DE3909067A1 - Trommelbremse fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
Trommelbremse fuer kraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Trommelbremse für Kraftfahr
zeuge, umfassend einen am Achsschenkel befestigten Bremsen
träger, eine mit dem Bremsenträger verschraubte Spreizkeil
vorrichtung und einen mit der Spreizkeilvorrichtung zusammen
wirkenden Membranzylinder, der ein zu seiner Befestigung
dienendes Führungsrohr aufweist.
Trommelbremsen dieser Gattung sind in der DE-OS 25 50 855,
der DE-PS 29 13 127 und in der DE-OS 31 31 423 beschrieben. Bei
diesen bekannten Trommelbremsen weist die Spreizkeilvorrichtung
einen Gehäusehals auf, von dem ein Teil den Einpaßbund bildet.
Der von der Spreizkeilvorrichtung abliegende Endbereich des
Gehäusehalses ist mit einem Innengewinde versehen, in welches
das Führungsrohr des Membranzylinders eingeschraubt wird.
Dieser aus dem Stand der Technik bekannte Zusammenbau der Bau
gruppen - Bremsenträger, Spreizkeilgehäuse, Membranzylinder -
bringt allerdings einen erheblichen Herstellungs- und Ferti
gungsaufwand mit sich, der sich als nachteilig herausgestellt
hat.
Entsprechend dem Wunsch der Kunden und der sich daraus
ergebenden Einbaulage der Bremse im Fahrzeug weisen die jewei
ligen Bremsenträger unterschiedliche Lochkreisdurchmesser,
Lochbilder und Einpaßmaße auf. Dem Wunsch des Kunden muß daher
bereits bei der Herstellung des gegossenen Bremsenträgers und
bei der Endbearbeitung desselben Rechnung getragen werden, wes
halb die Bremsenträger in den mannigfaltigsten Ausführungen
hergestellt werden müssen.
Weiterhin verwenden die Hersteller von Kraftfahrzeugen
Membranzylinder unterschiedlicher Hersteller, wodurch sich ver
schiedene Dimensionen der Gewindeanschlüsse für das Einschrau
ben des Membranzylinders bzw. dessen Führungsrohres in das
Gehäuse der Spreizkeilvorrichtung ergeben. Somit muß - entweder
je nach Ausführung des Bremsenträgers bzw. entsprechend dem
Gewindeanschluß für den Membranzylinder - das Gußgehäuse der
Spreizkeilvorrichtung in einer Vielzahl von Gehäuseformen her
gestellt und bearbeitet werden.
Die Vielzahl der Gehäuseformen resultiert neben den ge
nannten Gründen auch noch aus der Einbaulage des Gehäuses der
Spreizkeilvorrichtung auf dem Bremsenträger unter Berücksichti
gung des Anstellwinkels α, dem Winkel, den die Achse des
Membranzylinders mit der Bremsenachse bildet, der vom vorhan
denen Einbauraum der Bremse am Fahrzeugachsschenkel abhängig
ist.
Dabei sind folgende Möglichkeiten, den Anstellwinkel zu
beeinflussen, realisierbar: Gerader Bremsenträger mit einem
Spreizkeilgehäuse mit angewinkelten Gehäusehals abgewinkelter
Bremsenträger im Aufnahmebereich des Spreizkeilgehäuses mit
geradem Spreizkeilgehäuse oder beide Baugruppen mit einem
Anstellwinkel.
Der Anstellwinkel α und die Bauausführung des Bremsen
trägers mit dem darauf befestigten Spreizkeilgehäuse bestimmen
auch das Einbaumaß der Bremse in der Einbaulage am Fahrzeug.
Dieses Einbaumaß reicht von der Anlagefläche des Bremsenträgers
am Achsschenkel bis zur Mittelachse der Druckstücke der Spreiz
keilvorrichtung, die an den Bremsbackenstegen angreifen.
In der Praxis führt ein großes Einbaumaß einerseits zu
einem erhöhten Platzbedarf der Bremse, und es führt anderer
seits bei auftretenden großen Bremsmomenten zu einer erhöhten
Verspannung innerhalb der Bremse.
