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DE38858C - Apparat zum Markiren mikroskopischer Objekttheile - Google Patents

Apparat zum Markiren mikroskopischer Objekttheile

Info

Publication number
DE38858C
DE38858C DENDAT38858D DE38858DA DE38858C DE 38858 C DE38858 C DE 38858C DE NDAT38858 D DENDAT38858 D DE NDAT38858D DE 38858D A DE38858D A DE 38858DA DE 38858 C DE38858 C DE 38858C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sleeve
magnifying glass
pin
few
screw
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT38858D
Other languages
English (en)
Original Assignee
R. WINKEL in Göttingen
Publication of DE38858C publication Critical patent/DE38858C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B21/00Microscopes
    • G02B21/24Base structure

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)
  • Microscoopes, Condenser (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 42: Instrumente.
Der vorliegende Apparat hat den Zweck, das oft schwierige Wiederauffinden sehr feiner Objecttheile, namentlich solcher, welche in dickere Gewebeschichten eingeschlossen sind, zu erleichtern. Seine Handhabung ist einfach und wenig zeitraubend. Man schraubt ihn an Stelle des Objective in den Mikroskoptubus, senkt die mit einem Diamantsplitter oder anderem glasschneidenden Körper versehene Zeichenspitze auf das Deckglas herab und dreht die obere Hülse an ihrem vorspringenden Rande einmal um ihre Achse; der excentrisch gestellte Zeichenstift macht diese Bewegung und beschreibt hierbei eine feine Kreislinie auf der Deckglasfläche.
Die Einrichtung des Apparates ist folgende: Mit dem Tubusverschraubungskopf A ist der aus hart gezogenem Neusilberdraht gefertigte Zapfen B fest verbunden und zu zwei an Länge und Durchmesser ungleichen Cylindern a und c ausgearbeitet. An der Stelle, wo beide Cylinder gegen einander treten, befindet sich das kurze Schraubengewinde b. Eine über-* den oberen Cylinder α gesteckte Drehhülse C wird durch die Schraubenmutter bl festgehalten, doch so, dafs die leichte und freie Umdrehung um ihre Achse in keiner Weise behindert ist. Diese Drehhülse hat den vorspringenden Rand d, welcher mantelförmig über den Kopf einer auf dem unteren Gewinde c sich drehenden zweiten Hülse D greift und mit derselben durch den Schraubenstift m derart verbunden ist, dafs, wenn die Hülse C um ihre Achse α gedreht wird, die untere D an dieser Drehung theilnimtnt. Das in dem übergreifenden Rande bei m befindliche Schlitzloch gestattet das freie Auf- und Niedergleiten der Führungsschraube, also auch das der Hülse D und des mit letzterer verbundenen Zeichenstiftes i. Es hat diese Einrichtung den doppelten Zweck, den beim Bewegen der Drehhülse nicht zu vermeidenden Druck von oben für den Zeichenstift wirkungslos zu machen, sowie beim Niedersenken des Tubus das zu starke Aufstofsen der Diamantspitze auf die Deckglasfläche zu vermeiden. Der Zeichenstift ist in dem Schlittenstück h befestigt, welches in seinem am Vordertheil der Hülse D befindlichen Lager durch die Schraube f, und in entgegengesetzter Richtung durch die Feder g bewegt werden kann. Durch die gröfsere oder geringere Verstellung des Markirstiftes aus der Achse wird es nun möglich, Kreise von verschiedenen Durchmessern, je nach Erfordernifs von Y4 bis 2 mm, zu ziehen.
Beim Gebrauch dieses Instrumentes ist FoI^ gendes zu beobachten: Hat man im Object unter starker Vergröfserung eine Stelle entdeckt, an deren sicherem Wiederauffinden — sei es zur genaueren Untersuchung, sei es zur Demonstration oder zur photographischen Aufnahme — dem Beobachter gelegen ist, so wird dieselbe, nachdem das Präparat auf dem Objecttisch festgeklammert ist, möglichst genau in die Mitte des Sehfeldes geschoben, sodann das Object abgenommen und der Apparat angesetzt. Nun mufs der Tubus so weit herausgesenkt werden, dafs zwischen Zeichenspitze und Deckglasfläche noch ein geringer Zwischenraum bleibt. Die weitere Annäherung wird, ähnlich wie beim Gebrauch starker Objective, durch die Mikrometerschraube bewirkt, bei

Claims (1)

  1. welchem Vorgange es zweckmäfsig ist, durch die Lupe zu beobachten, ob der Schraubenstift m in seinem Führungsspalt' sich hebt, d. b. die Zeichenspitze die Deckglasoberfläche berührt hat. Ist dieses der Fall, so wird am bequemsten mit beiden Zeigefingern die Hülse c an ihrem vorspringenden Rande e in drehende Bewegung gesetzt, nach welcher Manipulation auf der Deckglasfläche eine feine, die gefundene Objectpartie concentrisch umschliefsende Kreislinie zurückbleibt. Letztere lälst sich schon bei schwacher Lupenvergröfserung deutlich erkennen, auch wenn nur eine einmalige Umdrehung der Diamantspitze stattfand. Beim Gebrauch der Oelimmersion ist es jedoch rathsam, die Drehung einigemale zu wiederholen, oder, wenn die Oelsubstanz dicklich und zähe, durch geringe Belastung vermittelst eines kleinen gabelförmigen Bleistückes den Druck auf die Diamantspitze zu verstärken.
    Einige Versuche genügen, um für verschiedene Gebrauchsfälle das Geeignete zu ermitteln. Finden sich in einem Präparat aufser der schon gekennzeichneten Stelle noch andere bemerkenswerthe Partien, die ihres Inhalts oder ihrer höheren Bildschärfe wegen unterschiedliche Bezeichnungen wünschenswerth machen, so lassen sich diese durch Beschreiben von zwei- oder dreifachen concentrischen Ringen leicht herstellen, es bedarf dazu nur einer geringen Verstellung, etwa ]/]0 Umdrehung an der Schlittenschraube f.
    Es erübrigen nun noch einige Worte über das Wiederaufsuchen solcher gekennzeichneten Objectstellen. Mit Hülfe einer Handlupe sind dieselben auf dem Objecttisch über enger Blende so zurecht zu legen, dafs es beim Betrachten mit schwacher Objectivvergröfserung nur geringer Nachhülfe bedarf, die Marke in die Mitte des Gesichtsfeldes zu schieben, um dann mit stärkerer Vergröfserung weiter zu arbeiten. Das regelmäfsige genaue Einbringen des Objectes in die richtige Lage ist freilich dadurch bedingt, dafs sämmtliche Verschraubungsstücke genau gearbeitet und schmutzfrei sind. Es ist dies indessen ein Erfordernifs, das auch bei jedem anderen Apparat für,gleiche oder ähnliche Zwecke Bedeutung hat.
    Patent-Ansρruch:
    Ein am Mikroskoptubus zu befestigender Markirapparat für mikroskopische Objecttheile, bestehend aus der um einen am Tubuskopf angebrachten Zapfen drehbaren Hülse C, sowie der um eine Verlängerung des Zapfens gelagerten Hülse D, welche den in seitlicher Richtung verschiebbaren Zeichenstift i trägt, und welche in Auf- und Abrichtung sich unabhängig von C bewegen kann, während dieselbe bei Drehung von Hülse C deren Bewegung folgen mufs.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT38858D Apparat zum Markiren mikroskopischer Objekttheile Expired - Lifetime DE38858C (de)

Publications (1)

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DENDAT38858D Expired - Lifetime DE38858C (de) Apparat zum Markiren mikroskopischer Objekttheile

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE38858C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1029593B (de) * 1955-05-12 1958-05-08 Daimler Benz Ag Vorrichtung zum Herstellen von Abdruckpraeparaten fuer Elektronen-Mikroskope
US2989808A (en) * 1956-10-04 1961-06-27 Keuffel & Esser Co Scribing instrument
DE2922212A1 (de) * 1978-06-05 1979-12-06 Olympus Optical Co Mikromanipulator fuer mikroskope

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