzeichnet, dass das Stranggießen mit einer Gießgeschwindigkeit von mindestens 1,2 m/min. sowie derart durchgeführt wird, dass die Gießgeschwindigkeit, der Überhitzungsgrad der Stahlschmelze in der Gießwanne, die Querschnittsfläche des Ausgabedurchlasses der Tauchdüse und die Brammen-Breite die folgende Beziehung erfüllen:
0,30 ≤ V0,58·W-0,04·ΔT·C-0,96 ≤ 1,40,
wobei V = Gießgeschwindigkeit (m/min.),
W = Brammen-Breite (mm),
ΔT = Überhitzungsgrad (ºC) der Stahlschmelze in der Gießwanne und
d = Quadratwurzel der Querschnittsfläche des einer Seite der Form zugewandten Tauchdüsen-Ausgabedurchlasses (mm),
vorausgesetzt, dass die Beziehung, falls die Bramme eine dicke Bramme ist, einen Wert von ≥ 0,30 bis ≤ 0,85 hat und, falls die Bramme eine mittels eines Doppelgurt-Gießers des Vertikal-Typs oder eines Block-Gießers hergestellte dünne Bramme ist, einen Wert von ≥ 0,50 bis ≤ 1,40 hat.
2. Verfahren zum Stranggießen austenitischen Edelstahls nach Anspruch 1, bei dem, falls die Bramme eine mittels eines Doppelgurt-Gießers oder eines Block-Gießers des Vertikal-Typs hergestellte dünne Bramme ist, die Beziehung einen Wert von ≥ 0,50 bis ≤ 1, 40 hat und die Gießgeschwindigkeit V mindestens 3,0 m/min. beträgt.
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