DE3838349A1 - Brennraum eines zweitaktmotors - Google Patents
Brennraum eines zweitaktmotorsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Brennraum eines
Zweitaktmotors.
Im Brennraum eines von der Anmelderin in der US-PS 2 15 420
offenbarten Zweitaktmotors sind zwei Einlaßventile an einer
Seite einer Abdeckfläche angeordnet, die von der Innenfläche
des Zylinderkopfs durch den Brennraum verläuft. Auf der
anderen Seite der Abdeckfläche sind zwei Auslaßventile ange
ordnet. Die Abdeckfläche deckt während der gesamten Öffnungs
zeit des Einlaßventils den Ventilspalt zwischen dem Ventil
sitz des Einlaßventils und dem auf der Seite des Auslaß
ventils gelegenen Umfangsabschnitt des Einlaßventils ab.
Bei diesem Zweitaktmotor wird das über die Einlaßkanäle
zugeführte Frischgas durch die Abdeckfläche daran gehindert,
sofort wieder über die Auslaßkanäle auszuströmen. Da
hierdurch das gesamte Frischgas von den Einlaßkanälen entlang
dem unter dem Einlaßventil gelegenen Teil der Zylinderlauf
fläche hinunter zu dem Kolbenboden strömt, kann im Brennraum
eine wirkungsvolle Umkehrspülung erreicht werden.
Vergrößert man jedoch bei diesem Zweitaktmotor den Durch
messer der Einlaßventile, um die dem Brennraum zugeführte
Frischgasmenge zu erhöhen, wird die Frischgasströmung an den
von der Achse der Zylinderbohrung am weitesten entfernten
Umfangsabschnitten der Einlaßventile durch die Innenfläche
des Zylinderkopfs behindert. Folglich ist es schwierig, die
dem Brennraum zugeführte Frischgasmenge zu vergrößern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zweitaktmotor
zu schaffen, der durch Erhöhung der dem Brennraum über die
Einlaßkanäle zugeführten Frischgasmenge eine hohe Leistung
abgeben kann.
Erfindungsgemäß besitzt ein Zweitaktmotor:
einen Zylinderblock mit einer darin ausgebildeten Zylinder bohrung mit einer Innenfläche, einen Zylinderkopf mit einer Innenfläche, einen in der Zylinderbohrung hin- und herbeweg baren Kolben, wobei zwischen der Innenfläche des Zylinderkopfs und dem Kolbenboden ein Brennraum gebildet wird, mindestens ein an der Innenfläche des Zylinderkopfs angeordnetes Einlaßventil, mindestens ein an der Innenfläche des Zylinderkopfs angeordnetes Auslaßventil, einen am Umfang der Innenfläche des Zylinderkopfs ausgebildeten Ausschnitt, der sich von der Verlängerung der Innenfläche der Zylinder bohrung bis zu einer außerhalb davon gelegenen Stelle erstreckt und mindestens im Bereich um die Einlaßventile verläuft,
einen am Umfang der Innenfläche im oberen Teil der Zylinder bohrung ausgebildeten Ausschnitt, der sich von der Verlängerung der Innenfläche der Zylinderbohrung bis zu einer außerhalb davon gelegenen Stelle erstreckt und mindestens im Bereich um die Einlaßventile verläuft und
eine zwischen dem Einlaßventil und dem Auslaßventil ausgebildete Abdeckeinrichtung, die während der gesamten Öffnungszeit des Einlaßventils einen Ventilspalt zwischen dem Ventilsitz und dem auf der Seite des Auslaßventils gelegenen Umfangsabschnitt des Einlaßventils abdeckt.
einen Zylinderblock mit einer darin ausgebildeten Zylinder bohrung mit einer Innenfläche, einen Zylinderkopf mit einer Innenfläche, einen in der Zylinderbohrung hin- und herbeweg baren Kolben, wobei zwischen der Innenfläche des Zylinderkopfs und dem Kolbenboden ein Brennraum gebildet wird, mindestens ein an der Innenfläche des Zylinderkopfs angeordnetes Einlaßventil, mindestens ein an der Innenfläche des Zylinderkopfs angeordnetes Auslaßventil, einen am Umfang der Innenfläche des Zylinderkopfs ausgebildeten Ausschnitt, der sich von der Verlängerung der Innenfläche der Zylinder bohrung bis zu einer außerhalb davon gelegenen Stelle erstreckt und mindestens im Bereich um die Einlaßventile verläuft,
einen am Umfang der Innenfläche im oberen Teil der Zylinder bohrung ausgebildeten Ausschnitt, der sich von der Verlängerung der Innenfläche der Zylinderbohrung bis zu einer außerhalb davon gelegenen Stelle erstreckt und mindestens im Bereich um die Einlaßventile verläuft und
eine zwischen dem Einlaßventil und dem Auslaßventil ausgebildete Abdeckeinrichtung, die während der gesamten Öffnungszeit des Einlaßventils einen Ventilspalt zwischen dem Ventilsitz und dem auf der Seite des Auslaßventils gelegenen Umfangsabschnitt des Einlaßventils abdeckt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die schematischen Zeichnungen
näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt eines Zweitaktmotors.
Fig. 2 zeigt eine Ansicht einer Innenfläche eines
Zylinderkopfs.
Fig. 3 ist ein Schnitt einer Draufsicht des Zylinderkopfs.
Fig. 4 ist ein Diagramm, in dem die Öffnungszeiten eines
Einlaß- und eines Auslaßventils verdeutlicht werden.
Fig. 5 ist ein Diagramm, in dem der Ventilhub des Einlaß- und
des Auslaßventils und der Druckverlauf im Auslaßventil
dargestellt sind.
Fig. 6 zeigt einen Längsschnitt des Zweitaktmotors, der die
Arbeitsweise des Motors unter geringer Last verdeutlicht.
Fig. 7 zeigt einen Längsschnitt des Zweitaktmotors, der die
Arbeitsweise des Motors unter Vollast verdeutlicht.
Fig. 8 ist ein Längsschnitt eines weiteren Ausführungsbei
spiels des Zweitaktmotors.
Fig. 9 zeigt eine Ansicht der Innenfläche des Zylinderkopfs
aus Fig. 8.
Fig. 10 ist ein Längsschnitt, der die Funktionsweise des
Zweitaktmotors aus Fig. 8 und 9 verdeutlicht.
Fig. 11 zeigt einen Längsschnitt eines weiteren
Ausführungsbeispiels des Zweitaktmotors.
Fig. 12 zeigt eine Ansicht der Innenfläche des Zylinderkopfs
aus Fig. 11.
In den Fig. 1 bis 3 bezeichnet die Bezugszahl 1 den Zylinder
block, 2 den im Zylinderblock 1 hin- und herbewegbaren
Kolben, 3 den auf dem Zylinderblock 1 befestigten Zylinder
kopf und 4 den Brennraum, der durch die Innenfläche 3 a des
Zylinderkopfs 3 und dem Boden des Kolbens 2 gebildet wird. In
der Innenfläche 3 a des Zylinderkopfs 3 ist eine Vertiefung 5
ausgebildet, so daß die Innenfläche 3 a des Zylinderkopfs 3
einen Innenflächenabschnitt 3 b, der die Bodenfläche der
Vertiefung 5 bildet und einen Innenflächenabschnitt 3 c
aufweist, der gegenüber dem Innenflächenabschnitt 3 b in den
Brennraum 4 vorsteht. Im Innenflächenabschnitt 3 b des
Zylinderkopfs 3 sind zwei Einlaßventile 6 und im
Innenflächenabschnitt 3 c des Zylinderkopfs 3 zwei
Auslaßventile 7 angeordnet. Die Innenflächenabschnitte 3 b und
3 c des Zylinderkopfs 3 sind durch die Umfangsfläche 8 der
Vertiefung 5 verbunden. Die Einlaßventile 6 sind an einer
Seite und die Auslaßventile 7 an der anderen Seite der
Umfangsfläche 8 angeordnet. Die Umfangsfläche 8 beinhaltet
die Abdeckflächen 8 a, die möglichst nahe und bogenförmig
