DE3903189A1 - Verfahren zum steuern eines an eine antriebsmaschine angeschlossenen hydrostatischen getriebes und steuervorrichtung dafuer - Google Patents
Verfahren zum steuern eines an eine antriebsmaschine angeschlossenen hydrostatischen getriebes und steuervorrichtung dafuerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern eines an
eine Antriebsmaschine angeschlossenen hydrostatischen Getriebes,
bei dem die Einstellage des Getriebes entsprechend der Höhe
eines Steuerdrucks vorgegeben wird. Für Fahrantriebe, deren
Verhalten PKW - ähnlich sein soll werden bevorzugt
sogenannte automotive Steuerungen eingesetzt, bei denen
ein drehzahlabhängiger Steuerdruck, der von einer an die
Antriebsmaschine angeschlossenen Konstantpumpe mit Hilfe
einer in der Steuerdruckleitung angeordneten Drossel erzeugt
wird, das Fördervolumen der Verstellpumpe des hydrostatischen
Getriebes bestimmt. Eine hohe Drehzahl erzeugt einen hohen
Steuerdruck, der das Getriebe auf eine hohe Fahrgeschwindig
keit einstellt. Bei Drückung der Drehzahl durch Fahrwider
stände oder Zusatzbelastungen, zum Beispiel einer Arbeits
hydraulik, wird auch der Steuerdruck automatisch verringert,
so daß das Getriebe auf eine niedrigere Fahrgeschwindigkeit
eingestellt wird, das heißt auf ein geringeres Antriebs
drehmoment.
Eine derartige automotive Steuerung ist in der
DE-OS 28 23 559 beschrieben. Die Steuerung weist eine Reihe
von Vorteilen auf und arbeitet insgesamt sehr gut. An dieser
Steuerung, wie auch an anderen bekannten Steuerungen derselben
Art, ist jedoch der Nachteil gegeben, daß die Steuerung
genau auf eine bestimmte Fahrzeugart und deren Steuercharak
teristik ausgelegt sein muß, um zufriedenstellend zu arbeiten.
Ändert sich die Fahrzeugart, z. B. Gabelstapler statt Radlader,
und/oder damit deren Steuercharakteristik oder wird eine
andere Steuercharakteristik gewünscht, so sind umfangreiche
Änderungen an der Steuerschaltung durch Einbau von entsprechend
gestalteten Drosselnetzwerken notwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zum Steuern eines an eine Antriebsmaschine angeschlossenen
hydrostatischen Getriebes samt einer Steuervorrichtung
dafür zu schaffen, die bezüglich der Charakteristik leicht
an unterschiedliche Anforderungen anzupassen ist ohne die
Steuerschaltung selbst zu ändern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
der Steuerdruck unabhängig von der Drehzahl der Antriebs
maschine erzeugt und bei Drückung der Antriebsmaschine
der Steuerdruck in Richtung auf eine die Antriebsmaschine
entlastende Einstellung des hydrostatischen Getriebes ge
ändert wird. Die unabhängig von der Drehzahl der Antriebs
maschine erfolgende Steuerdruckeinstellung ermöglicht eine
frei gestaltbare Steuerungscharakteristik, die individuell
an spezielle Anforderungen angepaßt werden kann, ohne die
eigentliche Steuerschaltung durch Änderung des Drosselnetz
werks ändern zu müssen.
Überdies wird der Bremsvorgang erheblich sicherer. Bekannt
lich kann die Antriebsmaschine ein Bremsmoment aufnehmen,
wenn das Getriebe auf kleine Fahrgeschwindigkeit eingestellt
ist. Wenn sich jedoch bei einem Fahrzeug mit herkömmlicher
automotiver Steuerung, das heißt mit drehzahlabhängigem
Steuerdruck, die Drehzahl der Antriebsmaschine infolge der
aufzunehmenden Bremsleistung erhöht, wird auch der drehzahl
abhängige Steuerdruck heraufgesetzt, so daß die Einstell
lage des hydrostatischen Getriebes in Richtung auf höhere
Fahrgeschwindigkeit verändert wird, was der eigentlich
beabsichtigten Wirkung entgegengesetzt ist. Unter Umständen
können auf diese Weise gefährliche Fahrzustände hervorge
rufen werden. Dies wird durch das erfindungsgemäße Steuer
verfahren verhindert, weil hier der Steuerdruck drehzahl
unabhängig ist.
Dazu wird zunächst in bekannter Weise einem Steuerölstrom
in Stromrichtung vor einer Drossel eine Teilmenge Steueröl
entnommen und einem Förderstrom-Einstellorgan des hydro
statischen Getriebes zugeführt. Es erweist sich dann jedoch
als vorteilhaft, wenn der Steuerdruck der Teilmenge an
Steueröl von einem Druckminderer erzeugt wird, der in Ab
hängigkeit einer Solldrehzahl der Antriebsmaschine hinsicht
lich des Grades der Druckminderung beeinflußt wird. Der
Druckminderer steuert der von der Drossel bei Drehzahler
höhung der Antriebsmaschine zunächst verursachten Steuer
druckerhöhung entgegen. Im Extremfall kann der Steuerdruck
sogar konstant gehalten werden. Die Charakteristik des
Druckminderers kann durch Austausch von Einstellfedern
leicht verändert werden, um verschiedenen Einsatzbedingungen
des Fahrantriebs gerecht zu werden. Das Steueröl wird
üblicherweise von einer Konstantpumpe gefördert, die an
die Antriebsmaschine angeschlossen ist und damit in Zusammen
wirkung mit der Drossel einen drehzahlabhängigen Steuerdruck
liefert. Der drehzahlabhängige Steuerdruck erzeugt an der
Drossel eine Druckdifferenz, die von einem Drückungsregler
überwacht werden kann, der bei Drückung der Antriebsmaschine
für eine Verringerung des Steuerdrucks sorgt.
Um diesen Effekt auch in der erfindungsgemäßen Steuerung
zu ermöglichen, wird gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
vorgeschlagen, daß der Querschnitt der Drossel in Abhängig
keit von der willkürlich vorzugebenden Solldrehzahl verstellt
und die an der Drossel erzeugte, unabhängig vom Steueröl
strom konstante Druckdifferenz von einem Wegeventil überwacht
wird, wobei bei Unterschreiten der Druckdifferenz der Steuer
druck abgesenkt wird. Die Ansprechempfindlichkeit des als
Drückungsregler wirkenden Wegeventils und damit der
Drückungsbereich kann relativ präzise eingestellt werden,
da die vorgegebene Druckdifferenz, die vom Drückungsregler
auf Einhaltung überwacht wird, konstant bleibt. Der Drückungs
bereich kann daher schmal gehalten werden.
Es ist zweckmäßig, wenn die Solldrehzahl der Antriebsmaschine
gleichzeitig mit dem Druckminderventil und der Drossel durch
Betätigen eines Fahrpedals eingestellt wird. Durch diese
Anordnung wird eine günstige Energiebilanz erreicht, denn
zum Speisedruck des im geschlossenen Kreislauf arbeitenden
hydrostatischen Getriebes addiert sich lediglich die geringe,
stets konstante Druckdifferenz der Verstelldrossel. Hingegen
addiert sich bei den bekannten automotiven Steuerungen der
gesamte Steuerdruck zum Speisedruck.
In Weiterbildung des Erfindungsgedankens ist eine Steuerein
richtung vorgesehen für ein an eine Antriebsmaschine ange
schlossenes hydrostatisches Getriebe, dessen Einstellage
von einem an mindestens einem Förderstrom-Einstellorgan
des hydrostatischen Getriebes anstehenden Steuerdruck be
stimmt ist, wobei das Förderstrom-Einstellorgan an den Ausgang
einer an die Antriebsmaschine gekoppelten Konstantpumpe
über eine Verbindungsleitung vorgesehen ist und die Soll
drehzahl der Antriebsmaschine von der Stellung eines Fahr
pedals abhängt. Zur Realisierung des beschriebenen Steuer
verfahrens ist dabei vorgesehen, daß die Verbindungsleitung
von einer Steuerdruckzweigleitung gebildet ist, die von
einer an die Konstantpumpe angeschlossenen Steuerdruck
leitung in Stromrichtung vor einer Verstelldrossel abzweigt
und ein einstellbares Druckminderventil enthält, das mit
der Verstelldrossel und dem Fahrpedal in Wirkverbindung
steht. Dazu ist es zweckmäßig, wenn das Druckminderventil
und die Verstelldrossel über eine gemeinsame Stelleinrichtung
mit dem Fahrpedal verbunden sind, wobei es vorteilhaft ist,
die Verstelldrossel und das Druckminderventil zu einem
gemeinsamen Bauteil zusammenzufassen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
in den restlichen Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung soll anhand des nachstehenden schematischen
Schaltplanes in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert
werden.
