DE67688C - Instrument zur Herstellung perspectivischer Zeichnungen - Google Patents
Instrument zur Herstellung perspectivischer ZeichnungenInfo
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- DE67688C DE67688C DENDAT67688D DE67688DA DE67688C DE 67688 C DE67688 C DE 67688C DE NDAT67688 D DENDAT67688 D DE NDAT67688D DE 67688D A DE67688D A DE 67688DA DE 67688 C DE67688 C DE 67688C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B43—WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
- B43L—ARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
- B43L13/00—Drawing instruments, or writing or drawing appliances or accessories not otherwise provided for
- B43L13/14—Devices for drawing in perspective
- B43L13/16—Devices for drawing in perspective free-hand
- B43L13/18—Devices for drawing in perspective free-hand having optical or projecting equipment
Description
LAlStRLlCTTF?
PATENTAM
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. September 1892 ab.
Mittelst des Instrumentes der vorliegenden Erfindung kann die Perspective eines1 jeden beliebigen
Gegenstandes in jeder beliebigen Gröfse nach der Natur hergestellt, sowie irgend eine
Zeichnung in irgend einem Mafsstabe reproducirt werden. Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung
stellt die Vorderansicht des Instrumentes dar; Fig. 2 ist die Seitenansicht davon, während
Fig. 3 in gröfserem Mafsstabe einen Einzeltheil darstellt.
Das Instrument setzt sich wie folgt zusammen. Das Fernrohr oder Augenglas a
dient zur Beobachtung des in Perspective zu zeichnenden Gegenstandes. Das Aufzeichnen
selbst erfolgt mittelst des Zeichenstiftes b. Der Läufer c ist durch Stäbe sowohl mit a als
auch mit b verbunden und dazu bestimmt, die Bewegungen dieser beiden Theile von einander
abhängig zu machen. Die Theile α b und c sitzen an einem Stativ von besonderer Einrichtung.
Dasselbe besteht aus der Stange d, welche horizontal über dem Zeichenblatt angeordnet
ist und beim Gebrauch feststeht. An dem einen Ende derselben ist der halbe Ring e
mit den beiden festen Punkten ff befestigt. Letztere liegen in der verlängerten Achse von
d und dienen zum Festhalten eines kreisrunden Ringes g innerhalb des Halbringes e; der
Ring g kann sich um die festen Punkte ff drehen, sein Mittelpunkt liegt gleichfalls in der
verlängerten Achse von d und bleibt bei der Drehung unbeweglich.
Die horizontale Stange d ist mit einem verticalen
Rohr h durch eine Doppelmuffe i derart verbunden, dafs sie nach der Höhe und nach
der Seite verstellt werden kann. Das Rohr h ruht mit einem Fufs j auf dem Zeichentisch t
und wird auf letzterem mittelst Zwinge k befestigt.
Die Achse des Beobachtungsrohres α ist bestimmt einerseits durch eine feine Diaphragmaöffnung
vor dem Ocular und andererseits durch den Kreuzpunkt zweier Fäden vor dem Objectiv.
Das Glas α ist mit zwei auf' seiner Achse senkrecht stehenden Armen / V ausgestattet,
deren Spitzen von zwei den Ring g durchdringenden Schräubchen mm' festgehalten
werden. Die Achsen ff und mm' stehen senkrecht auf einander. Der Schnittpunkt der
Fernrohrachse und der Achse der Arme //' fällt in den Mittelpunkt des Ringes g. Da
das Fernrohr α um die Achse mm', der dasselbe aufnehmende Ring g um die Achse ff.
drehbar ist, so kann das Fernrohr α nach
jedem beliebigen Punkt des in Perspective zu zeichnenden Gegenstandes hin gerichtet werden,
wobei seine Achse beständig durch den Mittelpunkt des Ringes g geht. Dieser letztere
Punkt, dessen Lage im Raum unveränderlich ist und durch welchen alle Sehlinien des
Beobachters hindurchgehen, ist der sogen. Augen- oder Gesichtspunkt. '
Der Zeichenstift b ist am unteren Ende eines Rohres η befestigt, welches mit Reibung
auf einem zweiten Rohr η' verschiebbar ist. Letzteres ist wiederum auf einer Stange n"
leicht verschiebbar, die ihrerseits vermittelst eines Zwischenstückes 0 an zwei Ringen g' g"
befestigt ist. Diese Ringe sind zu beiden Seiten des mittleren Ringes g angeordnet und
mit diesem durch Eindrehungen und durch das Zwischenstück 0 derart verbunden, dafs sie
sich um die durch die Mittelpunkte der drei Ringe g g'g" gehende Achse nach der einen
oder anderen Richtung drehen können. Die gemeinschaftliche Achse von b nn' n" geht in
jeder Stellung der Schreibvorrichtung durch den Mittelpunkt des Ringes g, d. h. durch den
Augenpunkt. Infolge der Drehbarkeit des Ringes g und der Ringe g' g", sowie infolge
der Verschiebbarkeit der Rohre η η' kann die Spitze des Zeichenstiftes b auf jeden beliebigen
Punkt des Zeichenblattes gebracht werden.
Der Läufer c besteht aus einem kurzen Rohrstück, welches auf der Stange d leicht
hin- und hergleiten kann, mit dem Fernrohr a durch eine Stange ρ und mit dem Verbindungsstück
ο durch eine andere Stange q verbunden ist. Die beiderseitigen Verbindungspunkte bilden Gelenke. Die Gelenkachsen von
ρ und q am Läufer c stehen auf der Achse des letzteren und auf einander senkrecht. Die
Gelenkachse von ρ am Fernrohr α steht senkrecht
auf diesem Fernrohr und diejenige von q am Zwischenstück ο steht senkrecht auf der
Achse des Zeichenstiftes b. Die Entfernungen dieser beiden Achsen vom Augenpunkt sind
beliebig, aber unter einander gleich.
Gemäfs diesen Anordnungen folgt: i. dafs
die Achse des Fernrohres α sich in einer Ebene bewegt, welche durch die Achse der Stange d
geht, und dafs sie mit 'dieser Achse einen beliebigen Winkel bilden kann; .2. dafs die Achse
des Zeichenstiftes b sich in einer anderen Ebene bewegt, welche gleichfalls durch die Achse der
Stange d geht, und dafs auch sie mit dieser Achse einen beliebigen Winkel bilden kann; 3. dafs
diese beiden Ebenen stets senkrecht auf einander stehen, dafs also, wenn die eine dieser
Ebenen sich um einen gewissen Winkel um die gemeinschaftliche Achse dreht, die andere
Ebene sich um denselben Winkel und um dieselbe Achse dreht; 4. dafs die Winkel, welche von der Achse des Fernrohres und von
der Achse des Zeichenstiftes einerseits mit der Achse der Stange d andererseits gebildet werden,
einander benachbart und stets gleich sind; 5. dafs die Drehungsachse des Fernrohres senkrecht
auf der Drehungsachse des Zeichenstiftes steht, und dafs die Achse der Stange d
wiederum senkrecht zu jeder der beiden ersteren ist; 6. endlich, dafs der Augenpunkt,
die Spitze des Zeichensfiftes und der Kreuzungspunkt der Drehungsachse der Stange g mit
der Achse der Rohre η η' in derselben Geraden liegen.
Beim Gebrauch wird das Instrument mittelst der Zwinge k auf einem horizontalen Tisch i,
auf welchem das Zeichenpapier aufgespannt ist, festgeschraubt, so dafs die horizontale Stange d
mitten über dem Zeichenpapier sich befindet. Man stellt nun den perspectivisch zu zeichnenden
Gegenstand je nach der gewünschten BiIdgröfse in entsprechender Entfernung vor sich
hin, richtet alsdann die Achse des Fernrohres gegen einen beliebigen Punkt, desselben, läfst
gleichzeitig die Rohre nn' mit dem Zeichenstift
b, die man vorher mit der Hand hochgehalten hat, herabgleiten bis zur Berührung
mit dem Papier und erhält so die genaue Perspective des betreffenden Punktes. In gleicher
Weise wird die Perspective aller sichtbaren Eck- und erforderlichenfalls einiger Zwischenpunkte
gesucht und auf dem Zeichenpapier angegeben. Verbindet man schliefslich die einzelnen
Punkte in richtiger Folge durch Linien mit einander, so erhält man die genaue Perspective
des Gegenstandes. Die Einstellung des Fernrohres geschieht am einfachsten in der
Weise, dafs man den Zeichenstifthalter η mit der Hand erfafst, ihn mit der Spitze b kurz
über dem Papier hochhält und nun so lange hin- und herbewegt, bis das Auge des Beobachters
den gesuchten Punkt im Fernrohr erblickt. Indem man jetzt den Halter η leicht
niederwärts drückt, verzeichnet der Stift b diesen Punkt auf dem Papier.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Instrument zur Herstellung perspectivischer Zeichnungen, welches durch folgende Einrichtungen in Verbindung mit einander gekennzeichnet ist:a) durch ein Fernrohr (a), welchem durch geeignete drehbare Lagerung innerhalb eines drehbaren Ringes (g) im Raum jede beliebige Stellung gegeben werden kann, wobei ein Punkt seiner Achse unveränderlich bleibt;b) durch eine Zeichenvorrichtung (bnn'n") mit hoch- und niederschiebbarem Zeichenstift (b), welche, in der Ebene des Ringes (g) drehbar, mit diesem verbunden ist, und folglich nach jedem Punkte des Zeichenblattes hingeführt werden kann, wobei ihre Achse in jeder Lage durch den festen Punkt des Fernrohres (a) geht;c) durch einen Läufer fcj, welcher auf einer die unter a) und b) genannten Vorrichtungen tragenden horizontalen Stange (d). gleitet, mit diesen Vorrichtungen durch Stangen (p q) gelenkig verbunden ist und dazu dient, die Bewegung des Fernrohres (a) von derjenigen des Zeichenstiftes (b) und umgekehrt abhängig zu machen;d) durch ein Stativ (Ji j), welches mittelst Zwinge (k) auf dem Zeichentisch (t) befestigt wird und mit der die beweglichen Theile (a b) des Instrumentes tragenden horizontalen Stange (d) in solcher Weise verbunden ist, dafs letztere sowohl nach der Höhe als auch nach der Seite verstellt werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67688C true DE67688C (de) |
Family
ID=341296
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67688D Expired - Lifetime DE67688C (de) | Instrument zur Herstellung perspectivischer Zeichnungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67688C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1182850B (de) * | 1954-10-08 | 1964-12-03 | Thankmar Hildebrandt Dr Ing | Optisches Geraet zum Aufzeichnen zentralperspektivischer Abbildungen eines Gegenstandes |
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- DE DENDAT67688D patent/DE67688C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1182850B (de) * | 1954-10-08 | 1964-12-03 | Thankmar Hildebrandt Dr Ing | Optisches Geraet zum Aufzeichnen zentralperspektivischer Abbildungen eines Gegenstandes |
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