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Auftriebmaschine. DieErfindung betrifft@eiile Atiftriebnzaschine mit
einem in einer Flüssigkeit angeordneten Becherwerk, das durch den Auftrieb von in
die Flüssigkeit eingeleiteten Gasen oder Dämpfen in Bewegung gesetzt wird.
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Der Erfindung gemäß werden bei einer solchen Maschine - mindestens
zwei Becherwerke vorgesehen, die derart umlaufen, däß die nebeneinanderliegenden
Mittelstränge sich nach aufwärts bewegen. Das -Triebgas wird dabei unterhalb der
sich aufwärts bewegenden Becher, also seitlich der die Becher bewegenden Trommel
zugeführt. Eine. derartige Anordnung hat den Vorteil, daß die durch das Becherwerk
gleichfalls in Umlauf gesetzte Flüssigkeit, die in der Mitte der Maschine, d. h.
dort, wo die beiden sich aufwärts bewegendenBecherstränge nebeneinanderliegen, zwei
sich begegnende Ströme bildet, die eintretenden Gase oder Dämpfe nach der Mitte
zusammendrängt und so .die Gase oder Dämpfe zwingt, in die voll nach unten-geöffneten
Becher einzutreten. -Die Wirkung -einer- derartigen Vorrichtung kann noch dadurch
verbessert werden, daß die Becher der beiden nebeneinanderliegenden Becherreihen
sich gegenseitig übergreifen, so daß dass Gas oder der Dampf, der an einem unteren
Secher vorbeigeströmt ist; mit Sicherheit von dem darüberliegenden Becher aufgefangen
wird.- - -Als Flüssigkeit, welche die Decherwerke umgibt, kommt in bekannter Weise
Wasser zur Anwendung. Als -Triebmittel wird vorteilhaft Chloräthyl benutzt.- Dieses
Chloräthyl: hat seinen Siedepunkt bekanntlich bei - i2° - und seinen Kondensationspunkt
bei atmosphärischem Druckbei 8°. Schon bei. einem. geringen Überdruck kondensiert
es bei etwa 30°. Das Chloräthyl paßt sich somit den besonders. in warmen Gegenden
gegebenen atmosphärischen Verhältnissen gut an, so daß die Verdampfung gegebenenfalls
allein durch die Sonnenwärme, die Kondensation allein durch Wind und fiießendesWasser
erfolgen kann ohne daß sonstige Kräfte zugeführt werden- müßten. .
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Außerdem ist, wie bekannt, das Chloräthyl weder giftig noch explosiv
und daher beim Betrieb ungefährlich. Ein weiterer . Vorteil des Chloräthyls besteht
darin, daß es. vom Wasser nur wenig absorbiert wird und daher die Betriebsverluste
gering sind. Ein weiterer.. Vorteil ist sein geringer Preis.
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Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch
dargestellt, und zwar zeigt
Abb. i einen senkrechten Schnitt durch
die 1Iaschine; Abb. 2 ist ein Schnitt nach der Linie A,-1? der Abb. i Abb. 3 ist
ein Schnitt nach der Linie C-1> der Abb. i ; Abb. q. stellt einen Teil des Maschinengehäuses
in Seitenansicht dar.
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Die Zwillingsauftriebmaschine besitzt ein Gehäuse, das aus einem Untersatz
i und einem dicht mit diesem verschraubten Blechgehäuse 2 besteht, das mit einem
Wasserstandsglas 3 versehen ist. Am oberen Ende des Gehäuses 2 ist eine Gasabzugsröhre
4 angeschlossen, das mit einem Gasverteilungsrohr 5 in Verbindung steht. Das Rohr
5 ist mit einer großen Anzahl bogenförmiger Röhrchen 6 verbunden, die unten in einem
Sammelrohr 7 mit Expansionsgefäß ausmünden. Die Röhren 5, 6 und 7 lie= gen innerhalb
einer Leitung g, in welcher eine Wasserkühlung oder ein Ventilator 8 eingebaut ist.
Letzterer wird angetrieben, um damit den Betriebsstoff abzukühlen. Das Rohr 7, das
als Expansionsgefäß und als Sammelraum dient, besitzt einen verschließbaren Einfüllstutzen
io und ist mittels eines Rohres i i mit dem Gehäuse verbunden; wobei an das Rohr
i i eine Düse 15 im Innern des Gehäuses angeschlossen ist. In der Leitung i i ist
ein mit Schauglas und Ablaufhahn 13 versehener Wassersack 12, ferner ein Abschlußhahn
14 eingebaut. Im Gehäuse sind nun zwei endlose Becherketten 17, 18 vorgesehen. Jede
Kette läuft über zwei übereinanderliegende Wellen 22, 23, die mit entsprechenden,
zum Führen der Kettenbänder bestimmten Zahnrädern 26 versehen sind. Die untern Wellen
22 sind durch die Wand des Gehäuses geführt. Auf den Wellen 22 sitzen Zahnräder
2q., die miteinander in Eingriff stehen. Ferner sitzt auf der einen Welle 22 eine
Riemenscheibe 25, mittels «-elchen die Kraft auf eine Welle 28 übertragen wird.
Die endlosen Becherketten besitzen einerseits offene, gelenkig miteinanderverbundeneBecher.
Die Becher der beiden Ketten greifen beim Arbeitshub übereinander und liegen unmittelbar
über der Austrittsdüse 15. Zum Erwärmen des Gehäuses dienen Zu- und Ableitungsrohre
ig, die unten im Gehäuse angeschlossen sind und mit dem Warmwassererzeuger 21 verbunden
sind. In die Leitung i i ist noch ein Regelungsventil 27 (Abb. i) angebracht, mittels
welches die Zuleitung voll _3#citriel>>flüssigkeit geregelt werden kann.
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Die Arbeitsweise ist folgende: Soll die Maschine in Betrieb gesetzt
werden, so wird der Betriebsstoff, der z. B. Chloräthyl sein kann, durch den Stutzen
io in das Rohr 7 eingefüllt. Ferner wird durch (len,Warmwassererzeugen 21 das Wasser
im Gehäuse auf etwa 2o bis 30° C erwärmt. Das Gehäuse ist bis über die obere Welle
23 mit Wasser gefüllt, so daß die Becher gerade oben noch aus Beinselben austreten
können. Wird Hahn 14. geöffnet, so fließt der Betriebsstoff durch die Leitung i
i und tritt durch die Austrittsdüse 15
aus. Das Chloräthyl wird in dem erwärmten
Behälter sofort vergast und tritt in Gasform in die Becher der Becherketten ein.
Damit ein Verlust an Arbeitsleistung des Gases nicht leicht möglich ist, greifen
die Becher der Ketten übereinander. Um die Gasentwicklung genau regeln zu können,
wird das Ventil e; entsprechend eingestellt. Während dem Hoch-' steigen der Gase
im Wasser nehmen sie die Becher mit, und letztere übertragen ihre BeNvegung auf
die Übertragungsorgane 22 und Scheibe 25 auf das Vorgelege 28.
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Bei größeren Betrieben können mehrere endlose Becherbänder in einem
Behälter batterieweise angeordnet sein, so daß je zwei ineinandengreifende endlose
Becherketten über einer die vergasende Flüssigkeit liefernden Düse stehen. Es können
aber auch je zwei endlose Becherketten @in getrennten Behältern stehen, wo das austretende
Gas der einzelnen Behälter nach ein und demselben Kondensator (yeht.
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In der Leitung g wird vorteilhaft ein Entlüftungshahn 29 eingebaut,
welcher beim Ingangsetzen der Maschine zur Ableitung der Luft dient.