entlang den Umfangsabschnitten der entsprechenden
Einlaßventile 6 verlaufen, die zwischen den Einlaßventilen 6
verlaufende Frischgas-Führungsfläche 8 b und Frischgas-
Führungsflächen 8 c, die zwischen der Umfangsfläche der
Innenfläche 3 a des Zylinderkopfs 3 und dem entsprechenden
Einlaßventil 6 verlaufen. Die Abdeckflächen 8 a erstrecken
sich bis zu einer Stelle im Brennraum 4, die tiefer liegt als
die durch den maximalen Ventilhub bestimmte Lage des Einlaß
ventils 6. Auf diese Weise ist während der gesamten
Öffnungszeit des Einlaßventils 6 der Ventilspalt zwischen dem
Ventilsitz und dem auf der Seite des Auslaßventils gelegenen
Umfangsabschnitt des Einlaßventils 6 durch die Abdeckfläche
8 a abgedeckt. Die Frischgas-Führungsflächen 8 b und 8 c sind im
wesentlichen in der gleichen Ebene angeordnet und verlaufen
parallel zur Verbindungslinie der Mittelpunkte der
Einlaßventile 6. Die Zündkerze 12 ist in dem Innenflächen
abschnitt 3 c des Zylinderkopfs 3 etwa in dem Zentrum der
Innenfläche 3 a angeordnet. Im Zylinderkopf 3 sind
Einlaßkanäle 10 für die Einlaßventile 6 und Auslaßkanäle 11
für die Auslaßventile 7 ausgebildet. Die Einlaßkanäle 8 sind
z. B. über ein mechanisch durch den Motor angetriebenes
Ladegebläse 15 und eine Zuführungsleitung 16 mit einem
Luftfilter (nicht gezeigt) verbunden. In der Zuführungslei
tung 16 ist eine Drosselklappe 17 angeordnet. An den oberen
Flächen der Einlaßkanäle 10 sind Kraftstoffeinspritzdüsen 18
angeordnet, durch die der Kraftstoff stabförmig mit kleinem
Strahlwinkel auf die in Fig. 3 schraffierten Bereiche 19 der
Einlaßventile 10 gespritzt wird. Diese schraffierten Bereiche
19 liegen auf der, der Zündkerze zugewandten Seite der
Mittelachsen der Einlaßkanäle 10 und im bezug auf die
Verbindungslinie zwischen den Ventilschäften der beiden
Einlaßventile 10 auf der Gegenseite der Zündkerze.
Wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist, reichen die äußeren
Umfangskanten der Ein- und Auslaßventile (6 bzw. 7) nahe bis
an die gedachte Verlängerung der Zylinderbohrung 1 a heran.
Die an die Einlaßventile 6 und die Auslaßventile 7
angrenzenden Umfangsabschnitte 13 der Innenfläche 3 a des
Zylinderkopfs 3 sind ausgeschnitten und erstrecken sich von
der gedachten Verlängerung der Innenfläche der
Zylinderbohrung 1 a bis zu einer außerhalb davon gelegenen
Stelle. Diese am Umfang verlaufenden Ausschnitte 13 haben
eine im wesentlichen sphärische Form. Ergänzend dazu sind die
an die Einlaßventile 6 und die Auslaßventile 7 angrenzenden
Umfangsabschnitte 14 des oberen Teils der Zylinderbohrung 1 a
so ausgeschnitten, daß sich die Flächen der Umfangsabschnitte
14 direkt an die Flächen der Umfangsabschnitte 13
anschließen, ohne dazwischen eine Stufe zu bilden. Diese am
Umfang verlaufenden Ausschnitte 14 haben eine im wesentlichen
zylindrische Form.
Fig. 4 verdeutlicht ein Beispiel für die Öffnungszeiten der
Einlaßventile 6 und der Auslaßventile 7 sowie ein Beispiel
für die Einspritzzeit. In diesem Beispiel öffnen die Auslaß
ventile 7 früher als die Einlaßventile 6 und schließen die
Auslaßventile 7 früher als die Einlaßventile. Dazu ergänzend
erfolgt die Einspritzung nach dem Öffnen des Einlaßventils 6
und vor dem Zeitpunkt, an dem der Kolben 2 seinen unteren
Totpunkt UT erreicht hat.
Fig. 5 veranschaulicht die Ventilhübe der Einlaßventile 6 und
der Auslaßventile 7 und den Druckverlauf der Drücke P 1, P 2,
Q 1, Q 2 im Auslaßkanal 11. Die Druckverläufe P 1, P 2, Q 1, Q 2
werden weiter unten beschrieben.
Im folgenden wird mit Bezug auf die Fig. 6 und 7 der
Spülvorgang und die Schichtenbildung im Zweitaktmotor
beschrieben. Fig. 6 veranschaulicht einen Zustand, bei dem
der Zweitaktmotor unter geringer Last betrieben wird; Fig. 7
veranschaulicht den Betrieb des Motors unter Vollast.
Ergänzend dazu zeigen die Fig. 6A und 7A einen Zeitpunkt
unmittelbar nach dem Öffnen des Einlaßventils 6 und die Fig.
6B und 7B einen Zeitpunkt, zu dem sich der Kolben 2 ungefähr
an seinem unteren Totpunkt UT befindet.
Zunächst wird mit Bezug auf Fig. 6 der Spülvorgang und die
Schichtenbildung eines unter geringer Last betriebenen
Zweitaktmotors beschrieben.
Wenn sich der Kolben 2 nach unten bewegt und sich die
Auslaßventile 7 öffnen, strömt das im Brennraum unter großem
Druck stehende verbrannte Gas in die Auslaßkanäle 11, dabei
entsteht, wie in Fig. 5 gezeigt ist, im Auslaßkanal 11
zeitweise ein Überdruck P 1. Dieser Überdruck P 1 breitet sich
in Strömungsrichtung im Auslaßbereich aus und wird an dem
Bereich reflektiert, der die Auslaßbereiche der einzelnen
Zylinder verbindet. Anschließend bewirkt die reflektierte
Druckwelle im Auslaßkanal 11 einen Unterdruck. Wenn die
Einlaßventile 6 öffnen, baut sich demzufolge in den
Auslaßkanälen 11 ein Unterdruck P 2 auf, der von der Länge des
Auslaßbereichs abhängt. Falls der Zweitaktmotor unter
geringer Last arbeitet, ist der Verbrennungsdruck und damit
auch der im Auslaßkanal entstehende Überdruck P 1 und der
Unterdruck P 2 relativ gering.
Wenn die Einlaßventile 6 öffnen, wird mit Kraftstoff
vermischte Frischluft durch die Einlaßkanäle 10 in den
Brennraum 4 geleitet. Aufgrund der für die Ventilspalte der
Einlaßventile 6 angebrachten Abdeckflächen 8 a strömt das
Frischluft/Kraftstoffgemisch hauptsächlich durch die den
Abdeckflächen 8 a abgewandten Abschnitte der Ventilspalte der
Einlaßventile 6. Außerdem wird beim Öffnen der Einlaßventile
6 das verbrannte Gas, das sich im oberen Teil des Brennraums
4 befindet, durch den in den Auslaßkanälen 11 entstandenen
Unterdruck (siehe P 2 in Fig. 5) in die Auslaßkanäle 11
gesaugt. Wie in Fig. 6A durch den Pfeil R 1 verdeutlicht ist,
wird dann aufgrund der Strömung des verbrannten Gases das
Frischluft/Kraftstoffgemisch zu den Auslaßventilen 7 gezogen
und befindet sich dann in einem Bereich um die Zündkerze 12
in Fig. 2. Bewegt sich der Kolben 2, wie in Fig. 6B gezeigt
ist, weiter nach unten, strömt das
Frischluft/Kraftstoffgemisch unter den Einlaßventilen entlang
der Innenfläche der Zylinderbohrung 1 a in Richtung des Pfeils
R 2. Wird der Motor unter geringer Last betrieben, so ist die
in die Brennkammer strömende Frischgasmenge und damit auch
die Strömungsgeschwindigkeit des Frischgases gering. Daher
erreicht das Frischgas nicht den Boden des Kolbens 2, sondern
bleibt im oberen Bereich der Brennkammer 4. Bewegt sich der
Kolben 2 nach oben, hat sich im oberen Bereich des Brennraums
4 das Frischluft/Kraftstoffgemisch und im unteren Bereich des
Brennraums 4 das verbliebene unverbrannte Gas gesammelt. Der
Inhalt des Brennraums ist demnach geschichtet und daher wird
das Frischluft/Kraftstoffgemisch in geeigneter Weise durch
die Zündkerze 12 entzündet.
Falls der Zweitaktmotor unter Vollast, arbeitet wird der
Verbrennungsdruck und damit auch der in den Auslaßkanälen 11
auftretende Überdruck Q₁ in Fig. 5 hoch. Der dann durch die
Reflektion des Überdrucks Q₁ entstehende Unterdruck Q₂ in
Fig. 5 wird ebenfalls hoch und sein Maximum tritt eine kurze
Zeitspanne nach dem Entstehen des Überdrucks P₂ auf.
