DE3903699A1 - Bildsensor - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Bildsensor vom Kontakttyp
aus amorphem Silicium.
Ein Bildsensor vom Kontakttyp aus amorphem Silicium
umfaßt eine Bildsensoranordnung aus einer unteren
Elektrode, die auf die Oberfläche eines transparenten
Substrats aufgedampft ist; eine a-Si-Schicht (amorphe
Siliciumschicht) von mehrschichtigem Aufbau, welche einen
Endbereich der unteren Elektrode bedeckt; einen
transparenten leitenden Film, der die obere Oberfläche
der amorphen Siliciumschicht bedeckt; und eine obere
Elektrode, die auf das transparente Substrat derart
aufgedampft ist, daß sie einen Endbereich der transparenten
Elektrode bedeckt. Diese Bildsensoranordnung ist mit
einer transparenten Isolierschicht bedeckt, welche als
Schutzschicht fungiert.
a-Si-Schichten, die im allgemeinen nach dem Plasma-CVD-
Verfahren hergestellt werden und ihre Absorptionsbande im
sichtbaren Bereich haben, sind als Photodioden-Sensoren
bevorzugt. Herkömmliche Bildsensoren mit dem oben
beschriebenen Sandwich-Aufbau, wie sie z. B. in der
JP-A-58-1 11 366 beschrieben sind, haben jedoch den Nachteil,
daß es oft zu einer Leitungsunterbrechung der oberen
Elektrode und einer mangelhaften Stufenbedeckung durch die
transparente Isolierschicht kommt. Dies hat seinen
Grund darin, daß ein relativ großer Stufenbereich an der
Kante der a-Si-Schicht ausgebildet wird, weil der durch
die Kante der a-Si-Schicht und der oberen Oberfläche des
transparenten Substrats definierte Winkel praktisch 90°
oder mehr (Überhang) beträgt und ein Ausrichtfehler an
der Kante jeder Schicht auftritt, aus der die a-Si-Schicht
besteht. Da außerdem der durch die Kante des Endbereichs
der unteren Elektrode und der oberen Oberfläche des
transparenten Substrats definierte Winkel (im folgenden:
Kantenwinkel) 80 bis 90° oder 90° oder mehr beträgt, d. h.
in einem Überhangzustand vorliegt, erfolgt kein
nennenswertes Wachstum der Schicht an der Kante der
unteren Elektrode, wenn eine derartige a-Si-Schicht
hergestellt wird. Ein Nachteil besteht deshalb darin,
daß in der a-Si-Schicht ein Spalt oder ungleichmäßiger
Strukturbereich erzeugt werden kann.
Wenn in der a-Si-Schicht ein derartiger Spalt oder
ungleichmäßiger Strukturbereich vorhanden ist, kann durch
eingedrungenes Wasser ein Kriechstrom zwischen der oberen
Elektrode und der unteren Elektrode fließen, wenn eine
Spannung unter Feuchtbedingungen an eine derartige
a-Si-Photodiode angelegt wird. Dies kann zur Folge
haben, daß die Störsignale aus dem Sensor unerwünscht
verstärkt werden. Selbst wenn der a-Si-Photodioden-
Sensor nicht unter Feuchtbedingungen angewandt wird, kann
es durch die geringen Restmengen an Ätzmittel, das bei
der Mustererzeugung angewandt wird und in dem Spalt oder
dem ungleichmäßigen Strukturbereich der a-Si-Schicht
zurückbleibt, ebenfalls zu einer unerwünschten Verstärkung
der Störsignale kommen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Bildsensor
bereitzustellen, bei dem die Kantenform der mehrschichtigen
amorphen Siliciumschicht so gestaltet ist, daß eine
Leiterunterbrechung der oberen Elektrode und eine
mangelhafte Stufenbedeckung durch die transparente
Isolierschicht vermieden werden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Bildsensor aus (a) einer
unteren Elektrode auf der Oberfläche eines Substrats;
(b) einer mehrschichtigen amorphen Siliciumschicht aus
zwei oder mehr benachbarten Schichten auf der Oberfläche
des Substrats, welche einen Endbereich der unteren
Elektrode bedeckt; und (c) einer oberen Elektrode auf
der Oberfläche des Substrats, welche einen Endbereich der
amorphen Siliciumschicht bedeckt, wobei der Winkel zwischen
der Endoberfläche des Endbereichs der amorphen
Siliciumschicht und der Oberfläche des Substrats mit der
darauf angeordneten unteren Elektrode im Bereich von 30
bis 60° liegt und der Abstand zwischen den Kanten von
jeweils zwei benachbarten Schichten der amorphen
Siliciumschicht in dem Endbereich der amorphen
Siliciumschicht gleich oder weniger als 50 nm beträgt.
In der Zeichnung zeigen
Fig. 1a und 1b einen herkömmlichen a-Si-Bildsensor;
Fig. 2a bis 2d ein Verfahren, bei dem eine a-Si-Schicht im
Laufe der Zeit auf einer unteren Elektrode
wächst, die auf einem Substrat ausgebildet
ist, wobei die untere Elektrode einen
bevorzugten Kantenwinkel R hat;
Fig. 3a, 3b und 3c einen essentiellen Bereich eines
erfindungsgemäßen Bildsensors;
Fig. 4 und 5 den Endbereich einer amorphen
Siliciumschicht;
Fig. 6 eine RIE (Reactive Ion Etching)-Vorrichtung
zur Herstellung des erfindungsgemäßen
Bildsensors;
Fig. 7 die Veränderung der Kantenform in
Abhängigkeit von den Ätzbedingungen;
Fig. 8 bis 13 Beispiele von Bildsensoren; und
Fig. 14 einen Leiterunterbrechungsbereich in dem
Al-Film, der als obere Elektrode dient.
