DE3941975A1 - Schaltungsanordnung zur ueberwachung von isolationswiderstaenden - Google Patents
Schaltungsanordnung zur ueberwachung von isolationswiderstaendenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Überwachung
von Isolationswiderständen ungeerdeter ein- oder mehrphasiger
Wechselstromnetze und aus diesen gespeister Gleichstromkreise
mit einer einpolig über eine Drosselspule zwischen dem Wechsel
stromnetz und Erdpotential angeordneten Meßanordnung, die eine
Gleichspannungsquelle mit einem in Reihe geschalteten
Widerstand enthält.
Eine derartig definierte Schaltungsanordnung ist aus der
DE-PS 25 15 121 bekannt. Zur Messung des Isolationswiderstan
des ist hier im Meßkreis eine ständig einwirkenden Gleichspan
nungsquelle vorgesehen, mit der über einen Meßwiderstand im
Falle von fehlerhaften Isolationswiderständen entsprechende
Spannungsveränderungen durch eine geeignete Auswerteschaltungs
anordnung feststellbar sind. Eine fehlerhafte Isolation im
Bereich des Wechselsromnetzes - Erdschluß über einen Leiter des
Wechselstromnetzes - bewirkt eine Stromveränderung, die sich in
allen Fällen am Meßwiderstand als eine Spannungserhöhung gegen
über dem fehlerfreien Betrieb mit einem Isolationswiderstand
mit dem Wert UNENDLICH auswirkt.
Tritt allerdings ein Erdschluß im aus dem Wechselstromnetz
gespeisten Gleichsromkreis auf, also Erdschluß mit der
Plus-Leitung oder der Minus-Leitung der Brückenspannung, so
überlagert je nach Größe des Erdschlußwiderstandes die Gleich
spannungsquelle ganz oder teilweise die Brückenspannung des
Gleichstromkreises. Diese Überlagerungsvorgänge bei der
Erfassung von Isolationsfehlern im Gleichstromkreis sind wegen
der sehr unterschiedlichen Größen der Spannungen relativ
ungenau zu erfassen.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, ein
Meßprinzip anzugeben, bei dem sowohl die Isolationsfehler in
Wechselstromnetzen als auch die Isolationsfehler in daraus
gespeisten Gleichstromkreisen mit annähernd gleichmäßig
empfindlichen Messungen zu ermitteln sind, wobei sowohl der
apparative Aufwand verringert als auch die Schaltungsanordnung
hinsichtlich der gewünschten Genauigkeit im Meßergebnis
vereinfacht sein soll. Erfindungsgemäß wird dies dadurch
erreicht, daß
- - zwischen der Drosselspule und der Gleichspannungsquelle eine Meßbrückenschaltung mit einem Meßwiderstand zur Ermittlung einer Meßspannung angeordnet ist,
- - die Gleichspannungsquelle kurzschließbar ist,
- - die Meßspannung mittels Schaltmittel umschaltbar ist,
- - die durch die den Meßstrom verursachte Meßspannung einer Mikroprozessoreinrichtung zugeführt wird.
Mit dem Kurzschließen der Gleichspannungsquelle innerhalb des
Ablaufs eines Meßvorganges ist in einfacher Weise festzustel
len, ob trotz des Kurzschließens der Gleichspannungsquelle noch
ein Gleichstrom über den Meßwiderstand fließt und gegebenenfalls
welche Polarität die sich am Meßwiderstand einstellende Spannung
aufweist. Dieser Meßvorgang erfaßt die Isolationswiderstände im
Gleichstromkreis, ohne daß die Brückenspannung von der Gleich
stromquelle überlagert wird.
Die Überbrückung der Gleichspannungsquelle wird vorzugsweise
durch eine Mikroprozessoreinrichtung gesteuert, die gemäß einer
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung den dazu erforder
lichen Steuerbefehl zeitlich in Abhängigkeit von dem im Wechsel
stromnetz und den daraus gespeisten Gleichstromkreis abhängigen
Zeitkonstanten steuert. Die Meßbereichsumschaltung erfolgt
ebenfalls von der Mikroprozessoreinrichung netzzustandsabhängig
als Ergebnis der der Mikroprozessoreinrichtung zugeführten
Meßspannung.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht
vor, die von der Mikroprozessoreinrichtung ermittelten Isola
tionswiderstandswerte durch eine Anzeigeeinrichtung nummerisch
anzuzeigen und bei Unterschreitung eines einstellbaren Grenz
wertes durch ein zusätzliches Signal zu markieren. Mit dieser
Maßnahme kann auf besonders gravierende Fehler, insbesondere
bei Unterschreitung von kritischen Grenzwerten, schnell
reagiert und durch entsprechende Abschaltvorgänge um Abhilfe
gesorgt werden.
Zusätzlich kann die Mikroprozessoreinrichtung gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung mit einer Fernanzeige
ausgestattet sein, die ein dem ermitteltem Isolationswiderstand
proportionales pulsmoduliertes Signal zur Ansteuerung eines
Analoganzeigegerätes überträgt, so daß die Überwachung mehrerer
Netze von einer zentralen Stelle aus erfolgen kann.
Weiterhin ist die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung dadurch
vorteilhaft ausgestaltet, daß
die Netzparameter, wie Netzart, Nennspannung, Isolationswider
stand und die Geräteparameter, wie Referenzspannung, Prüfspan
nung, Innenwiderstand der Meßanordnung, durch eine Permanent-
Speichereinrichtung speicherbar sind.
Mit dieser Maßnahme können die Toleranzen der in der Meßanord
nung verwendeten Bauelemente weitesgehend vernachlässigt
werden, da die Netzparameter und die Geräteparameter mit ihren
tatsächlich vorhandenen Ist-Werten erfaßt und zur Berechnung
der jeweiligen Isolationswiderstände in den einzelnen Meßphasen
herangezogen werden können.
In diesem Zusammenhang sind als weitere vorteilhafte Ausgestal
tungen der Erfindung vorgesehen, daß mit der Gleichspannungs
quelle in Reihe mit einem zwei unterschiedliche Werte anneh
menden Fehlerwiderstand die Geräteparameter als Eichmaß vor
gebbar sind und das Eichmaß vor jeder Messung durch eine
Ist-Vergleichsmessung überprüfbar ist.
Zur Fernüberwachung und Fernsteuerung dieser Netze kann die
erfindungsgemäße Schaltungsanordnung mit einer UART-Schnitt
stelle ausgestattet sein, so daß sowohl die Messung selbst als
auch die dazu notwendigen Steuervorgänge von übergeordneten
Schaltwarten wahrgenommen werden können.
Um die ständige Funktionsfähigkeit der Schaltungsanordnung,
insbesondere vor jeder Messung, sicherzustellen, ist gemäß
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen, einen hochohmigen mit Erdpotential verbundenen
Fehlerwiderstand bekannter Größe an einen Leiter des
Wechselstromnetzes mittels der Mikroprozessoreinrichtung anzu
schalten. Fließt der dem Fehlerwiderstand entsprechende Strom,
so können keine Stromkreisuntersuchungen innerhalb der
Meßanordnung vorliegen, die fälschlicherweise als korrekte
Isolationswiderstandswerte auswertbar wären.
Die Erfindung wird in einem in zwei Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiel näher erläutert, wobei die Fig. 1 den
prinzipiellen Schaltungsaufbau erkennen läßt, während die Fig.
2 nähere Schaltungseinzelheiten zeigt.
In der Fig. 1 ist das mehrphasige Wechselstromnetz NSP mit den
Leitungen L1 bis L3 dargestellt, das ohne einen Schutzleiter
ausgestattet ist. Die Leiter L1 bis L3 sind in bekannter Weise
mit den nicht näher bezeichneten Brückengleichrichtern verbun
den, die die Brückenspannung UB erzeugen. Weiterhin ist angedeu
tet, daß die Leitung L1 über den Tiefpaß TP mit der Meßbrücken
schaltung MS in Verbindung steht, und daß die Meßbrückenschal
tung MS mit der einpolig an Erde angeschalteten Gleichspan
nungsquelle UZ eine Reihenschaltung bildet. Weiterhin ist die
Meßbrückenschaltung MS mit ihrem Ausgang, an dem sich die
Meßspannung UM einstellt, mit dem Analog/Digital-Wandler AD
verbunden, wobei die Meßspannung UM dem A/D-Wandler zugeführt
wird.
Die Mikroprozessoreinrichtung ME ist u. a. mit der Anzeigeein
richtung AZ ausgestattet, auf der die mit der Meßbrückenschal
tung MS ermittelten Isolationswiderstandswerte zur Anzeige
gebracht werden. Gleichzeitig ist angedeutet, daß die Mikro
prozessoreinrichtung ME einen Signalausgang zur Meßbereichsum
schaltung MU enthält, der unmittelbar auf die Meßbrückenschal
tung MS einwirkt. Auch die Gleichspannungsquelle UZ steht unter
dem Steuereinfluß der Mikroprozessoreinrichtung ME, mit der
der Kurzschluß K innerhalb eines Meßvorganges gesteuert wird.
Mit den unterbrochenen Linien sind die Fehlerzustände
angedeutet, wobei mit dem ersten Fehlerwiderstand RF1 die
Erdschlüsse auf den Leitungen L1 bis L3 des Wechselstrom
netzes NSP als Ersatzschaltbild dargestellt sind, während die
Fehlerwiderstände RF2 und RF3 die Erdschlüsse an dem Minus-Pol
bzw. dem Plus-Pol der Brückenspannung UB bedeuten.
Die Fig. 2 zeigt nähere Auszüge der Meßbrückenschaltung, die
in bekannter Weise über die Drosselspule SP mit einer Leitung
L des Wechselstromnetzes gekoppelt ist. Parallel zur Drossel
spule SP ist der Dämpfungswiderstand R0 dargestellt, der in
Reihe mit dem Widerstand R mit der aus den Brückengleichrich
tern G1 bis G4 gebildeten Brückenschaltung mit einem der
Wechselpole verbunden ist. Der weitere Wechselpol steht mit der
Gleichspannungsquelle UZ in Verbindung, deren freier Anschluß
mit Erdpotential behaftet ist. Die Plus-Minus-Anschlüsse der
Brückenschaltung sind über den Meßwiderstand RM verbunden, zu
dem parallel der (Feldeffekt-)Transistor T zur Meßbereichsum
schaltung MU mit dem Widerstand RT geschaltet sind.
Die Gleichspannungsquelle UZ wird im Bedarfsfalle ebenfalls
durch einen nichtbezeichneten (Feldeffekt-)Transistor über
brückt, wobei sowohl der Kurzschluß K als auch die Meßbereichs
umschaltung MU durch einen jeweiligen Steuerbefehl von der
Mikroprozessoreinrichtung veranlaßt wird. Der Kondensator C
wirkt mit dem Widerstand R und der Drosselspule SP als Tiefpaß,
so daß ein gegebenenfalls vorhandener Wechselstromanteil
kurzgeschlossen und die Meßspannung UM nicht beeinträchtigt
ist.
Die Schaltungsanordnung ist außerdem mit den Anschlüssen 1, 2
versehen, die durch die Verbindung mit den Anschlüssen 11 und
21 die Eichung der Meßanordnung bewirkt und damit die Meßge
räteparameter festlegt.
Claims (9)
1. Schaltungsanordnung zur Überwachung von Isolationswiderstän
den ungeerdeter ein- oder mehrphasiger Wechselstromnetze und
aus diesen gespeister Gleichstromkreise mit einer einpolig über
eine Drosselspule zwischen dem Wechselstromnetz und Erdpoten
tial angeordneten Meßanordnung, die eine Gleichspannungsquelle
mit einem in Reihe geschalteten Widerstand enthält,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - zwischen der Drosselspule (SP) und der Gleichspannungsquelle (UZ) eine Meßbrückenschaltung (MS) mit einem Meßwiderstand (RM) zur Ermittlung einer Meßspannung (UM) angeordnet ist,
- - die Gleichspannungsquelle (UZ) kurzschließbar ist,
- - die Meßspannung (UM) mittels Schaltmittel (T, RT) umschaltbar ist,
- - die durch die den Meßstrom (IM) verursachte Meßspannung (UM) einer Mikroprozessoreinrichtung (ME) zugeführt wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß
- - das Kurzschließen der Gleichspannunsquelle (UZ) durch einen netzzustandsabhängigen Steuerbefehl der Mikroprozessorein richtung (ME) erfolgt,
- - die Meßbereichsumschaltung (MU) durch einen weiteren netzzu standsabhängigen Steuerbefehl der Mikroprozessoreinrichtung (ME) erfolgt.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und den Ansprüchen 1 und
2, dadurch gekennzeichnet, daß
- - die von der Mikroprozessoreinrichtung (ME) ermittelten Isola tionswiderstandswerte durch eine Anzeigeeinrichtung (AZ) num merisch angezeigt und bei Unterschreitung eines einstellbaren Grenzwertes durch ein zusätzliches Signal markiert sind.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß
- - die Mikroprozessoreinrichtung (ME) einen Signalausgang zur Fernanzeige aufweist, der ein dem ermittelten Isolations widerstandswert proportionales pulsdauermoduliertes Signal zur Ansteuerung eines Analoganzeigegerätes überträgt.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß
- - die Netzparameter, wie Netzart, Nennspannung, Isolations widerstand und die Geräteparameter, wie Referenzspannung, Prüfspannung, Innenwiderstand der Meßanordnung, durch eine Permanent-Speichereinrichtung speicherbar sind.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß
- - mit der Gleichspannungsquelle (UZ) in Reihe mit einem zwei unterschiedliche Werte annehmenden bekannten Fehlerwiderstand (RF1) die Geräteparameter als Eichmaß vorgebbar sind.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß
- - das Eichmaß vor jeder Messung durch eine Ist-Vergleichmessung überprüfbar ist.
8. Schaltungsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche
1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Schaltungsanordnung mit einer UART-Schnittstelle zur Fernüberwachung der Stromnetze ausgestattet ist.
9. Schaltungsanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche
1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
- - im Betriebszustand durch einen von der Mikroprozessorein richtung (ME) wirksam schaltbaren Fehlerwiderstand (RF1) bekannter Größe die Schaltungsanordnung ständig auf ihre Funktionsfähigkeit überprüfbar ist.
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|---|---|---|---|
| DE19893941975 DE3941975C2 (de) | 1989-12-15 | 1989-12-15 | Schaltungsanordnung zur Überwachung von Isolationswiderständen in Stromnetzen |
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| DE19893941975 DE3941975C2 (de) | 1989-12-15 | 1989-12-15 | Schaltungsanordnung zur Überwachung von Isolationswiderständen in Stromnetzen |
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| DE19893941975 Expired - Fee Related DE3941975C2 (de) | 1989-12-15 | 1989-12-15 | Schaltungsanordnung zur Überwachung von Isolationswiderständen in Stromnetzen |
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| DE3941975C2 (de) | 1999-01-28 |
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