DE3839086A1 - Vorrichtung zur schubuebertragung zwischen einem ruderpropeller und dem rumpf eines wasserfahrzeuges - Google Patents
Vorrichtung zur schubuebertragung zwischen einem ruderpropeller und dem rumpf eines wasserfahrzeugesInfo
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- B63B3/70—Reinforcements for carrying localised loads, e.g. propulsion plant, guns
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Schubübertragung
zwischen einem Ruderpropeller und dem Rumpf eines Wasserfahrzeuges
gemäß dem Gattungsbegriff des Patentanspruches 1.
Von den verschiedenen Bauprinzipien her kann ein Ruderpropeller
in einem vertikalen Zylinder, dem sogenannten "Koker" untergebracht
oder im sogenannten "Brunneneinbau" gelagert werden. Beim Einbau in
einem Koker muß vor dem Ein- und Ausbau des Ruderpropellers das
Unterwassergetriebe komplett demontiert werden, um eine Einführung
der Tragrohrsektion von oben in den Koker zu ermöglichen. Die Be
festigung erfolgt über eine mechanisch bearbeitete Flanschverbindung,
unterhalb der eine ebenfalls mechanisch bearbeitete Druckringsektion
die Schubkräfte übernimmt. Teil der Druckringsektion ist eine Ein
passung, der aus Korrosionsgründen aus Edelstahl hergestellt wird.
Neben dem kostenintensiven Ein- und Ausbau des Unterwassergetriebes
sind die Einbauarbeiten auch deswegen recht umfangreich, weil zur
vibrationsfreien Schubübertragung ein einwandfreier Sitz des Ein
paßringes erforderlich ist. Erst danach kann das Unterwassergetriebe
angebracht werden. Ein zusätzlicher Nachteil ist die Gefahr der Ver
schmutzung des abgebauten Unterwassergetriebes. Die Brunnenversion
ermöglicht den Ausbau des Ruderpropellers bei schwimmendem Wasser
fahrzeug. Auch dies ist eine relativ aufwendige Konzeption, bestehend
aus einem rundum wasserdicht geschweißten Kasten, an dessen Stirn
seiten jeweils ein Satz Schubblöcke zeit- und kostenintensiv montiert
und angepaßt werden müssen.
Aufgabe der Erfindung ist die Ausbildung einer gattungsgemäßen
Vorrichtung derart, daß sowohl beim Hersteller des Antriebes als
auch bei der den Antrieb einbauenden Werft für beide geschilderte
Versionen erhebliche Kostenvorteile erzielt werden können. Für
die Werft soll außer dem Kostenvorteil der sogenannte "Brunnen
einbau" mit relativ einfachen Mitteln möglich sein, d.h. auf Kun
denwunsch hin der Ausbau des Gesamtaggregates aus schwimmendem
Schiff in einfacherer Weise als bisher möglich sein.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche gelöst.
Die durch die Merkmale der Patentansprüche gekennzeichnete Er
findung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung ist ein Ruderpropeller in der Seitenansicht
dargestellt, der unter Verwendung einer erfindungsgemäßen Vor
richtung in ein Schiff eingebaut ist.
Der Ruderpropeller ist so ausgelegt, daß er zu etwa 95% aller
auf dem Gebiet der Schlepper sich bietenden Einbaufälle verwend
bar ist. Der Propeller 1 dreht sich demzufolge um die horizontale
Achse 2 in einer Düse 3. Es ist eine anwendungsbedingte Leistung
festgelegt, sowie die Propellerdrehzahl ebenso wie die Länge L
des Propellerarmes. Zwischen der horizontalen Propellerwelle mit
der Längsachse 2 sowie der vertikalen
Drehachse 4 des Wellenstranges zwischen Motor und Propeller ist
das Unterwassergetriebe in der Propellernabe 5 angeordnet.
Links von der vertikalen Drehachse 4 ist ein Brunneneinbau, rechts
ein Kokereinbau dargestellt. In beiden Fällen wird die Leistung
vom nicht dargestellten Motor aus über zwei Kegelradgetriebe auf
den Propeller 1 übertragen, von denen das eine das bereits er
wähnte Unterwassergetriebe in der Nabe 5 ist und das andere das
Oberwassergetriebe 6 ist. Tragendes Grundelement des Aufbaues
ist eine horizontale Tragplatte 7 unterhalb des Oberwasserge
triebes 6, unter die ein "Klöppelboden" geschweißt ist. Dieser
weist eine halbkugelförmige Tragkuppel 8 auf, die von der Trag
platte 7 aus sich nach unten wölbt. Gleichmäßig auf den Umfang
der Tragkuppel 8 verteilt sind mehrere Stege 9 angeordnet, deren
der Tragkuppel 8 zugekehrte Flächen entsprechend der Form der
Tragkuppel verlaufen und mit dieser verschweißt sind. An ihren
Oberseiten sind die Stege 9 mit der Tragplatte 7 verbunden.
Die Baugruppe aus Tragplatte 7, Stegen 9 und Tragkuppel 8 ist
als Baueinheit unabhängig vom eigentlichen Antrieb und dem Was
serfahrzeug hergestellt und vorzugsweise am Ort des Einbaues des
Antriebes bzw. Ruderpropellers in das Wasserfahrzeug bereitge
stellt. Dabei können die Hauptabmessungen für verschiedene Ein
bauverhältnisse weitgehend festgelegt sein und die Feinabstimmung
auf die örtlichen Gegebenheiten kann an Ort und Stelle erfolgen.
Diese oben als den "Klöppelboden" aufweisend bezeichnete Bauein
heit kann im eingebauten Zustand der radialen Aufnahme des hebel
übersetzten Propellerschubes dienen. Dabei ist die Spannungsver
teilung innerhalb der Halbkugeloberfläche sehr günstig, die dyna
mische Verformung ist gering und es ist eine hohe Sicherheit gegen
Resonanzen gegeben. Es liegt eine einfache und stabile Konstruk
tion vor, die auf einen Großteil des Aufwandes bei Installation
bzw. Ausbau bisheriger Brunnen- und Kokerbauweisen verzichten
kann. Weiterhin kann der komplette Getriebekasten der bisherigen
Konzeptionsweise entfallen, da auf die genannte Tragplatte 7 die
Hydraulikmotoren montiert werden. Innerhalb der halbkugelförmigen
Tragkuppel befindet sich der Steuerkranz, weiterhin ist das ge
samte Volumen für Ölbehälterzwecke genutzt, womit auch der bis
herige separate Ölbehälter entfallen kann.
Der ausbaubare Brunneneinbau ist in der Zeichnung links von der
vertikalen Drehachse 4 dargestellt, während der nicht ausbaubare
Kokereinbau rechts davon dargestellt ist. Für den Kokereinbau
ist eine fest eingeschweißte Version der Baugruppe mit Tragkuppel 8
und Tragplatte 7 vorgesehen, da alle eventuell reparaturanfälli
gen Teile sich innerhalb dieses Gehäuses befinden. Hierzu wird
der komplette Ruderpropeller von unten eingehoben und mit der
umgebenden Fundamentplatte 10 verschweißt, wozu Tragplatte 7 und
Fundamentplatte in einer Horizontalebene liegen, damit die Schweiß
verbindung 11 hergestellt werden kann.
Der Brunneneinbau ist leicht zu realisieren, indem die Tragplatte 7
so weit vergrößert wird, daß sie auf der Fundamentplatte 10 a auf
liegt (Zeichnung, links von der Achse 4). Das gesamte Unterwasser
getriebegehäuse 5 inklusive Düse 3 können durch die entsprechende
Öffnung vertikal nach oben gezogen werden. Für den Einbau können
die vertikalen Steifen (Stege 9) im Übermaß geliefert werden und
seitens der den Ruderpropeller einbauenden Schiffswerft auf das
dem Außenhautverlauf entsprechende Maß geschnitten werden. An
schließend kann die Tragplatte 7 aufgebracht werden. Die Funda
mentierung erfolgt über einen Kunstharzeinguß 12 unter Verwendung
eines handelsüblichen Kunstharzes.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Schubübertragung zwischen einem Ruderpropeller
und dem Rumpf eines Wasserfahrzeuges, das mittels des um eine
horizontale Achse zwangsweise drehbaren und dabei die notwendige
Schubkraft erzeugenden Propellers antreibbar und mittels der
Schwenkbarkeit des Propellers um eine die horizontale Achse
schneidende vertikale Welle steuerbar ist, wobei die Schubkräfte
in ein im Schiffsrumpf angeordnetes Bauteil eingeleitet werden,
dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil eine Baugruppe aus einer
Tragplatte (7), einer an deren Unterseite befestigte halbkugel
förmig nach unten gewölbten, Teile des Ruderpropellers aufnehmenden
Tragkuppel (8) und seitlichen Rippen (9) besteht, wobei die
Rippen in radialer Stellung die Tragkuppel umgeben und mit dieser
sowie der Tragplatte verbunden sind und wobei diese Baugruppe
(7, 8, 9) über die Tragplatte mit dem Rumpf (10) des Wasserfahr
zeuges verbindbar und im Einbauzustand verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Tragplatte (7) in der Ebene einer die Tragplatte umgebenden
Fundamentplatte (10) des Rumpfes des Wasserfahrzeuges liegt
und mit dieser verschweißt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Tragplatte (7) auf einer Fundamentplatte (10 a) des Rumpfes des
Wasserfahrzeuges abgestützt und mit dieser lösbar verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Oberwassergetriebe (6) auf der Tragplatte
gelagert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883839086 DE3839086A1 (de) | 1988-11-18 | 1988-11-18 | Vorrichtung zur schubuebertragung zwischen einem ruderpropeller und dem rumpf eines wasserfahrzeuges |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19883839086 DE3839086A1 (de) | 1988-11-18 | 1988-11-18 | Vorrichtung zur schubuebertragung zwischen einem ruderpropeller und dem rumpf eines wasserfahrzeuges |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3839086A1 true DE3839086A1 (de) | 1990-05-23 |
Family
ID=6367459
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883839086 Withdrawn DE3839086A1 (de) | 1988-11-18 | 1988-11-18 | Vorrichtung zur schubuebertragung zwischen einem ruderpropeller und dem rumpf eines wasserfahrzeuges |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3839086A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19949087A1 (de) * | 1999-10-12 | 2001-04-26 | Gert Dallach | Ruderträger |
| CN105240670A (zh) * | 2015-11-13 | 2016-01-13 | 中国船舶重工集团公司第七二六研究所 | 水下吊放装置的湿端结构 |
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| US2213611A (en) * | 1938-05-09 | 1940-09-03 | Ronning Adolph | Boat propelling and stabilizing apparatus |
| US3924556A (en) * | 1973-04-09 | 1975-12-09 | Schottel Werft | Device for reducing the thrust of steerable propellers |
| DE2655667B2 (de) * | 1976-12-08 | 1980-01-31 | Schottel-Werft Josef Becker Gmbh & Co Kg, 5401 Spay | Wasserfahrzeug |
| EP0165913B1 (de) * | 1984-05-23 | 1987-11-04 | Kamewa Ab | Vortriebseinrichtung |
-
1988
- 1988-11-18 DE DE19883839086 patent/DE3839086A1/de not_active Withdrawn
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| DE19949087C2 (de) * | 1999-10-12 | 2001-08-02 | Gert Dallach | Ruderträger |
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| CN105240670B (zh) * | 2015-11-13 | 2018-03-06 | 中国船舶重工集团公司第七二六研究所 | 水下吊放装置的湿端结构 |
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