DE3826113A1 - Vorrichtung zur ermittlung der raeumlichen geschwindigkeit von bewegten teilchen, insbesondere in mehrphasenstroemungen - Google Patents
Vorrichtung zur ermittlung der raeumlichen geschwindigkeit von bewegten teilchen, insbesondere in mehrphasenstroemungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ermittlung der
räumlichen Geschwindigkeit von bewegten Teilchen, insbesondere
in Mehrphasenströmungen, wobei sich die Teilchen zwischen oder
neben einer Lichtquelle zugeordneten Beleuchtungslichtleitfasern
und einem faseroptischen Ortsfrequenzfilter befinden,
welches aus gitterartig längs einer Gitterachse angeordneten
Lichtempfängerfasern besteht und einer optoelektronischen
Wandleranordnung zugeordnet ist, die über Verstärker auf einen
Frequenzanalysator geschaltet ist.
Die Erfindung ist insbesondere anwendbar zur berührungslosen
Ermittlung der räumlichen Geschwindigkeitskomponenten von
festen, flüssigen oder gasförmigen Teilchen in strömenden oder
ruhenden Fluiden.
Es ist bekannt, bei der berührungslosen Geschwindigkeitsmessung
das Ortsfilterverfahren anzuwenden, wobei die örtliche
Filterwirkung gitterartiger Strukturen zur gezielten Umsetzung
der Teilchengeschwindigkeit in ein schmalbandiges Signal ausgenutzt
wird. Beim faseroptischen Ortsfilter besteht das
optische System im wesentlichen aus einer gitterförmigen
Lichtleitfaseranordnung, der das Licht auf geeignete Weise
zugeführt wird.
Gemäß DD-PS 1 42 606 und Freiberger Forschungsheft A 661 "Neuere
Meßergebnisse und theoretische Betrachtungen zur
feststoffbeladenen Gasströmung in vertikalen Rohrleitungen",
Leipzig 1983, S. 46-55, besteht eine entsprechende
Vorrichtung zur Geschwindigkeitsermittlung von Teilchen aus
einem faseroptischen Ortsfrequenzfilter ohne Abbildungsoptik
dergestalt, daß flexible Lichtleitfasern als Lichtempfängerfasern
stirnseitig in der optischen Wirkungsfläche einer Meßflanke
münden. Die Mündungsflächen sind längs einer Linie, der
Gitterachse, in äquidistantem Abstand angeordnet, so daß die
erwähnte gitterartige Struktur entsteht. Diese sei als
Einfachgitter bezeichnet. Die anderen Enden der Lichtempfängerfasern
sind auf eine optoelektronische Wandleranordnung
geführt, welche über einen Verstärker auf einen
Frequenzanalysator geschaltet ist.
Die Beleuchtung der Teilchen, deren Geschwindigkeit ermittelt
werden soll, erfolgt durch einer Lichtquelle zugeordnete
Beleuchtungslichtleitfasern. Beim Absorptionsverfahren münden
diese gegenüber der optischen Wirkungsfläche der Meßflanke,
welche das faseroptische Ortsfrequenzfilter enthält, so daß
sich die Teilchen zwischen Beleuchtungsleitfasern und
Ortsfrequenzfilter befinden. D. h., daß durch die Teilchen
absorbierte Licht wird zur Messung verwendet. Dagegen münden
beim Reflexionsverfahren die Beleuchtungslichtleitfasern
gleichfalls in der optischen Wirkungsfläche der Meßflanke, so
daß das von den Teilchen reflektierte Licht zur Messung
verwendet wird.
Bei dieser bekannten Vorrichtung ist es erforderlich, die
Gitterachse des faseroptischen Ortsfrequenzfilters exakt mit
der Bewegungsrichtung der Teilchen, deren Geschwindigkeit
ermittelt werden soll, in Übereinstimmung zu bringen.
Abweichungen führen zu einer Verringerung der Selektivität. Es
ist also notwendig, die Bewegungsrichtung der Teilchen zu
ermitteln und die optische Wirkungsfläche der Meßflanke der
Vorrichtung in der Wirkungsfläche verdrehbar auszuführen.
