DE3839297A1 - Blatttransportvorrichtung mit einem transportgreifer - Google Patents
Blatttransportvorrichtung mit einem transportgreiferInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Blatttransportvorrichtung mit
einem Transportgreifer und einer Antriebs- und Steuereinrich
tung, die zum Erzeugen von Vorlauf- und Rücklaufbewegungen
des Transportgreifers zwischen einer Anfangsstellung und
einer Endstellung einen mit diesem über eine Koppel gelenkig
verbundenen Kurbelzapfen besitzt, dessen Kurbelwelle für
jeden aus Vorlauf- und Rücklaufbewegung bestehenden Bewegungs
zyklus des Transportgreifers für eine ganze Umdrehung moto
risch antreibbar ist.
Vorrichtungen dieser Art sind bereits bekannt, siehe beispiels
weise die US-PS 38 77 694, in der eine derartige Vorrichtung
für den Blatttransport bei Druckmaschinen gezeigt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Blatttransport
vorrichtung zu schaffen, die sich besonders für eine Verwen
dung bei einem Kopien-Handhabungsgerät eignet, innerhalb
dessen von einem Kopiergerät ausgegebene Kopieblätter von
einer Sammelstation zu einer Blattablage transportiert werden
müssen.
Bei einer Blatttransportvorrichtung der eingangs genannten
Art ist diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Antriebs- und Steuereinrichtung eine in Abhängigkeit
von der Drehstellung des Kurbelzapfens wirksame Stillsetzein
richtung für den Transportgreifer aufweist, um diesen über
zumindest einen Drehwinkelbereich, der vor dem der Endstellung
des Greifers benachbarten Kurbeltotpunkt gelegen ist, bei
umlaufendem Kurbelzapfen vorübergehend im Stillstand zu halten.
Durch die Möglichkeit, die Greiferbewegung bei weiterdrehendem
Kurbelzapfen stillzusetzen, erreicht man eine sehr wesentliche
Vereinfachung des Aufbaus der Vorrichtung und des erforder
lichen Steuerungsaufwandes. Dadurch, daß der Transportgreifer
bei der Vorlaufbewegung vor dem Erreichen der Endstellung,
also vor dem betreffenden Kurbeltotpunkt, stillgesetzt werden
kann, wird zunächst erreicht, daß die Freigabe des trans
portierten Blattstapels oder des transportierten Blattes
für die Ablage bei stillstehendem Transportgreifer, also
aus definierter Stillstandsposition heraus, erfolgt, was
die Voraussetzung für eine geordnete Blattablage ohne störenden
gegenseitigen Versatz der abgelegten Blätter ist. Außerdem
steht während der Stillstandszeit des Transportgreifers die
Drehbewegung der sich weiter mit dem Kurbelzapfen drehenden
Kurbelwelle zur Verfügung, um die diejenigen Antriebs- und
Steuerfunktionen aus der Drehbewegung der Kurbelwelle ab
zuleiten, die während des Stillstandes des Transportgreifers
durchzuführen sind. So kann die Drehbewegung der bei still
gesetztem Transportgreifer weiter umlaufenden Kurbelwelle
als Antrieb zum Öffnen des Greifers für die Freigabe des
Blattstapels oder des Blattes benutzt werden.
Wenn auf diese Weise der Greifer während seines Stillstandes
vor dem Bereich des Kurbeltotpunkts geöffnet wird, die Freigabe
des transportierten Blattstapels oder Blattes, also vor Er
reichen der
Greifer-Endstellung, erfolgt, dann kommt es bei dem Restweg,
den der Transportgreifer nach dem Stillsetzen bis zum Erreichen
der Endstellung durchläuft, zu einer Trennung vom stillstehen
den Blattstapel oder Blatt. Dadurch kommt der Transportgreifer
mit dem transportierten und freigegebenen Stapel oder Blatt
sicher außer Eingriff, ohne daß die geordnete Ablage gestört
würde.
Wenn der Transportgreifer nach durchgeführter Rücklaufbewegung
im Bereich der Anfangsstellung vorübergehend stillgesetzt
wird, steht in gleicher Weise die Drehbewegung der weiter
laufenden Kurbelwelle für die im Bereich des der Anfangs
stellung benachbarten Kurbeltotpunktes durchzuführenden Steuer
maßnahmen zur Verfügung, also für das Schließen des Transport
greifers nach Aufnahme eines entsprechenden Blattstapels
oder Blattes.
Dadurch, daß sämtliche Antriebs- und Steuerfunktionen von
der motorisch antreibbaren Kurbelwelle ableitbar sind und
demgemäß für die gesamte Funktionssteuerung der Blatttransport
vorrichtung lediglich die Antriebsfunktion des die Kurbelwelle
antreibenden Motors gesteuert zu werden braucht, ergibt sich
eine besonders einfache, billige und kompakte Bauweise. Damit
sind wesentliche Voraussetzungen für den Einsatz der Vorrich
tung bei Kopien-Handhabungsgeräten erfüllt. Für eine der
artige Anwendung ist die erfindungsgemäße Vorrichtung darüber
hinaus auch deshalb besonders geeignet, weil aufgrund der
Freigabe der transportierten Blattstapel oder Blätter bei
stillstehendem Transportgreifer auch ein besonders geordnetes,
versatzfreies Ablegen der Blätter im zugehörigen Ablagefach
gewährleistet ist.
Als Stillsetzeinrichtung kann ein steuerbarer Anschlag zum
vorübergehenden Blockieren der Bewegung des Transportgreifers
vorgesehen sein, der in einem solchen Falle über eine feder
nachgiebige Getriebeverbindung kraftschlüssig mit der Koppel
verbunden ist, über die die Antriebsbewegung auf den Transport
greifer übertragen wird.
Auch ohne die Verwendung steuerbarer Anschläge läßt sich
der Transportgreifer während gewünschter Phasen des Bewe
gungszyklus stillsetzen, wenn gemäß einem vorteilhaften Aus
führungsbeispiel der Kurbelzapfen radial zur Achse der Kur
belwelle verstellbar gelagert ist und die Stillsetzeinrichtung
einen Verstellmechanismus für in Abhängigkeit von der Dreh
stellung des Kurbelzapfens erfolgendes Verstellen seines
Radialabstandes zur Achse der Kurbelwelle aufweist. Bei einem
solchen Ausführungsbeispiel erreicht man ein vorübergehendes
Stillsetzen der Greiferbewegung dadurch, daß der Kurbelzapfen
beim Durchlaufen eines gewünschten Drehwinkelbereiches so
verstellt wird, daß sich für die Koppel eine reine Schwenk
bewegung um die Achse ihres abtriebsseitigen Gelenks ergibt,
der Kurbelzapfen also bei der betreffenden Stellung der Koppel
sozusagen den Hub "Null" erzeugt.
Bei derartigen Ausführungsbeispielen kann der Verstellmecha
nismus des Kurbelzapfens eine gestellfeste Steuerkurve auf
weisen, längs deren der radial verschiebbar gelagerte Kur
belzapfen zur Steuerung von dessen Radialabstand zur Achse
der Kurbelwelle geführt ist, wobei die Steuerkurve zumindest
einen als Stillstandsbereich für den Transportgreifer vorge
sehenen Kurvenabschnitt besitzt, der zur Achse des abtriebs
seitigen Gelenks der Koppel konzentrisch verläuft, d.h. in
Form eines Kreisbogens um die Achse des abtriebsseitigen
Gelenks der Koppel.
Eine besonders hohe Betriebssicherheit bei einfachstem Auf
bau erreicht man, wenn die Steuerkurve in Form einer in sich
geschlossenen Steuernut gestaltet ist, in die der Kurbelzapfen
mit einem seitlichen Steuerfortsatz eingreift.
Dabei kann der Kurbelzapfen in Form eines Gleitsteins ausge
bildet sein, der in einer Kulisse geführt ist, die sich radial
zur Achse der Kurbelwelle erstreckt. Wenn die Kulisse an
einer Kurbelscheibe vorgesehen ist, kann diese als Steuerschei
be ausgebildet und mit Gestaltsunregelmäßigkeiten versehen
sein, die als Steuernocken dienen. Die Steuernocken können
in unmittelbarer Zusammenwirkung oder über zugeordnete Steuer
hebel zum Umschalten des Transportgreifers zwischen einer
Greifstellung für das Festklemmen von in der Anfangsstellung
vom Transportgreifer übernommenen Blättern und einer Offen
stellung dienen, in der die transportierten Blätter vom
Transportgreifer freigegeben werden.
Die Steuernocken können bei derartigen Ausführungsbeispielen
zum unmittelbaren oder über einen Steuerhebel mittelbarer
folgenden Umschalten einer beispielsweise als Kippsprung
werk ausgebildeten Federanordnung dienen, wenn eine solche
dazu vorgesehen ist, um eine bewegliche Greiferbacke des
Transportgreifers durch die Kraft der Kippsprungfeder wahlweise
in die Offenstellung oder die Greifstellung vorzuspannen.
Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel, das sich durch
eine besonders kompakte Bauweise auszeichnet, ist die mit
dem Kurbelzapfen verbundene Koppel Teil eines Viergelenkge
triebes, dessen Abtriebsschwinge mit dem Transportgreifer
gelenkig verbunden ist.
Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels im einzelnen erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine stark schematisch vereinfacht und mit
abgenommener Seitenwand gezeigte Seitenansicht
eines Kopien-Handhabungsgeräts mit einer
Blatttransportvorrichtung gemäß einem Aus
führungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 2 eine gegenüber Fig. 1 größerem Maßstab und
schematisch vereinfacht gezeichnete Seiten
ansicht des Ausführungsbeispiels der Blatt
transportvorrichtung;
Fig. 3 bis 5 der Fig. 2 ähnliche Seitenansichten
des Ausführungsbeispiels mit demgegenüber
in unterschiedlichen Arbeitsstellungen befind
lichen beweglichen Teilen;
Fig. 6 eine Diagrammdarstellung des Kurvenverlaufs
einer beim Ausführungsbeispiel verwendeten
Steuerkurve und
Fig. 7 eine Draufsicht einer Gestellwand des Aus
führungsbeispiels mit einer an ihr vorgesehenen
vertieften Steuernut, deren Verlauf der Steuer
kurve von Fig. 6 entspricht.
In Fig. 1 ist ein ohne seitliche Abdeckung und stark schema
tisch vereinfacht dargestelltes Kopien-Handhabungsgerät mit
1 bezeichnet. Bei dem Handhabungsgerät 1 handelt es sich
um einen sog. "Finisher", also um ein Gerät, das in Verbindung
mit einem vorgeschalteten Kopiergerät dazu dient, vom Kopier
gerät angelieferte Kopieblätter in einer gewünschten Art
und Weise in einer Ablagestation 5 geordnet zur Ablage zu
bringen, wobei die Kopierblätter innerhalb des Gerätes 1
durch eine als Ganzes mit 3 bezeichnete Blatttransporteinrich
tung 3 zur Ablagestation 5 verbracht werden. Das Handhabungs
gerät 1 weist einen Kopien-Einlauf mit Transportrollen 6
auf, durch die einzelne Kopieblätter 7 einem Kopiensammler
9 zugeführt werden. Auf diesem werden die Kopieblätter 7
zu einem Kopienstapel angesammelt, der mittels der Blatttrans
porteinrichtung 3 zur Ablagestation 5 verbracht wird, oder
die Kopieblätter 7 werden von der Blatttransporteinrichtung
3 einzeln zur Ablagestation 5 weitergegeben. Bei Ansammlung
eines Stapels aus Kopieblättern 7 in dem Sammler 9 kann der
Stapel mittels einer dem Sammler 9 zugeordneten, nicht dar
gestellten, üblichen Hefteinrichtung zusammengeheftet werden
bevor der Stapel zur Ablagestation 5 verbracht wird. In dieser
werden die einzelnen Kopieblätter 7 oder aus den Kopieblättern
7 gebildete Stapel (gegebenenfalls geheftete Stapel), wenn
es gewünscht wird mit gegenseitigem Versatz, aufeinander
liegend abgelegt. Zu diesem Zweck ist ein Ablagetisch 11
der Ablagestation 5 nicht nur in Vertikalrichtung, sondern
auch wahlweise horizontal verschiebbar.
Nähere Einzelheiten der Blatttransporteinrichtung 3 sind
in Fig. 2 bis 7 dargestellt. Die Blatttransporteinrichtung
3 weist ein Gestell 13 mit einer Gestellwand 14 auf, die
eine sich in Blatttransportrichtung erstreckende Vertikal
ebene definiert. Um am Gestell 13 befestigte Schwenkzapfen
16 und 17 sind Schwenkhebel 19 bzw. 20 schwenkbar gelagert,
die sich im Abstand von der Gestellwand 14 zu dieser parallel
erstrecken und mit ihren von den Schwenkzapfen 16, 17 abge
kehrten Hebelenden gelenkig mit einem Greifergehäuse 23 eines
als Ganzes mit 24 bezeichneten Blatttransportgreifers ver
bunden sind. Das Greifergehäuse 23 weist zwei im Abstand
voneinander und zueinander parallel verlaufende Gehäuseplatten
27 auf, die gleich ausgebildet sind, zwischen die die Schwenk
hebel 19, 20 eingreifen und von denen in den Figuren nur
die eine dem Betrachter zugekehrte Gehäuseplatte 27 zu sehen
ist.
Unterhalb der Schwenkzapfen 16, 17 ist am Gestell 13 eine
Kurbelscheibe 29 gelagert, die mittels eines hinter der Ge
stellwand 14 gelegenen und daher nicht sichtbaren Getriebe
motors für eine Drehbewegung in mit einem Bogenpfeil 31 ange
gebenem Drehsinn antreibbar ist. Die Kurbelscheibe 29 weist
eine zur Achse 33 ihrer Antriebswelle, also zur Kurbelwellen
achse, radial verlaufende Führungskulisse 35 auf, in der
ein einen Kurbelzapfen 37 aufweisender Gleitstein radial
beweglich geführt ist. Am Kurbelzapfen 37 ist eine Koppel
39 in Form eines geraden Hebels angelenkt. Zur Steuerung
der Position des Gleitsteins und des Kurbelzapfens 37 innerhalb
der Kulisse 35 ist hinter der Kurbelscheibe 39 an der Ge
stellwand 14 eine in Fig. 2 bis 5 mit strichpunktierter Linie
angedeutete Steuerkurve 41 vorgesehen, längs deren der Kur
belzapfen 37 mit einem rückwärtigen und in der Zeichnung
daher nicht zu sehenden Steuerfortsatz geführt ist.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Steuerkurve 41,
deren Verlauf aus Fig. 6 deutlicher zu ersehen ist, durch
eine in sich geschlossene Steuernut 42 gebildet, die als
Vertiefung in die Gestellwand 14 eingelassen ist, s. Fig.
7. Der nicht gezeigte Steuerfortsatz des Kurbelzapfens 37
erstreckt sich in die Steuernut 42 hinein, so daß der Kurbel
zapfen 37 mit dem Gleitstein in der Kulisse 35 der Kurbel
scheibe 29 bei der in Richtung des Pfeils 31 erfolgenden
Drehbewegung zwangsmäßig längs der Steuerkurve 41 geführt
ist.
An ihrem von dem Kurbelzapfen 37 abgekehrten, abtriebsseitigen
Endbereich ist die Koppel 39 mit einem Schwenkzapfen 43 an
einem Ansatz 45 des Schwenkhebels 19 angelenkt. Dieser Ansatz
45 erstreckt sich, wie am besten aus Fig. 4 und 5 zu ersehen
ist, im wesentlichen rechtwinklig zum Hauptteil des Hebels
19.
An dem vom Zapfen 16 entfernten Endbereich weist der Hebel
19 einen an ihm befestigten Gelenkzapfen 47 auf, der zur
Bildung einer Stift-Schlitz-Verbindung in je ein an jeder
Platte 27 des Greifergehäuses ausgespartes Langloch 49 ein
greift. In entsprechender Weise ist das Ende des Schwenk
hebels 20 mittels eines an ihm befestigten Gelenkzapfens
50 in Langlöchern 51 der Platten 27 aufgenommen. Um das Grei
fergehäuse 23 im Hinblick auf die durch die Stift-Schlitz-Ver
bindungen an den Gelenkzapfen 47 und 50 ermöglichte Kippbewe
gung relativ zu den Hebeln 19 und 20 in eine definierte Lage
zu bringen, ist eine zwischen den Platten 27 gelegene Zugfe
der 53 vorgesehen, die einerseits an den Platten 27 und an
dererseits am Gelenkzapfen 50 angreift und deren Federkraft
das Greifergehäuse 23 in die Kippstellung zu bringen sucht,
die in Fig. 4 und 5 gezeigt ist. Dabei ist der Transport
greifer 24 in der Kippstellung, in der er dem Sammler 9 am
nächsten angenähert ist. Aus dieser Stellung ist er bei den
in Fig. 2 und 3 gezeigten Betriebszuständen nach rechts,
also gegen den Ablagetisch 11 hin, abgekippt, wobei der Schwenk
zapfen 50 im Langloch 51 gegen die Kraft der Zugfeder 53
an das in der Zeichnung obenliegende Ende des Langlochs 51
ausgewandert ist.
Die Platten 27 des Greifergehäuses 23 bilden an ihrem von
den Langlöchern 49, 51 abgekehrten unteren Ende ein Greifermaul
55 mit einer an ihm beweglich geführten Greiferbacke 56,
die zum Festklemmen von Kopieblättern 7 mit einer festen
Gegenfläche 57 am Greifermaul 55 zusammenwirkt. Fig. 2, 4
und 5 zeigen die Greiferbacke 56 in einer von der Gegenfläche
57 abgehobenen Offenstellung, während Fig. 3 die Greifer
backe 56 in einer Greifstellung für das Festklemmen von Kopie
blättern 7 an der Gegenfläche 57 zeigt.
Die Betätigung der beweglichen Greiferbacke 56 erfolgt durch
ein Kippsprungwerk mit einer Sprungfeder 59 in Form einer
Schenkelfeder, deren einer Federschenkel bei 60 (s. Fig. 3)
an der Greiferbacke 56 und deren anderer Federschenkel bei
61 an einem Winkelhebel 62 angelenkt ist, der seinerseits
im Verbindungsbereich seiner beiden Hebelarme bei 63 am Grei
fermaul 55 angelenkt ist. Der der Anlenkstelle an der Sprung
feder 59 bei 61 entgegengesetzte Hebelarm des Winkelhebels
62 trägt im Endbereich einen aus der Ebene des Hebelarms
64 nach rückwärts vorspringenden Betätigungsvorsprung 65,
s. insbesondere Fig. 2 und 3, der mit einem Betätigungsglied
in Eingriff bringbar ist, um den Winkelhebel 62 in eine seiner
beiden stabilen Lagen umzusteuern, in denen die Sprungfeder
59 die Greiferbacke 56 in die Greifstellung, s. Fig. 3, oder
die Greiferbacke 56 in die Offenstellung drängt, s. Fig.
2, 4 und 5.
Das Umsteuern des Kippsprungwerks aus der in Fig. 2 gezeigten
Offenstellung in die in Fig. 3 gezeigte Schließstellung ge
schieht durch einen am Schwenkzapfen 17 hinter dem Schwenk
hebel 20 gelagerten Steuerhebel 67, dessen sichelartig ge
krümmter Endbereich 68 für die Zusammenwirkung mit dem Steuer
vorsprung 65 am Arm 64 des Winkelhebels 62 vorgesehen ist.
Der Steuerhebel 67 weist einen dem sichelartigen Endbereich
68 entgegengesetzten abgewinkelten Nockentastarm 69 auf,
der mit einem an der Rückseite der Kurbelscheibe 29 als seit
lich vorspringende Rippe ausgebildeten Schließnocken 70 zu
sammenwirkt, der bei Anlaufen am Arm 69 den Steuerhebel 67
entgegen dem Uhrzeigersinne schwenkt, wobei durch den sichel
artigen Bereich 68 der Steuervorsprung 65 am Winkelhebel
62 mitgenommen wird, s. Fig. 3, wodurch das Kippsprungwerk
zum Überführen der Greiferbacke 56 in die Greifstellung umge
schaltet wird. Das Umschalten aus der Greifstellung in die
Offenstellung geschieht durch unmittelbares Beaufschlagen
des Steuervorsprunges 65 durch einen als vornliegender seit
licher Vorsprung an der Kurbelscheibe 29 ausgebildeten Öffner
nocken 71, wie es aus Fig. 4 entnehmbar ist, wo der Betriebs
zustand kurz nach dem Überlaufen des Steuervorsprungs 65
durch den Nocken 71 gezeigt ist, also der Zustand, bei dem
die Greiferbacke 56 schon aus der Greifstellung in die in
Fig. 4 gezeigte Offenstellung überführt ist.
Beim Betrieb erzeugt jede vollständige Umdrehung der Kurbel
scheibe 29 in dem mit dem Pfeil 31 angegebenen Drehsinn einen
Bewegungszyklus des Transportgreifers 24 zwischen dessen in
Fig. 2 gezeigter Anfangsstellung und der in Fig. 5 gezeigten
Endstellung. Das Übersetzungsverhältnis des aus der Kurbel
scheibe 29 mit Kurbelzapfen 37, aus der Koppel 39 und aus
dem als Abtriebsschwinge dienenden Schwenkhebel 19 bestehen
den Viergelenkgetriebes ist so gewählt, daß der Transport
greifer 24
bei der Rücklaufbewegung in die in Fig. 2 gezeigte Anfangs
stellung einen Überweg durchführen kann, so daß sichergestellt
ist, daß das Ende des Greifermauls 55 in sichere Anlage an
den Sammler 9 kommt, wobei sich aufgrund des Überwegs ein
geringfügiges Kippen des Greifergehäuses 23 entgegen der
Wirkung der Zugfeder 53 ergeben kann. Eine Besonderheit der
Erfindung besteht darin, daß die die Radialstellung des Kurbel
zapfens 37 steuernde Steuerkurve 41 im Bereich der in Fig.
2 gezeigten Anfangsstellung des Transportgreifers 24 einen
Stillstandsbereich aufweist, der in Fig. 6 mit 75 bezeichnet
ist. Beim Durchlauf des Steuerfortsatzes des Kurbelzapfens
37 durch diesen Bereich 75 bleibt der Transportgreifer 24
trotz weiterdrehender Kurbelscheibe 29 im Stillstand. Die
Drehbewegung, die die Kurbelscheibe 29 während des Stillstandes
des Greifers 24 durchführt, bringt den Schließnocken 70 in
Anlage an den Arm 69 des Steuerhebels 67, so daß dessen sichel
artiger Endbereich 68 durch Angriff am Steuervorsprung 65
das Kippsprungwerk der Greiferbacke 56 umstellt, so daß diese
in die Greifstellung gebracht wird, s. Fig. 3, um ein im
Sammler 9 befindliches Kopieblatt 7 oder mehrere aufeinander
liegende Kopieblätter 7 festzuklemmen. Bei weiterer Drehung
der Kurbelscheibe 29 wird der Greifer 24 aus der in Fig.
3 gezeigten Position in einer Vorlaufbewegung in die in Fig.
4 gezeigte, kurz vor der Endstellung befindliche Position
bewegt, wobei an der Steuerkurve 41 ein Vorlaufbereich 76
durchlaufen wird. An dessen Ende läuft der Öffnernocken 71
am Steuervorsprung 65 des Kippsprungwerks an, um die Greifer
backe 56 in die Offenstellung zu bringen. In Fig. 4 ist dies
bereits der Fall, d.h. der Greifer 24 ist bereits geöffnet.
Bevor der Öffnernocken 71 am Steuervorsprung 65 angelaufen
ist, wird an der Kurve 41 ein zweiter Stillstandsbereich
77 durchlaufen, wobei der Greifer 24 in der in Fig. 4 gezeigten
Lage im Stillstand ist, bis die Greiferbacke 56
durch die Öffnernocke 71 geöffnet ist. Beim anschließenden
Durchlaufen des in Fig. 6 mit 78 bezeichneten Vorlaufend
bereichs kommt der Greifer 24 in die in Fig. 5 gezeigte End
stellung, in der die zuvor ergriffenen Kopieblätter 7 frei
gegeben sind, so daß sie geordnet auf dem Ablagetisch 11
zu liegen kommen. Die Drehbewegung der Kurbelscheibe 29 wird
nunmehr durch Abschalten des Antriebsmotors angehalten. Das
Schalten des Antriebsmotors geschieht durch einen ersten
und einen zweiten Endschalter 81 und 83, die neben dem Umfang
der Kurbelscheibe 29 an der Gestellwand 14 angebracht sind
und mit am Umfang der Kurbelscheibe 29 vorgesehenen Schalt
nocken 84 und 85 zusammenwirken. Nach dem Stillsetzen der
Drehbewegung in der in Fig. 5 gezeigten Endstellung, wobei
der Endschalter 83 durch Auflaufen auf die Schaltnocke 84
angesteuert ist, erfolgt die weitere Drehung der Kurbelschei
be 29 erst aufgrund eines weiteren Steuersignals, wenn im
Sammler 9 ein weiteres Blatt oder weitere Blätter 7 vorhanden
ist bzw. sind, die zum Ablagetisch 11 transportiert werden
sollen.
Wenn die Kurbelscheibe aufgrund eines solchen Signals weiter
gedreht wird, wird der in Fig. 6 mit 79 bezeichnete Rücklauf
bereich durchlaufen, wobei der Greifer 24 wieder in die in
Fig. 2 gezeigte Anfangsstellung bewegt wird.
Wie aus dem Vergleich der Fig. 2 und 3 mit den Fig.
4 und 5 zu ersehen ist, haben die Schwenkhebel 19 und 20
in ihrem von den Greiferplatten 27 etwas weiter entfernten
Bereich bei der Anfangsstellung des Greifers 24 einen ge
ringeren Abstand (Fig. 2 und 3) als bei der Endstellung (Fig.
4 und 5). Diese Abstandsänderung wird mit Hilfe einer zwischen
die Greiferplatten 27 eingreifenden Steuerplatte 87 ausgenutzt,
die mit ihrem einen Ende bei 89 am Hebel 20 angelenkt ist
und ein bogenförmig gekrümmtes Langloch 91
aufweist, das vom Zapfen 47 an der Stift-Schlitz-Verbindung
mit den Greiferplatten 27 durchgriffen ist. In ein zweites
bogenförmiges Langloch 92 der Steuerplatte 87 greift ein
mit den Greiferplatten 27 verbundener Stift 95 ein. Aufgrund
des bogenförmig gekrümmten Verlaufs der Langlöcher 91 und
92 ergibt sich bei einer Abstandsänderung zwischen den Hebeln
19 und 20, bei der der Stift 95 und der Zapfen 47 vom einen
Ende der zugehörigen Langlöcher 92 bzw. 91 zu deren anderem
Ende wandern, eine durch die Bogenform der Langlöcher 91
und 92 definierte Kippbewegung des Greifergehäuses 23. Dadurch
läßt sich erreichen, daß, ungeachtet des Einflusses der Zug
feder 53, die den Greifer 24 ständig in Richtung gegen den
Sammler 9 hin zu kippen sucht, die Kipplage des Greifers
24 bei Annäherung an seine Endstellung so gesteuert wird,
daß sich das Greifermaul 55 zumindest im wesentlichen parallel
zur Ebene des Ablagetischs 11 bewegt. Beim aus der in Fig.
4 gezeigten Stellung heraus erfolgenden Restweg des Greifer
mauls 55 trennt sich dieses daher von dem freizugebenden
Kopieblatt 7 oder freizugebenden Stapel von Kopieblättern
7 mit horizontaler Bewegungsrichtung, so daß es zu einem
einwandfrei geordneten Ablegen der Blätter 7 auf dem Ablage
tisch kommt.
Die vorstehende Beschreibung und die Zeichnung beschränken
sich nur auf die Angabe von Merkmalen, die für die beispiels
weise Verkörperung der Erfindung wesentlich sind.
Soweit die Merkmale in der Beschreibung und in der Zeichnung
offenbart und in den Ansprüchen nicht genannt sind, dienen
sie erforderlichenfalls auch zur Bestimmung des Gegenstandes
der Erfindung.
Claims (14)
1. Blatttransportvorrichtung mit einem Transportgreifer
und einer Antriebs- und Steuereinrichtung, die zum Erzeugen
von Vorlauf- und Rücklaufbewegungen des Transportgreifers
zwischen einer Anfangsstellung und einer Endstellung einen
mit diesem über eine Koppel gelenkig verbundenen Kurbelzapfen
besitzt, dessen Kurbelwelle für jeden aus Vorlauf- und Rück
laufbewegung bestehenden Bewegungszyklus des Transportgreifers
für eine ganze Umdrehung motorisch antreibbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Antriebs- und Steuereinrichtung eine
in Abhängigkeit von der Drehstellung des Kurbelzapfens (37)
wirksame Stillsetzeinrichtung für den Transportgreifer (24)
aufweist, um diesen über zumindest einen Drehwinkelbereich,
der vor dem der Endstellung des Transportgreifers (24) be
nachbarten Kurbeltotpunkt gelegen ist, bei umlaufendem Kurbel
zapfen (37) vorübergehend im Stillstand zu halten.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stillsetzeinrichtung einen in Abhängigkeit von der
Drehbewegung der Kurbelwelle steuerbaren Anschlag zum wahl
weisen Blockieren und Freigeben der Rücklaufbewegung des
Transportgreifers (24) aufweist und daß dieser über eine
federnachgiebige Getriebeverbindung kraftschlüssig mit der
Koppel (39) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kurbelzapfen radial zur Achse (33) der Kurbelwelle
verstellbar gelagert ist und daß die Stillsetzeinrichtung
einen Verstellmechanismus (35, 41) für in Abhängigkeit von
der Drehstellung des Kurbelzapfens (37) erfolgendes Verstellen
seines Radialabstandes zur Achse der Kurbelwelle aufweist,
so daß der Kurbelzapfen (37) über zumindest einen Drehwinkel
bereich der Kurbelwelle auf einer Bahn bewegbar ist, die eine
den Stillstand des Transportgreifers (24) bewirkende Neutral
bewegung der Koppel (39) erzeugt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verstellmechanismus des Kurbelzapfens (37) eine gestell
feste Steuerkurve (41) aufweist, längs deren der radial ver
schiebbar gelagerte Kurbelzapfen (37) zur Steuerung von dessen
Radialabstand zur Achse der (33) Kurbelwelle geführt ist, und
daß die Steuerkurve (41) zumindest einen als Stillstandsbereich
(75, 77) für den Transportgreifer (24) vorgesehenen Kurven
abschnitt besitzt, in dem sie zur Achse des abtriebsseitigen
Gelenks (43) der Koppel (39) konzentrisch verläuft.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerkurve (41) in Form einer in sich geschlossenen
Steuernut (42) gestaltet ist, die als Vertiefung in einer sich
neben der Umlaufebene des Kurbelzapfens (37) erstreckenden
Gestellwand (14) ausgebildet ist und in die der Kurbelzapfen
(37) mit einem seitlichen Steuerfortsatz eingreift.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kurbelzapfen an einem Gleitstein vorgesehen ist, der
in einer mit der Kurbelwelle verbundenen, sich zumindest im
wesentlichen radial zu dieser erstreckenden Kulisse (35) geführt
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kulisse (35) an einer Kurbelscheibe (29) vorgesehen
ist, die mit als Steuernocken dienenden Gestaltsunregelmäßig
keiten (70, 71) versehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Transportgreifer (24) eine Greiferbacke
(56) besitzt, die durch die Antriebs- und Steuereinrichtung
relativ zu einer Gegenfläche (57) des Greifers (24) zwischen
einer Greifstellung für das Festklemmen von in der Anfangs
stellung vom Transportgreifer (24) überommenen Blättern (7)
an der Gegenfläche (57) und einer Offenstellung zum Freigeben
transportierter Blätter (7) beweglich ist, und daß die Bewegung
der Greiferbacke (56) in Abhängigkeit von der Drehstellung
des Kurbelzapfens (37) steuerbar ist.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bewegung der Greiferbacke (56) durch
zumindest einen der an der Kurbelscheibe (29) vorgesehenen
Nocken (70, 71) steuerbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Greiferbacke (56) mittels einer Federan
ordnung, die als Kippsprungwerk ausgebildet ist, zwischen
einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung umschaltbar
ist, in denen es mit seiner Sprungfeder (59) die Greiferbacke
(56) in die Offenstellung bzw. in die Greifstellung vorspannt,
und daß an der Kurbelscheibe (29) ein erster und ein zweiter
Steuernocken (71 bzw. 70) zum Umschalten des Kippsprungwerks
in die erste bzw. die zweite Stellung vorgesehen sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Koppel (39) Teil eines Viergelenk
getriebes ist, das eine mit ihr verbundene Schwinge (19),
die an ihrem freien Ende am Transportgreifer (24) angelenkt
ist, und einen im Abstand von der Schwinge am Transportgreifer
(24) angelenkten zusätzlichen Lenker (20) besitzt, dessen
vom Transportgreifer (24) abgekehrter Endbereich mit gestell
fester Schwenkachse (17) schwenkbar gelagert ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Transportgreifer (24) mittels Stift-Schlitz-Verbindungen
(47, 49, 50, 51) für eine begrenzte Kippbewegung relativ zu
der Schwinge (19) und dem Lenker (20) an diesen angelenkt ist
und daß eine den Greifer (24) in eine Endstellung der Stift-
Schlitz-Verbindungen vorspannende Feder (53) vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Übersteuereinrichtung (87) vorhanden ist, mittels
deren der Transportgreifer (24) in Abhängigkeit von den von
ihm bei den Vorlauf- und Rücklaufbewegungen eingenommenen Stel
lungen gegen die Wirkung der an ihm angreifenden Feder (53)
kippbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß der Transportgreifer (24) durch die Feder (53) entgegen
der Richtung der Vorlaufbewegung kippbar ist.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3839297A DE3839297A1 (de) | 1988-11-21 | 1988-11-21 | Blatttransportvorrichtung mit einem transportgreifer |
| JP2500171A JPH04501697A (ja) | 1988-11-21 | 1989-11-16 | 搬送ピッカーを備えるシート搬送装置 |
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