[go: up one dir, main page]

DE3831282A1 - Ophthalmologische vorrichtung - Google Patents

Ophthalmologische vorrichtung

Info

Publication number
DE3831282A1
DE3831282A1 DE19883831282 DE3831282A DE3831282A1 DE 3831282 A1 DE3831282 A1 DE 3831282A1 DE 19883831282 DE19883831282 DE 19883831282 DE 3831282 A DE3831282 A DE 3831282A DE 3831282 A1 DE3831282 A1 DE 3831282A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ophthalmic device
corrugated tube
immovable
adjustment part
housing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19883831282
Other languages
English (en)
Inventor
Vladimir Adamovic Dumenek
Georgij Evgenevic Stoljarenko
Leopold Vladislavov Kossovskij
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Institut Sverkhtverdykh Materialov
V N ISSLETOVATELSKIJ I GLAZNYC
Original Assignee
Institut Sverkhtverdykh Materialov
V N ISSLETOVATELSKIJ I GLAZNYC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Institut Sverkhtverdykh Materialov, V N ISSLETOVATELSKIJ I GLAZNYC filed Critical Institut Sverkhtverdykh Materialov
Publication of DE3831282A1 publication Critical patent/DE3831282A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F9/00Methods or devices for treatment of the eyes; Devices for putting in contact-lenses; Devices to correct squinting; Apparatus to guide the blind; Protective devices for the eyes, carried on the body or in the hand
    • A61F9/007Methods or devices for eye surgery
    • A61F9/00736Instruments for removal of intra-ocular material or intra-ocular injection, e.g. cataract instruments
    • A61F9/00763Instruments for removal of intra-ocular material or intra-ocular injection, e.g. cataract instruments with rotating or reciprocating cutting elements, e.g. concentric cutting needles
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B2017/00535Surgical instruments, devices or methods pneumatically or hydraulically operated
    • A61B2017/00539Surgical instruments, devices or methods pneumatically or hydraulically operated hydraulically

