DE3831172A1 - Verfahren und vorrichtung zur (momenten-) ansteuerung eines hydraulischen antriebs, insbesondere eines schwenkantriebes fuer einen hydraulikbagger od. dgl. - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur (momenten-) ansteuerung eines hydraulischen antriebs, insbesondere eines schwenkantriebes fuer einen hydraulikbagger od. dgl.Info
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Momentansteuerung,
also zum Ansteuern eines in einem Hydraulikkreis mit lastunabhängig
gesteuerter Antriebsanordnung (Load-Sensing-System
oder kurz LS-System) angeordneten hydraulischen Antriebes,
insbesondere eines Schwenkantriebes für einen Bagger od. dgl.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung bzw.
Einrichtung zum momentenmäßigen Ansteuern eines in einem
Hydraulikkreis mit lastabhängig gesteuerter Antriebsanordnung
angeordneten, eine Hydraulikpumpe aufweisenden,
hydraulischen Antriebes für wenigstens zwei Verbraucher
eines hydraulisch zu betätigenden Gerätes, insbesondere
eines Schwenkantriebes für einen Bagger, Kran, od. dgl.,
von denen wenigstens ein Verbraucher ein Sonderverbraucher
ist, der in wenigstens einer Betriebsphase eine Leistungsanforderung
mit einer im Verhältnis zu dem (den) anderen
Verbraucher(n) verminderten Durchflußmenge bei relativ
hohem Druck aufweist, mit einer LS-Steuer- bzw. Regeleinrichtung,
mittels welcher die von den einzelnen Verbrauchern
jeweils benötigte, sich jeweils aus dem Öldruck
und der Durchflußmenge bestimmende Leistung zu messen und
über einen Steuerschieber od. dgl. als jeweilige Soll-Leistung
als Steuergröße an den LS-Regler des Hydrauliksystems
derart zu signalisieren ist, daß dieses jeweils
nur die (insgesamt) erforderlich (Hydraulik-)Leistung
erzeugt.
Für hydraulische Antriebssysteme von Baggern, Kranen u. dgl.,
die jeweils wenigstens einen, normalerweise aber mehrere
Verbraucher (z. B. Dreh- oder Schwenkantrieb, Zusatzantriebe
für ein Greifer-Drehen, Fräseinsätze, Hydrohammer-Betrieb etc.)
aufweisen (und überdies für bestimmte Aufgaben wie bspw. den
Schließdruck für einen Greifer besondere Anforderungen stellen),
ist es an sich bekannt, zur Erhöhung der Effizienz ein - wie
oben bereits kurz beschrieben - Load-Sensing-System (LS-System)
vorzusehen, mit dem grundsätzlich zu erreichen ist, daß der
Hydraulikantrieb (nach entsprechender Abfrage des Verbrauchers/
der Verbraucher, der/die sich gerade in Betrieb befindet/befinden)
jeweils nur diejenige Leistung abgibt, die von dem
gerade in Betrieb befindlichen Verbraucher/den gerade in
Betrieb befindlichen Verbrauchern benötigt wird.
Dieses LS-System hat sich bei Verbrauchern wie bspw. Hubantrieben
zum Anheben und Absenken einer Last u. dgl. an sich
bestens bewährt.
Weist ein Gerät wie bspw. ein Bagger aber - wie dieses der
Regelfall ist - mehrere Verbraucher auf, von denen (wenigstens)
ein Verbraucher ein vor- und nachstehend als Sonderverbraucher
bezeichneter Verbraucher ist, wie er unmittelbar nachfolgend
sogleich definiert wird, so bleibt das LS-System bzgl. diesen/dieser
Verbraucher weitgehend bzw. völlig ineffizient.
Ein derartiger Sonderverbraucher ist bspw. das Schwenkwerk
bzw. der Schwenkantrieb eines Baggers oder Kran. Denn bei
einem derartigen Schwenkantrieb sind die Last- und Leistungsverhältnisse
bekanntlich und ersichtlich bspw. verglichen
mit einem Hubantrieb völlig anders, da beim Schwenken eines
Baggers aus dem Stand zunächst einmal zwecks (Massen-)Beschleunigung
zur Erzielung eines hinreichend großen (Dreh-)-Momentes
ein relativ hoher Druck von bspw. 300 bar erforderlich
ist bzw. gewünscht wird, während die Durchflußmenge zunächst
(extrem) klein ist, also bspw. nur wenige Liter beträgt (da
die Bewegung zunächst sehr klein ist), während sie bspw. für
ein Hubwerk das Hundertfache und mehr betragen kann.
Das hat bisher zur Folge, daß bei Verwendung des an sich
außerordentlich vorteilhaften LS-Systems bzgl. derartiger
Sonderverbraucher Kraftstoff vergeudet wird, da das Hydrauliksystem
auch an diese Sonderverbraucher eine Durchflußmenge
je Zeiteinheit liefert, die den übrigen Verbrauchern entspricht.
Diese unnötige Förderung von Hydrauliköl, die
an den entsprechenden Sonderverbraucher abgeleitet werden
muß, führt darüber hinaus zu einer unnötigen Erwärmung mit
den bekannten Nachteilen.
Es kommt hinzu, daß die Kapazität des gesamten Hydrauliksystems
entsprechend groß dimensioniert werden muß, da auch
den Sonderverbrauchern während des Betriebes eine entsprechend
große Durchflußmenge zugeführt wird (auch wenn diese nicht
"verwertet" werden kann).
Im übrigen ist bei Parallelbetrieb mehrerer Verbraucher, hier
also wenigstens eines Normalverbrauchers und eines Sonderverbrauchers,
die Lastunabhängigkeit nicht gewährleistet,
d. h. also eine gegenseitige Beeinflußung.
Es wäre zwar denkbar, für derartige Sonderverbraucher gesonderte
Hydraulikantriebe einzusetzen, doch wäre dieses
ersichtlich mit einem nicht vertretbaren Aufwand verbunden,
der sich allein in dem Investitionsaufwand erschöpft, sondern
auch entsprechenden Platzbedarf hat, entsprechende Wartungs-
und Reparaturarbeiten erfordert etc. etc.
Der vorliegenden Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde,
die bekannten Verfahren und Vorrichtungen der eingangs
beschriebenen Gattung dahingehend zu verbessern, daß
es bei Geräten mit wenigstens einem Sonderverbraucher in
obigem Sinne zu einer (beachtlichen) Kraftstoffersparnis,
zu einer geringeren Erwärmung des Hydrauliköls und dabei
gleichsam zu einer Nutung der beim Stand der Technik aufgetretenen
Verluste kommt, wobei die Lastunabhängigkeit
bei Parallelbetrieb mehrerer Verbraucher (einschließlich
Sonderverbraucher) gewährleistet sein und außerdem sichergestellt
sein soll, daß es im LS-Steuerkreislauf bis zu
der eingestellten maximalen Schwenkdruckhöhe nicht zu einer
Verfälschung kommt.
Die Lösung des verfahrensmäßigen Teils dieser Aufgabe ist
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gekennzeichnet,
während der vorrichtungsmäßige Teil der
obigen Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruches 2 gekennzeichnet ist.
Bevorzugte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen und werden - wie
die Erfindung insgesamt - nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
unter Bezugnahme auf eine Zeichnung noch weiter
erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine stark schematisierte Darstellung
der erfindungsgemäßen Anordnung, welche
im wesentlichen einen als Schwenkmotor
für einen Hydraulikbagger eingesetzten
Hydraulikantrieb, eine darunter angeordnete
Schwenksektion (nachstehend auch
mit Anschlußbauteil bezeichnet), eine
unter dieser angeordnete Zwischenplatte
sowie eine unter der Zwischenplatte
angeordnete Grund- oder Anschlußplatte
und - lediglich gestrichelt angedeutet -
den betreffenden Bagger zeigt;
Fig. 2 die zwischen dem Anschlußbauteil (Schwenksektion)
und der Grund- oder Anschlußplatte
gemäß Fig. 1 angeordnete Zwischenplatte
in Richtung des Teiles II in Fig. 4 gesehen;
Fig. 3 die Zwischenplatte gemäß Fig. 2 in Richtung
des Pfeiles III in Fig. 2 gesehen;
Fig. 4 die Zwischenplatte gemäß den Fig. 2 und 3
in Richtung des Pfeiles IV in Fig. 2 gesehen;
Fig. 5 ein Schaltschema der Zwischenplatte gemäß
den Fig. 2 bis 4; und
Fig. 6 eine etwas idealisierte Kurvendarstellung,
welche die Abhängigkeit der Rotationsgeschwindigkeit
und/oder der Durchflußmenge
vom Schwenkwinkel zeigt.
Fig. 1 zeigt in einer schematischen Darstellung einen bei einem
angedeuteten Hydraulikbagger 1 als Schwenkmotor vorgesehenen
Hydraulikantrieb 2, der u. a. eine Axialkolben-Regelpumpe 3
aufweist und mit zwei Leitungen 4 und 5 mit einem Anschlußbauteil
(Schwenksektion) 6 verbunden ist, welche über eine
erfindungsgemäß vorgesehene Zwischenplatte 7 mit einer
Grund- oder Anschlußplatte 8 am Bagger 1 befestigt ist.
Die Leitung 4 liegt (ebenso wie die Leitung 5) im Signalweg
vom Verbraucher und führt (s. Fig. 1) zu einem im Anschlußbauteil
6 angeordneten Steuerschieber 9. Dabei ist die Leitung
4 gemäß dem Pfeilsymbol 10 über den (geöffneten) Steuerschieber
9 mit einer Leitung 11 verbunden, die zu einem ersten Druckminderventil
12 führt, welches in der Zwischenplatte 7 angeordnet
ist. Darüber hinaus weist die Zwischenplatte 7 noch
ein zweites Druckminderventil 13 auf, welches in entsprechender
Weise mit der Leitung 5 bzw. der ihr nachgeordneten Leitung 14
verbunden bzw. zu verbinden ist, wobei die Leitungen 11 und 14
jeweils in eine Leitung 15 münden, bei der es sich um eine
Sammelleitung für die LS-Signale handelt. Diese Leitung 15
führt zu dem nicht dargestellten LS-Regler.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel bzw. der vorgesehenen
Anwendung ist bspw. das Druckminderventil 12 dem
Betrieb "Schwenken nach links" und das Druckminderventil 13
den Betrieb "Schwenken nach rechts" zugeordnet.
Wie nachstehend unter Bezugnahme auf Fig. 6 erläutert werden
soll (die Kurvendarstellung ist ersichtlich vereinfacht bzw.
idealisiert, entspricht jedoch tatsächlich den tatsächlichen
Verhältnissen), nimmt die Drehgeschwindigkeit v rot mit zunehmendem
Schwenkwinkel ϕ von Null an linear zu, bis der Wert
erreicht ist.
Weiterhin ist aus Fig. 6 erkennbar, daß die jeweils erforderliche
Durchflußmenge Q proportional zur Drehgeschwindigkeit v rot
ist, daß also zunächst - wenn die Schwenkmasse von der
Drehgeschwindigkeit Null beschleunigt wird - nur sehr
wenig Hydrauliköl (allerdings bei einem möglichst hohen
Druck) benötigt wird, und daß die Durchflußmenge mit
steigender Drehgeschwindigkeit erst ansteigt, bis der
Wert Q max erreicht ist.
Die beim Stand der Technik einem derartigen Sonderverbrauch
zugeführte, für den Betrieb überflüssige Hydraulikölmenge
entspricht mithin dem schraffierten dreieckigen Feld. Sie
benötigt beim Stand der Technik unnötigen Kraftstoff, führt
zu einer Erwärmung des Hydrauliköls und zu weiteren Nachteilen
(s. o.).
Erfindungsgemäß wird nun angestrebt und erreicht, daß dem
im Sinne der obigen Definition einen Sonderverbraucher darstellenden
Schwenkungen jeweils nur so viel Durchflußmenge Q
zur Verfügung gestellt wird, wie dieser tatsächlich verbraucht
bzw. aufnimmt, wobei darüber hinaus aber - wie dieses den
praktischen Anforderungen entspricht - der Druck bei relativ
kleiner Durchflußmenge entsprechend groß ist, um ein hinreichend
großes Antriebsmoment zu Beschleunigungszwecken zu erzielen.
Dieses wird letztlich dadurch erreicht, daß in dem von
dem Sonderverbraucher (Schwenkwerk) über den Steuerschieber
9 zum LS-Regler führenden Signalweg 4, 10, 11, 15 bzw. 5,
14, 15, das jeweilige Signal bei Erreichen des am LS-Regler
eingestellten Druckes durch das Druckminderventil 12 bzw. 13
so verändert ("verfälscht") wird, daß der dem Sonderverbraucher
zugeführte bzw. zur Verfügung gestellte Druck erhöht und die
dem Sonderverbraucher zugeführte Hydraulik-Festmenge Q auf
diejenige Soll-Menge reduziert wird, die der Sonderverbraucher
jeweils gerade aufnehmen kann.
Zu diesem Zweck sind zwischen dem Steuerschieber 9 und dem
LS-Regler (zu dem die Ladung 15 führt) die bereits erwähnten
Druckminderventile 12 bzw. 13 angeordnet, und zwar in der
zwischen dem Hydraulikantrieb 2 und dem Bagger 1 angeordneten
Zwischenplatte 7.
Der Signalweg erfolgt mithin rückwärts vom Verbraucher über
die Leitung 4 (bzw. 5) über das LS-Steuergerät 6 zur Zwischenplatte
7 (genauer gesagt das Druckminderventil 12 bzw. 13)
zur Sammelleitung 15 für das LS-Signal, die zum LS-Regler
führt.
Die Signalverarbeitung erfolgt solange unverändert, d. h. ungedrosselt
bzw. "unverfälscht", wie das Druckminderventil 12
bzw. 13 voll geöffnet ist. Erst wenn das Druckminderventil
12 bzw. 13 durch Erreichen des eingestellten Druckniveaus
geschlossen wird, erfolgt dann eine "Verfälschung" des Signales,
die zur Eröffnung des Drucks der Pumpe 3 gegenüber dem LS-Druck
führt, wodurch die als Axialkolben-Regelpumpe ausgebildete
Pumpe 3 auf das Durchflußvolumen zurückgeschwenkt wird, welches
der betreffenden (Sonder-)Verbraucher jeweils tatsächlich in
dem jewweiligen Anschwenkmoment aufnehmen kann.
Die Druckminderventile 12 bzw. 13 besitzen hierfür jeweils
einen als Stößel 12′ ausgebildeten Schieber, der gegen die
Kraft einer Feder bzw. Federanordnung 16 wirkt, wobei bei
einer Nennweite der Leitungen des LS-Systems von 8 mm die
Federkonstante c eine Steifigkeit von nur 6 kp/mm aufweist,
also relativ weich ist.
Falls einmal ein Verbraucher einen höheren Lastdruck hat
als der Systemdruck (s. Leitung 15), so muß dieses höhere,
vom betreffenden Verbraucher angeforderte Drucksignal auf
das Steuergerät bzw. eine in diesem befindliche Druckwaage
rückwärts hineingegeben werden, um eine lastdruckunabhängige
Verteilung des Ölvolumens zu gewährleisten. Zu diesem Zwecke
ist dem Druckminderventil 12 bzw. 13 in der aus Fig. 1 erkennbaren
Weise ein Rückschlagventil 17 zugeordnet, wie
dieses auch aus dem Schaltschema gemäß Fig. 5 erkennbar ist.
Dabei kommt das Lastdrucksignal vom Verbraucher bei 11 an
und geht über das Druckminderventil 12 bzw. 13. Wird das
Druckniveau nicht erreicht, ist der Durchgang frei, wie
dieses in Fig. 5 angedeutet ist. Nach Erreichen des Druckniveaus
wird das Druckminderventil 12 bzw. 13 geschlossen
und erhöht die Druckdifferenz, die vorgegeben ist, durch den
Steuerschieber und schwenkt damit die Pumpe wieder zurück.
Bei höheren Lastdrucksignalen von parallel eingeschalteten
Verbrauchern muß das Signal eingegeben werden, damit
es auf der bereits erwähnten Druckwaage verarbeitet werden
kann, also durch die Leitung 18 bzw. 19. Das Druckminderventil
könnte man mithin auch als Differenzdruckventil
bezeichnen.
Es ist erkennbar, daß erfindungsgemäß eine ganz erhebliche
Kraftstoffersparnis zu erzielen ist, da die Beschleunigungsphasen
beispielsweise bei einem Schwenkwerk bzw. einem
Schwenkantrieb ja keineswegs selten sind. Vielmehr ist der
Beharrungsbetrieb bei erreichter Endgeschwindigkeit kurz
und es kommt häufig fünf- oder sechsmal je Minute zu einem
derartigen Schwenkvorgang (= Beschleunigungsvorgang).
Das hat, wie oben zumindest implizit bereits dargelegt worden
ist, eine entsprechend geringere Hydraulikölerwärmung zur
Folge, da die Sonderverbraucher jeweils nur so viel Hydrauliköl
erhalten, wie sie jeweils auch tatsächlich aufnehmen können.
I. ü. ergibt sich bei der erfindungsgemäßen Arbeitsweise und
Ausgestaltung der beachtliche Vorteil, daß dasjenige, was
beim Stand der Technik als Verlust verbucht werden mußte, hier
nutzbringend verwendet werden kann, daß also die Gesamtkapazität
einer derartigen Einrichtung entsprechend kleiner gehalten
werden kann, weil der/die Sonderverbraucher nicht unnötigerweise
mit Hydrauliköl beliefert zu werden brauchen, welches sie
überhaupt nicht benötigen.
Nicht zuletzt ist aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung
eine völlige Lastunabhängigkeit verschiedener Verbraucher
bei Parallelbetrieb gewährleistet, wobei nicht zuletzt auch
sichergestellt ist, daß die durch den LS-Steuerkreislauf
vorgegebene bzw. eingestellte Schwenkdruckhöhe so lange nicht
"verfälscht" wird, bis der maximale Schwenkdruck erreicht ist.
Bezugszeichenliste
(List of reference numerals)
(List of reference numerals)
1 Bagger
2 Hydraulikantrieb
3 (Axialkolben-Regel-)Pumpe
4 Leitung
5 Leitung
6 Anschlußbauteil (Schwenksektion)
7 Zwischenplatte
8 Anschlußplatte
9 Steuerschieber
10 Pfeil
11 Leitung
12 Druckminderventil (erstes) 12′ Stößel
13 Druckminderventil (zweites)
14 Leitung
15 Leitung
16 Feder(anordnung)
17 Rückschlagventil
18 Leitung
19 Leitung
2 Hydraulikantrieb
3 (Axialkolben-Regel-)Pumpe
4 Leitung
5 Leitung
6 Anschlußbauteil (Schwenksektion)
7 Zwischenplatte
8 Anschlußplatte
9 Steuerschieber
10 Pfeil
11 Leitung
12 Druckminderventil (erstes) 12′ Stößel
13 Druckminderventil (zweites)
14 Leitung
15 Leitung
16 Feder(anordnung)
17 Rückschlagventil
18 Leitung
19 Leitung
Claims (12)
1. Verfahren zum momentenmäßigen Ansteuern eines in einem
Hydraulikkreis mit lastunabhängig gesteuerter Antriebsanordnung
(LS-System) angeordneten hydraulischen Antriebes,
insbesondere eines Schwenkantriebes (= Sonderverbraucher)
für Bagger od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß in einer
von einem Sonderverbraucher über ein Steuerorgan wie
einen Steuerschieber (9) od. dgl. zum LS-Regler führenden
Signalweg (4, 10, 11, 15 bzw. 5, 14, 15) das jeweilige
Signal bei Erreichen des am LS-Regler eingestellten Druckes
so verändert wird, daß der dem Sonderverbraucher zugeführte
bzw. zur Verfügung gestellte Druck erhöht und die dem
Sonderverbraucher zugeführte Hydraulikflüssigkeitsmenge
auf diejenige Soll-Menge reduziert wird, die der Sonderverbraucher
jeweils aufnehmen kann.
2. Vorrichtung zum momentenmäßigen Ansteuern eines in einem
Hydraulikkreis mit lastunabhängig gesteuerter Antriebsanordnung
angeordneten, eine Hydraulikpumpe aufweisenden Hydraulikantriebes
für wenigstens zwei Verbraucher, von denen wenigstens einer
ein Sonderverbraucher eines hydraulisch zu betätigenden
Gerätes, insbesondere ein Schwenkantrieb für einen Bagger
od. dgl. ist, der in wenigstens einer Betriebsphase eine Leistungsanforderung
mit einer im Verhältnis zu anderen Verbrauchern
verminderten Durchflußmenge bei relativ hohem Druck aufweist,
mit einer LS-Regel- bzw. Steuereinrichtung, mittels welcher
dem Hydrauliksystem die von den einzelnen Verbrauchern jeweils
benötigte Leistung (Öldruck, Ölmenge) zu messen und über einen
Steuerschieber od. dgl. als jeweilige Soll-Leistung als Steuergröße
an den LS-Regler des Hydrauliksystems derart zu signalisieren
ist, daß dieses jeweils nur die (insgesamt) erforderliche Hydraulikleistung
erzeugt, zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Steuerschieber
(9) od. dgl. und dem LS-Regler wenigstens eine Druckmindereinrichtung
(12, 13) angeordnet ist, mittels derer bei
Erreichen des durch den LS-Regler eingestellten Druckniveaus
das LS-Signal dahingehend zu ändern ist, daß der dem Sonderverbraucher
zugeführte Druck gegenüber dem LS-Druck erhöht
und die dem Sonderverbraucher zugeführte Hydraulikflüssigkeitsmenge
auf diejenige (Soll-)Menge reduziert wird, die er
Sonderverbraucher jeweils aufnehmen kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Druckmindereinrichtung (12, 13) in einer zwischen dem
Hydraulikantrieb (2) und dem betreffenden Gerät (1) angeordneten
Zwischenplatte (7) od. dgl. angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Zwischenplatte (7) od. dgl. und dem
Hydraulikantrieb (2) ein den Steuerschieber (9) od. dgl.
enthaltendes Anschlußbauteil (8) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Druckmindereinrichtungen (12, 13) vorgesehen sind,
wobei die eine Druckmindereinrichtung (12) dem Sonderverbraucher
eine erste Bewegung (z. B. Schwenken nach links) erteilt und
die andere Druckmindereinrichtung (13) eine zweite Bewegung
(z. B. Schwenken nach rechts).
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren Ansprüchen 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmindereinrichtung ein
Druckminderventil (12, 13) ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das/die Druckminderventil(e) (12, 13) jeweils eine Federanordnung
(16) mit einer relativ weichen Federkennzahl aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Federanordnung (16) eines Druckminderventils (12, 13)
bei einer Nennweite der Leitungen des LS-Systems von ca.
6 bis 10 mm Durchmesser ca. 3 bis 12 kp/mm beträgt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Federkennzahl eines Druckminderventils (12, 13) bei einer
Nennweite von 8 mm Durchmesser ca. 6 kp/mm beträgt.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmindereinrichtung(en)
(12, 13) (jeweils) ein Rückschlagventil (17) aufweist (aufweisen).
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmindereinrichtung(en) (12, 13)
eigengesteuert ist (sind).
12. Verwendung eines Druckminderventils als Steuermittel
für ein hydraulisches System mit LS-Steuerung.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883831172 DE3831172A1 (de) | 1988-09-13 | 1988-09-13 | Verfahren und vorrichtung zur (momenten-) ansteuerung eines hydraulischen antriebs, insbesondere eines schwenkantriebes fuer einen hydraulikbagger od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883831172 DE3831172A1 (de) | 1988-09-13 | 1988-09-13 | Verfahren und vorrichtung zur (momenten-) ansteuerung eines hydraulischen antriebs, insbesondere eines schwenkantriebes fuer einen hydraulikbagger od. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3831172A1 true DE3831172A1 (de) | 1990-03-22 |
Family
ID=6362895
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883831172 Ceased DE3831172A1 (de) | 1988-09-13 | 1988-09-13 | Verfahren und vorrichtung zur (momenten-) ansteuerung eines hydraulischen antriebs, insbesondere eines schwenkantriebes fuer einen hydraulikbagger od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3831172A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19547696C1 (de) * | 1995-10-14 | 1996-11-21 | Orenstein & Koppel Ag | Verfahren und Einrichtung zur lastabhängigen automatischen Umschaltung mindestens eines hydraulischen Schwenkmotors einer mobilen Bau- oder Arbeitsmaschine |
| DE19833489A1 (de) * | 1998-07-24 | 2000-01-27 | Mannesmann Rexroth Ag | Hydraulische Schaltung |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2314280A1 (de) * | 1973-03-22 | 1974-09-26 | Weserhuette Ag Eisenwerk | Hydraulikschaltung zur verlustarmen druckbegrenzung |
-
1988
- 1988-09-13 DE DE19883831172 patent/DE3831172A1/de not_active Ceased
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2314280A1 (de) * | 1973-03-22 | 1974-09-26 | Weserhuette Ag Eisenwerk | Hydraulikschaltung zur verlustarmen druckbegrenzung |
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| DE19547696C1 (de) * | 1995-10-14 | 1996-11-21 | Orenstein & Koppel Ag | Verfahren und Einrichtung zur lastabhängigen automatischen Umschaltung mindestens eines hydraulischen Schwenkmotors einer mobilen Bau- oder Arbeitsmaschine |
| DE19833489A1 (de) * | 1998-07-24 | 2000-01-27 | Mannesmann Rexroth Ag | Hydraulische Schaltung |
| US6499296B1 (en) | 1998-07-24 | 2002-12-31 | Mannesmann Rexroth Ag | Hydraulic circuit |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: ATLAS WEYHAUSEN GMBH, 2870 DELMENHORST, DE |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: F15B 11/02 |
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| 8131 | Rejection |