DE3828069A1 - Selbstsensorische klemmvorrichtung - Google Patents
Selbstsensorische klemmvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Klemmvorrichtung mit einem
sensorgesteuerten, auf eine Beschleunigung bzw. Verzögerung und auf
Gurtzug ansprechenden, einen Sicherheitsgurt festklemmenden, verschiebbar
angeordneten Klemmkeil innerhalb eines Klemmgehäuses.
Klemmvorrichtungen für Gurte in Sicherheitsgurtsystemen sind bekannt. Sie
werden eingesetzt, um die Arretierung des Gurtbandes ohne nennenswerten
Wegverlust zu realisieren, z. B., um den Filmspuleneffekt im Aufroller zu
vermeiden. Das wesentliche Qualitätsmerkmal einer Klemmvorrichtung äußert
sich in einem minimalen Schlupf, d. h., in dem geringstmöglichen
Gurtauszug bis zur Maximallast. Ein geringstmöglicher Gurtauszug bedeutet
eine wirkungsvolle Rückhaltung der Insassen und z. B. eine Vermeidung des
Kopfaufpralls auf das Lenkrad.
Die Leistungskriterien einer Klemmvorrichtung sind:
- - hohe Belastungsfähigkeit
- - minimaler Schlupf - geringer Gurtauszug
- - selbsttätige Deblockierfähigkeit
- - einfacher konstruktiver Aufbau - kostengünstige Lösung
- - kleines Bauvolumen und
- - geringes Gewicht
- - keine Komfortbeeinträchtigung (z. B. durch Umlenkungen).
Mit der GB 10 05 301 ist eine von einem Aufroller unabhängige,
selbstsensorische Klemmvorrichtung gleicher Gattung bekannt geworden.
Über ein Hebelgestänge wird eine drehbare Druckwalze gegen das Gurtband
geführt. Diese Vorrichtung weist zwei gravierende Nachteile auf. Bei der
Zustellbewegung der drehbaren Druckwalze gegen das Gurtband entsteht ein
sehr großer Schlupf, bis das Gurtband zuverlässig geklemmt wird. Daraus
resultiert ein schlechter Klemmwirkungsgrad. Außerdem entsteht beim
Klemmen nur eine Linienbelastung. Die Druckwalze erzeugt gegen das
Gurtband eine hohe Quetschkraft mit einer Gurtrißgefahr. Nur eine sehr
niedrige sichere Belastungsfähigkeit ist die Folge.
Bei der DE-OS 32 42 783 ist durch die große Klemmfläche des Klemmkeiles
die spezifische Flächenpressung nicht mehr das Problem. Die beidseitig
des Gurtbandes - also auch an der statischen Druckfläche - angeordneten
reibintensiven Klemmbeläge haben eine nachteilige Wirkung auf die
Belastungsfähigkeit im Unfall. Der Lastaufbau (Kraftanstieg) erfolgt dann
schlagartig. Das Gurtband verhält sich bei einer schlagartigen
Verklemmung sehr sensibel. Insbesondere dann, wenn Relativbewegungen
unter hoher Reibung und hohem Druck stattfinden.
Die bei hoher Reibung auftretenden hohen Temperaturen (Reibungswärme wie
bei einer Bremse) schädigen das textile Gewebe des Gurtbandes mit der
Gefahr des Gurtrisses. Dies ist bei der Klemmeinleitung im Crashfall bei
der DE-OS 32 42 783 der Fall. Wenn sich der Keil in den Spalt schiebt,
findet bis zum Erreichen der maximalen Last eine Relativbewegung zwischen
dem Gurtband und dem feststehenden hochreibintensiven Klemmbelag statt.
Außerdem weist diese Vorrichtung keine selbsttätige Deblockierung auf.
Auch findet die Klemmeinrichtung mit einem relativ großen Schlupf statt,
da die Klemmfläche des Keils zum Gurtband nur aus einem glatten Reibbelag
besteht, der nicht sofort, sondern erst ab einem bestimmten Druck das
Gurtband sicher über reine Reibung halten kann. Der durch den
Anfangsschlupf bedingte große Gurtauszug bedingt einen ungünstigen
Klemmwirkungsgrad.
Bei der Klemmvorrichtung nach der EP 00 87 499 kann zwar davon ausgegangen
werden, daß eine selbsttätige Deblockierfähigkeit vorliegt, wenn die
Lagerung der vier Klemmhebel sorgfältig erfolgt und die geometrischen Daten
entsprechend gewählt werden. Der konstruktive Aufwand dieses Gerätes ist
aber sehr erheblich. Außerdem baut es durch die beidseitig des Gurtbandes
angebrachten Klemmorgane und das lange Sensorpendel sehr groß. Der
entscheidende Nachteil besteht aber darin, daß die
Ansprechempfindlichkeit nur beim Frontal- und Heckaufprall gegeben ist,
also nicht in alle Richtungen der Ebene, was sicherheitstechnisch
wünschenswert/erforderlich ist.
Ähnliches gilt auch für die DE-OS 34 23 081, die darüber hinaus auch noch
teure Permanentmagnete erfordert.
Ganz extrem aufwendig und insofern hinsichtlich eines Serieneinsatzes
nicht mehr realistisch ist der Vorschlag einer selbstsensorischen
Klemmvorrichtung gemäß der DE-OS 36 20 820.
Aus der US 43 60 171 schließlich wird die Problematik deutlich, die beim
Klemmen des Gurtbandes besteht, nämlich die Gefahr, das Gurtband als
tragendes Element im Sicherheitsgurt durch den Klemmvorgang zu
beschädigen und in seiner Belastungsfähigkeit zu beeinträchtigen.
Deswegen wird in der US 43 60 171 vorgeschlagen, statt des Gurbandes
ersatzweise ein Stahlseil zu verklemmen. Ähnliches wird auch in der DE-OS
22 34 157 vorgeschlagen. Bei sorgfältiger Abstimmung der Klemmperiferie
(Materialwahl, konstruktive Feinabstimmung, Reibpartner und
Klemmgeometrie) kann auf diesen zusätzlichen Aufwand verzichtet werden.
In der US 41 28 261 wird eine selbstsensorische Klemmvorrichtung
vorgeschlagen, die einen erheblichen Nachteil hinsichtlich des Komforts
aufweist. Die Gurtbandumlenkung von ca. 300° beeinträchtigt den
Tragekomfort des Gurtes (Schulterdruck) negativ. Außerdem wird nach ca.
100-200 Klemmungen das Gerät funktionsuntüchtig, da das Gurtband völlig
abgespult und die Triebfeder entspannt sein wird. Dies ergibt sich durch
den zu vermeidenden Schlupf des Gurtbandes auf der angetriebenen
Trommel.
Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, eine Klemmvorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, die die genannten Nachteile des
Standes der Technik vermeidet und folgende wünschenswerte Eigenschaften -
insbesondere auch im Hinblick auf eine Großserie - aufweist:
- - Ansprechempfindlichkeit in allen Richtungen der Ebene
- - kurze Gurtauszüge mit minimalem Schlupf im Lastfall
- - Schonende Klemmung des Gurtbandes ohne Beeinträchtigung, also sicher Belastungsfähigkeit
- - kleines Bauvolumen
- - einfacher, konstruktiver Aufbau, wenig Teile, kostengünstige Bauweise
- - geringes Gewicht
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichnungsteil des
Patentanspruches 1 und den Unteransprüchen angegebenen Maßnahmen gelöst.
Die vollständige Gleitbeschichtung des Klemmkeiles bewirkt einerseits ein
leichtgängiges Verfahren des Klemmkeiles und unterstützt somit auch die
Deblockierfähigkeit und andererseits einen schonenden Eingriff der
Klemmzähne in das textile Gewebe des Gurts. Dies wird durch die
Gleitbeschichtung der Funktionsflächen des Klemmergehäuses, also der
Schrägfläche und der Druckfläche, unterstützt. Insbesondere die
Gleitbeschichtung der Druckfläche, gegen die ja im Klemmfall mit einer
Relativbewegung das Gurtband gepreßt wird, bewirkt eine niedrige
Temperaturentwicklung und somit eine schonende Gurtklemmung, die die
Belastungsfähigkeit nicht beeinträchtigt. Die Klemmeinleitung erfolgt im
Unfall auf einfachste und direkte Weise durch zwei Sensorkugeln, die
zwischen Kegelflächen oder Kalotten des Klemmkeiles und eines Lagers
angeordnet sind. Die Verzögerungskräfte aus den Sensorkugeln und einer
zusätzlichen Sensormasse bewirken ein Auslenken der Sensorkugeln, woraus
ein Hub des Klemmkeiles entlang der Führungsflächen resultiert.
In Relation zu seiner Wirksamkeit ist ein Klemmkeil das kleinste,
einfachste und kostengünstigste Klemmorgan. Ebenso ist die Kugel das
einfachste und kostengünstigste Sensororgan. Auch die Realisierung der
Gleitparameter auf den Funktionsflächen durch ein automatisches Pulver-
oder Flüssigkeitsbeschichtungsverfahren stellt eine kostengünstige Lösung
für die Großserie dar.
Schließlich trägt auch die einstückige Bauausführung des Klemmergehäuses,
vorzugsweise aus einem Aluminium-Druckguß, zu einem preiswerten und
einfachen Geräteaufbau bei.
Die Verwendung eines Klemmkeiles als Klemmorgan und der Einsatz des
direkt wirkenden Kugelsensors garantiert eine kleinvolumige
Bauausführung, die im gesamten Bereich der B-Säule zwischen Aufroller und
Umlenker zum Einsatz gelangen kann.
Auch ermöglicht die Materialauswahl (Klemmkeil aus Kunststoff,
Klemmgehäuse aus Alu) ein geringes Gewicht der Vorrichtung.
Bezüglich der für einen Klemmer wichtigen Leistungskriterien ist neben
der bereits erwähnten hohen Belastungsfähigkeit die Klemmeinleitung auf
kürzestem Wege von außerordentlicher Bedeutung. Bei der
erfindungsgemäßen Klemmvorrichtung liegt der Gurtauszug, an der
Umlenkrolle gemessen, bis zur Last von 10 kN unter 5 mm. Das ist ein
hervorragender Wert. Wesentlichen Anteil an der Realisierung dieser Werte
hat die Klemmverzahnung, die im Klemmfall einen Reib-Formschluß mit dem
Gurtband eingeht. Dadurch kann der Schlupf vermieden werden, der bei
glattflächigen Reibbelägen zwangsläufig entsteht.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben.
Es zeigt
Fig. 1 die erfindungsgemäße Klemmvorrichtung im Schnitt,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung der Fig. 1,
Fig. 3 das Klemmsystem in einer Umlenk-Klemm-Vorrichtung.
Die Anordnung der selbstsensorischen Klemmvorrichtung 1 kann an jeder
Stelle der B-Säule zwischen Aufroller und Umlenker erfolgen. Bei den
heutigen, widerstandsarm ausgelegten Fahrzeugen ergeben sich wegen der
Reduzierung der Stirnflächen in mittlerer Höhe relativ stark abgeknickte
B-Säulen. Dieser Knick in der B-Säule, der ohnehin irgendeine Art
Gurtführung hinter der Verkleidung erfordert, ist eine bevorzugte
Anbringungsart für die erfindungsgemäße Klemmvorrichtung. Wie in der Fig.
1 dargestellt, verläuft dann das Gurtband 18 b von der Umlenkrolle 14
geführt schräg nach oben zum nicht dargestellten Umlenker.
Das einstückig, vorzugsweise aus Aluminium-Druckguß hergestellte
Klemmgehäuse 2 beinhaltet viele Funktionsteile. Die Befestigungsbohrungen
16, die dem Lasttransfer dienenden Stütznocken 17, die Druckfläche 8 mit
den Rippen 7, die einer Durchbiegung entgegenwirken, die Schrägfläche 9,
die ebenfalls mit Rippen 7′ zur Abstützung der Klemmlast ausgebildet ist,
sowie den Seitenwandungen 24, die die Achse 15 der Umlenkrolle 14 und die
Lagerung 13 halten.
Bei der Montage wird der Klemmkeil 3 von unten in das Klemmgehäuse 2
eingeführt. Dabei übernehmen Führungsleisten 22 an den Seitenwandungen
24, die in Nuten 23 des Klemmkeiles 3 eingreifen, die Führung. Ebenfalls
von unten wird sodann das Lager 13 mit den Sensorkugeln 10 in den
Kegelflächen 20′ und der zusätzlichen Sensormasse 11 in das Klemmgehäuse
2 eingeführt. Abschließend wird dann eine nicht dargestellte Zugfeder
zwischen Klemmkeil 3 und Lager 13 sowie die Umlenkrolle 14 eingesetzt.
Damit ist das Gerät bereits fertig montiert und einsatzbereit.
Im Unfall, z. B. einem Frontalaufprall, wirken - noch bevor sich der
Insasse durch den Stoß nach vorne bewegt - die Verzögerungen auf die
Massen der Sensorkugel 10 und der Sensormasse 11, die dadurch eine
Lageänderung erfahren. Das Auslenken der Sensorkugeln 10 in den
Kegelflächen 20 bewirkt einen Hub des Klemmkeiles gegen das Gurtband 18.
Die Spitzen der kegelförmigen Zähne 21 dringen dabei in das Gurtband ein.
Dieser Vorgang ist nach etwa 10 bis 15 Millisekunden abgeschlossen. Nach
etwa 20 Millisekunden wird der Insasse nach vorne geschleudert und zieht
dabei Gurtband aus. In der Klemmvorrichtung wird sowohl vom ausziehenden
Gurtband, als auch von den von unten nachdrückenden Sensormassen 10 und
11 der Klemmkeil 3 in seine endgültige Klemmposition verfahren. Der
horizontale Klemmweg des Klemmkeiles 3 beträgt dabei nur etwa 0,7 mm.
0,5 mm Eindringtiefe der Zähne 21 und etwa 0,2 mm Kompression des
Gurtbandes. Bei einem Klemmwinkel von 25° bedeutet das in vertikaler
Richtung eines Gurtauszug von nur 2 mm. Dieser theoretische Wert von 0,2 mm
bedeutet in der Praxis mit eventuellen Unwägbarkeiten (z. B. Dehnungen)
auf jeden Fall einen realistischen Wert von unter 5 mm bei einer Nennlast
von 10 kN.
Zur Reibminderung, Korrosionsvermeidung und Geräuschdämmung können die
Bohrungen in der Sensormasse 11 mit einer Gleitbuchse (12) ausgestattet
sein. Ebenso kann aus Gründen der Vermeidung von Klappergeräuschen
zwischen Klemmkeil 3 und Sensormasse 11 eine Kunststoffeder 25, z. B. in
Form einer Tellerfeder, angeordnet werden.
Ist der Gurtverlauf nach oben nicht gerade, wie bei 18 a, sondern schräg
nach oben, wie bei 18 b dargestellt, läßt sich auf einfache Art und Weise
in die Klemmvorrichtung eine Gurtbandsensitivität integrieren.
Die entstehende Gurtzugkraft in einem Unfall lenkt die Umlenkrolle 14,
entweder über eine Sollbruchstelle in der Achse 15 oder über eine
federbeweglich in einem Langloch 27 angeordneten Achse 15 aus, so daß das
Gurtband im oberen Bereich gegen die verzahnte Klemmfläche 5 des
Klemmkeiles 3 gelangt. Der Mitnahmeeffekt über die Zähne 21 reicht aus,
um die Klemmung einzuleiten.
Nach einem Unfall, wenn die Gurtzugkraft nachläßt, kehrt alles in seinen
Ausgangszustand zurück. Die selbsttätige Deblockierfähigkeit ist aufgrund
der Geometrie (Klemmwinkel), der Reibparameter und der Zugfeder
gewährleistet.
In speziellen Fällen kann es von Vorteil sein, die rückwärtige
Gleitfläche 4 des Klemmkeiles 3 mit kleinen Vertiefungen 28 (Taschen) zu
versehen, die eine Gleitsubstanz, vorzugsweise eine Trockengleitpaste,
aufnehmen können.
Wie die Fig. 3 zeigt, ist dieses Prinzip einer selbstsensorischen
Klemmeinleitung auch bei einem Umlenkklemmer 1′ anwendbar. Hierbei werden
zwei identische Klemmkeile 3′ übereinander mit den schrägen Gleitflächen
4′ zueinander in einem Gehäuse 2′ angeordnet. Das Gehäuse 2′ besteht aus
zwei Seitenschenkeln 32, die über einen Umlenksteg 33 und zwei
Gleit-Klemm-Wänden 34 miteinander verbunden sind, sowie einem
Befestgiungssteg 35 mit einer Bohrung 36. Eine Gleit-Klemm-Wand 34 ist
mit einem runden Umlenksteg versehen, der schräg verlaufend angeordnet
sein kann, um einen räumlich schrägen Gurtauszug zu ermöglichen. Mit
ihren Kegelflächen 20 liegen die Klemmkeile 3′ (oben und unten) gegen je
zwei Sensorkugeln 10 an. Sie sind von Sensormassen 11′ und 11′′ umgeben,
wobei die obere mittels Federn schwimmend aufgehängt sein kann.
Im Falle der Aktivierung werden die beiden Klemmkeile gegen das Gurtband
18 ausgelenkt. Es entsteht dabei ein Mitnahme- und
Selbstverstärkungseffekt, wenn das Gurtband 18 weiterhin ausziehend in
Richtung der Pfeile 38 belastet wird. Durch die beidseitige Klemmung
entsteht eine geringere spezifische Belastung für das Gurtband 18. Der
besondere Vorteil liegt in der schmalen Bauweise, die eine realistische
Einsatzmöglichkeit in der B-Säule des Kfz ermöglicht. Durch den gewählten
Keilwinkel (ca. 25°) und die Gleitbeschichtungen ist eine Deblockierung
in den Ruhezustand nach Lastrückgang und Einzug des Gurtbandes
gewährleistet.
Claims (14)
1. Selbstsensorische Klemmvorrichtung mit einem im Unfall ab
vorgegebenen Verzögerungswerten aktivierbaren Klemmelement,
welches über fahrzeugsensitive Auslöseglieder direkt in eine
Sperrstellung verfahrbar ist und die in Kombination mit einem
darunter angeordneten gurtband- und/oder fahrzeugsensitiv
sperrbaren Aufroller in einem Sicherheitsgurtsystem abhängig von
diesem wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Klemmkeil (3) mit Kegelflächen (20) auf zwei am äußeren Rand
angeordneten Sensorkugeln (10) aufliegt, die ihrerseits innerhalb
einer Sensormasse (11) angeordnet sind und in Kegelflächen (20′)
eines Lagers (13) ruhen.
2. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß im unteren Bereich des Klemmgehäuses (2) ein
Lager (13) angeordnet ist, in dessen Kegelflächen (20′) die
Sensorkugeln (10) lagern und das im Bereich des Gurtbandes (18)
einen Führungsschlitz aufweist, sowie das Gegenlager einer
Zugfeder (26) bildet, die den Klemmkeil (3) in Ruheposition hält.
3. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Klemmkeil (3) aus Kunststoff besteht,
vorzugsweise aus einem Duro mer und ganzflächig mit einer dünnen
Gleitbeschichtung, vorzugsweise auf PTFE-Basis, versehen ist.
4. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Klemmkeil (3) in einem einstückigen mit
widerstanderhöhenden Rippen (7, 7′) versehenen Klemmgehäuse (2)
verschiebbar und geführt gelagert ist, wobei mindestens die
Druckfläche (8) und die Schrägfläche (9) ebenfalls mit einer
dünnen Gleitbeschichtung versehen sind.
5. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Klemmfläche (5) des
Klemmkeiles (3) eine Abmessung von etwa 55 × 30 mm (Breite × Höhe)
aufweist und mit schiefachsigen Kegeln (21) verzahnt ist, die eine
Zahntiefe von etwa 0,5 mm haben.
6. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Druckfläche (8) und die
Schrägfläche (9) einen Winkel von etwa 25° bilden.
7. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß im oberen Gurtaustrittsbereich
des Klemmgehäuses (2) eine Umlenkrolle (14) angeordnet ist.
8. Klemmvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Achse (15) der Umlenkrolle
(14) als Sollbruchstelle ausgebildet ist und das Gurtband (18 b) ab
einer bestimmten Gurtzugskraft durch Wegbrechen der Achse (15)
gegen die Verzahnung (5) des Klemmkeiles (3) gelangt.
9. Klemmvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Achse (15) der Umlenkrolle
(14) federvorgespannt in Langlöchern (27) des Klemmgehäuses (2)
gelagert ist und das Gurtband (18 b) ab einer bestimmten
Gurtzugskraft durch Ausweichen der Umlenkrolle (14) gegen die
Verzahnung (5) des Klemmkeiles (3) gelangt.
10. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Klemmkeil (3) mit Nuten (23)
in Führungsleisten (22) der Seitenwände (24) des Klemmgehäuses (2)
geführt wird.
11. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die schräge Gleitfläche (4) des
Klemmkeiles (3) mit kleinen Vertiefungen (28) versehen ist zur
langfristigen Aufnahme einer pastenartigen Gleitsubstanz.
12. Selbstsensorische Klemmvorrichtung mit im Unfall ab vorgegebenen
Verzögerungswerten aktivierbaren Klemmelementen, welche über
fahrzeugsensitive Auslöseglieder direkt in eine Sperrstellung
verfahrbar sind und die in Kombination mit einem darunter
angeordneten gurtband- und/oder fahrzeugsensitiv sperrbaren
Aufroller in einem Sicherheitsgurtsystem unabhängig von diesem
wirken, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
identische Klemmkeile (3′) übereinander und mit ihren schrägen
Gleitflächen (4′) zueinander in einem Klemmgehäuse (2′) geführt
und federbelastet angeordnet sind, und daß diese Einheit als
selbstsensorische Umlenkklemmer-Vorrichtung (1′) wirkt.
13. Klemmvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß beide Klemmkeile (3′) über die Kraft einer
Feder (29) gegen die Sensorkugeln (10′) nach oben bzw. unten
gedrückt und dabei von einem mit Spiel arbeitenden
Feder-Nut-System (30, 31′) geführt werden.
14. Klemmvorrichtung nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die obere Sensormasse (11′′)
leichter ist als die untere Sensormasse (11′) und/oder über Federn
schwimmend aufgehängt ist.
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE3828069A1 (de) |
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