Wie oben erwähnt, wird der Verbrennungsdruck bei Vollastbe
trieb hoch und demnach strömt verbranntes Gas (S₁ und S₂ in
Fig. 7A) mit hohem Druck vom Brennraum 4 in die Auslaßkanäle
11. Da eine große lichte Weite zwischen dem Umfangsabschnitt
des Auslaßventils 7 und den am Umfang der Innenfläche 3 a des
Zylinderkopfs 3 ausgebildeten Ausschnitten 13 besteht, strömt
das unverbrannte Gas dann sofort in die Auslaßkanäle 11 ab.
Deshalb sinkt der Druck im Brennraum 4 ab, sobald die
Auslaßventile 7 geöffnet sind. Zur gleichen Zeit sind die
Einlaßventile 6 geöffnet und Frischgas, gekennzeichnet durch
den Pfeil T in Fig. 7A, strömt in den Brennraum 4. Bei
Vollastbetrieb wird die dem Brennraum 4 zugeführte Menge von
Frischgas und damit deren Strömungsgeschwindigkeit im
Brennraum groß. Wenn das Einlaßventil 6 öffnet, strömt
folglich eine große Menge Frischluft/Kraftstoffgemisch mit
großer Geschwindigkeit in den Brennraum 4. Zusätzlich dazu
ist der Strömungswiderstand für das Gemisch aufgrund der
großen lichten Weite zwischen dem äußeren Umfangsabschnitt des
Einlaßventils 6 und dem am Umfang der Innenfläche 3 a des
Zylinderkopfs 3 verlaufenden Ausschnitt 13 gering. Folglich
erhöht sich die dem Brennraum 4 zugeführte Frischgasmenge und
damit deren Strömungsgeschwindigkeit im Brennraum. Wie oben
beschrieben, sinkt darüber hinaus der Druck im Brennraum
sofort ab, wenn die Auslaßventile 7 geöffnet werden. Sobald
die Einlaßventile 6 geöffnet sind, steigt der
Druckunterschied zwischen den Einlaßkanälen 10 und dem
Brennraum 4 und damit die in den Brennraum 4 strömende
Frischgasmenge und deren Strömungsgeschwindigkeit weiter an.
Wenn die Einlaßventile 6 geöffnet sind und dann das
verbrannte Gas, das sich im oberen Bereich des Brennraums 4
befindet, durch den Unterdruck Q 2 in die Auslaßkanäle 11
gesaugt wird, wird die Strömungsrichtung des Frischgases in
Richtung der Pfeile T 1 und T 2 in Fig. 7A hin zu dem zentralen
Bereich des Brennraums 4 geändert. Während der weiteren
Abwärtsbewegung des Kolbens 2 strömt das Frischgas unter den
Einlaßventilen 6 entlang der Innenwand der Zylinderbohrung in
Richtung von T 3 in Fig. 7B nach unten und erreicht den Boden
des Kolbens 2. Folglich wird das verbrannte Gas nach und nach
durch das Frischgas in der Richtung von T 4 in Fig. 7 aus dem
Brennraum 4 in die Auslaßkanäle 11 ausgestoßen. Auf diese
Weise entsteht im Brennraum 4 eine Umkehrspülung.
Aus Fig. 2 ist zu entnehmen, daß von dem Ventilspalt zwischen
dem Einlaßventil 6 und dem Ventilsitz das an das Auslaßventil
angrenzende Drittel durch die entsprechende Abdeckfläche 8 a
abgedeckt ist und daß das Frischgas durch die verbleibenden
zwei Drittel des Ventilspalts geleitet wird, die auf der, dem
Auslaßventil 7 abgewandten Seite liegen. Daneben wird das in
den Brennraum 4 strömende Frischgas durch die Frischluft-
Führungsflächen 8 b, 8 c so geführt, daß es entlang der
Innenfläche der Zylinderbohrung 1 a nach unten strömt.
Folglich strömt das Frischgas beim Öffnen der Einlaßventile 6
entlang der Innenflächen der Zylinderbohrung 1 a nach unten zu
dem Boden des Kolbens 2, wodurch eine wirkungsvolle
Umkehrspülung erreicht wird.
In einem Zweitaktmotor mit einer wie oben beschriebenen Ein-
und Auslaßventilanordnung kann durch diese Art der
Umkehrspülung die effektivste Spülung des Brennraums 4
erreicht werden. Bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten
Ausführungsbeispiel wird durch die Ausbildung der
Abdeckflächen 8 a die direkte Ausströmung des Frischluft/
Kraftstoffgemischs entlang den Innenflächen 3 a des
Zylinderkopfs 3 über die Auslaßkanäle 11 verhindert und damit
eine wirkungsvolle Spülung erreicht.
Falls der Durchmesser der Einlaßventile 6 und der
Auslaßventile 7 und deren Ventilhub vergrößert werden soll,
ist es möglich (siehe Fig. 1), die Höhe der Abdeckflächen 8 a
entsprechend der Vergrößerung der Ventildurchmesser und der
Ventilhübe zu vergrößern. Folglich kann auch durch
Vergrößerung der Durchmesser und der Ventilhübe der Ein- und
Auslaßventile 6 bzw. 7 die der Brennkammer 4 zugeführte
Frischluftmenge vergrößert werden. Mit einer wirkungsvollen
Spülung ist es dann möglich, die Abgabeleistung des
Zweitaktmotors zu erhöhen.
Die Fig. 8 bis 10 veranschaulichen ein weiteres Ausführungs
beispiel. Dabei verläuft der Ausschnitt 20 entlang dem
gesamten Umfang der Innenfläche 3 a des Zylinderkopfs 3 und
erstreckt sich von der gedachten Verlängerung der Zylinder
bohrung 1 a bis zu einer außerhalb davon gelegenen Stelle.
Dieser am Umfang verlaufende Ausschnitt 20 hat eine im
wesentlichen konische Form. Dazu passend erstreckt sich der
Ausschnitt 21 im oberen Teil der Zylinderbohrung 1 a ebenfalls
über den gesamten Umfang, so daß sich die Flächen des
Ausschnitts 21 der Zylinderbohrung 1 a und des Ausschnitts 20
des Zylinderkopfs 3 aneinander anschließen, ohne eine Stufe
zu bilden. Der am Umfang verlaufende Ausschnitt 21 hat
ebenfalls eine im wesentlichen konische Form.
Wie in Fig. 10 verdeutlicht, entsteht bei diesem Ausführungs
beispiel bei geöffneten Auslaßventilen jeweils eine große
lichte Weite zwischen dem Auslaßventil und dem Ausschnitt 20
und bei geöffneten Einlaßventilen jeweils eine große lichte
Weite zwischen dem Einlaßventil und dem Ausschnitt 20. Beim
Betrieb des Zweitaktmotors unter Vollast wird folglich die in
den Brennraum strömende Frischgasmenge größer, wodurch es
möglich ist, die Abgabeleistung des Zweitaktmotors zu
erhöhen.
In den Fig. 11 und 12 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel
dargestellt. Dabei hat der am Umfang der Innenfläche 3 a des
Zylinderkopfs 3 verlaufende Ausschnitt 22 und der am Umfang
im oberen Teil der Zylinderbohrung 1 a verlaufende Ausschnitt
23 eine im wesentlichen ellipsenförmige äußere Begrenzung,
wodurch die Ausschnitte im Bereich der Einlaßventile 6 und
der Auslaßventile 7 jeweils eine größere Breite aufweisen.
Genauer gesagt, sind die Ausschnitte 22 und 23 so
ausgebildet, daß die lichte Weite zwischen dem Einlaßventil 6
und dem Ausschnitt 22 in dem Abschnitt größer wird, durch den
mehr Frischluft vorbei an den Einlaßventilen 6 strömen soll
und daß die lichte Weite zwischen dem Auslaßventil 7 und dem
Ausschnitt 22 in dem Abschnitt größer wird, durch den mehr
Abgas vorbei an den Auslaßventilen 7 strömen soll.
Erfindungsgemäß wird durch den mindestens im Bereich der
Einlaßventile 6 am Umfang der Innenfläche 3 a des
Zylinderkopfs 3 ausgebildeten Ausschnitt 22 und den
mindestens im Bereich der Einlaßventile 6 am Umfang des
oberen Teils der Zylinderbohrung ausgebildeten Ausschnitt 23
der Strömungswiderstand für das in die Brennkammer strömende
Frischgas erniedrigt. Dadurch ist es möglich, durch die
Erhöhung der Frischgasmenge in der Brennkammer die Abgabelei
stung des Motors zu erhöhen.