Sollten Geschwindigkeitskomponenten in einer Ebene ermittelt
werden, so ist (sofern die Ebene parallel zur optischen
Wirkungsfläche der Meßflanke verläuft) die Gitterachse des
Ortsfrequenzfilters nacheinander in die jeweilige
Bewegungsrichtung zu verdrehen und eine Messung
durchzuführen. Da allerdings beiden Messungen auf Grund ihres
zeitlichen Versatzes nicht das gemeinsame Meßvolumen zugrunde
liegt, ist diese Methode grundsätzlich fehlerbehaftet.
Insbesondere ist die Anwendung dieser bekannten Vorrichtung
problematisch bei undefinierten, regellosen Teilchenbewegungen
im Raum.
Im Gegensatz zu den Einfachgittern gemäß den vorstehend benannten
Quellen ist es nach DE-OS 28 09 355 bereits bekannt,
ein faseroptisches Ortsfrequenzfilter aus zwei Gruppen von
Lichtempfängerfasern aufzubauen, wobei die Mündungsflächen
längs der Gitterachse äquidistant so angeordnet sind, daß
immer abwechselnd eine Faser der einen und eine der anderen
Gruppe angehört. Diese Ortsfrequenzfilter seien als
Differenzgitter bezeichnet. Sie gestalten eine höhere
Selektivität und die Unterdrückung der niederfrequenten Signalanteile
sowie der Oberwellen, so daß eine wesentliche Verbesserung
der Signalgüte zu verzeichnen ist. Jedoch ist die
exakte Ausrichtung der Gitterachse zur Bewegungsrichtung bzw.
zu zwei Bewegungskomponenten der Teilchen mit obengenannten
nachteiligen Folgen gleichfalls erforderlich. Räumliche Messungen
sind nicht möglich.
Gemäß DD-PS 2 43 119 ist weiterhin ein faseroptisches
Differenzgitter bekannt, dessen Gitterelemente jeweils aus
rechtwinklig zur Gitterachse angeordnete Lichtempfängerfaser
bündeln besteht. Mit dieser Vorrichtung ist die Erfassung von
Teilchenbewegungen mit einer bestimmten Neigung zur
Gitterachse (in der Wirkungsfläche des faseroptischen
Differenzgitters) möglich, wobei jedoch die Größe der Neigung
von der Breite der Lichtempfängerfaserbündel abhängig ist.
Jedoch ist bei dieser Vorrichtung gleichfalls nur die
Erfassung der Bewegungskomponente in Richtung der Gitterachse
möglich. Aus diesem Grunde muß auch bei dieser bekannten Vorrichtung
die Gitterachse grundsätzlich in Richtung der
Teilchenbewegung ausgerichtet sein; die Erfassung von zwei Geschwindigkeitskomponenten
in einer Ebene (parallel zur
optischen Wirkungsfläche) erfordert zwei Meßvorgänge bei verdrehter
optischer Wirkungsfläche/Gitterachse. Die
Geschwindigkeitsmessung räumlicher Teilchenbewegungen ist
nicht möglich.
Es ist Ziel der Erfindung, eine Vorrichtung anzugeben, mit der
in einem einzigen und gleichzeitigen Meßvorgang alle Geschwindigkeitskomponenten
insbesondere bei räumlicher
Teilchenbewegung ermittelbar und dabei Meßfehler weitgehend
vermieden sind.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Ermittlung
der räumlichen Geschwindigkeit von bewegten Teilchen,
insbesondere in Mehrphasenströmungen, wobei sich die Teilchen
zwischen oder neben einer Lichtquelle zugeordneten
Beleuchtungslichtleitfasern und einem faseroptischen
Ortsfrequenzfilter befinden, welche aus gitterartig längs
einer Gitterachse angeordneten Lichtempfängerfasern besteht
und einer optoelektronischen Wandleranordnung zugeordnet ist,
die über Verstärker auf einen Frequenzanalysator geschaltet
ist, zu schaffen, wobei dem Meßvorgang ein weitgehend
gemeinsames Meßvolumen, welches die bewegten Teilchen enthält,
zugrunde gelegt wird.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch die im kennzeichnenden
Teil des 1. Patentanspruchs angegebenen Merkmale gelöst. In
den Patentansprüchen 2 bis 13 sind besonders zweckmäßige und
raumsparende Ausgestaltungen beschrieben.
