DE3839039A1 - Zuendendstufe einer transistor-zuendanlage - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zündendstufe einer Transistor-
Zündanlage (TZ-Anlage) gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es ist bekannt, Zündendstufen von Transistor-Zündanlagen mit
einem Darlington-Transistor zu steuern, in dessen Kollektor-
Emitterkreis der Spulenprimärstrom der Zündspule fließt. Für
eine notwendige Begrenzung des Spulenprimärstroms und damit
gleichzeitig eine Begrenzung der gespeicherten Zündenergie
ist der Einsatz eines aktiven Stromreglers bekannt, der in
einem integrierten Schaltkreis enthalten und im Hybridverband
eingebaut ist. Ein solcher integrierter aktiver Stromregler
ist relativ aufwendig und teuer.
Bei einer Zündendstufe einer Transistor-Zündanlage mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 kann der integrierte aktive Strom
regler entfallen. Die Funktion dieses Stromreglers wird im
wesentlichen durch den Einsatz eines einfachen Regeltran
sistors ohne zusätzliche Spannungsversorgung ersetzt. Dieser
Transistor kommt beim Einsetzen der Strombegrenzung in den
aktiven Bereich und leitet den in den Darlington-Transistor
fließenden Basisstrom teilweise gegen Masse ab. Die Schaltung
dient somit zur Begrenzung des Spulenprimärstroms und kann
als Einfachstrombegrenzung aber auch als Kurzschlußschutz ein
gesetzt werden. Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiter
bildungen des Gegenstandes nach dem Hauptanspruch zum Inhalt.
Insbesondere werden konkrete Schaltungen beansprucht, mit
denen die Ansteuerung des Regeltransistors verbessert wird
und der Einfluß von Ansteuerspannungstoleranzen verringert
wird.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher er
läutert.
Es zeigen:
Fig. 1 die Schaltung einer ersten Ausführungsform der Erfin
dung,
Fig. 2 ein Zeitdiagramm zum Einsatz der Strombegrenzung, das
den Verlauf des Spulenprimärstroms und die Basis-
Emitterspannung zeigt,
Fig. 3 die Schaltung einer zweiten Ausführungsform der Erfin
dung,
Fig. 4 ein Kennliniendiagramm, das die mit der zweiten Aus
führungsform erreichte Verbesserung gegenüber der
ersten Ausführungsform zeigt,
Fig. 5 eine Schaltung einer dritten Ausführungsform.
In der Schaltung nach Fig. 1 fließt im Kollektor-Emitter
kreis eines Darlington-Transistors DT der Spulenprimärstrom
für eine an sich bekannte und nicht weiter dargestellte Zünd
spule ZS einer Transistorzündanlage 1. Der Darlington-Tran
sistor DT wird über seine Basis und eine Basisleitung 1 ent
sprechend dem Schaltzustand eines Transistors T angesteuert.
Die Ansteuerung erfolgt mit Hilfe einer Ansteuerspannung U V
und eines Vorwiderstandes R V .
Zwischen der Basisleitung 2 zum Darlington-Transistor DT und
Masse liegt ein Regeltransistor T 1 mit seinem Kollektor-
Emitterkreis. Weiter liegt zwischen der Basisleitung 2 und
Masse eine Teilerschaltung aus Widerständen R 1 und R 2. Vom
Mittelabgriff dieser Teilerschaltung führt eine Leitung 3 zur
Basis des Regeltransistors T 1, wobei in der Leitung 3 eine
Diode D angeordnet ist.
Die Schaltung nach Fig. 1 hat folgende Funktion: Die am Dar
lington-Transistor DT anstehende Basisspannung ist eine indi
rekte Wiedergabe des im Kollektor-Emitterkreises fließenden
Stromes. Durch Regelung dieser Basisspannung durch den Regel
transistor T 1 wird somit eine indirekte Regelung des Kollek
torstroms bzw. des Spulenprimärstromes I SP erreicht.
Die im eingeschalteten Zustand des Darlington-Transistors an
seiner Basis anstehende Basis-Emitterspannung wird durch die
Teilerwiderstände R 1, R 2 auf das Niveau von zwei Diodenfluß
spannungen geteilt. Mit dieser Spannung wird der Regeltran
sistor T 1 angesteuert. Der Regeltransistor T 1 leitet einen
Teil des Basisstroms für den Darlington-Transistor nach Masse
ab. Dadurch wird der Darlington-Transistor im aktiven Bereich
betrieben und der Spulenprimärstrom I SP wird geregelt. Der
Kollektorstrom bzw. Spulenprimärstrom ist eine Funktion der
Basis-Emitterspannung. Damit wird eine Begrenzung des Spulen
primärstroms und gleichzeitig eine Begrenzung der gespeicher
ten Zündenergie erreicht. Als Einfachstrombegrenzung dient
die Schaltung auch als Kurzschlußschutz.
Verbessert wird die Wirkungsweise dieser Einfach-Regelung
durch zusätzliches Einfügen eines Stromfühlerwiderstandes R f
in die Emitterleitung des Darlington-Transistors DT. Dadurch
ist die erfaßte Basisspannung eine Summe aus der Basis-
Emitterspannung des Darlington-Transistors DT und der dem
Kollektorstrom proportionalen Spannung am Fühlerwiderstand
R f . Eine direkte Wirkung des Fühlerwiderstandes auf den Regel
transistor T 1 besteht aber hier (im Gegensatz zum dritten Aus
führungsbeispiel) nicht.
In Fig. 2 ist im oberen Teil ein Zeitdiagramm für den Ver
lauf des Spulenprimärstroms und im unteren Teil für den Ver
lauf der Basis-Emitterspannung des Darlington-Transistors DT
wiedergegeben. Die Anstiegszeiten (Pfeil 3) betragen etwa
drei bis fünf ms. Im strichliert gezeichneten Bereich ist die
Strombegrenzung bereits dadurch aktiv geworden, daß der Regel
transistor T 1 in den aktiven Bereich gekommen ist und den in
den Darlington-Transistor DT fließenden Basisstrom teilweise
gegen Masse ableitet.
In Fig. 3 ist die Schaltung einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung dargestellt. Auch hier ist wieder ein Darling
ton-Transistor DT verwendet, in dessen Emitterleitung ein
Stromfühlerwiderstand R f liegt und in dessen Kollektor-
Emitterkreis eine Zündspule ZS liegt. Die Ansteuerung des Dar
lington-Transistors DT erfolgt ebenfalls über eine Basislei
tung 2 entsprechend dem Schaltzustand eines Steuertransistors
T. Zwischen der Basisleitung 2 und Masse ist auch hier eine
Teilerschaltung aus Widerständen R 4 und R 5 angeordnet ebenso
wie der Regeltransistor T 1. Die Basis des Regeltransistors T 1
ist über eine Leitung 4 mit dem Mittelabgriff der Teilerschal
tung verbunden. Insoweit entspricht diese Schaltung nach
Fig. 2 im wesentlichen der Schaltung nach Fig. 1.
Zusätzlich ist aber hier ein Widerstand R 3 in der Basislei
tung 2 zwischen den Abzweigungen zum Regeltransistor T 1 und
der Teilerschaltung aus den Widerständen R 4 und R 5 ange
bracht.
Die Funktion dieser zweiten Ausführungsform wird in Verbin
dung mit dem Diagramm nach Fig. 4 näher erläutert: Hier wird
die Beeinflussung der Kollektorstrombegrenzung des Darling
ton-Transistors DT durch Ansteuerspannungstoleranzen von U V
und Widerstandstoleranzen von R V durch das Einfügen des Wider
standes R 3 vermindert, was bei einer entsprechenden Dimensio
nierung der Stromverstärkung des Regeltransistors T 1 und des
Widerstandes R 3 zu erreichen ist. Die Wirkungsweise der Schal
tung ist aus den Kennlinien der Fig. 4 ersichtlich. Der Ar
beitspunkt des Darlington-Transistors bei der Schaltung des
zweiten Ausführungsbeispiels ist durch x gekennzeichnet und
zum besseren Verständnis in Richtung eines kleineren U bx ver
schoben. Versetzt dazu sind die Arbeitspunkte, die sich bei
der ersten Schaltung (Fig. 1) je nach Ansteuerspannungs- und
Vorwiderstandstoleranz (U V und R V ) ergeben mit a 1 bis a 3 ein
gezeichnet. Aus der Darstellung der Fig. 4 ist zu erkennen,
daß die Beeinflussung der Kollektorstrombegrenzung durch das
Einbringen des Widerstandes R 3 abnimmt.
In Fig. 5 ist die Schaltung einer dritten Ausführungsform
der Erfindung dargestellt. Auch hier ist wieder ein Darling
ton-Transistor DT im Kreis der Zündspule ZS enthalten und in
seiner Emitterleitung liegt ein Stromfühlerwiderstand R f . Die
Ansteuerung des Darlington-Transistors DT erfolgt auch hier
über die Basisleitung 2 entsprechend den vorhergehenden Schal
tungen, wobei in der Basisleitung 2 zwischen der Abzweigung
des Regeltransistors T 1 und der Abzweigung der Teilerschal
tung (R 7, R 8 und R 9) ein Widerstand R 6 liegt, der dem Wider
stand R 3 aus der Schaltung nach Fig. 3 entspricht. Der Regel
transistor T 1 liegt auch hier zwischen der Basisleitung 2 und
Masse.
Die Ansteuerung des Regeltransistors T 1 ist aber hier in der
Weise ausgeführt, daß von der Emitterleitung des Darlington-
Transistors vor dem Stromfühlerwiderstand R f eine Leitung 5
zur Basis eines zweiten Transistors T 2 führt. Der Kollektor-
Emitterkreis dieses zweiten Transistors T 2 liegt zwischen
einer Teilerschaltung aus Widerständen R 7, R 8 und R 9 und
Masse. Diese Teilerschaltung aus den Widerständen R 7, R 8 und
R₉ ist ebenfalls zwischen der Basisleitung 2 und Masse an
geordnet. Die Basis des Regeltransistors T 1 wird über eine Ab
zweigung aus der Teilerschaltung (R 7, R 8 und R 9) angesteuert.
Die Schaltung nach der dritten Ausführungsform hat folgende
Funktion: Die Steuerspannung für den zweiten Transistor T 2
ist ein Abbild des Spulenprimärstroms I SP am Fühlerwiderstand
R f . Der Transistor T 2 überträgt die verschobene Spannung über
dem Stromfühlerwiderstand R f auf den Regeltransistor T 1 über
den Teiler R 8/R 9. Damit ist bei dieser Schaltung eine direkte
Rückwirkung des Spulenprimärstromes I SP über den Stromfühler
widerstand R f und den Transistor T 2 auf den Regeltransistor
T 1 gegeben. Der Vorteil dieser Schaltung ist, daß der Fühler
widerstand R f zugunsten einer niedrigen Kollektor-Masse-Sätti
gungsspannung des Darlington-Transistors DT sehr niederohmig
dimensioniert werden kann, weil die Steuerspannung für den
Transistor T 2 kleiner als eine Basis-Emitter-Schwelle sein
kann.
Claims (6)
1. Zündendstufe einer Transistor-Zündanlage (TZ-Anlage) mit
einem Darlington-Transistor (DT), in dessen Kollektor-Emitter
kreis der Spulenprimärstrom (I SP ) einer Zündspule (ZS) fließt
und der über eine zu seiner Basis führenden Basisleitung (2)
gesteuert wird, und mit einer Einrichtung zur Begrenzung des
Spulenprimärstromes (I SP ), dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung zur Begrenzung des Spulenprimärstroms (I SP ) aus
einem zwischen der Basisleitung (2) zur Basis des Darlington-
Transistors (DT) und Masse angeordneten Regelelements (T 1) be
steht, das entsprechend der Größe des Spulenprimärstromes
(I SP ) angesteuert wird und der beim Einsetzen der Strombegren
zung für den Spulenprimärstrom (I SP ) in den aktiven Bereich
kommt und dabei den in den Darlington-Transistor (DT) über
die Basisleitung fließenden Basisstrom (I b ) teilweise gegen
Masse ableitet.
2. Zündendstufe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Regel-Transistor (T 1) mit seinem Kollektor-Emitterkreis
zwischen der Basisleitung (2) und Masse liegt, und daß seine
Basis über den Mittelabgriff einer Teilerschaltung aus Wider
ständen (R 1 und R 2) zwischen der Basisleitung (2) und Masse
und eine zwischen dem Mittelabgriff und der Basis angeordne
ten Diode (D) angesteuert wird.
3. Zündendstufe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Emitterleitung des Darlington-Transistors (DT) ein
Stromfühler-Widerstand (R f ) angeordnet ist.
4. Zündendstufe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Regel-Transistor (T 1) mit seinem Kollek
tor-Emitterkreis zwischen der Basisleitung (2) und Masse
liegt, daß eine Teilerschaltung aus Widerständen (R 4 und R 5)
parallel dazu ebenfalls zwischen der Basisleitung (2) und
Masse, jedoch weiter vor dem Regel-Transistor (T 1) bzw. dem
Darlington-Transistor (DT) liegt, daß die Basis des Regeltran
sistors (T 1) über den Mittelabgriff der Teilerschaltung (R 4
und R 5) angesteuert wird und daß zwischen der Abzweigung des
Regel-Transistors (T 1) und der Teilerschaltung (R 4 und R 5) in
der Basisleitung (2) ein Widerstand (R 3) zur Verringerung der
Beeinflussung der Regelung bzw. Verringerung der Beeinflus
sung der Begrenzung des Spulenprimärstroms (I SP ) durch An
steuertoleranzen (U V ) und Vorwiderstandstoleranzen (R V ) ange
ordnet ist.
5. Zündendstufe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Emitterleitung des Darlington-Transistors (DT) ein
Stromfühler-Widerstand (R f ) angeordnet ist.
6. Zündendstufe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Emitterleitung des Darlington-Transistors (DT) ein
Stromfühler-Widerstand (R f ) angeordnet ist, daß vor dem Strom
fühler-Widerstand (R f ) eine Leitung (5) zur Basis eines zwei
ten Transistors (T 2) führt, wobei die hier anliegende Steuer
spannung ein Abbild des Spulenprimärstromes (I SP ) am Fühler
widerstand (R f ) ist, daß der Kollektor-Emitterkreis des zwei
ten Transistors (T 2) zwischen einer Teilerschaltung aus Wider
ständen (R 7, R 8 und R 9) und Masse liegt, wobei die Teiler
schaltung (R 7, R 8 und R 9) zwischen der Basisleitung (2) und
Masse angeordnet ist und daß der Regel-Transistor (T 1) mit
seinem Kollektor-Emitterkreis ebenfalls zwischen der Basislei
tung (2) und Masse näher zum Darlington-Transistor (DT) hin
liegt, wobei seine Basis über eine Abzweigung aus der Teiler
schaltung (R 7, R 8 und R 9) angesteuert wird und zwischen dem
Regel-Transistor (T 1) und der Teilerschaltung (R 7, R 8 und R 9)
in der Basisleitung (2) ein Widerstand (R 6) angeordnet ist.
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