DE3804869A1 - Verfahren zur regelung eines holzschleifers - Google Patents
Verfahren zur regelung eines holzschleifersInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung
eines Holzschleifers, bei dem Holzknüppel mittels
eines ggf. in den Trogstoff tauchenden
Schleifersteines unter Zugabe von Spritz- und/oder
Trogverdünnungswasser zu einer Holzschliffsuspension
verschliffen werden, wobei die Temperatur des Spritz-
und/oder Trogverdünnungswassers so gesteuert wird, daß
die Temperaturerhöhung in der Schleifzone unterhalb
des Verdampfungspunktes gehalten wird.
Aus der DE-OS 33 25 049 ist ein Verfahren zur Regelung
eines Holzschleifers bekannt, bei dem die
Trogstofftemperatur und/oder die
Schachtwassertemperatur unterhalb eines oberen
Grenzwertes gehalten wird, d. h., daß durch Variieren
der Temperatur des Trogverdünnungswassers oder des
Schleiferspritzwassers die Trogstofftemperatur
beeinflußt wird. Durch die vorgenannten Maßnahmen hat
man versucht, die Qualität des Schliffes von Pressen-
oder auch von Stetigschleifern weiter zu verbessern,
da seit langem bekannt ist, daß die Temperatur im
Bereich der Schleifzone einen besonderen Einfluß auf
die Schliffqualität hat. Es war ferner bekannt, zur
Erweichung des Lignins und damit zur einfacheren
Ablösung der Faser vom Holz die Temperatur möglichst
hoch zu halten, um einerseits das Herauslösen der
Fasern aus dem Holzverband zu erleichtern,
andererseits den Energieaufwand zu verringern. Diese
sogenannten Heißschliffverfahren erbrachten zwar eine
gewisse Verbesserung der Holzschliffqualität, sie war
jedoch nicht einheitlich, sondern unterlag größeren
Schwankungen, die sich trotz zahlreicher Bemühungen
nicht vermeiden ließen. Mit der DE-OS 33 25 049 wurde
der Versuch unternommen, die Trogstofftemperatur
konstant zu halten und dadurch die Qualität des
Schliffes zu verbessern. Da aber rein von der
Überlegung her die Trogstofftemperatur erst dann sich
erhöhen kann, wenn bereits in der Schleifzone eine
Erhöhung der Temperatur erfolgt ist, setzt der
Lösungsvorschlag gemäß der DE-OS 33 25 049 an einem
relativ späten Zeitpunkt an, nämlich dann, wenn
bereits eine Schädigung der Fasern durch den
Schleifprozeß bei zu hoher Temperatur erfolgt ist.
Der Erfindung lag damit die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zu entwickeln, das es ermöglicht, die Gefahr
des Anstiegs der Schleiftemperatur in der Schleifzone
möglichst frühzeitig zu erkennen und die Bildung von
Dampfblasen in der Schleifzone durch geeignete
Maßnahmen zu vermeiden. Bei einem gattungsgemäßen
Verfahren wird das durch die im kennzeichnenden Teil
des Anspruchs 1 gegebene Merkmalskombination erreicht.
Ausgehend von der Überlegung, daß die Erhitzung des
Stoffes in jedem Fall in der Schleifzone auftritt und
daß das Auftreten von Dampfblasen durch die Zufuhr von
kälterem Spritzwasser zum Stein vermieden werden kann,
ergab sich die Frage nach frühzeitig erkennbaren
Merkmalen.
Aus dem Vortrag "Thermogrinding" von Meinecke,
veröffentlicht in "Proceedings International
Mechanical Pulping Conference 1985", Seite 136 ff.,
geht hervor, daß es bis zum heutigen Tag nicht möglich
ist, die Temperatur im Schleifbereich direkt zu
messen. Man geht daher nach wie vor davon aus, daß man
die Temperatur des Trogstoffes im Schleifertrog mißt,
um Anhaltswerte für die Temperatur in der Schleifzone
zu erhalten. Dem Vortrag ist weiter zu entnehmen, daß
die kombinierte Aufzeichnung der spezifischen Energie
des Schleifersteines - und der Temperatur des
Trogstoffes eine Steuerung ermöglicht. Diese
Steuerung, die mit der in der DE-OS 33 25 049
beschriebenen identisch ist, führt aber nach wie vor
zu einer ungleichen Stofferzeugung, d. h. zu einem
Pendeln des Schleifers. Da aufgrund der vorhandenen
großen Stoffmassen im Trog des Schleifers eine meßbare
Erwärmung des Trogstoffes wesentlich später einsetzt
als die Überhitzung in der Schleifzone und damit die
Verschlechterung des erhaltenen Schliffes, mußte ein
anderer Weg gegangen werden.
Überlegungen führten zu der Erkenntnis, daß die
Temperaturerhöhung auf eine Veränderung des
Reibungswiderstandes zwischen Stein und Holz
zurückzuführen sind. Der Reibungskoeffizient ist eine
Funktion der Steinrauhigkeit. Mit größerer
Steinrauhigkeit wird der Reibungskoeffizient größer.
Daraus folgt, daß sich eine empirisch zu bestimmende
Kurve erstellen läßt - Reibungskoeffizient in
Abhängigkeit von der Steinrauhigkeit -. Diese Kurve
kann man aufbauend auf den Analysen von Steenberg,
Analysis of Grinding Process Variables",
veröffentlicht in "Svensk Papperstidning", Nr. 11 vom
15. Juni 1957, Seite 409 ff., definieren als
worin
µ der Reibungskoeffizient,
L die Leistung des Schleifmotors,
V der Holzvorschub und
L v die Leistung des Vorschubmotors
µ der Reibungskoeffizient,
L die Leistung des Schleifmotors,
V der Holzvorschub und
L v die Leistung des Vorschubmotors
ist.
Alle drei Größen zur Ermittlung des
Reibungskoeffizienten können ohne Schwierigkeiten
gemessen und ihre Werte kontinuierlich in einen
Rechner eingegeben werden, der den jeweils
auftretenden Reibungskoeffizienten μ berechnet.
Erhöht sich μ liegt also der Arbeitspunkt des
Schleifers oberhalb der auf einem Oszillographen
darstellbaren μ-Linie, so muß eine
Wasserverdampfung stattgefunden haben und damit die
Schleiffläche trockene Streifen aufweisen. Der Rechner
kann damit automatisch ein Signal auslösen, das zur
Herabsetzung der Spritzwassertemperatur führt. Liegt
andererseits der Arbeitspunkt unterhalb der
gezeichneten Linie, also unterhalb der μ-Kurve, so
ist zwar genügend kaltes Spritzwasser vorhanden, die
Schleiftemperatur aber nicht optimal, d. h. zu weit
unter dem Siedepunkt. In diesem Fall wird dafür
gesorgt, daß die Spritzwassertemperatur angehoben
wird um den Schleifer wieder im optimalen Bereich zu
fahren.
Da die Veränderung des Arbeitspunktes des Schleifers
unmittelbar bei ihrem Auftreten erfaßt werden kann,
also lange, bevor sich eine Änderung der Temperatur im
Trog des Schleifers bemerkbar macht, bleibt der
Schliff konstant, d. h., es tritt keine trockene
Reibung zwischen Stein und Holz mit dem gefürchteten
Verbrennen des Stoffes auf und es wird auch die
optimale Schleiftemperatur eingehalten.
Um jegliches Pendeln des Schleifers auszuschalten,
sieht eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung vor,
daß der Festwert μ der als Kurve vorliegt, einen
Toleranzbereich einschließt, wobei dieser
Toleranzbereich zweckmäßig wählbar ist. Dadurch ist
sichergestellt, daß es nicht durch kurzfristige
Schwankungen in der Holzbeschaffenheit, die sich von
allein innerhalb kürzester Frist ausgleichen, zu einem
Regelvorgang kommt, sondern nur dann, wenn die
Toleranzgrenze nach oben oder unten überschritten
wird.
Claims (3)
1. Verfahren zur Regelung eines Holzschleifers, bei
dem Holzknüppel mittels eines ggf. in den
Trogstoff tauchenden Schleifersteines unter Zugabe
von Spritz- und/oder Trogverdünnungswasser zu
einer Holzschliffsuspension verschliffen werden,
wobei die Temperatur des Spritz- und/oder
Trogverdünnungswassers so gesteuert wird, daß die
Temperaturerhöhung in der Schleifzone unterhalb
des Verdampfungspunktes liegt, gekennzeichnet
durch die Kombination folgender Merkmale
vom Antriebsmotor des Holzschleifers wird die
momentane Leistungsaufnahme abgefragt und auf die
spezifische Leistungsaufnahme umgerechnet,
vom Antriebsmotor des Holzvorschubaggregates wird
die momentane Leistungsaufnahme sowie der Vorschub
abgefragt,
die spezifische Leistungsaufnahme des
Holzschleifermotors und der Vorschub wird in
Relation zur Leistungsaufnahme des Antriebsmotors
des Holzvorschubaggregates gesetzt,
das daraus erhaltene Resultat wird mit einem
wählbaren Festwert verglichen, wobei bei
Abweichung des Resultates vom Festwert nach oben
die Temperatur
des Spritzwassers abgesenkt, bei Abweichung nach
unten die Temperatur des Spritzwassers erhöht
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Festwert ein Wert mit einem
Toleranzbereich gewählt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Toleranzbereich
wählbar ist.
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883804869 DE3804869A1 (de) | 1988-02-17 | 1988-02-17 | Verfahren zur regelung eines holzschleifers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3804869A1 true DE3804869A1 (de) | 1989-08-31 |
Family
ID=6347555
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883804869 Withdrawn DE3804869A1 (de) | 1988-02-17 | 1988-02-17 | Verfahren zur regelung eines holzschleifers |
Country Status (3)
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
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| DE-Z: MEINECKE, A.: Die Entwicklung des Thermoschleifens. In: Das Papier, 39.Jg., H.10A, 1985, S. V147 - V152 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0364516A1 (de) | 1990-04-25 |
| WO1989007687A1 (fr) | 1989-08-24 |
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