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DE3844070A1 - Ventilklappensystem fuer gleitschirme - Google Patents

Ventilklappensystem fuer gleitschirme

Info

Publication number
DE3844070A1
DE3844070A1 DE19883844070 DE3844070A DE3844070A1 DE 3844070 A1 DE3844070 A1 DE 3844070A1 DE 19883844070 DE19883844070 DE 19883844070 DE 3844070 A DE3844070 A DE 3844070A DE 3844070 A1 DE3844070 A1 DE 3844070A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
profile
valve flap
air
paragliders
flap system
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19883844070
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Dipl Ing Fessler
Daniel Kappes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FESSLER GERHARD DIPL ING FH
Original Assignee
FESSLER GERHARD DIPL ING FH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FESSLER GERHARD DIPL ING FH filed Critical FESSLER GERHARD DIPL ING FH
Priority to DE19883844070 priority Critical patent/DE3844070A1/de
Publication of DE3844070A1 publication Critical patent/DE3844070A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D17/00Parachutes
    • B64D17/02Canopy arrangement or construction
    • B64D17/025Canopy arrangement or construction for gliding chutes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Check Valves (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Ventilklappensystem für Gleit­ schirme beliebiger Bauart mit üblichem Zellaufbau zur Ver­ besserung der Aerodynamik des klassischen Gleitschirm­ profils.
Das Profil eines Gleitschirms soll einerseits an der Ein­ trittskante geöffnet sein, um den zur Ausbildung des Flug­ profils notwendigen Kammerinnendruck aufzubauen, anderer­ seits sollte das Profil aber einer aerodynamisch günstigen geschlossenen Form entsprechen, um eine entsprechende Flug­ leistung zu erbringen, vgl. Abb. 5, 6, S. 8.
Die geschlossene Profilform hat weniger Luftwiderstand da­ raus resultiert eine bessere Umströmung, mehr Auftrieb und höhere Geschwindigkeit.
Durch das beschriebene Ventilklappensystem wird diesen beiden Hauptansprüchen an das Gleitschirmprofil genüge ge­ tan.
Es werden auf dem Markt bereits Gleitschirme mit teilweise geschlossenen Profilen (einige Zellen ganz geschlossen und einige geöffnet) oder auch Konstruktionen, deren Eintritts­ öffnungen mit luftdurchlässigen Gazestreifen "geschlossen" werden, angeboten, jedoch läßt die Flug- und Startsicher­ heit dieser Geräte sehr zu wünschen übrig.
Deshalb sollten solche Konstruktionen eigentlich nur von Spitzenpiloten mit ausreichender Erfahrung in kritischen Flugzuständen benutzt werden. Solche Konstruktionen öffnen sich in eingeklappten Zustand nur sehr schlecht, da durch das allseits geschlossene Profil der erforderliche Kammer­ innendruck nicht mehr schnell genug aufgebaut werden kann.
Dies gilt sinngemäß auch für den Startvorgang, bei dem das Gleitschirmprofil so schnell wie möglich mit Luft ge­ füllt werden sollte, vgl. Zeitschrift Drachenfliegermagazin 7/88 S. 88-90.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dieses kritische Flug- und Startverhalten bei Ausbildung eines geschlos­ senen aerodynamisch günstigen Profils zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfinderisch dadurch gelöst, daß durch die Anordnung der Ventilklappen sich jede einzelne Zelle, sowohl als geschlossen, wie auch als geöffnet "verhalten" kann, je nach Druckverhältnissen innerhalb bzw. außerhalb des Gleitschirmprofils, vgl. Abb. 2, S. 6.
In kritischen Flugzuständen können sich alle geschlossenen Zellen schlagartig öffnen, um den erforderlichen Kammer­ innendruck wiederaufzubauen, im stabilen ruhigen Flugzustand sind die meisten Zellen ganz oder teilweise geschlossen. Es strömt nur soviel Luft in das Profil, wie zur Erhaltung des Kammerinnendrucks notwendig ist.
Fällt der Kammerinnendruck ab, (Luft entweicht durch Un­ dichtigkeit) so öffnet sich die entsprechende Zelle, ist der Kammerinnendruck groß genug, schließt sich die Zelle. Das Startverhalten des Gleitschirms wird durch die Anord­ nung der Ventilklappen nicht negativ beeinflußt, da der Schirm beim Start umgekehrt hinter dem Startenden liegt, und so, nur durch die Schwerkraft die Zellen automatisch geöffnet sind. Beim Startvorgang und bei kritischen Flug­ zuständen verhält sich ein Gleitschirm, der mit dieser Art von Ventilklappen ausgerüstet wird, wie ein Schirm mit offenen Zellen, während im stabilen Flugzustand, die Vorteile eines geschlossenen sauber angeströmten Profils ausgenutzt werden. Die jeweils günstigste Ventilkonstella­ tion stellt sich selbständig ein, vgl. Abb. 7, 8 S. 8.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbe­ sondere darin, daß die Flugleistung und die aerodynami­ schen Werte des Flugprofils spürbar verbessert werden können, ohne sich diese Vorteile mit einer Einbuße im Be­ reich der Sicherheit zu erkaufen. Im kritischen Flugzustand (Einwirkungen von Böen auf das Profil) ist nicht die Leistung des Profils entscheidend, sondern die Sicherheitsleistung des Gleitschirmprofils.
Für die Anordnung dieser Zellventilklappen an der Luftein­ strömkante eignen sich alle handelsüblichen Gleitschirme, bei nur geringfügiger Änderung des Segelschnitts. Die Pro­ duktion der bisherigen Gleitschirme bedarf also keiner größen Umstellung. Der Mehrverbrauch an Materialien ist im Vergleich zu der erzielten Leistunssteigerung gerecht­ fertigt. Eine Umrüstung bereits verkaufter herkömmlicher Schirme wäre fabrikmäßig möglich, (bei entsprechendem Gütesiegelnachweis des Herstellers).
Ein weiterer Vorteil ist die Einfachheit der Ventilklappen ohne irgendwelche mechanischen Teile oder aussteifenden Bauteile, wie Segellatten oder ähnliches. Ein Klemmen, Verheddern oder Versagen des Systems ist auf­ grund seiner Einfachheit unmöglich. Die Ausführung kann völlig dem Hersteller überlassen wer­ den, da für das Funktionsprinzip der Ventilklappen weder irgendwelche Maße oder Größen, noch irgendwelche Materialzusammensetzungen und vorgaben von Bedeutung sind. Außerdem muß jeder seriengebaute Gleitschirm per Gesetz vom DHV (Deutscher Hängegleiterverband) geprüft und mit einer Gütesiegelplakette gekennzeichnet werden.
Dadurch ergibt sich die Möglichkeit auch für durchschnitt­ liche Piloten, Gleitschirme mit ansprechender Flügleistung und ausreichender Sicherheit herzustellen.

Claims (2)

  1. Ventilsystem für einen Gleitschirm beliebiger Bauart mit üblichem Zellaufbau, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Anordnung eines zweiteiligen (einem luftundurchlässigen Fasergewebe und einem luftdurchlässigen Gazegewebe) beweglichen Tuchstreifen an den Lufteintrittsöffnungen jeder Zelle, sich bei ausreichendem Kammerinnendruck ein geschlos­ senes Profil, ähnlich einem Flugzeugflügel, ausbilden kann.
  2. Die Umströmung des Gleitschirmprofils wird verbessert und daraus resuliert eine verbesserte Flug- bzw. Gleitleistung. Durch die Anordnung dieser Ventil­ klappen wird die Ausbildung einer optimaleren aero­ dynamisch günstigeren Profilform erreicht, vgl. Abbildungen auf S. 6, 7, 8.
DE19883844070 1988-12-28 1988-12-28 Ventilklappensystem fuer gleitschirme Ceased DE3844070A1 (de)

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Publication Number Publication Date
DE3844070A1 true DE3844070A1 (de) 1989-06-22

Family

ID=6370377

Family Applications (1)

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DE (1) DE3844070A1 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3927297A1 (de) * 1989-08-18 1991-02-21 Thomas Geutebrueck Fluggeraet aus flexiblem material
DE3943400A1 (de) * 1989-12-30 1991-07-04 Ruhfus Matthias Gleitsegel mit druckaufbauzelle in kombination mit durch rueckschlagklappen geschlossene anstroemkante
WO1992006004A1 (de) * 1990-10-05 1992-04-16 Horacek Jindrich Paragleiter
EP0968917A1 (de) * 1998-07-01 2000-01-05 Jacques Mayoraz Auf den Öffnungen der Vorderkante eines Gleitschirmes aufgesetztes, den Rückfluss der Luft verhinderndes Ventil- System

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2170156A (en) * 1985-01-24 1986-07-30 Gq Defence Equip Ltd An aerial device

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