DE3940570C2 - - Google Patents
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- G01B13/08—Measuring arrangements characterised by the use of fluids for measuring diameters
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Description
Die Erfindung betrifft einen kalibrierbaren pneumatischen
Meßdorn zum Feststellen der Maßhaltigkeit einer Öffnung,
insbesondere einer Bohrung mit außen am Umfang befestigten
Meßfedern, die über äußeren Luftauslaßöffnungen liegen, mit
außen vorstehenden Tastpunkten an der Innenwandung der
Öffnungen anliegen und je nach ihrer Entfernung von den
Luftauslaßöffnungen diese mehr oder weniger öffnen als Maß
für die Größe der Öffnung, wobei die Meßfedern in ihrer
äußersten Stellung unmittelbar an einem am Meßdorn
befestigten Anschlag anliegen.
Um von solchen Meßdornen exakte Werte zu erhalten, ist es
erforderlich, in regelmäßigen Abständen die Meßdorne eine
Einstellmeßlehre anfahren zu lassen, um hierüber eine
Kalibrierung zu erhalten. Es ist damit sowohl eine geeichte
Meßlehre als auch ein zusätzlicher zeitaufwendiger
Arbeitsgang erforderlich.
Aus der 1980 veröffentlichten Firmenschrift "Pneumatische
Meßdorne" der Anmelderin ist es bekannt, an den Meßfedern
eines Meßdorns außen Anschläge zu befestigen, die die
weitest mögliche äußere Auslenkung der Meßfedern begrenzen.
Ferner ist es aus der DE-30 29 484 C2 bekannt, eine Hülse über
den vorderen Teil eines pneumatischen Meßdornes zu schieben,
um als Kalibrierschieber zu wirken. Hierdurch ist eine
zusätzliche aufwendige Mechanik erforderlich, die anfällig
ist gegen Verschmutzungen und damit zu Fehlerergebnissen
führen kann.
Aus der DE 30 29 484 C2 ist ein Meßdorn mit einem
Kalibrierschieber bekannt, der durch den äußeren Rand der zu
messenden Bohrung zurückgeschoben wird. Danach mißt die
freigelegte Düse des Meßdornes die Bohrung des Prüflings. Es
ist weder eine Meßfeder noch ein Anschlag für eine Meßfeder
vorhanden.
Die US-27 75 818 zeigt einen Meßdorn mit einer Meßfeder. Ein
äußerer Anschlag ist für die Meßfeder nicht vorhanden.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Meßdorn der eingangs
genannten Art so zu verbessern, daß eine Kalibrierung
selbstätig erfolgen kann, ohne eine Einstellmeßlehre zu
verwenden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß der Anschlag in einer Entfernung außerhalb des
Meßbereichs gewählt ist und daß die Meßfedern in der Anlage
am Anschlag die Kalibrierstellung einnehmen.
Damit bildet der an jeder Meßfeder angeordnete Anschlag
selber ein Stellmeßwerkzeug, d. h. der ständig
gleichbleibende Anschlag bildet eine exakte Anlagefläche und
damit eine exakte Stellung der Meßfeder zur automatischen
Kalibrierung. Bevor der Meßdorn in eine Öffnung eingefahren
wird, liegen die Meßfedern stets an diesem Anschlag an und
in dieser Stellung wird ein bestimmter Druck der Druckluft
am Meßdorn aufgegeben, wobei dann im Pneumatik-/
Elektronikwandler ein Druck erzeugt wird, der gemessen wird
und den Grundwert darstellt. Damit ist die Anlagestellung
der Meßfeder am Anschlag eine Kalibrierposition für eine
selbstätige Kalibrierung, die beliebig oft und ohne
Zeitaufwand zwischen dem Einfahren in die zu messenden
Öffnungen erfolgen kann. Da am Anschlag selber kein
Verschleiß entsteht, bleibt diese Kalibrierposition über die
Lebensdauer des Meßdornes erhalten.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Anschlag von einem
die Meßfedern außen übergreifenden Teil, insbesondere einer
Haltelasche gebildet ist. Alternativ kann aber auch der
Anschlag von die Meßfedern durchdringenden Schrauben
gebildet sein, die durch jeweils eine Meßfederbohrung ohne
Gewinde mit Spiel hindurchreichen. Von größtem Vorteil ist
es, wenn mindestens zwei Meßfedern diametral
gegenüberliegend insbesonders radial verschieblichen Teil
miteinander fest verbunden ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen
dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es
zeigen:
Fig. 1 Einen axialen Schnitt und
Fig. 2 einen Ausschnitt aus Fig. 1 mit einer
alternativen Ausführung des Anschlags.
Federkontaktmeßdorne 1 werden zur Maßkontrolle von Bohrungen
häufig in Sondermaschinen eingesetzt. Nach dem
Feinbearbeiten fährt der Meßdorn nach automatischen Wechsel
in der Werkzeugspindel in das Werkstück bzw. in den Prüfling
ein. In den Meßdorn wird dann Meßluft eingedrückt, die
gegenüber dem Normaldruck einen Überdruck besitzt und zu
Meßdüsen 2 geführt wird. Den Meßdüsen 2 sind Meßfedern 3
nachgeschaltet, die je nach dem wie weit sie ausgefahren
sind, die Meßdüse mehr oder weniger verschließen und damit
einen Rückstau der Meßluft erzeugen, so daß die Meßluft in
einem Pneumatik-/Elektronik-Wandler 4 gemessen werden kann.
Dieser Meßwert entspricht dann dem Grad, wie weit die
Meßfedern 3 ausgefahren sind und damit wie groß die Bohrung
ist.
Im zylindrischen Meßdorn 1 ist ein koaxialer Zuführungskanal
5 eingebracht, der die Meßluft in den vorderen Bereich des
Meßdorns bringt. Der Kanal 5 mündet in einer zylindrischen
koaxialen Kammer 6, in der ein zylindrisches Tastteil 7 wie
ein Kolben in einem Zylinder verschieblich gelagert ist. Das
Tastteil 7 weist an seinem äußeren herausragenden Ende einen
scheibenförmigen koaxialen überragenden Kopf 8 als
Auflaufsicherung auf.
Der zylindrische in der Kammer 6 gleitende Bereich 7a des
Tastteils 7 besitzt eine koaxiale Sackbohrung 9, von der
über radiale Bohrungen 10 die Meßluft einer äußeren Ringnut
11 des Bereichs 7a zugeführt wird. In Höhe der Ringnut 11
bei nicht eingedrücktem Tastteil 7 sind im Körper des
Meßdorns 1 radiale Bohrungen als Meßdüsen 2 auf mindestens
zwei einer diametral gegenüberliegenden Seiten angeordnet.
Die Meßluft strömt damit bei nicht eingedrücktem Tastteil 7
vom Kanal 5 in die Kammer 6 von dort über die Bohrungen 9
und 10 zur Ringnut 11 und von dieser durch die Meßdüsen 2.
Die aus den Meßdüsen 2 austretende Druckluft wird von
Meßfedern 3 gesteuert, die über der Austrittsöffnung der
Meßdüsen 2 jeweils liegen und deren Abstand gegenüber diesen
Austrittsöffnungen 2a veränderlich ist.
Die Meßfedern 3 liegen in am Außenumfang des Meßdorns 1
achsparallel angeordneten Längsnuten 12 ein und sind mit
einem Ende 3a am Meßdorn 1 befestigt. Das andere Ende der
Meßfeder 3 ist beweglich und liegt über der Austrittsöffnung
2a. An der Außenseite jeder Meßfeder 3 nahe der
Austrittsöffnung 2a ist ein Meßpunkt bzw. eine Taststelle 13
vorgesehen, die gegenüber der Meßfeder 3 vorstehen kann und
an der Innenwandung der zu messenden Bohrung zur Anlage
kommt. Befindet sich der Meßdorn 1 nicht in der zu prüfenden
Bohrung 14 des Prüflings bzw. Werkstückes 15, so kann die
Meßfeder 3 durch die Meßluft auf die weitest nach außen
geschwenkte bzw. gebogenen Stellung gebracht werden, wobei
diese Stellung durch einen Anschlag bestimmt ist, der von
einer Schraube 16 gebildet wird, die durch eine
Meßfederbohrung mit Spiel hindurchreicht und deren Kopf die
Meßfeder außen überragt und den Anschlag erzeugt.
Alternativ kann der Anschlag aber auch von einem die
Meßfeder außen übergreifenden Teil, insbesondere einer
Haltelasche 17 gebildet sein, Fig. 2.
Das Tastteil 7 wird durch eine in der Kammer 6 liegende
Schraubendruckfeder 18 nach außen gedrückt in die in Fig. 1
gezeigte Stellung. Eine in der Wand der Kammer 6 fest
angeordnete Kugel 19 oder ein Stift liegen etwa zur Hälfte
in einer kurzen außen im Bereich 7a eingebrachten
achsparallelen Längsnut 20 ein und bestimmt damit beide
Endstellungen des Tastteils 7 und bilden eine Verdreh
sicherung. In der äußeren Endstellung verbindet die Ringnut
11 Kanal 5, Kammer 6 und Bohrungen 9, 10 mit der Meßdüse 2.
In der eingeschobenen Stellung befindet sich dagegen die
Ringnut 11 außerhalb des Bereichs der radialen Meßdüsen 2
und damit ist die Meßluftzufuhr vollständig unterbrochen, so
daß der Druck der Meßluft bis zum maximalen Wert ansteigt.
Das im System eingebundene analoge Meßgerät meldet dann der
Maschine "Auflauf". Dieser einen Fehler anzeigende Wert
führt dann zu einer Reaktion des Rechners, insbesondere
zum Zurückziehen des Meßdorns oder zu einem Stoppen
seiner Bewegung.
Eine Verwendung des kalibrierbaren
Meßdornes besteht beispielsweise darin, daß vor dem
Einführen des Meßdorns in die Öffnung und damit bei
Anlage der Meßfedern an den Anschlägen der Luftdruck
gemessen wird, der durch den von den Meßfedern erzeugten
Luftwiderstand entsteht, daß dieser gemessene Druck als
Kalibriermeßwert von der Steuerelektronik verwendet
wird, und daß danach der Meßdorn in die zu messende
Öffnung einfährt.
Claims (4)
1. Kalibrierbarer pneumatischer Meßdorn zum Feststellen
der Maßhaltigkeit einer Öffnung (14), insbesondere einer
Bohrung, mit außen am Umfang befestigten Meßfedern (3), die
über äußeren Luftauslaßöffnungen (2a) liegen, mit außen
vorstehenden Tastpunkten (13) an der Innenwandung der
Öffnung (14) anliegen und je nach ihrer Entfernung von den
Luftauslaßöffnungen (2a) diese mehr oder weniger öffnen als
Maß für die Größe der Öffnung (14), wobei die Meßfedern (3)
in ihrer äußersten Stellung unmittelbar an einem am Meßdorn
befestigten Anschlag (16, 17) anliegen, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anschlag (16, 17) in
einer Entfernung außerhalb des Meßbereichs gewählt ist, und
daß die Meßfedern (3) in der Anlage am Anschlag (16, 17) die
Kalibrierstellung einnehmen.
2. Meßdorn nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anschlag von einem die
Meßfedern (3) außen übergreifenden Teil gebildet ist.
3. Meßdorn nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anschlag aus einer
Haltelasche (17) besteht.
4. Meßdorn nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anschlag von die
Meßfedern (3) durchdringenden Schrauben (16) gebildet ist,
die durch jeweils eine Meßfederbohrung ohne Gewinde mit
Spiel hindurchreichen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893940570 DE3940570A1 (de) | 1989-12-08 | 1989-12-08 | Pneumatischer messdorn |
Publications (2)
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|---|---|
| DE3940570A1 DE3940570A1 (de) | 1991-06-20 |
| DE3940570C2 true DE3940570C2 (de) | 1993-09-02 |
Family
ID=6395052
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (3)
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-
1989
- 1989-12-08 DE DE19893940570 patent/DE3940570A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE3940570A1 (de) | 1991-06-20 |
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