DE3800483A1 - Chlorstabile entschaeumer fuer aktivchlor enthaltende reinigungsmittel, insbesondere geschirreinigungsmittel - Google Patents
Chlorstabile entschaeumer fuer aktivchlor enthaltende reinigungsmittel, insbesondere geschirreinigungsmittelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung alkalischer, Aktiv
chlor enthaltender Reinigungsmittel, die insbesondere für die
maschinelle Anwendbarkeit geeignet sind. Ein charakteristisches
Beispiel hierfür sind die bekannten Geschirreinigungsmittel,
die zur Darstellung der im nachfolgenden geschilderten Erfin
dung herangezogen werden, wenn die Erfindung hierauf auch nicht
eingeschränkt ist.
Zum maschinellen Reinigen von Geschirr werden üblicherweise
pulverförmige, granulierte oder flüssige alkalische Reini
gungsmittel verwendet, die im wesentlichen aus Gerüstsubstan
zen, Alkalimetallsilikaten, Alkalimetallcarbonaten und/oder
Alkalimetallhydroxiden bestehen, und sich darüberhinaus durch
einen Gehalt an Aktivchlor enthaltenden Verbindungen auszeich
nen. Zur Einschränkung des bei der maschinellen Reinigung nicht
gewünschten übermäßigen Schäumens ist in der Regel auch ein
Gehalt an Antischaummitteln vorgesehen.
Die Herstellung der Reinigungsmittel erfolgt im allgemeinen
durch trockenes Vermischen der einzelnen pulver- oder teilchen
förmigen Bestandteile unter Bildung des gewünschten Mischpro
duktes, wobei in Flüssigphase vorliegende Bestandteile, bei
spielsweise nichtionische Tenside und/oder Wasserglas - als
solche, als Gemisch oder in wäßriger Lösung - durch Aufsprühen
auf die bewegten pulver- oder teilchenförmigen Bestandteile,
oder anteilsweise vorliegende Mischungskomponenten zugefügt
werden. Hierdurch kann eine Granulation erfolgen.
Die Aktivchlor-haltigen Verbindungen werden im allgemeinen zum
Schluß zugefügt. Man strebt bei den hier beschriebenen festen
Reinigungsmitteln in jedem Fall ein Endprodukt von freifließen
der pulver- bis granulatförmiger Beschaffenheit an, das bei
normaler Lagerung nicht zusammenbackt und hohe Lagerstabilität
aufweist. Diese Forderung der Lagerstabilität betrifft ins
besondere auch die eingesetzten Aktivchlor enthaltenden Ver
bindungen.
Als solche Aktivchlor-haltigen Verbindungen in pulverförmigen,
granulierten, flüssigen oder flüssig-pastösen Geschirrspülmit
teln haben sich polychlorierte Cyanursäuren und ihre Salze
besonders bewährt. Wegen des höchsten Gehaltes an aktivem Chlor
ist besonders die Trichlorisocyanursäure von großem Interesse.
Als Antischaummittel werden bisher meist schaumarme, nicht
ionische Tenside eingesetzt, die jedoch den Nachteil zeigen,
daß die mit diesen Antischaummitteln hergestellten Geschirr
spülmittel nur über eine sehr begrenzte Lagerstabilität ver
fügen. Diese Schwäche macht sich dabei in zweifacher Hinsicht
bemerkbar: Zum einen zeigen die über mehrere Wochen gelagerten
Geschirrspülmittel einen Verlust ihrer Schaumarmut, d.h. die
als Antischaummittel eingesetzten, nichionogenen Tenside wie
Fettalkohol-EO x -PO y oder Oxoalkohol-EO x -PO y oder EO/PO-Block
polymere werden in der Formulierung während der Lagerung che
misch zerstört und verlieren damit ihre Antischaumwirkung. In
der Mehrzahl der Fälle führen die bei der Zerstörung des Anti
schaummittels entstehenden Zersetzungsprodukte sogar zu einem
stärkeren Schäumen der Reinigerformulierung, als dies ohne
Zusatz eines Antischaummittels der Fall ist. Zum anderen zeigen
solche über mehrere Wochen gelagerten Geschirrspülmittel einen
raschen Verlust an dem in den Salzen der polychlorierten Cy
anursäuren oder in Trichlorisocyanursäure enthaltenen
Aktivchlor, so daß gelagerte Geschirrspülmittel dieser Art
einen erheblich verringerten Gehalt an Aktivchlor aufweisen.
Sie besitzen damit beispielsweise gegenüber Tee-Verfleckungen
am Geschirr nur noch eine wenig ausgeprägte Reinigungsleistung.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß ausgewählte
Ketone in Reinigungsmitteln der hier betroffenen Art wir
kungsvolle Antischaummittel darstellen, welche weder von Aktiv
chlor bzw. den Salzen polychlorierter Cyanursäure bzw.
Trichlorisocyanursäure zerstört werden, noch ihrerseits das
Aktivchlor bzw. diese Aktivchlor enthaltenden Verbindungen
schädigen.
Gegenstand der Erfindung ist dementsprechend die Verwendung von
langkettigen Dialkyl- und/oder -alkenyl-Ketonen mit wenigstens
etwa 25 C-Atomen im Molekül als chlorstabile Entschäumer in
Aktivchlor enthaltenden, alkalischen, maschinell anwendbaren
Reinigungsmitteln, insbesondere Geschirrspülmitteln. Der Be
griff der Aktivchlor enthaltenden Mittel erfaßt dabei insbeson
dere die zuvor erwähnten Wirkstoffgemische, die polychlorierte
Cyanursäure und ihre Salze, insbesondere Trichlorisocyanur
säure, enthalten. Die Erfindung betrifft in einer weiteren
Ausführungsform Reinigungsmittel, insbesondere Geschirreini
gungsmittel der angegebenen Art, die Aktivchlor enthalten und
durch einen Gehalt der zuvor definierten Ketone mit wenigstens
etwa 25 C-Atomen im Molekül als chlorstabile Entschäumer ge
kennzeichnet sind.
Langkettige Dialkyl- und/oder -alkenyl-Ketone der hier betrof
fenen Art, ihre Herstellung und ihre Verwendung als Mittel zur
Schaumbekämpfung sind bekannt. Verwiesen wird beispielsweise
auf die DE-OS 25 53 990, das Lehrbuch Cesare Ferri "Reaktionen
der organischen Synthese", Georg-Thieme-Verlag, Stuttgart
(1978), 409 sowie die dort zitierte Originalliteratur. Die
Herstellung der Ketone erfolgt durch katalytische Abspaltung
von CO2 und Wasser aus höheren Monocarbonsäuren, insbesondere
höheren Fettsäuren bzw. deren Salzen. Ihre Verwendung als Mit
tel zur Schaumbekämpfung, beispielsweise in der Anstrichmit
tel-, Papier- und Nahrungsmittelindustrie ist in der zuvor
genannten Offenlegungsschrift geschildert. Nicht bekannt ist
bisher, daß sich Ketone der hier betroffenen Art als besonders
stabile Entschäumer in den üblicherweise hochalkalischen, Ak
tivchlor enthaltenden Medien von der Art der Geschirrspülmittel
erweisen.
Ketone, welche man aus der Umsetzung von linearen oder
verzweigten, gesättigten oder ungesättigten Carbonsäuren mit
wenigstens 12 C-Atomen und insbesondere aus der Umsetzung
entsprechender Fettsäuren einer Kohlenstoffkettenlänge von C14
bis C30 unter Abspaltung von Kohlendioxid und Wasser erhält,
erweisen sich als wirkungsvolle Antischaummittel des hier
betroffenen Einsatzzweckes, welche weder von Aktivchlor bzw.
den Salzen polychlorierter Cyanursäure bzw.
Trichlorisocyanursäure zerstört werden, noch ihrerseits das
Aktivchlor bzw. diese Aktivchlor enthaltenden Verbindungen
schädigen. Besonders bevorzugt sind Ketone, welche durch
Dimerisierung von Carbonsäuren bzw. Carbonsäuresalzen der
Kohlenstoffkettenlänge von C16 bis C22 erhalten werden. Die
Herstellung der Ketone kann dabei bevorzugt bei Temperaturen im
Bereich von etwa 200 bis 350°C in Gegenwart von Metalloxiden
oder fettsauren Metallverbindungen erfolgen.
Zur Herstellung der Ketone können definierte Ausgangsmateria
lien, insbesondere aber auch Carbonsäureschnitte mit insbeson
dere statistischer Verteilung im angegebenen Kettenlängenbe
reich eingesetzt werden. Ein besonders bevorzugtes Material für
den erfindungsgemäßen Anwendungszweck sind Ketonengemische aus
der Dimerisierung gesättigter Fettsäuren, bevorzugt aus ent
sprechenden Fettsäureschnitten natürlichen Ursprungs. Chemisch
handelt es sich hierbei dann um Gemische aus symmetrischen und
unsymmetrischen Ketonen, wie Heptacosanon-14, Hentriacon
tanon-16, Pentatriacontanon-18, Nonatriacontanon-20, Triate
tracontanon-22 bzw. Nonacosanon-15, Tritriacontanon-17, Hepta
triacontanon-19, Hentetracontanon-21 und dergleichen.
Ketone bzw. Ketonengemische der hier betroffenen Art sind übli
cherweise Substanzen, die bei Raumtemperatur fest sind und die
beispielsweise Schmelzpunkte im Bereich von 60 bis 105°C be
sitzen. Zur Erleichterung ihrer Verarbeitung, insbesondere aber
auch zur Verbesserung ihrer Antischaumwirkung kann es sich als
Vorteil erweisen, diese Produkte in einem flüssigen Träger zu
dispergieren. Insbesondere sind besonders feinteilige, fließ
fähige Dispersionen der Schauminhibitoren in geeigneten
Flüssigphasen besonders leicht in die bekannten, alkalisch
eingestellten, Aktivchlor enthaltenden Geschirrspülmittel
einzubringen. Als flüssige Phase eignen sich neben Wasser vor
allem organische Träger, die unter Normalbedingungen flüssig
sind und einen ausreichend niedrigen Stockpunkt bzw.
Schmelzpunkt von bevorzugt weniger als 5°C besitzen.
Vorteilhaft kann es weiterhin sein, fließfähige Träger
auszuwählen, die eine vergleichsweise hohe Viskosität besitzen,
da diese zur Stabilisierung der Dispersionen beiträgt. Die
flüssige Trägerphase kann selber entschäumende Wirkung besitzen
oder auch lediglich als Träger des Entschäumers im Sinne der
Erfindung dienen.
Geeignete organische Trägerflüssigkeiten sind beispielsweise
Mineralöle mit einem Siedepunkt oberhalb 140°C, Ester stark
verzweigter oder ungesättigter Fettsäuren mit 8 bis 18 C-Atomen
mit ein- oder mehrwertigen Alkoholen, z.B. Glykoldiester oder
Glycerintriester der Ölsäure, der Isostearinsäure, ferner Ester
auf Basis verzweigtkettiger oder ungesättigter, flüssiger
Fettsäuren mit verzweigtkettigen oder ungesättigten Fettalko
holen mit insbesondere 8 bis 18 C-Atomen, z.B. Isotridecylal
kohol oder Oleylalkohol. Geeignet sind weiterhin verzweigte
Alkohole mit 8 bis 24 C-Atomen, beispielsweise 2-Hexyldecanol-1
oder 2-Octyldodecanol-2.
Es kann vorteilhaft sein, solche organischen Trägersubstanzen
zu verwenden, die in der Wärme ein ausreichendes Lösevermögen
für die Ketone aufweisen und diese beim Abkühlen in feinver
teilter Form wieder ausscheiden. Hierdurch wird eine bequeme
Herstellung der Entschäumerdispersionen ermöglicht. Die Kom
ponenten werden gemeinsam erhitzt und anschließend unter in
tensivem Rühren rasch abgekühlt. Es fallen dabei äußerst fein
teilige und stabile Dispersionen an. Es ist aber auch möglich,
entsprechende Dispersionen durch Einrühren des fein gemahlenen,
wachsartigen Ketons, bzw. Ketonengemisches in die flüssige
Phase herzustellen.
Werden Dispersionen in die maschinell einzusetzenden, Aktiv
chlor enthaltenden Reinigungsmittel eingearbeitet, so können
Gehalte von etwa 5 bis 15 Gew.-% an Keton bzw. Ketonengemisch
in der zugesetzten Dispersion zweckmäßig sein. Es kann sich
weiterhin als vorteilhaft erweisen, die Ketonendispersionen im
Träger durch Zusatz von Stabilisator-Hilfsmitteln weiterzu
stabilisieren. Geeignet ist beispielsweise hierfür die Zugabe
von etwa 0,3 bis 3,0 Gew.-% Erdalkalistearat oder Aluminium
stearat.
Die im erfindungsgemäßen Sinne den alkalischen, Aktivchlor
enthaltenden Reinigungsmitteln zugesetzten Entschäumer auf
Basis der langkettigen Ketone zeigen schon beim Zusatz in sehr
beschränkten Mengen eine befriedigende Entschäumungswirkung. In
dem Reinigungsmittelkonzentrat liegt der Gehalt an Entschäumer
üblicherweise bei nicht mehr als einigen Gewichtsprozent, vor
zugsweise bei nicht mehr als etwa 1 Gew.-%, bezogen auf trocke
nes Reinigungsmittelkonzentrat. Besonders geeignet kann bei
spielsweise eine Menge des Entschäumers auf Ketonenbasis im
Bereich von etwa 0,05 bis 0,5 Gew.-% sein - wiederum bezogen
auf das Reinigungsmittelkonzentrat.
Die Antischaummittel der nachfolgenden erfindungsgemäßen Bei
spiele 1 und 2 sowie der Vergleichsbeispiele 3 und 4 werden
jeweils der folgenden Grundrezeptur zugegeben:
500 g Natriummetasilikat, wasserfrei
370 g Pentanatriumtripolyphosphat
70 g Natriumcarbonat, wasserfrei
50 g Wasserglas 37/40
30 g Antischaummittel der Beispiele 1 bis 4
10 g Trichlorisocyanursäure.
370 g Pentanatriumtripolyphosphat
70 g Natriumcarbonat, wasserfrei
50 g Wasserglas 37/40
30 g Antischaummittel der Beispiele 1 bis 4
10 g Trichlorisocyanursäure.
Alle Komponenten werden 10 Minuten lang bei 20°C in einer
rotierenden Trommel gemischt. Die im einzelnen eingesetzten
Antischaummittel sind dabei wie folgt:
89,6 Gew.-% Mineralöl
7,0 Gew.-% "Keton A"
3,0 Gew.-% Umsetzungsprodukt aus der Alkoxylierung von Polypropylenglykol (MG 2020) mit 34 Mol
Ethylenoxid und nachfolgender Veresterung der endständigen Hydroxylgruppen mit
Stearinsäure
0,4 Gew.-% Aluminiumstearat
7,0 Gew.-% "Keton A"
3,0 Gew.-% Umsetzungsprodukt aus der Alkoxylierung von Polypropylenglykol (MG 2020) mit 34 Mol
Ethylenoxid und nachfolgender Veresterung der endständigen Hydroxylgruppen mit
Stearinsäure
0,4 Gew.-% Aluminiumstearat
94,6 Gew.-% 2-Octyldodecanol-1
5,0 Gew.-% "Keton A"
0,4 Gew.-% Magnesiumdistearat.
5,0 Gew.-% "Keton A"
0,4 Gew.-% Magnesiumdistearat.
Das in den erfindungsgemäßen Beispielen 1 und 2 eingesetzte
"Keton A" ist das Umsetzungsprodukt aus 2 Mol eines gesättigten
Fettsäureschnittes unter Abspaltung von 1 Mol Kohlendioxid und
1 Mol Wasser, wobei der eingesetzte Fettsäureschnitt die
folgende Kohlenstoffkettenverteilung aufweist:
0,5% C₁₂
4,0% C₁₄
25,0% C₁₆
49,0% C₁₈
11,0% C₂₀
10,0% C₂₂
0,5% C₂₄
4,0% C₁₄
25,0% C₁₆
49,0% C₁₈
11,0% C₂₀
10,0% C₂₂
0,5% C₂₄
Als Entschäumer wird hier eingesetzt C12/C14-Fettalkohol +2 EO
+4 PO
Hier wird als Entschäumer eingesetzt C12/C18-Fettalkohol +5 EO
+8 PO
Die schaumdämpfende Wirkung der mit den Antischaummitteln aus
Beispielen 1 bis 4 hergestellten Geschirrspülmittel wird in
einer Reinigungsflotte geprüft, die als stark schäumendes Pro
dukt ein frisches Ei enthält. Die Testmethode wird im nach
folgenden beschrieben:
2 Eier (ca. 100 bis 110 g) werden in einem elektrischen Mix
gerät 1 : 1 mit Wasser von 16°dH verdünnt und 2 Minuten ge
mixt.
100 g dieser Emulsion werden dann in einen doppelwandigen Meß
zylinder von 2000 ml Fassungsvermögen mit Wasser von 16°dH auf
ein Volumen von 500 ml aufgefüllt und auf 50°C temperiert.
Nach Erreichen der Prüftemperatur werden dieser Mischung je
weils 20 g des zu prüfenden Geschirrspülmittels gemäß Bei
spielen 1 bis 4 zugesetzt. Mit Hilfe einer Labor-Schlauchpumpe
wird diese Lösung mit einem Glasrohr vom Boden des Meßzylinders
angesaugt. Die Rückführung der Flüssigkeit erfolgt über ein
zweites Rohr, dessen unteres Ende in der Höhe der Oberkante des
Meßzylinders endet. Die Flüssigkeit wird mit einer Geschwindig
keit von 4 Litern/Minute umgepumpt und fällt in den Meßzylinder
zurück. Durch dieses Umpumpen der Flüssigphase entsteht Schaum.
Nach jeweils 5, 10, 20 und 30 Minuten werden die Volumina abge
lesen, welche sich aus Schaum + Flüssigkeit nach diesem Zeit
raum gebildet haben.
Neben der in dieser Form bestimmten Antischaumwirkung wird auch
der Aktivchlorgehalt des jeweiligen Geschirrspülmittelgemisches
mit den in den Beispielen 1 bis 4 enthaltenen Antischaummitteln
nach der folgenden Methode bestimmt:
5 g des Geschirrspülmittels, 20 ml einer 10%igen Kaliumiodid-
Lösung und 100 ml deionisiertes Wasser werden bei 20°C während
10 Minuten unter Rühren in einem Erlenmeyerkolben (Fassungsver
mögen 300 ml) gelöst. Diese Lösung wird unter Zusatz von Stärke
als Indikator mit einer 0,1molaren Na2S2O3-Lösung von braun
nach farblos titriert.
Die Berechnung des Aktivchlorgehaltes erfolgt nach der folgen
den Formel:
Die Antischaumwirkung der untersuchten Geschirrspülmittel -
gemessen am jeweiligen Volumen aus Schaum + Flüssigphase -
sowie der Aktivchlorgehalt werden dabei unmittelbar nach Her
stellung des jeweiligen Geschirrspülmittels sowie nach einer
Lagerung bei 40°C für den Zeitraum von 1, 2 und 3 Monaten
bestimmt. Die dabei bestimmten Werte sind in der nachfolgenden
Tabelle zusammengefaßt.
Die Zahlenangaben dieser Tabelle zeigen dabei das Folgende:
Die mit den erfindungsgemäßen Antischaummitteln hergestellten
Geschirrspülmittel der Beispiele 1 und 2 weisen selbst nach
einer Lagerung von 3 Monaten fast eine ebenso gute Antischaum
wirkung auf wie direkt nach ihrer Herstellung. Der Verlust an
Aktivchlor beträgt nach einer Lagerzeit von 3 Monaten maximal
33%.
Die mit den Antischaummitteln der Vergleichsbeispiele 3 und 4
formulierten Geschirrspülmittel weisen nach einer Lagerzeit von
nur einem Monat bereits eine wesentlich schwächere Antischaum
wirkung auf. Der Verlust an Aktivchlor beträgt nach nur einem
Monat Lagerung bereits 74 bzw. 79%.
Claims (5)
1. Verwendung von langkettigen Dialkyl- und/oder -alke
nyl-Ketonen mit wenigstens etwa 25 C-Atomen im Molekül als
chlorstabile Entschäumer in Aktivchlor enthaltenden alka
lischen, maschinell anwendbaren Reinigungsmitteln, insbesondere
Geschirrspülmitteln.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß Ketone aus der Dimerisierung von geradkettigen und/oder
verzweigten, gesättigten und/oder ungesättigten Carbonsäuren
mit wenigstens 12 C-Atomen eingesetzt werden.
3. Ausführungsform nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß Ketone aus der katalytischen Umsetzung von Car
bonsäuren bzw. Carbonsäureschnitten und/oder ihren Salzen des
C-Zahlbereichs von C14 bis C30, bevorzugt des Bereichs von C16
bis C22 verwendet werden.
4. Ausführungsform nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß Ketone aus der Dimerisierung gesättigter Fett
säuren und/oder ihrer Salze, bevorzugt aus entsprechenden Fett
säureschnitten natürlichen Ursprungs, verwendet werden.
5. Ausführungsform nach Ansprüchen 1 bis 4 dadurch gekennzeich
net, daß die bei Raumtemperaturen festen Ketone in Form fein
teiliger Dispersionen in Wasser oder in bei Raumtemperatur
flüssigen organischen Trägern verwendet werden.
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
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