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Ophthalmology & Optometry (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Prostheses (AREA)
  • Surgical Instruments (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine ophthalmologische Vorrich­ tung nach dem Qberbegriff des Patentanspruchs 1.
Die erfindungsgemäße ophthalmologische Vorrichtung dient zur Entfernung eines Glaskörpers, weicher Ka­ tarakte, präretinaler Membrane, anderer intraokula­ rer Strukturen bei deren Pathologien sowie zur Ent­ fernung von Fremdkörpern.
In den letzten Jahren haben die Instrumente zur Durch­ führung intraokularer Operationen mittels eines ge­ ringeren (bis 1,5 mm) Einschnittes in der Augenwan­ dung in der Ophthalmochirurgie eine weitgehende Ver­ breitung erworben.
Es ist eine ophthalmologische Vorrichtung bekannt, die als Schneidwerkzeug mit einer Hin- und Herbewegung ausgebildet ist und in dem ein Absaugkanal zur Ent­ fernung des Glaskörpers vorgesehen ist. Als Antrieb für die Versetzung des Schneidwerkzeugs, das ein Mes­ ser mit der Form einer hohlen Röhre ist, in die Hin­ und Herbewegung dient ein innerhalb des Handgriffs des Geräts angeordneter Elektromotor. Das Messer ist koaxial in eine Außenröhre mit einem geschlossenen Ende hineingesteckt und bildet mit dieser ein Arbeits­ ansatzstück. In der Nähe des Stirnendes der Mantelwan­ dung der Außenröhre ist eine Bohrung ausgespart (US-A­ 41 08 182).
Mit dieser Vorrichtung wird das zur Entfernung vorge­ sehene, intraokulare Gewebe mit Hilfe eines Unterdrucks in der hohlen Innenröhre, der sich von deren offenen Stirnende aus zu der Bohrung in der Außenröhre aus­ dehnt, in den Hohlraum der Außenröhre eingesaugt. Beim Hervorschieben des Messers schneidet dessen schar­ fes Schneidstirnende, während es die Bohrung in der Außenröhre abdeckt, das ins Innere der Röhre hinein­ gesaugte Gewebe ab, das daraufhin aus dem Auge durch Absaugen entfernt wird. Nach der Rückkehr des Messers öffnet sich die Bohrung in der Außenröhre und der Ope­ rationsvorgang wiederholt sich.
Die Unterbringung des Antriebes in dem Handgriff macht jedoch das Gerät schwer. Darüber hinaus entstehen da­ durch Störschwingungen des Arbeitsansatzstückes. Wei­ terhin bereitet die Sterilisation des Geräts durch das Vorhandensein des Elektromotors viel Mühe. Eine Dosie­ rung des Arbeitshubs und der Eingriffskraft auf das biologische Gewebe ist nicht möglich.
Bekannt ist weiterhin eine ophthalmologische Vorrich­ tung, bei der das Arbeitsansatzstück wie oben be­ schrieben aus zwei Röhren besteht, während der als Elektromagnet ausgebildete Antrieb außerhalb des Hand­ griffsbereichs angeordnet und mit dem Arbeitsansatz­ stück über ein elastisches, in der Umhüllung unterge­ brachtes Zugelement verbunden ist (SU-A-9 80 710). Auch diese Vorrichtung ist auf die während des Betriebes unvermeidbaren Biegungen des elastischen Zugelementes äußerst empfindlich, wodurch unerwünschte Veränderun­ gen im Ausschlag des Hubes des Verstellteils des Ar­ beitsansatzstückes hervorgerufen werden. Darüber hinaus sind die durch Stöße des Elektromagnets hervorgerufe­ nen Schwingungen des Arbeitsansatzstückes groß.
Der gattungsgemäße Stand der Technik ergibt sich aus der US-A-38 84 238. Diese Druckschrift zeigt eine oph­ thalmologische Vorrichtung, die ein Schneidwerkzeug als Arbeitsansatzstück aufweist. Das Arbeitsansatz­ stück besteht aus einer unbeweglichen Außenröhre mit einem geschlossenen freien Stirnende und einer Seiten­ bohrung in der Nähe dieses Stirnendes und aus einer Innenröhre, die den Verstellteil mit abgespitztem Frei­ stirnende bildet, der hin- und herbewegbar ist. Das Arbeitsansatzstück kann auch eine Mikroschere sein. Diese Vorrichtung enthält auch einen Handgriff, an dem das Arbeitsansatzstück befestigt und in dessen Innerem ein Teil des Antriebes in Form einer Wellrohr­ membran untergebracht ist, die mit dem flexiblen Schlauch in Verbindung gesetzt wird und mit dem Ver­ stellteil in mechanischer Verbindung steht.