Eine hydraulische Verstellpumpe 1 wird über eine Welle 2
von einer in der Figur nicht dargestellten Antriebsmaschine
angetrieben. Ebenfalls an die Welle 2 angeschlossen ist
eine hydraulische Konstantpumpe 3, vorzugsweise eine Axial
kolbenmaschine, die einen drehzahlabhängigen Förderstrom
in eine Steuerdruckleitung 4 fördert. In Verlängerung der
Welle 2 oder unter Zwischenschaltung eines Unter- bzw. Über
setzungsgetriebes oder in Parallelschaltung zur Welle 2
ist eine Welle 5 vorgesehen, die mindestens eine in der
Figur ebenfalls nicht dargestellte hydraulische Pumpe an
treibt, die verschiedene Verbraucher versorgt. Die Verstell
pumpe 1 ist über Hochdruckleitungen 6 und 7 mit einem in
diesem Beispiel als Verstellmotor ausgeführten hydraulischen
Motor 8 im geschlossenen Kreislauf verbunden. Die Verstellung
des Hubvolumens der Verstellpumpe 1 geschieht in bekannter
Weise über eine Stelleinrichtung 9, der ein Steuerventil 10
vorgeschaltet ist, das wiederum über eine Servoeinrichtung 11
und vorgeschaltete Magnetventile 12 und 13 betätigt wird.
Es sind auch andere Förderstrom-Einstellorgane denkbar.
Der Verstellmotor 8 weist analoge Einrichtungen auf, die
zwecks besserer Übersichtlichkeit nicht dargestellt sind.
Die Verstellpumpe 1 kann sowohl über die Hochdruckleitung 6
als auch über die Hochdruckleitung 7 den Verstellmotor 8
antreiben, wobei im letztgenannten Fall die Förderrichtung
des Fördermediums und daher die Drehrichtung des Verstell
motors 8 geändert ist.
In die Steuerdruckleitung 4 ist eine Verstelldrossel 14
geschaltet. Die Steuerdruckleitung 4 mündet in das Steuer
ventil 10. Ein vor dem Steuerventil 10 in der Steuerdruck
leitung 4 angeordnetes Druckbegrenzungsventil 15 verbindet
bei Überschreiten eines bestimmten Druckniveaus in der
Steuerdruckleitung 4 diese mit einem Ablaß- und Vorrats
behälter 16. Eine in Stromrichtung davor abzweigende
Leitung 4 a führt zu einem Steuerventil des Verstellmotors 8.
In Stromrichtung vor der Verstelldrossel 14 zweigt eine
Steuerdruckzweigleitung 17 von der Steuerdruck
leitung 4 ab. Die Steuerdruckzweigleitung 17 enthält ein
Druckminderventil 18 mit einer Einstellfeder 19 und eine
nachgeschaltete Konstantdrossel 20 und mündet nach Unter
teilung in zwei Teilleitungen 21 und 22 in den Magnet
ventilen 12 und 13, wobei unmittelbar vor der Aufteilung
in die Leitungen 21 und 22 eine weitere Konstantdrossel
in der Steuerdruckzweigleitung 17 vorgesehen ist. Durch
eine Teilleitung 17 a ist die Steuerdruckzweigleitung 17
mit Magnetventilen des Verstellmotors 8 verbunden.
Die Verstelldrossel 14 und die Einstellfeder 19 des Druck
minderventils 18 sind über eine ihnen gemeinsame Stell
einrichtung 23 mit einem Fahrpedal 24 verbunden, das wiederum
über die genannte Stelleinrichtung 23 mit einem nicht dar
gestellten Drehzahlregler der Antriebsmaschine verbunden
ist.
Von der Steuerdruckzweigleitung 17 zweigt in Stromrichtung
nach dem Druckminderventil 18 und der Konstantdrossel 20
eine Ablaßleitung 25 ab, die ein Wegeventil 26 mit einer
Durchfluß- und Sperrstellung enthält. Das Wegeventil 26
wird federkraftbelastet in Richtung auf die Durchfluß
stellung gedrückt. Die Stellfläche, auf die die Feder ein
wirkt, ist über eine Leitung 27 mit der Steuerdruck
leitung 4 am Ausgang der Verstelldrossel 14 verbunden. Die
entgegengesetzt wirkende Stellfläche, das heißt die Stell
fläche, die bei Druckbeaufschlagung eine Verschiebung des
Wegeventils 26 in Richtung Schließstellung bewirkt, ist
über eine Leitung 28 mit der Steuerdruckleitung 4 am Eingang
der Verstelldrossel 14 verbunden.
Ebenfalls in Stromrichtung nach dem Druckminderventil 18
und der Konstantdrossel 20 zweigt eine Ablaßleitung 29
von der Steuerdruckzweigleitung 17 ab. Die Ablaßleitung 29
enthält ein Wegeventil 30 mit einer Durchfluß- und einer
Sperrstellung. Die Stellfläche des Wegeventils 30, die bei
Druckbeaufschlagung eine Verschiebung des Wegeventils 30
in Richtung Durchflußstellung bewirkt, kann über eine
Leitung 31, die über ein Wechselventil 32 wechselweise mit
den Hochdruckleitungen 6 und 7 verbindbar ist, mit Hoch
druck beaufschlagt werden. Die entgegenwirkende Stellfläche
ist druckentlastet und federkraftbeaufschlagt, so daß das
Wegeventil 30 in Grundstellung geschlossen ist. Dem Wege
ventil 30 unmittelbar nachgeschaltet ist ein einstellbares
Stauventil 33. Ein Wegeventil 34 ist in einer Leitung 29 a
parallelgeschaltet zum Wegeventil 30. Es ist mit seiner
in Durchflußrichtung wirkenden Stellfläche ebenfalls an
die mit Hochdruck beaufschlagbare Leitung 31 angeschlossen,
wobei die entgegengesetzt wirkende Stellfläche druckent
lastet und federkraftbelastet ist. Die Kennung der Federn
der Wegeventile 30 und 34 sind bevorzugt unterschiedlich.
Der von dem Wegeventil 34 wegführende Teil der Leitung 29 a
mündet in Stromrichtung nach dem Stauventil 33 in die
Ablaßleitung 29.
Weiterhin ist ebenfalls in Stromrichtung nach dem Druck
minderventil 18 und der Konstantdrossel 20 eine Ablaß
leitung 35 vorgesehen, die ein mittels einer Stellvor
richtung 36 willkürlich steuerbares Wegeventil 37 mit einer
Durchfluß- und einer Sperrstellung enthält. Die Ablaß
leitungen 25, 29 und 35 münden in eine Leitung 38, die in
dem drucklosen Behälter 16 endet.
Die Wirkungsweise der Steuereinrichtung ist wie folgt:
Die Konstantpumpe 3 erzeugt einen drehzahlabhängigen Steuer
strom in der Steuerdruckleitung 4. Die Höhe des Steuerdruckes
an der Servoeinrichtung 11 ist jedoch unabhängig von der
Drehzahl der Antriebsmaschine sondern abhängig vom Querschnitt
der Verstelldrossel 14 und vom Grad der Druckminderung am
Druckminderventil 18. Zwar steigt die Steuerstrommenge bei
steigender Drehzahl der Antriebsmaschine und damit steigender
Drehzahl der Konstantpumpe 3 an, gleichzeitig kann aber
durch das Druckminderventil 18 der Steuerdruck in der Steuer
druckzweigleitung 17 prinzipiell beliebig eingestellt werden,
denn die Federkraft der Feder 19 des Druckminderventiles 18
und damit der Grad der Druckminderung wird zusammen mit
dem Querschnitt der Verstellblende 14 über die Stellein
richtung 23 von der Stellung des Fahrpedals 24 bestimmt,
das auch die Solldrehzahl der Antriebsmaschine vorgibt.
Der Steuerdruck ist somit also nur eine Funktion der Stell
einrichtung 23 bzw. deren geometrischen Verhältnisse und
der Kennung der Einstellfeder 19. Die Kennlinie des Steuer
drucks kann leicht über Änderungen der Stelleinrichtung
und verschiedene Einstellfedern 19 des Druckminderventils 18
angepaßt werden. Der Steuerdruck wirkt über die Steuerdruck
zweigleitung 17 und die entsprechend geschalteten Magnet
ventile 12 und 13 auf die Servoeinrichtung 11 und damit
auf das Steuerventil 10 und die Stelleinrichtung 9 dahin
gehend ein, daß das Fördervolumen der Pumpe durch Erhöhen
des Schwenkwinkels vergrößert wird.
Bei den bekannten automotiven Steuerungen, bei denen der
Steuerdruck drehzahlabhängig ist, tritt das Problem auf,
daß beim Bremsen eines Fahrzeuges über das Bremsmoment des
Antriebsmotors dessen Drehzahl möglicherweise stark erhöht
wird, so daß der Steuerdruck steigt und das Getriebe eine
Einstellage annimmt, die die Geschwindigkeit erhöht. Dieses
Problem tritt bei der beschriebenen Steuerung nicht auf,
da beim Bremsen, das heißt, wenn zunächst das Fahrpedal 24
zurückgenommen wird, auch der Steuerdruck in der Steuerdruck
zweigleitung 17 sinkt und somit das Getriebe in eine die
Fahrgeschwindigkeit verringernde Einstellung gebracht wird.
Da der Steuerdruck in der Steuerdruckzweigleitung 17 unab
hängig von der Drehzahl der Antriebsmaschine ist, kann er
nicht mehr zu einer Drückungsregelung herangezogen werden,
das heißt es ist nicht mehr möglich, den Steuerdruck als
Maß für die Drehzahl herzunehmen und in Abhängigkeit davon
bei infolge Überlastung auftretender Drückung der Antriebs
maschine und Absinken der Drehzahl Gegenmaßnahmen in Form
einer Änderung der Einstellage des Getriebes vorzunehmen.
Für diesen Fall kann jedoch der nach wie vor drehzahlab
hängige Steuerstrom in der Steuerdruckleitung 4 herangezogen
werden, der von der Verstelldrossel 14 aufgestaut wird und
demzufolge einen drehzahlabhängigen Staudruck erzeugt. Die
Überwachung des Staudrucks erfolgt über die Verstellblende 14,
die in Zusammenwirkung mit der Stelleinrichtung 23 so ausge
legt ist, daß über den ganzen Drehzahlbereich der Antriebs
maschine stets eine annähernd gleichbleibende Druckdifferenz
an der Verstelldrossel 14 erzeugt wird. Diese Druckdifferenz
wird von dem Wegeventil 26 überwacht, das als Drückungsregler
wirkt. Sinkt die Istdrehzahl der Antriebsmaschine unter
die durch die Stellung des Fahrpedals 24 vorgegebene Solldreh
zahl, wodurch der Eingangsdruck an der Verstelldrossel 26
sinkt und sich die Druckdifferenz ändert, so wird vom Drückungs
regler der Steuerdruck in der Steuerdruckzweigleitung 17 abge
senkt und als Folge davon der Pumpenschwenkwinkel zurückgenommen
bzw. der Motorschwenkwinkel vergrößert, indem Steueröl nach
der Konstantdrossel 20 über die Ablaßleitung 25 in den druck
losen Behälter 16 fließt. Dadurch verringert sich die Belastung
der Antriebsmaschine, so daß ihre Drehzahl wieder steigt
und die Istdrehzahl wieder der Solldrehzahl entspricht,
woraufhin auch die Druckdifferenz wieder ihren Sollwert
erreicht und das Wegeventil 26 schließt. Die Ansprechempfind
lichkeit des Drückungsreglers, und damit der Drückungsbereich,
können relativ präzise eingestellt werden, das heißt es
ist ein schmales Drückungsband möglich, weil die Druckdifferenz
annähernd konstant bleibt.
Ein Absinken der Istdrehzahl der Antriebsmaschine kann bei
vorgegebener Solldrehzahl durch Überlastung infolge Zuschal
tung von Verbrauchern, zum Beispiel einer Arbeitshydraulik,
hervorgerufen werden. Überlastungen machen sich erst nach
merklichem Drehzahlabfall bemerkbar, der jedoch durch Massen
kräfte verzögert wird. Es ist bekannt, daß aus diesem Grund
Drückungsregler zu Regelschwingungen neigen. Zudem machen
sich temperaturbedingte Förderstromschwankungen der Konstant
pumpe 3 stark bemerkbar. Um dem entgegenzuwirken, ist dem
Drückungsregler, das heißt dem Wegeventil 26, eine Hochdruck
aufschaltung überlagert. Diese besteht aus dem Wegeventil 30,
das sich abhängig vom Hochdruck öffnet und eine bestimmte
Menge an Steueröl in der Steuerdruckleitung 17 durch die
Ablaßleitung 29 abfließen läßt. Das Wegeventil 30 wirkt
in Zwischenstellungen drosselnd, weil es als Verstelldrossel
aufgebaut ist, der Öffnungsquerschnitt in Abhängigkeit vom
Getriebehochdruck verändert wird. Es entsteht somit eine
Drosselkette in der Steuerdruckzweigleitung 17, die aus
dem Druckminderventil 18, der Konstantdrossel 20 und dem
Wegeventil 30, also der Hochdruckaufschaltung und/oder
dem Wegeventil 26, also dem Drückungsregler gebildet wird.
Dadurch, daß der Steuerdruck in der Steuerdruckzweigleitung 17
nicht auf das Wegeventil 30 zurückgemeldet wird, ist einer
seits die Wirkung der Hochdruckaufschaltung unabhängig vom
Steuerdruck und heben sich andererseits der Drückungsregler
und die Hochdruckaufschaltung nicht gegenseitig in ihrer
Wirkung auf.
Das dem Wegeventil 30 unmittelbar in der Ablaßleitung 29
nachgeschaltete Stauventil 33 bewirkt, daß der Steuerdruck
in der Steuerdruckzweigleitung 17 auf einen einstellbaren
Mindestwert abgerundet wird. Das Wegeventil 30 erzeugt
zusammen mit dem Stauventil 33 eine Steuerdruckkennlinie,
die annähernd die Leistungshyperbel eines Leitungsreglers
nachbildet. Wenn nur das hydrostatische Getriebe Leistung
aufnimmt, tritt nur die Hochdruckaufschaltung in Aktion,
während der Drückungsregler nicht aktiviert ist. Nur wenn gleich
zeitig mehrere Verbraucher von der Antriebsmaschine versorgt
werden müssen, zum Beispiel beim Zuschalten einer Arbeits
hydraulik, entzieht der Drückungsregler diese Zusatzleistung
dem hydrostatischen Getriebe. Dadurch, daß sich der Drückungs
regler und die Hochdruckaufschaltung gegenseitig ergänzen,
entsteht weitgehend Unabhängigkeit von der Temperatur des
Fördermediums und werden Schwingungen vermieden. Die
Steuerdruckkennlinie kann durch eine zusätzliche Drossel
bohrung im Stauventil 33, die ständig den Abfluß von Förder
medium aus der Steuerdruckzweigleitung 17 zuläßt, dahin
gehend geändert werden, daß bei einer Einstellung der Dreh
zahl der Antriebsmaschine auf einen bestimmten Wert der
Druck in der Hochdruckleitung 6 bzw. 7 zunächst auf einen
bestimmten Wert erhöht wird, ohne daß eine gleichzeitige
Erhöhung des Fördervolumens der Verstellpumpe erfolgt. Dies
kann beispielsweise für einen gesteuerten Zugkraftaufbau
bei Radladern der Fall sein.
Das Wegeventil 34, dessen Aufbau im wesentlichen dem des
Wegeventils 30 entspricht aber eine andere Federkennung
aufweist, bewirkt bei Erreichen eines maximal zulässigen
Drucks in der Hochdruckleitung 6 bzw. 7 eine Verringerung
des Steuerdrucks in der Steuerdruckzweigleitung 17, so daß
die Verstellpumpe 1 auf geringeres Fördervolumen eingestellt
wird. Das Wegeventil 34 übernimmt also die Funktion einer
Druckabschneidung. Auch hier ergänzen sich die Wirkungen
von Hochdruckaufschaltung und Druckabschneidung, ohne daß
ein Ventil die Wirkung des anderen aufhebt.
Das Wegeventil 37, das beispielsweise als einfacher Dreh
schieber ausgebildet ist, kann infolge seiner Anordnung
eine Inchfunktion übernehmen. Der Steuerdruck in der Steuer
druckzweigleitung 17 kann willkürlich reduziert werden, so
daß das Hubvolumen der Verstellpumpe 1 unabhängig von der
Einstellung des Fahrpedals 24 und unabhängig von anderen
Einflüssen, wie Hochdruckaufschaltung, Druckabschneidung
und Drückungsregelung, manuell verringert wird.
Claims (14)
1. Verfahren zum Steuern eines an eine Antriebsmaschine ange
schlossenen hydrostatischen Getriebes, bei dem die Einstell
lage des Getriebes entsprechend der Höhe eines Steuerdrucks
vorgegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerdruck
unabhängig von der Drehzahl der Antriebsmaschine erzeugt
und bei Drückung der Antriebsmaschine der Steuerdruck
in Richtung auf eine die Antriebsmaschine entlastende
Einstellung des hydrostatischen Getriebes geändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem einem Steuerölstrom
in Stromrichtung vor einer Drossel (14) eine Teilmenge
Steueröl entnommen und einem Förderstrom-Einstellorgan (11)
des hydrostatischen Getriebes zugeführt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß der Steuerdruck der Teilmenge an Steuer
öl von einem Druckminderer (18) erzeugt wird, der in Ab
hängigkeit einer Solldrehzahl der Antriebsmaschine hinsicht
lich des Grades der Druckminderung beeinflußt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem der Steuerölstrom einer
an die Antriebsmaschine angeschlossenen Konstantpumpe (3)
entnommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt
der Drossel (14) in Abhängigkeit von der willkürlich vorzu
gebenden Solldrehzahl verstellt und die an der Drossel (14)
erzeugte, unabhängig vom Steuerölstrom konstante Druck
differenz von einem Wegeventil (26) überwacht wird, wobei
bei Unterschreiten der Druckdifferenz der Steuerdruck
abgesenkt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Solldrehzahl der Antriebsmaschine gleichzeitig
mit dem Druckminderventil (18) und der Drossel (14) durch
Betätigen eines Fahrpedals (24) eingestellt wird.
5. Steuereinrichtung für ein Verfahren nach einem der voran
gegangenen Ansprüche für ein an eine Antriebsmaschine
angeschlossenes hydrostatisches Getriebe, dessen Einstell
lage von einem an mindestens einem Förderstrom-Einstellorgan
des hydrostatischen Getriebes anstehenden Steuerdruck
bestimmt ist, wobei das Förderstrom-Einstellorgan an den
Ausgang einer an die Antriebsmaschine gekoppelten Konstant
pumpe über eine Verbindungsleitung angeschlossen ist und
die Solldrehzahl der Antriebsmaschine von der Stellung
eines Fahrpedals abhängt, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindungsleitung von einer Steuerdruckzweig
leitung (17) gebildet ist, die von einer an die Konstant
pumpe (3) angeschlossenen Steuerdruckleitung (4) in
Stromrichtung vor einer Verstelldrossel (14) abzweigt
und ein einstellbares Druckminderventil (18) enthält,
das mit der Verstelldrossel (14) und dem Fahrpedal (24)
in Wirkverbindung steht.
6. Steuereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckminderventil (18) und die Verstelldrossel (14)
über eine gemeinsame Stelleinrichtung (23) mit dem
Fahrpedal (24) verbunden sind.
7. Steuereinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die an der Verstelldrossel (14) erzeugte
Druckdifferenz unabhängig vom Eingangsdruck der Verstell
drossel (14) annähernd konstant bleibt.
8. Steuereinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß dem Druckminderventil (18)
eine Konstantdrossel (20) unmittelbar nachgeschaltet
ist.
9. Steuereinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Steuerdruckzweigleitung (17) in Stromrichtung
nach dem Druckminderventil (18) ein Wegeventil (26) mit
einer Durchfluß- und einer Sperrstellung vorgesehen ist,
das von dem Eingangsdruck und dem Ausgangsdruck der
Verstelldrossel (14) steuernd beaufschlagt und in Durch
flußstellung an einen drucklosen Behälter (16) ange
schlossen ist.
10. Steuereinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, daß parallel zu dem Wegeventil (26) ein weiteres
Wegeventil (30) mit einer Durchfluß- und einer Sperr
stellung vorgesehen ist, das von dem Hochdruck im
hydrostatischen Getriebe in Richtung der Durchfluß
stellung steuernd beaufschlagt und in Durchflußstellung
an den drucklosen Behälter (16) angeschlossen ist.
11. Steuereinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich
net, daß dem Wegeventil (30) ein Stauventil (33) unmittel
bar nachgeschaltet ist.
12. Steuereinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß das Stauventil (33) eine bei geschlossenem
Stauventil (33) wirksame Drossel enthält.
13. Steuereinrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß parallel zu dem Wegeventil (30) samt nach
geschaltetem Stauventil (33) ein zusätzliches Wege
ventil (34) mit Durchfluß- und Sperrstellung angeordnet
ist, das von dem Hochdruck im hydrostatischen Getriebe
in Richtung der Durchflußstellung steuernd beaufschlagt
und in Durchflußstellung an einen drucklosen Behälter (16)
angeschlossen ist.
14. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu dem Wegeventil (26)
ein willkürlich betätigbares Wegeventil (37) mit einer
Durchfluß- und einer Sperrstellung angeordnet ist, das
in Durchflußstellung an den drucklosen Behälter (16)
angeschlossen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3903189A DE3903189A1 (de) | 1989-02-03 | 1989-02-03 | Verfahren zum steuern eines an eine antriebsmaschine angeschlossenen hydrostatischen getriebes und steuervorrichtung dafuer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3903189A DE3903189A1 (de) | 1989-02-03 | 1989-02-03 | Verfahren zum steuern eines an eine antriebsmaschine angeschlossenen hydrostatischen getriebes und steuervorrichtung dafuer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3903189A1 true DE3903189A1 (de) | 1990-08-09 |
Family
ID=6373351
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3903189A Withdrawn DE3903189A1 (de) | 1989-02-03 | 1989-02-03 | Verfahren zum steuern eines an eine antriebsmaschine angeschlossenen hydrostatischen getriebes und steuervorrichtung dafuer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3903189A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0736708A1 (de) * | 1995-04-06 | 1996-10-09 | Brueninghaus Hydromatik Gmbh | Vorrichtung zum Verstellen des Fördervolumens einer Hydropumpe |
| DE102009043757A1 (de) | 2009-05-26 | 2010-12-02 | Linde Material Handling Gmbh | Hydrostatische Pumpe |
| DE102011102451B4 (de) | 2011-05-24 | 2022-02-17 | Linde Hydraulics Gmbh & Co. Kg | Hydrostatisches Antriebssystem |
-
1989
- 1989-02-03 DE DE3903189A patent/DE3903189A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0736708A1 (de) * | 1995-04-06 | 1996-10-09 | Brueninghaus Hydromatik Gmbh | Vorrichtung zum Verstellen des Fördervolumens einer Hydropumpe |
| DE102009043757A1 (de) | 2009-05-26 | 2010-12-02 | Linde Material Handling Gmbh | Hydrostatische Pumpe |
| US8555629B2 (en) | 2009-05-26 | 2013-10-15 | Linde Hydraulics Gmbh & Co. Kg | Hydrostatic pump |
| DE102011102451B4 (de) | 2011-05-24 | 2022-02-17 | Linde Hydraulics Gmbh & Co. Kg | Hydrostatisches Antriebssystem |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |