DE3844070A1 - Ventilklappensystem fuer gleitschirme - Google Patents
Ventilklappensystem fuer gleitschirmeInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64D—EQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
- B64D17/00—Parachutes
- B64D17/02—Canopy arrangement or construction
- B64D17/025—Canopy arrangement or construction for gliding chutes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft ein Ventilklappensystem für Gleit
schirme beliebiger Bauart mit üblichem Zellaufbau zur Ver
besserung der Aerodynamik des klassischen Gleitschirm
profils.
Das Profil eines Gleitschirms soll einerseits an der Ein
trittskante geöffnet sein, um den zur Ausbildung des Flug
profils notwendigen Kammerinnendruck aufzubauen, anderer
seits sollte das Profil aber einer aerodynamisch günstigen
geschlossenen Form entsprechen, um eine entsprechende Flug
leistung zu erbringen, vgl. Abb. 5, 6, S. 8.
Die geschlossene Profilform hat weniger Luftwiderstand da
raus resultiert eine bessere Umströmung, mehr Auftrieb und
höhere Geschwindigkeit.
Durch das beschriebene Ventilklappensystem wird diesen
beiden Hauptansprüchen an das Gleitschirmprofil genüge ge
tan.
Es werden auf dem Markt bereits Gleitschirme mit teilweise
geschlossenen Profilen (einige Zellen ganz geschlossen und
einige geöffnet) oder auch Konstruktionen, deren Eintritts
öffnungen mit luftdurchlässigen Gazestreifen "geschlossen"
werden, angeboten, jedoch läßt die Flug- und Startsicher
heit dieser Geräte sehr zu wünschen übrig.
Deshalb sollten solche Konstruktionen eigentlich nur von
Spitzenpiloten mit ausreichender Erfahrung in kritischen
Flugzuständen benutzt werden. Solche Konstruktionen öffnen
sich in eingeklappten Zustand nur sehr schlecht, da durch
das allseits geschlossene Profil der erforderliche Kammer
innendruck nicht mehr schnell genug aufgebaut werden kann.
Dies gilt sinngemäß auch für den Startvorgang, bei dem
das Gleitschirmprofil so schnell wie möglich mit Luft ge
füllt werden sollte,
vgl. Zeitschrift Drachenfliegermagazin 7/88 S. 88-90.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dieses kritische
Flug- und Startverhalten bei Ausbildung eines geschlos
senen aerodynamisch günstigen Profils zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfinderisch dadurch gelöst, daß durch
die Anordnung der Ventilklappen sich jede einzelne Zelle,
sowohl als geschlossen, wie auch als geöffnet "verhalten"
kann, je nach Druckverhältnissen innerhalb bzw. außerhalb
des Gleitschirmprofils, vgl. Abb. 2, S. 6.
In kritischen Flugzuständen können sich alle geschlossenen
Zellen schlagartig öffnen, um den erforderlichen Kammer
innendruck wiederaufzubauen, im stabilen ruhigen
Flugzustand sind die meisten Zellen ganz oder teilweise
geschlossen. Es strömt nur soviel Luft in das Profil, wie
zur Erhaltung des Kammerinnendrucks notwendig ist.
Fällt der Kammerinnendruck ab, (Luft entweicht durch Un
dichtigkeit) so öffnet sich die entsprechende Zelle, ist
der Kammerinnendruck groß genug, schließt sich die Zelle.
Das Startverhalten des Gleitschirms wird durch die Anord
nung der Ventilklappen nicht negativ beeinflußt, da der
Schirm beim Start umgekehrt hinter dem Startenden liegt,
und so, nur durch die Schwerkraft die Zellen automatisch
geöffnet sind. Beim Startvorgang und bei kritischen Flug
zuständen verhält sich ein Gleitschirm, der mit dieser Art
von Ventilklappen ausgerüstet wird, wie ein Schirm mit
offenen Zellen, während im stabilen Flugzustand, die
Vorteile eines geschlossenen sauber angeströmten Profils
ausgenutzt werden. Die jeweils günstigste Ventilkonstella
tion stellt sich selbständig ein, vgl. Abb. 7, 8 S. 8.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbe
sondere darin, daß die Flugleistung und die aerodynami
schen Werte des Flugprofils spürbar verbessert werden
können, ohne sich diese Vorteile mit einer Einbuße im Be
reich der Sicherheit zu erkaufen.
Im kritischen Flugzustand (Einwirkungen von Böen auf das
Profil) ist nicht die Leistung des Profils entscheidend,
sondern die Sicherheitsleistung des Gleitschirmprofils.
Für die Anordnung dieser Zellventilklappen an der Luftein
strömkante eignen sich alle handelsüblichen Gleitschirme,
bei nur geringfügiger Änderung des Segelschnitts. Die Pro
duktion der bisherigen Gleitschirme bedarf also keiner
größen Umstellung. Der Mehrverbrauch an Materialien ist
im Vergleich zu der erzielten Leistunssteigerung gerecht
fertigt. Eine Umrüstung bereits verkaufter herkömmlicher
Schirme wäre fabrikmäßig möglich, (bei entsprechendem
Gütesiegelnachweis des Herstellers).
Ein weiterer Vorteil ist die Einfachheit der Ventilklappen
ohne irgendwelche mechanischen Teile oder aussteifenden
Bauteile, wie Segellatten oder ähnliches.
Ein Klemmen, Verheddern oder Versagen des Systems ist auf
grund seiner Einfachheit unmöglich.
Die Ausführung kann völlig dem Hersteller überlassen wer
den, da für das Funktionsprinzip der Ventilklappen weder
irgendwelche Maße oder Größen, noch irgendwelche
Materialzusammensetzungen und vorgaben von Bedeutung sind.
Außerdem muß jeder seriengebaute Gleitschirm per Gesetz
vom DHV (Deutscher Hängegleiterverband) geprüft und mit
einer Gütesiegelplakette gekennzeichnet werden.
Dadurch ergibt sich die Möglichkeit auch für durchschnitt
liche Piloten, Gleitschirme mit ansprechender Flügleistung
und ausreichender Sicherheit herzustellen.
Claims (2)
- Ventilsystem für einen Gleitschirm beliebiger Bauart mit üblichem Zellaufbau, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Anordnung eines zweiteiligen (einem luftundurchlässigen Fasergewebe und einem luftdurchlässigen Gazegewebe) beweglichen Tuchstreifen an den Lufteintrittsöffnungen jeder Zelle, sich bei ausreichendem Kammerinnendruck ein geschlos senes Profil, ähnlich einem Flugzeugflügel, ausbilden kann.
- Die Umströmung des Gleitschirmprofils wird verbessert und daraus resuliert eine verbesserte Flug- bzw. Gleitleistung. Durch die Anordnung dieser Ventil klappen wird die Ausbildung einer optimaleren aero dynamisch günstigeren Profilform erreicht, vgl. Abbildungen auf S. 6, 7, 8.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883844070 DE3844070A1 (de) | 1988-12-28 | 1988-12-28 | Ventilklappensystem fuer gleitschirme |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883844070 DE3844070A1 (de) | 1988-12-28 | 1988-12-28 | Ventilklappensystem fuer gleitschirme |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3844070A1 true DE3844070A1 (de) | 1989-06-22 |
Family
ID=6370377
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883844070 Ceased DE3844070A1 (de) | 1988-12-28 | 1988-12-28 | Ventilklappensystem fuer gleitschirme |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3844070A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3927297A1 (de) * | 1989-08-18 | 1991-02-21 | Thomas Geutebrueck | Fluggeraet aus flexiblem material |
| DE3943400A1 (de) * | 1989-12-30 | 1991-07-04 | Ruhfus Matthias | Gleitsegel mit druckaufbauzelle in kombination mit durch rueckschlagklappen geschlossene anstroemkante |
| WO1992006004A1 (de) * | 1990-10-05 | 1992-04-16 | Horacek Jindrich | Paragleiter |
| EP0968917A1 (de) * | 1998-07-01 | 2000-01-05 | Jacques Mayoraz | Auf den Öffnungen der Vorderkante eines Gleitschirmes aufgesetztes, den Rückfluss der Luft verhinderndes Ventil- System |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2170156A (en) * | 1985-01-24 | 1986-07-30 | Gq Defence Equip Ltd | An aerial device |
-
1988
- 1988-12-28 DE DE19883844070 patent/DE3844070A1/de not_active Ceased
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2170156A (en) * | 1985-01-24 | 1986-07-30 | Gq Defence Equip Ltd | An aerial device |
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