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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kraftstoffeinspritzanordnung
für Verbrennungsmotoren
gemäß dem Oberbegriff
des unabhängigen Anspruchs
1.
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Kraftstoffeinspritzanordnungen
werden in Verbrennungsmotoren eingesetzt, um ein vorbestimmtes dosiertes
Kraftstoffgemisch in vorgewählten
Intervallen dem Brennkammer zuzuführen. Im Stand der Technik
gewöhnlich
verwendete Kraftstoffeinspitzer haben typischerweise einen Hochdruckkraftstoffdurchgang,
der sich zwischen einem magnetisch aktiviertem Steuerventil und
einem zylindrischen Bohrloch im Einspritzkörper erstreckt. Ein Kolben
kann sich innerhalb des zylindrischen Bohrlochs hin- und herbewegen,
um den Kraftstoffdruck zu erhöhen.
Kraftstoff mit relativ geringem Druck wird dem Einlasskanal, wenn
sich der Zylinder an seinem oberen Totpunkt befindet, zugeführt. Das
Steuerventil dosiert die Kraftstoffzufuhr in vorbestimmten Intervallen
durch einen Kraftstoffkanal, der mit dem Überlaufventil verbunden ist.
Kraftstoff mit sehr hohem Druck wird einer Einspritzdüsenanordnung
zugeführt
und schließlich
vom Einspritzer zerstäubt.
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Im
Fall der Kompressionszündung
bzw. im Fall von Dieselmotoren wird der Kraftstoff mit relativ hohem
Druck zugeführt.
Zur Zeit liefern herkömmliche
Einspritzer Kraftstoff mit einem Druck von 32,000 psi. Dies sind
ziemlich hohe Drücke,
was beachtliche Maßnahmen
erfordert, um die strukturelle Integrität der Einspritzer, gute Dichtungseigenschaften
und eine effektive Zerstäubung
des Kraftstoffs in der Brennkammer zu gewährleisten. Im Wesentlichen muss
der moderne Motor beachtliche wirtschaftliche Vorteile hinsichtlich
des Kraftstoffverbrauchs bieten, wobei auf immer strengere Emissionsrichtlinien
zu achten ist. Dennoch haben höhere
Anforderungen hinsichtlich des Kraftstoffverbrauchs, der sauberen Verbrennung,
geringerer Emissionen und der Kontrolle der Entstehung von NOx dazu geführt und werden auch weiterhin
dazu führen,
immer höhere
Anforderungen an Kraftstoffzuführsystemen
für Verbrennungsmotoren
zu stellen, was die Erhöhung
des Kraftstoffdrucks im Einspritzer einschließt.
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Um
die oben genannten Herausforderungen zu bewältigen, wurden elektronische
Steuermodule eingesetzt, um den Beginn und das Ende des Kraftstoffeinspritzvorgangs
das Timing beim Einspritzen und die Menge des Kraftstoffs zu steuern,
um dadurch den Kraftstoffverbrauch zu verbessern, und um die Emissionsrichtlinien
einzuhalten. Es gibt immer noch einen anhaltenden Bedarf, Methoden
zu entwickeln, um zusätzliche
Ein spritzparameter, wie die Kraftstoffeinspritzrate und die maximalen
Einspritzdrücke
während
eines Einspritzvorgangs auf kosteneffektive Art und Weise zu steuern.
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Die
Kraftstoffeinspritzrate eines herkömmlichen Kraftstoffeinspritzers
hat über
die Zeit aufgetragen normalerweise eine Trapezform, mit einem relativ
linearem Anstieg ausgehend von einer niedrigen Ausgangsrate zu einer
hohen Rate am Ende der Einspritzung. Eine niedrige Ausgangsrate
der Einspritzung führt
tendenziell zu niedrigen NOx-Emissionen. Eine
hohe Einspritzrate am Ende des Einspritzvorgangs führt tendenziell
zu niedrigen Partikelemissionen und zu einer besseren Wirtschaftlichkeit
hinsichtlich des Kraftstoffverbrauchs.
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Ein
Weg, um die NOx-Emissionen zu reduzieren
und somit die Emissionsrichtlinien einzuhalten ist die Ausgangseinspritzrate
auf ein niedriges Niveau zu regulieren, damit die maximale Verbrennungstemperatur
und damit die Bildung von NOx reduziert
wird. Eine kurze Eingangseinspritzung des Kraftstoffs, üblicherweise
Piloteinspritzung genannt, die am Anfang des Einspritzvorgangs stattfindet, wurde
ebenfalls auf Grund der oben genannten Notwendigkeit der NOx-Reduzierung angewendet. Dennoch haben Versuche
die Einspritzrate am Anfang des Einspritzvorgangs zu regulieren
und/oder eine Piloteinspritzung durchzuführen – beide Maßnahmen sind aus dem Stand
der Technik bekannt – gezeigt, dass
die Maßnahmen
Nachteile aufweisen, wie eine hohe mechanische Komplexität, die Notwendigkeit einer
komplizierten elektronischen Steuerung und die Tatsache, dass sie
nur geringfügig
effizient und/oder kosteneffektiv sind.
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Andererseits
ist es wünschenswert,
die Qualität
der Zerstreuung des Kraftstoffs zu verbessern, um das Problem des
Kraftstoffverbrauchs anzugehen und die Wirtschaftlichkeit hinsichtlich
des Kraftstoffverbrauchs zu verbessern. Das könnte durch eine Erhöhung des
Kraftstoffeinspritzdrucks erreicht werden, speziell bei einem maximalen
Drehmoment und bei Teillast. Insbesondere kann ein erhöhter Einspritzdruck
durch die Verwendung einer Einspritznocke mit einem hohen Geschwindigkeitsprofil
oder durch die Wahl eines größeren Kolbendurchmessers erreicht
werden. Jedoch verursachen generell das Nockenprofil, der Kolbendurchmesser
oder andere Hardwarekonfigurationen, die einen höheren Einspritzdruck bei mittlerer
Geschwindigkeit und mittlerer Last zur Folge haben, extrem hohe
Einspritzdrücke
bei hoher Motordrehzahl und großer
Last. Diese erhöhten
Einspritzdrücke
können
ernste Probleme hinsichtlich der Zuverlässigkeit und der Lebensdauer des
Einspritzers verursachen. Dementsprechend ist aus dem Stand der
Technik bekannt, dass Entlastungsventile verwendet werden, die den
maximalen Systemdruck limitieren.
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Aus
GB-A-2 194 600 ist eine Einspritzvorrichtung, wie oben beschrieben,
bekannt. Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Einspritzvorrichtung,
wie oben angedeutet, aufzuzeigen, die einfach, kostengünstig und
wirtschaftlich ist.
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Die
Aufgabe wird gelöst
mit der vorliegenden Erfindung durch eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung für Verbrennungsmotoren,
die einen Einspritzkörper mit
einer Fluidverbindung zu einer Kraftstoffquelle, einer Zerstäuberanordnung,
durch die der Kraftstoff während
des Einspritzvorgangs zerstäubt
wird, ein Hochdruckkraftstoffzuführsystem,
dass der Zerstäuberanordnung
Kraftstoff unter hohem Druck zuführt und
eine elektromagnetische Ankersteuerventileinrichtung, um den Takt
und die Kraftstoffmenge während
jedem Einspritzvorgang zu steuern, aufweist, wobei der Einspritzer
einen Eingangs- und Maximaleinspritzdruckregler aufweist, der dazu
ausgebildet ist, die Zerstäuberanordnung
zu steuern, um eine Einspritzrate am Anfang des Einspritzvorgangs
zu regeln und weiterhin dazu ausgebildet ist, den Maximaldruck des
Kraftstoffs der von der Zerstäubereinheit
zerstäubt
wird, zu limitieren. Demnach kann die Kraftstoffeinspritzeinrichtung
die Eingangsrate der Kraftstoffeinspritzung reduzieren und den maximalen Einspritzdruck
limitieren.
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Demzufolge
ist ein Vorteil der vorliegenden Erfindung, dass der kombinierte
Eingangs- und Maximaleinspritzdruckregler
dazu ausgebildet ist, eine Eingangs- bzw. Piloteinspritzung zu ermöglichen und/oder
die Eingangsrate der Einspritzung zu reduzieren.
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Ein
weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass der kombinierte
Eingangs- und Maximaleinspritzdruckregler so eingestellt werden
kann, dass verschiedene Kombinationen von Eingangseinspritzraten
erzielt werden können,
wodurch die maximale Verbrennungstemperatur und die NOx-Emissionen
reduziert werden.
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Ein
weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass der kombinierte
Eingangs- und Einspritzdruckregler weiterhin dafür ausgebildet ist, den Maximaldruck
des Kraftstoffs, der durch die Zerstäuberanordnung zerstäubt wird,
zu limitieren. Folglich ist der kombinierte Eingangs- und Maximaleinspritzdruckregler
speziell für
die Verwendung in Einspritzern geeignet, wo ein hoher Einspritzdruck
bei niedriger Motordrehzahl und geringer Last erwünscht ist.
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Ein
weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass der kombinierte
Eingangs- und Maximaleinspritzdruckregler auf effektive Weise das
Problem der Zuverlässigkeit
und Lebensdauer von Kraftstoffeinspritzeinrichtungen, die hohe Einspritzdrücke aufweisen,
löst.
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Ein
weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass die oben gezeigten
Merkmale in einem kombinierten Eingangs- und Maximaleinspritzdruckregler
integriert sind, der einfach und kostengünstig sowie wirtschaftlich
ist und der weiterhin eine elegante einfache und nicht übermäßig komplexe
Mechanik aufweist.
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Weitere
bevorzugte Ausführungen
der vorliegenden Erfindung sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
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Im
Folgenden wird vorliegende Erfindung mit Hilfe von verschiedenen
Ausführungen
in Verbindung mit Zeichnungen detailliert beschrieben:
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1 ist
eine Querschnittsansicht eines Einspritzers, der an einem Zylinderkopf
befestigt ist und durch einen Nocken angetriebenen Ventilhebel aktiviert
wird;
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2 ist
eine Querschnittsansicht der Einspritzeinrichtung der vorliegenden
Erfindung zeigt;
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3 ist
eine vergrößerte Teilquerschnittsansicht
des Einspritzers, die den kombinierten Eingangs- und Maximaleinspritzdruckregler
der vorliegenden Erfindung darstellt;
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4 ist
eine vergrößerte Teilquerschnittsansicht
einer alternativen Ausführung
eines Einspritzers, die den kombinierten Eingangs- und Maximaleinspritzdruckregler
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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5 ist
eine Explosisionsansicht, die das Durchflusssteuerventil und das Überlaufventil
der vorliegenden Erfindung darstellt;
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6 ist
eine Querschnittsansicht des Durchflusssteuerventils der vorliegenden
Erfindung;
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7 ist
eine Querschnittsansicht des Überlaufventils
der vorliegenden Erfindung;
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8 ist
der Kurvenverlauf der Hubhöhe
des Kegelventils, die Einspritzrate und der Einspritzdruck aufgetragen über den
Kurbelwinkel in Grad;
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9 ist
ein Vergleich der Einspritzrate und des Einspritzdrucks eines Einspritzers
mit und ohne einem Durchflusssteuerventil gemäß der vorliegenden Erfindung
aufgetragen über
den Kurbelwinkel in Grad;
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10 ist
eine Grafik ist, die die Einspritzrate und den Einspritzdruck eines
Einspritzers mit und ohne dem Überlaufventil
gemäß der vorliegenden
Erfindung vergleicht und über
den Kurbelwinkel in Grad anträgt.
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In
den Figuren, in denen immer die gleichen Bezugszeichen verwendet
werden, um gleiche Teile der Struktur in den Zeichnungen zu bezeichnen,
wird in 1 eine Einspritzanordnung für einen
Verbrennungsmotor generell mit dem Bezugszeichen 10 versehen.
Die Einspritzanordnung 10 ist in einer typischen Umgebung
gezeigt, wo sie in einem Zylinderkopf 12 befestigt ist
und dazu verwendet wird, Kraftstoff in einen Zylinder eines Verbrennungsmotors
einzuspritzen. Der Kraftstoff wird verbrannt, um Energie zu erzeugen,
die die Kurbelwelle in Rotation versetzt. Eine Nocke 14 rotiert,
um einen Kipphebel 16 zu betätigen, der wiederum einen Kolben 18 antreibt,
der so in der Einspritzanordnung 10 angeordnet ist, dass er
sich hin- und herbewegen kann. In einer anderen Ausführungsform
kann eine vom Motor angetriebene Nocke, wie es aus dem Stand der
Technik bekannt ist, dazu verwendet werden, den Kolben 18 direkt
anzutreiben. Die Bewegung des Kolbens 18 dient dazu, den
Kraftstoffdruck innerhalb der Einspritzanordnung zu erhöhen. Der
Kraftstoff wird schließlich
durch die Einspritzanordnung 10 in einen Zylinder mit hohem Druck
eingespritzt, wie es im Folgenden detailliert beschrieben wird.
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2 zeigt
eine Einspritzanordnung 10 gemäß der vorliegenden Erfindung
in einem Querschnitt mit einem sich in vertikaler Richtung erstreckenden
Einspritzkörper,
der allgemein mit dem Bezugszeichen 20 versehen ist, der über eine
Kraftstoffleitung mit einer Kraftstoffquelle verbunden ist. Der Einspritzkörper 20 weist
eine Gewindebuchse 22 und eine Gewindemutter 24 auf,
die am unteren Ende der Gewindebuchse 22 festgeschraubt
ist und eine Verlängerung
der Gewindebuchse bildet. Die Gewindemutter 24 hat eine Öffnung 26 an
ihrem unteren Ende, durch die das untere Ende einer Zerstäuberanordnung
herausragt, das allgemein mit dem Bezugszeichen 28 versehen
ist. Der Kraftstoff wird von der Zerstäubungseinrichtung 28 während eines
Einspritzvorgangs zerstäubt,
worauf später
noch genauer eingegangen wird.
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Die
Einspritzanordnung 10 weist weiterhin ein Hochdruckkraftstoffzuführsystem
auf, das im Allgemeinen mit dem Bezugszeichen 30 versehen
ist, das dazu dient, Kraftstoff mit hohem Druck der Zerstäuberanordnung 28 zuzuführen. Dazu
weist das Hochdruckkraftstoffzuführsystem 30 eine
zylindrische Bohrung 32 auf, die sich in der Gewindebuchse 22 befindet.
Der Kolben 18 ist verschieblich in der zylindrischen Bohrung 32 gelagert.
Zusammen definieren der Kolben 18 und das zylindrische
Bohrloch 32 eine Pumpkammer 34. Der Kolben 18 ragt über ein Ende
der Gewindebuchse 22 hinaus und wird durch einen Nockenstößel 36 an
seinem oberen Ende gehalten. Eine Rückholfeder 38, die
zwischen einer Schulter 40, die an der Gewindebuchse 22 ausgebildet
ist und einer Kolbenfederaufnahme 42 gehalten wird, dient
dazu, den Kolben 18 durch Vorspannung auf seiner ausgefahrenen
Position zu halten. Der obere Teil des Einspritzkörpers 20 weist
einen Stopper auf, um die Federaufnahme 42 in ihrer Aufwärtsbewegung
mit dem Kolben 18, die durch die Spannung der Rückholfeder 38 hervorgerufen
wird, zu begrenzen.
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Kraftstoff
mit niedrigem Druck wird der Anordnung 10 über einen
Kraftstoffverteiler oder etwas Ähnlichem
durch einen Kraftstoffzuführkanal 44 der in
der Gewindebuchse 22 ausgebildet ist, zugeführt. Der
Kraftstoffzuführkanal 44 ist
mit der Pumpkammer 34 über
einen Einlasskanal 46 verbunden. Weiterhin weist das Hochdruckkraftstoffzuliefersystem 30 einen
Hochdruckkraftstoffzugang auf, der im Allgemeinen mit dem Bezugszeichen "48" bezeichnet ist,
der sich durch den Einspritzkörper 20 von
der Pumpkammer 34 zu der Zerstäuberanordnung 28 erstreckt.
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Die
Zerstäuberanordnung 28 weist
eine Zerstäuberspitze 50 auf,
die wenigstens eine, aber bevorzugterweise mehrere Öffnungen 52 aufweist, durch
die das Fluid von der Zerstäuberanordnung 28 zerstäubt wird.
Die Zerstäuberspitze 50 vergrößert sich
an ihrem oberen Ende, wodurch ein Absatz 54 gebildet wird,
der auf einem inneren Absatz 56 sitzt, der durch eine Senkung 57 in
der Gewindemutter 24 gebildet wird. Zwischen der Zerstäuberspitze 50 und dem
unteren Ende des Einspritzkörpers 20 sind über der
Zerstäuberanordnung 28 in
Folge ausgehend von der Zerstäuberspitze 50 eine
Vorspann vorrichtung allgemein mit dem Bezugszeichen "58" versehen, ein kombinierter
Eingangs- und Maximaldruckregler
allgemein mit dem Bezugszeichen "60" versehen und ein
magnetisch arbeitendes Prüfventil
allgemein mit dem Bezugszeichen "62" versehen, angeordnet.
Wie in den Figuren dargestellt, sind diese Elemente zu Gunsten einer
einfachen Fertigung und eines einfachen Zusammenbaus als getrennte
Teile ausgebildet. Die Gewindemutter 24 weist innere Gewinde 64 auf,
die mit dem inneren Gewinde 66 am unteren Ende des Einspritzkörpers 20 in
Eingriff kommen. Die geschraubte Verbindung der Gewindemutter 24 und
des Einspritzkörpers 20 hält die Zerstäuberspitze 50,
die Vorspannvorrichtung 58, den Druckregler 60 und
das magnetisch arbeitende Prüfventil 62 eingeklemmt
und Ende an Ende aufeinandergereiht zwischen einer oberen Fläche 68 der
Zerstäuberspitze 50 und
einer unteren Fläche 70 der
Gewindebuchse 22 zusammen. Alle die oben genannten Elemente
haben gelappte Gewindeoberflächen,
die, da sie unter Druck aneinander gepresst werden, eine dichte
Verbindung zueinander herstellen. Der Einspritzkörper 20 hat eine Längsachse 74,
die die Mittellinie des Einspritzkörpers definiert. Der Kolben 18, der
Druckregler 16, das Prüfventil 62 und
die Zerstäuberanordnung 28 sind
axial entlang dieser Mittellinie angeordnet. Zusätzlich weist die Gewindemutter 24 eine Überlaufkammer
für Kraftstoff
mit niedrigem Druck auf, in der von dem Kraftstoffzuliefersystem 30 nichtverwendeter
Kraftstoff aufgefangen wird. Der Kraftstoff verlässt den Einspritzkörper 20 über einen Kraftstoffrückführkanal 73,
der sich in der Gewindemutter 24 benachbart zu der Überlaufkammer 72 befindet.
Die Überlaufkammer 72 und
der Hochdruckkraftstoffdurchgang 48 sind seitlich beabstandet
von der Mittellinie des Einspritzkörpers 20 und speziell gegenüber liegend
bezüglich
der Mittellinie des Einspritzkörpers 20 angeordnet.
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Die
Zerstäuberanordnung 28 weist
eine Düsenbohrung 76 auf,
die in der Zerstäuberspitze 50 entlang
der Mittellinie des Einspritzkörpers 20 ausgebildet
ist. Die Bohrung 76 ist fluidmechanisch mit dem Hochdruckkraftstoffdurchgang 48 verbunden
und definiert eine Einspritzrille 78. Die Zerstäuberanordnung 28 weist
weiterhin ein Nadelventil, das allgemein mit dem Bezugszeichen "80" versehen ist, auf, das
beweglich in der Düsenbohrung 76 gehalten wird,
wobei das Nadelventil zwischen einer offenen und einer geschlossenen
Position abhängig
vom Kraftstoffdruck beweglich gelagert ist, dabei bedeutet geschlossene
Position, wenn kein Kraftstoff von der Zerstäuberanordnung 28 zerstäubt wird
und offene Position, wenn Kraftstoff über die Zerstäuberspitze 50 durch
die Öffnungen 52 zerstäubt wird,
wenn der Druck in der Düsenbohrung
einen voreingestellten Nadelöffnungsdruck überschreitet.
Folglich hat das Nadelventil 80 eine Spitze 82 und
ein Ventilteil 84, das von der Einspritzrille 78 aufgenommen
wird. Die Spitze 82 ist so ausge führt, dass sie die Öffnung 52 verschließen kann,
wenn der Druck im Kraftstoffzuführsystem 30 unter
dem Nadelschließdruck
liegt. Andererseits reagiert das Nadelventil 80 auf den Druck,
der auf das Ventilteil 84 innerhalb der Einspritzrille 78 wirkt,
wobei wenn das Ventil seine geöffnete
Position einnimmt, Kraftstoff von dem Einspritzer 10 durch
die Öffnungen 52 zerstäubt wird.
Die Vorspannvorrichtung 58 hält das Nadelventil 80 auf seiner
geschlossenen Position mit einer vordefinierten Kraft, so dass das
Nadelventil 80 auf seine offene Position nur dann fährt, wenn
der Druck von dem Kraftstoffzuführsystem 30,
der innerhalb der Einspritzrille 78 wirkt, einen Nadelöffnungsdruck
erreicht hat.
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Die
Vorspannvorrichtung 58 weist einen Federkäfig 86 auf,
der dadurch gehalten wird, dass er sich an einem Ende an der oberen
Fläche 68 der
Zerstäuberspitze 50 abstützt. Der
Federkäfig 86 hat
eine Federkammer 88, die sich innerhalb des Federkäfigs befindet.
Innerhalb der Federkammer 88 befindet sich eine obere Aufnahme 90 und
eine untere Aufnahme 92, die voneinander getrennt angeordnet sind.
Eine spiralenförmige
Feder 94 erstreckt sich zwischen den beiden Aufnahmen 90, 92,
so dass sie in entgegengesetzter Richtung mit einer vordefinierten
Kraft vorgespannt werden. Der Federkäfig 86 weist eine
untere Öffnung 96 auf,
die sich unterhalb der unteren Aufnahme 92 befindet um
sich zwischen der Federkammer 88 und der Düsenbohrung 76 erstreckt.
Das Nadelventil 80 weist weiterhin einen Kopf 98 auf,
der sich gegenüber
der Spitze 82 befindet. Der Kopf 98 wird von der
unteren Öffnung 96 aufgenommen
und ist an der unteren Aufnahme 92 befestigt. Folglich überträgt die untere
Aufnahme 92 die vordefinierte Kraft auf das Nadelventil 80,
um es auf seiner geschlossenen Position vorgespannt zu halten.
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Wie
oben bereits erwähnt,
ist der kombinierte Eingangs- und Maximaleinspritzdruckregler 60 unmittelbar über der
Vorspannvorrichtung 58 angeordnet. Der kombinierte Eingangs-
und Maximaleinspritzdruckregler 60 ist dafür ausgebildet,
die Nockenanordnung 28 zu steuern, um die Einspitzrate am
Beginn des Einspritzvorgangs zu regulieren. Zusätzlich ist der Druckregler 60 weiterhin
dafür ausgebildet,
im Maximaldruck des Kraftstoffs der von der Zerstäuberanordnung 28 eingespritzt
wird, zu begrenzen. Um dies zu bewerkstelligen, ist der Einspritzdruckregler 60 beweglich
zwischen einer geschlossenen und zwei offenen Positionen gelagert: (1)
erste geöffnete
Position, die die Einspritzrate des Kraftstoffs am Anfang des Einspritzvorgangs
reduziert sowie (2) eine zweite offene Position, die den Maximaldruck
des Kraftstoffs, der von der Zerstäuberanordnung 28 zerstäubt wird,
begrenzt. Der Druckregler 60 ist weiterhin dafür ausgelegt,
eine kurze starke Einspritzung von voreingespritztem Kraftstoff am
Anfang des Einspritzvorgangs zur Verfügung zu stellen, wenn der Regler
auf seine erste offene Position verfahren wird, wie im Folgenden
detailliert beschrieben wird. Die Vorspannvorrichtung 58 spannt den
Einspritzdruckregler 60 auf seine geschlossene Position
mit einer vordefinierten Kraft vor, so dass der Einspritzdruckregler 60 zu
seiner ersten geöffneten Position
nur dann fährt,
wenn der Druck in dem Kraftstoffzuführsystem 30 einen
vordefinierten ersten Öffnungsdruck
erreicht hat. Weiterhin verhält
sich die Vorspannvorrichtung 58 so, dass der Einspritzdruckregler 60 auf
seine zweite geöffnete
Position nur dann fährt,
wenn der Druck in dem Kraftstoffzuliefersystem 30 einen
vordefinierten zweiten Öffnungsdruck
erreicht hat.
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In
den 3 bis 7 wird der kombinierte Eingangs-
und Maximaldruckregler 60 gezeigt, der ein Durchflussregelventil,
allgemein mit dem Bezugszeichen "100" versehen und ein Überflussventil
allgemein mit dem Bezugszeichen "102" versehen, aufweist.
Der Einspritzdruckregler 60 weist weiterhin ein Gehäuse 104 auf
mit einer Ventilbohrung 106, die einen ersten größeren Durchmesser
definiert und einen Einlass 108, der einen zweiten kleineren
Durchmesser definiert, der mit „A" in 4 bezeichnet
ist, auf. Der Einlass 108 stellt eine Fluidverbindung zwischen
dem Kraftstoffzuführsystem 30 und
der Ventilbohrung 106 über
eine Abkürzung 110 her.
In einer anderen Ausführungsform,
wie in 4 gezeigt, kann der Einlass 108 eine
direkte Fluidverbindung mit der Pumpenkammer 34 aufweisen.
In dieser Ausführung
befindet sich das Prüfventil 62 an
einem anderen Ort im Einspritzkörper.
Davon abgesehen, ist die Einspritzanordnung 10, wie in 4 dargestellt, grundsätzlich gleich,
was alle wichtigen Merkmale, wie in 2 und 3 gezeigt,
betrifft. Das Gehäuse 104 weist
weiterhin einen Ventilsitz 112 auf, der durch den Einlass 108 und
die Ventilbohrung 106 definiert wird.
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Das
Durchlassregelventil 100 weist einen präzisionsgefertigten zylindrischen
Körper 114 auf, der
entsprechend von einer Ventilbohrung 106 aufgenommen wird,
um ein Auslaufen des sich unter Druck befindlichen Fluids zwischen
dem Körper 114 und
der Bohrung 106 vorzubeugen. Das Durchlasssteuerventil 100 weist
weiterhin einen Ringkopf 116 auf, der sich von dem Körper 114 erstreckt
und der so ausgebildet ist, dass er in den Einlass 108 passt,
so dass dadurch dazwischen ein vordefinierter ringförmiger Hohlraum 118 gebildet
wird. Demnach wird der ringförmige
Hohlraum 118 von dem Größenunterschied zwischen
dem Durchmesser "A" des Einlasses 108 und
dem Durchmesser des ringförmigen
Kopfes 116 gebildet. Zusätzlich ist ein ringförmiger Absatz 120 zwischen
dem Körper 114 und
dem ringförmigen Kopf
ausgebildet. Eine Ventilkammer 122 ist definiert durch
den Zwischenraum des ringförmigen
Absatzes 120 und der Ventilbohrung 106. Das Durchlasssteuerventil 100 weist
weiterhin einen Kegelstumpf 124 auf, der sich zwischen
dem ringförmigen
Kopf 116 und dem ringförmigen
Absatz 120 befindet, wobei der Kegelstumpf 124 zum
Ventilsitz 112 passförmig
ausgebildet ist.
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Das
Durchlassregelventil 100 ist beweglich in der Ventilbohrung 106 gelagert,
wobei es sich zwischen einer geschlossenen und einer offenen Position
hin- und herbewegen kann, abhängig
von dem Kraftstoffdruck in dem Kraftstoffzuführsystem 30, der auf
den ringförmigen
Kopf 116 einwirkt. In seiner offenen Position fließt Kraftstoff
an dem ringförmigen Kopf 116 und
dem konischen Abschnitt 124 vorbei und fließt weiterhin
durch den ringförmigen
Hohlraum 118 in die Ventilkammer 122. Dies reduziert
die Kraftstoffrate, die von der Zerstäuberanordnung 28 zerstäubt wird,
durch die Reduzierung des Kraftstoffdrucks am Anfang des Einspritzvorgangs.
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Das
Durchflussregelventil 100 kann weiterhin so ausgebildet
sein, dass es eine kurze Voreinspritzung des Kraftstoffs in den
Zylinder ausführen kann.
Im Falle der Voreinspritzung öffnet
sich zunächst
das Nadelventil 80, um eine kurze Voreinspritzung des Kraftstoffs
zu ermöglichen.
Der ringförmige Hohlraum 118 ist
ausreichend groß dimensioniert,
so dass der Kraftstofffluss in die Ventilkammer 122 den Kraftstoffdruck
reduziert, so dass dieser Kraftstoffdruck unter dem Nadelöffnungsdruck
fällt.
Das Nadelventil 80 ist dann geschlossen, bis der Kraftstoffdruck
des Zuliefersystems 30 wieder über den Nadelöffnungsdruck
steigt. Jedoch bleibt das Durchflussregelventil 100 auf
seiner offenen Position, da der Druck, der notwendig ist, um es
offen zu halten (d.h. der Systemdruck, der auf beide den ringförmigen Kopf 116 und
dem Absatz 120 wirkt), geringer ist als der Druck, der
notwendig ist, um das Ventil auf seine offene Position zu verfahren
(d.h. der Druck, der auf dem ringförmigen Kopf 116 alleine
wirkt). In beiden Fällen
funktioniert das Durchflussregelventil so, dass es die maximale
Verbrennungstemperatur und somit die Bildung von NOx reduziert.
Die Vorspannvorrichtung 58 spannt das Durchflussregelventil 100 auf
seine geschlossenen Position mit einer vordefinierten Kraft vor,
so dass das Durchflussregelventil 100 auf seine offene
Position nur dann fährt,
nachdem der Druck in dem Kraftstoffzuliefersystem 30 einen
vordefinierten Durchflussregelventilöffnungsdruck erreicht hat.
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Wie
es am besten in den 4 bis 7 erkennbar
ist, dient der Körper 114 des
Durchflussregelventils 100 auch als Gehäuse für das Überlaufventil 102.
Dementsprechend hat das Gehäuse 114 eine Überlaufventilbohrung 126,
die einen ersten größeren Durchmesser
definiert. Weiterhin weist das Überlaufgehäuse 114 einen
Einlass 128 auf, der einen zweiten kleineren Durchmesser,
der mit dem Bezugszeichen "B" in 4 versehen
ist.
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Das Überlaufventil 102 weist
einen präzisionsgefertigten
im Wesentlichen zylinderförmigen Körper 130 auf,
der sich entsprechend innerhalb der Überlaufbohrung 126 und
des ringförmigen
Kopfes 132 befindet und der dazu ausgebildet ist, von dem Einlass 128 so
aufgenommen zu werden, dass dazwischen ein vordefinierter ringförmiger Hohlraum 134 gebildet
wird. Demnach wird der ringförmige Hohlraum 134 durch
den Größenunterschied
des Durchmessers B des Einlasses 128 und des Durchmessers
des ringförmigen
Kopfs 132 gebildet. Weiterhin weist ein Überlaufkanalsystem
im Allgemeinen mit dem Bezugszeichen "136" versehen eine Fluidverbindung zwischen
der Überlaufbohrung 126 und der Überlaufkammer 72 auf.
Genauer gesagt weist das Überlaufkanalsystem 136 genutete
Kanäle 38 auf,
die an dem Überlaufventilkörper 130 ausgebildet sind.
Die genuteten Kanäle 138 weisen
eine Mehrzahl an Fließnuten 140 auf,
die in Umfangsrichtung nebeneinander um den Überlaufventilkörper 130 herum
angeordnet sind, und die sich in axialer Richtung erstrecken. Die
genuteten Kanäle 138 weisen
weiterhin eine Gürtelnut 142 auf,
die ringförmig
in Umfangsrichtung des Überlaufkörpers 130 angeordnet
ist.
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Das
Kraftstoffüberlaufsystem 136 weist
weiterhin wenigstens einen Verbindungskanal 144 auf, der
sich in dem Einspritzdruckreglergehäuse 104 erstreckt
und eine Fluidverbindung zwischen der Kraftstoffüberlaufkammer 172 und
der Durchlassregelventilbohrung 106 herstellt. Weiterhin
erstreckt sich wenigstens eine, aber bevorzugterweise mehrere Ablaufkanäle 146 durch
das Überlaufgehäuse 114, wobei
die Ablaufkanäle 146 mit
der ringförmigen
Nut 145, die am unteren Teil der Durchflussregelventilbohrung 114 angeordnet
ist, in Fluidverbindung steht. Die ringförmige Nut 145 ist
mit dem Verbindungskanal 144 verbunden und stellt somit
eine Fluidverbindung zwischen dem Verbindungskanal 144 und
dem Ablaufkanal 146 her. Die Gürtelnut 142 stellt
eine Fluidverbindung zwischen dem Ablaufkanal 146 und den
Fließnuten 140 her.
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Wie
oben bereits erwähnt,
spannt die Vorspannvorrichtung 58 den Einspritzdruckregler 60 so vor,
dass sich der Regler auf seiner geschlossenen Position befindet.
Dazu überträgt die obere
Federaufnahme 90 eine vordefinierte Kraft auf den Einspritzdruckregler 60,
um trotz des Überlaufventils 102 den Regler 60 auf
seine geschlossene Position vorzuspannen. Genauer gesagt weist die
Federkammer 88 eine obere Öffnung 150 auf, die
mit der oberen Aufnahme 90 korrespondiert und sich zwischen
der Federkammer 88 und der Überlaufventilbohrung 126 erstreckt.
Der Überlaufventilkörper 130 weist
ein Ende 152 auf, das von der oberen Öffnung 150 aufgenommen
wird und das durch den oberen Aufnahme 90 gehalten wird,
um das Überlaufventil 102 vorzuspannen
und schließlich
um den kombinierten Eingangs- und Maximaleinspritzdruckregler 60 auf
seiner geschlossenen Position vorzuspannen.
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Der
Einlass 128 stellt eine Fluidverbindung zwischen dem Kraftstoffzuliefersystem 30 und
der Überlaufventilbohrung 126 her.
Das Überlaufventil 102 ist
koaxial relativ zu dem Durchflussregelventil 100 sowie
zu der Achse 74 der Einspritzanordnung 10 angeordnet.
Weiterhin ist das Überlaufventil 102 beweglich
in der Überlaufventilbohrung 126 gelagert (d.h.
innerhalb des Durchflussregelventilkörpers 114) und kann
sich von einer geschlossenen zu einer offenen Position abhängig von
dem Kraftstoffdruck in dem Kraftstoffzuliefersystem 30 bewegen.
In seiner offenen Position stellt das Überlaufventil 102 eine Fluidverbindung
zwischen dem Kraftstoffzuliefersystem 30 und der Kraftstoffüberlaufkammer 72 her. Wenn
das Überlaufventil 102 offen
ist, wird der Druck des Kraftstoffs in dem Kraftstoffzuliefersystem 30 dramatisch
reduziert. Das Überlaufventil 102 dient somit
dazu, den Maximaldruck in dem Kraftstoffzuliefersystem 30 und
somit den maximalen Einspritzdruck zu limitieren. Die maximalen
System- und Einspritzdrücke
können
durch die Änderung
der Größe des Einlasses 128 und
des Überlaufventils 102 eingestellt
werden. Je größer der
Einlass 128 ist, desto geringer ist der maximale System-
und Einspritzdruck der Einspritzanordnung 10.
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In
den hier offenbarten Ausführungsformen wird
eine einzige Vorspannvorrichtung 58 verwendet, um beide
das Nadelventil 80 und den kombinierten Eingangs- und Maximaleinspritzdruckregler 60 (d.h. beide
das Durchflusssteuerventil 100 und das Überlaufventil 102)
auf ihrer geschlossenen Position vorzuspannen. Dennoch wird ein
Fachmann feststellen, dass eine Vorspannrichtung verwendet werden
könnte,
die dem Nadelventil 80 zugeordnet ist, während eine
separate Vorspannrichtung dazu vorgesehen ist, den Druckregler 60 vorzuspannen.
Zusätzlich könnten verschiedene
Vorspannvorrichtungen dafür verwendet
werden, dass Durchflussregelventil 100 und das Überlaufventil 102 vorzuspannen.
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Wie
in den 2 und 3 gezeigt, kann ein magnetisch
betriebenes Prüfventil 62 zwischen der
Pumpenkammer 34 und der Nockenanordnung 28 und
zwischen der Niedrigdruckkraftstoffüberlaufkammer 72 und
dem Hochdruckkanal 48 angeordnet sein. Genauer gesagt kann
das Prüfventil 62 gerade über dem
kombinierten Eingangs- und Maximaleinspitzdruckregler 60 und
unter der Pumpenkammer 34 angeordnet sein. Das Prüfventil 62 ist
dazu ausgebildet, den Druck in dem Kraftstoffzuführsystem 30 zu steuern.
Dazu ist das Prüfventil 62 beweglich
zwischen einer offenen Position und einer geschlossenen Position
gelagert, wobei in der offenen Position eine Fluidverbindung zwischen
dem Hochdruckkraftstoffkanal 48 und der Niedrigdruckkammer 72 hergestellt
ist, wodurch der Druck in dem Kraftstoffzuführsystem 30 reduziert
wird, und in der geschlossenen Position, die Verbindung zwischen
dem Hochdruckkraftstoffkanal 48 und der Niedrigdrucküberlaufkammer 72 unterbrochen
wird, wodurch der Druck in dem Kraftstoffzuliefersystem 30 erhöht wird.
Das Fließen des
Prüfventils 62 und
das Erhöhen
des Drucks in dem Kraftstoffzuliefersystem 30 erleichtert
die Zufuhr von Kraftstoff bei hohem Druck von der Pumpenkammer 34 zu
der Zerstäuberanordnung 28.
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Das
Prüfventil 62 weist
ein Ventilgehäuse 154 auf,
das eine Ventilbohrung 56 und ein Ventilteil 158,
das beweglich in der Ventilbohrung 56 gelagert ist, hat.
Eine Magnetanordnung ist im Allgemeinen mit dem Bezugszeichen "160" versehen und ist
benachbart zu dem Gehäuse 154 angeordnet.
Eine Armatur 162 schaltet elektromagnetisch das Ventil 158 und
die Magnetanordnung 160 zusammen und dient dazu, das Ventil 158 zwischen
seiner offenen und geschlossenen Position hin- und her zu fahren.
Eine sehr kurze Leitung 164 erstreckt sich innerhalb des Gehäuses 154 zwischen
der Ventilbohrung 156 und der Überlaufkammer 72.
Außerdem
erstreckt sich innerhalb des Gehäuses 154 eine
Verbindungsöffnung 166 zwischen
der Ventilbohrung 156 und dem Hochdruckkraftstoffkanal 48.
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Die
Magnetanordnung 160 weist ein Polstück 168 und eine Wicklung 170 auf,
die um das Polstück 168 herumgewickelt
ist. Die Wicklung 170 ist elektrisch mit dem Anschlussteil 172 (2)
verbunden und das wiederum mit einer Stromquelle über ein elektronisches
Kraftstoffeinspritzsteuermodul verbunden ist. Das Polstück 168 weist
auf, eine Bohrung 174, die ein blindes Ende 176 und
einen Luftspalt 178 hat, der der Armatur 162 gegenüber liegt.
Eine Spiralfeder 180 ist in der Bohrung 174 und
zwischen den blinden Ende 176 und der Armatur 162 eingeklemmt, um
das Ventil 158 auf seiner normalen geöffneten Position vorzuspannen.
Die Armatur 162 weist eine Öffnung 182 auf, die
mit der Bohrung 174 in dem Polteil 168 fluchtet.
Eine Befestigung 184 erstreckt sich durch die Öffnung 182 und
verbindet die Armatur 162 mit dem Ventil 158.
Das Ventil 158 wird, wie in den Fig. zu sehen, nach oben
bewegt und das Prüfventil 62 ist
geschlossen, wenn die Wicklung 170 mit Strom versorgt wird,
wobei ein elektrisches Feld erzeugt wird, das auf die Armatur 162 einwirkt.
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Die
Ausführungsform,
die in den 2 und 3 dargestellt
ist, zeigt ein Ventilgehäuse 154 mit einem
abgestuften Teil 188, das sich lose in einem Kanal 186 befindet,
so dass es der Bewegung der Armatur 162 folgt, wobei das
abgestufte Teil 188 so ausgebildet ist, dass es angrenzend
und dicht mit dem Polteil 168 verbunden ist. Folglich kann
sich der Hochdruckkraftstoffkanal 48 durch das Polteil 168 und
das Ventilgehäuse 154 sowie
durch das abgestufte Teil 188 erstrecken.
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Während des
Betriebs wird Kraftstoff mit niedrigem Druck der Einspritzanordnung 10 von
einem Kraftstoffverteiler oder etwas Ähnlichem durch den Kraftstoffzuführkanal 44 zugeführt. Der
Kraftstoff wird in die Pumpenkammer 34 über den Einlasskanal 46 geleitet,
wenn der Kolben 18 auf Grund des Einflusses der Vorspannung
der Rückholfeder 38 sich auf
seiner voll ausgefahrenen Position bzw. an seinem Totpunkt befindet,
wie in 2 gezeigt. Wie in 1 dargestellt,
ist die Nocke 14 so ausgeführt, dass die Länge der
gesamten Hebelsektion sich innerhalb eines Bereiches von ungefähr 180° erstreckt (zwischen
den Punkten C und D). Der Kolben 18 wird durch den Nockenbuckel über den
Kipphebel 16 von seinem Totpunkt auf seinen Maximalhub
(unterste Position) nach unten und anschließend wieder nach oben auf seinen
Totpunkt während
der ersten Hälfte des
Nockenrotationsvorgangs gefahren. Der Kolben 18 bleibt
an seinem oberen Totpunkt, während
der restlichen Hälfte
des Nockenrotationsvorgangs.
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Wenn
sich die Nocke 14 so dreht, dass der Nockenbuckel den Kipphebel 16 bewegt,
wird der Kolben 18 nach unten gefahren und der Einlasskanal 46 wird
von dem Kolben 18 geschlossen. Das Herunterfahren des Kolbens 18 erhöht den Druck
in dem Kraftstoffzuführsystem 30 auf
ein Maximum, wenn der Kolben seinen Maximalhub erreicht hat.
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Das
magnetisch betriebene Prüfventil 63 wird
im Normalfall auf seiner offenen Position gehalten, wobei das Ventilteil 158 durch
die Vorspannung der Spiralfeder 180 abgesetzt ist. In dieser
Lage ist das Kraftstoffzuführsystem 30 in
Fluidverbindung mit der Niedrigdruckkraftstoffüberlaufkammer 72 über einen
kurzen Verbindungskanal 166 und einer kurzen Leitung 164.
Demnach ist das Kraftstoffzuführsystem 30 zur
Niedrigdruckseite offen und somit können sich keine hohen Einspritzdrücke in dem
Einspritzer entwickeln.
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Jedoch
wird der Betrieb des Prüfventils 62 von
einer Motorsteuerungseinheit oder einer anderen Steuerungseinheit
gesteuert. Genauer gesagt kann während
der Abwärtsbewegung
des Kolbens 18 die Magnetanordnung 160 eingeschaltet
werden, um eine elektro magnetische Kraft zu erzeugen. Die Kraft zieht
die Armatur 162 zu der Magnetanordnung 160 hin,
die wiederum das Ventilteil 158 gegen die Vorspannkraft
der Feder 180 auf seine geschlossene Position fährt und
dabei die Verbindung mit dem Kraftstoffzuführsystem 30 und der Überlaufkammer 72 über das
Prüfventil 62 unterbricht.
Das Kraftstoffzuführsystem 30 wird
dann durch den Pumpvorgang des Kolbens 18 während seiner
Abwärtsbewegung unter
Druck gesetzt.
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Der
kombinierte Eingangs- und Maximaleinspritzdruckregler 60 ist
normalerweise durch die Vorspannkraft der Spiralfeder 94,
die über
das Ende 152 des Überlaufventils 102 wirkt,
geschlossen. Jedoch reagiert das Durchflusssteuerventil 100 auf
den Druck in dem Kraftstoffzuführsystem 30,
der über dem
Gebiet "A" des Einlasses 108 wirkt.
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Auf ähnlicher
Weise ist die Zerstäuberanordnung 28 normalerweise über die
Vorspannkraft der Spiralfeder 94, die durch den Kopf 98 des
Nadelventils 80 übertragen
wird, geschlossen. Das Nadelventil 80 reagiert auf den
Systemdruck, der in der Einspritzrille 78 gegen das Ventilteil 84 wirkt,
wobei das Nadelventil 80 auf seine offene Position gefahren
wird. Dann beginnt der Einspritzvorgang.
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Wenn
der Systemdruck den Durchflussregelventilöffnungsdruck überschreitet,
bewegt sich ein Durchflussventilkörper 114 innerhalb
der Bohrung 106 entgegen der Vorspannkraft der Spiralfeder 94 auf
seine offene Position über
eine Länge "Li", wie in 4 dargestellt.
Demnach ist der Durchflussregelöffnungsdruck
durch die Fläche "A" des Einlasses 108 und die
Vorspannkraft der Feder 94 definiert. Wenn das Durchflussregelventil 100 offen
ist, fließt sich
unter Druck befindlicher Kraftstoff von dem Einlass 108 in
die Ventilkammer 122. Die Kraftstoffflussrate zu der Ventilkammer 122 wird
bestimmt durch die Querschnittsfläche des ringförmigen Hohlraums 118,
der sich zwischen dem Einlass 108 und dem ringförmigen Kopf 116 befindet.
Ein größerer ringförmiger Hochraum 118 führt zu einer
größeren Menge von
sich unter Druck befindlichem Kraftstoff, der schnell in die Kammer 122 fließt. Die
Folge ist ein starker Systemdruckabfall. Der ringförmige Hohlraum 118 kann
so ausgeführt
sein, dass der Systemdruck unter dem Nadelschließdruck fällt. Wenn das der Fall ist,
fällt das
Nadelventil 80 zurück
in seinen Sitz, was zu einer Piloteinspritzung einer kleinen Menge
Kraftstoff in die Brennkammer des Motors führt.
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In
der Zwischenzeit setzt der Kolben 18 seine Abwärtsbewegung
fort und das Nadelventil 80 öffnet sich wieder, nachdem
der Systemdruck den Nadelöffnungsdruck
erreicht hat.
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Jedoch
bleibt das Durchflussregelventil 100 geöffnet, auch während des
anfänglichen
Druckabfalls, da der Druck, der notwendig ist, um es offen zu halten,
niedriger ist als der anfänglich
notwendige Druck, um das Durchflussregelventil zu öffnen.
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Das
Piloteinspritzszenario, das oben beschrieben wurde, ist grafisch
in 8 dargestellt. Dort ist eine anfängliche
Nadelventilbewegung mit "190" bezeichnet. Dies
bewirkt eine anfängliche Kraftstoffeinspritzrate
am Anfang des Einspritzvorgangs, was mit "192" bezeichnet ist. Genauso steigt auch
der anfängliche
Einspritzdruck, was mit "194" bezeichnet ist.
Jedoch ist das Nadelventil 80 dann geschlossen, wenn das
Durchflussregelventil anfänglich
geöffnet
wird, was mit "196" bezeichnet ist. Die
Einspritzrate fällt
auf Null, was mit "198" bezeichnet ist und
der Einspritzdruck senkt sich, was mit "200" bezeichnet ist. Wenn der Systemdruck
wieder auf den vordefinierten Öffnungsdruck
gestiegen ist, öffnet
sich das Nadelventil 80, was mit "202" bezeichnet ist und die Einspritzrate
und der Einspritzdruck steigen, was mit "204" bzw. "206" bezeichnet ist.
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Alternativ
ermöglicht
ein kleinerer ringförmiger
Hohlraum 118 eine niedrigere Kraftstoffflussrate zur Ventilkammer 122.
Dies bewirkt einen niedrigeren Einspritzdruckabfall als in 8 dargestellt.
Weiterhin können
der ringförmige
Hohlraum 118 und der Hub "L1" des Durchflusssteuerventils 100 so
ausgelegt sein, dass keine Piloteinspritzung stattfindet, aber stattdessen
die durchschnittliche anfängliche Einspritzrate
lediglich reduziert wird. Dieses Merkmal ist grafisch in 9 dargestellt,
wo die Einspritzrate und der Einspritzdruck eines Einspritzers,
der ein Durchflusssteuerventil 100 (durch die durchgehende Linie
dargestellt) hat mit einem Einspritzer verglichen wird, der kein
Durchflusssteuerventil hat (durch die gestrichelte Linie dargestellt).
Der Einspritzer, der ein Durchflusssteuerventil 100 hat,
weist eine niedrigere Einspritzrate 208, aber einen höheren Einspritzdruck 210 auf
als ein Einspritzer ohne Durchflusssteuerventil. Daher können verschiedene
Kombinationen der anfänglichen
Einspritzratenkurve durch die Modifizierung der Geometrie des ringförmigen Hohlraums 118 und
des Hubs des Durchflusssteuerventils "L1" erzielt werden,
um für
die Piloteinspritzung eine niedrigere anfängliche Einspritzrate zu erreichen,
damit sich eine niedrigere maximale Verbrennungstemperatur und niedrigere
NOx-Emissionen ergeben.
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Wenn
eine Hochgeschwindigkeitseinspritznocke verwendet wird oder wenn
der Durchmesser des Kolbens so ausgeführt ist, dass hohe Einspritzdrücke bei
niedriger Motordrehzahl oder geringer Last erzeugt werden, kann
der Systemdruck, der bei hohen Motordrehzahlen oder bei großer Last
erzeugt wird, dazu führen,
dass die Integritätsgrenze des
Einspritzers erreicht wird, was zu einem Versagen oder vorzeitigem
Ermüden
des Einspritzers führt.
Deshalb weist der Druckregler 60 der vorliegenden Erfindung weiterhin
ein Überlaufventil 102 auf.
Auf Grund eines vordefinierten überhöhten Systemdrucks
bewegt sich der Überlaufventilkörper 130 auf
seine offene Position, wobei er eine Wegstrecke "L2", wie in 4 dargestellt,
zurücklegt,
entgegen der Vorspannkraft der Spiralfeder 94, die auf
dem Körper 130 über sein Ende 152 wirkt.
Der Überlaufventilöffnungsdruck
wird definiert durch die Fläche "B" des Einlasses 128 und der
Totallast, der Spiralfeder 94. Diese Last ist die Summe
der anfänglichen
Federlast und der Last auf Grund des Durchlassventilhubs "L1". Sich unter Druck
befindlicher Kraftstoff fließt
dann entlang des ringförmigen
Hohlraums 134 und in das Überlaufkraftstoffkanalsystem 136.
Genauer gesagt fließt
das sich unter Druck befindliche Fluid über die genuteten Kanäle 154 in
den unteren Teil des Durchflussventilkörpers 114 und in die
Kraftstoffüberlaufkammer 72 über den
Verbindungskanal 144. Der ringförmige Hohlraum 134 und
der Überlaufventilhub "L2" definieren die Überlaufrate
des sich unter Druck befindlichen Kraftstoffs. Das Hochdruckkraftstoffzuführsystem 30 ist
daher zu der Niedrigdrucküberlaufkammer 72 geöffnet, was
bedeutet, dass der maximale Druck der in der Anordnung 10 erreicht
werden kann, limitiert ist.
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Dieses
Merkmal ist grafisch in 10 dargestellt,
wo die Einspritzrate und der Einspritzdruck eines Einspritzers,
der ein Überlaufventil 102 (dicke durchgezogene
Linie) aufweist mit zwei Einspritzern ohne Überlaufventil (durch eine dünne durchgezogene
und eine dünne
gestrichelte Linie dargestellt) verglichen wird. 10 zeigt
den begrenzten Maximaleinspritzdruck 212, der dann erreicht
wird, wenn das Überlaufventil
verwendet wird.
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Am
Ende des Einspritzvorgangs wird die Magnetanordnung 160 abgeschaltet,
das Ventilteil 158 wird auf seine offene Position auf Grund
der Spiralfeder 180 vorgespannt und das Hochdruckkraftstoffzuführsystem 30 ist
komplett zu der Niedrigdruckkraftstoffüberlaufkammer 72 geöffnet. Das
Nadelventil 80 bewegt sich auf Grund der Spiralfeder 94 in
seinen Sitz zurück
und der Vorgang wird wiederholt.
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Demnach
bietet die Kraftstoffeinspritzanordnung 10 der vorliegenden
Erfindung einen kombinierten Eingangs- und Maximaleinspritzdruckregler 60, der
dazu ausgebildet ist, die Zerstäuberanordnung 28 zu
steuern, um die Kraftstoffeinspritzrate am Anfang des Einspritzvorgangs
zu regulieren. Genauer gesagt ist der Regler 60 dazu ausgebildet,
eine anfängliche
Piloteinspritzung zu ermöglichen
und/oder die anfängliche
Kraftstoffeinspritzrate zu reduzieren. Weiterhin kann der Druckregler 60 so
eingestellt werden, dass verschiedene Kombinationen des anfänglichen
Einspritzratenverlaufs erreicht werden können, wobei die maximale Verbrennungstemperatur
und die NOx-Emissionen reduziert werden.
Zusätzlich
ist der Druckregler 60 dazu ausgebildet, den Maximaldruck
des von der Zerstäuberanordnung 28 zerstäubten Kraftstoffs
zu limitieren. Daher ist der Druckregler speziell für die Verwendung
in Verbindung mit Einspritzern geeignet, wo hohe Einspritzdrücke bei geringer
Motordrehzahl und kleiner Last erwünscht sind. Der Druckregler 60 löst daher
auf effektiver Weise das Problem der Zuverlässigkeit und der Lebensdauer
bei solchen Bedingungen. Die oben genannten Merkmale und Vorteile
werden weiterhin durch einen einfachen, kostengünstigen und effizienten Druckregler
erreicht, der die Anforderungen auf elegant simpler Weise löst und dabei
in mechanischer Hinsicht nicht übermäßig komplex
ist.