Die Erfindung wird nachfolgend an mehreren Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1 die räumliche Darstellung einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung für die Ermittlung von zunächst zwei Ge
schwindigkeitskomponenten,
Fig. 2 die Ansicht auf die gemeinsame optische Wirkungsfläche
zweier erfindungsgemäß vereinigter faseroptischer
Ortsfrequenzfilter als Differenzgitter (in anderem
Maßstab),
Fig. 3 eine Ansicht gemäß Fig. 2 mit einfacheren faseroptischen
Ortsfrequenzfiltern (verkleinert),
Fig. 4 eine Ansicht gemäß Fig. 2 mit einer anderen Gitteranordnung
(verkleinert),
Fig. 5 eine Ansicht gemäß Fig. 2 mit faseroptischen Einfachgittern
(verkleinert),
Fig. 6 eine Darstellung gemäß Fig. 1 mit der Anordnung der
Faserbündel für die Ermittlung von drei Geschwindig
keitskomponenten,
Fig. 7 eine andere Variante gemäß Fig. 6.
Entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel besteht eine erfindungsgemäße
Vorrichtung für die Ermittlung von (zunächst) zwei
Geschwindigkeitskomponenten (die dritte Komponente möge = 0
oder vernachlässigbar sein) aus einem Schaft 1 (Fig. 1),
welcher über nicht gezeichnete Befestigungsvorrichtungen in
einr Rohrleitung - in der sich eine Mehrphasenströmung
befindet - angeordnet werden kann.
Am Schaft 1 schließt sich ein Sondenrohr 2 an, welches
flexible Lichtleitfasern enthält. Diese münden, wie weiter
unten genauer beschrieben, stirnseitig bezüglich des Sondenrohrs
2 in einer optischen Wirkungsfläche 3, welche aus einer
speziellen Anordnung von zwei faseroptischen Ortsfrequenzfiltern
4 besteht (s. u.). Die Lichtleitfasern werden in Beleuchtungslichtleitfasern
5 Lichtempfängerfasern 6
eingeteilt. Da die Vorrichtung gemäß Fig. 1 bezüglich der Beleuchtung
der Teilchen der Mehrphasenströmung für Absorptions-
und Reflexionsbetrieb ausgelegt ist, sind - für den
Reflexionsbetrieb - in der optischen Wirkungsfläche 3 Beleuch
tungslichtfasern 5 in die faseroptischen Ortsfrequenzfilter
4 eingeordnet. Für den Absorptionsbetrieb sind, der
optischen Wirkungsfläche 3 gegenüberliegend, weitere
Beleuchtungslichtleitfasern 5 in einem faseroptischen Lichtgeber
7 vorgesehen, welcher am Schaft 1 befestigt ist.
Die der optischen Wirkungsfläche 3 abgewandten Enden der Beleuchtungslichtleitfasern
5 sind - im Inneren des Schaftes 1 -
mit einem Lichtleitkabel 8 verbunden, welches auf eine
Lichtquelle (z. B. eine Halogenlampe enthaltend) geführt ist.
Die der optischen Wirkungsfläche 3 abgewandten Enden der
Lichtempfängerfasern 6 sind - gleichfalls im Inneren des
Schaftes 1 - auf eine optoelektronische Wandleranordnung, im
Beispiel bestehend aus Fotodioden, geführt. Diese sind über
Verstärker und ein Kabel 10 mit einer Auswerteelektronik 11,
enthaltend einen mehrkanaligen Frequenzanalysator, verbunden.