Zur Überwindung dieses Nachteils ist es auch bekannt
(DE-PS 30 01 476) den Bremsenträger und das Spreizkeilgehäuse
als einstückiges Gußteil auszubilden. Diese Lösung ist aber
auch nicht voll befriedigend, da dieses einstückige Gußteil
ziemlich kompliziert ist, was die Herstellung und Bearbeitung
sehr erschwert. Außerdem kann die einstückige Gußausführung von
der Gußqualität nicht so gewählt werden, daß sie einerseits
eine induktive Härtung am Bremsbackenabstützwinkel (bei
Simplexbremsen) zuläßt, aber andererseits solche Gleiteigen
schaften aufweist, wie sie für die Kolbenbohrungen im Bereich
des Spreizkeilgehäuses gefordert werden. Darum sind in diesem
Fall aufwendige Nachbearbeitungen erforderlich. Weiterhin
erweisen sich bei der einstückigen Ausführung spätere Repara
turarbeiten als umständlich und aufwendig, da z. B. bei einer
Reparatur an der Spreizkeilvorrichtung die gesamte Bremse aus
gebaut werden muß oder bei Schäden an einem Teil derselben der
gesamte Bremsenträger zusammen mit der Spreizkeilvorrichtung
auszutauschen ist. Dies hat sich als unwirtschaftlich herausge
stellt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungs
gemäße Trommelbremse dahingehend weiterzubilden, daß die Nach
teile nach dem Stand der Technik überwunden werden, nämlich
eine Sortimentsbereinigung bei den unterschiedlichen Spreiz
keilgehäuseformen erreicht wird und alle an den jeweiligen
Bremsentyp gestellten Anforderungen erfüllt werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das
Führungsrohr des Membranzylinders durch eine Schraubverbindung
am Bremsenträger befestigt ist und daß die in dem Bremsenträger
ausgebildete Durchgangsöffnung zur Achse des Membranzylinders
koaxial ist.
Durch diese konstruktiven Maßnahmen können die mannigfal
tigen Spreizkeilgehäuseformen entfallen, so daß mit einer ein
heitlichen Gehäuseform jeder Bremsenträger bei der Neufertigung
und im Reparaturfall bestückt werden kann.
Gemäß der Erfindung kann das Führungsrohr des Membran
zylinders unmittelbar oder mittelbar mit dem Bremsenträger
verbunden sein.
Die unmittelbare Verbindung ist in der Weise verwirklicht,
daß die Durchgangsöffnung des Bremsenträgers in ihrem der
Spreizkeilvorrichtung gegenüberliegenden Endbereich eine
Gewindeausdrehung aufweist und daß das Führungsrohr des
Membranzylinders mit einem entsprechenden Außengewinde versehen
ist.
Bei der mittelbaren Verbindung ist vorgesehen, daß das
Führungsrohr des Membranzylinders in eine Durchgangsöffnung
eines Flansches eingepaßt ist, der mit dem Bremsenträger ver
schraubt ist, wobei die Durchgangsöffnungen des Bremsenträgers
und des Flansches koaxial sind.
Bei dieser mittelbaren Befestigung des Führungsrohres am
Bremsenträger ist es zweckmäßig, daß sich zumindest einige der
zur Befestigung des Flansches dienenden Schraubenbolzen durch
entsprechende Durchgangsöffnungen des Bremsenträgers erstrecken
und in Gewindebohrungen der Spreizkeilvorrichtung eingeschraubt
sind.
Zwei besonders vorteilhafte Ausführungsformen der
Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
nachfolgend näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht auf eine Simplex-Trommelbremse
für Kraftfahrzeuge mit abgenommener Bremstrommel,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Bremstrommel nach der
Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt ähnlich wie Fig. 2 durch eine abge
wandelte Ausführungsform, und
Fig. 5 eine Aufsicht auf den bei der Ausführungsform nach
Fig. 4 verwendeten Flansch.
Der in den Fig. 1 und 2 gezeigte Bremsenträger 1 weist in
Achsmitte eine Einpaßöffnung 2 und einen Lochkreisdurchmesser 3
mit einem darauf angeordneten Lochbild 4 auf. Diese Einrich
tungen dienen zur Befestigung des Bremsenträgers 1 auf einem
(nicht dargestellten) Achsschenkel.
In dem Bremsenträger 1 befinden sich gegenüberliegend ein
erster Bereich 5, der auf der Innenseite der Bremse zur Auf
nahme einer Spreizkeilvorrichtung 6 und auf der Außenseite zur
Aufnahme eines Führungsrohres 7 des Membranzylinders 8 dient
und ein zweiter Bereich 9, der als Abstützwinkel 10 für die
Bremsbacken 11, 12 dient. Ferner weist der Bremsenträger 1 an
seinem Außenumfang Einrichtungen 13, 14 zur Halterung und
Führung der Bremsbacken 11, 12 auf.
Der Bereich 5 des Bremsenträgers 1 weist mehrere Durch
gangsöffnungen 15 auf, die mit Gewindebohrungen 16 der Spreiz
keilvorrichtung 6 deckungsgleich sind. Zur Befestigung der
Spreizkeilvorrichtung 6 mittels Schraubenbolzen 17 ist der
Bremsenträger 1 im Bereich 5 mit einer weiteren Durchgangs
öffnung 18 mit einer Absenkung 19 versehen, in die ein Ein
paßbund 20 der Spreizkeilvorrichtung 6 eingreift und dieselbe
zentriert. Zwischen einer Schulter 21 der Absenkung 19 des
Bremsenträgers 1 und der Stirnseite 22 des Einpaßbundes 20 der
Spreizkeilvorrichtung 6 ist ein Dichtungsring 23 angeordnet.
Die Durchgangsöffnung 18 des Bremsenträgers 1 ist in einem
Abschnitt an der Außenseite der Bremse in Form einer Gewinde
ausdrehung 24 erweitert. In diese Gewindeausdrehung 24 wird das
Führungsrohr 7 des Membranzylinders 8 eingeschraubt.
Um den benötigten Anstellwinkel α zu erhalten, sind die
Durchgangsöffnung 18 sowie sämtliche für die Anbringung des
Membranzylinders 8 und der Spreizkeilvorrichtung 6 erwähnten
Einrichtungen in einem geraden Bremsenträger 1 gegenüber der
Bremsenachse geneigt. Eine weitere Möglichkeit, den Anstell
winkel α zu beeinflussen, ist ein angewinkelter Bereich
gegenüber der Ebene des Bremsenträgers 1 oder eine Kombination
der beiden Varianten. In jeder dieser Ausführungsvarianten
die in dem Bremsenträger 1 ausgebildete Durchgangsöffnung 18
zur Achse des Membranzylinders 8 koaxial.
In Fig. 4 ist eine weitere sehr einfache Möglichkeit ge
zeigt, den Membranzylinder 8 im Bereich 5 des Bremsenträgers 1
an dessen Außenseite zu befestigen. Durch die in Fig. 4 ge
wählte Schnittdarstellung ist die zu Fig. 2 analoge Einbau- und
Zentriermöglichkeit der Spreizkeilvorrichtung 6 über den Ein
paßbund 20 und die Absenkung 19 im Bremsenträger 1 nicht
bar.
Abweichend von der vorstehend beschriebenen Ausführungs
form ist bei der in Fig. 4 und 5 gezeigten Ausführungsform
keine Gewindeverbindung zwischen dem Führungsrohr 7 des
Membranzylinders 8 und dem Bremsenträger 1 vorgesehen. An das
Ende des Führungsrohres 7 wird mittels eines Fügeverfahrens ein
Flansch 25 angebracht. Dieser Flansch 25 weist zentrisch eine
Durchgangsöffnung 26 auf, die axial mit der Durchgangsöffnung
18 des Bremsenträgers 1 sowie mit der Öffnung im Einpaßbund 20
der Spreizkeilvorrichtung 6 fluchtet. Weitere Öffnungen 27 des
Flansches 25 dienen zu seiner Befestigung im Bereich 5 des
Bremsenträgers 1. Der Bremsenträger 1 weist analog zur ersten
Ausführungsform vier Durchgangsöffnungen 15 sowie weiterhin
zwei Gewindebohrungen 28 auf, wobei die beiden nahe am Außen
umfang des Bremsenträgers 1 an einem Absatz 29 angeordneten
Durchgangsöffnungen 15 kürzer sind als die beiden anderen
Durchgangsöffnungen 15.
Der Zusammenbau erfolgt in diesem Fall derart, daß die
Spreizkeilvorrichtung 6 durch zwei Schraubenbolzen 17 über den
Absatz 29 unmittelbar sowie über zwei weitere Schraubenbolzen
30 gleichzeitig mit dem Flansch 25 auf dem Bremsenträger 1
befestigt ist. Zwei weitere Schraubenbolzen 31 tragen zur
unmittelbaren Befestigung des Flansches 25 über zwei Gewinde
bohrungen 28 auf dem Bremsenträger 1 bei. Dabei durchdringen
die Schraubenbolzen 30, 31 Durchgangsöffnungen 32, 33 des
Flansches 25.
