DE3828002C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein pneumatisch arbeitendes Gas-
Druckregelgerät, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein solches Gasdruck-Regelgerät ist in der US-Patentschrift
33 60 198 beschrieben.
Bei diesem Gas-Druckregelgerät besitzt der Regler ein mit
einer Membran zusammenarbeitendes Verschlußglied, das den
Stelldruck für das Stellgerät verändert. Dabei besitzt dieses
Verschlußglied bzw. die Membran einen Abstandsbolzen, der auf
eine darunterliegende Membran wirkt, die in der Fläche größer
ist. Abgesehen davon, daß bei dieser Ausbildung die beiden
Membranen nicht fest miteinander gekoppelt sind, hat diese
größere Membran die Aufgabe, zu verhindern, daß evtl.
Druckerhöhungen zwischen diesen beiden Membranen auf die
Membran des Verschlußgliedes durchschlagen mit der Folge,
daß diese anfängt zu flattern.
Bei dem Gas-Druckregelgerät der eingangs genannten Art
handelt es sich um ein solches, bei dem die Öffnung des
Stellgliedes des Stellgerätes dadurch erreicht wird, daß der
Stelldruck durch den Regler unter den Wert des
Eingangsdruckes herabgesetzt wird; dies bedeutet, daß der vom
Regler erzeugte Stelldruck an die Eingangsseite gekoppelt
ist. Änderungen des Eingangsdruckes haben also auch
Stelldruckänderungen zur Folge, was wiederum eine
unerwünschte Änderung des Ausgangsdruckes bewirkt.
Die Regelgenauigkeit eines derartigen Reglers wird nun danach
bemessen, inwieweit er in der Lage ist, den Ausgangsdruck
unabhängig von Änderungen des Eingangsdruckes konstant zu
halten. Um dies zu erreichen, ist bekannt, einen derartigen
Regler mit einer Hilfsdruckstufe zu versehen, die die Aufgabe
hat, Änderungen des Eingangsdruckes so zu kompensieren, daß
derartige Änderungen des Eingangsdruckes nicht auch zu
Änderungen des Ausgangsdruckes führen.
Gas-Druckregelgeräte mit einer derartigen Hilfsdruckstufe
sind bauaufwendig und damit teuer.
Der Erfindung liegt demzufolge die Aufgabe zugrunde, den
Ausgangsdruck eines Gasdruckregelgerätes auch bei Änderungen
des Eingangsdrucks konstant zu halten, ohne daß hierfür der
Einsatz einer zusätzlichen Hilfsdruckstufe erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im Patentanspruch 1
gelöst.
Aus dem Buch "Der Regler" von Prof. Dr.-Ing A. Kühlenkamp
Deutsche Verlags-Anstalt, 1963, Seiten 71, 72 sind Druckregler
mit hydraulischen und pneumatischen Verstärkern bekannt.
Das Verstärkerventil selbst besteht aus einer mit der Membran
verbundenen Prallplatte und einer im Gehäuse fest
angeordneten Düse bestimmten Querschnittes und ist mit dem
Stelldruck beaufschlagt.
Durch die Vergrößerung der wirksamen Fläche der Membran, die
der auf der Seite des Verstärkerventils angeordneten Membran
gegenüberliegt, wird erreicht, daß durch den zwischen den
beiden Membranen befindlichen Druck eine Kraft erzeugt wird,
die der durch das Verstärkerventil erzeugten und auf die
andere Membran wirkenden Kraft entgegengesetzt ist.
Voraussetzung für den Druckaufbau zwischen den Membranen ist,
daß die Abströmleitung Drosselfunktion hat.
Da sowohl diese Kraft, als auch die von dem Verstärkerventil
auf die Membran aufgebrachte Kraft von der Höhe des
Eingangsdruckes und damit des Stelldruckes abhängt, wird bei
der Wahl einer entsprechenden Differenz der beiden
Membranflächen eine Kompensation der beiden Kräfte
stattfinden, was zum Ergebnis hat, daß bei einer Änderung des
Eingangsdruckes eine Änderung des Ausgangsdruckes nicht
stattfindet.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform ist die zweite
Drossel einstellbar. Hierdurch wird eine
Feinabstimmung des Druckausgleichs ermöglicht, weil sich
hierdurch der Druck zwischen dem Doppelmembransystem
durchflußabhängig und damit stelldruckabhängig verändern läßt
und somit Toleranzeinflüsse bei den Membranflächen
ausgeglichen werden können.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform
eines derartigen Gas-Druckregelgerätes dargestellt.
Das Gasdruckregelgerät 1 besteht aus einem in der
Regelstrecke angebrachten Stellgerät 2, sowie einem Regler 3,
der mit dem Stellgerät 2 durch die Stelldruckleitung 4
verbunden ist. Das Steuergas für die Energieversorgung des
Reglers 3 wird an der Eingangsseite des Gasdruckregelgerätes
1 entnommen und durch die Leitung 5 über die erste Drossel 6 dem
Regler 3 zugeführt; über die Abströmleitung 7 wird das
Steuergas an der Ausgangsseite wieder abgeführt.
Das Stellgerät 2 besteht aus dem Stellglied 8, das mit der
Stellmembran 9 verbunden ist.
Die Stellmembran 9 wird auf ihrer Unterseite 9a mit dem
Eingangsdruck Pe beaufschlagt; auf die Oberseite 9b dieser
Membran wirkt der Stelldruck Pst. Der Stelldruck ist geringer
als der Eingangsdruck Pe, da er über die Drossel 6 auf die
Oberseite 9b der Membran 9 geführt wird.
Das Stellglied 8 öffnet, wenn die Differenz zwischen
Eingangsdruck und Stelldruck einen bestimmten Wert
überschreitet.
Der Regler 3 besteht im wesentlichen aus einem insgesamt mit
10 bezeichneten Doppelmembransystem, das aus zwei
übereinander angeordneten Membranen 11 und 12 besteht, die
fest miteinander verbunden sind. Der Membran 12 sind hierbei
ein insgesamt mit 13 bezeichnetes Verstärkerventil
zugeordnet. Dabei wirkt der Stelldruck Pst auf eine von der
Düse 18 vorgegebene Fläche AD auf die mit der Membran 12
verbundene Prallplatte 14 ein. Von außen steht das
Doppelmembransystem 10 einerseits unter dem Ausgangsdruck Pa
und andererseits der Kraft FF der Sollwertfeder 15. Hierbei
stellt der Ausgangsdruck Pa den Ist-Wert dar, der mit dem
durch die Sollwertfeder 15 vorgegebenen Sollwert verglichen
wird. Differenzen zwischen Soll- und Ist-Wert führen durch
Änderung der Offenstellung des Verstärkerventils 13 zu einer
erforderlichen Stelldruckbeeinflussung und damit letztendlich
zur jeweils erforderlichen Offenstellung des Stellgliedes 8.
Für die Erläuterung der Funktionsweise des Reglers wird
zunächst davon ausgegangen, daß die wirksamen Flächen der
Membranen 11 und 12 des Doppelmembransystems 10 gleich groß
sind. Da sich die Wirkungsrichtung des Stelldruckes im
Verstärkerventil 13 zur Wirkungsrichtung der Sollwertfeder 15
addiert, ist der Gleichgewichtszustand des Reglers dann
gegeben, wenn der auf die Prallplatte 14 wirkende Stelldruck
(Pst × AD) und die Kraft FF der Sollwertfeder 15 gleich der
Kraft ist, die von dem Ausgangsdruck Pa auf die Membranfläche
AM der Membran 12 erzeugt wird; d. h. es gilt die Formel
Pa × AM = FF + Pst × AD
für den Gleichgewichtszustand.
Aus dieser Formel ist erkennbar, daß mit einer Änderung des
Stelldrucks Pst, die mit einer Änderung des Eingangsdruckes
Pe einhergeht, zwangsläufig auch eine unerwünschte Änderung
des Ausgangsdruckes Pa verbunden ist.
Um dieses zu verhindern, muß eine zusätzliche Kraft erzeugt
werden, die drei Bedingungen erfüllen muß:
sie muß gegen die Kraft gerichtet sein, mit der der Stelldruck die mit der Membran 12 verbundene Prallplatte beaufschlagt;
sie muß vom Betrag her so groß sein wie die durch das Verstärkerventil 13 auf die Membran 12 aufgebrachte Kraft (Pst × AD);
sie muß sich ebenfalls in Abhängigkeit des Eingangsdruckes verändern.
sie muß gegen die Kraft gerichtet sein, mit der der Stelldruck die mit der Membran 12 verbundene Prallplatte beaufschlagt;
sie muß vom Betrag her so groß sein wie die durch das Verstärkerventil 13 auf die Membran 12 aufgebrachte Kraft (Pst × AD);
sie muß sich ebenfalls in Abhängigkeit des Eingangsdruckes verändern.
Der Ausgangspunkt für Überlegungen, die zur Erzeugung einer
derartigen Kraft führen, ist, daß über die Drossel 6 dem
Stelldruckraum 17 bei höherem Eingangsdruck Pe mehr Gas
zuströmt, das über das Verstärkerventil 13 und die
Abströmleitung 7 wieder der Ausgangsseite zugeführt werden
muß. Wird nun in die Abströmleitung 7 eine zweite Drossel 16
eingebaut, erzeugt sie zwischen den Membranen einen Staudruck
P, dessen Höhe abhängig ist von der abströmenden Gasmenge und
somit abhängig ist von der Höhe des Eingangsdruckes bzw. des
Stelldruckes. Es ergibt sich dann, daß sich der Druck P
zwischen den Membranen 11 und 12 stelldruckabhängig
verändert. Wenn nun die Membran 11 eine um ΔAM größere
wirksame Fläche erhält als die Membran 12, (ΔAM=AM 11-AM 12),
dann entsteht aufgrund des Druckes P in dem Raum
zwischen den beiden Membranen 11 und 12 eine Kraft, die gegen
die Kraft gerichtet ist, die vom Stelldruck auf die mit der
Membran 12 verbundene Prallplatte 14 ausgeübt wird. Eine
Kompensation des Eingangsdruckes bzw. des Stelldruckes
erfolgt unmittelbar dann, wenn folgende Formel gilt:
P × ΔAM = Pst × AD.
Durch die Anordnung einer einstellbaren Drossel 16 in die
Abströmleitung 7 kann der Druck zwischen den Membranen 11 und
12 beeinflußt werden, so daß hierdurch auf einfache Weise
eine Feinabstimmung des Druckausgleichs möglich ist.
Claims (4)
1. Pneumatisch arbeitendes Gas-Druckregelgerät,
bestehend aus einem Stellgerät (2) und einem
Regler (3), wobei das Steuergas für die
Energieversorgung des Reglers (3) an der
Eingangsseite des Gas-Druckregelgerätes
entnommen, dem Regler (3) über eine erste
Drossel (6) zugeführt und durch eine
Abströmleitung (7) abgegeben wird, und daß
der ein Doppelmembransystem enthaltende
Regler (3) über eine zwischen der ersten Drossel (6) und
dem Regler (3) abzweigende Stelldruckleitung (4)
den Stelldruck (Pst) für das Stellgerät (2) liefert,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abströmleitung (7) mit der Ausgangsseite
des Gas-Druckregelgerätes verbunden ist,
daß das Doppelmembransystem (10) zwei
fest miteinander gekoppelte Membranen (11, 12)
mit unterschiedlichen großen Flächen aufweist,
daß zwischen den beiden Membranen (11, 12)
ein pneumtisch arbeitendes Verstärkerventil (13)
angeordnet ist, wobei das vom Stelldruck (Pst)
beaufschlagte Verstärkerventil (13) auf die eine Seite der
Membran (12)
mit der kleineren Fläche
wirkt, deren andere Seite durch den Ausgangsdruck (Pa)
beaufschlagt und wobei die Abströmleitung
(7) eine zweite Drossel (16) aufweist,
die so bemessen ist, daß in dem Raum
zwischen den Membranen (11, 12) ein Staudruck (P)
erzeugt wird.
2. Pneumatisch arbeitendes Gas-Druckregelgerät nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Membranen (11, 12) des Doppelmembransystems (10)
übereinander angeordnet sind.
3. Pneumatisch arbeitendes Gas-Druckregelgerät nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verstärkerventil (13) aus einer mit der Membran
(12) verbundenen Prallplatte (14) und einer Düse (18)
bestimmten Querschnittes besteht.
4. Pneumatisch arbeitendes Gas-Druckregelgerät nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die zweite Drossel
(16) einstellbar ist.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DE3828002A DE3828002A1 (de) | 1988-08-18 | 1988-08-18 | Pneumatisch arbeitendes gas-druckregelgeraet |
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| GB8918850A GB2223109B (en) | 1988-08-18 | 1989-08-18 | Gas pressure regulating means |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3828002A DE3828002A1 (de) | 1988-08-18 | 1988-08-18 | Pneumatisch arbeitendes gas-druckregelgeraet |
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| DE3828002A1 DE3828002A1 (de) | 1990-02-22 |
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ID=6361085
Family Applications (1)
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