DE3839036A1 - Kraftstoff-einspritzduese fuer brennkraftmaschinen - Google Patents
Kraftstoff-einspritzduese fuer brennkraftmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoff-Einspritzdüse nach der
Gattung des Anspruchs 1. Bei einer bekannten Einspritzdüse dieser
Gattung (EP-B1 99 991) ist die im Düsenhalter gebildete Kammer zur
Aufnahme der Schließfeder und der Induktionsspule mit einer Ring
schulter versehen, an welcher sich die Schließfeder mit ihren von
der Ventilnadel abgekehrten Ende abstützt und an welcher die Kammer
in einen im Durchmesser kleineren Abschnitt übergeht, der die In
duktionsspule aufnimmt. Bei dieser Ausführung ergibt sich ein Durch
messer für die Induktionsspule, der kleiner ist, als er mit Rück
sicht auf die Mindestwandstärke des Düsenhalters sein müßte, und der
in manchen Fällen zu Kompromissen bei der Auslegung der Induktions
spule und der Auswerteschaltung zwingt.
Die erfindungsgemäße Anordnung mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß der im Düsenhalter
stromauf der gehäusefesten Abstützung für die Schließfeder vorhan
dene Platz optimal für die Unterbringung der Induktionsspule genutzt
werden kann. Der querliegende Stützbolzen teilt gewissermaßen die
durchgehende Kammer in eine Federkammer und eine im Durchmesser an
nähernd gleiche Kammer für die Induktionsspule auf und bildet mit
seiner Stützfläche den Federkammerboden.
Durch die in den Unteransprüchen enthaltenen Merkmale sind vorteil
hafte Weiterbildungen der Anordnung nach dem Anspruch 1 möglich.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung darge
stellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Die
einzige Figur zeigt die Einspritzdüse nach dem Ausführungsbeispiel
teils im Längsschnitt und teils in Seitenansicht.
Die Einspritzdüse hat einen Düsenhalter 10, gegen den eine Zwischen
platte 11 und ein Düsenkörper 12 durch eine Überwurfmutter 13 ge
spannt sind. Im Düsenkörper 12 ist eine Ventilnadel 14 verschiebbar
gelagert, auf welche über ein Druckstück 15 eine Schließfeder 16
einwirkt, die in einer Kammer 17 des Düsenhalters 10 untergebracht
ist. Die Ventilnadel 14 arbeitet mit einem nach innen gekehrten Ven
tilsitz im Düsenkörper 12 zusammen und führt ihren Öffnungshub ent
gegen der Strömungsrichtung des Kraftstoffs aus. Die Führungsbohrung
der Ventilnadel 14 ist an einer Stelle zu einem Druckraum erweitert,
in dessen Bereich die Ventilnadel 14 eine Druckschulter hat und der
über Kanäle in der Zwischenscheibe 11 und dem Düsenhalter 10, sowie
über ein Filter 19 mit einem Kraftstoff-Anschlußstutzen 20 des Dü
senhalters 10 verbunden ist. Der an der Druckschulter der Ventil
nadel 14 angreifende Kraftstoffdruck schiebt die Ventilnadel 14 ent
gegen der Kraft der Schließfeder 16 nach oben, bis eine Schulter 21
an der Ventilnadel 14 gegen die untere Stirnseite der Zwischenschei
be 11 stößt und den weiteren Aufwärtshub der Ventilnadel 14 begrenzt.
Die Schließfeder 16 stützt sich über eine Federscheibe 24 an der
ebenen Bodenfläche 25 einer Ausnehmung 26 eines Stützbolzens 27 ab,
der in einer Sackbohrung 28 des Düsenhalters 10 drehbar gelagert
ist. Die Sackbohrung 28 ist nach außen durch einen O-Ring abgedich
tet, welcher in einer Ringnut des Stützbolzens 27 eingelassen ist.
Die auf den Stützbolzen 27 ausgeübte Druckkraft der Schließfeder 16
hält im Zusammenwirken mit der in die Ausnehmung 26 und die Kammer
17 eingreifenden Federscheibe 24 den Stützbolzen 27 gegen Verdrehen
und Verschieben gesichert in der Sackbohrung 28 fest.
Die Kammer 17 des Düsenhalters 10 setzt sich, die Sackbohrung 28
kreuzend, mit einem leicht reduzierten Durchmesser bis zu einer Ge
häuseschulter 29 nach oben fort. Im oberen Abschnitt der Kammer 17
sitzt eine Induktionsspule 30, die Teil eines Nadelbewegungsfühlers
ist, der zum Erfassen des Einspritzbeginns und/oder des Einspritz
hubes bzw. der Einspritzdauer dient. Die Induktionsspule 30 hat ei
nen Spulenkörper 31, der mit einem die Wand der Kammer 17 berühren
den Flanschteil 32 aus magnetisch leitfähigem Stoff verbunden ist.
Der Flanschteil 32 ist mit einer zentralen Bohrung versehen, durch
die ein in den Spulenkörper 31 eintauchender Ankerbolzen 33 mit ge
ringem radialen Spiel hindurchgeführt ist. Der Ankerbolzen 33 kann
mit dem Druckstück 15 einstückig oder über ein gestrecktes Verbin
dungsglied 34 verbunden sein, so daß er sich mit der Ventilnadel 14
in beiden Richtungen mitbewegt. In den Spulenkörper 31 taucht von
oben ein Spulenkern 36 ein, der reibungsschlüssig in einer Bohrung
37 des Düsenhalters 10 sitzt und dessen axiale Lage durch eine von
außen zugängliche Schraube 38 einstellbar ist.
Der Ankerbolzen 33 ist durch eine zentrale Bohrung 40 im querliegen
den Stützbolzen 27 hindurchgeführt und dort von einer Schraubenfeder
41 umgeben, die sich unten an der Federscheibe 24 abstützt und oben
am Flanschteil 32 angreift. Die Schraubenfeder 41 drückt die Induk
tionsspule 30 schüttelfest an die Gehäuseschulter 29 an. Die Induk
tionsspule 30 ist mit Anschlußkontakten 42 versehen, die sich in
einer seitlichen Ausnehmung 43 des Düsenhalters 10 befinden. Durch
den Spulenkern 36 ist eine Leckölbohrung 44 hindurchgeführt, die
über einen Kanal 45 im Düsenhalter 10 mit einer Lecköl-Anschluß
bohrung 46 verbunden ist.
Das magnetische Feld der Induktionsspule 30 führt über den umgeben
den Bereich des Düsenhalters 10, das Flanschteil 32, den Spulenkern
36, den Ankerbolzen 33 und den Luftspalt, der zwischen dem Spulen
kern 36 und dem Ankerbolzen 33 gebildet ist. Im Betrieb der Ein
spritzdüse bewegt sich der Ankerbolzen 33 unter ständigem Verändern
des Luftspaltes zum Spulenkern 36 mit der Ventilnadel 14 hin und
her, wodurch die gewünschten Signale der Nadelbewegung erzeugt wer
den. Der Durchmesser der Induktionsspule 30 ist annähernd gleich dem
Außendurchmesser der Schließfeder 16, so daß für die Ausbildung und
Unterbringung der Induktionsspule 30 mehr Platz zur Verfügung steht
als bei der bekannten Ausführungen mit abgestufter Kammer im Düsen
halter 10.
Claims (4)
1. Kraftstoff-Einspritzdüse für Brennkraftmaschinen, mit einem Dü
senkörper, in welchem ein Ventilsitz gebildet und eine Ventilnadel
verschiebbar geführt ist, die von einer Schließfeder und entgegenge
setzt dazu vom Kraftstoffdruck beaufschlagt ist und sich beim Öff
nungshub entgegen der Strömungsrichtung des Kraftstoffs bewegt, und
ferner mit einem Düsenhalter, an welchem der Düsenkörper festge
spannt ist und der eine Kammer zur Aufnahme der an einer gehäusefe
sten Schulter sich abstützenden Schließfeder und einer der nadel
hub- bzw. nadelgeschwindigkeitsabhängigen Signalgabe dienenden In
duktionsspule hat, welcher ein von der Ventilnadel beeinflußter An
kerbolzen und ein Spulenkern zugeordnet sind, gegen den sich der An
ker beim Öffnungshub bewegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer
(17) zur Aufnahme der Schließfeder (16) und der Induktionsspule (30)
durchgehend einen mindest annähernd gleichbleibenden Durchmesser hat
und daß die gehäusefeste Schulter (25) zur Abstützung der Schließfe
der (16) an einem die Kammer (17) durchquerenden Stützbolzen (27)
gebildet ist, welcher mit einem zentralen Durchgang (20) für den An
kerbolzen (33) versehen ist.
2. Einspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
querliegende Stützbolzen (27) mit einer Randausnehmung (26) versehen
ist, die eine ebene Bodenfläche (25) hat, welche als Auflage für ei
ne beidseitig mit ebenen Stützflächen versehene Federscheibe (24)
dient.
3. Einspritzdüse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im
zentralen Durchgang (40) des Stützbolzens (27) eine den Ankerbolzen
(33) umgebende Feder (41) angeordnet ist, die sich an der Feder
scheibe (24) abstützt und die Induktionsspule (30) gegen eine ge
häusefeste Schulter (29) drückt.
4. Einspritzdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stützbolzen (27) in einer Sackbohrung (28)
des Düsenhalters (10) drehbar gelagert ist, die nach außen durch ei
nen O-Ring zwischen Stützbolzen (27) und Bohrungswand abgedichtet
ist.
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