DE3901071A1 - Kolbenpumpe - Google Patents
KolbenpumpeInfo
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- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
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- F04B39/04—Measures to avoid lubricant contaminating the pumped fluid
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- F04B39/048—Sealing between piston and carter being provided by a diaphragm
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kolbenpumpe, deren im Förderweg
der Pumpe zwischen Saug- und Druckventil angeordneter
Kolbenarbeitsraum am Kolben durch eine Hochdruckdichtung
bzw. -dichtungspackung von einem niederdruckseitig der
Hochdruckdichtung bzw. -dichtungspackung zwischen Kolben
und Gehäuse frei bleibenden, im wesentlichen drucklosen bzw.
nur geringen Druck aufweisenden Auffangraum für einen die
Hochdruckdichtung bzw. -dichtungspackung durchsetzenden
Leckstrom abgetrennt ist.
Pumpen der oben angegebenen Bauart sind für hohe Drücke
deshalb vorteilhaft, weil die Abmessungen des Kolbenarbeits
raumes weitestgehend den Abmessungen des Hubraumes des Kolbens
innerhalb des Kolbenarbeitsraumes angepaßt werden kann,
derart, daß der Kolbenarbeitsraum allenfalls geringfügig
größer als der Hubraum ist. Damit kann die Hubarbeit des
Kolbens trotz der bei hohen Drücken nicht mehr vernachlässig
baren Kompressibilität des Pumpmediums in optimaler Weise zur
Förderung des Mediums ausgenutzt werden, nur ein vergleichs
weise geringer Anteil des Kolbenhubes geht für die Kompression
des Pumpmediums während des Druckhubes verloren.
An der Hochdruckdichtung bzw. -dichtungspackung treten zwar
unvermeidliche Leckströme auf, jedoch sind die die Dichtung
bzw. Dichtungspackung durchdringenden Mengen des Pumpmediums
bei entsprechend bemessenen Dichtungen bzw. Dichtungspackungen
so gering, daß der Wirkungsgrad der Pumpe nur in einem äußerst
geringen Maße beeinträchtigt wird.
Durch die Anordnung des Auffangraumes wird die Möglichkeit
geschaffen, die Leckströme aufzufangen und kontrolliert
abzuleiten. Allerdings ist es nicht in allen Fällen möglich,
den Leckstrom unmittelbar der Saugseite der Pumpe zuzuführen,
weil in den Auffangraum im allgemeinen auch Schmiermittel
eindringen kann, welches eine Dichtung zwischen Kolben und
Gehäuse an dem von der Hochdruckdichtung bzw. -dichtungs
packung abgewandten Ende des Auffangraumes durchdringt.
Des weiteren sind Kolbenpumpen mit hermetisch abgedichteten
Arbeitsräumen bekannt. Dabei ist der im Förderweg zwischen
Saug- und Druckventil liegende Arbeitsraum auf einer Seite
einer elastischen Membrane angeordnet, die den Pumpenarbeits
raum vom Kolbenarbeitsraum trennt, welcher mit einem hydrau
lischen Medium ausgefüllt ist. Mittels des hydraulischen
Mediums wird die Hubarbeit des Kolbens auf die Membran
übertragen, d. h. die Hubarbeit des Kolbens wird hydraulisch
in eine Verformung der Membran umgesetzt, wodurch der Pumpen
arbeitsraum entsprechend dem Hubrhythmus des Kolbens expan
diert (Saughub) bzw. komprimiert (Druckhub) wird. Aufgrund
der hydraulischen Übertragung der Kolbenarbeit auf die
Membran wird dieselbe beim Betrieb der Pumpe nur von ver
schwindenden Druckdifferenzen beaufschlagt, wie es im Hinblick
auf die elastische Nachgiebigkeit der Membran notwendig ist.
Größeren Differenzdrücken würde die Membran nicht standhalten.
Der prinzipielle Nachteil derartiger Membranpumpen liegt
darin, daß im Falle einer Hochdruckpumpe beim Druckhub des
Kolbens jeweils ein im Vergleich zum Hubraum des Kolbens
großes Flüssigkeitsvolumen mit Hochdruck beaufschlagt werden
muß. Neben dem Pumpmedium im Pumpenarbeitsraum muß nämlich
auch das Hydraulikmedium im Kolbenarbeitsraum so weit kompri
miert werden, daß der Druck auf der Druckseite der Pumpe
erreicht bzw. um ein gewisses Maß überschritten wird; andern
falls würde das Druckventil nicht öffnen, d. h. es könnte
kein Pumpmedium gefördert werden. Wenn aber die Pumpe eine
sehr große Druckdifferenz zwischen Druck- und Saugseite
überwinden soll, kann die Kompressibilität des Pumpmediums
im Pumpenarbeitsraum und des Hydraulikmediums im Kolben
arbeitsraum nicht vernachlässigt werden. Aufgrund der großen
Flüssigkeitsmenge wird dann ein vergleichsweise großer Anteil
des Kolbenhubes allein dazu benötigt, die Medien zu komprimie
ren, um einen der Druckseite entsprechenden Druck zu
erreichen. Aufgrund der Volumenselastizität der Flüssigkeit
kann dann nur noch ein Teilhub des Kolbens für die Förderung
des Pumpmediums ausgenutzt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine hermetisch abgedich
tete Kolbenpumpe zu schaffen, welche auch bei hohen Druck
differenzen zwischen Druck- und Saugseite mit gutem Wirkungs
grad zu arbeiten vermag.
Diese Aufgabe wird mit einer Kolbenpumpe der eingangs
angegebenen Art dadurch gelöst, daß der Auffangraum an
seinem von der Hochdruckdichtung bzw. -dichtungspackung
abgewandten Ende durch eine Rollmembran abgeschlossen ist,
welche zwischen einer kolbenseitigen zylindrischen Außen
umfangsfläche und einer davon radial beabstandeten gehäuse
seitigen zylindrischen Innenumfangsfläche mit zwei auf
diesen Umfangsflächen aufliegenden, miteinander ringförmig
verbundenen Abschnitten angeordnet ist und bei Kolbenhüben
wechselseitig auf den Umfangsflächen auf- und abgerollt wird.
Der Erfindung liegt also der allgemeine Gedanke zugrunde,
die Membrane lediglich als Sekundärdichtung niederdruckseitig
der Hochdruckdichtung bzw. -dichtungspackung anzuordnen,
so daß die Membrane lediglich den geringen Drücken im Auffang
raum ausgesetzt ist. Damit braucht keinerlei Überlastung der
Membran befürchtet zu werden. Darüber hinaus ist vorteilhaft,
daß die Kolbenarbeit unmittelbar auf das Pumpmedium einwirkt,
weil der Kolbenarbeitsraum auch den Pumpenarbeitsraum zwischen
Saug- und Druckventil bildet. Damit ist gleichzeitig gewähr
leistet, daß das maximale Volumen des Kolbenarbeitsraumes
nahezu bis auf das Volumen des Kolbenhubraumes vermindert
werden kann. Dementsprechend entspricht die Masse des bei
einem Druckhub geförderten Pumpmediums weitestgehend der
Masse der beim Druckhub komprimierten Flüssigkeitsmenge.
Außerdem ist vorteilhaft, daß gegenüber herkömmlichen
Standardpumpen ohne Membranen nur relativ geringfügige
konstruktive Abänderungen notwendig sind.
Um auch bei schnell laufenden Pumpen ein einwandfreies
Ab- bzw. Aufrollen der Rollmembran zu gewährleisten,
ist es zweckmäßig, wenn auf der konkaven Seite der die
beiden Membranabschnitte miteinander verbindenden Ringzone
der Rollmembran ein geringfügiger Überdruck gegenüber der
anderen Seite der Membran aufrechterhalten wird.
In diesem Zusammenhang ist es zweckmäßig, wenn ein auf der
der Hochdruckdichtung bzw. -dichtungspackung gegenüber
liegenden Seite der Rollmembran angeordneter Ringraum auf
seiner von der Hochdruckdichtung bzw. -dichtungspackung
abgewandten Seite durch eine Niederdruckdichtung abge
schlossen ist. Diesem Ringraum kann gegebenenfalls Öl mit
wechselndem Druck zugeführt werden, um die jeweils gewünschte
Druckdifferenz an der Rollmembran aufrechtzuerhalten.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist vorgesehen, daß der von der Hochdruckdichtung bzw. -dich
tungspackung und/oder der Niederdruckdichtung abgeschlossene
Spalt zwischen Gehäuse und Plunger einen Durchmesser besitzt,
dessen Maß S derart größer als das Maß d des Durchmessers der
mit der Rollmembran zusammenwirkenden kolbenseitigen Umfangs
fläche und derart kleiner als das Maß D des Durchmessers der
mit der Rollmembran zusammenwirkenden gehäuseseitigen Umfangs
fläche ist, daß gilt:
D 2-S 2=S 2-d 2.
Bei diesen Abmessungen ist gewährleistet, daß die jeweils
durch eine Rollmembran und die Hochdruckdichtung bzw. -dich
tungspackung oder die Niederdruckdichtung abgeschlossenen
Räume unabhängig vom Kolbenhub ein konstantes Volumen aufwei
sen. Dadurch wird die Steuerung des Druckes in diesen Räumen
wesentlich vereinfacht.
Im übrigen wird hinsichtlich bevorzugter Merkmale der Erfin
dung auf die Ansprüche sowie die nachfolgende Erläuterung
einer besonders bevorzugten Ausführungsform anhand der
Zeichnung verwiesen.
Dabei zeigt die einzige Figur einen schematisiert darge
stellten Axialschnitt einer erfindungsgemäßen Kolbenpumpe.
Die erfindungsgemäße Pumpe besitzt in grundsätzlich herkömm
licher Weise einen plungerförmigen Kolben 1, welcher mittels
eines nicht dargestellten Kurbeltriebwerkes angetrieben wird
und dementsprechend aufeinanderfolgende Kolbenhübe nach rechts
und links entsprechend dem Doppelpfeil P ausführt. Der Kolben
1 ist in einem Gehäuse 2 verschiebbar geführt, welches eine
den Kolbenarbeitsraum 3 bildende, dem Querschnitt des Kolbens
1 angepaßte zylindrische Bohrung aufweist. Der Kolbenarbeits
raum 3 ist mit der Saugseite der Pumpe über ein Saugventil 4
und mit der Druckseite der Pumpe über ein Druckventil 5 ver
bunden. Beide Ventile 4 und 5 sind als Kugelventile darge
stellt. Jedoch sind grundsätzlich auch andere Konstruktionen
denkbar, beispielsweise Ventile mit federbelasteten Ventil
körpern. Alle diese Ventile arbeiten nach Art von Rückschlag
ventilen, d. h. sie vermögen nur bei hinreichender Druckdiffe
renz in einer Richtung (Förderrichtung der Pumpe) zu öffnen.
Der Kolbenarbeitsraum 3 wird am Kolben 1 durch eine Hochdruck-
Dichtungspackung 6 abgeschlossen, welche in grundsätzlich
bekannter Weise ausgebildet und in einer Erweiterung der den
Kolbenarbeitsraum 3 bildenden Gehäusebohrung untergebracht
ist.
Auf der vom Kolbenarbeitsraum 3 abgewandten Seite der
Hochdruck-Dichtungspackung 6 besitzt der Kolben 1 einen
Abschnitt 1′ mit geringerem Durchmesser, welcher innerhalb
einer Gehäusebohrung 7 mit gegenüber dem Kolbenarbeitsraum 3
vergrößertem Durchmesser aufgenommen ist. Der zwischen dem
Abschnitt 1′ des Kolbens 1 und der Gehäusebohrung 7 verblei
bende Ringraum wird an seinem von der Hochdruck-Dichtungs
packung 6 abgewandten Ende durch eine Niederdruckdichtung 8
abgeschlossen, welche mit einem Kolbenteil zusammenwirkt,
welches gleichen Durchmesser wie das mit der Hochdruck-
Dichtungspackung 6 zusammenwirkenden Kolbenteil hat.
Der Durchmesser D der Gehäusebohrung 7 sowie der Durchmesser d
des Abschnittes 1′ des Kolbens 1 und der Durchmesser S der
mit den Dichtungen bzw. Dichtungspackungen 6 und 8 zusammen
wirkenden Kolbenteile bzw. der Dichtungsspalte zwischen
diesen Kolbenteilen und den genannten Dichtungen bzw. Dich
tungspackungen 6 und 8 sind bevorzugt so bemessen, daß gilt:
D 2-S 2=S 2-d 2.
Dadurch ist gewährleistet, daß das Volumen des zwischen dem
Abschnitt 1′ des Kolbens 1 und der Gehäusebohrung 7 gebilde
ten Ringraumes unabhängig vom Kolbenhub konstant bleibt.
Der zwischen dem Abschnitt 1′ des Kolbens 1 und der Gehäuse
bohrung 7 frei bleibende und an seinen Stirnenden durch die
Hochdruckdichtung bzw. -dichtungspackung 6 sowie die Nieder
druckdichtung 8 abgeschlossene Ringraum wird durch zwei
Rollmembranen 9 und 10 in einen Auffangraum 11 sowie zwei
weitere Räume 12 und 13 unterteilt. Die Rollmembranen 9 und
10, welche aus einem hochelastischen Kunststoffmaterial
bestehen, besitzen jeweils zwei zylindrische Abschnitte,
die flächig auf der Innenumfangsfläche der Bohrung 7 bzw.
der Außenumfangsfläche des Abschnittes 1′ des Kolbens 1
aufliegen und miteinander durch einen ringförmigen Bereich
verbunden sind. Die der Hochdruckdichtung bzw. -dichtungs
packung 6 zugewandten Ränder der zylindrischen Abschnitte
der Rollmembranen 9 und 10 sind jeweils in nutförmigen
Aussparungen od. dgl. am Abschnitt 1′ des Kolbens 1 bzw.
an der Innenumfangswand der Bohrung 7 dichtend gehaltert.
Bei Kolbenhüben wird jeweils ein Teil der Rollmembranen 9
und 10 von einer der Umfangsflächen des Abschnittes 1′ des
Kolbens 1 bzw. der Gehäusebohrung 7 abgerollt und auf die
jeweils andere Oberfläche aufgerollt.
Der Auffangraum 11, welcher einen die Hochdruckdichtung bzw.
-dichtungspackung 6 durchdringenden Leckstrom des im Kolben
arbeitsraum 3 befindlichen Pumpmediums aufnimmt, ist ständig
über eine Leitung 15 mit der Saugseite der Pumpe verbunden,
d.h. der Leckstrom wird ständig dem zu verpumpenden Pumpmedium
zugeführt. Die weiteren Räume 12 und 13 sind über gesonderte
Leitungen 16 und 17 an eine Ölversorgung od. dgl. angeschlossen.
Um auch bei schnell aufeinanderfolgenden Kolbenhüben ein
einwandfreies Auf- und Abrollen der Rollmembranen 9 und 10
gewährleisten zu können, soll auf der Konvexseite der die
zylindrischen Abschnitte der Rollmembranen 9 und 10 verbin
denden Ringzonen jeweils ein um ca. 1 bar geringerer Druck
als auf der jeweils anderen Seite der Membranen vorliegen,
d.h. der Druck im Auffangraum 11 soll höher als der Druck im
Raum 12 sein,und der Druck im Raum 13 soll geringer als der
Druck im Raum 12 bleiben.
Ein entsprechendes Druckgefälle kann in mehrfacher Weise
aufrechterhalten werden.
Bei sehr vielen Anwendungen von Pumpen liegt auf der Saug
seite ständig ein Überdruck gegenüber dem Atmosphärendruck
vor. Dieser sogenannte Saugdruck herrscht aufgrund der Ver
bindung des Auffangraumes 11 mit der Saugseite der Pumpe
auch im Auffangraum 11. Wenn nunmehr den Räumen 12 und 13
das jeweilige Öl mit entsprechend verminderten Drücken
zugeführt wird, läßt sich das gewünschte Druckgefälle
herstellen.
Gegebenenfalls ist es auch möglich, in der Verbindungs
leitung 15 zwischen Auffangraum 11 und Saugseite der Pumpe
ein Überdruckventil anzuordnen, welches erst bei einem vor
gegebenen Grenzdruck öffnet und eine Strömung vom Auffang
raum 11 zur Saugseite der Pumpe ermöglicht. Dieser Grenzdruck
wird aufgrund der die Hochdruckdichtung bzw. -dichtungs
packung 6 durchsetzenden Leckströmung ständig aufrechterhal
ten. Auch in diesem Falle kann durch Steuerung des Öldruckes
in den Räumen 12 und 13 das gewünschte Druckgefälle aufrecht
erhalten werden.
Die zuletzt beschriebene Ausführungsform kann auch insoweit
abgeändert werden, als anstelle des Druckbegrenzungsventiles
in der Leitung 15 eine Drossel vorgesehen werden kann.
Da bei den Pumpenhüben im Auffangraum 11 unter Umständen
größere Druckschwankungen auftreten können, kann es zweck
mäßig sein, den Öldruck in den Räumen 12 und 13 in entspre
chender Weise gesteuert zu ändern, um an jeder der Rollmembra
nen 9 und 10 eine nahezu konstante Druckdifferenz aufrecht
zuerhalten.
Sollte eine der Rollmembranen 9 oder 10 brechen, so läßt sich
dies ohne weiteres dadurch feststellen, daß ständig die
Drücke in den Räumen 11 bis 13 bzw. die Druckdifferenzen
zwischen den Räumen 11 und 12 bzw. 12 und 13 gemessen werden.
Sollte die Druckdifferenz zwischen je zwei benachbarten
Räumen 11 und 12 bzw. 12 und 13 stark absinken bzw. verschwin
den, so ist dies gleichbedeutend damit, daß die jeweils
dazwischenliegende Rollmembran 9 oder 10 gebrochen ist.
Abweichend von der beschriebenen bzw. dargestellten Ausfüh
rungsform kann durch den Raum 12 gegebenenfalls auch Pumpme
dium geleitet werden.
Darüber hinaus ist es auch möglich, nur eine einzige Roll
membran 9 anzuordnen, so daß der Raum 12 völlig wegfällt.
Gegebenenfalls kann auch darauf verzichtet werden, am Kolben 1
den im Durchmesser verjüngten Abschnitt 1′ anzuordnen.
In diesem Falle läßt sich jedoch nicht vermeiden, daß die
Räume 11 und 13 bei Kolbenhüben eine größere Volumensänderung
erleiden. Dadurch wird zwar die Steuerung der die Rollmembra
nen 9 oder 10 beaufschlagenden Druckdifferenz erschwert.
Jedoch läßt sich die genannte Volumensänderung zum Verpumpen
der Flüssigkeiten ausnutzen, die den jeweiligen Räumen 11 bis
13 zugeführt werden.
Claims (13)
1. Kolbenpumpe, deren im Förderweg der Pumpe zwischen
Saug- und Druckventil angeordneter Kolbenarbeitsraum
am Kolben durch eine Hochdruckdichtung bzw. -dichtungs
packung von einem niederdruckseitig der Hochdruckdich
tung bzw. -dichtungspackung zwischen Kolben und Gehäuse
frei bleibenden, im wesentlichen drucklosen bzw. nur
geringen Druck aufweisenden Auffangraum für einen die
Hochdruckdichtung bzw. -dichtungspackung durchsetzenden
Leckstrom abgetrennt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Auffangraum (11) an seinem von der Hochdruck
dichtung bzw. -dichtungspackung (6) abgewandten Ende
durch eine Rollmembran (9) abgeschlossen ist, welche
zwischen einer kolbenseitigen zylindrischen Außenum
fangsfläche (7) und einer davon radial beabstandeten
gehäuseseitigen zylindrischen Innenumfangsfläche
mit zwei auf diesen Umfangsflächen aufliegenden,
miteinander ringförmig verbundenen Abschnitten ange
ordnet ist und bei Kolbenhüben wechselseitig auf den
Umfangsflächen auf- und abgerollt wird.
2. Kolbenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die den Auffangraum (11) abschließende Rollmembran
(9) mit der Hochdruckdichtung bzw. -dichtungspackung (6)
zugewandten Rändern ihrer auf den Umfangsflächen (1′, 7)
aufliegenden Membranteile angeordnet und dichtend an
den Umfangsflächen (1′, 7) gehaltert ist.
3. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der vom Auffangraum (11)
abgewandten Seite der Rollmembran (9) ein Ringraum (12)
angeordnet ist, dessen von der Rollmembran (9) abge
wandtes Ende durch eine weitere Rollmembran (10)
abgeschlossen ist.
4. Kolbenpumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die weitere Rollmembran (10) mit der Hochdruck
dichtung bzw. -dichtungspackung (6) zugewandten Rändern
ihrer auf den Umfangsflächen (1′, 7) aufliegenden Membran
teile angeordnet und dichtend an den Umfangsflächen
(1′, 7) gehaltert ist.
5. Kolbenpumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die weitere Rollmembran (10) mit von der Hochdruck
dichtung bzw. -dichtungspackung abgewandten Rändern
ihrer auf den Umfangsflächen (1′, 7) aufliegenden Membran
teile angeordnet und dichtend an den Umfangsflächen
(1′, 7) gehaltert ist.
6. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß ein auf der der Hochdruck
dichtung bzw. -dichtungspackung (6) gegenüberliegenden
Seite der Rollmembran bzw. -membranen (9, 10) angeordneter
Ringraum (13) auf seiner von der Hochdruckdichtung bzw.
-dichtungspackung (6) abgewandten Seite durch eine
Niederdruckdichtung (8) abgeschlossen ist.
7. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der von der Hochdruck
dichtung bzw. -dichtungspackung (6) und/oder der
Niederdruckdichtung (8) abgeschlossene Spalt einen
Durchmesser besitzt, dessen Maß (S) derart größer als
das Maß (d) des Durchmessers der mit der Rollmembran
bzw. den Rollmembranen (9, 10) zusammenwirkenden kolben
seitigen Umfangsfläche (1′) und derart kleiner als das
Maß (D) des Durchmessers der mit der Rollmembran bzw.
den Rollmembranen (9, 10) zusammenwirkenden gehäuseseitigen
Umfangsfläche (7) ist, daß gilt:
D 2-S 2=S 2-d 2.
8. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Auffangraum (11) bzw.
die Räume (11, 12) auf den konkaven Seiten der Ringzonen,
welche die auf den Umfangsflächen (1′, 7) aufliegenden
Bereiche der Rollmembran bzw. Rollmembranen (9, 10)
verbinden, einen etwas höheren Druck führen als der Raum
bzw. die Räume auf der konvexen Seite der Ringzone bzw.
der Ringzonen.
9. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Auffangraum (11) mit der
Saugseite der Pumpe verbunden ist.
10. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Regelvorrichtung
angeordnet ist, welche zur Aufrechterhaltung eines
gewünschten Druckgefälles zwischen den von jeweils
einer Rollmembran (9, 10) getrennten Räumen (11 und 12;
12 und 13) in mindestens einem dieser Räume den Druck
zu erhöhen und/oder abzusenken gestattet.
11. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die durch eine der
Rollmembranen (9, 10) abgeschlossenen Räume (11, 12, 13)
zur Abführung von Reibungswärme ständig von Flüssigkeit
durchströmt werden.
12. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und
8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein
durch Rollmembran (9, 10) abgeschlossener Raum (11, 12, 13)
sein Volumen in Abhängigkeit vom Kolbenhub ändert und
als Arbeitsraum einer Verdrängerpumpe zur Förderung von
Kühlmedium ausgebildet ist.
13. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzeige für die
Druckdifferenz zwischen den von jeweils einer Rollmembran
(9, 10) getrennten Räumen (11 und 12; 12 und 13) angeordnet
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893901071 DE3901071A1 (de) | 1989-01-16 | 1989-01-16 | Kolbenpumpe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19893901071 DE3901071A1 (de) | 1989-01-16 | 1989-01-16 | Kolbenpumpe |
Publications (2)
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| DE3901071A1 true DE3901071A1 (de) | 1990-08-02 |
| DE3901071C2 DE3901071C2 (de) | 1991-08-08 |
Family
ID=6372155
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893901071 Granted DE3901071A1 (de) | 1989-01-16 | 1989-01-16 | Kolbenpumpe |
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