DE3808007C2 - Gabelhubwagen - Google Patents
GabelhubwagenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Gabelhubwagen mit einem anhebbaren Last
teil aus Lastgabel mit in Schwenkhebeln gelagerten Hubrädern sowie innerhalb
der Gabelarme verlaufenden Hubgestänge, das von einer Welle betätigbar ist, die
im Unterteil des am Ende der Lastgabel aufgesetzten vertikalen Batteriekasten
gelagert ist, sowie mit einem Antriebsteil, das eine horizontale Rahmenplatte mit
lenkbarem Fahrantrieb und ein Stützrad sowie einen schwenkbar gelagerten Hy
draulikzylinder aufweist, der auf einen um seine Längsachse tordierbaren Hebel
arm aus Federstahl einwirkt, der mit seinem Drehpunkt im Antriebsteil gelagert
und mit seinem anderen Ende an die Welle des Lastteils angeschlossen ist und
dieses anhebt.
Ein derartiger Gabelhubwagen ist aus der DE-PS 25 24 163 bekannt, bei dem
sichergestellt ist, daß auch bei unebenen Böden das Antriebsrad des Antriebsteils
stets den erforderlichen Bodendruck aufweist, d. h. daß alle vier Räder stets Bo
denberührung haben, da sich Antriebsteil und Lastteil und damit die Achsen der
Räder des Antriebsteiles einerseits und die Achsen der Räder des Lastteiles ande
rerseits durch Anordnung des tordierbaren Hebelarmes aus Federstahl zwischen
Lastteil und Antriebsteil geringfügig gegeneinander verdrehen können. Der Hebel
arm ist etwa mittig in einem Gelenk gelagert und weist an seinen Enden ein Lager
zum Anschluß des Hubzylinders und am anderen Ende ein Lager zum Anschluß
der Hebelarme zum Ausschwenken der Hubräder auf. Bei einem Ausschwenken
des Antriebsteiles gegenüber dem Lastteil - beispielsweise in Folge von Bo
denunebenheiten - wird der Hebelarm aus Federstahl auf seiner gesamten Länge
verwunden. Dabei besteht die Gefahr, daß in einer der drei in dem Hebelarm vor
gesehenen Lagerstellen eine Zwängung der durchgeführten Welle auftritt, so daß
damit eine entsprechende Drehbewegung dieser Welle in der jeweiligen Lager
buchse behindert oder ganz unterbunden wird, so daß eine ordnungsgemäße
Funktion nicht mehr gewährleistet ist.
Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Gabelhubwagen vorzu
schlagen, bei dem die vorstehend aufgeführten Probleme nicht auftreten und in
allen Betriebszuständen eine reibungslose Funktionsfähigkeit sichergestellt ist und
bei dem weiterhin alle Funktionsteile in möglichst gedrängter Bauweise zueinan
der angeordnet sind, um eine minimale Gesamtgröße zu erhalten.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Hebelarm
eine rechteckige Hebelplatte mit einem Längen-zu-Breitenverhältnis von etwa 3 : 1
aus Federstahl aufweist, die hochkant angeordnet ist und am einen Ende mit ei
ner Bohrung mittig die im Lastteil gelagerte und mit der Hebelplatte verschweißte
Welle umfaßt und am anderen Ende eine weitere Bohrung aufweist, in die das
eine Ende einer beidseitig Lagerbohrungen aufweisenden Lagerbuchse einge
schweißt ist, wobei außermittig zur Lagerbuchse das eine Ende eines die Lager
buchse zumindest teilweise umfassenden Schwenkhebels angeschweißt ist, der
an seinem anderen Ende eine Querbohrung zur drehbaren Aufnahme des unteren
Endes des Hydraulikzylinders aufweist.
Damit ist lediglich ein zwischengeschalteter Bereich des Hebelarmes zwischen
zwei starren Drehgelenken aus tordierbarem Federstahl gefertigt, so daß eine
Zwängung der Lager weitgehend vermieden wird.
Zur Verbesserung der Hebelwirkung und der Kraftumsetzung
zum Anheben des Lastteils ist es dabei zweckmäßig, wenn
der Schwenkhebel derart an die Lagerbuchse angeschweißt
ist, daß eine durch die Mittelachse der Lagerbuchse und
die Mittelachse der Querbohrung des Schwenkhebels gelegte
Ebene um etwa 10° gegen die Horizontale geneigt ist.
Die Lagerbuchse selbst ist zweckmäßigerweise schwenkbar
in zwei Lagerzapfen gelagert, die an einem senkrecht von
der Rahmenplatte nach unten ragenden Ansatz gehaltert
sind.
Die Rahmenplatte kann dabei mittig und angrenzend an die
Vorderkante eine rechteckige Aussparung mit seitlich zwei
vertikal aufragenden Stegen mit am oberen Ende nach innen
ragenden Drehzapfen zur schwenkbaren Aufnahme des oberen
Endes des Hydraulikzylinders aufweisen, wobei geringfügig
seitlich versetzt zu den aufragenden Stegen und angren
zend an die Hinterkante der Rahmenplatte vertikal nach
unten zwei Ansätze mit Lagerzapfen am unteren Ende zur
Aufnahme der Lagerbuchse des Hebelarms angeschweißt sind.
Ferner weist die Rahmenplatte zweckmäßigerweise seitlich
versetzt eine Aussparung auf, in die eine Lagerbuchse zur
Führung und Halterung der lenkbaren Achse des Fahrtantrie
bes eingeschweißt ist.
Anhand einer schematischen Zeichnung sind Aufbau und
Funktionsweise von Ausführungsbeispielen nach der Erfin
dung näher erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht des Gabelhubwagens mit Teil
längsschnitt in der Ebene des Hubzylinders,
Fig. 2 eine Ansicht von vorn auf den Gabelhubwagen,
Fig. 3 eine Seitenansicht auf den tordierbaren Hebelarm,
Fig. 4 eine Aufsicht auf diesen Hebelarm mit ange
schweißter Lastteilwelle und
Fig. 5 eine Aufsicht auf die Rahmenplätte des Antriebs
teils ohne entsprechende Antriebsaggregate.
Wie man aus den Fig. 1 und 2 ersieht, besteht der Gabel
hubwagen aus einem Lastteil 1 und einem Antriebsteil 2,
die über den noch zu erläuternden tordierbaren Hebelarm 3
miteinander verbunden sind. Der Lastteil 1 weist einen
senkrechten Batteriekasten 4 und den daran am unteren En
de befestigten Gabelzinken S auf, unterhalb derer die in
Schwenkhebeln 6 gelagerten Hubräder 7 sowie die innerhalb
der Gabelzinken s verlaufenden Schubstangen 3 zum Aus
schwenken der Hubräder 7 angeordnet sind.
Der Antriebsteil 2 besteht aus einer horizontal angeord
neten Rahmenplatte 10, auf deren Oberseite die nicht nä
her dargestellte elektrische Regelung und das Hydraulik
aggregat 11 zur Versorgung des mittig im Rahmen 10 ange
ordneten Hubzylinders 12 angeordnet sind. Seitlich von
diesem Hubzylinder 12 sind in der Rahmenplatte 10 auf der
einen Seite das einen integrierten Fahrantrieb aufweisen
de Antriebsrad 13 und auf der anderen Seite das Stützrad
14 jeweils schwenkbar gelagert.
Die Verbindung zwischen Antriebsteil 2 und Lastteil 1
wird nunmehr durch den Hebelarm 3 hergestellt, der im
einzelnen in Fig. 3 und 4 näher erläutert ist. Dieser He
belarm 3 weist eine rechteckige Hebelplatte 15 mit einem
Längen- zu Breitenverhältnis von etwa 3 : 1 auf und ist aus
tordierbarem Federstahl gefertigt. Diese Hebelplatte 15
ist im Einbau hochkant angeordnet. An einem Ende weist
die Hebelplatte 15 eine Bohrung 16 zur Aufnahme der im
Unterteil des Batteriekastens 4 in Drehzapfenbohrungen 17
gelagerten Welle 18 auf. Jeweils im Bereich der Enden der
Welle 18 sind senkrecht nach unten je zwei Schwenkhebel
19 und 20 angeschweißt, die mit ihren unteren Bohrungen
21 an die Schubstangen 8 entsprechend Fig. 1 zum Aus
schwenken der Hubräder 7 angeschlossen sind.
Am anderen Ende weist die Hebelplatte 15 eine weitere
Bohrung 25 auf, in die das eine Ende einer Lagerbuchse 26
mit den beiderseitigen Lagerbohrungen 27 und 28 einge
schweißt ist. Etwas außermittig zu dieser Lagerbuchse 26
ist nunmehr ein starrer Schwenkhebel 29 aus nicht tor
dierbarem Material angeschweißt und zwar in der Weise,
daß er die Lagerbuchse 26 von unten hälftig umfaßt. Die
ser Schwenkhebel 29 weist am anderen Ende in einem schräg
nach oben ragenden Ansatz 30 mit einer weiteren Querboh
rung 31 auf, in der in noch zu erläuternder Weise das un
tere Ende des Hubzylinders 12 angelenkt ist.
Für eine bessere Hebelwirkung zum Anheben des Lastteils
ist dabei diese Querbohrung 31 so angeordnet, daß eine
durch die Mittelachse der Lagerbuchse 26 und der Querboh
rung 31 gelegte fiktive Ebene in einem Winkel α zur Ho
rizontalen, d. h. zur Mittelebene der Bohrungen der Hebel
platte 15 verläuft. Zweckmäßigerweise beträgt der Win
kel α dabei etwa 10°.
Der vollständige Hebelarm 3 ist nunmehr wie folgt gela
gert. Mit seinem einen Ende ist er an die Welle 18 zum
Ausschwenken der Hubräder 7 angeschweißt, wie bereits be
schrieben. Die mittige Lagerbuchse 26 ist über nicht nä
her dargestellte Drehzapfen in von der Rahmenplatte
10 - die in Fig. S gezeigt ist - nach unten ragenden An
sätzen 35 und 36 angeschweißten Buchsen 37 und 38
schwenkbar gelagert. Der von dieser Lagerbuchse 26 ausge
hende Schwenkhebel 29 umfaßt mit seiner Querbohrung 31
einen Zapfen 40 am unteren Ende des Hydraulikzylinders
12. Der Hydraulikzylinder 12 ist mit seinem oberen Ende
41 in entsprechenden Zapfen 42 und 43 gehaltert, die von
zwei senkrecht aufragenden Stegen 44 und 45 auf der Rah
menplatte 10 nach oben ragen. Der Hubzylinder 12 durch
setzt dabei eine Ausnehmung 46 in der Grundplatte 10, die
einen gewissen Freiraum für die Schwenkbewegungen des
Hubzylinders 12 freiläßt.
Die Funktionsweise der Anordnung ist nunmehr die folgen
de. Wenn das Lastteil 1 angehoben werden soll, wird durch
Ausfahren des Hubzylinders 12 der Schwenkhebel 29 nach
unten gedrückt, wodurch mit der Lagerbuchse 26 als Fix
punkt des Hebelarms 3 die Hebelplatte 15 um die Lager
buchse 26 nach oben schwenkt und damit die Welle 18 und
das Lastteil 1 anhebt. Durch die durch das Anheben be
dingte Schwenkbewegung der Schwenkhebel 20 werden über
die Schubstangen 3 die Hubräder 7 nach unten geschwenkt.
Bei einer Fahrbewegung des Hubwagens, der allein über das
in der horizontalen Buchse 50 in der Grundplatte 10 gela
gerte Antriebsrad 13 angetrieben und gelenkt wird, wird
bei Fahren über Unebenheiten erreicht, daß alle vier Rä
der und damit insbesondere das Antriebsrad 13 Bodenkon
takt behalten, da sich die beiden Achsen durch die Hubrä
der 7 einerseits sowie durch Antriebsrad 13 und Schwenk
rad 14 andererseits infolge Ausbildung der Hebelplatte 15
aus tordierbarem Federstahl gegeneinander verschwenken
können. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Hebel
armes 3 ist dabei sichergestellt, daß sich nur die Achsen
durch die Bohrungen 16 und 25 gegeneinander verwinden
können, nicht aber die Achsen durch die Bohrungen 31 und
25, die vielmehr stets starr zueinander geführt sind und
damit eine optimale Funktionsweise ohne Lagerzwängung ge
währleisten.
Als zusätzliche Führung und Sicherheit sind Lastteil 1
und Antriebsteil 2 beiderseits zwischen Batteriekasten 4
und Rahmenplatte 10 durch zwei in einer Ebene angeordnete
Lenker 51 miteinander verbunden, die schwenkbar angeord
net sind.
Claims (5)
1. Gabelhubwagen mit einem anhebbaren Lastteil (1)
aus Lastgabel (5) mit in Schwenkhebeln (6) gelagerten
Hubrädern (7) sowie innerhalb der Gabelarme (5) verlau
fendem Hubgestänge (8), das von einer Welle (18) betätig
bar ist, die im Unterteil des am Ende der Lastgabel (5)
aufgesetzten vertikalen Batteriekasten (4) gelagert ist
sowie mit einem Antriebsteil (2), das eine horizontale -
Rahmenplatte (10) mit lenkbarem Fahrantrieb (13) und ein
Stützrad (14) sowie einen schwenkbar gelagerten Hydrau
likzylinder (12) aufweist, der auf einen um seine Längs
achse tordierbaren Hebelarm (3) aus Federstahl einwirkt,
der mit seinem Drehpunkt (26) im Antriebsteil (2) gela
gert und mit seinem anderen Ende an die Welle (18) des
Lastteils (1) angeschlossen ist und dieses anhebt, da
durch gekennzeichnet, daß der Hebelarm (3) eine recht
eckige Hebelplatte (15) mit einem Längen-zu-Breitenver
hältnis von etwa 3 : 1 aus Federstahl aufweist, die hoch
kant angeordnet ist und am einen Ende mit einer Bohrung
(16) mittig die im Lastteil (1) gelagerte und mit der He
belplatte (15) verschweißte Welle (18) umfaßt und am an
deren Ende eine weitere Bohrung (25) aufweist, in die das
eine Ende einer beidseitig Lagerbohrungen (27, 28) auf
weisenden Lagerbuchse (26) eingeschweißt ist, wobei
außermittig zur Lagerbuchse (26) das eine Ende eines die
Lagerbuchse (26) zumindest teilweise umfassenden Schwenk
hebel (29) angeschweißt ist, der an seinem anderen Ende
eine Querbohrung (31) zur drehbaren Aufnahme des unteren
Endes des Hydraulikzylinders (12) aufweist.
2. Gabelhubwagen nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Schwenkhebel (29) derart an die Lager
buchse (26) angeschweißt ist, daß eine durch die Mittel
achse der Lagerbuchse (26) und die Mittelachse der Quer
bohrung (31) des Schwenkhebels (29) gelegte Ebene um etwa
10° gegen die Horizontale geneigt ist.
3. Gabelhubwagen nach Anspruch 1 und 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Lagerbuchse (26) schwenkbar in zwei
Lagerzapfen gelagert ist, die an senkrecht von der Rah
menplatte (10) nach unten ragenden Ansätzen (35, 36) ge
haltert sind.
4. Gabelhubwagen nach Anspruch 1 und 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Rahmenplatte (10) mittig und an
grenzend an die Vorderkante eine rechteckige Aussparung
(46) mit seitlich zwei vertikal aufragenden Stegen (44,
45) mit am oberen Ende nach innen gerichteten Drehzapfen
(42, 43) zur drehbaren Aufnahme des oberen Endes (41) des
Hydraulikzylinders (12) aufweist und daß geringfügig
seitlich versetzt zu den aufragenden Stegen (44, 45) und
angrenzend an die Hinterkante der Rahmenplatte (10) ver
tikal nach unten zwei Ansätze (35, 36) mit Lagerzapfen
(37, 38) zur Aufnahme der Lagerbuchse (26) des Hebelarms
(3) angeschweißt sind.
Gabelhubwagen nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Rahmenplatte (10) seitlich versetzt ei
ne Aussparung aufweist, in die eine Lagerbuchse (50) zur
Führung und Halterung der lenkbaren Achse des Fahrantrie
bes (13) eingeschweißt ist.
Priority Applications (3)
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| DE3808007A DE3808007C2 (de) | 1988-03-10 | 1988-03-10 | Gabelhubwagen |
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Also Published As
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