DE3824369A1 - Waschhandschuh, insbesondere fuer die autowaesche - Google Patents
Waschhandschuh, insbesondere fuer die autowaescheInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Waschhandschuh, insbesondere
für die Autowäsche, bestehend aus zwei randseitig mit
einander verbundenen, eine Handeingriffsöffnung zwischen
sich freilassenden Materiallagen, wobei die erste Lage
aus einem eine mechanische Reinigungswirkung ermöglichen
den faserigen Material und die zweite Lage aus einem
saugfähigen Leder- oder Kunstleder-Material besteht.
Ein Waschhandschuh der genannten Art ist aus dem DE-GM
75 17 994 bekannt. Bei diesem Waschhandschuh besteht die
erste Lage aus einem echten Tierfell, dessen Faserseite
zur Erzielung der mechanischen Reinigungswirkung dient.
Nachteilig ist bei diesem Handschuh, daß das verwendete
Material relativ teuer ist, daß es natürlichen Qualitäts
schwankungen unterworfen ist und daß die erzielbare me
chanische Reinigungswirkung relativ gering ist. Ein
weiterer Nachteil des bekannten Waschhandschuhs besteht
darin, daß mit diesem, genauer mit dessen zweiter Lage,
kein einwandfreies Trockenledern von gewaschenen Oberflä
chen möglich ist.
Es stellt sich daher die Aufgabe, einen Waschhandschuh
der eingangs genannten Art zu schaffen, der die aufge
führten Nachteile vermeidet und der insbesondere kosten
günstig und mit gleichbleibender Qualität herstellbar ist
und mit dem sowohl eine gute, Reinigungsmittel einsparen
de mechanische Reinigungswirkung erzielbar ist als auch
ein einwandfreies Trockenledern von gewaschenen Oberflä
chen möglich ist.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß durch
einen Waschhandschuh der eingangs genannten Art, welcher
dadurch gekennzeichnet ist, daß die erste Lage aus einem
synthetischen Flormaterial, vorzugsweise Wirkflor, be
steht, und daß zwischen der ersten Lage und der zweiten
Lage eine flexible, wasserundurchlässige Zwischenschicht
angeordnet ist.
Durch die Verwendung des synthetischen Flormaterials wird
eine gute mechanische Reinigungswirkung der ersten Lage
des Waschhandschuhs bei geringem Kraftaufwand gewährlei
stet, da die Florlänge und -dichte und die Form und Ober
flächenstruktur der Florfasern weitgehend frei wählbar
und damit optimierbar sind. Zudem wird durch die Zwi
schenschicht eine Rückfeuchtung des Leders beim Trocken
ledern von gewaschenen Oberflächen verhindert, so daß
beim Abledern ein einwandfreies, insbesondere schlieren
freies Arbeitsergebnis erzielbar ist. Außer für die Auto
wäsche ist der Waschhandschuh auch bei Reinigungsarbeiten
im Haushalt und in anderen Bereichen vorteilhaft verwend
bar.
Bevorzugt ist die Zwischenschicht eine auf die der zwei
ten Lage zugewandte Fläche der ersten Lage aufkaschierte
Kunststoffolie. Die Zwischenschicht kann so schon vor der
Verbindung der beiden Lagen des Waschhandschuhs mit
einander aufgebracht werden, was die Herstellung einfach
und kostengünstig hält. Zudem wird die Zwischenschicht so
besonders haltbar und bleibt damit auch über längere Be
nutzungszeiträume des Waschhandschuhs dicht. Alternativ
kann die Zwischenschicht auch eine auf die erste oder
zweite Lage aufgetragene Schicht aus PVC, Latex, Gummi,
Polyurethan oder dergleichen Materialien sein. Auch kann
die Kunststoffolie einfach randseitig eingenäht sein.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die zweite Lage mit einer Vielzahl von kleinen Durch
brechungen versehen ist. Hierdurch wird die Wasseraufnah
mefähigkeit des die zweite Lage bildenden Leders verbes
sert, so daß das Trockenledern von Oberflächen schneller
und gründlicher vonstatten geht. Weiterhin kann die zwei
te Lage auch aus zwei oder noch mehr Lederlagen bestehen,
um eine besonders hohe Wasseraufnahmefähigkeit zu errei
chen.
Schließlich ist für den Waschhandschuh noch bevorzugt
vorgesehen, daß dieser eine im wesentlichen flach-recht
eckige Form besitzt und eine Größe aufweist, die etwa der
Größe zweier flach nebeneinander liegender Hände ent
spricht. Hierdurch wird die vorteilhafte Möglichkeit ge
schaffen, dem Handschuh durch Aufeinanderfalten entweder
beidseitig eine Floraußenseite oder beidseitig eine Le
deraußenseite zu geben, wobei im Inneren des Handschuhs
immer noch genügend Raum für das Einführen einer Hand
verbleibt.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im
folgenden anhand einer Zeichnung erläutert. Die Figuren
der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Waschhandschuh in Seitenansicht und
Fig. 2 den Waschhandschuh im Querschnitt entlang der
Linie II-II in Fig. 1.
Wie die Fig. 1 zeigt, besteht das dargestellte Ausfüh
rungsbeispiel des Waschhandschuhs 1 äußerlich aus zwei
unterschiedlichen Lagen 2 und 4, wobei die in der Dar
stellung obere Lage 2 ein Wirkflor und die in der Dar
stellung untere Lage 4 ein Leder ist. An der sichtbaren
Außenseite 20 trägt die Wirkflorlage 2 eine Vielzahl von
Florfasern, die für eine gute mechanische Reinigungswir
kung des Waschhandschuhs 1 sorgen. Die Lederlage 4 ist im
dargestellten Ausführungsbeispiel mit einer Vielzahl von
kleinen Durchbrechungen 41 zur Verbesserung der Wasser
aufnahmefähigkeit versehen. Alternativ kann das Leder
auch völlig glattflächig sein. Zudem eignet sich die
Lederlage - unabhängig von ihrer Ausführung - sehr gut
für eine Bedruckung, sodaß der Waschhandschuh auch als
Werbemittel einsetzbar ist.
Die Form des Waschhandschuhs 1 ist flach-rechteckig,
wobei die Lagen 2 und 4 an drei Seiten randseitig mittels
einer umlaufenden Naht 5 miteinander fest verbunden sind.
An der in der Fig. 1 rechten Seite des Handschuhs 1 ist
eine Handeingriffsöffnung 10 ausgespart, durch welche
hindurch ein Benutzer des Waschhandschuhs 1 seine Hand in
das Innere des Handschuhs 1 einführen kann.
Anhand des in Fig. 2 gezeigten Querschnittes durch den
Waschhandschuh 1 ist ersichtlich, daß dieser außer den
beiden bereits beschriebenen Lagen 2 und 4 noch eine
Zwischenlage 3 aufweist, die mit der Unter- bzw. Innen
seite 21 der Wirkflorlage 2 verbunden ist. Die Zwischen
lage 3 ist hier eine auf die dem Leder 4 zugewandte Seite
21 der Wirkflorlage 2 aufkaschierte wasserundurchlässige
Kunststoffolie. Hierdurch wird vermieden, daß Wasser von
der Außenseite 20 der Wirkflorlage 2 bzw. aus der Wirk
florlage 2 selbst in die Lederlage 4 gelangen kann, was
besonders für das Trockenledern von gewaschenen Oberflä
chen vorteilhaft ist.
Im linken und rechten Randbereich 22 und 42 bzw. 22′ und
42′ von Wirkflorlage 2 und Lederlage 4 ist die im Inneren
10 des Handschuhs 1 umlaufende Naht 5 erkennbar.
Die Größe des Waschhandschuhs 1 ist vorzugsweise so ge
wählt, daß sie etwa der Größe zweier nebeneinander lie
gender Hände entspricht. Wird der Waschhandschuh 1 in
Richtung der Bewegungspfeile 61 in der durch eine gestri
chelte Linie dargestellten Faltungsebene 6 aufeinanderge
faltet, ergibt sich ein Waschhandschuh 1, der außenseitig
allseitig eine Lederfläche aufweist. Entsprechend kann in
umgekehrter Weise durch Aufeinanderfalten des Waschhand
schuhs 1 in Richtung der Bewegungspfeile 62 ein Handschuh
1 geschaffen werden, der außenseitig allseits eine Flor
oberfläche besitzt. Aufgrund der angegebenen Größe des
Waschhandschuhs 1 kann dieser auch im gefalteten Zustand
noch eine Hand des Benutzers aufnehmen.
Claims (4)
1. Waschhandschuh, insbesondere für die Autowäsche, be
stehend aus zwei randseitig miteinander verbundenen,
eine Handeingriffsöffnung zwischen sich freilassenden
Materiallagen, wobei die erste Lage aus einem eine
mechanische Reinigungswirkung ermöglichenden faserigen
Material und die zweite Lage aus einem saugfähigen
Leder- oder Kunstleder-Material besteht,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Lage (2) aus
einem synthetischen Flormaterial, vorzugsweise Wirk
flor, besteht, und daß zwischen der ersten Lage (2)
und der zweiten Lage (4) eine flexible, wasserun
durchlässige Zwischenschicht (3) angeordnet ist.
2. Waschhandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Zwischenschicht (3) eine auf die der
zweiten Lage (4) zugewandte Fläche (21) der ersten
Lage (2) aufkaschierte Kunststoffolie ist.
3. Waschhandschuh nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweite Lage (4) mit einer
Vielzahl von kleinen Durchbrechungen (41) versehen
ist.
4. Waschhandschuh nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß dieser eine im wesentlichen flach
rechteckige Form besitzt und eine Größe aufweist, die
etwa der Größe zweier flach nebeneinander liegender
Hände entspricht.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE8712905U DE8712905U1 (de) | 1987-09-25 | 1987-09-25 | Waschhandschuh, insbesondere für die Autowäsche |
Publications (1)
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