Vor der Beschreibung von erfindungsgemäßen
Ausführungsformen wird zunächst ein herkömmlicher
Bildsensor unter Bezug auf Fig. 1 beschrieben.
Ein herkömmlicher a-Si-Bildsensor, wie er in den Fig. 1a
und 1b gezeigt ist, umfaßt eine untere Elektrode (2) auf
einem Substrat (1) aus Glas oder dergleichen; einen
a-Si-Film (3) am Endbereich der unteren Elektrode (2);
einen transparenten leitenden Film (4) auf dem a-Si-Film
(3) und eine obere Elektrode (5) auf dem transparenten
leitenden Film (4), welche der unteren Elektrode (2)
entspricht. Zusätzlich ist ein transparenter Isolierfilm
(6) auf der Photodioden-Sensoranordnung ausgebildet.
Da die Herstellung der unteren Elektrode (2) nach einem
Naßätzverfahren unter Anwendung ionischer Reaktionen oder
einem anisotropen Trockenätzverfahren unter Anwendung von
Radikalreaktionen erfolgt, lag bisher der Kantenwinkel
der unteren Elektrode (2) im Bereich von 80 bis 90° oder
im Überhangzustand. Bildet man daher den a-Si-Film (3)
auf der unteren Elektrode (2) mit einem derartigen
Kantenwinkel mittels des Plasma-CVD-Verfahrens aus, so
kommt es zu einer starken Hemmung des Filmwachstums an
der Kante der unteren Elektrode (2), wodurch ein Spalt
oder ungleichmäßiger Strukturbereich (p) in dem Bereich
entstehen, der sich von der Kante der unteren Elektrode
(2) zur Oberfläche des Films auf dem erhaltenen a-Si-Film
(3) erstreckt.
Im folgenden wird die Erfindung unter Bezug auf die
Zeichnung näher erläutert.
Die Fig. 2a bis 2d erläutern die Stufen eines Verfahrens,
bei dem der a-Si-Film (3) allmählich nach dem Plasma-CVD-
Verfahren auf dem Substrat (1) (z. B. Glas, Quarz,
isolierendes Hochpolymer oder dergleichen) erzeugt wird,
auf dessen Oberfläche eine untere Elektrode (2) mit einem
Kantenwinkel R von 15 bis 45° hergestellt worden ist.
Diese untere Elektrode (2) wird nach einem isotropen
Trockenätzverfahren gemustert, so daß sie einen
Kantenwinkel R von 15 bis 45° aufweist. Wenn der a-Si-Film
(3) auf die untere Elektrode (2) mit einem Kantenwinkel R
von 15 bis 45° aufwächst, welche auf dem Substrat (1)
ausgebildet worden ist, wird ein Wachstum dieses a-Si-Films
(3) an der Kante der unteren Elektrode (2) erzielt. Ein
derart erzeugter a-Si-Film (3) weist daher keinen Spalt
oder ungleichmäßigen Strukturbereich (p) auf, wie er in
den Fig. 1a und 1b gezeigt ist.
Ein Bruch oder eine Unterbrechung der oberen Elektrode
(5) wird vermieden und eine ausgezeichnete Stufenbedeckung
des transparenten Isolierfilms (6) kann erreicht werden,
wenn man außerdem die amorphe Siliciumschicht (3) in dem
isotropen Trockenätzverfahren so ausbildet, daß sie einen
Kantenwinkel R von 30 bis 60° aufweist.
Im folgenden werden die einzelnen Schichten, aus denen
der erfindungsgemäße Bildsensor vom Kontakttyp besteht,
unter Bezug auf die Fig. 3a, 3b und 3c näher erläutert.
Als transparente Substrate (1) können z. B. Glas, Quarz
und isolierende Hochpolymere angewandt werden. Als
untere Elektrode (2) eignen sich z. B. Metall-Dünnfilme
aus Cr, Mo, Ni, Ti oder Co. Als amorphe Siliciumschicht
(3) kann z. B. eine mehrschichtige Schicht aus amorphem
Siliciumhydrid (a-Si : H), sauerstoffhaltigem amorphem
Siliciumhydrid (a-Si : O : H) oder amorphem Siliciumhydrid,
das Atome der Gruppe III enthält, z. B. B, Al, Ga oder In,
angewandt werden. Als transparenter leitender Film (4)
eignen sich z. B. ITO, SnO₂, In₂O₃ oder TiO₂. Als obere
Elektrode (5) können z. B. Monometall-Dünnfilme aus Al, Ni
oder Pt oder einer Al-Si-Cu-Legierung angewandt werden.
Als transparente Isolierschichten (6) eignen sich z. B.
NaAlF₆, SiO₂, Si₃N₄, SiON, Polyimide und isolierende
Epoxyharze.
Im folgenden wird ein Herstellungsverfahren zur Erzeugung
einer Abschrägung am Endbereich der unteren Elektrode (2)
bzw. der amorphen Siliciumschicht (3) beschrieben.
