DE3810619A1 - Stufenlos blockierbares verstellorgan - Google Patents
Stufenlos blockierbares verstellorganInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein auf Schienen, Streben, Rohren oder dergl.
angeordnetes Führungs- und Verstellorgan das in jeder Stellung
blockierbar und belastbar ist.
Für derartige blockierbare Verstellorgane gibt es in Technik und
Wirtschaft vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. So z.B. in
verstellbaren Sitzen, in Hubregalen, in verfahrbaren Palettenträgern
und anderen örtlich verstellbaren Lastenträgern.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein kostengünstiges,
kleinvolumiges und leicht montierbares Bauteil zu schaffen, in dem
die Führungs- und die Blockierelemente, auch die Antriebselemente,
kombiniert miteinander angeordnet sind und daß insbesondere zur
Blockierung Elemente eingesetzt werden, die eine stufenlose
Arretierung mit einer Lastaufnahme in beide Verstellrichtungen und in
jeder beliebigen Position ermöglichen, wobei die Ruhestellung
blockiert ist und die Entriegelung mit unterschiedlichen Hilfsmedien
auf einfachste Art und Weise erfolgen kann.
Die Lösung der Aufgabe ergibt sich aus dem Inhalt der dieser
Beschreibung vorangestellten Patenansprüche.
Unter dem Begriff einer "gesicherten Verstellung" ist zu verstehen,
daß in der Ruhestellung des Verstellorgans immer eine "selbsttätige"
Blockierung vorherrscht, für die keine Hilfsenergie, z.B. keine
Stromzufuhr, erforderlich ist. Bei einer derartigen autarken
Blockierung hat beispielsweise der Ausfall der Hilfsenergie keine
nachteiligen Folgen. Alles verbleibt in Position und die Lastaufnahme
ist gesichert.
Der Einsatz von Blockierlementen mit einer stufenlosen Arretierung
ermöglicht eine Arretierung eines z.B. mit mehreren Verstellorganen
verbundenen Lastenträgers in jeder beliebigen Position, was u. a. mit
Servomotoren und elektronischen Wegaufnehmern bewerkstelligt werden
kann. Ist die Position erreicht, wird mit dem Abstellen der
Antriebsenergie gleichzeitig die Entriegelung aufgehoben und der
Lastenträger ist fest blockiert.
Ist auch während des Verfahrens des/der Verstellorgane eine
Sicherheit gegen Störeinflüsse (z.B. Überlastung, Abrutschen,
Schock) erforderlich, kann das Verstellorgan zusätzlich mit
trägheitssensitiven Kraftübertragungselementen gem. der DE-A
37 38 797 kombiniert werden.
Ein in der Zeichnung wiedergegebenes Ausführungsbeispiel wird
nachfolgend beschrieben.
Es zeigt: Ein blockierbares Verstellorgan im Schnitt.
Es zeigt: Ein blockierbares Verstellorgan im Schnitt.
Um eine möglichst spielfreie (kippelfreie) Führung des Gehäuses (1)
zu erhalten, sind die Führungselemente 3, die hier als Rollen 11
ausgebildet sind, an den äußeren Enden des Gehäuses 1 angeordnet. Der
Abschluß kann durch eine die Strebe 10 umgreifende Dichtung 12
gebildet werden. Die Strebe 10 kann ein Rohr, ein Hohlprofil oder ein
Flachprofil, wie in der Zeichnung, sein.
Über Befestigungsaugen 16 ist das Verstellorgan 20 mit dem
Lastenträger verbunden, der beispielsweise ein verstellbarer Sitz,
ein Käfig oder ganz allgemein eine Plattform sein kann.
Beidseitig der Hochachse 17 ist je ein Dreier-Paket Lamellen 4 so
angeordnet, daß eine Blockierung in beiden Verstellrichtungen
erfolgen kann. Normalerweise sind die Lamellen 4 geschlossen
ausgebildet, so daß die Strebe 10 bei der Montage in das Gehäuse
eingeführt werden muß.
Eine vereinfachte Montage an die Strebe 10 ist dann möglich, wenn die
Lamellen 4′ offen als U-Profil ausgebildet werden, wie das in dem
Querschnitt dargestellt ist. Dann läßt sich das Gehäuse 1 seitlich an
die Strebe 10 ansetzen und von der anderen Seite mit einem Deckel
verschließen. Auf diese Weise können Verstellorgane 20 auch
nachträglich in fest installierte Streben 10 ein- und ausgebaut
werden.
Natürlich sind die offenen Lamellen 4′ in ihrer Belastungsfähigkeit
nicht so groß wie geschlossene Lamellen 4. Sie müssen dann
entsprechend stärker dimensioniert oder in höherer Anzahl vorgesehen
werden, um die gleiche Last zu übertragen wie geschlossene Lamellen.
Die Lastübertragung erfolgt über die Klemmkanten 18 der Lamellen 4
gegen die Strebe 10. Die Lamellenpakete stützen sich gegen einen
Amboß 15 im Gehäuse 1 ab. Über Federn 5 werden die Lamellenpakete 4
in selbsttätiger Sperrstellung gehalten.
Die Entriegelung erfolgt über einen Hubaktivator 6, der beidseitig
über ausfahrbare Stößel 8 verfügt, die über Federn in eingefahrener
Ruhestellung gehalten werden. Die Betätigung kann elektrisch,
pneumatisch oder hydraulisch erfolgen. Auch eine manuelle Betätigung
über einen Hebel 7 ist denkbar bzw. über sonstige mechanische
Stellglieder. In diesem Fall schiebt ein drehbarer Doppelnocken die
Stößel 8 nach außen.
Auch ein Antrieb kann in das Verstellorgan 20 integriert werden. Eine
mögliche Ausführungsform dafür zeigt die Zeichung. Die Strebe 10 ist
z.B. mit einer ausgeprägten Verzahnung 14 versehen, in die ein
Antriebsritzel 19 eingreift. Diese Lösung als Anwendungsfall in einem
verstellbaren Kfz-Sitz bietet u. a. den Vorteil, daß der Antrieb
leicht und kostengünstig ausgebildet werden kann. Er braucht nur für
die Verstellkräfte ausgelegt zu werden. Die wesentlich höheren
Crash-Kräfte im Unfall werden ja von den Lamellen 4 übertragen. Das
Antriebsritzel 19 und die Antriebsverzahnung 14 sind gestrichelt
dargestellt.
Das erfindgungsgemäße Verstellorgan 20 ist nur mit den erforderlichen
Funktionselementen ausgestattet. Es läßt sich standardisieren und in
verschiedenen Baugrößen serienmäßig herstellen. Die Ver- und
Entriegelung läßt sich mit einfachen, serienmäßig erhältlichen
Bauteilen - z.B. elektrischer Hubmagnet - bewerkstelligen. Die
Lamellen 4 lassen sich kostengünstig und präzise im einfachen
Stanzverfahren herstellen. Sie bauen klein und arretieren stufenlos
und zuverlässig mit hoher Belastungsfähigkeit. Die Anordnung der
Führungselemente 3 ist optimal. Die Montagemöglichkeit ist bei
Verwendung offener Lamellen 4′ extrem einfach und flexibel.
Das stufenlos blockierbare Verstellorgan in der beschriebenen
Ausführung ist dank der Verwendung der Klemmlamellen 4 bei kleinstem
Bauvolumen kostengünstig herstellbar und berücksichtigt alle
sicherheitstechnischen Belange. Sowohl das Preis-Leistungsverhältnis
als auch das Gewichts-Leistungsverhältnis ergibt vorteilhafte Werte.
Claims (8)
1. Stufenlos blockierbares Verstellorgan für das gesicherte Verfahren
von Lasten, dadurch gekennzeichnet, daß
innerhalb eines Gehäuses (1) sowohl Blockierelemente (2) als auch
Führungselemente (3) angeordnet sind, wobei die Blockierelemente
(2) von Lamellen (4) gebildet werden, die von Federn (5) in der
Sperrstellung gehalten werden und über einen Hubaktivator (6) in
die freie Verfahrstellung gelangen.
2. Verstellorgan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hubaktivator (6) elektrisch, hydraulisch oder pneumatisch
betätigbar ist oder auch über einen Hebel (7) mechanisch, wobei
die Stößel (8) in der Sperrstellung/Ruhestellung eingefahren sind.
3. Verstellorgan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lamellen (4) mittels eines Zapfens (13) um die Mittelachse (9) der
Strebe (10) drehbar angeordnet sind.
4. Verstellorgan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im
Gehäuse (1) die Lamellen (4) einzeln oder zu Paketen gebündelt für
beide Verstellrichtungen blockier- und entriegelbar angeordnet
sind.
5. Verstellorgan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führungselemente (3) an den beiden Enden des Gehäuses (1) als
Rollen (11) oder Gleitkörper angeordnet sind.
6. Verstellorgan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
innerhalb des Gehäuses (1) auch ein Antriebsorgan (19) zur
Bewerkstelligung der Verstellung angeordnet ist.
7. Verstellorgan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lamellen (4′) in offener Bauweise U-profilartig ausgebildet und
mit einem Zapfen (13) um die Mittelachse (9) drehbar angeordnet
sind.
8. Verstellorgan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der
Strebe (10) elektrische Leiterbahnen angebracht sind, von denen
über Schleifkontakte die elektrische Hilfsenergie für die
Entriegelung und den Antrieb abgegriffen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3810619A DE3810619A1 (de) | 1988-03-29 | 1988-03-29 | Stufenlos blockierbares verstellorgan |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3810619A DE3810619A1 (de) | 1988-03-29 | 1988-03-29 | Stufenlos blockierbares verstellorgan |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3810619A1 true DE3810619A1 (de) | 1989-10-12 |
| DE3810619C2 DE3810619C2 (de) | 1992-04-02 |
Family
ID=6350952
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3810619A Granted DE3810619A1 (de) | 1988-03-29 | 1988-03-29 | Stufenlos blockierbares verstellorgan |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3810619A1 (de) |
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- 1988-03-29 DE DE3810619A patent/DE3810619A1/de active Granted
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| EP4389514A1 (de) * | 2022-12-21 | 2024-06-26 | Ningbo Geely Automobile Research & Development Co. Ltd. | Linearverriegelungsmechanismus, fahrzeugbauteil mit einem linearverriegelungsmechanismus und verfahren zum betreiben eines linearverriegelungsmechanismus |
| WO2024131898A1 (en) * | 2022-12-21 | 2024-06-27 | Ningbo Geely Automobile Research & Development Co., Ltd. | Linear locking mechanism, vehicle component comprising a linear locking mechanism, and method for operating a linear locking mechanism |
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