Der Auswerteelektronik 11 ist als Ausgabegerät ein Drucker 12
zugeordnet.
Der Schaft 1 der Vorrichtung ist in der die Mehrphasenströmung
aufnehmenden Rohrleitung so positioniert, daß sich die
Teilchen 13 der Mehrphasenströmung im wesentlichen in einer
Ebene bewegen, die parallel zur optischen Wirkungsfläche 3
ist (Fig. 1). Entsprechend ist der optischen Wirkungsfläche 3
ein kartesisches Koordinatensystem x, y zugeordnet, d. h. der
Geschwindigkeitsvektor v der Teilchen 13 kann in die
Geschwindigkeitskomponenten Vx und Vy aufgeteilt werden.
Die optische Wirkungsfläche 3 ist in der Vorrichtung gemäß dem
ersten Ausführungsbeispiel (Fig. 1) als gemeinsame optische
Wirkungsfläche 3.1 ausgeführt, da, wie im folgenden
dargestellt, in ihr zwei faseroptischen Ortsfrequenzfilter 4
(nicht explizit dargestellt) vereinigt sind. In einer
einfachen Ausführungsform (Fig. 5) sind diese Ortsfrequenzfilter
4 als Einfachgitter 4.1 ausgeführt, d. h. den
Koordinaten x, y sind Gitterachsen Gx, Gy parallel, auf denen
im äquidistanten Abstand (Gitterkonstante Cx, Cy) die
Mündungsflächen der Lichtempfängerfasern 6.1 (mit Schrägkreuz
gekennzeichnet) und 6.2 (mit Kreuz gekennzeichnet) angeordnet
sind. Zusätzlich sind (zur Realisierung des Reflexionsverfahrens)
Beleuchtungslichtleitfasern 5 eingeordnet.
Zur Erhöhung der Genauigkeit werden jedoch als faseroptische
Ortsfrequenzfilter 4 Differenzgitter 4.2 eingesetzt (Fig. 2,
Fig. 3, Fig. 4).
Gemäß Fig. 3 und 4 kreuzen sich die Gitterachsen Cx, Cy kreuz-
oder winkelförmig, wobei jeweils den Gitterachsen Cx, Cy zwei
Gruppen von Lichtempfängerfasern 6.1, 6.2 (mit Schrägkreuz
bzw. Kreuz gekennzeichnet) und 6.3, 6.4 (links- bzw. rechtsschräg
schraffiert) mit den Gitterkonstanten Cx, Cy zugeordnet
sind. Wie oben sind wieder Beleuchtungsleitfasern 5 eingeord
net.
Eine bevorzugte Ausführungsform der gemeinsamen optischen
Wirkungsfläche 3.1 aus zwei Differenzgittern 4.2 stellt Fig. 2
dar. Dabei kreuzen sich die Gitterachsen Gx, Gy gleichfalls;
jeder Gitterachse Gx, Gy sind jedoch Gitterelemente A, B, E, D
zugeordnet, welche aus einem linienförmigen Bündel von
Lichtempfängerfasern 6.1 bis 6.4 bestehen und welche
rechtwinklig zur jeweiligen Gitterachse Cx, Cy angeordnet
sind. So ist die (mit Schrägkreuz gekennzeichnete) erste
Gruppe von Lichtempfängerfasern 6.1 des Differenzgitters 4.2 y
aus Gitterelementen A aufgebaut, die je ein Bündel von
Lichtempfängerfasern 6.1 enthalten, welches sich linienförmig
rechtwinklig zur Gitterachse Cy erstreckt. Das gleiche gilt
für die (mit Kreuz gekennzeichnete) zweite Gruppe von Lichtempfängerfasern
6.2 des Differenzgitters 4.2 y, deren Gitterelemente
mit B bezeichnet seien.
Analog besteht das der Gitterachse Gx zugeordnete Differenzgitter
4.2 x aus zwei Gruppen von Gitterelementen E, D, wobei
Gitterelement E aus je einem Bündel von Lichtempfängerfasern
6.3 (rechtschräg schraffiert) und Gitterelement D aus je
einem Bündel von Lichtempfängerfasern 6.4 (linksschräg
schraffiert) besteht und die Gitterelemente E, D sich
linienförmig rechtwinklig zur Gitterachse Gx erstrecken. Zum
Erreichen einer kleinen Bauform sind die Lichtempfängerfasern
6.1 bis 6.4 in Form einer Matrix angeordnet (Fig. 2) deren
Zeilen die Gitterelemente A, B des einen Differenzgitters 4.2 y
und deren Spalten die Gitterelemente E, D des anderen Differenzgitters
4.2 x enthalten. In diese Matrix sind Spalten mit
Beleuchtungslichtleitfasern 5 eingefügt. Analog könnten auch
Zeilen mit Beleuchtungslichtleitfasern 5 eingefügt sein. Das
Beispiel gemäß Fig. 2 stellt eine besondere zweckmäßige Ausführungsform
dar. Es wären aber auch andere Formen der
matrixartigen Anordnung der Lichtempfänger- und Beleuchtungslichtleitfasern
möglich. So können bei einer quadratischen
Matrix auch schräg verlaufende Spalten und Zeilen den Ortsfrequenzfiltern
in x- bzw. y-Richtung zugeordnet sein.
Um in jeder Koordinate x, y eine gleiche Empfindlichkeit und
einen gleichen Frequenzbereich zu erreichen, ist es
zweckmäßig, die Gitterkonstanten Cx, Cy und auch die Anzahl
der Gitterelemente A, B, E, D in Richtung der Gitterachsen Gx,
Gy gleichgroß auszuführen. Das gilt in analoger Weise auch für
die Gitterausführungen nach den Fig. 3-5, wo die Gitterelemente
durch die stirnseitigen Mündungsflächen der Lichtempfängerfasern
6 in der optischen Wirkungsfläche 3 (3.1) gebildet
sind.
Die Wirkungsweise des ersten Ausführungsbeispiels:
Ein Teilchen 13 der Mehrphasenströmung bewege sich mit einer
Geschwindigkeit entsprechend dem Geschwindigkeitsvektor v im
Raum unmittelbar vor der gemeinsamen optischen Wirkungsfläche
3.1 (Reflexionsbetrieb) bzw. zwischen dieser und vor dem
faseroptischen Lichtgeber 7 (Absorptionsbetrieb). Dieser Raum
sei als Meßvolumen bezeichnet.
Bei der Bewegung des Teilchens 13 durch das Meßvolumen erzeugt
dieses Teilchen 13 infolge seiner Beleuchtung durch die Be
leuchtungslichtleitfasern 5 ein sich mit der Geschwindigkeit
des Teilchens 13 bewegendes Lichtintensitätsmuster auf der
gemeinsamen optischen Wirkungsfläche 3.1 bzw. den beiden entsprechend
vereinigten faseroptischen Ortsfrequenzfiltern 4
gemäß Fig. 2 bis 5. Dementsprechend verursacht die Geschwin
digkeitskomponente Vx des Teilchens 13 ein Lichtintensitätsmuster
auf dem der Gitterachse Gx zugeordneten Einfachgitter
4.1 x (Fig. 5) bzw. dem Differenzgitter 4.2 x (Fig. 2 bis 4), und
die Geschwindigkeitskomponente Vy ein dieser entsprechendes
Muster auf dem der Gitterachse Gy zugeordneten Einfachgitter
4.1 y (Fig. 5) bzw. dem Differenzgitter 4.2 y (Fig. 2 bis 4).
Durch die den Ortsfrequenzfiltern 4 zugeordneten Fotodioden
werden geschwindigkeitsproportionale, zeitlich begrenzte elektrische
Signale erzeugt, welche über Verstärker (Einfachgitter
4.1) bzw. Differenzverstärker (Differenzgitter 4.2) jeweils
einem Kanal (je Komponente) des mehrkanaligen Frequenzanalysators
zugeführt werden. Dieser ermittelt die den Komponenten
zugeordneten Signalfrequenzen fx, fy, woraus sich die jeweilige
Geschwindigkeitskomponente
Vx = fx · Cx (1)
Vy = fy · Cy
Vy = fy · Cy
bzw. über bekannte Beziehungen Größe und Lage des
Geschwindigkeitsvektors v errechnen und über den Drucker 12
ausgeben läßt.
Das zweite Ausführungsbeispiel (Fig. 6) betrifft eine erfindungsgemäße
Vorrichtung für die Ermittlung von drei
Geschwindigkeitskomponenten unter Anwendung des Reflexionsverfahrens.
Schaft 1, Sondenrohr 2 und stirnseitig angeordnete
optische Wirkungsfläche 3 als gemeinsame optische
Wirkungsfläche 3.1 - bestehend aus einer Vereinigung der zwei
den Koordinaten x, y zugeordneten faseroptischen Ortsfrequenzfilter
4 - sind analog zum ersten Ausführungsbeispiel gemäß
den Fig. 1 bis 5. Der faseroptische Lichtgeber 7 wurde weggelassen,
könnte jedoch bei Anwendung des Absorptionsverfahrens
in analoger Weise wie beim ersten Ausführungsbeispiel
ausgeführt sein. Neben dem Sondenrohr 2 ist ein zweites Sondenrohr
14 vorgesehen, welches ein weiteres Bündel von Lichtempfängerfasern
6 enthält. Diese münden stirnseitig in der
weiteren optischen Wirkungsfläche 3.2, wobei das zweite Sondenrohr
14 unmittelbar vor seinem vorderen Ende rechtwinklig
abgebogen ist. Die weitere optische Wirkungsfläche 3.2 ist
somit rechtwinklig zur gemeinsamen optischen Wirkungsfläche
3.1, d. h. parallel zur z-Achse eines räumlichen
Koordinatensystem x, y, z. Dieser weiteren optischen
Wirkungsfläche 3.2 ist ein drittes faseroptisches Ortsfrequenzfilter
4 zugeordnet, dessen Gitterachse Gz der z-Achse
parallel ist und welches als Einfachgitter (analog zu Fig. 5)
oder als Differenzgitter (analog zu Fig. 2-4) - je nach
Ausführung der beiden vereinigten faseroptischen
Ortsfrequenzfilter 4 der Koordinaten x und y - ausgeführt ist.
Bei Bewegung der Teilchen 13 durch das Meßvolumen, welches
durch den Raum unmittelbar vor der gemeinsamen optischen
Wirkungsfläche 3.1 und der weiteren optischen Wirkungsfläche
3.2 bestimmt ist, erzeugen diese Teilchen 13 infolge der
Beleuchtung durch die in die drei faseroptischen Ortsfrequenzfilter
4 eingefügten Beleuchtungslichtleitfasern 5 auf jeder
optischen Wirkungsfläche 3.1 und 3.2 sich mit den
Geschwindigkeitskomponenten Vx, Vy, Vz bewegende Lichtintensitätsmuster,
welche über die den faseroptischen
Ortsfrequenzfiltern 4 zugeordneten Fotodioden entsprechende
elektrische Signale auslösen. Diese werden analog zum 1. Aus
führungsbeispiel ausgewertet.
Das dritte Ausführungsbeispiel (Fig. 7) dient gleichfalls der
Ermittlung von drei Geschwindigkeitskomponenten. Es enthält im
Vergleich zu Fig. 6 eine ggf. fertigungstechnisch günstigere
Gestaltung des weiteren Bündels von Lichtempfängerfasern 6,
die im zweiten Sondenrohr 14 aufgenommen sind. Dazu ist dessen
vordere Stirnfläche schräg abgetrennt, d. h. die weitere
optische Wirkungsfläche 3.2, in der die Lichtempfängerfasern 6
des dritten, der Koordinate z zugeordneten faseroptischen
Ortsfrequenzfilters 4 münden, verläuft schräg zur gemeinsamen
optischen Wirkungsfläche 3.1. Dementsprechend verläuft auch
die Gitterachse Gz schräg zur z-Koordinate, so daß vom dritten
faseroptischen Ortsfrequenzfilter 4 auch der y-Achse zugeordnete
Signale aufgenommen werden. Diese sind unter Nutzung
der Signale, die vom der y-Achse zugeordneten Ortsfrequenzfilter
4 der gemeinsamen optischen Wirkungsfläche 3.1
aufgenommen werden, zu korrigieren.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
1 Schaft
2 Sondenrohr
3 optische Wirkungsfläche
3.1 gemeinsame optische Wirkungsfläche
3.2 weitere optische Wirkungsfläche
4 faseroptisches Ortsfrequenzfilter
4.1 Einfachgitter
4.2 Differenzgitter
5 Beleuchtungslichtleitfasern
6 Lichtempfängerfasern
6.1, 6.2, 6.3, 6.4 Lichtempfängerfasern der Einfach- bzw. Differenzgitter
7 faseroptischer Lichtgeber
8 Lichtleitkabel
9 Lichtquelle
10 Kabel
11 Auswerteelektronik
12 Drucker
13 Teilchen
14 zweites Sondenrohr
x, y, z Koordinaten eines kartesischen Koordinatensystems
v Geschwindigkeitsvektor
Vx, Vy, Vz Geschwindigkeitskomponenten
G Gitterachse
C Gitterkonstante
A, B, D, E Gitterelemente
f Signalfrequenz
2 Sondenrohr
3 optische Wirkungsfläche
3.1 gemeinsame optische Wirkungsfläche
3.2 weitere optische Wirkungsfläche
4 faseroptisches Ortsfrequenzfilter
4.1 Einfachgitter
4.2 Differenzgitter
5 Beleuchtungslichtleitfasern
6 Lichtempfängerfasern
6.1, 6.2, 6.3, 6.4 Lichtempfängerfasern der Einfach- bzw. Differenzgitter
7 faseroptischer Lichtgeber
8 Lichtleitkabel
9 Lichtquelle
10 Kabel
11 Auswerteelektronik
12 Drucker
13 Teilchen
14 zweites Sondenrohr
x, y, z Koordinaten eines kartesischen Koordinatensystems
v Geschwindigkeitsvektor
Vx, Vy, Vz Geschwindigkeitskomponenten
G Gitterachse
C Gitterkonstante
A, B, D, E Gitterelemente
f Signalfrequenz
Claims (13)
1. Vorrichtung zur Ermittlung der räumlichen Geschwindigkeit
von bewegten Teilchen, insbesondere in Mehrphasenströmungen,
wobei sich die Teilchen zwischen oder neben einer Lichtquelle
zugeordneten Beleuchtungslichtleitfasern und einem faseroptischen
Ortsfrequenzfilter befinden, welches aus gitterartig
längs einer Gitterachse angeordneten Lichtempfängerfasern
besteht und einer optoelektronischen Wandleranordnung zugeordnet
ist, die über Verstärker auf einen Frequenzanalysator
geschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Bewegungskoordinate
(x; y; z) der Teilchen (13) ein faseroptisches
Ortsfrequenzfilter (4) vorgesehen ist, wobei die
Ortsfrequenzfilter (4) eng benachbart angeordnet und ihnen
jeweils Beleuchtungslichtleitfasern (5) zugeordnet sind
sowie deren Gitterachsen (G) parallel zu den
Bewegungskoordinaten (x; y; z) verlaufen, und jedes Ortsfrequenzfilter
(4) über jeweils eine optoelektronische Wandleranordnung
und Verstärker auf einen mehrkanaligen Frequenzanalysator
geführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zwei faseroptische Ortsfrequenzfilter (4) in einer
gemeinsamen optischen Wirkungsfläche (3.1) vereinigt sind
und deren Gitterachsen (Gx; Gy) in dieser Wirkungsfläche
(3.1) liegen, welche parallel zu zwei Bewegungskoordinaten
(x; y) der Teilchen (13) verläuft.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß ein drittes faseroptisches Ortsfrequenzfilter (4), dessen
Gitterachse (Gz) der dritten Bewegungskoordinate (z) der
Teilchen (13) parallel ist, in einer weiteren optischen Wirkungsfläche
(3.2) angeordnet ist, welche vorzugsweise rechtwinklig
zur gemeinsamen optischen Wirkungsfläche (3.1) der
beiden vereinigten Ortsfrequenzfilter (4.1; 4.2) verläuft.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lichtempfängerfasern der beiden vereinigten sowie des dritten
faseroptischen Ortsfrequenzfilters (4) je zu gesonderten
Faserbündeln zusammengefaßt sind, wobei das Faserbündel des
dritten Ortsfrequenzfilters (4) unmittelbar nach der
optischen Wirkungsfläche (3.2) vorzugsweise rechtwinklig
abgebogen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lichtempfängerfasern der beiden vereinigten sowie des
dritten faseroptischen Ortsfrequenzfilters (4) jeweils zu
gesonderten Faserbündeln zusammengefaßt sind, wobei das
Faserbündel des dritten Ortsfrequenzfilters (4) im Bereich
dessen optischer Wirkungsfläche (3.2) schräg zur gemeinsamen
optischen Wirkungsfläche (3.1) abgetrennt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
faseroptischen Ortsfrequenzfilter (4) als Einfachgitter (4.1)
ausgeführt sind, deren Gitterachsen (Gx; Gy) sich
rechtwinklig kreuzen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
faseroptischen Ortsfrequenzfilter (4) als Differenzgitter
(4.2) ausgeführt sind, wobei jedes Differenzgitter (4.2)
über jeweils zwei optoelektronische Wandler und einen
Differenzverstärker auf je einen Kanal des mehrkanaligen
Frequenzanalysators geschaltet ist.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 7, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Differenzgitter (4.2) aus einer Reihe
sich in der jeweiligen Gitterachse (Gx; Gy) erstreckenden
Lichtempfängerfasern (6) besteht und beide vereinigte
Differenzgitter (4.2 x; 4.2 y) in Form eines Winkels oder eines
Kreuzes angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 7, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Differenzgitter (4.2) aus Gitterelementen
(A; B; E; D) besteht, welche linienförmig rechtwinklig
zur jeweiligen Gitterachse (Gx; Gy) angeordnete Lichtempfängerfasern
(6) enthalten; die Gitterachsen (Gx; Gy) beider
vereinigter Differenzgitter (4.2 x; 4.2 y) sich rechtwinklig
kreuzen und die Lichtempfängerfasern (6) beider vereinigter
Differenzgitter (4.2 x; 4.2 y) in Form einer Matrix angeordnet
sind, wobei Zeilen der Matrix die Gitterelemente (A; B) des
einen und Spalten die Gitterelemente (E; D) des anderen
Differenzgitters (4.2) enthalten.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
bei Anwendung des Reflexionsverfahrens die Beleuchtungslichtleitfasern
(5) in die Gitteranordnung der faseroptischen
Ortsfrequenzfilter (4) eingeordnet sind.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2, 9 und 10, dadurch
gekennzeichnet, daß in die matrizenförmige Anordnung der
Lichtempfängerfasern (6.1; 6.2; 6.3; 6.4) beider vereinigter
Differenzgitter (4.2 x; 4.2 y) Spalten oder/und
Zeilen mit Beleuchtungslichtleitfasern (5) eingefügt sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gitterkonstanten (C) der faseroptischen Ortsfrequenzfilter
(4) gleichgroß sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die jeweilige Anzahl der Gitterelemente (A; B; E; D) der
Ortsfrequenzfilter (4) gleich ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD30583187A DD262920B5 (de) | 1987-08-10 | 1987-08-10 | Vorrichtung zur Ermittlung der raeumlichen Geschwindigkeit von bewegten Teilchen, insbesondere in Mehrphasenstroemungen |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE3826113A1 true DE3826113A1 (de) | 1989-02-23 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |