DE3829739A1 - Redundanzanordnung fuer den informationstransfer in einem hierarchisch gegliederten sammelleitungsnetz - Google Patents
Redundanzanordnung fuer den informationstransfer in einem hierarchisch gegliederten sammelleitungsnetzInfo
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Description
Die Erfindungbetrifft eine Redundanzanordnung für den
Informationstransfer in einem hierarchisch gegliederten
Sammelleitungsnetz, bei dem an eine übergeordnete serielle
Sammelleitung mehrere unmittelbar nachgeordnete serielle
Sammelleitung über zwischengeschaltete Koppelstationen
angeschlossen sind, und ist insbesondere in
Automatisierungsanlagen mit einer Vielzahl dezentraler
intelligenter Funktionseinheiten, die über ein solches
hierarchisch gegliedertes Sammelleitungsnetz miteinander
verbunden sind, einsetzbar.
Die informationelle Verbindung dezentraler intelligenter
Funktionseinheiten in Automatisierungsanlagen wird
üblicherweise über Sammelleitungen realisiert, bi denen
der Informationstransfer im Zeitmultiplexbetrieb erfolgt.
Mit steigender Anzahl der über eine Sammelleitung zu
verbindenden Funktionseinheiten sind aus Zeit- und
Zuverlässigkeitsgründen netzartige Sammelleitungsstrukturen
entwickelt worden, bei denendie Verbindungen zwischen den
Knoten des Netzes jeweils Sammelleitungen sind.
Sammelleitungsnetze, bei denen zwischen jeweils zwei
angeschlossenen Funktionseinheiten mehrere Wege für den
Informationstransfer möglich sind, erfordern jedoch eine
relativ aufwendige Netzwerksteuerung. Wesentlich einfacher,
kostengünstiger und zuverlässige sind hierarchisch
strukturierte Sammelleitungsnetze zu realisieren, bei denen
an eine übergeordnete Sammelleitung mehrere nachgeordnete
Sammelleitungen über jeweils eine Koppelstation
angeschlossen sind und die Informationsflußrichtung im
Sammelleitungsnetz eindeutig festgelegt ist.
Ein solches hierarchisch aufgebautes Sammelleitungsnetz, das
aus ringförmigen Sammelleitungen besteht und bei welchem die
Hierarchieebenen durch Koppel-, Speicher- und Leitstationen
miteinander verbunden sind, ist in der DD-Patentschrift
2 48 447 beschrieben. Dabei arbeitet jede Koppel-,
Speicher- und Leitstation als gleichberechtigter Teilnehmer
gleichzeitig in zwei Sammelleitungen verschiedener
Hierarchieebenen und ermöglicht über mehrere Zwischenspeicher
den Informationstransfer zwischen diesen Ebenen.
Diese Lösung hat den Nachteil, daß die Zuverlässigkeit der
infromationellen Verbindung zwischen den einzelnen durch
eine gemeinsame Sammelleitung einer nachgeordneten
Hierarchieebene verbundenen Funktionseinheiten und der
hierarchisch unmittelbar übergeordneten Sammelleitung im
wesentlichen durch die Zuverlässigkeit der Koppel-, Speicher-
und Leitstation bestimmt wird. Bei Ausfall einer Koppel-,
Speicher- und Leitstation ist die informationelle
Verbindung zwischen allen Funktionseinheiten, die an die
betreffende nachgeordnete Sammelleitung angeschlossen sind,
und der übergeordneten Sammelleitung unterbrochen.
In Automatisierungsanlage auf Basis eines hierarchisch
gegliederten Sammelleitungsnetzes sind die Bedieneinrichtungen
und andere zentrale Funktionsgruppen üblicherweise in höheren
Hierarchieebenen angeordnet, so daß bei Ausfall einer Koppel-,
Speicher- und Leitstation in Abhängigkeit von der
Hierarchieebene mehr oder weniger große Teilbereiche
informationell von den Bedieneinrichtungen und anderen
zentralen Funktionsgruppen getrennt sind. Zwar können
abgetrennte Teilbereiche in einen autonomen Inselbetrieb
überführt werden, die Leistungsfähigkeit einer solchen
Automatisierungsanlage wird jedoch in der Regel unter der
bei vollständigem Anschluß der Funktionseinheiten an das
Sammelleitungsnetz liegen. Eine naheliegende Möglichkeit der
Erhöhung der Zuverlässigkeit würde in der doppelten Auslegung
der Koppelstationen bestehen, wobei diese in kalter oder
heißer Redundanz gleichberechtigt betrieben werden könte.
Im Vergleich zu den verhältnismäßig hohen Kosten wäre jedoch
der erreichbare Zuverlässigkeitsgewinn relativ gering.
Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die durch die
Erfindung zu lösende technische Aufgabe besteht darin, eine
Redundanzanordnung für den Informationstransfer bei infolge
eines Defektes unterbrochener informationeller Verbindung
zwischen einer übergeordneten und einer nachgeordneten
Sammelleitung in einem hierarchisch gegliederten
Sammelleitungsnetz zu schaffen, bei dem an die übergeordnete
serielle Sammelleitung mehrere unmittelbar nachgeordnete
Sammelleitungen über zwischengeschaltete Koppelstationen
angeschlossen sind.
Die Aufgabe wird gemäß den Ansprüchen 1 oder 6 gelöst. Die
abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung.
Die Aufgabe wird also dadurch gelöst, daß die nachgeordneten
Sammelleitungen mit Fehlerbeseitigungsvermögen zusätzlich
durch steuerbare Schalter untereinander verbunden sind, daß
den steuerbaren Schaltern Steuerrechner zugeordnet sind,
und daß an jeden Steuerrechner mindestens zwei mit
voneinander verschiedenen nachgeordneten Sammelleitungen in
Verbindung stehende Empfangseinrichtungen angeschlossen sind.
Um den Aufwand für die Redundanzanordnung und deren
Steuerung möglichst gering zu halten, ist es nach einer
Weiterbildung der Erfindung zweckmäßig, diese so zu
strukturieren, daß jeweils zwei nachgeordnete Sammelleitungen
einen gemeinsamen Steuerrechner aufweisen, der an diese
über jeweils eine Empfangseinrichtung angeschlossen ist
und über den die Schalter, welche die beiden nachgeordneten
Sammelleitungen miteinander verbunden, steuerbar sind.
In Sammelleitungsnetzen, welche Sammelleitungen mit passiver
Ankopplung der einzelnen Funktinseinheiten enthalten, wird
vorteilhafterweise nur jeweils ein steuerbarer Schalter zum
Verbinden von zwei Sammelleitungen mit passiver Ankopplung
benötigt.
In Sammelleitungsnetzen, welche Sammelleitungen mit aktiver
Ankopplung der Funktionseinheiten enthalten, sind diese
vorteilhafterweise jeweils durch zwei parallel angeordnete
steuerbare Schalter miteinander verbunden, wobei die
Reihenfolge der Anschlußpunkte der steuerbaren Schalter
bezüglich der Informationsflußrichtungen in den beiden
nachgeordneten Sammelleitungen entgegengesetzt ist.
Außerdem sind in den Sammelleitungen zwischen den
Anschlußpunkten der beiden steuerbaren Schalter steuerbare
Sammelleitungsschalter angeordnet. Die steuerbaren Schalter
und die Sammelleitungsschalter sind dabei vorzugsweise für
jeweils zwei miteinander verbundene Sammelleitungen an den
gleichen Steuerrechner angeschlossen.
Bei einer Unterbrechung der informationellen Verbindung
zwischen einer übergeordneten und einer nachgeordneten
Sammelleitung, z. B. infolge Ausfalls der Koppelstation,
wird also dieser Fehler über ein entsprechendes, hier nicht
näher erläutertes Diagnoseverfahren, durch ein zentrales
Überwachungsgerät, z. B. einen Wartenrechner in einer
dezentralen Automatisierungsanlage, festgestellt. Diese
zentrale Instanz, die über den Gesamtzustand des
Sammelleitungsnetzes, der angeschlossenen Funktionseinheiten
und Koppelstationen informiert ist, veranlaßt daraufhin über
eine noch intakte Koppelstation die physische Verbindung der
informationell vom Sammelleitungsnetz abgetrennten
Sammelleitung mit einer noch mit dem Sammelleitungsnetz in
Verbindung stehenden Sammelleitung. Dazu erhält der
Steuerrechner, durch welchen die betreffenden zusätzlichen
Schalter zum Verbinden der nachgeordneten Sammelleitungen
angesteuert werden, über die Sammelleitung und die mit
dieser verbundene Empfangseinrichtung eine entsprechende
Information. Gleichzeitig erhält auch die Koppelstation,
welche die nachgeordnete Sammelleitung, über die
hilfsweise der Informationstransfer erfolgt, mit der
übergeordneten Sammelleitung verbindet, diese Information,
welche diese Koppelstation, beispielsweise durch
Programmwechsel, zum Empfang und zur Transferierung der
umzuleitenden Informationen veranlaßt. Bei Sammelleitungen
mit aktiver Ankopplung der Funktionseinheiten werden
gleichzeitig mit dem Schließen der Schalter, die die
intakte und die informationell vom Sammelleitungsnetz
abgetrennte Sammelleitung miteinander verbinden, die
beiden Sammelleitungen zwischen den Anschlußpunkten der
Schalter durch Öffnen der über den zugeordneten
Steuerrechner angesteuerten Sammelleitungsschalter
unterbrochen, so daß die intakte Sammelleitung um die vom
Sammelleitungsnetz abgetrennte Sammelleitung physisch
verlängert wird.
Nach der vorgenommenen Zusammenschaltung der Sammelleitungen
erfolgt der Informationstransfer aller angeschlossenen
Funktionseinheiten mit den weiteren Funktionseinheiten des
Sammelleitungsnetzes über die intakte Koppelstation. Es ist
dabei notwendig, daß die Adressierung der Funktionseinheiten
im gesamten Netz eindeutig ist, d. h. daß jede Adresse nur
einer Funktionseinheit zugeordnet ist. Es ist sinnvoll, jede
Sammelleitung in der beschriebenen Weise mit mindestens
zwei benachbarten Sammelleitungen zu beschalten, so daß
drei verschiedene Verbindungsmöglichkeiten mit der
übergeordneten Sammelleitung bestehen.
Die Aufgabe kann auch erfindungsgemäß dadurch gelöst werden,
daß an jede nachgeordnete Sammelleitung mit
Fehlerbeseitigungsvermögen mindestens eine weitere Sende- und
Empfangseinrichtung angeschlossen ist, daß jeweils mindestens
zwei mit voneinander verschiedenen nachgeordneten
Sammelleitungen in Verbindung stehenden Sende- und
Empfangseinrichtungen ein gemeinsamer Koppelspeicher
zugeordnet ist, und daß jeder Koppelspeicher und jede an
diesen angeschlossene Sende- und Empfangseinrichtung mit
einem Steuerrechner verbunden sind.
Die bereits beschriebene zentrale Instanz veranlaßt auch
hier im Fehlerfall die hilfsweise Herstellung der
informationellen Verbindung zwischen der betreffenden
nachgeordneten und der übergeordneten Sammelleitung über
eine andere, informationell intakte, nachgeordnete
Sammelleitung (Horizontalkopplung). Dazu erhält der
Steuerrechner über die intakte nachgeordnete Sammelleitung
und die daran angeschlossene Sende- und Empfangseinrichtung
eine entsprechende Information, woraufhin dieser entsprechend
seiner Programmierung über die beiden an die nachgeordneten
Sammelleitungen angeschlossenen Sende- und Empfangseinrichtungen
den Informationstransfer zwischen diesen nachgeordneten
Sammelleitungen angeschlossenen Sende- und Empfangseinrichtungen
den Informationstransfer zwischen diesen nachgeordneten
Sammelleitungen organisiert. Die zu transferierenden
Informationen werden in einem Koppelspeicher
zwischengespeichert, wobei der Steuerrechner die
Speicherorganisation übernimmt. Jede der beiden Sende- und
Empfangseinrichtungen arbeitet im Zusammenwirken mit dem
Steuerrechner und dem Koppelspeicher als selbständiger
Teilnehmer in der jeweiligen nachgeordneten Sammelleitung
und ist über das im Steuerrechner enthaltene Programm
der Organisation des Informationstransfers auf den
Sammelleitungen, u. a. auch dem Verfahren für die
Zugriffssteuerung, angepaßt.
Gleichzeitig mit der beschriebenen Aktivierung der
Horizontalkopplung erhält die Koppelstation, welche die
nachgeordnete Sammelleitung, über die hilfsweise der
Informationstransfer erfolgt, mit der übergeordneten
Sammelleitung verbindet, eine entsprechende Information,
welche diese Koppelstation, beispielsweise durch
Programmwechsel, zum Empfang und zur Transferierung
der umgeleiteten Informationen veranlaßt.
Die Erfindung wird nachfolgend an drei Ausführungsbeispielen
unter Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 die erfindungsgemäße Redundanzanordnung in einem
Sammelleitungsnetz mit passiver Ankopplung der
Funktionseinheiten,
Fig. 2 die Redundanzanordnung in einem Sammelleitungsnetz
mit aktiver Ankopplung der Funktionseinheiten und
Fig. 3 eine weitere erfindungsgemäße Redundanzanordnung
mit aktiver Ankopplung der Funktionseinheiten.
Wie die Fig. 1 zeigt, sind an eine übergeordnete serielle
Sammelleitung 1 zwei nachgeordnete serielle Sammelleitungen
2, 3 über Koppelstationen 4, 5 angeschlossen. Die
nachgeordneten Sammelleitungen 2, 3 sind durch einen
steuerbaren Schalter 6 miteinander verbunden, der über
einen Steuerrechner 8 ansteuerbar ist. Der Steuerrechner 8
ist über Empfangseinrichtungen 9, 10 an die beiden
Sammelleitungen 2, 3 angeschlossen.
Bei intakter informationeller Verbindung beider
nachgeordneter Sammelleitungen 2, 3 mit der übergeordneten
Sammelleitung 1 ist der steuerbare Schalter 6 geöffnet.
Bei Unterbrechung der informationellen Verbindung zwischen
der übergeordneten Sammelleitung 1 und der nachgeordneten
Sammelleitung 2, beispielsweise infolge Ausfall der
Koppelstation 4, wird dieser Fehler in einer zentralen
Überwachungseinheit registriert und über die Sammelleitung 1,
die Koppelstation 5, die Sammelleitung 3 und die
Empfangseinrichtung 10 an den Steuerrechner 8 eine
Information gesendet, deren Empfang den Steuerrechner 8
zum Schließen des Schalters 6 veranlaßt. Damit ist die
informationselle Verbindung der an die Sammelleitung 2
angeschlossenen Funktionseinheiten mit der übergeordneten
Sammelleitung über die intakte Sammelleitung 3 und
Koppelstation 5 gegeben. Nach Behebung des Fehlers wird
in gleicher Weise der Ausgangszustand wieder hergestellt.
Fig. 2 zeigt die Redundanzanordnung in einem
Sammelleitungsnetz mit aktiver Ankopplung der
Funktionseinheiten. An die übergeordnete serielle
Sammelleitung 1 sind über die Koppelstationen 4, 5 die
beiden nachgeordneten seriellen Sammelleitungen 2, 3
angeschlossen, die ringförmig oder als gegenläufige
Linienstruktur die Funktionseinheiten der nachgeordneten
Hierarchieebene miteinander verbinden. Die nachgeordneten
Sammelleitungen 2, 3 sind durch parallel angeordnete
Schalter 6, 7 miteinander verbunden, wobei der erste
steuerbare Schalter 6 an die nachgeordnete Sammelleitung 2
bezüglicher der Informationsflußrichtung vor dem zweiten
steuerbaren Schalter 7 und an die nachgeordnete
Sammelleitung 3 bezüglich der Informationsflußrichtung
nach dem zwiten steuerbaren Schalter 7 angeschlossen
ist. Zwischen den Anschlußpunkten der Schalter 6, 7
ist in der nachgeordneten Sammelleitung 2 ein
steuerbarer Sammelleitungsschalter 11 und in der
nachgeordneten Sammelleitung 3 ein steuerbarer
Sammelleitungsschalter 12 angeordnet. Die Schalter 6, 7
und die Sammelleitungsschalter 11, 12 sind über den
Steuerrechner 8 ansteuerbar. Der Steuerrechner 8 ist
über die Empfangseinrichtungen 9, 10 an die beiden
nachgeordneten Sammelleitungen 2, 3 angeschlossen.
Bei intakter informationeller Verbindung beider
nachgeordneter Sammelleitungen 2, 3 mit der übergeordneten
Sammelleitung 1 sind die steuerbaren Schalter 6, 7 geöffnet
und die Sammelleitungsschalter 11, 12 geschlossen. Bei
Unterbrechung der informationellen Verbindung zwischen der
übergeordneten Sammelleitung 1 und der nachgeordneten
Sammelleitung 2, beispielsweise infolge Ausfalls der
Koppelstation 4, wird dieser Fehler in der zentralen
Überwachungseinheit registriert und über die
Sammelleitung 1, die Koppelstation 5, die nachgeordnete
Sammelleitung 3 und die Empfangseinrichtung 10 an den
Steuerrechner 8 eine Information gesendet, deren Empfang
den Steuerrechner 8 zum Schließen der beiden Schalter 6
und 7 und gleichzeitig zum Öffnen der beiden
Sammelleitungsschalter 11 und 12 veranlaßt. Durch diesen
Umschaltvorgang wird die nachgeordnete Sammelleitung 3 um
die Sammelleitung 2 und die daran angeschlossenen
Funktionseinheiten physisch verlängert und die informationelle
Verbindung ist über die Koppelstation 5 gegeben. Nach
Behebung des Fehlers wird durch Umschalten der Schalter 6,
7, 11, 12 über den Steuerrechner 8 der Ausgangszustand
wieder hergestellt.
Die Fig. 3 zeigt eine weitere Redundanzanordnung
entsprechend der Erfindung in einem hierarchisch
gegliederten Sammelleitungsnetz bestehend aus der
übergeordneten seriellen Sammelleitung 1 und den beiden
nachgeordneten seriellen Sammelleitungen 2, 3 mit aktiver
Ankopplung der Funktionseinheiten, wobei die nachgeordneten
seriellen Sammelleitungen 2, 3 über die Koppelstationen 4, 5
an die übergeordnete Sammelleitung 1 angeschlossen sind.
Die nachgeordneten Sammelleitungen 2, 3 enthalten jeweils
eine zusätzliche Sende- und Empfangseinrichtung 13, 14, die
mit einem Koppelspeicher 16 und einem Steuerrechner 15
verbunden sind. Der Koppelspeicher 16 ist über den
Steuerrechner 15 steuerbar.
Bei intakter informationeller Verbindung beider nachgeordneter
Sammelleitungen 2, 3 mit der übergeordneten Sammelleitung 1
erfolgt der Informationstransfer jeweils über die
Koppelstationen 4 und 5 analog Fig. 1 oder 2.
Bei Unterbrechung der informationellen Verbindung zwischen
der übergeordneten Sammelleitung 1 und der nachgeordneten
Sammelleitung 2, beispielsweise infolge Ausfalls der
Koppelstation 4, wird dieser Fehler ebenfalls in der
zentralen Überwachungseinheit registriert und über die
Sammelleitung 1, die Koppelstation 5, die Sammelleitung 3
und die Sende- und Empfangseinrichtung 14 an den
Steuerrechner 15 eine Information gesendet, deren Empfang
die hilfsweise informationelle Verbindung der beiden
nachgeordneten Sammelleitungen 2 und 3 über die beiden
Sende- und Empfangseinrichtungen 13, 13 und den Koppelspeicher
16 aktiviert. Außerdem wird die Koppelstation 5 für den
zusätzlichen Transfer der zwischen der Sammelleitung 2 und
der übergeordneten Sammelleitung 1 auszutauschenden
Informationen umprogrammiert. Der Informationstransfer
zwischen der übergeordneten Sammelleitung 1 und der
nachgeordneten Sammelleitung 2 geht danach folgendermaßen
vonstatten. Die von der übergeordneten Sammelleitung 1 für
die Sammelleitung 2 bestimmten Informationen werden
zusätzlich zu den die Sammelleitung 3 betreffenden
Informationen über die Koppelstation 5 auf die Sammelleitung
3 gesendet, von der Sende- und Empfangseinrichtung 14
empfangen und im durch den Steuerrechner 15 gesteuerten
Koppelspeicher 16 zwischengespeichert. Nach Erhalt des
Senderechts durch die Sende- und Empfangseinrichtung 13
werden die zwischengespeicherten Informationen
bestimmungsgemäß auf die Sammelleitung 2 gesendet.
Die von der Sammelleitung 2 für die übergeordnete
Sammelleitung 1 bestimmten Informationen werden von der
Sende- und Empfangseinrichtung 13 empfangen, im Koppelspeicher
16 zwischengespeichert und nach Erhalt des Senderechts durch
die Sende- und Empfangseinrichtung 14 zunächst auf die
Sammelleitung 3 gesendet und dann über die Koppelstation 5
der übergeordneten Sammelleitung 1 zugeführt.
Die sammelleitungsinterne Organisation des
Informationstransfers, die sich auf den einzelnen
Sammelleitungen 1, 2, 3 unterscheiden kann, wird durch die
Erfindung und deren Wirkung nicht verändert.
Diese Redundanzanordnung ist in gleicher Weise auch
anwendbar in Sammelleitungsnetzen mit passiver Ankopplung
der Funktionseinheiten bzw. in solchen Sammelleitungsnetzen,
die sowohl nachgeordnete Sammelleitungen mit aktiver als
auch solche mit passiver Ankopplung der Funktionseinheiten
aufweisen. Dazu sind lediglich die zusätzlichen Sende- und
Empfangseinrichtungen in bekannter Weise passiv
anzukoppeln.
Claims (6)
1. Redundanzanordnung für den Informationstransfer in einem
hierarchisch gegliederten Sammelleitungsnetz, bei dem
an eine übergeordnete serielle Sammelleitung mehrere
unmittelbar nachgeordnete serielle Sammelleitungen über
zwischengeschaltete Koppelstationen angeschlossen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die nachgeordneten
Sammelleitungen (2, 3) mit fehlerbeseitigungsvermögen
zusätzlich durch steuerbare Schalter (6, 7)
untereinander verbunden sind, daß den steuerbaren
Schaltern (6, 7) Steuerrechner (8) zugeordnet sind,
und daß an jeden Steuerrechner (8) zumindest zwei
mit voneinander verschiedenen nachgeordneten
Sammelleitungen (2, 3) in Verbindung stehende
Empfangseinrichtungen (9, 10) angeschlossen sind.
2. Redundanzanordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jeweils zwei nachgeordnete
Sammelleitungen (2, 3) einen gemeinsamen Steuerrechner
(8) aufweisen, der an diese über jeweils eine
Empfangseinrichtung (9, 10) angeschlossen ist und
über den die Schalter 66, 7), welche die beiden
nachgeordneten Sammelleitungen (2, 3) miteinander
verbinden, steuerbar sind.
3. Redundanzanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß jeweils zwei nachgeordnete
Sammelleitungen (2, 3) mit passiver Ankopplung der
Funktionseinheiten durch nur einen steuerbaren
Schalter (6) miteinander verbunden sind.
4. Redundanzanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß jeweils zwei nachgeordnete
Sammelleitungen (2, 3) mit aktiver Ankopplung der
Funktionseinheiten durch zwei parallel angeordnete
steuerbare Schalter (6, 7) miteinander verbunden
sind, wobei die Reihenfolge der Anschlußpunkte der
steuerbaren Schalter (6, 7) bezüglich der
Informationsflußrichtungen in den beiden
nachgeordneten Sammelleitungen (2, 3) entgegengesetzt
ist, und daß die nachgeordneten Sammelleitungen (2, 3)
zwischen den Anschlußpunkten der Schalter (6, 7)
steuerbare Sammelleitungsschalter (11, 12) enthalten.
5. Redundanzanordnung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die steuerbaren Schalter (6, 7)
und die steuerbaren Sammelleitungsschalter (11, 12)
an den gleichen Steuerrechner (8) angeschlossen sind.
6. Redundanzanordnung für den Informationstransfer in
einem hierarchisch gegliederten Sammelleitungsnetz,
bei dem an eine übergeordnete serielle Sammelleitung
mehrere unmittelbar nachgeordnete serielle
Sammelleitungen über zwischengeschaltete
Koppelstationen angeschlossen sind, dadurch
gekennzeichnet, daß an jede nachgeordnete Sammelleitung
(2, 3) mit Fehlerbeseitigungsvermögen mindestens eine
weitere Sende- und Empfangseinrichtung (13, 14)
angeschlossen ist, daß jeweils mindestens zwei mit
voneinander verschiedenen nachgeordneten Sammelleitungen
(2, 3) in Verbindung stehenden Sende- und
Empfangseinrichtung (13, 14) ein gemeinsamer
Koppelspeicher (16) zugeordnet ist, und daß jeder
Koppelspeicher (16) und jede an diesen angeschlossene
Sende- und Empfangseinrichtung (13, 14) mit einem
Steuerrechner (15) verbunden sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD30664987A DD264534A1 (de) | 1987-09-04 | 1987-09-04 | Redundanzanordnung fuer den informationstransfer in einem hierarchisch gegliederten sammelleitungsnetz |
| DD30665087A DD264535A1 (de) | 1987-09-04 | 1987-09-04 | Redundanzanordnung fuer den informationstransfer in einem hierarchisch gegliederten sammelleitungsnetz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3829739A1 true DE3829739A1 (de) | 1989-03-16 |
Family
ID=25748167
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883829739 Ceased DE3829739A1 (de) | 1987-09-04 | 1988-09-01 | Redundanzanordnung fuer den informationstransfer in einem hierarchisch gegliederten sammelleitungsnetz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3829739A1 (de) |
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- 1988-09-01 DE DE19883829739 patent/DE3829739A1/de not_active Ceased
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