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Puppe, insbesondere Flachpuppe, mit durch Zugfedern an den Rumpf herangezogenen
Gliedern. Bei Puppen, insbesondere solchen Flachpuppen, deren Glieder mittels Zugfedergelenke
an den Rumpf angeschlossen sind, ist Wegschwenken der Glieder gegenüber der Mittelebene
des Rumpfes möglich; es ist auch bereits bekannt, solche durch Zugfedern an den
Rumpf herangezogene Glieder so ein7urichten, daß sie in verschiedene Stellungen
bleibend eingestellt werden können. Gegenstand der Erfindung ist eine durch ihre
Einfachheit sich auszeichnende derartige Einrichtung, welche darin besteht, daß
an der Puppe verschiebbare oder v erdrehbare Absteifstücke vorgesehen sind, die
in den beim Abdrücken der Glieder sich ergebenden Keilspalt eingeschoben werden
können, um das Zurückschnappen des eingestellten Gliedes in die ursprüngliche Lage
zu verhindern. Die Absteifstücke sind an jedem Glied je für sich vorgesehen, so
daß man von zwei einander gegenüberliegenden Gliedern das eine für sich absteifen
und beim anderen auf die Absteifung zu verzichten vermag. Man ist also in der Lage,
eine vierfüßige Tierfigur auf drei Beine standsicher aufzustellen und dem vierten
Bein eine beliebige Haltung zu geben.
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Auf der Zeichnung zeigt Abb. i eine vierbeinige Tierfigur mit angehobenem
rechten Vorderbein und Abb.2 die Anordnung der Fußspuren, wie sie sich etwa beim
Einsetzen der Puppe in eine mit Sand bestreute Fläche ergeben würden. Abb.3 bis
8 erläutern schwenkbare Gelenke mit Federzug und Verkeilung.
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Die gezeichnete Dackelfigur läßt vier an den Rumpf gelenkte Beine
i, 2, 3, :1, erkennen, die beim gewählten Beispiel sämtlich als Flachteile ausgebildet
sind; jedoch ist die Erfindung in gleicher Weise auch bei Vollpuppen an-«-endbar.
Wollte man bei angehobenen einen Bein, z. B. dem rechten Vorderbein :2, die drei
anderen Beine i, 3, d. sämtlich in der Nähe der Rumpfmittelebene M-IV auf der Unterlage
aufstützen, so wäre die Puppe leicht um diese Linie umzukippen. Würde hingegen das
eine Beinpaar 3, 4. in der aus Abb. 2 ersichtlichen Weise gespreizt und das tragende
Bein des anderen Beinpaares ebenso weit außerhalb der Ebene lI-M aufgestützt, wie
das auf der gleichen Seite befindliche Bein 3 des gespreizten Paares, so würde der
Schwerpunkt S der Puppe ungefähr in der durch die Stützstelle der Beine i und 4
gehenden lotrechten Ebene liegen, und die aufgestellte Puppe könnte leicht um die
so bestimmte Diagonale umgeworfen werden. Zur Erzielung von Standfestigkeit wird
das Beinpaar, dessen Beine 3, .¢ beide die Unterlage berühren, gespreizt und das
als Einzelstütze dienende Bein des anderen Paares nahe bei der Mittelebene M-M aufgestützt.
Dann fällt die Projektion des Schwerpunktes S in das Innere des von den Fußspuren
der Beine i, 3 d. bestimmten Dreiecks (Abb. 2).
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Nach den Abb.3 und q. wird ein Gelenkloch 9 des flachen Rumpfes von
einer Zugfeder io durchsetzt, welche an die beiden Flachglieder i und 2 angeschlossen
ist und sie gegen die Seitenflächen des Rumpfes 5 heranzuziehen strebt, aber sowohl
Drehen jedes Gliedes in seiner eignen Flachebene als auch Wegspreizen desselben
gestattet. In der Spreizlage stützt sich das Glied i mit seinem hinter die Gelenkfeder
reichenden Ende ia gegen den Rumpf 5 und wird unten durch ein in den Keilspalt eingebrachtes,
federndes Absteifstück i i gehalten, das an die Innenfläche des Beines i drehbar
angeschlossen ist und bei Nichtgebrauch nach unten gedreht wird (Abb.3, rechts).
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Abb. 5 und 6 zeigen die Vorderansicht auf eine solche Puppe mit gespreizten
bzw. einwärts gestellten Beinen.
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Nach den Abb. 7 und 8 sind die Glieder am oberen Ende ihrer Innenfläche
mit j e einer Abschrägung 13 versehen, die sich bei der Spreizstellung gegen die
Rumpfseitenfläche legt, während bei der Einwärtsstellung sich oberhalb der Gelenkfeder
ein Keilspalt 13a ergibt, in den ein als Schieber ausgebildetes, im Langloch i¢
bewegliches Absteifstück 15 hereingedrückt werden kann. Um jeden der beiden Schieber
für sich beweglich zu machen, stellt man den Rumpf am besten aus zwei Schichten
51, 5r her.