Der Antrieb ist hierbei eine pneumatische Anlage, die aus einem Verdichter, aus Steuerungsorganen und dem flexiblen Schlauch besteht, der an seinem einen Ende mit dem Verdichter und an dem anderen mit der inner­ halb des Handgriffs untergebrachten Wellrohrmembran gekoppelt ist.
Solange das Arbeitsansatzstück unmittelbar ins Opera­ tionsfeld hineingeführt ist, ist auch die Leistung des Antriebs der pneumatischen Art eingeschränkt, wo­ durch der Antrieb nicht ausreichend auf den Verstell­ teil einwirken kann, um das Dichtgewebe des Auges wie beispielsweise die Sehlochmembrane, Schwarten fibrosa vitra und andere ähnliche Gewebe durchzuschneiden. Außerdem kann eine zuverlässige Pinzette zum Ergrei­ fen von Fremdkörpern bzw. Schichtstaren mit einem sol­ chen Antrieb nicht erreicht werden. Versuche, die Lei­ stung des pneumatischen Antriebes durch Erhöhung des Luftdruckes zu steigern, können einen Luftdurchbruch ins Operationsfeld hervorrufen. Darüber hinaus ist die Reaktionsgeschwindigkeit der Kette Steuerungsfußhe­ bel - Steuerungselektroschaltung - Verdichter - Ven­ tilsystem - Arbeitsmedium - Wellrohrmembran - Verstell­ teil des Arbeitsansatzstückes nicht hoch genug, da Luft sehr kompressibel ist. Dies beeinträchtigt ein kurz entschlossenes Handeln im Laufe der Operation.
Der Chirurg ist an den Betriebszustand des Gerätes gebunden. Jede Veränderung des Betriebszustands muß am Steuerpult durchgeführt werden, was der ständigen Anwesenheit einer technisch geschulten Fachkraft im Operationssaal bedarf.
Der ausführende Chirurg hat bei der vorstehend be­ schriebenen Vorrichtung zu wenig unmittelbare Kontrol­ le über den Arbeitsablauf des Gerätes. Er muß sich für die genaue und augenblickliche Durchführung sei­ ner Entschlüsse auf Einflußgrößen wie Zuverlässigkeit und die Möglichkeitsgrenzen der verwickelten elektro­ mechanischen Vorrichtung, den Verstand und die Gewand­ heit der Hilfskraft, die Stabilität des Betriebes des elektrischen Speisenetzes und andere verlassen. Die ungenügende unmittelbare Kontrolle des Arbeitsablaufs des Geräts durch den Chirurgen bewirkt eine Erhöhung der Gefahr bei intraokularen Operationen und eine Er­ niedrigung deren Wirksamkeit, falls die Entschlüsse des Chirurgen durch die Grenzen der technischen Mög­ lichkeiten nicht im Vollen und Ganzen ausgeführt wer­ den.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine ophthal­ mologische Vorrichtung zu schaffen, die eine unmittel­ bare Kontrolle des Ausmaßes und der Kraft der Bewe­ gung des Verstellteils durch den Chirurgen ermöglicht.
Ausgehend vom Stand der Technik wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Antrieb eine geschlossene Hydraulikanlage ist, durch die der unbe­ wegliche Teil und der Verstellteil gegenseitig ver­ stellt werden.
Mit dieser ophthalmologischen Vorrichtung ist es für den Chirurgen möglich, das Ausmaß und die Kraft der Bewegung des Verstellteils unmittelbar zu kontrollie­ ren.
Zweckmäßigerweise enthält die geschlossene Hydraulikan­ lage einer solchen ophthalmologischen Vorrichtung, de­ ren Antrieb mit einer mit dem Verstellteil gekoppelten Wellrohrmembran versehen ist, einen Faltenbalg, der innerhalb der Druckvorrichtung angeordnet ist, während die Wellrohrmembran, die mit dem Verstellteil des chir­ urgischen Gerätes zusammenwirkt, im Inneren des Gehäu­ ses angeordnet ist.
Das aus dem unbeweglichen Gerätteil herausragende Stirnende des Verstellteils kann sich an dem Stirnende der im Inneren des Gehäuses untergebrachten Wellrohr­ membran abstützen.
Vorteilhafterweise kann der Verstellteil gegen die im Inneren des Gehäuses untergebrachte Wellrohrmembran mittels einer an diesem Verstellteil aufgesetzten Fe­ der belastet werden.
Es ist günstig, den Faltenbalg zwischen zwei die An­ druckvorrichtung als Fußhebel ausbildenden Flächen einzusetzen.
Das chirurgische Gerät kann demontierbar sein, wobei das Stirnende der Wellrohrmembran die Trennfläche bil­ det, an die der Verstellteil drückt. Das demontierbare chirurgische Gerät kann auch eine Pinzette oder eine Schere sein.
Sind der unbewegliche Teil und der Verstellteil als Röhren ausgebildet, von denen die innenliegende Röhre einen an dem hervortretenden Stirnende des Verstell­ teils vorgesehenen Stutzen zur Entfernung der Gewe­ be aus dem Auge des Patienten aufweist, kann die an dem Verstellteil aufgesetzte Feder ein Anschlagstück aufweisen, das von dem oben erwähnten Stutzen gebil­ det wird.
Anhand von Zeichnungen wird die Erfindung beispiels­ weise näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine ophthalmologische Vorrichtung in Gesamt­ ansicht,
Fig. 2 einen Längsschnitt eines als Vitreotom ausge­ bildeten chirurgischen Geräts,
Fig. 3 einen Längsschnitt eines Handgriffs des chi­ rurgischen Geräts,
Fig. 4 den Handgriff von Fig. 3 in einer Gesamtan­ sicht,
Fig. 5 einen Längsschnitt eines als Pinzette ausge­ bildeten chirurgischen Geräts und
Fig. 6 einen Längsschnitt eines als Schere ausgebil­ deten chirurgischen Geräts.
Die ohpthalmologische Vorrichtung umfaßt, wie in Fig. 1 gezeigt, ein chirurgisches Gerät 1 und dessen Antrieb in Form einer geschlossenen Hydraulikanlage.
Das chirurgische Gerät 1 weist zwei gegenseitig ver­ stellbare Teile, den unbeweglichen Teil 2 und den Verstellteil 3 (Fig. 2 und 3) auf. Der unbewegliche Teil 2 ist mit dem Gehäuse 4 fest verbunden. Der Ver­ stellteil 3 ist verstellbar angeordnet und mit dem Antrieb gekopppelt, der die gegenseitige Verstellung beider Teile 2 und 3 bewirkt.
Die geschlossene Hydraulikanlage enthält eine im Inne­ ren des Gehäuses 4 untergebrachte Wellrohrmembran 5 (Fig. 1, 3), die gegen das Stirnende 6 des Verstell­ teils drückt, und einen Faltenbalg 7, der in eine Druckeinrichtung eingebaut ist. Der Verstellteil 3 wird bezüglich der Wellrohrmembran 5 durch eine Feder 8 (Fig. 3) belastet, die im Inneren des Gehäuses 4 auf den Verstellteil 3 aufgesetzt ist.
Der unbewegliche Teil 2 und der Verstellteil 3 (Fig. 2 und 3) sind als Röhren ausgebildet. Der Ver­ stellteil 3 hat einen Abzweigstutzen 9 zum Entfernen der Gewebe aus dem Auge eines Patienten. Dieser Ab­ zweigstutzen 9 ist an dem aus dem unbeweglichen Teil 2 herausragenden Abschnitt des Verstellteils 3 angeordnet, der als Abstützung für die Feder 8 ausge­ bildet ist.
Der Abzweigstutzen 9 (Fig. 1) ist durch einen flexib­ len Schlauch 10 mit einer Aspirationseinrichtung 11 verbunden.
Die geschlossene Hydraulikanlage wird von der Wellrohr­ membran 5, dem Faltenbalg 7 und einem diese beiden verbindenden, flexiblen Schlauch 12 gebildet und ist mit Flüssigkeit, beispielsweise mit flüssigem Mineral­ öl, vollkommen ausgefüllt.
Die Druckeinrichtung weist einen von Flächen 14 und 17 ausgebildeten Fußhebel 13 auf, zwischen denen der Faltenbalg 7 montiert ist. An der Fläche 15 ist ein zwei Stellungslagen der Fläche 15, eine Arbeitsstel­ lung 15′ und eine Transportstellung bedingender Bügel 16 befestigt.
An der Schlauchleitung 12 ist eine elastische Hülse 17 angeordnet, um einem Herausfallen des Schlauchs 12 aus dem Fußhebel 13 und einem Einklemmen des Schlauches 12 durch die Arbeitsflächen 14 und 15 des Fußhebels 13 vorzubeugen. Die Fläche 15 ist um eine Schwenkachse 18 drehbar angelenkt.
Der Hub des Verstellteils 3 (Fig. 2) ist durch einen Vorsprung 19 an dem Verstellteil 3 und einen Vor­ sprung 20 an dem unbeweglichen Teil 2 begrenzt, die bei der gegenseitigen Verstellung beider Teile 2 und 3 aneinanderstoßen.
Der unbewegliche Teil 2 weist außerdem einen Vorsprung 21 auf, der zur Vermeidung einer Verdrehung des unbe­ weglichen Teils 2 in einen Ausschnitt 22 eingreift.
Fig. 2 zeigt ein Vitreotom, an dem das Stirnende 23 des unbeweglichen Teils 2 geschlossen ist und eine Seitenöffnung 24 mit einer Schneidkante 25 versehen ist. Das Verstellteil 3 hat hierbei ein offenes Stirn­ ende 26 mit einer Schneidkante 27. In der Nähe des Stirnendes 26 ist in der Mantelwandung des Verstell­ teils 3 ein Schlitz 28 für ein Aneinanderdrücken der Schneidkanten 25 und 27 ausgespart.
Ein Stirnende 29 (Fig. 3) der Wellrohrmembran 5 stößt gegen eine Mutter 30, durch deren Drehung ein erforder­ licher Ausschlag der Hubbewegung des Verstellteils 3 eingestellt wird.
Der Ausschnitt 22 (Fig. 4) ist längs einer Schraubenli­ nie angeordnet. In ihm verstellt sich außerdem der Abzweigstutzen 9.
Der unbewegliche Teil 2 ist durch eine weitere Mutter 31 (Fig. 3, 4) im Gehäuse 4 festgelegt.
Das chirurgische Gerät 1 ist abnehmbar ausgeführt, wobei das Stirnende 32 (Fig. 3) der Wellrohrmembran 5 die Trennfläche bildet.
Fig. 5 zeigt ein als Pinzette 33 ausgebildetes chirur­ gisches Gerät, in dem Branchen 34 und 35 vorgesehen sind, die mit dem Verstellteil 3 bzw. mit dem unbeweg­ lichen Teil 2 gekopppelt sind.
Das in Fig. 6 gezeigte, als Schere 36 ausgebildete chirurgische Gerät ist mit seinen Branchen 37, 38 ähn­ lich ausgeführt.
Die ophthalmologische Vorrichtung funktioniert folgen­ dermaßen.
Zunächst wird das chirurgische Gerät ins Innere des Auges eingeführt. Der Chirurg führt, indem er das Gerät 1 am Gehäuse 4 festhält, das freie Ende des Ge­ räts 1 zu einem zu entfernenden Abschnitt des intra­ okularen Gewebes heran. Über den Abzweigstutzen 9 wird ein Unterdruck in den Innenräumen des unbeweg­ lichen Teils 2 und des Verstellteils 3 entwickelt, mit Hilfe dessen die in der Nähe der Seitenöffnung 24 des unbewglichen Teils 2 befindlichen intraoku­ laren Strukturen ins Innere dessen Innenraums einge­ saugt werden.
Daraufhin drückt der Chirurg mit seinem Fuß auf die Fläche 15 des Fußhebels 13, wodurch der Faltenbalg 7 zusammengedrückt wird. Da die die Hydraulikanlage ausfüllende Flüssigkeit praktisch inkompressibel ist, dehnt sich die Wellrohrmembran 5 entsprechend, wo­ durch der Verstellteil 3 vorgeschoben wird und unter Zusammenwirkung seiner an seinem Stirnende 26 angeord­ neten Schneidkante 27 mit der Schneidkante 25 der Sei­ tenöffnung 24 ein ins Innere des unbeweglichen Teils 2 hineingesaugtes Stückchen intraokularen Gewebes ab­ schneidet, das dann über den Abzweigstutzen 9 und den Schlauch 10 in die Aspirationseinrichtung 11 evakuiert wird. Daraufhin beendet der Chirurg das Drücken mit seinem Fuß auf den Fußhebel 13. Durch die Wirkung der Feder 8 und durch die Elastizität der Wellrohrmembran 5 und des Faltenbalges 7 kehren das Verstellteil 3 und die ganze Hydraulikanlage in ihre Ausgangsstel­ lung zurück.
Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden. Durch Verschließen der Seitenöffnung 24 des unbeweg­ lichen Teils 2 kann notfalls die ganze Hydraulikanlage und dementsprechend auch der Verstellteil 3 in der hervorgeschobenen Vorderstellung gehalten werden.
Der Gebrauch der in Fig. 5 bzw. 6 gezeigten chirurgi­ schen Geräte verläuft ähnlich, außer daß sich hierbei auch die beweglichen Branchen 34 bzw. 37 zusammen mit dem Verstellteil 3 bewegen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wurde im Versuch an 10 isolierten Leichenaugen und 4 Kaninchenaugen ge­ prüft. Nach der erfolgreichen Erprobung wurde sie auch in der Klinik bei 32 Operationen an Kranken mit unter­ schiedlicher intraokularer Pathologie verwendet. Es sind 12 Operationen der transziliaren Vitreoektomie anläßlich nicht zurückgehender vitrealer Blutergüs­ se und Glaskörpertrübungen, 13 Operationen der hinte­ ren Lensektomie wegen weicher und mit unterschiedli­ cher Ätiologie versehener Membrankatarakte und 7 Opera­ tionen Phakovitreoektomie aufgrund penetrierender Wun­ den und Komplikationen der Kataraktenextraktion unter Entstehung einer vitreakortikalen Mischung durchge­ führt worden. Dabei wurden 4 von diesen Operationen außerhalb der Hauptklinik während des Hinausfahrens zu den anderen Heilanstalten durchgeführt. Es wurden alle drei Ausführungsversionen des chirurgischen Gerä­ tes 1, das Guillotinenvitreotom, die Schere und die Röhrenpinzette verwendet. In allen Fällen wurde der erwünschte anatomische Effekt vollkommen erreicht.
Die Benutzung der erfindungsgemäßen ophthalmologischen Vorrichtung bringt folgende Vorteile mit sich.
Im Laufe der Operation kann der Chirurg leicht den Handlungsplan im Zusammenhang mit der entstandenen Situation ändern bzw. umgekehrt diesen unabhängig von nicht vorausgesehenen Verhältnissen nicht ändern, d.h. beim Treffen der groben fibrösen Schichten und Schwar­ ten kann er die Belastung an dem Verstellteil 3 des chirurgischen Geräts 1 leicht und wesentlich verstär­ ken, bei einer Tendenz zu Intraoperationshypotonie kann er das Verhältnis der Öffnungs- und Schließungs­ zeiten der Seitenöffnung des unbeweglichen Teils 2 während des Arbeitsspiels verändern, und bei einer Arbeit in Retinanähe kann er die Bewegung des Verstell­ teils 3 verzögern, wodurch Traktioneneinwirkungen an der Retina herabgesetzt werden.
Der Chirurg kann das zu operierende Gewebe durch das chirurgische Gerät 1 mit seiner Schneidkante 25 bzw. 27 in bestimmten Dosen fest einklemmen, den fest ein­ geklemmten Abschnitt des Gewebes in die erforderliche Stellungslage herabziehen, beispielsweise die fibröse Membran von der Retina wegstellen, um diesen durch weiteres Drücken am Fußhebel 13 gefahrlos abzuschnei­ den. Darüber hinaus kann der Chirurg die Fremdkörper mittels der Pinzette 33 mit unterschiedlicher Kraftbe­ lastung am Körper ergreifen, was beim Ergreifen von gebrechlichen Fremdkörpern von besonderer Bedeutung ist. Der Chirurg kann außerdem durch Druck am Fuß­ hebel 13 die Seitenöffnung des unbeweglichen Teils 2 zuhalten, was zur Aufrechterhaltung der Bilanz zwi­ schen dem Abfluß der Flüssigkeit aus dem Auge und dem Zufluß dieser Flüssigkeit über ein anderes zusätzlich angewandtes Gerät von Wichtigkeit ist. Falls notwendig kann der Chirurg auch das Gerät, beispielsweise das Vitreotom gegen Schere 36 bzw. Röhrenpinzette 33 und umgekehrt schnell auswechseln. Die hohe Schnellwirkung des hydraulischen Antriebes gibt dem Chirurgen die Möglichkeit, auch auf Veränderungen der intraokularen Situation schnell zu reagieren. In diesem Zusammenhang nimmt die Wirksamkeit des chirurgischen Eingriffs im wesentlichen zu, indem der Chirurg die vor der Opera­ tion gestellten, anatomischen Aufgaben praktisch immer lösen kann.
Weiterhin ist die Gefahr beseitigt, daß die Anweisung­ en des Chirurgen von einer Fachkraft nicht rechtzeitig und nicht genau ausgeführt werden, die notfalls die Arbeitsweise des Geräts 1 an einem nicht abgebildeten Steuerpult verändern muß.
Es ist zudem die Gefahr eines Gerätbruches im Laufe der Operation minimal, da keine verwickelte elektri­ sche Schaltung und kein System von Pneumoklappen ange­ wandt werden. Darüber hinaus fehlt auch die Abhängig­ keit von einer Elektronetzspeisung, durch die unerwar­ tete Unterbrechungen durchaus möglich sind. Alle er­ wähnten Faktoren verringern die Gefahr der chirurgi­ schen Operation.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist auch keine sperrigen Einheiten wie Stromerzeugungsanlage oder Steuerpult auf. Dadurch ist es möglich, die Abmessun­ gen des Geräts so stark zu verringern, daß es praktisch ein Taschengerät geworden ist. Durch den kompakten Aufbau des erfindungsgemäßen Geräts wird sein Anwen­ dungsbereich wesentlich erweitert, wodurch das Gerät für die auswärtige Notfallchirurgie sehr wertvoll ist.

Claims (9)

1. Ophthalmologische Vorrichtung mit einem in die Au­ genhöhle eines Patienten einzuführenden chirurgischen Gerät (1), das zwei koaxiale, gegeneinander verstell­ bare Teile, einen unbeweglichen Teil (2) und einen verstellbaren Verstellteil (3) aufweist, wobei der unbewegliche Teil (2) mit einem Gehäuse (4) gekoppelt ist und der Verstellteil (3) mit einem eine Druckvor­ richtung aufweisenden Antrieb verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb eine ge­ schlossene Hydraulikanlage ist, die die Verstellung des Verstellteils (3) bezüglich des unbeweglichen Teils (2) bewirkt.
2. Ophthalmologische Vorrichtung nach Anspruch 1, wo­ bei der Antrieb eine mit dem Verstellteil (3) gekoppel­ te Wellrohrmembran (5) aufweist, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die geschlossene Hydrau­ likanlage einen in der Druckvorrichtung angeordneten Faltenbalg (7) enthält und die Wellrohrmembran (5) innerhalb des Gehäuses (4) angeordnet ist.
3. Ophthalmologische Vorrichtung nach Anspruch 2, da­ durch gekennzeichnet, daß ein aus dem unbeweglichen Teil (2) herausragendes Stirnende (6) des Verstellteils (3) gegen das Stirnende der inner­ halb des Gehäuses (4) angeordneten Wellrohrmembran (5) drückt.
4. Ophthalmologische Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellteil (3) bezüglich der innerhalb des Gehäuses (4) angeordne­ ten Wellrohrmembran (5) durch eine auf ihm aufge­ setzte Feder (8) belastet wird.
5. Ophthalmologische Vorrichtung nach einem der An­ sprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeich­ net, daß der Faltenbalg (7) zwischen zwei Flächen (14, 15) eingesetzt ist, die die Druckeinrichtung als Fußhebel (13) ausbilden.
6. Ophthalmologische Vorrichtung nach einem der An­ sprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das chirurgische Gerät (1) demontierbar ist, wobei das Stirnende (32) der Wellrohrmembran (5) die Trenn­ ebene bildet, gegen die der Verstellteil (3) drückt.
7. Ophthalmologische Vorrichtung nach einem der Ansprü­ che 4 bis 6, wobei der unbewegliche Teil (2) und der Verstellteil (3) als Röhre ausgebildet sind, von denen die innenliegende Röhre einen Abzweigstutzen (9) auf­ weist, der zum Herausführen von Geweben aus dem Auge des Patienten dient und an dem herausragenden Ende (6) des Verstellteils (3) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Verstell­ teil (3) aufgesetzte Feder (8) gegen ein Anschlagstück drückt, das von dem Abzweigstutzen (9) gebildet wird.
8. Ophthalmologische Vorrichtung nach Anspruch 6, da­ durch gekennzeichnet, daß das demontierbare chirurgi­ sche Gerät als Pinzette (33) ausgebildet ist.
9. Ophthalmologische Vorrichtung nach Anspruch 6, da­ durch gekennzeichnet, daß das chirurgi­ sche Gerät als Schere (36) ausgebildet ist.
DE19883831282 1988-09-23 1988-09-14 Ophthalmologische vorrichtung Withdrawn DE3831282A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB8822452A GB2222952A (en) 1988-09-23 1988-09-23 Ophthalmologlcal device

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3831282A1 true DE3831282A1 (de) 1990-03-15

Family

ID=10644165

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19883831282 Withdrawn DE3831282A1 (de) 1988-09-23 1988-09-14 Ophthalmologische vorrichtung

Country Status (3)

Country Link
DE (1) DE3831282A1 (de)
FR (1) FR2635971A1 (de)
GB (1) GB2222952A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2207090C2 (ru) * 2001-02-14 2003-06-27 Андреев Юрий Владиславович Аспирационно-ирригационный аппарат для офтальмохирургических операций

Families Citing this family (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB9017784D0 (en) * 1990-08-14 1990-09-26 Mahmud Ahmed S D Disposable capsulotomy knife with suction for extra-capsular cataract extraction
NL9401044A (nl) * 1994-06-23 1996-02-01 Ophtec Bv In situ destructie van een ooglenskern.
US5916165A (en) * 1997-11-06 1999-06-29 Invasatec, Inc. Pneumatic controller and method
US6780170B2 (en) 2002-05-15 2004-08-24 Liebel-Flarsheim Company Hydraulic remote for a medical fluid injector
CN111513916A (zh) * 2020-04-30 2020-08-11 江西省人民医院 一种眼科手术用取硅油装置

Family Cites Families (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4368734A (en) * 1978-01-27 1983-01-18 Surgical Design Corp. Surgical instrument
GB2018601A (en) * 1978-03-28 1979-10-24 Microsurgical Administrative S Surgical cutting apparatus
US4314560A (en) * 1979-11-28 1982-02-09 Helfgott Maxwell A Powered handpiece for endophthalmic surgery
US4530359A (en) * 1983-02-08 1985-07-23 Helfgott Maxwell A Ophthalmic perforating instrument and surgical method employing said instrument
US4634420A (en) * 1984-10-31 1987-01-06 United Sonics Incorporated Apparatus and method for removing tissue mass from an organism
US4757814A (en) * 1985-02-28 1988-07-19 Alcon Laboratories, Inc. Proportional control for pneumatic cutting device
US4674502A (en) * 1985-09-27 1987-06-23 Coopervision, Inc. Intraocular surgical instrument
US4696298A (en) * 1985-11-19 1987-09-29 Storz Instrument Company Vitrectomy cutting mechanism
US4753234A (en) * 1986-11-03 1988-06-28 Miguel Martinez Surgical cutting instrument having a offset probe for ophthalmic surgery

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2207090C2 (ru) * 2001-02-14 2003-06-27 Андреев Юрий Владиславович Аспирационно-ирригационный аппарат для офтальмохирургических операций

Also Published As

Publication number Publication date
GB8822452D0 (en) 1988-10-26
GB2222952A (en) 1990-03-28
FR2635971A1 (fr) 1990-03-09

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0596314B1 (de) Ophthalmologisches Aspirations- und Irrigationssystem
DE69332440T2 (de) WECHSELLADESYSTEM FüR KASSETTEN FÜR EIN CHIRURGISCHES INSTRUMENT
DE69233382T2 (de) Dissektomieinstrumente für die Wirbelsäule
DE4012882C2 (de)
DE2741663C2 (de) Schneidvorrichtung für Augenhornhaut
EP1126805B1 (de) Medizinisches instrument zur phacoemulsifikation
DE60300196T2 (de) Rotierender Gelenkarm für eine chirurgische Ablage
DE3851743T2 (de) Chirurgisches Schneidinstrument.
DE3382657T2 (de) Eine versammlung von kassetten fuer ein mikrochirurgisches system.
DE69315426T2 (de) Handstück für die mikrochirurgie mit einer flexiblen und lenkbaren absaugspitze
DE3630203C2 (de)
DE69021464T2 (de) Verbesserter chirurgischer Wundspreizer.
DE60307257T2 (de) Manipulator für ein instrument zur minimalinvasiven chirurgie und instrument dafür
DE60004818T2 (de) Gleichzeitiiges injektieren sowie absaugen von viskosen, chirurgischen flüssigkeiten
DE69209813T2 (de) Absaugrohr zur Verwendung bei chirurgischen Eingriffen
DE60025694T2 (de) Mikrokeratomieeinrichtung für die Hornhautchirurgie mit Laser
DE69226426T2 (de) Laserabgabevorrichtung
DE19955592A1 (de) Gewebe-Exzisions- und -Schneidevorrichtung und dazugehöriger Forzeps
DE102007044790A1 (de) Einhandgerät für die Augenchirurgie
DE60301121T2 (de) Chirurgischer Werkzeughalter
DE9190051U1 (de) Vorrichtung zur Schaffung erhöhter Gewebefragmentierung und/oder Hämostase
DE60008439T2 (de) Gleichzeitiges, chirurgisches Injektieren sowie Absaugen mit Pedalsteuerung
EP3295906A1 (de) System zum durchführen einer phakoemulsifikation
DE60031850T2 (de) Vorrichtung zur Chirurgie der Augenhornhaut
DE102016105907A1 (de) Chirurgisches Roboter-Instrumenten-System

Legal Events

Date Code Title Description
8139 Disposal/non-payment of the annual fee