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DE3900169A1 - Verfahren zum impraegnieren anodisch erzeugter oberflaechen von aluminium - Google Patents

Verfahren zum impraegnieren anodisch erzeugter oberflaechen von aluminium

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Publication number
DE3900169A1
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Authority
DE
Germany
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general formula
compounds
range
integer
so3h
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE3900169A
Other languages
English (en)
Inventor
Dieter Dr Brodalla
Helmut Blum
Ansgar Dr Behler
Bernd Dr Fabry
Gilbert Dr Schenker
Birgit Hoffmann
Fritz Dr Lange
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
Priority to DE3900169A priority Critical patent/DE3900169A1/de
Priority to EP90900181A priority patent/EP0452345A1/de
Priority to KR1019900701973A priority patent/KR910700362A/ko
Priority to PCT/EP1989/001596 priority patent/WO1990007589A1/de
Priority to AU48040/90A priority patent/AU4804090A/en
Priority to JP2501034A priority patent/JPH04502647A/ja
Priority to ZA9058A priority patent/ZA9058B/xx
Publication of DE3900169A1 publication Critical patent/DE3900169A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D11/00Electrolytic coating by surface reaction, i.e. forming conversion layers
    • C25D11/02Anodisation
    • C25D11/04Anodisation of aluminium or alloys based thereon
    • C25D11/18After-treatment, e.g. pore-sealing
    • C25D11/24Chemical after-treatment
    • C25D11/246Chemical after-treatment for sealing layers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C25D11/18After-treatment, e.g. pore-sealing
    • C25D11/24Chemical after-treatment
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
    • C07C303/02Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Imprägnieren anodisch erzeugter Oberflächen von Aluminium und/oder Alu­ miniumlegierungen, die gegebenenfalls gefärbt sind. Dabei werden die oben genannten Oberflächen mit wäßrigen Lösungen bestimmter anionischer, oberflächenaktiver Verbindungen in Kontakt gebracht.
Auf dekorativen Aluminiumoberflächen, insbesondere in der Architektur, werden zum Zwecke des Korrosionsschutzes viel­ fach anodisch erzeugte Oxidschichten aufgebracht, die diese vor den Einflüssen der Witterung und anderer korrodierender Medien schützen. Des weiteren werden die anodisch erzeugten Oxidschichten auch aufgebracht, um eine härtere Oberfläche zu erhalten und damit eine erhöhte Verschleißfestigkeit des Aluminiums zu erreichen. Durch die teilweise leichte Ein­ färbbarkeit der Oxidschichten lassen sich besonders deko­ rative Effekte erzielen.
Für das Aufbringen von dekorativen, anodisch erzeugten Oxidschichten auf Oberflächen von Aluminium und/oder Alu­ miniumlegierungen sind eine Reihe von Verfahren bekannt. Beispielsweise erfolgt die Herstellung der Oxidschicht mit einem mit Gleichstrom überlagerten Wechselstrom in Lösungen von Schwefelsäure. Häufig werden jedoch auch Lösungen orga­ nischer Säuren wie beispielsweise Sulfophthalsäure oder Sulfanilsäure oder deren Gemische mit Schwefelsäure verwen­ det. Derartig aufgebrachte Oxidschichten erfüllen aber nicht alle Anforderungen im Hinblick auf den Korrosionsschutz, da sie eine sehr offenporige Struktur aufweisen. Aus diesem Grunde ist es erforderlich, die Oxidschichten zu verdichten. Diese Verdichtung wird üblicherweise mit heißem, bzw. sie­ dendem Wasser vorgenommen und als "Sealing" bezeichnet. Hier­ bei werden die Poren verschlossen und damit der Korrosions­ schutz erhöht.
Bei der Verdichtung anodisch aufgebrachter Oxidschichten werden insbesondere die Oberflächenporen verschlossen, wobei gleichzeitig eine Umstrukturierung der Oxidschicht erfolgt. Daneben bildet sich aber auch meist auf der gesamten Fläche ein mehr oder weniger samtartiger, störender Belag aus hydratisiertem Aluminiumoxid, der sogenannte Sealing-Belag, der weiterhin die Haftfestigkeit der Verklebung solcher Aluminiumteile vermindert und durch eine vergrößerte effek­ tive Oberfläche spätere Verschmutzung und Korrosion fördert.
Die DE-OS 22 11 553 beschreibt ein Verfahren zur Verdichtung der Oberfläche von Aluminium oder Aluminiumlegierungen unter Verwendung bestimmter Phosphonsäuren in Verbindung mit weite­ ren Zusätzen von Calciumionen, wobei die Bildung von stören­ den Aluminiumhydroxidbelägen auf den Oberflächen weitgehend verhindert und Schwierigkeiten durch Härtesalze des Wassers vermieden werden. Für dieses Verfahren kommen insbesondere kurzkettige Phosphonsäuren, bzw. deren wasserlösliche Salze in Betracht, die mit zweiwertigen Metallen Komplexe bilden.
Die EP-OS 01 22 129 beschreibt ein Verfahren zur Behandlung von anodisch erzeugten Aluminiumoberflächen mit wäßrigen Lösungen bei einem pH-Wert von wenigstens 7 in Anwesenheit von Verdichtungshilfsmitteln. Als Verdichtungshilfsmittel, auch Sealing-Belagverhinderer genannt, kommen hierbei in Frage: Dextrine, Acrylsäure, Methacrylsäure, wasserlösliche Polymere von Acrylsäure- oder Methacrylsäure-Ligninsulfona­ ten, cycloaliphatische oder aromatische Polycarbonsäuren und Cyclohexan-Hexacarbonsäure, wasserlösliche, mit zweiwertigen Metallen komplexbildende, kurzkettige Phosphonsäuren, Reak­ tionsprodukte von sulfonierten aromatischen Verbindungen mit einem Aldehyd und/oder Dimethylolharnstoff oder einem Gemisch aus einem Formaldehyd und Harnstoff.
Aus H.J. Goehausen und G.C. Schoener, Industrial Finishing, 1982, Sonderdruck, ist die Verwendung von verschiedenen organischen Verbindungen, unter anderem Phosphonsäuren, als Sealingbelagverhinderer bekannt.
Die GB-A-21 39 646 beschreibt ein Verfahren zum Verdichten anodisierter Aluminiumoberflächen in einem Verdichtungsbad bei einem pH-Wert von wenigstens 7 in Anwesenheit von Sealingbelagverhinderern zur Erzielung eines schnellen effi­ zienten Verdichtens ohne die Bildung von irisierenden Belä­ gen. Als Beispiele für Sealingbelagverhinderer werden Dextrine, Phosphonate, Carbonsäuren und die Reaktionsprodukte von Aldehyden oder Dimethylolharnstoff genannt. Eine wesent­ liche Eigenschaft der Sealingbelagverhinderer besteht darin, daß diese Komplexe mit zweiwertigen Metallkationen bilden. Diese dienen damit insbesondere zur Entfernung der Wasser­ härte der Verdichtungsbäder.
Aus der DE-OS 26 50 989 ist ein Verfahren zur Behandlung von Oberflächen aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen bekannt, wobei die Verdichtung unter Anwesenheit cycloaliphatischer oder aromatischer Polycarbonsäuren durchgeführt wird, die 4 bis 6 Carboxylgruppen im Molekül aufweisen.
Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Imprägnieren anodisch erzeugter Aluminiumoberflächen zur Verfügung zu stellen. Ausgangspunkt der Erfindung war die Feststellung, daß Oberflächen von Aluminium und Aluminiumlegierungen in Freibewitterungsver­ suchen keine ausreichende Beständigkeit aufweisen, vergleiche hierzu H. Schulz et al., "Aluminium", Vol. 64 (1988), 384- 392. Insbesondere wurde gefunden, daß die Schwitzwasserbe­ ständigkeit der gemäß dem Stand der Technik erhaltenen Aluminiumoberflächen nicht ausreichend ist.
Somit besteht die Lösung der vorstehend genannten Aufgabe darin, ein Verfahren zum Imprägnieren anodisch erzeugter Oberflächen von Aluminium- und/oder Aluminiumlegierungen zur Verfügung zu stellen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die ungefärbten oder gefärbten Oberflächen mit wäßrigen Lösungen anionischer oberflächenaktiver Verbindungen mit wenigstens einer Sulfonsäuregruppe, Phosphonsäuregruppe und/oder Phosphonigsäuregruppe der allgemeinen Formel (I) bis (VIII)
A-R (I)
wobei
A für Ch₃(CH₂) x CH(OH)(CH₂) y CH(SO₃H)(CH₂) z - und/oder CH₃(CH₂) x CH(SO₃H)(CH₂) y CH(OH)(CH₂) z -
oder HO₃S-CH₂(CH₂) y CH(OH)(CH₂) q - und/oder HO-CH₂(CH₂) y CH(SO₂H)(CH₂) q - steht
mit x, z = 0 bis 17; y = 1 oder 2; x + y + z = 7 bis 16, q = 4 bis 17
und
R=-CH₂O(C n H₂ n O) p H,
R=-CH₂O(C n H₂ n O) p CO-A,
R=-COOR* oder
R=-CH₃ steht
mit
R*=H oder C₁ bis C₄-Alkyl,
n=2 bis 4 und
p=0 bis 5
sowie deren Verbindungen, die sich aus A durch formale Ab­ spaltung von einem Molekül Wasser ergeben
und/oder der allgemeinen Formel (II)
R¹-PO₃H₂ (II)
wobei
R¹ für einen geradkettigen und/oder verzweigtkettigen, gesättigten oder einfach und/oder mehrfach ungesät­ tigten Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen steht, wobei in den geradkettigen Alkylresten die α- und b-Stellung nicht substituiert ist, im übrigen gegebenenfalls eine und/oder mehrere Phosphat-, Carboxylat-, Sulfonat-, Ester-, Hydroxyl- und/oder freie oder N,N-alkylierte Aminogruppen aufweist und einen Alkylarylrest mit 6 bis 22 C-Atomen steht
und/oder der allgemeinen Formel (III)
R²-CO-NH-C(R₂³)PO₃H₂ (III)
wobei
R₂ für einen geradkettigen und/oder verzweigtkettigen Al­ kylrest mit 5 bis 21 C-Atomen steht und
R³ für Wasserstoff und/oder einen C₁-C₄-Alkylrest steht
und/oder der allgemeinen Formel (IV)
R¹-(OCH₂CH₂) a N(CH₂PO₃H₂)(CH₂CH₂OH) (IV)
wobei
R¹ die oben genannte Bedeutung hat und
a für eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 10 steht
und/oder der allgemeinen Formel (V)
R¹-(OCH₂CH₂) a NR⁴(CH₂) b NR⁴CH₂PO₃H₂ (V)
wobei
R¹ und a die oben genannte Bedeutung haben,
R⁴ für Wasserstoff oder CH₂PO₃H₂ steht und
b für eine ganze Zahl im Bereich von 2 bis 6 steht
und/oder der allgemeinen Formel (VI)
H₂N(CH₂) c C(OH)PO₃H₂)₂ (VI)
wobei
c für eine ganze Zahl im Bereich von 4 bis 16 steht
und/oder der allgemeinen Formel (VII)
HOOC-(CH₂) d -PO e H₂ (VII)
wobei
d für eine ganze Zahl im Bereich von 5 bis 17 und
e für 2 oder 3 steht,
und/oder der allgemeinen Formel (VIII)
CH₃-(CH₂) f -C(OH)(PO₃H₂)-(CH₂) g -COOH (VIII)
wobei
(f+g) für eine ganze Zahl im Bereich von 9 bis 19 steht,
in Kontakt bringt.
Mit Hilfe der vorliegenden Erfindung konnte das Freibewitte­ rungsverhalten von Oberflächen aus Aluminium und Aluminium­ legierungen verbessert werden. Auch konnte hierbei eine gegenüber dem Stand der Technik erhöhte Schwitzwasserbe­ ständigkeit der obengenannten Oberfläche erzielt werden.
Die erfindungsgemäß einzusetzenden oberflächenaktiven Ver­ bindungen mit wenigstens einer Sulfonsäure-, Phosphonsäure­ gruppe und/oder wenigstens einer Phosphonigsäuregruppe der allgemeinen Formel (I) bis (VIII) können somit im Anschluß an ein Verdichtungsverfahren, d. h. im Anschluß an eine Behandlung der Oberflächen in an sich bekannten Verdich­ tungsbädern, oder auch in derartigen Verdichtungsbädern eingesetzt werden. So können die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) bis (VIII) in einem Verdichtungsbad gleichzeitig als Imprägnierzusatz und als Verdichtungshilfsmittel, d. h. als Sealingbelagsverhinderer, Verwendung finden, wobei solche Verdichtungsbäder gegebenenfalls auch zusätzliche Verdich­ tungshilfsmittel, insbesondere solche gemäß DE-OS 26 50 989, enthalten können.
Wenn im Falle der allgemeinen Formel (I) R für -CH₂O(C n H₂ n O) p H steht, werden somit i-Oleyl(ether)sulfonate gebildet, deren Herstellung aus der deutschen Patentanmeldung P 37 25 030.2 bekannt ist.
Die von i-Oleyloleat-disulfonat abgeleiteten oberflächen­ aktiven Verbindungen sind aus der deutschen Patentanmeldung p 38 09 822.9 bekannt.
Ölsäuresulfonate können nach der GB-A 12 78 421 hergestellt werden.
Die Herstellung von Monophosphonsäuren der allgemeinen Formel (II) kann in bekannter Weise durch Umsetzung entsprechender Alkylhalogenide mit Trialkylphosphit und anschließender Hydrolyse erfolgen. Die Umsetzung des Halogenids mit Trial­ kylphosphit ist in der Literatur als Michaelis-Arbusov-Reak­ tion beschrieben; vergleiche beispielsweise Houben-Weyl, "Methoden der organischen Chemie", 4. Auflage (1963) Bd. 12, S.433.
Acylamido-alkylphosphonsäuren der allgemeinen Formel (III) können durch Umsetzung der entsprechenden Säureamide mit Phosphortrichlorid in Anwesenheit von Ketonen in Eisessig als Lösungsmittel synthetisiert werden (US-PS 23 04 156).
Phosphonsäuren der allgemeinen Formel (IV) und (V) werden durch Methylenphosphonylierung von Aminen, wie sie von K. Moedritzer und B. Irani in j. Org. Chem. 31 (1966) 1603 beschrieben ist, hergestellt. Im vorgenannten Fall werden als Edukte alkylisierte Alkanolamine eingesetzt.
Die Synthese von Diphosphonsäuren der allgemeinen Formel (VI) ist u. a. in der EP-OS 00 39 033 beschrieben.
Verbindungen der allgmeinen Formel (VII) werden durch Addition von H₃PO₃ oder PCL₃ bzw. H₃PO₂ an endständig ungesättigten Carbonsäuren erhalten.
Verbindungen der allgemeinen Formel (VIII) erhält man durch Umsetzung von Ketoalkancarbonsäuren mit PCL₃ in Eisessig und anschließender Hydrolyse. Die Position der innenständigen Ketongruppe ist hier im allgemeinen unbestimmt. Beispielsweise läßt sich Ricinolsäure zur 12-Ketostearinsäure umlagern, die dann - wie vorstehend beschrieben - zur 12-Hydroxy-12-phos­ phonostearinsäure umgesetzt wird.
Während die üblicherweise in Verdichtungsbädern enthaltenen kurzkettigen Phosphonsäuren das Verhalten der Oberfläche in der Freibewitterung nicht beeinflussen, verbleiben die erfindungsgemäß eingesetzten langkettigen oberflächenaktiven Verbindungen auf der verdichteten Oxidschicht und üben so einen positiven Effekt auf das dauerhaft dekorative Aussehen der Oberflächen aus. Wenn somit im Stand der Technik bereits die Verwendung von Phosphonsäuren und/oder Sulfonsäuren als Zusatz in Verdichtungsbädern vorgeschlagen wurde, so ist doch im Stand der Technik bisher nicht bekannt, daß langkettige Phosphonsäuren eine ausgezeichnete Verhinderung des Freibe­ witterungsbelags beziehungsweise eine Erhaltung des deko­ rativen Aussehens in der Freibewitterung zeigen. Durch die erfindungsgemäße Imprägnierung wird die Oxidschicht geschützt und damit die Bildung von dekorativ störenden Flecken ver­ hindert. Weiterhin werden irisierende Beläge und Schattierungen durch Kondenswasser weitgehend ausgeschlossen. Diese Vorteile zeigen sich insbesondere bei der Freibewit­ terung. Weiterhin zeigt sich, daß die erfindungsgemäß behan­ delten Aluminiumoxidoberflächen eine deutlich geringere Empfindlichkeit gegenüber Fingerabdrücken aufweisen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Er­ findung werden die Verbindungen der allgemeinen Formeln (I) bis (VIII) im Anschluß an ein Verdichtungsverfahren mit den Oberflächen in Kontakt gebracht. Hierbei wird eine verdichtete Aluminiumoberfläche in eine wäßrige Lösung der oben genannten anionischen oberflächenaktiven Verbindungen in einem vom Verdichtungsverfahren gesonderten Schritt eingebracht. Im Sinne der Erfindung werden hierbei die folgenden Parameter eingehalten:
Konzentration der anionischen oberflächenaktiven Verbin­ dungen: 0,01 bis 50 g/l, vorzugsweise 0,05 bis 10 g/l, insbesondere 0,1 bis 1 g/l.
Temperatur der wäßrigen Lösung: 20 bis 100°C, vorzugsweise 40 bis 100°C, insbesondere 40 bis 60°C.
pH-Wert der wäßrigen Lösung: bis 9, vorzugsweise 6 bis 8.
Behandlungsdauer: 10 Sekunden bis 1 Stunde, vorzugsweise 1 bis 3 Minuten. Hierfür gilt, daß man bei kurzen Behand­ lungszeiten generell höhere Konzentrationen und bei längeren Behandlungszeiten geringere Konzentrationen wählt.
Eine weitere, bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß man das Verfahren zum Impräg­ nieren anodisch erzeugter Oberflächen von Aluminium und/oder Aluminiumlegierungen derart durchführt, daß man die Verbin­ dungen der allgemeinen Formeln (I) bis (VIII) in einem Ver­ dichtungsbad mit den Oberflächen in Kontakt bringt. Demgemäß werden die erfindungsgemäß einzusetzenden Verbindungen in an sich bekannten Verdichtungsbädern, gegebenenfalls zusammen mit an sich bekannten Verdichtungshilfsmitteln, d. h. Sealing­ belagverhinderern, verwendet. Hierbei werden die erfindungs­ gemäß einzusetzenden Verbindungen in den vorstehend ange­ gebenen Konzentrationen diesen Bädern zugesetzt.
Im Falle einer sogenannten "Heißverdichtung" wird die Tem­ peratur des Verdichtungs- bzw. Imprägnierbades auf Werte im Bereich von 90 bis 100°C und der pH-Wert dieses Bades auf Werte im Bereich von 5 bis 9, vorzugsweise 6 bis 8, eingestellt. Die Verdichtung, bzw. Imprägnierung, wird hierbei in einem Zeitraum von 1 bis 3 min pro µm Schicht­ dicke, bezogen auf die Schichtdicke der anodisch erzeugten Oxidschicht, durchgeführt.
Im Falle einer sogenannten "Kaltverdichtung" wird die Tem­ peratur des Verdichtungs- bzw. Imprägnierbades auf Werte im Bereich von 20 bis 40°C und der pH-Wert dieses Bades auf Werte im Bereich von 5 bis 8 eingestellt. Die Verdichtung bzw. Imprägnierung wird hierbei im Verlaufe von 10 sec bis 2 min pro µm Schichtdicke durchgeführt.
Die letztgenannten Verfahrensvarianten haben den Vorteil, daß kein neuer Verfahrensschritt in den Gesamtprozeß eingebracht wird.
Im Sinne der Erfindung werden solche Verbindungen der allge­ meinen Formel (I) bis (VIII) verwendet, die in alpha-Stel­ lung zu der Säurefunktion nicht substituiert sind. Als Bei­ spiel sei hier ein Tetradecylsulfonat genannt. Als in alpha-Stellung substituierte Verbindungen, und damit als nicht erfindungsgemäße Beispiele, sind hier zu nennen: 2-Hydroxy-dodecylsulfonat-1 und 1-Carboxy-tridecylsulfonat-2.
Als Beispiel für eine einfach ungesättigte, in alpha-Stellung unsubstituierte anionische, oberflächenaktive Verbindungen mit einer innenständigen Sulfonsäuregruppe ist Ölsäuresulfonat im Sinne der vorliegenden Erfindung bevorzugt. Diese wird durch Sulfonierung von handelsüblicher Ölsäure nach obengenannten Verfahren erhalten. Die genaue Position der SO₃H-Gruppe im Ölsäuremolekül ist nicht einheitlich, da aufgrund der Sul­ fonierungsbedingungen Isomerisierungen auftreten. Eine wei­ tere im Sinne der Erfindung bevorzugte anionische oberflächen­ aktive Verbindung ist 1-Hydroxy-octadecenyl-sulfonat-9, her­ gestellt gemäß der deutschen Patentanmeldung P 37 25 030.2.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden von den vorstehend definierten Verbindungen der allgemeinen Formel (I) die folgenden eingesetzt:
Sulfonsäuren der allgemeinen Formel (I), in welcher A
HO₃S-CH₂(CH₂) y CH(OH)(CH₂) q - und/oder HO-CH₂(CH₂) y CH(SO₃H)(CH₂) q -
mit q=4 bis 14, y=1 oder 2
und R=-CH₃ bedeuten.
Beispielhaft sei hierzu Tetradecylsulfonat-1 genannt.
Sulfonsäuren der allgemeinen Formel (I), in welcher A
CH₃(CH₂) x CH(OH)(CH₂) y CH(SO₃H)(CH₂) z - und/oder CH₃(CH₂) x CH(SO₃H)(CH₂) y CH(OH)(CH₂) z -
mit x+y+z=12 bis 14, y=1 oder 2, x,z=0 bis 13,
und R jeweils einen der nachstehenden Reste bedeuten:
R=-CH₂O(C n H₂ n O) p H, mit p=0
R=-CH₂O(C n H₂ n O) p H, mit n=2, p=5
R=-COOR*, mit R*=H.
Beispielhaft seien hierzu genannt: 1-Hydroxy-octadecenyl­ sulfonat, innenständig; Octadecenyl-penta (oxyethylen)- ethersulfonat; Octadecensäuresulfonat.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden von den vorstehend definierten Verbindungen der allgemeinen Formeln (II) bis (VIII) die folgenden eingesetzt:
Phosphonsäuren der allgemeinen Formel (II), in welcher R¹ einen geradkettigen, gesättigten Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen bedeutet. Beispielhaft sei hierzu die Tetradecyl­ monophosphonsäure genannt.
Phosphonsäuren der allgemeinen Formel (III), in welcher R² einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten Alkylrest mit 7 bis 17 C-Atomen und R³ einen Methylrest bedeuten. Beispielhaft seien hierzu genannt: Isononanoylamido-1,1-dimethylmethanphosphonsäure und Kokos­ fettsäureamido-1,1-dimethylmethanonphosphonsäure.
Phosphonsäuren der allgemeinen Formel (IV), in welcher R¹ einen geradkettigen, gesättigten Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen und a eine ganze Zahl im Bereich von 2 bis 4 bedeuten Beispielhaft sei hierzu die C₁₂/₁₄-Alkylether­ ethanolamin-methylenphosphonsäure genannt.
Phosphonsäuren der allgemeinen Formel (V), in welcher R¹ einen geradkettigen, gesättigten Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen, R⁴ Wasserstoff oder -CH₂PO₃H₂, a eine ganze Zahl im Bereich von 2 bis 4 und b 2 oder 4 oder 6 bedeuten. Beispiel­ haft sei hierzu genannt die N-C₁₆/₁₈-Alkyl-hexamethylen­ diamin-methylenphosphonsäure.
Phosphonsäuren der allgemeinen Formel (VI), in welcher c eine ganze Zahl im Bereich von 8 bis 12 bedeutet. Beispielhaft sei hierzu die 11-Amino-1-hydroxyundecan-1,1-diphosphonsäure genannt.
Phosphonsäuren der allgemeinen Formel (VII), in welcher d eine ganze Zahl im Bereich von 7 bis 11 und e die Zahl 3 bedeuten. Beispielhaft sei hierzu die α-Carboxyundecan- ω-phosphonsäure genannt.
Phosphonsäuren der allgemeinen Formel (VIII), in welcher die Summe von f und g eine ganze Zahl im Bereich von 13 bis 17 bedeutet. Beispielhaft sei hierzu die 12-Hydroxy-12-phos­ phonostearinsäure genannt.
Neben den oben genannten freien Säuren sind selbstverständ­ lich im Sinne der vorliegenden Erfindung auch deren wasser­ lösliche Alkali- und Erdalkalimetallsalze sowie deren Ammonium- und Aminsalze, insbesondere die Salze, die sich von Methylamin, Diethanolamin oder Pyridin ableiten, einsetzbar. Insbesondere bevorzugt ist die Verwendung von Natriumsalzen der oben genannten Sulfonsäuren, Phosphonsäuren und Phospho­ nigsäuren.
Wenn das Verfahren zur Imprägnierung derart durchgeführt wird, daß man die anionischen, oberflächenaktiven Verbindun­ gen zusammen mit im Stand der Technik bekannten Verdichtungs­ hilfsmitteln mit der Oberfläche in Kontakt bringt, werden als Verdichtungshilfsmittel beispielsweise P3-almecoseal®SL (Henkel KGaA, Deutschland), P3-almecoseal®Cl (Henkel KGaA, Deutschland) oder Sealsalz AS (Sandoz, Schweiz), jeweils in einer Konzentration von 0,5 bis 4 g/l eingesetzt.
Dieselben Verdichtungshilfsmittel können eingesetzt werden, wenn das Verdichtungsverfahren und die Imprägnierung in von­ einander getrennten Schritten erfolgt.
Ausführungsbeispiele A) Vergleichtests im Kondenswasserprüfklima
In den nachfolgenden Beispielen wurden Probebleche (Dimension 75 mm × 105 mm × 0,5 mm) aus dem Werkstoff Al 99,85, blank­ gewalzt, verwendet.
Die Bleche wurden in einer wäßrigen Lösung, bestehend aus 3 Gew.-% P3-almeco®18 (alkalischer Reiniger, enthaltend Borate, Carbonate, Phosphate und nichtionische Tenside), bei einer Temperatur von 70°C und einer Tauchzeit von 2 min gereinigt.
Nach jedem Verfahrensschritt wurden die Profile mit entioni­ siertem Wasser gründlich gespült.
Die anschließende Anodisierung wurde nach dem Gleichstrom- Schwefelsäure-Verfahren vorgenommen; Zusammensetzung: 200 g/l Schwefelsäure, 10 g/l Aluminium; Lufteinblasung 8 m³/m²/h; Temperatur 18°C, Gleichspannung 16 V. Die Anodisierdauer betrug etwa 3 min/µm Schichtaufbau; d. h. die Gesamtanodisierzeiten für die in den nachstehenden Beispielen angegebenen Oxidschichten von 3 µm lagen zwischen 9 und 10 min.
Nach erneutem gründlichen Spülen mit entionisiertem Wasser erfolgte eine elektrolytische Färbebehandlung;
Badzusammensetzung: 20 g/l P3-Almecolor®P (Zinn-(II)-sulfat, enthaltend 55% Zinn), 25 g/l P3-Almecolor®S (Eisen(II)-Salze und organische Sulfonsäuren), 18 g/l Schwefelsäure, Wechsel­ spannung: 16 V bei 20 bis 25°C; Färbezeit 1 min.
Anschließend wurden die Bleche wiederum gespült und sodann in heißem Wasser unter Zusatz eines Verdichtungshilfsmittels gemäß DE-OS 26 50 989 verdichtet; die Badtemperatur betrug 98 bis 100°C, die Tauchzeit 1 min, die Konzentration des Sealing-Belagverhinderers betrug 0,2 Gew.-%. Daran an­ schließend erfolgte die erfindungsgemäße Nachbehandlung.
Die Konzentration an anionischer, oberflächenaktiver Verbin­ dung in der wäßrigen Lösung betrug jeweils 0,1 g/l, die Tem­ peratur der Lösung 60°C und die Behandlungsdauer 1 min. Nur im Beispiel 3 wurden die Proben 3 min bei 100°C nachbehan­ delt, und im Beispiel 4 wurde die Konzentration auf 5 g/l angehoben. Die pH-Werte der Imprägnierungslösung ergaben sich jeweils durch Auflösen der angegebenen Konzentration. Falls sie nicht im Bereich von pH 5 bis 9 lagen, wurde mittels Essigsäure und Ammoniklösung ein pH-Wert in diesem Bereich eingestellt.
Die Güte des Schutzfilms wurde im Kondenswasserprüfklima ge­ mäß DIN 50 017 KK über 13 Tage bestimmt. Bei unbehandelten Blechen ergab sich unter der Kondenswasserbelastung ein mit der Zeit zunehmender Korrosionsangriff auf die Oberfläche. Dieser äußerte sich im Auftreten von dekorativ störenden Flecken bis hin zu einer flächigen Belagbildung, von stumpf­ mattem bis irisierendem Aussehen. Die Größe der angegriffenen Oberfläche stellt somit ein Maß für den Grad des korrosiven Angriffs dar, bzw. kann als Maß für die Schutzwirkung der erfindungsgemäßen Mittel dienen, wenn so behandelte Ober­ flächen vergleichend im Kondenswasserprüfklima getestet werden.
Beispiel 1
Unter Verwendung von Tetradecylsulfonat-1 wurde entsprechend den oben genannten Bedingungen imprägniert.
die Tabelle1 gibt die erhaltenen Daten nach 3, 6, 8, 10 und 13 Tagen im Kondenswasserprüfklima im Vergleich zu einer un­ behandelten Probe wieder.
Vergleichsbeispiel 1
Unter Verwendung von 2-Hydroxydodecylsulfonat-1 wurde ent­ sprechend den obengenannten Bedingungen imprägniert.
Die Tabelle 1 gibt die erhaltenen Daten nach 3, 6, 8, 10 und 13 Tagen im Kondenswasserprüfklima im Vergleich zu einer un­ behandelten Probe wieder.
Vergleichsbeispiel 2
Unter Verwendung von 1-Carboxy-tridecylsulfonat-2 wurde entsprechend den obengenannten Bedingungen imprägniert.
Die Tabelle 1 gibt die erhaltenen Daten nach 3, 6, 8, 10 und 13 Tagen im Kondenswasserprüfklima im Vergleich zu einer unbehandelten Probe wieder.
Tabelle 1
Beispiel 2
Unter Verwendung von innenständigem 1-Hydroxy-octadecenyl­ sulfonat wurde entsprechend den obengenannten Bedingungen imprägniert.
Die Tabelle 2 gibt die erhaltenen Daten nach 3, 6, 8, 10 und 13 Tagen im Kondenswasserprüfklima im Vergleich zu einer un­ behandelten Probe wieder.
Herstellung von 1-Hydroxy-octadecenyl-sulfonat 1.1 Oleylacetat (technisch)
Ein technischer Oleylalkohol (HD-Ocenol®90/95, Jodzahl 94, Hydroxylzahl 210) wurde mit Essigsäureanhydrid (20 Mol-% Überschuß) bei 118°C 4 Stunden umgesetzt. Das Reaktions­ gemisch wurde dann auf Eiswasser gegossen und die organische Phase mehrmals mit Wasser gewaschen. Dann wurde der erhaltene Rohester getrocknet und durch Destillation gereinigt. Der erhaltene Ester hatte eine Jodzahl von 83, eine Resthydroxyl­ zahl von 0,9.
1.2 Herstellung des Hydroxysulfonats 1.2.1 Sulfonierung mit 1 Mol SO₃
In einem 800-ml-Standreaktor mit Mantelkühlung wurden 310 g (1 Mol) des Oleylacetats aus 1.1 vorgelegt und bei 30°C mit 80 g (1 Mol) SO₃ sulfoniert. Das SO₃ wurde durch Erhitzen aus einer entsprechenden Menge Oleum ausgetrieben, mit N₂ auf eine Konzentration von 5 Vol% verdünnt und innerhalb von 32 min in das Oleylacetat eingeleitet, wobei die Temperatur des Reaktionsgemisches durch Kühlung auf die Werte unterhalb 40°C gehalten wurde.
Nach der Sulfonierung wurde das Reaktionsgemisch in eine verdünnte Lösung von 84 g (2,1 Mol) NaOH in 1500 g Wasser eingerührt. Dieses Gemisch wurde dann 4 Stunden auf dem Dampfbad bei 95 bis 100°C hydrolysiert. Nach dem Abkühlen auf 20°C wurde durch Zugabe von HCL-Lösungen der pH-Wert des Reaktionsgemisches auf 7,0 eingestellt.
Aniontensid (DGF-H-III-10):
0,723 mval/g
Unsulfierte Anteile (DGF-G-111-6b): 2,0 Gew.-%
Na₂SO₄: 2,0 Gew.-%
CH₃COONa: 4,0 Gew.-%
1.2.2 Herstellung im Fallfilmreaktor
In einem kontinuierlich arbeitenden Fallfilmreaktor wurden 3,1 kg (10 Mol) Oleylaceat (nach 1.1) bei 30°C mit einem Durchsatz von 10 g/min mit SO₃ im Stoffmengenverhältnis Oleylacetat : SO₃=1 : 1,3 zur Reaktion gebracht. Das rohe Sulfonierungsprodukt wurde kontinuierlich in verdünnte wäßrige Natronlauge eingerührt und dann wie unter 1.2.1 hydrolysiert und aufgearbeitet. Das erhaltene Produkt hatte folgende Kennzahlen:
Aniontensid (DGF-H-III-10):
1,498 mval/g
Unsulfierte Anteile (DGF-G-III-6b): 5,0 Gew.-%
Na₂SO₄: 1,0 Gew.-%
CH₃COONa: 5,0 Gew.-%
Beispiel 3
Unter Verwendung von innenständigem Octadecensäure-sulfonat wurde entsprechend den obengenannten Bedingungen imprägniert; die Konzentration betrug 0,1 g/l, die Behandlungsdauer 3 min und die Temperatur 100°C
Beispiel 4
Zur Imprägnierung wurde hierbei gleichfalls innenständiges Octadecensäure-sulfonat verwendet, wobei jedoch - zum Unterschied von Beispiel 3 - die Konzentration 5 g/l betrug.
Die Tabelle 2 gibt die erhaltenen Daten für Beispiel 3 und 4 nach 3, 6, 10, und 13 Tagen im Kondenswasserprüfklima im Vergleich zu einer unbehandelten Probe wieder.
Herstellung von Octadecensäure-sulfonat
In einem kontinuierlich arbeitenden Fallfilmreaktor mit Heiz- und Kühlmantel (Kapazität ca. 600 g/h) wurde technische Öl­ säure mit luftverdünntem SO₃-Gas (5 Vol-% SO₃ in Luft) zur Reaktion gebracht. Das Stoffmengenverhältnis von SO₃ zu Ölsäure betrug 1,0 : 1,0. Das rohe Reaktionsprodukt wurde kontinuierlich mit Wasserstoffperoxid gebleicht und mit wäßriger Natronlauge neutralisiert und hydrolysiert. Das Produkt besaß die folgenden Kennzahlen:
Aniontensid (DGF-H-III-10):|52,8%
Unsulfierte Anteile (DGF-G-III-6b): 5,0%
Na₂SO₄: 2,0%
Wassergehalt 40,0%
Beispiel 5
Unter Verwendung von innenständigem Octadecenyl-penta(oxy­ ethylen)ether-sulfonat wurde entsprechend den obengenannten Bedingungen imprägniert.
Die Tabelle 2 gibt die erhaltenen Daten nach 3, 6, 8, 10 und 13 Tagen im Kondenswasserprüfklima im Vergleich zu einer un­ behandelten Probe wieder.
Herstellung von Octadecenyl-penta(oxyethylen)ether-sulfonat Oleyl-penta(oxyethylen)-acetat
Analog Beispiel 2 wurden an einen technischen Oleylalkohol (gemäß Beispiel 2)5 Mol Ethylenoxid angelagert. Das Ox­ ethylat wurde dann, ebenfalls analog Beispiel 2 in das Acetat überführt.
Herstellung des Ethersulfonats
Ausgehend von 320 g des Oleyl-penta(oxyethylen)-acetat wurde durch Sulfonierung analog Beispiel 2 mit 1,3 Mol SO₃ pro Mol des Oleyl-penta(oxyethylen)-acetats, die innerhalb von 11 Minuten eingeleitet wurden und Aufarbeitung gemäß Beispiel 2 ein Ethersulfonat mit den folgenden Kennzahlen erhalten:
Aniontensid (DGF-H-III-10):
0,362 mval/g
Unsulfierte Anteile (DGF-G-III-6b): 6,0 Gew.-%
Na₂SO₄: 3,0 Gew.-%
CH₃COONa: 3,0 Gew.-%
Vergleichsbeispiel 3
Unter Verwendung von innenständigem Octadecenyl-deca(oxy­ ethylen)ether-sulfonat wurde entsprechend den obengenannten Bedingungen imprägniert.
Die Tabelle 2 gibt die erhaltenen Daten nach 3, 6, 8, 10 und 13 Tagen im Kondenswasserprüfklima im Vergleich zu einer un­ behandelten Probe wieder.
Herstellung analog Beispiel 4 unter Verwendung von 10 Mol Ethylenoxid pro Mol Oleylalkohol.
Vergleichsbeispiel 4
Unter Verwendung von innenständigem Octadecenyl-eicosa(oxy­ ethylen)ether-sulfonat wurde entsprechend den obengenannten Bedingungen imprägniert.
Die Tabelle 2 gibt die erhaltenen Daten nach 3, 6, 8, 10 und 13 Tagen im Kondenswasserprüfklima im Vergleich zu einer unbehandelten Probe wieder.
Beispiel 6
Unter Verwendung von innenständigem Octadecensäure-octade­ cenylester-disulfonat wurde entsprechend den obengenannten Bedingungen imprägniert.
Die Tabelle 2 gibt die erhaltenen Daten nach 3, 6, 8, 10 und 13 Tagen im Kondenswasserprüfklima im Vergleich zu einer unbehandelten Probe wieder.
Herstellung von Octadecensäure-octadecenylester-disulfonat Sulfonierung von Oleyloleat in einem Fallfilmreaktor
Der Fallfilmreaktor bestand aus Glas und wies ein von einem Heiz- und Kühlmantel umgebenes Rohr mit einer Länge von 1100 mm und einem Innendurchmesser von 6 mm auf. Der Reaktor war am Kopf mit einer Aufgabevorrichtung für das Esteraus­ gangsmaterial und einem Gaseinleitungsrohr versehen. Gas­ förmiges Schwefeltrioxid, erzeugt durch Erhitzen von Oleum, wurde in Form einer Mischung mit Stickstoff (5 Vol.-% Schwe­ feltrioxid) eingesetzt.
Das Oleyloleat-Gemisch wurde mit einer konstanten Geschwin­ digkeit von 10 g/min aufgegeben. Die Zufuhr des Schwefeltri­ oxid-Stickstoff-Gemisches wurde so eingestellt, daß das Stoffmengenverhältnis von Oleyloleat zu Schwefeltrioxid 1 : 2 betrug (1 Mol Schwefeltrioxid pro Doppelbindung). Das rohe Reaktionsgemisch wurde kontinuierlich mit Wasserstoffperoxid gebleicht und mit Natronlauge neutralisiert; anschließend wurde wie im Beispiel 1 beschrieben hydrolysiert und aufge­ arbeitet.
Kenndaten des Produkts
Aniontensid-Gehalt:
52 Gew.-% (0,92 mval/g)
Unsulfierte Anteile: 11 Gew.-%
Sulfat (als Natriumsulfat): 4 Gew.-%
Wasser (nach Fischer): 33 Gew.-%
Tabelle 2
Beispiel 7
Unter Verwendung von innenständigem Octadecensäure-sulfonat und gleichzeitig 0,5 g/l P3-almecoseal®SL wurde bei einer Temperatur von 98 bis 100°C im Verlauf von 3 min imprägniert und gleichzeitig verdichtet.
Die Tabelle 3 gibt die erhaltenen Daten nach 4, 8, 10 und 13 Tagen im Vergleich zu einer unbehandelten Probe wieder.
Tabelle 3
Beispiele 8 bis 13 Vergleichsbeispiele 5 und 6
Unter Verwendung der nachstehend angeführten Phosphonsäuren wurde entsprechend den obengenannten Bedingungen imprägniert. Die Tabelle 4 gibt die erhaltenen Daten nach 4, 6, 11 und 13 Tagen im Kondenswasserprüfklima im Vergleich zu einer unbe­ handelten Probe wieder.
Beispiel 8: Tetradecylmonophosphonsäure,
Beispiel 9: Isononanoylamido-1,1-dimethylmethanphosphon­ säure,
Beispiel 10: Kokosfettsäureamido-1,1-dimethylmethanphos­ phonsäure,
Beispiel 11: C₁₂/₁₄-Alkyletherethanolamin-methylenphosphon­ säure,
Beispiel 12: N-C₁₆/₁₈-Alkyl-hexamethylendiamin-methylenphos­ phonsäure,
Beispiel 13: 11-Amino-1-hydroxyundecan-1,1-diphosphonsäure,
Vergleichsbeispiel 5 : 1-Hydroxydecan-1,1-diphosphonsäure- Na₄-salz,
Vergleichsbeispiel 6 : 1-Hydroxydodecan-1-phosphonsäure.
Tabelle 4
B) Vergleichstests in der Freibewitterung
Für die nachstehenden Beispiele wurden Probebleche (100 mm × 200 mm × 2 mm) aus dem Werkstoff AlMg₃ (gemäß DIN 33 535) verwendet. Vor dem Anodisieren wurden die Bleche in üblicher Weise entfettet, gebeizt und dekapiert:
Entfetten: In wäßriger Lösung, enthaltend 3 Gew.-% P3-almeco®18 (alkalischer Reiniger auf Basis von Boraten, Carbonaten, Phosphaten und nichtionischen Tensiden), Temperatur 70°C, Tauchzeit 10 min.
Beizen: In wäßriger Lösung, enthaltend ein Gemisch (3 : 1) aus NaOH und P3-almeco®46 (Beizadditiv auf Basis von Alkali, Alkoholen und Salzen anorganischer Säuren), Konzentration der Lösung: 8 Gew.-%, Temperatur 54-56°C, Tauchzeit 10 min.
Dekapieren: In einer 25%igen Salpetersäure bei 20°C, Tauchzeit 10 min.
Nach jedem Verfahrensschritt wurden die Bleche mit entionisiertem Wasser gründlich gespült. Anschließend wurde - wie schon vorstehend beschrieben - nach dem Gleichstrom-Schwefelsäure-Verfahren anodisiert. Hierbei lag die Gesamtanodisierzeit für die in den nachstehenden Beispielen angegebenen Oxidschichtdicken von 20 bis 22 µm bei 60 min.
Nach erneutem gründlichen Spülen mit entionisiertem Wasser erfolgte eine elektrolytische Färbebehandlung, gleichfalls wie vorstehend beschrieben. Die Färbezeit betrug jedoch 7 min bis zum Erreichen des Farbtons C34 (EURAS-Farbfächer).
Die so vorbehandelten, dunkelbronze-gefärbten Bleche wurden wie vorstehend beschrieben verdichtet, wobei die Verdichtungszeit jeweils 3 min/µm Schichtdicke, die Badtemperatur 98 bis 100°C und der pH-Wert von 5,5 bis 7 betrugen.
Beispiel 14
Das Verdichtungsbad enthielt als Imprägnierzusatz 0,1 g/l innenständiges Octadecensäure-sulfonat, jedoch kein zusätzliches Verdichtungshilfsmittel.
Beispiel 15
Das Verdichtungsbad enthielt als Imprägnierzusatz 0,05 g/l 12-Hydroxy-12-phosphonostearinsäure-Na₃-salz, jedoch kein zusätzliches Verdichtungshilfsmittel.
Beispiel 16
Hierbei enthielt das Verdichtungsbad keinen Imprägnierzusatz, jedoch ein Verdichtungshilfsmittel gemäß DE-OS 26 50 989. Anschließend erfolgte die Behandlung in einem separaten Imprägnierbad, enthaltend 0,1 g/l Tetradecyl-1-phosphonsäure.
Vergleichsbeispiel 7
Verdichtung wie vorstehend beschrieben mit einem Verdichtungshilfsmittel gemäß DE-OS 26 50 989, jedoch ohne Imprägnierzusatz und ohne Nachbehandlung in einem Imprägnierbad.
Die Testbleche wurden anschließend auf einem Korrosionsprüfstand der Freibewitterung ausgesetzt, wobei die Bleche in einem Neigungswinkel von 45° nach Süden ausgerichtet waren. Die nachstehende Tabelle 5 gibt die Beurteilung des dekorativen Aussehens der Oberflächen der Testbleche jeweils nach 1, 2, 3, 4 und 6 Monaten wieder.
Tabelle 5
Freibewitterung der Testbleche, Beurteilung des dekorativen Aussehens:
Beispiel 14
nach 1 Monat:
ohne Befund
nach 2 Monaten: kein Irisieren, einige kleine Stellen mit samtigem Belag (ca. 30% der Fläche betroffen);
nach 3 Monaten: kein Irisieren, viele kleine Stellen mit samtigen Belag (ca. 50% der Fläche betroffen);
nach 4 Monaten: kein Irisieren, sehr viele Stellen mit samtigem Belag (ca. 70% der Fläche betroffen);
nach 6 Monaten: vereinzelte kleine Stellen irisieren blau, die ganze Oberfläche hat einen samtigen Belag.
Beispiel 15
nach 1 Monat:
ohne Befund
nach 2 Monaten: ohne Befund
nach 3 Monaten: kein Irisieren, vereinzelte Stellen mit samtigem Belag (ca. 10% der Fläche betroffen);
nach 4 Monaten: kein Irisieren, vereinzelte Stellen mit samtigem Belag (ca. 10% der Fläche betroffen);
nach 6 Monaten: kein Irisieren, einige Stellen mit samtigem Belag (ca. 20% der Fläche betroffen).
Beispiel 16
nach 1 Monat:
ohne Befund
nach 2 Monaten: ohne Befund
nach 3 Monaten kein Irisieren, einige Stellen mit samtigem Belag (ca. 30% der Fläche betroffen);
nach 4 Monaten: vereinzelte Stellen irisieren blau, einige Stellen mit samtigem Belag (ca. 30% der Fläche betroffen);
nach 6 Monaten: vereinzelte Stellen irisieren blau, viele Stellen mit samtigem Belag (ca. 70% der Fläche betroffen).
Vergleichsbeispiel 7
nach 1 Monat:
ohne Befund
nach 2 Monaten: kein Irisieren, vereinzelte Stellen mit samtigem Belag (ca. 10% der Fläche betroffen);
nach 3 Monaten: ca. ²/₃ der Fläche irisiert blau, sehr viele Stellen mit samtigem Belag (ca. 100% der Fläche betroffen);
nach 4 Monaten: ca. ²/₃ der Fläche irisiert blau, sehr viele Stellen mit samtigem Belag (ca. 100% der Fläche betroffen);
nach 6 Monaten: ca. ²/₃ der Fläche irisiert gelb, die ganze Oberfläche hat einen samtigen Belag.

Claims (19)

1. Verfahren zum Imprägnieren anodisch erzeugter Oberflächen von Aluminium und/oder Aluminiumlegierungen, dadurch gekennzeichnet, daß man die ungefärbten oder gefärbten Oberflächen mit wäßrigen Lösungen anionischer oberflächenaktiver Verbindungen mit wenigstens einer Sulfonsäuregruppe, Phosphonsäuregruppe und/oder Phosphonigsäuregruppe der allgemeinen Formel (I) bis (VIII) A-R (I)wobeiA für CH₃(CH₂) x CH(OH)(CH₂) y CH(SO₃H)(CH₂) z - und/oder CH₃(CH₂) xCH(SO₃H)(CH₂) yCH(OH)(CH₂) z-
oder HO₃S-CH₂(CH₂) yCH(OH)(CH₂) q- und/oder HO-CH₂(CH₂) yCH(SO₃H)(CH₂) q- stehtmit
x, z = 0 bis 17;
y = 1 oder 2;
x + y + z = 7 bis 16,
q = 4 bis 17und
R = -CH₂O(C n H2n O) p H,
R = -CH₂O(C n H2n O) p CO-A,
R = -COOR* oder
R = -CH₃ stehtmit
R* = H, C₁ bis C₄-Alkyl,
n = 2 bis 4 und
p = 0 bis 5sowie deren Verbindungen, die sich aus A durch formale Abspaltung von einem Molekül Wasser ergebenund/oder der allgemeinen Formel (II)R¹-PO₃H₂ (II)wobeiR¹ für einen geradkettigen und/oder verzweigtkettigen, gesättigten oder einfach und/oder mehrfach ungesättigten Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen steht, wobei in den geradkettigen Alkylresten die α- und β-Stellung nicht substituiert ist, im übrigen gegebenenfalls eine und/oder mehrere Phosphonat-, Carboxylat-, Sulfonat-, Ester-, Hydroxyl-, Halogen- und/oder freie oder N,N-alkylierte Aminogruppen aufweist und einen Alkylarylrest mit 6 bis 22 C-Atomen stehtund/oder der allgemeinen Formel (III)R²-CO-NH-C(R₂³)PO₃H₂ (III)wobeiR² für einen geradkettigen und/oder verzweigtkettigen Alkylrest mit 5 bis 21 C-Atomen steht und
R³ für Wasserstoff und/oder einen C₁-C₄-Alkylrest stehtund/oder der allgemeinen Formel (IV)R¹-(OCH₂CH₂) aN(CH₂PO₃H₂)(CH₂CH₂OH) (IV)wobeiR¹ die oben genannte Bedeutung hat und
a für eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 10 stehtund/oder der allgemeinen Formel (V)R¹-(OCH₂CH₂) a NR⁴(CH₂) b NR⁴CH₂PO₃H₂ (V)wobeiR¹ und a die oben genannte Bedeutung haben,
R⁴ für Wasserstoff oder CH₂PO₃H₂ steht und
b für eine ganze Zahl im Bereich von 2 bis 6 stehtund/oder der allgemeinen Formel (VI)H₂N(CH₂) c C(OH)(PO₃H₂)₂ (VI)wobeic für eine ganze Zahl im Bereich von 4 bis 16 stehtund/oder der allgemeinen Formel (VII)HOOC-(CH₂) d-PO e H₂ (VII)wobeid für eine ganze Zahl im Bereich von 5 bis 17 und
e für 2 oder 3 steht,und/oder der allgemeinen Formel (VIII)CH₃-(CH₂) f -C(OH)(PO₃H₂)-(CH₂) g -COOH (VIII)wobei(f + g ) für eine ganze Zahl im Bereich von 9 bis 19 steht,in Kontakt bringt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel (I), in welcher A HO₃S-CH₂(CH₂) y CH(OH)(CH₂) q - und/oder HO-CH₂(CH₂) yCH(SO₃H)(CH₂) q -
mit q = 4 bis 14, y = 1 oder 2
und R = -CH₃ bedeuten,einsetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel (I), in welcher A CH₃(CH₂) xCH(OH)(CH₂) yCH(SO₃H)(CH₂) z - und/oder CH₃(CH₂) xCH(SO₃H)(CH₂) yCH(OH)(CH₂) z -
mit x + y + z = 12 bis 14, y = 1 oder 2, x, z = 0 bis 13,
und R = -CH₂O(C nH2n O) pH, mit p = 0 bedeuten,einsetzt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungen der allgemeinen Formel (I), in welcher A CH₃(CH₂) xCH(OH)(CH₂) yCH(SO₃H)(CH₂) z - und/oder CH₃(CH₂) xCH(SO₃H)(CH₂) yCH(OH)(CH₂) z -
mit x + y + z = 12 bis 14, y = 1 oder 2, x, z = 0 bis 13,
und R = -CH₂O(C nH2n O) pH, mit n = 2, p = 5 bedeuten,einsetzt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel (I), in welcher A CH₃(CH₂) xCH(OH)(CH₂) yCH(SO₃H)(CH₂) z - und/oder CH₃(CH₂) xCH(SO₃H)(CH₂) yCH(OH)(CH₂) z -
mit x + y + z = 12 bis 14, y = 1 oder 2, x, z = 0 bis 13,
und R = -COOR*, mit R* = H bedeuten,einsetzt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel (II), in welcher R¹ einen geradkettigen, gesättigten Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen bedeutet, einsetzt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel (III), in welcher R² einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten Alkylrest mit 7 bis 17 C-Atomen und R³ einen Methylrest bedeuten, einsetzt.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel (IV), in welcher R¹ einen geradkettigen, gesättigten Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen und a eine ganze Zahl im Bereich von 2 bis 4 bedeuten, einsetzt.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel (V), in welcher R¹ einen geradkettigen, gesättigten Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen, R⁴ Wasserstoff oder -CH₂PO₃H₂, a eine ganze Zahl im Bereich von 2 bis 4 und b 2 oder 4 oder 6 bedeuten, einsetzt.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel (VI), in welcher c eine ganze Zahl im Bereich von 8 bis 12 bedeutet, einsetzt.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel (VII), in welcher d eine ganze Zahl im Bereich von 7 bis 11 und e die Zahl 3 bedeuten, einsetzt.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel (VIII), in welcher (f + g) eine ganze Zahl im Bereich von 13 bis 17 bedeutet, einsetzt.
13. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß man die wasserlöslichen Alkalimetallsalze, Erdalkalimetallsalze, Ammoniumsalze und/oder Aminsalze von Verbindungen der allgemeinen Formeln (I) bis (VIII), insbesondere deren Natriumsalze, einsetzt.
14. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß man die Verbindungen der allgemeinen Formeln (I) bis (VIII) im Anschluß an ein Verdichtungsverfahren mit den Oberflächen in Kontakt bringt.
15. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß man die Verbindungen der allgemeinen Formeln (I) bis (VIII) in einem Verdichtungsbad, gegebenenfalls zusammen mit an sich bekannten Verdichtungshilfsmitteln, mit den Oberflächen in Kontakt bringt.
16. Verfahren nach Ansprüchen 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß man die Verbindungen der allgemeinen Formeln (I) bis (VIII) in einer Konzentration von 0,01 bis 50 g/l, vorzugsweise von 0,05 bis 10 g/l und insbesondere von 0,1 bis 1 g/l, jeweils bezogen auf die wäßrigen Lösungen, einsetzt.
17. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß man die Temperatur des Imprägnierbades auf Werte im Bereich von 20 bis 100°C, vorzugsweise von 40 bis 100°C und insbesondere von 40 bis 60°C, und den pH-Wert des Imprägnierbades auf Werte bis 9, insbesondere auf Werte im Bereich von 6 bis 8, einstellt und die Imprägnierung im Verlaufe von 10 sec bis 1 h, vorzugsweise 1 bis 3 min, durchführt.
18. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß man im Falle einer Heißverdichtung die Temperatur des Imprägnierbades auf Werte im Bereich von 90 bis 100°C und den pH-Wert des Imprägnierbades auf Werte im Bereich von 5 bis 9, insbesondere im Bereich von 6 bis 8, einstellt und die Imprägnierung im Verlauf von 1 bis 3 min pro µm Schichtdicke durchführt.
19. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß man im Falle einer Kaltverdichtung die Temperatur des Imprägnierbades auf Werte im Bereich von 20 bis 40°C und den pH-Wert des Imprägnierbades auf Werte im Bereich von 5 bis 8 einstellt und die Imprägnierung im Verlauf von 10 sec bis 2 min pro µm Schichtdicke durchführt.
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