DE3940344A1 - Anordnung zum aufbringen geringer fluessigkeitsmengen auf laufende textilbahnen oder dergl. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum gezielten Mini
malauftrag von Flüssigkeiten auf laufende Warenbahnen oder
dergl. mittels einer in einer Pflatschwanne umlaufenden
angetriebenen Pflatschwalze.
Auftragsvorrichtungen, bei denen eine Flüssigkeit aus einer
Wanne von einer in die Wanne eintauchenden Walze auf eine
mit der Walze in Berührung stehende Warenbahn übertragen
wird, sind bekannt. Diese Vorrichtungen zeichnen sich durch
große Einfachheit aus, sind aber in den bekannten Aus
führungsformen nicht geeignet, wenn gezielt dosiert nur
eine geringe Flüssigkeitsmenge auf die Warenbahnen aufge
tragen werden soll, da die Einstellung und Einhaltung eines
genauen Flottenniveaus in der Pflatschwanne nicht möglich
ist, so daß sich schwankende Auftragsmengen über die Länge
der Warenbahnen ergeben könnenmit der Folge ungleichmäßigen
Warenausfalls bei der Endbehandlung.
Bei hohen Anforderungen an die Gleichmäßigkeit der auf die
Warenbahnen aufzubringende Flottenmengen z. B. bei Chemikal
flotten, werden deshalb bisher Imprägnierabteile mit beson
deren Dosiereinrichtungen für die aufzubringenden Flotten
verwendet, die allerdings in der Regel außerordentlich
kompliziert und kostenaufwendig sind.
Durch die Erfindung soll deshalb die Aufgabe gelöst werden,
eine Auftragsvorrichtung und -anordnung zu schaffen, die
bei optimaler Dosierbarkeit der Flotte bei minimalen aufzu
tragenden Flottenmengen einfach und kostengünstig im Auf
bau und auch im Betrieb ist, etwa weil nur geringe Flotten
mengen in der Auftragsvorrichtung enthalten sind und deshalb
schnelle Reaktionen auf Änderungen der Dosierung möglich
sind und die deshalb vielseitig z. B. in der Vorbehandlung,
zur Säuredosierung, zur Dosierung blinder Küpe und dergl.
einsetzbar ist.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe, wird bei einer Vorrich
tung und Anordnung der eingangs genannten Art vorgeschlagen,
die mit einer Zuführung für die auf die Warenbahn aufzubrin
gende Flotte versehene Pflatschwanne über einen Überlauf
zur Konstanthaltung des Flüssigkeitsniveaus in der Pflatsch
wanne mit einem Niveaugefäß zu verbinden, aus dem die über
gelaufene Flotte mittels einer Pumpe in die Pflatschwanne
zurückgefördert wird und die Umlaufgeschwindigkeit der
Pflatschwalze in Abhängigkeit vom Flüssigkeitsstand im
Niveaugefäß über einen die Drehzahl des Antriebsmotors der
Pflatschwalze beeinflussenden Niveauregler zu steuern.
Weitere Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Anordnung
sind aus den Ansprüchen 2 bis 5 zu entnehmen.
Im Rahmen der Erfindung liegt auch ein Verfahren zur Naß
in - Naß - Imprägnierung mit einer Minimal-Auftragsrichtung
nach der Erfindung bei dem die Warenbahnen beispielsweise
einer Heißwäsche bei ca. 98°C unterworfen werden, anschlie
ßend möglichst hoch abgequetscht werden, danach eine Kühl-
und Verdunstungszone zur Kühlung und weiteren Entfeuchtung
durchlaufen,woraufhin dann in der erfindungsgemäßen Auftrags
vorrichtung bis ca. 20% Chemikalienflotte auf die noch feuchte
Warenbahn aufgebracht wird, die in einem nachgeschalteten
Luftgang in die Ware penetrieren kann, bevor diese in einen
Reaktionsspeicher mit einer Temperatur von 100°C eingeführt
wird.
An Hand der beiliegenden Zeichnungen soll die Erfindung
nachfolgend noch näher erläutert werden. Auf den Zeichnungen
zeigen in schematischer Darstellung
Fig. 1 die gesamte erfindungsgemäße Anordnung zum gezielten
Minimalauftrag von Flüssigkeit auf laufende Waren
bahnen mit der Auftragsvorrichtung, der Flottenmen
gen-regelung sowie der automatischen Flottenzubereitung
und
Fig. 2 die apparative Darstellung einer Naß-in-Naß-Impräg
nierung mit einerAuftragsvorrichtung nach der Erfin
dung.
In der Darstellung der Fig. 1 sind ganz allgemein die Auf
tragseinrichtung mit 10 die Flottenmengenregelung mit 20 und
die automatische Flottenzubereitung mit 30 bezeichnet.
Die Auftragseinrichtung 10 besteht aus der Pflatschwanne
12, an deren einer Wand ein Überlauf 13 vorgesehen ist,
durch den das Flottenniveau in der Wanne konstant gehalten
wird. Die übergelaufene Flotte gelangt in ein Niveaugefäß
14, welches schlank und hoch sein soll, damit Schwankungen
im Flüssigkeitszulauf zu möglichst großen Schwankungen des
Flüssigkeitsspiegels führen, so daß der Fühler des Niveau
reglers 18 eindeutige Niveaulagen an den Regler signalisieren
kann. Da über die Pumpe 15 immer ein konstanter Flottenstrom
vom Niveaugefäß 14 in die Pflatschwanne 12 zurückgefördert
wird, steigt beispielsweise dann, wenn die angetriebene
Pflatschwalze 16 zu wenig Flotte an die Warenbahn 11 bringt,
das Niveau im Niveaugefäß rasch an, weil der Zulauf an Flotte
zur Pflantschwanne 12 über die Zuführungsleitung 19 konstant
ist. Der Fühler des Niveaureglers 18 gibt diese Veränderung
an den Regler weiter und dieser veranlaßt, daß der Antriebs
motor 17 der Pflatschwalze 16 diese schneller dreht bis das
Niveau im Niveaugefäß wieder konstant gehalten wird.
Die der Pflatschwanne 12 über die Leitung 19 zuzuführende
Flottenmenge wird nun wie folgt bestimmt. In einen Rechner
24 werden Warengewicht, gewünschte Auftragsmenge an Flotte
auf die Warenbahn 11 und Laufgeschwindigkeit der Warenbahn
eingegeben. Der Rechner gibt den daraus ermittelten Soll
wert für den Durchfluß an Chemikalienflotte durch die Lei
tung 19 zur Pflatschwanne 12 an einen Regelkreis aus Durch
flußregler 21, Durchflußregelventil 22 und Durchflußmesser
23.
Die Zusammensetzung der auf die Warenbahn 11 in der Pflatsch
wanne 12 aufzutragende Flotte wird in der automatischen
Flottenzubereitung 30 vorgenommen. Sie besteht, wie die
Figur erkennen läßt, im wesentlichen aus dem Vorratsbehäl
ter 31 für die Nachsatzflotte mit einem Niveaufühler 32,
einem Ansatz- und Mischgefäß 33 für die Flotte, in dem ein
Rührwerk 34 installiert ist und den Vorratsbehältern 42, 43
für die Chemikalien. Im dargestellten Beispiel einer
Flottenzubereitung sind nur zwei Behälter dargestellt, es
können natürlich auch noch mehr Behälter mit weiteren Kom
ponenten vorgesehen werden. Die Behälter stehen über Leitun
gen in Verbindung in denen Magnetventile 35, 36, 37, 38
angeordnet sind, die über eine Schalteinheit 41 betätigt
werden.
Die automatische Flottenzubereitung arbeitet wie folgt. Hat
sich der Behälter 31 bis auf das Niveau des Niveaufühlers
32 entleert, gibt der Niveaufühler Signal an die Schalt
einheit 41. Diese veranlaßt die Füllung des Behälters 33 bis
zum unteren Niveau 39 mit Wasser. Ist dieses Niveau erreicht,
wird die Wasserzufuhr durch Schließen des Magnetventils 36
gestoppt und das Rührwerk 34 eingeschaltet. Gleichzeitig
werden über die Schalteinheit 41 die Magnetventile 37, 38
für die Behälter 42, 43 für eine voreingestellte Zeit nach
einander oder gleichzeitig geöffnet. Sind beide Komponenten
(oder weitere) in den Behälter 33 eingelaufen, wird das
Magnetventil 36 für die Wasserzufuhr wieder geöffnet, bis
der obere Niveaufühler 40 die Füllung des Ansatzbehälters
33 bis zur vorgesehenen Menge signalisiert, dabei läuft
das Rührwerk noch eine gewisse Zeit weiter und wird dann
abgeschaltet.
Das Ablaßmagnetventil 35 des Ansatzbehälters 33 wird geöffnet,
und die Füllung läuft in den Vorratsbehälter 31. Damit ist
der Zubereitungszyklus beendet.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Naß-in-Naß-Imprägnierung mit
der erfindungsgemäßen Minimal-Auftragseinrichtung durch
läuft die Warenbahn 11 nacheinander ein Waschabteil 50,
ein Endquetschwerk 51, eine Kühlzone 52, die Minimal-Auf
tragseinrichtung 10, einen Luftgang 53 und wird dann in
einen Reaktionsspeicher 54 eingeführt.
Claims (6)
1. Anordnung zum gezielten Minimalauftrag von Flüssigkeiten
auf laufende Warenbahnen oder dergl. mittels einer in
einer Pflatschwanne umlaufenden angetriebenen Pflatsch
walze, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einer Zuführung
(19) für die auf die Warenbahn (11) aufzubringende Flotte
versehene Pflatschwanne (12) über einen Überlauf (13) zur
Konstanthaltung des Flüssigkeitsniveaus in der Pflatsch
wanne mit einem Niveaugefäß (14) verbunden ist, aus dem die
übergelaufene Flotte mittels einer Pumpe (15) in die Pflatsch
wanne zurückbefördert wird und daß die Umlaufgeschwindigkeit
der Pflatschwalze (16) in Abhängigkeit vom Flüssigkeits
stand im Niveaugefäß über einen die Drehzahl des Antriebs
motors (17) der Pflatschwalze beeinflussenden Niveauregler
(18) gesteuert wird.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Niveaugefäß (14) als hoher Behälter mit kleiner Grund
fläche ausgebildet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Zuführungsleitung (19) von einem Vorratsbehälter
(31) für die Flotte zur Pflatschwanne (12) ein aus einem
Durchflußregler (21), einem Durchflußreglerventil (22)
und einem Durchflußmesser (23) bestehender Regelkreis ange
ordnet ist, durch den der von einem Rechner (24) in Ab
hängigkeit vom Warengewicht, von der Auftragsmenge und der
Warengeschwindigkeit ermittelte Sollwert für den Durchfluß
von Flotte zur Pflatschwanne geregelt wird.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Vorratsbehälter (31) für die Nachsatzflotte mit einer
automatischen Flottenzubereitung in Verbindung steht, bei
der die Komponenten für die Flotte aus Vorratsbehältern
(42, 43), sowie Wasser aus einer Leitung einem Ansatz
oder Mischgefäß durch eine Schalteinheit (41) in Abhängig
keit von Niveaufühlern (39, 40) und/oder Zeitschaltern ge
steuerte Magnetventile (36, 37, 38) zugeführt und gemischt
werden.
5. Anordnung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Überführung der zubereiteten Flotte vom Ansatz
oder Mischgefäß (33) in den Vorratsbehältern (31) am
Bodenauslauf des Ansatz- oder Mischgefäßes (33) ein von
einem Niveaufühler (32) über die Schalteinheit (41) be
tätigtes Magnetventil (35) angeordnet ist.
6. Verfahren zur Naß- in -Naß - Imprägnierung einer Warenbahn
mit einer Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekenn
zeichnet, durch folgende Verfahrensschritte
- a) Waschen der Warenbahn (11) in einem Waschabteil (50),
- b) Entwässerung der Warenbahn durch ein starkes Endquetsch werk (51),
- c) Kühlen und weitere Entfeuchtung der Warenbahn in einer Kühlzone (52),
- d) Aufbringen bis ca. 20% Chemikalienflotte auf die noch feuchte Warenbahn durch die Minimalauftragsvorrichtung (10),
- e) Führung der Warenbahn durch einen Luftgang zur Penetra tion der aufgebrachten Chemikalienflotte,
- f) Überführung der Warenbahn in einen Reaktionsspeicher (54).
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
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| DE3940344A1 true DE3940344A1 (de) | 1991-06-13 |
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Family Applications (1)
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| DE19893940344 Ceased DE3940344A1 (de) | 1989-12-06 | 1989-12-06 | Anordnung zum aufbringen geringer fluessigkeitsmengen auf laufende textilbahnen oder dergl. |
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| Country | Link |
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