Es wird ein Zweitaktmotor mit je einem im Zylinderkopf ange
ordneten Ein- und Auslaßventil beschrieben. Die an die Ein
und Auslaßventile angrenzenden Abschnitte der Innenfläche des
Zylinderkopfs und des oberen Teils der Zylinderbohrung sind
ausgeschnitten. An der Innenfläche des Zylinderkopfs ist eine
Abdeckfläche ausgebildet, um während der gesamten
Öffnungszeit des Einlaßventils den Ventilspalt zwischen dem
Ventilsitz und dem an die Auslaßventile angrenzenden Umfangs
abschnitt der Einlaßventile abzudecken.
Claims (19)
1. Zweitaktmotor, gekennzeichnet durch
einen Zylinderblock (1) mit einer darin ausgebildeten
Zylinderbohrung (1 a) mit einer Innenfläche,
einen Zylinderkopf (3) mit einer Innenfläche (3 a),
einen in der Zylinderbohrung (1 a) hin- und herbewegbaren
Kolben (2), wobei zwischen der Innenfläche (3 a) des
Zylinderkopfs (3) und dem Kolbenboden ein Brennraum (4)
gebildet wird,
mindestens ein an der Innenfläche des Zylinderkopfs
angeordnetes Einlaßventil (6),
mindestens ein an der Innenfläche des Zylinderkopfs
angeordnetes Auslaßventil (7), wobei am Umfang der
Innenfläche des Zylinderkopfs ein Ausschnitt (13) ausgebildet
ist, der sich von einer gedachten Verlängerung der Zylinder
bohrung bis zu einer außerhalb davon gelegenen Stelle
erstreckt und mindestens im Bereich um die Einlaßventile (6)
verläuft und wobei am Umfang des oberen Teils der Innenfläche
der Zylinderbohrung (1 a) ein Ausschnitt (14) ausgebildet ist,
der sich von einer gedachten Verlängerung der Zylinderbohrung
bis zu einer außerhalb davon gelegenen Stelle erstreckt und
mindestens im Bereich um die Einlaßventile (6) verläuft,
eine Abdeckeinrichtung (8), die während der gesamten
Ventilöffnungszeit zwischen dem Einlaßventil (6) und dem
Auslaßventil (7) ausgebildet ist und einen Ventilspalt
zwischen dem Ventilsitz und dem auf der Seite des
Auslaßventils (7) gelegenen Umfangsabschnitt des
Einlaßventils (6) abdeckt.
2. Zweitaktmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der am Umfang des Zylinderkopfs (3) verlaufende Ausschnitt
(13) und der am Umfang der Zylinderbohrung (1 a) verlaufende
Ausschnitt (14) auch im Bereich des Auslaßventils (7)
ausgebildet ist.
3. Zweitaktmotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der am Umfang des Zylinderkopfs (3) ausgebildete Ausschnitt
(13) eine im wesentlichen kugelförmige Fläche und der am
Umfang der Zylinderbohrung ausgebildete Ausschnitt (14) eine
im wesentlichen zylindrische Fläche hat.
4. Zweitaktmotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
sich der Ausschnitt (13) im Zylinderkopf (3) über den
gesamten Umfang der Innenfläche des Zylinderkopfs (3), und
der Ausschnitt (14) in der Zylinderbohrung (1 a) über den
gesamten Umfang der Innenfläche der Zylinderbohrung (1 a)
erstreckt.
5. Zweitaktmotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der am Umfang des Zylinderkopfs (3) verlaufende Ausschnitt
(13) und der am Umfang der Zylinderbohrung (1 a) verlaufende
Ausschnitt (14) eine im wesentlichen konisch geformte Fläche
aufweist.
6. Zweitaktmotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der am Umfang des Zylinderkopfs (3) verlaufende Ausschnitt
(13) und der am Umfang der Zylinderbohrung (1 a) verlaufende
Ausschnitt (14) einen im wesentlichen elliptischen Umriß
aufweist und jeweils im Bereich der Einlaßventile (6) und der
Auslaßventile (7) eine größere Breite hat.
7. Zweitaktmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abdeckeinrichtung (8) eine dicht an dem Umfangsbereich
des Einlaßventils (6) befindliche Abdeckfläche (8 a) aufweist,
die auf der Seite des Auslaßventils (7) gelegen ist und sich
in Richtung auf den Kolben bis zu einer Stelle erstreckt, die
tiefer liegt als die durch den maximalen Ventilhub bestimmte
Lage des Einlaßventils (6).
8. Zweitaktmotor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abdeckfläche (8 a) bogenförmig entlang dem Umfangsbereich
des Einlaßventils (6) verläuft.
9. Zweitaktmotor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Abdeckfläche (8 a) über ungefähr ein Drittel des
Umfangsbereichs des Einlaßventils (6) erstreckt.
10. Zweitaktmotor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenfläche (3 a) des Zylinderkopfs (3) eine Vertie
fung (5) und einen nicht zur Vertiefung (5) gehörenden
Innenflächenabschnitt (3 c), eine Bodenfläche (3 b) der
Vertiefung (5) sowie eine Umfangsfläche (8) der Vertiefung
(5) aufweist, die zwischen dem Innenflächenabschnitt (3 c) und
der Bodenfläche (3 b) ausgebildet ist, wobei das Einlaßventil
(6) an der Bodenfläche (3 b), das Auslaßventil (7) an der
Innenfläche (3 c) und die Abdeckfläche (8 a) an der Umfangs
fläche (8) angeordnet ist.
11. Zweitaktmotor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umfangsfläche (8) der Vertiefung (5) zwischen den
gegenüberliegenden Seiten der Umfangsfläche der Innenfläche
(3 a) des Zylinderkopfs (3) verläuft und daß ein nicht zur
Abdeckfläche (8 a) gehörender Teil der Umfangsfläche (8) eine
Frischgas-Führungsfläche (8 b) bildet, die sich nach unten in
Richtung auf den Kolben (2) erstreckt.
12. Zweitaktmotor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Motor mit zwei Einlaßventilen (6) ausgestattet ist
und die Frischgas-Führungsfläche eine zwischen den Einlaß
ventilen (6) liegende erste Führungsfläche (8 b) und zweite,
zwischen der Umfangsfläche der Innenfläche (3 a) des
Zylinderkopfs (3) und den Ventilen (6) verlaufende
Führungsflächen (8 c) umfaßt.
13. Zweitaktmotor nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Führungsfläche (8 b) und die zweiten Führungs
flächen (8 c) im wesentlichen in der gleichen Ebene angeordnet
sind, die parallel zur Verbindungslinie der beiden
Einlaßventile (6) verläuft.
14. Zweitaktmotor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Motor eine Zündkerze (12) hat, die an dem
Innenflächenabschnitt (3 c) des Zylinderkopfs (3), etwa im
Zentrum der Innenfläche (3 a) angeordnet ist.
15. Zweitaktmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Auslaßventil (7) früher als das Einlaßventil (6)
öffnet und früher als das Einlaßventil (6) schließt.
16. Zweitaktmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zylinderkopf (3) einen Einlaßkanal (10) hat, in dem
eine Kraftstoffeinspritzdüse (18) angebracht ist.
17. Zweitaktmotor nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kraftstoff durch die Kraftstoffeinspritzdüse (18) auf
einen der Abdeckeinrichtung (8) abgewandten Teil der
Rückseite des Ventilkörpers des Einlaßventils (6) gespritzt
wird.
18. Zweitaktmotor nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kraftstoff stabförmig mit kleinem Strahlwinkel
eingespritzt wird.
19. Zweitaktmotor nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kraftstoff durch die Kraftstoffeinspritzdüse (18)
eingespritzt wird, nachdem das Einlaßventil (6) öffnet und
bevor der Kolben (2) seinen unteren Totpunkt (UT) erreicht.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| JP29598287A JPH0715262B2 (ja) | 1987-11-26 | 1987-11-26 | 2サイクル内燃機関の燃焼室構造 |
| JP29598187A JPH01138317A (ja) | 1987-11-26 | 1987-11-26 | 2サイクル内燃機関の燃焼室構造 |
Publications (2)
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| DE3838349A1 true DE3838349A1 (de) | 1989-06-08 |
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| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: TIEDTKE, H., DIPL.-ING. BUEHLING, G., DIPL.-CHEM. |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |