DE387276C - Verfahren zum Kristallisieren von Zucker- und anderen Loesungen - Google Patents
Verfahren zum Kristallisieren von Zucker- und anderen LoesungenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B30/00—Crystallisation; Crystallising apparatus; Separating crystals from mother liquors ; Evaporating or boiling sugar juice
- C13B30/02—Crystallisation; Crystallising apparatus
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Description
- Verfahren zum Kristallisieren von Zucker- und anderen Lösungen. Das Verkochen und Ausscheiden von Kristallen aus den Säften der Zuckerfabrikation wurde bisher in -der Weise vorgenommen, dar ein Verkochapparat die Kristalle von bestimmter Größe und Anzahl aus :der Zuckerlösung durch Konzentrierung des Saftes herauskochte. Hierbei wurde die Mutterlauge während des Fertigkochens bis zu einer bestimmten Konzentration eingedampft; um dabei eine starke Übersättigung der Ijösung zu erreichen, wurde auch noch Mutterlauge in Form des abgeschleuderten Ablaufes früherer Stirle zugezogen.
- Nach dem Kochen wurde dann die Kristallmasse in Rührwerken und durch Abkühlen einer Nachkristallisation entsprechend der t`bersättigung ausgesetzt und dann in Zentrifugen abgeschleudert. Bei Mitverwendung von Zentrifugenablauf früherer Sude wurde die Zuckerausbeute beim Verkochen eine grUere als ohne Zusatz, infolgedessen der Reinheitsquotient des Grünsirups ein geringer.
- Diese bisher gebräuchliche Arbeitsweise hat den Vorteil, die Ausbeute auf den ersten Wurf merklich zu erhöhen, sie hat dabei aber den Nachteil, daß Teile .des Sirups wiederholt in den Kreislauf zurückgenommen werden, wodurch -die Menge der Füllmasse unnötig vergrößert wird. Dadurch ist aber auch wieder die Kristallisation, sei es infolge der verringerten Reinheit oder -der verkürzten Rührzeit, ungünstig beeinflußt worden, und zwar sowohl in bezug auf die Gesamtausbeute als auch auf die Oualität des gewonnenen Produktes.
- Diese Nachteile vermeidet das neue Verfahren dadurch, däß abwechselnd ein Sud ohne und einer oder mehrere Sude mit Ablauf verkocht werden, und zwar kocht man zweckmäßig den ersten Sud ohne Ablaufzuzug. Die Füllmasse dieses Sudes soll keiner Nachkristallisation in der Maische unterworfen werden, sondern wird ohne Rücksicht auf die Ausbeute und die Reinheit der Mutterlauge sofort heiß geschleudert. Der ganze Ablauf dieses Sudes wird dann dem zweiten Sud zugesetzt und mit diesem zusammen verkocht. Di.e Verkochung beginnt, wenn die Mutterlauge des zweiten Sudesdurch Verkochung ungefähr die Reinheit hat wie der Ablauf des ersten Sudes, und zwar in einem Mengenverhältnis, daß der ganze Ablauf des ersten Sudes zum Fertigkochen des zweiten Sudes verbraucht werden kann. Der Ablauf dieses zweiten Sudes ist zu Nachproduktfüllmasse zu verkochen.
- Die Zentrifugenstation oder eine andere entsprechende Einrichtung zur Alyscheidung der Kristalle von der Mutterlauge wird in der Weise unterteilt öder getrennt, daß der eine Teil der Zentrifugenstation die Füllmasse ohne und der andere Teil die Füllmasse mit Ablaufzuzug verarbeitet. Das hat .den Vorteil, daß in den Maischen und in den Zentrifugen je nach der Zusammensetzung des Sudes verschiedene Rührzeiten und Schleuderzeiten eingehalten werden können, so daß die verschiedenen Arten der Sude individuell behandelt werden können und daß ein wiederholter Kreislauf des Ablaufs ausgeschlossen ist. Beispiel. NVenn man beispielsweise eine I:ndproduktfüllniasse ohne Zuzug von Ablauf auf Korn verkocht, wie dieses bei Weißzuckerfabrikation vorteilhaft ist, und beim Schleudern einen Grünsirup mit einem Reinheitsquotienten von 8o erhält, so hat dir Grünsirup. bis auf 9 Prozent Wassergehalt eingekocht, als Füllmasse II die folgende Zusammensetzung:
Wird diese Füllmasse bis 50° C herabgekühlt, so lösen die c) Prozent Wasser 9 X 3,=1-1 Teile Zucker - 3o,9c-#.Wassergehalt ............ g,oo Brix ................... 9i,oo Zucker ............... 72,80 Nichtzucker ............. 18,2o - Der Ablauf hat dann auf 3o,96 Teile Zucker 30,96 + 18,2o -- .I9,16 Teile Trockensubstanz und einen Reinheitsquotienten von 62,9.
- Wird nun der- Sud gleich heiß geschleudert, so wird nian auf einen Ablaufquotienten N--,>n ()6 kommen. Nimmt inan nun bei den beiden nächsten Suden zwei Teile von 8o Otiotient und als dritten Teil den Ablauf mit 66, so erhält man einen Mischquotienten voll 75,3.
- Wenn nian diese 'Mischung bei einem Wassergehalt von 9 Prozent einkocht, so hat die Füllmasse folgende Zusammensetzung:
Wird auch diese Füllmasse bis auf 5o° C abgekühlt, so lösen die 9 Prozent Wasser 30,96 Teile Zucker. Der Ablauf hat dann auf 3o,96 Teile Zucker 53,i7 Teile Trockensubstanz mit einem Reinheitsquotienten von 58,2.Wassergehalt ............ 9,oo Brix ................... 9i.oo "Zucker ............... 1i8,79 Nichtzucker ............. 22,''i - ,Man kann also mit Hilfe eines Zwischenproduktes, das keinen tesonderen Maiscl:-ra.um für die Nachkristallisation beansprucht. sondern für (las nur eine Zentrifügenstation iiiitig ist, die Ausbeute wesentlich erhöhen.
- Dieses Verfahren läßt sich auch zur Verarheitung von Nachprodukten vertuenden, und zwar in der Weise, daß der erste Stid auch ohne Ablaufzuzug verkocht wird. Der Ablauf dieses ersten Sudes wird dann in ähnlicher Weise, «-ie dieses vorstellend beschriel;en wurde, mit: den folgenden Suden zusammen verkocht.
Claims (1)
- PATRNT-ANSPRÜCliE: 1. Verfahren zum Kristallisieren von Zucker- und anderen Lösungen, dadurch gekennzeichnet, daß von dem gleichartigen Ausgangsprodukt abwechselnd ein Sud ohne und ein oder mehrere Sude mit Ablauf verkocht werden, wobei als Zusatz d er Ablauf der ersten Sudes dient, der ohne Rücksicht auf die Reinheit (leg Mutterlauge gewonnen ist. 2. \-erfahren zum Verkochen von Uisungen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, elaß man die ohne und niil Zuzug von Ablauf gewonnene Fiiilniasse auf getrennten Maischestationen und getrennten Zentrifugen- und anderen Trennstationen bei verschiedenen Rührzeiten und mit verschiedenen Temperaturen %-(,rarbeitet.
Priority Applications (1)
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