Ein RIE (Reactive Ion Etching)-Verfahren wird angewandt,
um die untere Elektrode (2) in eine Vielzahl von Elementen
aufzuteilen. Das RIE-Verfahren wird gewöhnlich als
Herstellungsverfahren für vertikale Formen angewandt, da
es ein anisotropes Ätzen ermöglicht. Erfindungsgemäß
wurde gefunden, daß eine Verjüngung des Endbereichs bei
Anwendung des anisotropen Ätzens erzielt wird. Dieses
Verfahren besteht darin, daß das Photoresistmaterial
schneller geätzt wird als das Material der unteren
Elektrode, indem man die Ätzbedingungen so einstellt, daß
das Selektionsverhältnis des Materials der unteren
Elektrode klein ist in bezug auf das Photoresistmaterial,
wodurch die Oberfläche der unteren Elektrode während des
Ätzens freigelegt wird. Im Ergebnis erhält man ein sich
verjüngendes Ende. Durch Anwendung des beschriebenen
Verfahrens und Auswahl der Ätzbedingungen kann die
gewünschte Endenneigung mit ausgezeichneter
Reproduzierbarkeit erhalten werden.
Im folgenden wird das spezifische Ätzverfahren für die
untere Elektrode (2) beschrieben.
Als Material für die untere Elektrode (2) eignet sich
z. B. Cr. Als Ätzgas können z. B. CCl₄, O₂ oder CO₂
angewandt werden. Bei Verwendung eines Gasgemisches aus
CCl₄ und O₂ ist die Ätzgeschwindigkeit des Cr im
wesentlichen konstant, obwohl die Ätzgeschwindigkeit des
Photoresists mit zunehmendem Sauerstoffanteil des
Gasgemisches zunimmt. In diesem Fall wird das
Selektionsverhältnis in bezug auf das Resistmaterial
(Cr-Ätzgeschwindigkeit/Resist-Ätzgeschwindigkeit) von 1,2
auf 0,6 geändert. Das Resistmaterial wird zusammen mit
dem Cr anisotrop geätzt. Durch Regeln des
Strömungsverhältnisses von CCl₄ und O₂ läßt sich somit
der Neigungswinkel des Endbereichs von Cr in weiten
Grenzen einstellen.
Außerdem kann durch Regeln des Gasdruckes und der beim
Ätzen angewandten Hochfrequenzleistung das
Selektionsverhältnis in bezug auf das Photoresistmaterial
geändert werden. Erfindungsgemäß wurde gefunden, daß bei
einem Gasdruck von 0,01 bis 0,2 Torr das
Selektionsverhältnis in bezug auf das Photoresistmaterial
von 0,2 bis 1,0 geändert wird, und daß bei einer angelegten
Hochfrequenzleistung von 200 bis 500 W das
Selektionsverhältnis in bezug auf das Photoresistmaterial
von 1,2 bis 1,5 geändert wird.
Die in Tabelle 2 genannten Ätzbedingungen werden als jene
Bedingungen ausgewählt, bei denen der Neigungswinkel des
Endbereichs von Cr mit ausgezeichneter Reproduzierbarkeit
im Bereich von 10 bis 60° eingestellt werden kann.
Im folgenden wird das Verfahren zur Aufteilung der amorphen
Siliciumschicht (3) in eine Vielzahl von Elementen
erläutert.
Um eine ausgezeichnete Empfindlichkeit und hohe
Ansprechempfindlichkeit des erfindungsgemäßen Bildsensors
zu erzielen, wird vorzugsweise eine dreischichtige amorphe
Siliciumschicht (3) angewandt. Dieser dreischichtige
Aufbau besdteht z. B. aus den folgenden Materialien:
P⁺a-Si : O : H/a-Si : O : H/a-Si : H .
Im RIE-Verfahren werden gewöhnlich Oxidmaterialien als
Maskenmaterialien verwendet, wodurch die Ätzgeschwindigkeit
im Vergleich zu Siliciummaterialien bei gewöhnlichen
Ätzbedingungen drastisch abnimmt. Wendet man daher übliche
Ätzbedingungen beim Ätzen einer amorphen Siliciumschicht
mit einer derartigen Struktur an, so weist der Endbereich
der amorphen Siliciumschicht einen Überhang auf, bei dem
a-Si : O : H oder P⁺a-Si : O : H vorstehen. Eine leicht
abgeschrägte Form kann im Endbereich der amorphen
Siliciumschicht auf die folgende Weise erhalten werden,
die ähnlich ist dem oben beschriebenen Verfahren zum
Ätzen der unteren Elektrode: Das Ätzen erfolgt anisotrop
unter solchen Ätzbedingungen, daß das Selektionsverhältnis
von amorphem Silicium in bezug auf das Photoresistmaterial
so klein ist, daß das Resistmaterial geätzt wird, während
gleichzeitig die amorphe Siliciumschicht freigelegt wird.
Im folgenden wird ein spezielles Verfahren zum Ätzen der
amorphen Siliciumschicht beschrieben.
Zum Ätzen der amorphen Siliciumschicht eignen sich z. B.
CF₄, SF₆ oder O₂ als Ätzgase. Im Falle der Verwendung
eines Gasgemisches aus CF₄+SF₆+O₂ ist die
Ätzgeschwindigkeit der amorphen Siliciumschicht bei
konstantem O₂-Strom um so größer, je größer das
Strömungsverhältnis von SF₆ in bezug auf CF₄ ist.
Dementsprechend wird das Selektionsverhältnis in bezug auf
das Resistmaterial größer und die Form des Endbereiches
der amorphen Siliciumschicht nähert sich der Senkrechten
(90°). Erhöht man das Strömungsverhältnis von SF₆ weiter,
so nimmt die während der Reaktion erzeugte Radikalmenge
zu. Dies hat zur Folge, daß ein Übergang vom anisotropen
Ätzen zum isotropen Ätzen erfolgt, wodurch die
Ätzgeschwindigkeitsdifferenz zwischen a-Si : O : H und a-Si : H
zunimmt und die Form des Endbereichs von
P⁺a-Si : O : H/a-Si : O : H traufenförmig wird. Hält man
andererseits den CF₄- und SF₆-Strom konstant und erhöht
den O₂-Strom, so vergrößert sich die Ätzgeschwindigkeit
des Resists proportional zur Zunahme des O₂-Stromes. Als
Ergebnis nimmt das Selektionsverhältnis der amorphen
Siliciumschicht in bezug auf das Resistmaterial ab, so
daß das amorphe Silicium und das Resistmaterial anisotrop
geätzt werden und der Neigungswinkel im Endbereich klein
wird. Durch geeignete Wahl der Strömungsverhältnisse
von CF₄, SF₆ und O₂ läßt sich somit eine gleichmäßig
abgeschrägte (konische) Form mit ausgezeichneter
Reproduzierbarkeit erhalten.
Die in Tabelle 3 genannten Bedingungen zum Ätzen des
amorphen Siliciums sind so ausgewählt, daß der
Neigungswinkel im Endbereich mit ausgezeichneter
Produzierbarkeit im Bereich von 25 bis 70° liegt.
Die bevorzugte amorphe Siliciumschicht hat einen
dreischichtigen oder doppelschichtigen Aufbau aus
P⁺a-Si : O : H, a-Si : O : H und a-Si : H, wobei a-Si : O : H 10 bis 50
Atomprozent Sauerstoff in a-Si : H enthält, während
P⁺a-Si : O : H 10-5 bis 5, vorzugsweise 10-4 bis 10-1
Atomprozent B-Atome, welche Atome der Gruppe III
darstellen, in a-Si : O : H enthält. Da die Ätzgeschwindigkeit
jedes dieser Materialien untereinander verschieden ist,
erhält man im erfindungsgemäßen Verfahren, in dem für
jeden einzelnen Materialtyp dasselbe Ätzgas verwendet
wird und die einzelnen Materialtypen gleichzeitig geätzt
werden, die in den Fig. 4 und 5 gezeigte Form des
Endbereichs des amorphen Siliciums nach dem Ätzen. Im
RIE-Trockenätzverfahren wird im allgemeinen ein Material
wie SiO₂ als Maskenmaterial verwendet. Die Form des
Endbereichs der amorphen Siliciumschicht entspricht daher
im wesentlichen Fig. 4, wenn a-Si : O : H und a-Si : H, die
SiO₂ ähnlich sind, unter den üblichen Ätzbedingungen
geätzt werden, da die Ätzgeschwindigkeit von a-Si : O : H
kleiner ist als die von a-Si : H. Wie in Fig. 4 gezeigt,
ragen die a-Si : O : H-Schicht (3 b) und die P⁺a-Si : O : H-Schicht
(3 c) vor und ergeben eine traufenförmige Form. Wenn in
diesem Fall der Abstand zwischen jeder Kante der a-Si : O : H-
Schicht (3 b), der P⁺a-Si : O : H-Schicht (3 c) und der
a-Si : H-Schicht (3 a) 50 nm überschreitet, kann in dem
Aluminium, das zum Verdrahten des Endbereichs der amorphen
Siliciumschicht verwendet wird, in dem Bereich, in dem
die P⁺a-Si : O : H- oder a-Si : O : H-Schicht vorspringen, ein
Bruch erfolgen. Um einen derartigen Bruch des Aluminiums
zu vermeiden, sollte der Abstand zwischen jeder Kante der
a-Si : O : H-Schicht bzw. P⁺a-Si : O : H-Schicht und der
a-Si : O : H-Schicht weniger als 20 nm, vorzugsweise weniger
als 10 nm, betragen. Vorzugsweise wird der Aufbau durch
geeignete Wahl des Ätzgases und des Ätzdruckes, bei denen
die P⁺a-Si : O : H-Schicht, die a-Si : O : H-Schicht und die
a-Si : H-Schicht die in Fig. 5 gezeigte Stufenform ergeben,
hergestellt. In diesem Fall muß der Abstand zwischen
jeder Kante der P⁺a-Si : O : H-Schicht, der a-Si : O : H-Schicht
und der a-Si : H-Schicht 50 nm oder weniger betragen.
Unter den beschriebenen Ätzbedingungen für die amorphe
Siliciumschicht sind die Ätzgeschwindigkeiten für die
P⁺a-Si : O : H-Schicht, a-Si : O : H-Schicht und a-Si : H-Schicht
im wesentlichen gleich, und das Resistmaterial läßt sich
im Vergleich zu der amorphen Siliciumschicht leicht
ätzen. Die Ätzgeschwindigkeit der P⁺a-Si : O : H-Schicht und
a-Si : O : H-Schicht, die unmittelbar unter dem Resist
angeordnet sind, wird daher größer als die der a-Si : H-
Schicht, wodurch die in Fig. 5 gezeigte Endform erhalten
wird, bei der der Abstand zwischen den jeweiligen Kanten
der P⁺a-Si : O : H-, a-Si : O : H- und a-Si : H-Schichten 50 nm
oder weniger beträgt. Der Neigungswinkel der amorphen
Siliciumschicht, bezogen auf das Substrat, beträgt
praktisch 25°, und es wird eine zufriedenstellende Form
hinsichtlich der Stufenbedeckung und der Verhinderung
einer Leiterunterbrechung erhalten.
Die Fig. 3a, 3b und 3c zeigen die am meisten bevorzugten
erfindungsgemäßen a-Si-Bildsensoren. Fig. 3a ist eine
Draufsicht, Fig. 3b ein Querschnitt entlang der Linie B-B
in Fig. 3a und Fig. 3c ist ein Querschnitt entlang der
Linie C-C in Fig. 3a.
Der erfindungsgemäße Bildsensor umfaßt eine Vielzahl von
Strukturen, wie sie in den Fig. 3a, 3b und 3c dargestellt
sind in angeordneter und integrierter Form. Mit Hilfe
dieses Bildsensors läßt sich deshalb die gestellte Aufgabe
zufriedenstellend lösen.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Die Beispiele 1 bis 6 unterscheiden sich hinsichtlich der
Cr-Ätzbedingungen, der a-Si-Ätzbedingungen und der Anzahl
der a-Si-Schichten. In den Beispielen wird Pyrex-Glas
mit einer Dicke von 1 mm, einer Breite von 10 mm und einer
Länge von 250 mm als transparentes Substrat verwendet.
Das als untere Elektrode verwendete Cr wird auf die
Oberfläche des Pyrex-Glases in einer Filmdicke von 150 nm
im Vakuum aufgedampft. Hierauf wird der Cr-Film durch
Trocken- oder Naßätzung in 1728 bits (A4-Format)
aufgeteilt, um eine Elementdichte von 8 bit/mm zu erhalten.
In diesem Fall erfolgt die Trockenätzung unter Verwendung
der in Fig. 6 dargestellten RIE (Reactive Ion Etching)-
Vorrichtung und unter den in Tabelle 2 mit den Symbolen A
bis D bezeichneten Ätzbedingungen. Unter diesen
Bedingungen ist die Oberfläche der Endform des Cr-Films
um 10 bis 60° geneigt.
Andererseits wird das Ätzen bei Raumtemperatur unter
Verwendung eines wäßrigen Ätzbades der Zusammensetzung
Cs(NH₄)₂(NO₃)₆ : Essigsäure : Wasser = 4 : 1 : 20
durchgeführt. In diesem Fall weist die Endform des Cr-Films einen
Überhang auf, bei dem die obere Cr-Oberfläche vorsteht.
Als amorphe Siliciumschicht werden a-Si : H, a-Si : O : H und
P⁺a-Si : O : H (bei drei Schichten) in der genannten
Reihenfolge nach dem Plasma-CVD-Verfahren in einer
Schichtdicke von 1,75 µm, 30 nm bzw. 35 nm auf den Cr-Film
aufgebracht, der nach dem Plasma-CVD-Verfahren in eine
Vielzahl von Elementen unterteilt worden ist. Hierauf
wird die dreischichtige amorphe Siliciumschicht ähnlich
wie der Cr-Film in 1728 bits (A4-Format) durch Trocken-
oder Naßätzung unterteilt, um eine Elementdichte von
8 bit/mm zu erhalten. Die Trockenätzung erfolgt mit der
in Fig. 6 dargestellten RIE-Vorrichtung unter den in
Tabelle 3 mit den Symbolen a bis d bezeichneten
Ätzbedingungen.
Verschiedene Endformen der amorphen Siliciumschicht nach
dem Ätzen sind in den Fig. 7a bis 7d dargestellt. Fig. 7a
zeigt die Endform der amorphen Siliciumschicht nach dem
Ätzen unter Bedingung a in Tabelle 3. Der Neigungswinkel
des Endbereichs der amorphen Siliciumschicht beträgt etwa
70°, und der Abstand zwischen jeder Kante der a-Si : H-Schicht
(3 a) und der a-Si : O : H-Schicht (3 b) beträgt etwa 25 nm.
Der Abstand zwischen jeder Kante der P⁺a-Si : O : H-Schicht
(3 c) und der a-Si : O : H-Schicht (3 d) beträgt etwa 5 nm.
Fig. 7b zeigt die Endform der amorphen Siliciumschicht
nach dem Ätzen unter Bedingung b. Der Neigungswinkel im
Endbereich der amorphen Siliciumschicht beträgt etwa 60°,
und der Abstand zwischen jeder Kante a-Si : O : H-Schicht
(3 b) und der a-Si : H-Schicht (3 a) beträgt etwa 10 nm,
während der Abstand zwischen jeder Kante der P⁺a-Si : O : H-
Schicht (3 c) und der a-Si : O : H-Schicht (3 b) 2 nm oder
weniger beträgt.
Fig. 7c zeigt die Endform der amorphen Siliciumschicht
nach dem Ätzen unter Bedingung c. Der Neigungswinkel im
Endbereich der amorphen Siliciumschicht beträgt etwa 45°,
der Abstand zwischen jeder Kante der a-Si : O : H-Schicht
(3 b) und der a-Si : H-Schicht (3 a) beträgt etwa 5 nm und
der Abstand zwischen jeder Kante der P⁺a-Si : O : H-Schicht
(3 c) und der a-Si : O : H-Schicht (3 b) ist ausreichend klein.
Fig. 7d zeigt die Endform der amorphen Siliciumschicht
nach dem Ätzen unter Bedingung d. Der Neigungswinkel des
Endbereichs der amorphen Siliciumschicht beträgt etwa
25°, die a-Si : O : H-Schicht (3 b) ist in bezug auf die Kante
der a-Si : H-Schicht (3 a) etwas zurückgenommen und der
Abstand zwischen den Kanten beträgt etwa 5 nm. Die
Naßätzung erfolgt unter Verwendung eines Ätzbades aus
Fluorwasserstoffsäure : Salpetersäure : Essigsäure (1 : 4 : 3)
bei Raumtemperatur. In diesem Fall ist die Endform der
amorphen Siliciumschicht im wesentlichen vertikal.
Anschließend wird ITO als transparenter leitender Film
durch RF-Sputtern in einer Schichtdicke von 75 nm auf die
amorphe Siliciumschicht aufgebracht. Die erhaltene
Schicht wird durch Naßätzen ähnlich dem Cr-Film und der
amorphen Siliciumschicht in eine Vielzahl von Elementen
mit 1728 bits (A4-Format) unterteilt, um eine Elementdichte
von 8 bit/mm zu erhalten.
Dann wird der Al-Film als obere Elektrode im Vakuum in
einer Stärke von 150 nm aufgedampft und ähnlich wie die
amorphe Siliciumschicht und die ITO-Schicht in einer
Elementdichte von 8 bit/mm aufgeteilt.
Schließlich wird SiON als transparenter Isolierfilm von
1 µm Dicke nach dem Plasma-CVD-Verfahren aufgebracht, um
den erfindungsgemäßen Bildsensor fertigzustellen.
Die Beschichtungsbedingungen sind in Tabelle 1 genannt.
In den Beispielen 2 bis 5 werden versuchsweise verschiedene
Bildsensoren mit unterschiedlichen Endformen des Cr-Films
und der amorphen Siliciumschicht hergestellt.
In diesem Beispiel wird eine doppelschichtige amorphe
Siliciumschicht aus a-Si : H und a-Si : O : H vewendet. Der
Querschnitt des Bildsensors ist in Fig. 8a gezeigt.
Cr wird auf das Pyrex-Glas (1) aufgedampft und dann unter
den Trockenätzbedingungen B in Tabelle 2 behandelt, um
einen Neigungswinkel von etwa 45° im Endbereich zu
erhalten. Hierauf bringt man unter den in Tabelle 1
genannten Beschichtungsbedingungen eine a-Si : H-Schicht
(3 a) von 1,75 µm Dicke und eine a-Si : O : H-Schicht (3 b) von
60 nm Dicke nacheinander auf. Die erhaltene amorphe
Siliciumschicht wird unter den in Tabelle 3 genannten
Ätzbedingungen c behandelt. Wie in Fig. 8b gezeigt,
beträgt der Neigungswinkel des Endbereichs der a-Si : H-
Schicht (3 a) 45°, während der der a-Si : O : H-Schicht (3 b)
30° beträgt. Die a-Si : O : H-Schicht ist gegenüber der
a-Si : H-Schicht um etwa 5 nm zurückgenommen und bildet
eine glatte stufenähnliche Form.
Anschließend werden der transparente leitende Film (4),
die obere Elektrode (5) und der transparente Isolierfilm
(6) nacheinander erzeugt, um den Bildsensor zu
vervollständigen.
Der Querschnitt dieses Bildsensors ist in Fig. 9
dargestellt.
Cr (2) wird auf das Pyrex-Glas (1) aufgedampft, und der
Cr-Film wird unter Verwendung der in Fig. 6 gezeigten
RIE-Vorrichtung mit einem Gasgemisch aus CF₄, SF₆ und O₂
als Ätzgas unter den in Tabelle 2 genannten Ätzbedingungen
A bis D in eine Vielzahl von Elementen unterteilt, um
eine Elementdichte von 8 bit/mm zu erhalten. Es werden
vier Arten von Cr-Filmen mit Neigungswinkeln im Endbereich
von 10 bis 60° hergestellt.
Unter den in Tabelle 1 genannten Beschichtungsbedingungen
werden die a-Si : H- und P⁺a-Si : O : H-Schichten, aus denen
die amorphe Siliciumschicht (3) besteht, nacheinander
aufgetragen. Anschließend wird mittels der in Fig. 6
gezeigten RIE-Vorrichtung auf jedem Cr-Film die amorphe
Siliciumschicht unter den in Tabelle 3 genannten
Trockenätzbedingungen a behandelt, um die in Fig. 7a
dargestellte Endform zu erhalten. Schließlich werden
unter den in Tabelle 1 genannten Beschichtungsbedingungen
der transparente leitende Film (4), die obere Elektrode (5)
und der transparente Isolierfilm (6) aufgebracht, um den
Bildsensor zu vervollständigen.
Der Querschnitt dieses Bildsensors ist in Fig. 10
dargestellt.
Cr (2) wird auf die Oberfläche des Pyrex-Glases (1)
aufgedampft, worauf man den Cr-Film mittels der RIE-
Vorrichtung unter den in Tabelle 2 genannten
Trockenätzbedingungen A bis D unterteilt, um eine
Elementdichte von 8 bit/mm zu erhalten. Unter den
beschriebenen Bedingungen werden vier Arten von Cr-Filmen
mit unterschiedlichen Neigungswinkeln im Endbereich von
10 bis 60° hergestellt. Anschließend wird unter den in
Tabelle 1 genannten Beschichtungsbedingungen die amorphe
Siliciumschicht (3) aufgebracht. Bei jeder der vier
Arten von Cr-Filmen wird die amorphe Siliciumschicht
unter den in Tabelle 3 genannten Trockenätzbedingungen b
behandelt, um die in Fig. 7b dargestellte Form des
Endbereichs zu erhalten.
Schließlich werden unter den in Tabelle 1 genannten
Beschichtungsbedingungen der transparente leitende Film
(4), die obere Elektrode (5) und der transparente
Isolierfilm (6 a) auf den jeweiligen amorphen
Siliciumschichten erzeugt, um den Bildsensor zu
vervollständigen.
Der Querschnitt dieses Bildsensors ist in Fig. 11 gezeigt.
Cr wird auf das Pyrex-Glas (1) aufgedampft, und der
erhaltene Cr-Film wird unter den in Tabelle 2 genannten
Trockenätzbedingungen A bis D unter Verwendung eines
wäßrigen Ätzbades aus 180 ml Cs(NH₄)₂(NO₃)₆, 48 ml
Essigsäure und 1000 ml Wasser unterteilt, um eine
Elementdichte von 8 bit/mm zu erhalten. Es werden fünf
Arten von Cr-Filmen hergestellt, von denen vier einen
Neigungswinkel im Endbereich von 10 bis 60° aufweisen und
der andere einen Überhang aufweist. Unter den in Tabelle
1 genannten Beschichtungsbedingungen wird die amorphe
Siliciumschicht aufgebracht. Anschließend wird bei allen
fünf Arten von Cr-Filmen die amorphe Siliciumschicht
unter den in Tabelle 3 genannten Trockenätzbedingungen c
behandelt, um eine amorphe Siliciumschicht mit der in
Fig. 7c dargestellten Endform zu erhalten.
Schließlich werden unter den in Tabelle 1 genannten
Bedingungen der transparente leitende Film (4), die obere
Elektrode (5) und der transparente Isolierfilm (6)
aufgebracht, um den Bildsensor zu vervollständigen.
Der Querschnitt dieses Bildsensors ist in Fig. 12
dargestellt.
Cr (2) wird auf das Pyrex-Glas (1) aufgedampft, worauf
man den Cr-Film unter den in Tabelle 2 genannten
Trockenätzbedingungen A bis D unterteilt, um eine
Elementdichte von 8 bit/mm zu erhalten. Unter den in
Tabelle 1 genannten Beschichtungsbedingungen werden vier
Arten von Cr-Filmen mit Neigungswinkeln im Endbereich von
10 bis 60° hergestellt.
Anschließend wird unter den in Tabelle 1 genannten
Beschichtungsbedingungen die amorphe Siliciumschicht (3)
erzeugt. Diese wird auf jeder der vier Arten von Cr-Filmen
unter den Trockenätzbedingungen d von Tabelle 3 behandelt,
um die in Fig. 7d dargestellte Form des Endbereichs zu
erhalten.
Schließlich werden unter den Beschichtungsbedingungen von
Tabelle 1 der transparente leitende Film (4), die obere
Elektrode (5) und der transparente Isolierfilm (6) auf
den jeweiligen amorphen Siliciumschichten erzeugt, um den
Bildsensor zu vervollständigen.
Der Querschnitt dieses Bildsensors ist in Fig. 13
dargestellt.
Cr (2) wird auf das Pyrex-Glas (1) aufgedampft, worauf
man den Cr-Film durch Naßätzen unter Verwendung eines
wäßrigen Ätzbades aus 180 ml Cs(NH₄)₂(NO₃)₆, 48 ml
Essigsäure und 1000 ml Wasser unterteilt, um eine
Elementdichte von 8 bit/mm zu erhalten. Der Endbereich
des Cr-Films hat nach dem Naßätzen die Form eines
Überhangs. Unter den in Tabelle 1 genannten
Beschichtungsbedingungen wird die amorphe Siliciumschicht
(3) erzeugt. Diese wird anschließend durch Naßätzen
unter Verwendung eines Ätzbades aus
Fluorwasserstoffsäure : Salpetersäure : Essigsäure = 1 : 4 : 3
unterteilt. Der Endbereich der amorphen Schicht hat die
Form eines Überhangs.
Schließlich werden unter den in Tabelle 1 genannten
Beschichtungsbedingungen der transparente leitende Film
(4), die obere Elektrode (5) und der transparente
Isolierfilm (6) aufgetragen, um den Bildsensor zu
vervollständigen.
Zur Bewertung der Eigenschaften der Bildsensoren aus den
Beispielen 1 bis 6 werden die folgenden beiden Faktoren
untersucht:
1. Stufenbedeckung des SiON-Films.
2. Leitungsunterbrechung der oberen Elektrode.
2. Leitungsunterbrechung der oberen Elektrode.
Im folgenden wird die Bewertungsmethode näher erläutert:
Das als isolierender Film verwendete SiON dient als
Schutzfilm für den Bildsensor. Damit die Eigenschaften
des Bildsensors über lange Zeit stabil bleiben, muß eine
ausgezeichnete Abdeckung durch den SiON-Film gewährleistet
sein. Wie oben erwähnt, wird der an der obersten Stelle
des mehrschichtigen Bildsensors angeordnete SiON-Film
durch die Formen der Endbereiche des Cr-Films und der
amorphen Siliciumschicht, die im unteren Teil des
Bildsensors angeordnet sind, beeinflußt. Es wurde daher
die Stufenbedeckung durch den SiON-Film bei jedem der
Bildsensoren mit den jeweiligen Endformen des Cr-Films
und der amorphen Siliciumschicht durch Untersuchung der
Querschnitte des Bildsensors mittels REM
(Rasterelektronenmikroskop) ermittelt.
Der als obere Elektrode verwendete Al-Film bricht leicht
in den Bereichen, die in Fig. 14 mit Kreisen umgeben
sind. Um einen Bildsensor von hoher Qualität zu erhalten,
ist es notwendig, einen Bruch bzw. eine
Leitungsunterbrechung der Al-Leiterbahn zu verhindern.
Bei jedem der Bildsensoren mit den jeweiligen Endformen
des Cr-Films und der amorphen Siliciumschicht wurde daher
die Unterbrechung der Al-Leiterbahn untersucht.
Das Bewertungsergebnis wird als Verhältnis der Anzahl von
Bauelementen, in denen eine Unterbrechung auftritt, zur
Gesamtzahl der Elemente (1728 bit) in Prozent ausgedrückt.
Das Bewertungsergebnis für die beiden genannten Faktoren
ist in Tabelle 5 angegeben, wobei ausgezeichnet, + gut,○ befriedigend und × schlecht bedeutet.
Wie aus Tabelle 5 hervorgeht, ist das Trockenätzverfahren
dem Naßätzverfahren beim Ätzen des Cr-Films und der
amorphen Siliciumschicht überlegen. Ferner wird ein
Bildsensor mit ausgezeichneter Stufenbedeckung und keiner
Unterbrechung des Al-Films erhalten, wenn der
Neigungswinkel im Endbereich des Cr-Films im Bereich von
15 bis 45°, vorzugsweise weniger als 30°, liegt und der
Endbereich der amorphen Siliciumschicht die in Fig. 7c
oder 7d gezeigte Form hat.
Im folgenden wird das Ergebnis eines Bewitterungstests
mit dem Bildsensor von Beispiel 4, der im Endbereich des
Cr-Films einen Neigungswinkel von 30° aufweist,
beschrieben.
Der Bildsensor wird eine bestimmte Zeit mit einer
angelegten Spannung von 5 V bei einer Temperatur von 60°C
und einer Feuchtigkeit von 90% gehalten, worauf man die
Änderung des Dunkelstroms mißt. Der Strom unmittelbar
vor dem Test beträgt 4,0×10-13 A, während er unmittelbar
nach dem Test 4,5×10-13 A beträgt. Die Änderung ist
somit vernachlässigbar, und das Bauelement zeigt keine
abnormale Funktion bei allen 1728 bits.
Claims (17)
1. Bildsensor, gekennzeichnet durch
- (a) eine untere Elektrode auf der Oberfläche eines Substrats;
- (b) eine mehrschichtige amorphe Siliciumschicht aus zwei oder mehr benachbarten Schichten auf der Oberfläche des Substrats, welche einen Endbereich der unteren Elektrode bedeckt; und
- (c) eine obere Elektrode auf der Oberfläche des Substrats, welche einen Endbereich der amorphen Siliciumschicht bedeckt, wobei der Winkel zwischen der Endoberfläche des Endbereichs der amorphen Siliciumschicht und der Oberfläche des Substrats mit der darauf angeordneten unteren Elektrode im Bereich von 30 bis 60° liegt und der Abstand zwischen den Kanten von jeweils zwei benachbarten Schichten der amorphen Siliciumschicht im Endbereich der amorphen Siliciumschicht gleich oder weniger als 50 nm beträgt.
2. Bildsensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Winkel zwischen der Endoberfläche des
Endbereichs der unteren Elektrode und der Oberfläche
des Substrats mit der darauf angeordneten unteren
Elektrode im Bereich von 15 bis 45° liegt.
3. Bildsensor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß in zumindest einer Schicht der
amorphen Siliciumschicht Sauerstoffatome enthalten
sind.
4. Bildsensor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß in zumindeste einer Schicht der amorphen
Siliciumschicht Atome der Gruppe III enthalten sind.
5. Bildsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Substrat transparent ist.
6. Bildsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die untere Elektrode auf der
Oberfläche des Substrats durch Vakuumbedampfen, die
amorphe Siliciumschicht auf der Oberfläche der
unteren Elektrode und der Oberfläche des Substrats
nach der Plasma-CVD-Methode und die obere Elektrode
auf der Oberfläche der amorphen Siliciumschicht und
der Oberfläche des Substrats durch Vakuumbedampfen
hergestellt worden sind.
7. Bildsensor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die auf dem Substrat erzeugte untere Elektrode
und amorphe Siliciumschicht in eine Vielzahl von
Bildsensor-Elementen unterteilt sind.
8. Bildsensor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die obere Elektrode mit einer transparenten
Isolierschicht bedeckt ist.
9. Bildsensor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die amorphe Siliciumschicht zwei Schichten umfaßt.
10. Bildsensor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die amorphe Siliciumschicht eine a-Si : H-Schicht
und eine a-Si : O : H-Schicht umfaßt.
11. Bildsensor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die amorphe Siliciumschicht drei Schichten umfaßt.
12. Bildsensor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die amorphe Siliciumschicht eine a-Si : H-Schicht,
eine a-Si : O : H-Schicht und eine P⁺a-Si : O : H-Schicht
umfaßt.
13. Bildsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß auf die amorphe Siliciumschicht
ein transparenter leitender Film aufgebracht ist.
14. Bildsensor nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß der transparente leitende Film aus ITO, SnO₂,
In₂O₃ oder TiO₂ besteht.
15. Bildsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die untere Elektrode aus Cr, Mo,
Ni, Ti oder Co besteht.
16. Bildsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die obere Elektrode ein
Monometall-Dünnfilm aus Al, Ni, Pt oder einer
Al-Si-Cu-Legierung ist.
17. Bildsensor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die transparente Isolierschicht aus NaAlF₆,
SiO₂, Si₃N₄, SiON, Polyimid oder einem isolierenden
Epoxyharz besteht.
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