DE3940876A1 - Antriebsvorrichtung in einem fluessigkeitsspendenden geraet, insbesondere in einem getraenkeautomaten - Google Patents
Antriebsvorrichtung in einem fluessigkeitsspendenden geraet, insbesondere in einem getraenkeautomatenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung in einem Flüssigkeit
spendenden Gerät, insbesondere in einem Getränkeautomat zur mengen-bestimmbaren
und -kontrollierbaren Ausgabe von Getränkekonzentraten, zum Antreiben eines Kolbenpumpensystems,
mittels dessen die Flüssigkeit, insbesondere Getränkekonzentrate
zum Zwecke der Mischung mit einer Grundflüssigkeit, aus einem Vorratsbehälter
zwangsweise zu einer Ausgabestelle förderbar ist.
Eine derartige Vorrichtung ist bevorzugt geeignet, in Getränkeautomaten, mit denen
karbonisiertes Wasser mit Getränkekonzentraten zu einem Erfrischungsgetränk vermischt
werden, die Getränkekonzentrate mengenkontrolliert aus einem Vorratsbehälter
für den Mischvorgang zur Verfügung zu stellen. In diesem Umfeld ist es besonders
wichtig, unter Verwendung möglichst einfacher Mittel neben der genauen Dosierung
des karbonisierten Wassers auch die abzugebenden Getränkekonzentrate genau
zu dosieren, um das gewünschte Mischungsverhältnis für das bereitzustellende Getränk
mit der erforderlichen Genauigkeit zu erzielen. Dieses Mischungsverhältnis soll
den Standard erreichen, welchen die vergleichbaren, in Flaschen auf den Markt gebrachten
Fertiggetränke aufweisen.
Für den Einsatz in Getränkeautomaten sind zur Ausgabe von Getränkekonzentraten
Dosierkammer-Ausgabeeinrichtungen bekanntgeworden (DE-OS 25 44 671, DE-OS 34 09 124,
DE-OS 36 22 745). In ihrer Betriebslage sind diese Dosierkammer-Ausgabeeinrichtungen
an einem Vorratsbehälter mit der Ausgabeöffnung nach unten gerichtet
angeordnet. Durch ein Magnetsystem wird ein Steuerschieber innerhalb dieser
Dosierkammer-Ausgabeeinrichtung aus einer unteren Lage, in der die ausgangsseitige
Durchflußöffnung verschlossen ist, in eine obere Stellung, in der die eingangsseitige
Durchflußöffnung verschlossen ist, gehoben, so daß der Dosierkammer-Inhalt, der
durch Schwerkraft aus dem Vorratsbehälter aufgefüllt wurde, ebenfalls durch
Schwerkraft aus der Dosierkammer-Ausgabeeinrichtung herausfließen kann. Das jeweilige
Ausgabevolumen des Getränkekonzentrats wird durch ein entgegenströmendes
Luftvolumen ausgeglichen. Mit derartigen Dosierkammer-Ausgabeeinrichtungen lassen
sich bei geringen aufzuwendenden Steuerkräften - Förderkräfte werden nicht benötigt
- relativ volumengenaue Ausgabemengen bereitgestellt.
Die bekannten Dosierkammer-Ausgabeeinrichtungen sind aufgrund der technischen
Gegebenheiten bezüglich ihrer Größe und damit des Ausgabevolumens äußerst problematisch
verkleinerbar. Um auf zugeführte Förderkräfte verzichten zu können, ist
es für eine zuverlässige Volumenausgabe auch erforderlich, daß das ausgegebene
Getränkekonzentrat-Volumen durch Luftvolumen zumindest in etwa ausgeglichen
wird.
Es ist auch bekannt (US-PS 34 67 499) aus einem flexiblen Vorratsbehälter Flüssigkeit
mit Hilfe eines Pumpensystems zu entnehmen und auszugeben. Mit Hilfe einer
derartigen Maßnahme kann ein Vorratsbehälter mit flexiblen Wandungen entleert
werden, ohne daß zum Volumenausgleich im Vorratsbehälter Luft nachströmen kann
oder muß. Als brauchbare Dosiereinrichtung, beispielsweise für Getränkekonzentrate,
zur Erzielung, ist diese bekannte Anordnung jedoch nicht geeignet und auch nicht
vorgesehen. Neben den erwähnten Dosierkammer-Ausgabeeinrichtungen bieten entsprechend
ausgestaltete Kolbenpumpensysteme die Gewährleistung für eine volumengenaue
Dosierung bei der Förderung und Ausgabe von Flüssigkeiten.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nunmehr darin, eine Vorrichtung zum
Antreiben eines Kolbenpumpensystems bereitzustellen, wobei neben der funktions
technischen, einwandfreien Arbeitsweise des Antriebssystems mit dem Kolbenpumpensystem
die Möglichkeit einer einfachen Trennung und Zusammenführung dieser
beiden Systeme gegeben sein soll.
Eine Vorrichtung, die diesen Anforderungen entspricht, ist erfindungsgemäß dadurch
gekennzeichnet, daß ein im Gerätegehäuse ortsfest schwenkbar gelagerter und von
einem motorisch antreibbaren Nockentrieb beeinflußter Schwenkhebel im Nahbereich
eines Aufnahmeausschnitts im Gerätegehäuse zur einsteckbaren Aufnahme des Kolbenpumpengehäuses
einen Aufnahmebereich zur steckbaren Kupplung mit dem Antriebsorgan
des Kolbenpumpensystems aufweist.
Die bevorzugt zur Frontseite des Geräts ausgerichteten Aufnahmebereiche im
Gerätegehäuse zur einsteckbaren Aufnahme des Kolbenpumpengehäuses und an dem
Schwenkhebel zur steckbaren Kupplung mit dem Antriebsorgan des Kolbenpumpensystems
erlauben es, daß die Kolbenpumpensysteme nicht fester Bestandteil des Antriebs
zu sein brauchen, sondern fester Bestandteil eines Vorratsbehälters sein können.
Dies ist besonders deshalb zweckmäßig und wichtig, da beispielsweise unterschiedliche
Getränkekonzentrate mit einer Geschwindigkeit, z. B. karbonisiertem Wasser,
je nach Art in einem unterschiedlichen, jeweils spezifischen Verhältnis zu mischen
sind. Bei gleichförmiger Zuführung von Grundflüssigkeitsmengen kann dieses
unterschiedliche Mischungsverhältnis durch unterschiedliche Ausgabevolumina für das
Getränkekonzentrat erzielt werden. Wird das Kolbenpumpensystem unmittelbar dem
Vorratsbehälter zugeordnet, so ist das Ausgabevolumen durch entsprechend dem in
diesem Vorratsbehälter bevorrateten Getränkekonzentrat ausgabevolumenmäßig ausgestaltete
Kolbenpumpensysteme unmittelbar zuzuordnen. Durch die enge Zusammenlegung
vom Aufnahmeausschnitt im Gehäuse zur einsteckbaren Aufnahme des Kolbengehäuses
einerseits und dem Aufnahmebereich des Schwenkhebels zur steckbaren
Kupplung mit dem Kolbensystem wird erreicht, daß zum einen die aufzubringenden
und auf das Kolbenpumpensystem zu übertragenden Antriebskräfte auf kurzem Wege
im Gerätegehäuse abgefangen werden. Dies dient der Funktionszuverlässigkeit und
Sicherheit des gesamten Ausgabesystems, zumal je Arbeitszyklus lediglich geringe
Arbeitshübe zweckmäßig sind. Auch die Handhabung, insbesondere beim Einsetzen des
Kolbenpumpensystems wird durch diese Maßnahme vereinfacht. Außerdem werden
Toleranzprobleme besser beherrscht.
Bei Getränkeautomaten ist es wünschenswert, beispielsweise zwei Vorratsbehälter
mit Getränkekonzentraten mit ihren Kolbenpumpensystemen nebeneinander im Gerät
anzuordnen, um die Möglichkeit zu bieten, wahlweise auf das eine oder das andere
Getränkekonzentrat zur Mischung mit der Grundflüssigkeit zurückgreifen zu können.
Entsprechend sind auch zwei Aufnahmeausschnitte im Gehäuse zur einsteckbaren
Aufnahme des Kolbenpumpengehäuses und in deren Umfeld zwei Schwenkhebel mit
Aufnahmebereichen zur steckbaren Kupplung mit dem Antriebsorgan des Kolbenpumpensystems
nebeneinander vorzusehen. Im Rahmen dieser Konfiguration ist es
zweckmäßig, die erfindungsgemäße Anordnung dahingehend auszugestalten, daß die
beiden Nockenantriebe für den Antrieb der beiden Kolbenpumpensysteme einer gemeinsamen,
von einem Reversiv-Elektromotor antreibbaren Welle über je eine Freilaufkupplung
zuzuordnen, wobei die beiden Freilaufkupplungen in bezüglich der Antriebsrichtungen
der Welle gegenläufig in Richtungen wirksam sind. Dabei bietet es
sich an, die beiden Nockenantriebe auf Hohlwellen drehbar, direkt auf der vom Reversiv-
Elektromotor antreibbare Welle in Reihe zu lagern. Als Freilaufkupplungen
sind Schlingbandkupplungen bzw. Schlingfederkupplungen vorteilhafterweise anzuwenden.
Durch diese besondere Ausgestaltung der Erfindung wird für die wahlweise Ausgabe
der Flüssigkeiten aus einem der beiden Vorratsbehälter ein relativ einfach gestaltetes
und ansteuertechnisch beherrschbares Antriebssystem bereitgestellt. Die Ansteuerung
für den Förderprozeß kann bei Anwendung dieser Maßnahme ausschließlich
durch elektrische oder elektronische Ansteuermaßnahmen für den Antriebsmotor erfolgen.
Eine Flüssigkeitsausgabe durch eines der Kolbenpumpensysteme wird für eine
gewünschte Ausgabezeit ausschließlich durch die Motortätigkeit, d. h. ansteuertechnisch
elektronisch oder elektrisch beeinflußbar, durchgeführt. Die Auswahl, welches
der beiden Kolbenpumpensysteme Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter ausgibt, ist
abhängig von der Drehrichtung des Reversiv-Elektromotors, d. h. ebenfalls durch elektronische
oder elektrische Maßnahmen ansteuerbar. Je nach der Drehrichtung des
Reversiv-Elektromotors und damit der Antriebswelle stellt eine der beiden Freilaufkupplungen,
die Antriebsverbindung zum zugeordneten Nockenantrieb her, während
gleichzeitig die Antriebsverbindung zum anderen Nockenantrieb von der diesem zugeordneten
Freilaufkupplung unterbrochen gehalten ist.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist die erfindungsgemäße Anordnung
dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich ein Steuernocken für die Ansteuerung des
Elektronenmotors angeordnet ist, über welchen der Stromkreis für den Elektromotor so
gesteuert wird, daß der Nockentrieb und damit das von ihm beeinflußte Kolbenpumpensystem
jeweils in eine definierte Ausgangslage zurückgeführt wird. Daneben ist
es auch vorteilhaft, auf der Antriebswelle zusätzlich einen Steuernocken für die Ansteuerung
eines Ausgabeventils für eine mit der durch das Kolbenpumpensystem geförderten
Flüssigkeit zu mischende weitere Flüssigkeit anzuordnen. Bei Getränkeautomaten
ist diese weitere Flüssigkeit üblicherweise karbonisiertes Wasser, das in einem
bedarfsweise gekühlten Karbonisator unter Druck bevorratet wird. Zur Ausgabe
dieser weiteren Flüssigkeit ist also lediglich ein Ventil zu öffnen, so daß beispielsweise
in bekannter Weise durchflußmengengeregelt diese Flüssigkeit ausgegeben und
dem Mischbereich zur Mischung mit dem jeweils ausgegebenen Getränkekonzentrat
zugeführt werden kann. Es ist möglich, dieses Ausgabeventil von einem Steuernocken
rein mechanisch zu beeinflussen oder aber dem Steuernocken einen Schaltkontakt zuzuordnen,
welcher den Erregerstrom für einen das Ausgabeventil betätigenden Elektromagneten
steuert. Durch diese Maßnahmen, einen Steuernocken für die Ansteuerung
eines Ausgabeventils für eine mit der durch das Kolbenpumpensystem geförderten
Flüssigkeit zu mischende weitere Flüssigkeit anzuordnen, wird die Ausgabe dieser
weiteren Flüssigkeit getaktet. Insbesondere für die Ausgabe von insgesamt kleinen
Mengen von Fertiggetränken ist diese Maßnahme der Taktung der Ausgabe der weiteren
Flüssigkeit von Vorteil, da je Arbeitszyklus eine definierte Menge von jeweils
beiden Flüssigkeiten einander gegenüber gewährleistet ist. Eine beliebige Vervielfältigung
dieser Ausgabezyklen nimmt somit keinen Einfluß auf das Mischungsverhältnis.
Bei Anordnung von zwei Ausgabestellen mit jeweils einem Einkolbenpumpensystem
beeinflussenden Nockenantrieb ist es zweckmäßig, den Steuernocken für die Ansteuerung
des Elektromotors und/oder den Steuernocken für die Ansteuerung des Ausgabeventils
zur Ausgabe der weiteren Flüssigkeit jeweils starr dem Nockenantrieb für
das zugeordnete Kolbenpumpensystem zuzuordnen. Damit wird vermieden, daß sich
Schlupf im Bereich der Freilaufkupplungen nachteilig auf das jeweilige Ansteuerverhalten
auswirkt.
Ein nach den Merkmalen der Erfindung ausgestattetes Ausführungsbeispiel ist anhand
der Zeichnung im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine vereinfachte Darstellung eines in ein Gehäuse eingesetztes Kolbenpumpensystem mit Exzenterantrieb in einer Seitenansicht und
Fig. 2 eine vereinfachte Darstellung eines Exzenterantriebssystems für zwei
nebeneinander angeordnete Kolbenpumpensysteme in einer Draufsicht.
Die beschriebene Anordnung ist als Bestandteil eines Getränkeautomaten zur Ausgabe
von Getränkekonzentraten, welche zusammen mit anderweitig ausgegebenem, karbonisierten
Wasser zu Getränken vermischt werden. Im Getränkeautomaten sind Getränkekonzentrate
in Vorratsbehältern 20 bevorratet, die über einen Anschlußbereich
2 mit einem Kolbenpumpensystem, durch welches das bevorratete Getränkekonzentrat
mengenmäßig dosierbar und erfaßtbar ausgegeben wird, verbunden sind.
Anhand der Fig. 1 wird der Aufbau der Ausgabeeinrichtung 1 erläutert. Diese Ausgabeeinrichtung
ist ein Kolbenpumpensystem und besteht aus einem Gehäuse 3, welches
im Ausgabebereich eines Getränkeautomaten in dessen Gerätegehäuse 40 frontseitig
einsteckbar gehaltert ist. Dazu weist das Gehäuse 3 eine Nut 4 auf, in die
ein Ansatz 5 des Gerätegehäuses 40 hufeisenförmig eingreift. Innerhalb dieses Gehäuses
3 ist ein Förderkolben 6 axial zwischen Anschlagbegrenzungen verschieblich
angeordnet. Durch diese Anschläge wird der Förderhub festgelegt, welcher das Fördervolumen
für das auszugebende Getränkekonzentrat je Arbeitszyklus bestimmt. Eine
Zuflußöffnung 7 im Gehäuse 3, die sich hin zum lediglich angedeuteten Vorratsbehälter
20 erstreckt, und eine zentrale Durchführung 8 im Förderkolben 3 fluchten
konzentrisch zueinander, so daß darin ein Schaft eines Steuerkolbens 9 axial verschieblich
geführt werden kann. Die axiale Bewegung zwischen Steuerkolben 9 und
Förderkolben 6 wird wiederum begrenzt durch Anschläge. Angetrieben wird der
Steuerkolben 9 über einen Hebel 10, der mit seinem einen Hebelende 11 gabelförmig
in eine Nut 12 des Steuerkolbens 9 eingreift. Der Hebel 10 ist um eine ortsfest im
Gerätegehäuse angeordnete Achse 13 gelagert und wird durch einen Exzenterantrieb
14, welcher vom zweiten Hebelarm 15 des Hebels 10 gabelförmig umgriffen wird,
durch Drehung in Pfeilrichtung angetrieben.
Dreht sich aus der in Fig. 1 dargestellten Lage der Exzenter 14 in Pfeilrichtung
weiter, so wird über den Anschlagbereich 16 der Arbeitskolben 3 mit nach unten
bewegt, so daß Getränkekonzentrat aus dem Vorratsbehälter 20 in das Kolbenpumpensystem
1 über die Zuflußöffnung 7 angesaugt wird. Bei weiterer Drehung des Exzenters
14 gelangt vorerst der obere Schaft des Steuerkolbens 9 in den Bereich der
Zuflußöffnung 7 und verschließt diese. Bei weiterer Aufwärtsbewegung des Steuerkolbens
9 wirken die Anschlagbereiche 17 zwischen Steuerkolben 9 und Förderkolben
6 zusammen, so daß der Förderkolben 6 nunmehr mit dem Steuerkolben 9 nach oben
bewegt wird. Dabei wird das ursprünglich angesaugte Getränkekonzentrat-Volumen
über seitliche Kanäle 18 im Steuerkolben 9 zu einem zentralen Ausgabekanal 19 im
Steuerkolben 9 gefördert. Aus diesem zentralen Ausgabekanal 19 gelangt das Getränkekonzentrat
nach außen in einen Bereich, in dem es mit ebenfalls zugeführten
karbonisiertem Wasser zu einem Getränk vermischt wird. Es lassen sich beliebig viele
Arbeitszyklen unmittelbar aneinanderreihen und zähltechnisch erfassen, so daß sich
eine äußerst genaue Bestimmung und Zuordnung der Ausgabemenge der einzelnen
Arbeitszyklen als auch der Gesamtheit der Arbeitszyklen durchführen lassen.
Die Fig. 2 zeigt in vereinfachter und schematisierter Darstellung einen Antrieb für
zwei Kolbenpumpensysteme 1 gemäß Fig. 1. Ein Elektromotor 21, und zwar ein Reversiv-
Elektromotor, steht über ein Zahnradgetriebe 22 mit einer Antriebswelle 23 in
Antriebsverbindung. Durch entsprechende elektrische Beschaltung kann der Elektromotor
21 in beiden Drehrichtungen drehen und somit auch in beiden Drehrichtungen
die Antriebswelle 23 antreiben. Diese Antriebswelle 23 ist drehbar durch zwei Hohlwellen
24 und 25 hindurchgeführt, die ihrerseits im Gerätegehäuse 40 drehbar gelagert
sind und jeweils einen Exzenter 14 bzw. 14′ tragen. Die Welle 23 trägt auf einem
Flanschbereich 26 ein Schlingfederband 27, welches auf die Hohlwellen 24 und
25 jeweils übergreift. Dieses Schlingfederband 27 wirkt zwischen dem Flanschbereich
26 der Antriebswelle 23 und den beiden Hohlwellen 24 und 25 jeweils als eine Freilaufkupplung,
wobei die Verbindung zwischen dem Flanschbereich 26 und einer der
beiden Hohlwellen 24 bzw. 25 sowie die Abkopplung der jeweils anderen Hohlwelle
vom Flanschbereich 26 abhängig ist vom Wicklungssinn der Schlingbandkupplung 27.
Je nach Drehsinn des Reversiv-Elektromotors wird somit entweder die Hohlwelle 24
mit dem Exzenter 14 und darüber der Antriebshebel 10 angetrieben, während die
Antriebswelle 25 entkuppelt ist, oder es wird die Hohlwelle 25 mit ihrem Exzenter
14′ angetrieben, während die Hohlwelle 24 entkoppelt ist. Über die elektronisch
oder elektrisch steuerbare Drehrichtung des Reversiv-Elektromotors ist also die
Auswahl des anzutreibenden Kolbenpumpensystems zur wahlweisen Ausgabe eines der
beiden bevorrateten Getränkekonzentrate durchführbar.
Auf der Hohlwelle 24 sind ebenso wie auf der Hohlwelle 25 zwei Steuernocken 28,
29 bzw. 30, 31 fest angeordnet. Diese Steuernocken wirken auf Schaltkontakt-Einrichtungen
32, 33 bzw. 34, 35. Die Steuernocken 28 und 30 wirken über ihre Schaltkontakteinrichtungen
32 bzw. 34 auf den Steuerstromkreis für den Reversiv-Elektromotor
21, so daß dieser jeweils nach einer Betriebsphase so weit weiterdreht, bis die
jeweils angetriebene Hohlwelle 24 bzw. 25 mit ihrem Exzenter 14 bzw. 14′ in eine
definierende Ruhestellung zurückgeführt ist. Es ist somit sichergestellt, daß auf das
jeweilige Kolbenpumpensystem 1 ganze Antriebszyklen wirken. Die Steuernocken 29
bzw. 31 wirken ansteuertechnisch über die ihnen zugeordneten Schaltkontakteinrichtungen
33 bzw. 35 auf ein nicht dargestelltes Elektromagnetsystem, das ein Ausgabeventil
für das den Getränkekonzentraten zuzumischende karbonisierte Wasser betätigt.
In Getränkeautomaten ist dieses karbonisierte Wasser unter erhöhtem Druck
und üblicherweise gekühlt in einem sogenannten Karbonisator bevorratet und kann
beim Öffnen des Ausgabeventils - durchflußmengengeregelt über einen Durchflußmengenregler
- durch den Überdruck im Karbonisator ausgegeben und dem Mischbereich
zugeführt werden, in den auch das jeweilige Getränkekonzentrat ausgegeben
wird. Der Arbeitszyklus wird somit einer bestimmten, durch das Kolbenpumpensystem
1 festgelegten Menge von Getränkekonzentrat eine bestimmte, durch die
Durchflußmenge und die durch die Steuernockenkontur erzielbare Zeit quantifizierte
Menge von karbonisiertem Wasser ausgegeben.
Alternativ ist es möglich, die Steuernocken 29 bzw. 31 rein mechanisch auf das
Ausgabeventil für das karbonisierte Wasser wirken zu lassen.
Claims (10)
1. Vorrichtung in einem flüssigkeitsspendenden Gerät, insbesondere in einem Getränkeautomaten
zur mengen-bestimmbaren und -kontrollierbaren Ausgabe von
Getränkekonzentraten, zum Antreiben eines Kolbenpumpensystems, mittels dessen
die Flüssigkeit, insbesondere Getränkekonzentrate zum Zwecke der Mischung
mit einer Grundflüssigkeit, aus einem Vorratsbehälter zwangsweise zu
einer Ausgabestelle förderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
ein im Gerätegehäuse (4) ortsfest schwenkbar gelagerter und von einem
motorisch antreibbaren Nockentrieb (4) beeinflußter Schwenkhebel (10) im
Nahbereich eines Aufnahmeausschnitts im Gerätegehäuse (4) zur einsteckbaren
Aufnahme des Kolbenpumpengehäuses (3) einen Aufnahmebereich (11) zur
steckbaren Kopplung mit dem Antriebsorgan (9) des Kolbenpumpensystems (1)
aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für zwei alternativ
anzutreibende Kolbenpumpensysteme je ein Nocken (14, 14′) angeordnet ist
und daß die beiden Nockenantriebe (14, 14′) für den Antrieb der beiden Kolbenpumpensysteme
einer gemeinsamen, von einem Reversiv-Elektromotor (21)
antreibbaren Welle (23) über je eine Freilaufkupplung (27) zugeordnet sind,
wobei die beiden Freilaufkupplungen (27) in bezüglich der Antriebsrichtungen
der Welle gegenläufigen Richtungen wirksam sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenantriebe
(14, 14′) auf Hohlwellen (24, 25) drehbar direkt auf der vom Reversiv-Elektromotor
(21) antreibbaren Welle (23) in Reihe gelagert sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Freilaufkupplungen zwischen der Antriebswelle (23) und den die Nockenantriebe
(14, 14′) tragenden Hohlwellen (24, 25) Schlingfederkupplungen (27)
sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Antriebswelle (23) zusätzlich ein Steuernocken für die Ansteuerung
des Elektromotors (21) zur Rückführung der Antriebswelle (23) in eine definierte
Ruhestellung angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Antriebswelle (23) zusätzlich ein Steuernocken für die Ansteuerung
eines Ausgabeventils für eine mit der durch das Kolbenpumpensystem (1) geförderten
Flüssigkeit zu mischende weitere Flüssigkeit angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Steuernocken (28, 30) für die Ansteuerung des Elektromotors auf der
über die Freilaufkupplung antreibbaren, den Nockenantrieb (14, 14′) tragenden
Hohlwelle (24, 25) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Steuernocken (29, 31) für die Ansteuerung des die Ausgabe der zusätzlichen
Flüssigkeit steuernden Ausgabeventils auf der über die Freilaufkupplung
antreibbaren, den Nockenantrieb (14, 14′) tragenden Hohlwelle (24, 24′) angeordnet
ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Steuernocken (29, 31) mechanisch auf das Ausgabeventil für die zusätzlich
zuzumischende Flüssigkeit wirkt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Steuernocken (29, 31) auf eine Schaltkontakteinrichtung (33, 35) wirkt,
welcher den Erregerstrom für einen das Ausgabeventil für die zusätzlich zuzumischende
weitere Flüssigkeit betätigenden Elektromagneten steuert.
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