DE3842449A1 - Entsicherungseinheit - Google Patents
EntsicherungseinheitInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf das Auslösen von Sprengstoff
enthaltenden Speichern aus einem Luftfahrzeug, wobei der
Sprengstoff durch außerhalb des Luftfahrzeugs vorhandene
Mittel gezündet wird, z.B. durch Schlag, barometrischen Druck
usw. Es ist wichtig, daß derartige Speicher in einem sicheren
gesicherten Zustand während ihrer vorläufigen Handhabung,
ihres Transports, ihres endgültigen Auslösens und ihres Aus
werfens über eine vorgegebene Distanz vom Luftfahrzeug gehalten
werden. Zu diesem Zweck enthält jeder Speicher einen Entsicherungs
stift, der in einer Position sicherstellt, daß der Inhalt des
Speichers in sicherem Zustand ist und in einer alternativen
Position der Speicher "entsichert" wird und somit erlaubt, daß der
explosive Inhalt gezündet wird. Ein Erfordernis ist natürlich,
daß der Stift in der "gesicherten" Position ist bis der
Speicher vom Luftfahrzeug ausgelöst worden ist und sich eine
vorgegebene Distanz vom Luftfahrzeug fortbewegt hat. In
einigen Fällen mag es notwendig sein, daß der Stift über den
gesamten folgenden Fall des Speichers in der "gesicherten"
Position bleibt.
Im Betrieb wird daher der Stift in die "entsicherte" Position
bewegt, um den Speicher zu entsichern, wenn er einen vorgegebe
nen Abstand vom Luftfahrzeug erreicht hat; mechanische Verfah
ren enthalten zu diesem Zweck im wesentlichen eine Verbindung
zwischen dem Entsicherungsstift am Speicher und der Entsiche
rungseinheit am Luftfahrzeug mittels eines Entsicherungsdrah
tes, einer Reißleine oder eines Scherdrahts von spezifischer
Länge und Scherlast. Ein Ende des Drahtes ist sicher am Ent
sicherungsstift im Speicher angebracht, das andere Ende ist
an einem Ring angebracht, der in die Entsicherungseinheit am
Flugzeug eingesetzt ist und während des Fluges gehalten wird.
Der Entsicherungsdraht besitzt einen Schwächepunkt, z.B. einen
Scherstift oder eine Sollbruch-Verbindung, deren Abscherkraft
größer ist als die Kraft, die erforderlich ist, den Entsicherungs
stift am Speicher zu stellen. Wenn daher der Speicher in den
Entsicherungszustand ausgelöst werden soll, wird der Ent
sicherungsdraht von der Entsicherungseinheit am Luftfahrzeug
gehalten, und wenn nach dem Auslösen der Speicher die voll
ständige Länge des Entsicherungsdrahts erreicht, wird der
Entsicherungsstift am Speicher durch die Spannung im Draht
gesetzt, wobei unmittelbar danach der Draht abschert, und
der Speicher in dem entsicherten Zustand wegfällt. Der
Hauptteil des Entsicherungsdraht verbleibt beim Speicher
und das Halten des Teils des Entsicherungsdrahtes an Bord
mit dem Schwächepunkt in der Entsicherungseinheit ist Beweis,
daß die Entsicherung "gewählt" wurde und ordnungsgemäß
funktioniert.
Wenn der Speicher in einem sicheren oder gesicherten Zustand
ausgelöst werden soll, muß der Ring oder die Schleife am
Ende des Entsicherungsdrahtes ausgelöst werden, bevor aus
reichend Spannung zum Setzen des Entsicherungsstiftes ent
wickelt worden ist. Die Entsicherungseinheit am Flugzeug
muß daher die Schleife oder den Ring mit einer Kraft halten,
die wahrnehmbar kleiner ist als erforderlich, um den Ent
sicherungsstift am Speicher zu setzen, jedoch ausreichend
groß ist, daß verhindert wird, daß der Draht durch aerody
namische Kräfte während des Flugs oder durch manuelle Lade
kräfte vom Bodenpersonal, wie sie bei der Routinewartung
auftreten, von seinem Platz entfernt wird. Die "sichere"
Setzlast ist allgemein in der Größenordnung von 7 kg,
welche deutlich kleiner ist als die Kraft, die zum Entsichern
des Speichers erforderlich ist. Die Entsicherungseinheit
am Flugzeug weist daher üblicherweise eine Federhalterung auf,
die überwunden wird, wenn die Spannung im Entsicherungsdraht
den erwähnten Wert überschreitet sowie eine positive Verrie
gelung, welche den Ring oder die Schleife hält, um den Speicher
zu entsichern, wie oben beschrieben wurde.
Der Nachteil einer derartigen Anordnung besteht darin, daß
obwohl die Federhaltekraft an dem Ring oder der Schleife
deutlicher kleiner ausgelegt wird als erforderlich ist, um
den Speicher zu entsichern, die dynamischen Zustände beim
Lösen des Entsicherungsdrahtes zu sehr hohen Schockbelastungen
im Entsicherungsdraht führen können, die ausreichen, den
Speicher zu entsichern, auch wenn dies nicht beabsichtigt ist.
Mit anderen Worten, ein Speicher, der gesichert abgegeben
werden soll, wird unabsichtlich entsichert.
Mit der vorliegenden Erfindung wird eine Entsicherungseinheit
zur Verwendung in einem Luftfahrzeug beschrieben, die einen
schwenkbaren Haken aufweist, der einen Ring oder eine Schleife
am Ende eines Entsicherungsdrahts angreift, wobei der Haken in
die geschlossene Position vorgespannt ist, ferner eine Verbin
dung zwischen dem Haken und einem federbelasteten Plunger, der
einen einen Sensor bildenden Verlängerungsabschnitt aufweist,
der mit der oberen Fläche eines auszulösenden Speichers in
Eingriff ist, wobei die Verbindung dazu dient, den Haken als
Folge einer Abwärtsbewegung des Plungers beim Auslösen des
Speichers zu öffnen und eine Verriegelung zum Halten des Hakens
in der geschlossenen Position, wodurch eine Betätigung der Ver
bindung verhindert wird. Wenn ein gesichertes Auslösen erforder
lich ist, wird die Verriegelung nicht betätigt, und die Verbin
dung öffnet den Haken, um den Ring oder die Schleife ohne Hemmung
freizugeben. Wenn auf der anderen Seite eine entsicherte Freigabe
erforderlich ist, wird die Verriegelung betätigt, die verhindert,
daß die Verbindung den Haken öffnet, so daß der Ring oder die
Schleife nicht ausgelöst wird und der Speicher auf normale
Weise entsichert wird.
Sowohl die Achse des Plungers als auch die Achse des Hakens werden
in der normalen Betriebsposition im Flugzeug vertikal sein, und
der Haken hat vorzugsweise eine flache horizontale Fläche, die
mit dem Ring oder der Schleife in Eingriff bringbar ist, so daß
jede Spannung an letzterer über die Schwenkverbindung des Hakens
wirkt und daher nicht dazu neigt, diesen zu öffnen. Der Haken
liegt der Einfachheit halber gegen eine Fläche eines Gehäuses
für den Plunger und weist eine geneigte Fläche auf, die zusammen
mit der Fläche des Gehäuses einen V-förmigen Raum bildet, in
den der Ring des Entsicherungsdrahts gepreßt werden kann, um
eine Nockenwirkung zu erzeugen, die den Haken gegen die Feder
vorspannungswirkung öffnet und erlaubt, daß der Ring in Position
eingesetzt wird.
In höchst einfacher Weise wird die Verriegelung zum Halten des
Hakens in der geschlossenen Position vom Anker eines Magneten
gebildet, der bei Aktivierung des Magneten veranlaßt wird, in
eine Öffnung im Körper des Hakens sich hinein zu erstrecken und
diesen somit in der Position zu verriegeln. Die Verbindung
zwischen dem Haken und dem Plunger kann von einem Gleitstift
gebildet sein, der normalerweise einen Abschnitt kleineren
Durchmessers des Plungers berührt und mit einem Abschnitt
größeren Durchmessers des Plungers in Eingriff gelangt,
wenn der Plunger beim Auslösen eines Speichers sich nach unten
bewegt, wodurch der Stift verschoben wird, um den Haken in
die offene Position zu bewegen, vorausgesetzt die Verriege
lung wurde nicht eingesetzt. Wurde die Verriegelung angewendet
wird die Bewegung des Stifts verhindert und das Abwärtsbewegen
des Plungers blockiert.
Eine alternative Ausgestaltung der Verriegelung kann von einem
zweiten Gleitstift gebildet sein, der an einem Abschnitt des
Hakens angreift, der auf der gegenüberliegenden Seite der
Schwenkverbindung sich erstreckt und somit die Bewegung des
Hakens verhindert. Vor dem Auslösen des Speichers greift der
zweite Stift an einem Abschnitt größeren Durchmessers des Plungers
an, um den Haken in der verriegelten Position zu halten. Wenn
der Plunger nach dem Auslösen eines Speichers herabfällt und
wenn ein gesichertes Auslösen erforderlich ist, bewegt sich
der zweite Stift in Eingriff mit einem Abschnitt kleineren
Durchmessers des Plungers und ermöglicht dadurch ein Verschieben
des Stifts fort vom Haken und erlaubt, daß der Haken sich unter
der Wirkung des Drucks des zuvor beschriebenen ersten Stifts
öffnet. Wenn mit dieser alternativen Ausführungsform eine ent
sicherte Auslösung erforderlich ist, wird ein Magnet betätigt,
der ein Herabbewegen des Plungers hemmt, bevor der zweite Stift
den Abschnitt kleineren Durchmessers des Plungers erreicht. Der
zweite Stift verbleibt daher in Eingriff mit dem Abschnitt
größeren Durchmessers des Plungers und hält somit den Haken
weiter in der verriegelten Position und hält somit den Ring
und entsichert den Speicher. Zwei alternative Ausführungsbei
spiele der erfindungsgemäßen Konstruktion werden nachfolgend
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben. In
den Zeichnungen ist:
Fig. 1 ein Längsschnitt einer ersten Ausführungsform, deren
Teile eine Position vor dem Beladen des Speichers ein
nehmen;
Fig. 2 eine ähnliche Ansicht, welche die Position der Teile
nach dem Beladen eines Speichers zeigt;
Fig. 3 eine andere ähnliche Ansicht, in der die Position der
Teile nach dem gesicherten Auslösen des Speichers ge
zeigt ist;
Fig. 4 eine weitere ähnliche Ansicht, in der die Teile eine
Position nach dem entsicherten Auslösen des Speichers
haben;
Fig. 5 eine im Maßstab vergrößerte Ansicht einer alternativen
Ausführungsform, in der die Teile eine Position nach dem
gesicherten Auslösen eines Speichers einnehmen;
Fig. 6 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 5, jedoch in verkleinertem
Maßstab, in der die Teile vor dem Laden eines Speichers
gezeigt sind;
Fig. 7 eine andere ähnliche Ansicht, in der die Teile in einer
Position nach dem Laden des Speichers gezeigt sind;
Fig. 8 eine weitere ähnliche Ansicht, in der die Teile in einer
Position nach dem sicheren oder unentsicherten Auslösen
des Speichers gezeigt sind und
Fig. 9 eine weitere Ansicht, in der die Teile in einer Position
nach einem entsicherten Auslösen des Speichers gezeigt
sind.
In Fig. 1 enthält eine Entsicherungseinheit zur Verwendung in
einem Luftfahrzeug ein Gehäuse 1 für einen Plunger 2, der mittels
einer Druckfeder 3 nach unten in die gezeigte Position beauf
schlagt ist. Der Plunger 2 hat eine nach unten weisende Ver
längerung 4, die durch eine Öffnung im Boden des Gehäuses 1
hinaus steht zum Eingriff mit einem Speicher, dessen Anwesen
heit detektiert wird, wenn er in die Position geladen wird.
In Fig. 1 ist kein Speicher vorhanden, und der Plunger 2 und
der Sensor 4 sind in ihrer untersten Position.
Das Gehäuse 1 hat einen vorstehenden Steg 10, der einen Schwenk
zapfen 11 trägt für einen Verriegelungshaken 12, der durch eine
Torsionsfeder 13, die den Schwenkstift 11 umgibt, entgegengesetzt
der Uhrzeigerrichtung vorgespannt ist. Die Feder versucht den
wirksamen Abschnitt 14 des Hakens gegen eine Fläche 15 am Steg
10 zu bewegen, in der in Fig. 1 gezeigten Position wird hingegen
der Haken von dieser Fläche durch den frei in einem Durchgang des
Gehäuses verschiebbaren Verriegelungsstift 6 abgehalten.
In der in Fig. 1 gezeigten Position ist das rechte Ende des Stifts
16 in Eingriff mit einem Abschnitt des Plungers 2, der den vollen
Durchmesser aufweist, und sein linkes Ende steht in Eingriff mit
dem Haken 12, um ihn in der gezeigten Position zu halten. Wenn
ein Speicher in einer Position geladen wird, wie in Fig. 2 dar
gestellt, steht seine obere Fläche 20 in Eingriff mit dem Sensor
4 und hebt sowohl den Sensor 4 als auch den Plunger 2, von dem
der Sensor ein Teil ist, in die in Fig. 2 gezeigte Position.
Das rechte Ende des Stifts 16 kommt somit in Berührung mit einem
Abschnitt kleineren Durchmessers des Plungers 2, der von dem
Sensor 4 gebildet ist, und der Stift kann somit aufgrund des
auf den Haken 12 über die Torsionsfeder 13 ausgeübten Drucks
nach rechts verschoben werden. Der wirksame Abschnitt 14
des Hakens bewegt sich somit in Kontakt mit der Fläche 15 und
bildet einen V-förmigen Raum zum Einführen des Rings eines Ent
sicherungsdrahtes für den Speicher. Wenn der Ring in diesen
Raum gepreßt wird, entsteht eine Nockenwirkung, wodurch der
Haken etwas in Uhrzeigerrichtung verdreht wird entgegen seiner
Vorspannung bis sich der Ring in dem Raum zwischen dem wirksamen
Abschnitt des Hakens und dem Verriegelungsstift 16 befindet.
Die komplette Einheit ist derartig positioniert, daß der Plunger 2
vertikal, wie bereits beschrieben, im Eingriff und die Fläche des
wirksamen Abschnitts 14 des Hakens, die mit dem Entsicherungs
ring im Eingriff ist, im wesentlichen horizontal ist, so daß jede
auf den Ring ausgeübte und auf den Haken übertragene Kraft auf den
Schwenkzapfen 11 wirkt und keine Tendenz hat, den Haken zu öffnen.
Zusätzlich zum Verriegelungsstift 16 wird der Haken auch durch
eine Magnetverriegelung gesteuert, die sich in der Zeichnung
hinter dem Haken befindet. Der kreisförmige Umriß des Magnet
gehäuses ist in Fig. 3 bei 21 in gestrichelter Linie angedeutet;
der Magnet weist einen Anker auf, der bei Betätigung des Magneten
in eine Verriegelungsöffnung 22 im Körper des Hakens 10 hinein
greift. Der Magnet wird nur betätigt, wenn ein entsichertes
Auslösen erforderlich ist. Im Fall eines gesicherten Auslösens,
wie in Fig. 3 gezeigt, ermöglicht das Auslösen des Speichers ein
Ausfahren des Sensors 4 in die gezeigte Position, wodurch der
Abschnitt mit dem vollen Durchmesser des Plungers 2 in Eingriff
mit dem rechten Ende des Stiftes 6 tritt, wodurch er nach links
bewegt wird und einen Druck auf den Haken 12 ausübt, um ihn in
die in Fig. 3 gezeigte geöffnete Position zu bringen. Dies gibt
den Ring des Entsicherungsdrahtes frei und erlaubt ein freies
Fallen mit dem Rest des Drahtes und stellt sicher, daß der
Speicher nicht entsichert werden kann.
Wenn ein entsichertes Auslösen erforderlich ist, wird der Ver
riegelungsmagnet betätigt und sein Anker ragt in die Öffnung 22
des Hakens und verriegelt ihn in der geschlossenen in Fig. 2
gezeigten Position. Wenn der Speicher ausgelöst wird, beginnen
Sensor 4 und somit der Plunger 2 nach unten zu fallen bis eine
geneigte Fläche 25 an der Verbindung zwischen dem Sensor 4 und
dem Abschnitt mit dem vollen Durchmesser des Plungers mit dem
Stift 6 in Eingriff tritt. Aufgrund der Tatsache, daß der
Haken 10 verriegelt ist, kann der Stift 6 nicht nach links be
wegt werden, und sein Eingriff mit der Fläche 25 verhindert ein
weiteres Herabfallen des Plungers 2. Der Haken 10 bleibt daher
in der geschlossenen Position, wobei der Ring (der in Fig. 4 in
gestrichelten Linien bei 26 gezeigt ist) im Haken verbleibt und,
wenn der Speicher seinen Fall fortsetzt, dieser entsichert wird
und der Sicherungsdraht in üblicher Weise abschert.
Bei gesicherter Auslösung fällt bei dieser Konstruktion der Ent
sicherungsring sicher fort, ohne zurückgehalten zu werden, es
besteht daher keine Gefahr, daß der Speicher unabsichtlich ent
sichert wird. Wenn auf der anderen Seite der Haken bei einer
Routinewartung und seiner Handhabung lediglich in die geschlossene
Position vorgespannt ist, besteht keine Gefahr, daß der Ring
unabsichtlich freigegeben wird, da jede auf ihn wirkende Kraft
keinen Öffnungseffekt hat.
Eine alternative Ausführungsform, die im wesentlichen die
gleiche Funktion ausübt, ist in den Fig. 5 bis 9 dargestellt.
Diese Figuren haben Teile, die den Teilen in den Fig. 1 bis 4
gleichen und gleiche Bezugszeichen tragen.
Ein Gehäuse 1 weist wiederum einen Plunger 2 auf, der durch
eine Feder 3 belastet ist. Bei dieser Ausführungsform ist hin
gegen der Speichersensor 4 gleitend im Plunger 2 beweglich und
durch eine separate Feder 30 belastet. Ein Haken 12 ist bei 11
schwenkbar gelagert und von einer Torsionsfeder 13 beaufschlagt.
Der Haken 12 ist gegen die Wirkung der Feder 13 vom Stift 16 in
der offenen Position gehalten, wobei der Stift 16 vom Plunger 2
gesteuert wird. In dieser Ausführungsform weist der Haken 12
einen Abschnitt 32 auf, der sich auf der dem Schwenkzapfen 11
gegenüberliegenden Seite befindet und der in Eingriff mit einem
zweiten Gleitstift 33 steht, der ebenfalls vom Plunger 2 gesteuert
wird. In der in Fig. 5 gezeigten Position ist der Haken 12 vom Stift 16
und vom Stift 13, der an den Abschnitt kleineren Durchmessers des
Plungers angreift, in seiner äußersten Position verriegelt, so
daß der Abschnitt 32 des Plungers die gezeigte Position einnimmt.
Dies stellt den statischen Zustand der Vorrichtung dar.
Die Ladeoperation ist in Fig. 6 dargestellt, aus der zu erkennen
ist, daß der Speichersensor 4 zunächst angehoben wird, bis eine
ringförmige Sperre 36 mit einer Vertiefung 35 in Eingriff tritt,
wodurch sowohl der Sensor 4 als auch der Plunger 2 in dieser an
gehobenen Position gehalten werden. Der Speicher kann nun in
Position gebracht werden und der Entsicherungsring 26 kann hinter
den Haken 12 greifen in der gleichen Weise wie dies in Verbindung
mit den Fig. 1 bis 4 beschrieben wurde. Die nächste Stufe be
steht darin, die Sperre 36 niederzudrücken, wodurch der Sensor 4
und Plunger 2 freigegeben werden, bis der Sensor die obere Fläche
des Speichers berührt. Die Abwärtsbewegung des Plungers 2 bringt
den Stift 33, dessen rechtes Ende sich zuvor in einerAusnehmung 40
im Plunger 2 befand, in Eingriff mit einem Abschnitt 41 des
Plungers 2 größeren Durchmessers, welcher den Stift 33 nach
links bewegt, um mit dem Schwanzabschnitt 32 des Hakens 12 in
Eingriff zu gelangen und diesen somit in der geschlossenen Posi
tion zu verriegeln, die in Fig. 7 gezeigt ist, in der der Ring
26 fest gehalten ist. Der Mechanismus ist mithin gesetzt und
fertig für das Auslösen.
Der Zustand für das nicht entsicherte oder das gesicherte Aus
lösen ist in Fig. 8 dargestellt, und man kann sehen, daß der
Sensor 4 und der Plunger 2 in die gezeigte Position herabfallen,
sobald der Speicher wegfällt. Die Abwärtsbewegung des Plungers 2
bringt einen Vorsprung 42 des Plungers 2 in Eingriff mit dem
Stift 16, der nach links bewegt wird und den Haken 12 in die
offene Position verschwenkt, wodurch der Ring 26 freigegeben
wird, welcher, wie gezeigt, ganz frei abfallen kann. Zur gleichen
Zeit steht der Stift 33 in Eingriff mit dem Abschnitt 34 des
Plungers von kleinerem Durchmesser, um die Bewegung des Hakens
zu ermöglichen.
Wenn der Speicher entsichert werden soll, muß der Haken 12 in
geschlossener Position verriegelt werden, wie in Fig. 9 gezeigt.
Zu diesem Zweck wird ein Magnet 50 aktiviert, der einen Anker 46
veranlaßt, mit der Fläche des Plungers 2 in Eingriff zu gelangen.
Wenn der Speicher freigegeben wird, fällt der Plunger 2, wie an
hand von Fig. 8 beschrieben, nach unten, bevor er jedoch die in
Fig. 8 dargestellte Position erreicht, wird das Herabbewegen durch
den Eingriff des Ankers 46 mit einer Schulter 47 des Plungers 2
gehemmt, wie in Fig. 9 dargestellt ist. Dies findet statt, bevor
der Stift 33 in Eingriff mit dem Abschnitt 34 des Plungers 2
kleineren Durchmessers gelangt und bevor der Stift 16 mit dem
Vorsprung 42 in Eingriff kommt. Als Folge davon bleibt der Haken
12 in der in Fig. 7 gezeigten Position, da vom Stift 16 kein
Druck kommt, diesen zu öffnen, und überdies ist jede Bewegung
wirksam dadurch verhindert, daß der Stift 33 gegen den Schwanz
32 des Hakens anliegt. Der Haken bleibt daher geschlossen, der
Ring 26 ist gehalten und, wie zuvor beschrieben, der Speicher
entsichert.
Ein Mikroschalter 50 besitzt eine Betätigung 51, die mit dem
Sensor 4 in Eingriff steht und eine Anzeige bewirkt, wenn der
Speicher ausgelöst wird. In der in Fig. 7 gezeigten Position ist
die Betätigung nicht heruntergedrückt und stellt somit eine
Anzeige dar dafür, daß ein Eingriff mit dem Speicher besteht,
wenn hingegen der Plunger 2 sich abwärts bewegt, wenn der
Speicher freigegeben wird, wird die Betätigung 51 von einem
Flansch 52 am Sensor 4 nach rechts gedrückt und zeigt mithin
an, daß der Speicher "abgegangen" ist.
In Fig. 8 kann ersehen werden, daß, obwohl der Plunger 2 in
seiner Abwärtsbewegung gehemmt ist, der Sensor 4 relativ zum
Plunger nach unten bewegt wird unter der Wirkung seiner Feder
30, so daß Flansch 52 den Mikroschalter 50 erneut betätigt.
Wenn in der ersten beschriebenen Ausführungsform ein gesichertes
Auslösen erforderlich ist, wird der Ring 26 ohne irgendeine
Hemmung freigegeben, bevor jedoch der Speicher geladen wird,
wird der Haken 12 in die geschlossene Position vorgespannt und
jede auf den Ring 26 wirkende Kraft hat keinen Öffnungseffekt
auf den Haken.
Das Verfahren, den Haken 12 während der entsicherten Freigabe
in geschlossener Position zu verriegeln, d.h., wie beschrieben,
ein Hineinragen des Ankers 46 des Magneten 45 in Eingriff mit
der Fläche des Plungers 2 zu bewirken, kann auch bei der
Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 4 statt der beschriebenen
gezeigten verwendet werden. Mit anderen Worten, der Magnet 21
aus den Fig. 1 bis 4 kann statt einer Anordnung hinter dem
Haken 12 in der Position des Magneten 45 aus Fig. 5 angeordnet
werden, so daß sein Anker in einer gestuften Nut des Plungers 2
eintreten und somit eine Bewegung des Plungers in eine Position,
in welcher der Haken 12 geöffnet ist, verhindern kann.
Claims (7)
1. Entsicherungseinheit zur Verwendung in einem Luftfahrzeug
zur Steuerung der Entsicherung eines Sprengstoff enthaltenden
Speichers (20) beim Auslösen vom Luftfahrzeug, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein schwenkbar gelagerter Haken (12) vorgesehen
ist, der in Eingriff mit einem Ring oder einer Schleife (26)
eines Sicherungsdrahtes in Eingriff ist, der an einem Ent
sicherungsstift auf dem Speicher (20) angebracht ist, wobei
der Haken (12) in eine geschlossene Position vorgespannt
ist, eine Verbindung (16) zwischen dem Haken (12) und einem
federbelasteten, eine Verlängerung (4) aufweisenden Plunger (2)
einen Sensor bildet, der an der oberen Fläche des auszulösenden
Speichers (20) angreift, wobei die Verbindung (16) dazu dient,
den Haken (12) zu öffnen als Folge einer Abwärtsbewegung des
Plungers (2) beim Auslösen des Speichers (20), und eine Ver
riegelung (22, 46) den Haken (12) in der geschlossenen Position
hält und eine Betätigung der Verbindung (16) verhindert, wobei
im Gebrauch, wenn ein sicheres gesichertes Auslösen erforder
lich ist, die Verriegelung (22, 46) nicht betätigt wird und
die Verbindung (16) den Haken (12) öffnet und der Ring oder
die Schleife ohne Einhalt ausgelöst wird, wenn aber ein ent
sichertes Auslösen erforderlich ist, die Verriegelung (22, 46)
betätigt wird und verhindert, daß die Verbindung (16) den Haken
öffnet, so daß der Ring oder die Schleife nicht ausgelöst wird
und der Speicher (20) durch den Entsicherungsdraht ent
sichert wird, wenn der Speicher aus dem Luftfahrzeug fällt.
2. Entsicherungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der normalen Betriebslage des Luftfahrzeugs sowohl
die Achse des Plungers (2) als auch die Achse des Hakens (12)
vertikal verläuft, daß ferner der Haken (12) eine flache
horizontale Fläche (14) aufweist zum Eingriff mit dem Ring
oder der Schleife (26), so daß jeder Zug daran auf die
Schwenkverbindung (11) des Hakens (12) wirkt und damit
keine Tendenz zum Öffnen bewirkt.
3. Entsicherungseinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Haken (12) an einer Fläche (15)
eines Gehäuses (10) für den Plunger (2) anliegt, der Haken
eine geneigte Fläche aufweist, die zusammen mit der Fläche
des Gehäuses einen umgekehrt V-förmigen Raum bildet, in
welchem der Ring (26) des Entsicherungsdrahtes gepreßt
werden kann, um eine Nockenwirkung zu erzeugen, die den
Haken gegen seine Vorspannungsfeder öffnet und ein Ein
setzen des Ringes erlaubt.
4. Entsicherungseinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen dem
Haken (12) und dem Plunger (2) einen Gleitstift (16) auf
weist, der zwischen dem Haken (12) und dem Plunger (2)
angeordnet ist und wirkt und welcher normalerweise in
Eingriff mit einem Abschnitt des Plungers (2) kleineren
Durchmessers ist und der, wenn letzterer aufgrund eines
Auslösens eines Speichers (20) sich herunterbewegt, einen
Abschnitt des Plungers (2) größeren Durchmessers angreift,
der dann den Stift (16) verschiebt und den Haken (12) in
die geöffnete Position bewegt, vorausgesetzt, die Verrie
gelung (22) ist nicht wirksam, falls jedoch die Verriegelung
(22) wirksam ist, eine Bewegung des Stifts (16) verhindert
und ein Herunterbewegen des Plungers blockiert.
5. Entsicherungseinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß ein zweiter Gleitstift (33) zwischen dem Haken (12) und
dem Plunger (2) angeordnet ist und wirkt, der mit einem
Abschnitt des Hakens (12) zusammenwirkt, der sich auf der
dem vom ersten Stift (16) beaufschlagten entgegengesetzten Seite der Schwenk
verbindung erstreckt, wodurch eine Bewegung des Hakens (12)
vor dem Auslösen des Speichers (20) verhindert wird, wobei
der zweite Stift (33) einen Abschnitt des Plungers (2)
größeren Durchmessers angreift, um den Haken (12) in der
verriegelten Position zu halten, wenn im Gebrauch ein ge
sichertes Auslösen gefordert wird, bei der Abwärtsbewegung
des Plungers (2) beim Auslösen des Speichers der zweite
Stift (33) in Eingriff mit einem Abschnitt des Plungers (2)
kleineren Durchmessers gelangt und ein Wegschieben des
Stiftes (33) vom Haken (12) erlaubt und damit das Öffnen
des Hakens (12) unter der Druckwirkung des ersten Stiftes
(16), wenn indessen ein entsichertes Auslösen gefordert
wird, die Verriegelung (46) die Abwärtsbewegung des Plun
gers (2) hemmt, bevor der zweite Stift (33) den Abschnitt
kleineren Durchmessers erreicht, so daß der zweite Stift
(33) in Eingriff mit dem Abschnitt des Plungers (2)
größeren Durchmessers verbleibt und dadurch den Haken (12)
weiterhin in der verriegelten Stellung hält und damit den
Ring (26) und den Speicher (20) entsichert.
6. Entsicherungseinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verriegelung (46) vom Anker eines Magneten (45)
gebildet wird, der bei Betätigung der Verriegelung (46)
mit dem Plunger (2) in Eingriff gelangt und seine Abwärts
bewegung vehindert.
7. Entsicherungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung (22) zum
Halten des Hakens (12) in der geschlossenen Position von
einem Anker (22) eines Magneten (21) gebildet ist, der bei
aktiviertem Magneten in ein Loch im Körper des Hakens ein
greift und den Haken in dieser Position verriegelt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB8729593 | 1987-12-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3842449A1 true DE3842449A1 (de) | 1990-12-20 |
Family
ID=10628717
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3842449A Ceased DE3842449A1 (de) | 1987-12-18 | 1988-12-16 | Entsicherungseinheit |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4987820A (de) |
| DE (1) | DE3842449A1 (de) |
| GB (1) | GB2229798B (de) |
| IT (1) | IT1224825B (de) |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6584880B1 (en) * | 2001-01-30 | 2003-07-01 | Raytheon Company | Electronically controlled arming unit |
| US6622605B1 (en) * | 2001-01-30 | 2003-09-23 | Raytheon Company | Fail safe arming unit mechanism |
| US8869671B2 (en) * | 2012-08-14 | 2014-10-28 | Raytheon Company | Aircraft device deployment system with spring-driven mechanical linkage |
| US9783296B2 (en) | 2014-09-18 | 2017-10-10 | Raytheon Company | Aircraft store deployment system with improved safety of arming and releasing stores |
Citations (6)
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-
1988
- 1988-12-07 US US07/288,710 patent/US4987820A/en not_active Expired - Fee Related
- 1988-12-15 GB GB8829249A patent/GB2229798B/en not_active Expired - Lifetime
- 1988-12-16 DE DE3842449A patent/DE3842449A1/de not_active Ceased
- 1988-12-16 IT IT8848672A patent/IT1224825B/it active
Patent Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US4987820A (en) | 1991-01-29 |
| GB2229798A (en) | 1990-10-03 |
| IT8848672A0 (it) | 1988-12-16 |
| IT1224825B (it) | 1990-10-24 |
| GB8829249D0 (en) | 1990-05-30 |
| GB2229798B (en) | 1991-02-27 |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8131 | Rejection |