Die Möglichkeiten zur Beeinflussung des Anstellwinkels α
sind die gleichen wie bei der ersten Ausführungsform.
Für den Fachmann ist erkennbar, daß der Grundgedanke der
Erfindung auch bei einer Duplex-Trommelbremse verwirklicht wer
den kann. In diesem Fall kann der Bereich 9 gleichartig wie der
vorstehend beschriebene Bereich 5 für die Aufnahme einer weite
ren Spreizkeilvorrichtung ausgebildet sein.
Bezugszeichenliste:
1 Bremsenträger
2 Einpaßöffnung
3 Lochkreisdurchmesser
4 Lochbild
5 erster Bereich
6 Spreizkeilvorrichtung
7 Führungsrohr auf 8
8 Membranzylinder
9 zweiter Bereich
10 Abstützwinkel
11, 12 Bremsbacken
13, 14 Einrichtungen für 11, 12
15 Durchgangsöffnungen in 1
16 Gewindebohrungen in 6
17 Schraubenbolzen
18 Durchgangsöffnung in 1
19 Absenkung in 18
20 Einpaßbund in 6
21 Schulter an 19
22 Stirnseite an 20
23 Dichtungsring
24 Gewindeausdrehung in 18
25 Flansch
26 Durchgangsöffnung in 25
27 Öffnungen in 25
28 Gewindebohrungen in 1
29 Absatz in 1
30, 31 Schraubenbolzen
32, 33 Durchgangsöffnungen in 25
α Anstellwinkel
2 Einpaßöffnung
3 Lochkreisdurchmesser
4 Lochbild
5 erster Bereich
6 Spreizkeilvorrichtung
7 Führungsrohr auf 8
8 Membranzylinder
9 zweiter Bereich
10 Abstützwinkel
11, 12 Bremsbacken
13, 14 Einrichtungen für 11, 12
15 Durchgangsöffnungen in 1
16 Gewindebohrungen in 6
17 Schraubenbolzen
18 Durchgangsöffnung in 1
19 Absenkung in 18
20 Einpaßbund in 6
21 Schulter an 19
22 Stirnseite an 20
23 Dichtungsring
24 Gewindeausdrehung in 18
25 Flansch
26 Durchgangsöffnung in 25
27 Öffnungen in 25
28 Gewindebohrungen in 1
29 Absatz in 1
30, 31 Schraubenbolzen
32, 33 Durchgangsöffnungen in 25
α Anstellwinkel
Claims (4)
1. Trommelbremse für Kraftfahrzeuge, umfassend einen am
Achsschenkel befestigten Bremsenträger, eine mit dem Bremsen
träger verschraubte Spreizkeilvorrichtung und einen mit der
Spreizkeilvorrichtung zusammenwirkenden Membranzylinder, der
ein zu seiner Befestigung dienendes Führungsrohr aufweist, wo
bei die Spreizkeilvorrichtung einen Einpaßbund aufweist, der in
eine entsprechende Durchgangsöffnung des Bremsenträgers einge
paßt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsrohr (7) des
Membranzylinders (8) durch eine Schraubverbindung am Bremsen
träger (1) befestigt ist und daß die in dem Bremsenträger (1)
ausgebildete Durchgangsöffnung (18) zur Achse des Membran
zylinders (8) koaxial ist.
2. Trommelbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchgangsöffnung (18) des Bremsenträgers (1) in ihrem
der Spreizkeilvorrichtung (6) gegenüberliegenden Endbereich
eine Gewindeausdrehung (24) aufweist und daß das Führungsrohr
(7) des Membranzylinders (8) mit einem entsprechenden Außen
gewinde versehen ist.
3. Trommelbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Führungsrohr (7) des Membranzylinders (8) in eine
Durchgangsöffnung (26) eines Flansches (25) eingepaßt ist, der
mit dem Bremsenträger (1) verschraubt ist, wobei die Durch
gangsöffnungen (18, 26) des Bremsenträgers (1) und des Flansches
(25) koaxial sind.
4. Trommelbremse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß sich zumindest einige der zur Befestigung des Flansches
(25) dienenden Schraubenbolzen (30) durch entsprechende Durch
gangsöffnungen (15) des Bremsenträgers (1) erstrecken und in
Gewindebohrungen (16) der Spreizkeilvorrichtung (6) einge
schraubt sind.
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
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| IT9019611A1 (it) | 1991-09-08 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |