DE3739047A1 - Anodenansteuervorrichtung bei einer drehanoden-roentgenroehre - Google Patents
Anodenansteuervorrichtung bei einer drehanoden-roentgenroehreInfo
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Classifications
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- H05G—X-RAY TECHNIQUE
- H05G1/00—X-ray apparatus involving X-ray tubes; Circuits therefor
- H05G1/08—Electrical details
- H05G1/66—Circuit arrangements for X-ray tubes with target movable relatively to the anode
Landscapes
- X-Ray Techniques (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Anodensteuervorrichtung
bei einer Drehanoden-Röntgenröhre.
Eine Röntgenröhre bei einem rechnergestützten Röntgen-
Tomographen oder Röntgen-Computertomographen muß im
allgemeinen bei ihrem Umlauf um ein Untersuchungs-
Objekt kontinuierlich Röntgenstrahlen ausstrahlen.
Wenn dabei Elektronen von einer Kathode fortlaufend
nur auf einen einzigen Fleck am Target (Fangelektrode)
einer Anode ausgestrahlt werden, wird schließlich
das Target zum Schmelzen gebracht. Aus diesem Grund
ist die Anode mit einem geneigten oder schräggestell
ten Target versehen, und sie wird mit konstanter
Drehzahl gedreht, wodurch die Aufstrahlung von Elektro
nen von der Kathode nur auf einen einzigen Fleck am
Target verhindert wird.
Fig. 1 veranschaulicht eine bisherige Ansteuervor
richtung für eine Drehanode einer solchen Röntgen
röhre. Gemäß Fig. 1 ist die Sekundärwicklung T (Aus
gangsseite) eines Strom- oder Leistungstransforma
tors mit drei Anzapfungen versehen, von denen drei
(Wechsel-)Spannungen - von 220 V, 110 V bzw. 60 V -
abnehmbar sind. Die Spannung von 220 V wird während
der Aktivierung benutzt, bei welcher die Anode aus
einem statischen Zustand in Drehung versetzt wird,
die Spannung von 60 V ist eine Treiber- oder Ansteuer
spannung, mit welcher die Anode mit konstanter Drehzahl
in Drehung gehalten wird; die Spannung von 110 V ist
eine Bremsspannung zum Beenden der Drehung der Anode.
Die Treiberspannungen von 220 V und 60 V werden me
chanisch mittels eines aus drei elektromagnetischen
Relais Ry 1, Ry 2 und Ry 3 gebildeten Schalter- oder
Umschaltkreises in Übereinstimmung mit einem gewählten
von zwei Moden umgeschaltet, d. h. einem Aktivierungs
modus und einem Konstantdrehzahl-Dreh- oder-Rotations
modus; diese Spannungen werden an die gemeinsame
oder Sammelklemme C eines nicht dargestellten Wech
selstrommotors zum Drehen der Anode angelegt. Die
Bremsspannung von 110 V wird durch einen aus einer
Diodenbrückenschaltung STACKl bestehenden Vollweg-
Gleichrichter gleichgerichtet und dann über zwei
Relais Ry 2 und Ry 3 an die Hauptklemme M des Wechsel
strommotors und weiterhin über einen Phasenschiebe-
Kondensator C 1 an eine Nebenklemme S angelegt.
Das Umschalten der Relais Ry 1-Ry 3 wird in Abhängig
keit (in association) von einem von einer nicht dar
gestellten externen Schaltung gelieferten "Drehsi
gnale (vgl. Fig. 2) gesteuert. Dabei sei angenommen,
daß sich jedes elektromagnetische Relais in einem
Ein- oder Anziehzustand befindet und der Kontakt
jedes Relais mit einer durch einen weißen bzw. of
fenen Punkt ("o") bezeichneten Klemme verbunden ist,
wenn der Pegel gemäß Fig. 2 hoch ist.
Bei dieser bisherigen Vorrichtung werden elektroma
gnetische Relais für das Umschalten der an den Wech
selstrommotor anzulegenden Ansteuer- und Bremsspan
nungen benutzt. Infolgedessen tritt ein Lichtbogen
auf, der seinerseits beim jedesmaligen Spannungsum
schalten einen von einer Spannungsphase abhängigen
Stromstoß (surge) erzeugt (da eine Wechselspannung
angewandt wird, tritt ein Lichtbogen nicht bei einer
Phase 0, aber bei einer von 0 verschiedenen Phase auf).
Dabei werden die elektromagnetischen Relais zu großen
bzw. starken Störsignalquellen in bezug auf die anderen
Schaltungen oder Schaltkreise. Beim jedesmaligen Auf
treten eines Stromstoßes kann dieser zudem eine Beschä
digung oder einen allmählichen Abbrand der Relaiskon
takte zur Folge haben, so daß die elektromagnetischen
Relais periodisch ausgewechselt werden müssen.
Außerdem wird die Bremsspannung durch einen speziellen
von einer Schaltung für die (Lieferung der) Ansteuer
spannung getrennten Gleichrichter gleichgerichtet. Da
für die Unterbringung des Gleichrichters zusätzlicher
Raum vorgesehen sein muß, wird hierdurch die Vorrich
tung sperriger bzw. größer in ihren Anmessungen.
Aufgabe der Erfindung ist damit die Schaffung einer
für eine Drehanoden-Röntgenröhre vorgesehenen Anodenan
steuervorrichtung, bei welcher die Erzeugung von
Stromstößen beim Umschalten zwischen Ansteuer- und
Bremsspannungen verhindert und damit die Erzeugung
von Störsignalen (noise) vermieden werden.
Bei dieser Anodenansteuervorrichtung soll zudem ein
periodisches Auswechseln von elektromagnetischen
Relais unnötig sein.
Die obige Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1
gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Gegenstand der Erfindung ist eine Anodenansteuervorrich
tung bei einer Röntgenröhre mit Drehanode, umfassend
einen Motor zum Drehen der Drehanode, eine Stromquelle
zum Erzeugen (Liefern) einer ersten Wechselspannung
für Aktivierung und einer zweiten Wechselspannung für
Drehung mit konstanter Drehzahl, einen zwischen die
Stromquelle und den Motor eingeschalteten Umschaltkreis
mit einer Nulldurchgang-Umschaltfunktion sowie eine
Steuerschaltung zum Umschalten des Umschaltkreises in
einer vorbestimmten Reihenfolge, um sequentiell die
erste und die zweite Wechselspannung an den Motor an
zulegen.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Er
findung im Vergleich zum Stand der Technik anhand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer herkömmlichen Anoden
ansteuervorrichtung bei einer Drehanoden-
Röntgenröhre,
Fig. 2 ein Zeitsteuerdiagramm zur Erläuterung des
Gesamtbetriebs der Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer mittels
einer Ansteuervorrichtung gemäß der Erfindung
in Drehung versetzten Drehanoden-Röntgenröhre,
Fig. 4 ein Blockschaltbild einer für eine Drehanoden-
Röntgenröhre vorgesehenen Anodenansteuervor
richtung gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung,
Fig. 5 ein detailliertes Schaltbild einer Schalt
bzw. Umschaltsteuereinheit gemäß Fig. 4,
Fig. 6 ein Zeitsteuerdiagramm zur Verdeutlichung der
Arbeitsweise der Umschaltsteuereinheit nach
Fig. 5,
Fig. 7 ein Zeitsteuerdiagramm zur Verdeutlichung einer
Arbeitsweise, bei welcher bei der ersten Aus
führungsform ein Rotationsmodus einer Drehanode
von einem Aktivierungsmodus auf einen Konstant
drehzahl-Drehmodus umgeschaltet wird,
Fig. 8 ein Zeitsteuerdiagramm zur Verdeutlichung einer
Operation während des Bremsmodus bei der ersten
Ausführungsform,
Fig. 9 ein Blockschaltbild einer Ansteuervorrichtung
gemäß einer zweiten Ausführungsform der Er
findung und
Fig. 10 ein Zeitsteuerdiagramm zur Verdeutlichung des
Umschaltzustands jedes Umschaltelements bei
der zweiten Ausführungsform.
Die Fig. 1 und 2 sind eingangs bereits erläutert worden.
Fig. 3 veranschaulicht eine Drehanoden-Röntgenröhre.
Eine Kathoden-Hülse 12 aus Eisen (Stahl), Nickel o.dgl.
ist dabei innerhalb einer (eines) Glasröhre oder -kol
bens 10 aus Hartglas angeordnet. Eine Fokussierelektro
de (Kathode) 14 mit einem Heizfaden 16 in Form einer
Wolframwendel ist am distalen Ende der Hülse 12 ange
ordnet. Ein von der Kathode 14 erzeugter Elektronen
strahl wird auf eine aus einer Eisen-Wolframlegierung
bestehende, an der Oberfläche der Drehanode 18 ausge
bildete Fangelektroden- bzw. Targetfläche aufgestrahlt,
die einen Röntgenstrahl 22 in einer Richtung senk
recht zur Aufstrahlrichtung des Elektronenstrahls er
zeugt bzw. abstrahlt. Die Anode 18 weist eine Welle
auf, die sich in Axialrichtung des Kolbens 10 er
streckt und durch einen Wechselstrommotor 20 für Dre
hung angetrieben wird.
Fig. 4 veranschaulicht in einem Schaltbild eine für
eine derartige Drehanoden-Röntgenröhre vorgesehene
Anodenansteuervorrichtung gemäß einer ersten Ausführungs
form der Erfindung. Eine Sekundär- oder Ausgangswicklung
30 eines mit einer nicht dargestellten Wechselstromquelle
verbundenen Strom- oder Leistungstransformators weist
zwei Anzapfungen zum Abnehmen von Wechselspannungen je
weils gleicher Phase auf, d. h. von Wechselspannungen von
220 V und 60 V. Diese beiden Anzapfungen sind mit einer
gemeinsamen oder Sammelklemme C eines Wechselstrommotors
jeweils über Umschaltelemente 32 bzw. 34, die jeweils
aus einem Festkörper-Relais (SSR) bestehen, verbunden.
Die Umschaltelemente 32 und 34 sind jedoch nicht auf
ein Festkörper-Relais beschränkt, vielmehr kann ein be
liebiger anderer Schalter verwendet werden, der eine
Nulldurchgangfunktion aufweist (d. h. der in Synchronis
mus mit einem Takt (timing), bei dem eine Last, im vor
liegenden Fall die an den Wechselstrommotor anzulegende
Wechselspannung, praktisch gleich Null ist). Als Fest
körper-Relais kann ein optisch isolierendes Wechselstrom
nulldurchgang-(Schließertyp-)Halbleiterrelais des Typs
TSS25J41S der Firma Toshiba verwendet werden. Ein sol
ches Halbleiter-Relais umfaßt einen Lichtausstrahlkreis,
einen Lichtempfangskreis, einen Zündunterdrückungskreis
(von Null abweichende Spannung) und einen bidirektionalen
Thyristor (Triac), die in der angegebenen Reihenfolge
von einer Eingangsseite aus geschaltet sind. Die Ein/Aus
schaltoperation der Umschaltelemente 32 und 34 wird
durch ein Steuersignal von einer Umschaltsteuereinheit
36 gesteuert. Die Umschaltsteuereinheit 36 schaltet den
Antriebs- oder Ansteuermodus der Anode 12 auf einen Ak
tivierungsmodus, einen Konstantdrehzahl-Drehmodus bzw.
einen Bremsmodus um und bewirkt das Ein/Ausschalten der
Umschaltelemente 32 und 34 nach Maßgabe des gewählten
Modus. Ein Drehsignal wird von außen her an die Steuer
einheit 36 angelegt, während sich die Drehanode dreht,
d.h. während des Aktivierungs- und des Konstantdrehzahl-
Drehmodus. Eine OV-Klemme der Wicklung 30 ist an die
Hauptklemme M des Wechselstrommotors und an dessen Neben
klemme S über einen Phaseschiebe-Kondensators 38 ange
schlossen. Die Hauptklemme M und die Nebenklemme S sind
jeweils mit einer Seite einer Hauptwicklung 40 bzw. einer
Nebenwicklung 42 des Wechselstrommotors verbunden. Die
anderen Seiten der Wicklungen 40 und 42 sind miteinander
verbunden und an eine Klemme C angeschlossen. In Fig. 4
ist mit 44 eine Drehanode bezeichnet.
Fig. 5 veranschaulicht die Umschaltsteuereinheit
(switching controller) 36 im einzelnen. Ein Drehsignal
wird von außen her einem monostabilen Multivibrator
50 (mit Zeitkonstante T 1) eingespeist, und sein Aus
gangssignal wird als Steuersignal zum Umschaltelement
32 geliefert. Das Ausgangssignal vom Multivibrator 50
wird außerdem über einen Inverter 52 an die erste Ein
gangsklemme eines UND-Glieds 54 angelegt. Dieses Dreh
signal wird auch der zweiten Eingangsklemme des UND-
Glieds 54 zugeführt, dessen Ausgangssignal als Steuer
signal zum Umschaltelement 34 übertragen wird. Das
Drehsignal wird weiterhin über einen Inverter 56 einem
monostabilen Multivibrator 58 (mit Zeitkonstante T 2)
eingespeist, dessen Ausgangssignal an eine erste Ein
gangsklemme eines UND-Glieds 60 angelegt wird. An die
zweite Eingangsklemme des UND-Glieds 60 wird ein Takt
impuls 62 mit einer Frequenz entsprechend derjenigen
der Wechselstromquelle angelegt, wobei das Ausgangs
signal (Impuls 62) dieses UND-Glieds als Steuersignal
dem Umschaltelement 32 zugeführt wird.
Der Gesamtbetrieb bzw. die gesamte Arbeitsweise der
ersten Ausführungsform ist nachstehend anhand von Fig. 6
erläutert. Die Umschaltsteuereinheit 36 empfängt das
Drehsignal (rotate signal), das in Synchronismus mit
der Aktivierung auf einen hohen Pegel übergeht und in
Synchronismus mit dem Ende der Konstantdrehzahldrehung,
d. h. dem Beginn des Bremsvorgangs, auf den niedrigen Pe
gel zurückkehrt. Wenn das Drehsignal auf den hohen Pegel
ansteigt, arbeitet der Multivibrator 50 in Synchronismus
mit diesem Signalanstieg, wobei er ein Signal eines hohen
Pegels als Steuersignal nur während einer vorbestimmten
Zeitspanne T 1 zum Umschaltelement 32 liefert. Infolge
dessen wird das Umschaltelement 32 nur für die Periode
T 1 nach dem Anstieg des Drehsignals auf den hohen Pegel
kontinuierlich ein- oder durchgeschaltet, wobei eine
Ansteuerspannung von 220V an die Klemme C des Wechsel
strommotors angelegt und damit dessen Drehung aktiviert
bzw. eingeleitet wird. Mit anderen Worten: die Zeitkon
stante T 1 des Multivibrators 50 repräsentiert eine Ak
tivierungszeitspanne, während welcher die Drehzahl der
Anode 12 der Röntgenröhre von einer Null-Drehzahl aus
eine konstante Drehzahl erreicht, und sie bestimmt sich
je nach der Art der jeweiligen Röntgenröhre; im vor
liegenden Fall kann die Zeitkonstante T 1 entsprechend der
Art der Röntgenröhre variiert werden. Die Aktivierungs
spannung (im vorliegenden Fall 220 V) wird ebenfalls
durch die Art der Röntgenröhre bestimmt.
Wenn ein Ausgangssignal vom Multivibrator 50 nach Ab
lauf der Zeitkonstante T 1 auf den niedrigen Pegel über
geht, geht ein vom Inverter 52 abgegebenes Inversions
signal bzw. invertiertes Signal auf einen hohen Pegel
über. Das das invertierte Signal und das Drehsignal
abnehmende UND-Glied 54 liefert ein Ausgangssignal eines
hohen Pegels als Steuersignal zum Umschaltelement 34.
Infolgedessen werden nach erfolgter Aktivierung das
Umschaltelement 32 abgeschaltet (gesperrt) und das Um
schaltelement 34 eingeschaltet (durchgeschaltet). In
folgedessen wird die Ansteuerspannung von 60 V an die Klemme
C des Wechselstrommotors angelegt, so daß dieser sich
mit konstanter Drehzahl dreht.
Da die Umschaltelemente 32 und 34 eine Nulldurchgang-Umschalt
funktion aufweisen, erfolgen das Umschalten des Pegels
des Steuersignals und das Ein/Ausschalten der Umschalt
elemente 32 und 34, wie in Fig. 7 gezeigt, nicht zum
gleichen Zeitpunkt. Wenn nämlich eine Phase der an die
Sammelklemme C angelegten Spannung nach dem Umschalten
des Pegels des den Umschaltelementen 32 und 34 zugeführ
ten Steuersignals umgeschaltet wird, wird der Ein/Aus
schaltzustand der Umschaltelemente 32 und 34 umgeschal
tet, wobei die an die Sammelklemme C angelegte Spannung
von 220 V auf 60 V umgeschaltet wird. Da bei dieser Aus
führungsform die Wechselspannung stets umgeschaltet wird,
wenn die Phase gleich 0 ist, erfolgt das Umschalten der
Ansteuerspannung gleichmäßig bzw. stoßfrei, wodurch die
Entstehung eines Stromstoßes während des Umschaltvor
gangs verhindert wird.
Dieser Konstantdrehzahl-Drehmodus dauert an, während das
Drehsignal auf dem hohen Pegel bleibt. Wenn das Drehsi
gnal auf den niedrigen Pegel übergeht, wird das UND-Glied
54 abgeschaltet bzw. gesperrt, wobei sein Ausgangssignal
(ein Steuersignal zum Umschaltelement 34) auf den nied
rigen Pegel übergeht. Infolgedessen wird das Umschalt
element 34 abgeschaltet. Da das durch Invertieren des
Drehsignals durch den Inverter 56 erhaltene Inversions
signal oder invertierte Signal auf den hohen Pegel über
geht, wird der Multivibrator 58 wirksam, um nur während
einer vorbestimmten Zeitspanne T 2 ein Signal eines hohen
Pegels zu liefern. Der Impuls 62, der dieselbe Frequenz
wie die Stromquelle besitzt, wird daher als Steuersi
gnal nur während der Zeitspanne oder Periode T 2 zum Um
schaltelement 32 geliefert. Während der gesamten Periode
T 2 wiederholt das Umschaltelement 32 eine Ein/Ausschalt
operation in Synchronismus mit dem Taktimpuls. Aus die
sem Grund wird auf die in Fig. 8 gezeigte Weise das Um
schaltelement 32 mit der Nulldurchgang-Umschaltfunktion
in Synchronismus mit einer Periode eingeschaltet, in wel
cher eine positive Halbwelle der Spannung von 220 V auf
tritt, während ein halbweggleichgerichtetes Ausgangs
signal der Ansteuerspannung von 220 V an die Sammelklemme
C angelegt wird. Dadurch wird der Wechselstrommotor in
den Bremsmodus versetzt, wobei seine Drehzahl allmählich
verringert wird. Die Bremsperiode T 2 bestimmt sich nach
der Art der Röntgenröhre. Es ist darauf hinzuweisen,
daß es bei bestimmten Röntgenröhrenarten nicht nötig
ist, den Bremsvorgang auszuführen. Falls kein Bremsvor
gang nötig ist, wird die Zeitkonstante T 2 des Multivibra
tors 50 auf 0 gesetzt.
Bei der beschriebenen ersten Ausführungsform der Erfin
dung wird die an den Wechselstrommotor anzulegende Span
nung nicht durch elektromagnetische Relais, sondern
durch die Umschaltelemente mit einer Nulldurchgang-Um
schaltfunktion geschaltet. Infolgedessen tritt kein
Lichtbogen auf, der einen Stromstoß beim Umschalten der
angelegten Spannung hervorrufen könnte; hierdurch wird
wiederum die Erzeugung von Störsignalen verhindert, die
in andere Schaltungen oder Schaltkreise eingeschleppt
werden könnten. Außerdem erfahren die Umschaltelemente
weder Verschleiß noch Beschädigung durch Stromstöße,
so daß sie nicht periodisch ausgewechselt zu werden
brauchen. Da weiterhin das Umschaltelement zum Umschal
ten der Ansteuerspannung als Gleichrichter betrieben
wird, so daß die Ansteuerspannung zur Bremsspannung
gleichgerichtet wird, kann die Vorrichtung kompakt ge
baut sein. Im Gegensatz zur bisherigen Vorrichtung ist
es infolgedessen nicht nötig, einen getrennten Gleich
richter STACK zum Erzeugen einer Bremsspannung vorzu
sehen.
Fig. 9 veranschaulicht eine zweite Ausführungsform,
bei welcher ein Spannung-Umschaltelement aus einem
Relais Ry 4 und einem Festkörper-Relais (SSR) gebildet
ist, während es bei der ersten Ausführungsform aus
einem Festkörper-Relais besteht. Eine von zwei Anzapfun
gen (von denen wie bei der ersten Ausführungsform, Wech
selspannungen von 220 V und 60 V gleicher Phase abgenom
men werden, obgleich sie bei der vorliegenden Ausführungs
form nicht die gleiche Phase aufzuweisen brauchen) einer
Sekundärwicklung 90 wird durch das mechanische Relais Ry 4
gewählt und an ein Umschaltelement 92 auf einem Fest
körper-Relais (SSR) angeschaltet. Das Umschaltelement
92 ist zwar nicht auf ein Festkörper-Relais beschränkt,
muß aber eine Nulldurchgang-Umschaltfunktion aufweisen.
Das Ein/Ausschalten (Erregen/Entregen) des Relais Ry 4
und des Umschaltelements 92 wird durch Steuersignale
von einer Umschaltsteuereinheit 96 gesteuert. Letztere
bewirkt das Umschalten eines Ansteuermodus einer Dreh
anode auf einen Aktivierungsmodus, einen Konstantdreh
zahl-Drehmodus bzw. einen Bremsmodus sowie das Ein/Aus
schalten des Relais Ry 4 und des Umschaltelements 92
nach Maßgabe des gewählten Modus. Ein Drehsignal wird
von außen her der Steuereinheit 96 eingespeist, während
sich die Drehanode dreht, d. h. während des Aktivierungs
modus und des Konstantdrehzahl-Drehmodus. Ein Ausgangs
signal vom Umschaltelement 92 wird an die Sammelklemme
C angelegt. Eine OV-Klemme der Wicklung 90 ist an die
Hauptklemme M angeschlossen und über einen Phasenschie
be-Kondensator 94 mit der Nebenklemme S verbunden.
Die gesamte Arbeitsweise der zweiten Ausführungsform
ist nachstehend anhand von Fig. 10 erläutert. Wenn das
Drehsignal (oder auch Rotationssignal) auf einen hohen
Pegel ansteigt, bewirkt die Umschaltsteuereinheit 96
das Einschalten bzw. Anziehen des Relais Ry4 nur wäh
rend einer vorbestimmten Zeitspanne T 1 zwecks Verbin
dung der 220 V-Anzapfung mit dem Umschaltelement 92.
Die Steuereinheit 96 bewirkt das Ein- oder Durchschalten
des Umschaltelements 92, wenn nach dem Anstieg des Dreh
signals auf einen hohen Pegel eine kurze Verzögerungs
zeit τ 1 verstrichen ist. Da das Umschaltelement 92 beim
Anziehen des Relais Ry 4 abgeschaltet bzw. offen ist, kann
aus diesem Grund die Entstehung eines Stromstoßes ver
hindert werden. Infolgedessen wird eine Ansteuerspannung
von 220 V an die Klemme C zur Aktivierung bzw. Einlei
tung der Drehung eines Wechselstrommotors angelegt. Die
Steuereinheit 96 bewirkt das Abschalten oder Öffnen des
Umschaltelements 92 eine kurze Zeitspanne τ 2 vor Ablauf
der Einschalt- oder Anziehperiode T 1 des Relais Ry 4. In
Abhängigkeit vom Abschalten oder Öffnen des Umschalt
elements 92 wird die Anlegung der Ansteuerspannung von 220 V
an die Klemme C beendet, wobei die Aktivierung abgeschlos
sen ist. Da in diesem Fall das Umschaltelement beim Ab
fallen des Relais Ry 4 bereits abgeschaltet bzw. offen
ist, wird die Entstehung eines Stromstoßes verhindert.
Diese Schritt- oder Zeitsteuertakte werden durch eine
in der Umschaltsteuereinheit 96 vorgesehene Verzögerungs
schaltung gesteuert. Im vorliegenden Fall entspricht die
Aktivierungsperiode, genaugenommen, T 1-τ 1-τ 2.
Die Steuereinheit 96 schaltet das Umschaltelement 92
wiederum ein bzw. durch, wenn nach dem Abfallen des
Relais Ry 4 eine kurze Verzögerungszeit τ 3 verstrichen
ist. Da zu diesem Zeitpunkt das Relais Ry 4 mit der
60 V-Anzapfung verbunden ist, wird die Ansteuerspannung
von 60 V an die Klemme C angelegt, so daß der Wechsel
strommotor mit konstanter Drehzahl läuft. Die Drehung
mit konstanter Drehzahl dauert an, während sich das Dreh
signal auf dem hohen Pegel befindet.
Wenn das Drehsignal auf den niedrigen Pegel übergeht,
bewirkt die Umschaltsteuereinheit 96 zur Verhinderung
der Entstehung eines Stromstoßes das Abschalten bzw.
Öffnen des Umschaltelements 92, sodann das Erregen oder
Anziehen des Relais Ry 4 nach Ablauf einer kurzen Verzöge
rungszeit τ 4 nach dem Öffnen des Umschaltelements 92 und
hierauf die Verbindung der 220 V-Anzapfung mit dem Um
schaltelement 92. Danach liefert die Steuereinheit 96
einen Taktimpuls mit derselben Frequenz wie die Strom
quelle zum Umschaltelement 92 als Steuersignal nur wäh
rend einer vorbestimmten Zeitspanne T 2. Das Umschaltele
ment 92 wiederholt daher eine Nulldurchgang-Umschaltopera
tion in Synchronismus mit dem Taktimpuls während der ge
samten Periode T 2. Wie in dem in Fig. 8 veranschaulich
ten Fall, wird aus diesem Grund das Umschaltelement 92
in Synchronismus mit einer Periode, in welcher eine po
sitive Halbwelle der 220 V-Spannung auftritt, eingeschal
tet, wobei ein halbweggleichgerichtetes Ausgangssignal
der Ansteuerspannung von 220 V an die Klemme C angelegt
wird. Demzufolge wird der Wechselstrommotor in den Brems
modus gesetzt, in welchem seine Drehzahl allmählich ver
ringert wird. Nach Ablauf der Bremsperiode T 2 bringt die
Steuereinheit 96 das Relais Ry 4 zum Abfallen, nachdem
eine Verzögerungszeit τ 5 abgelaufen ist.
Obgleich bei der beschriebenen zweiten Ausführungsform der
Erfindung ein mechanisches Relais für das Umschalten der
Ansteuerspannung verwendet wird, ist dabei das mit diesem
Relais in Reihe geschaltete Umschaltelement vor dem Um
schalten des Relais stets abgeschaltet bzw. offen. Auf
diese Weise kann die Entstehung eines Stromstoßes ver
hindert werden. Da weiterhin das mechanische Relais zum
Umschalten der Ansteuerspannung benutzt wird, brauchen
die Anzapfungen des Transformators nicht jeweils dieselbe
Phase aufzuweisen.
Die Erfindung ist keineswegs auf die vorstehend dargestell
ten und beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, son
dern verschiedenen Änderungen und Abwandlungen zugänglich.
Beispielsweise sollen die beschriebenen Einzelheiten der
Drehanoden-Röntgenröhre nur als Beispiel aufgefaßt werden.
Claims (8)
1. Anodenansteuervorrichtung bei einer Röntgen
röhre mit Drehanode, umfassend
eine Dreheinrichtung zum Drehen der Drehanode und
eine Stromquelleneinheit zur Lieferung einer ersten Wechselspannung für Aktivierung und einer zweiten Wechselspannung für Konstantdrehzahl-Dre hung oder -Rotation,
gekennzeichnet durch
eine zwischen die Stromquelleneinheit und die Dreh einrichtung geschaltete Nulldurchgang-Umschaltein heit (32, 34, 92) sowie
eine Steuereinheit (36, 96) zum Schalten der Null durchgang-Umschalteinheit in einer vorbestimmten Rei henfolge zwecks sequentieller Anlegung der ersten und zweiten Wechselspannungen an die Dreheinrichtung.
eine Dreheinrichtung zum Drehen der Drehanode und
eine Stromquelleneinheit zur Lieferung einer ersten Wechselspannung für Aktivierung und einer zweiten Wechselspannung für Konstantdrehzahl-Dre hung oder -Rotation,
gekennzeichnet durch
eine zwischen die Stromquelleneinheit und die Dreh einrichtung geschaltete Nulldurchgang-Umschaltein heit (32, 34, 92) sowie
eine Steuereinheit (36, 96) zum Schalten der Null durchgang-Umschalteinheit in einer vorbestimmten Rei henfolge zwecks sequentieller Anlegung der ersten und zweiten Wechselspannungen an die Dreheinrichtung.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Nulldurchgang-Umschalteinheit
Gleichrichtermittel (32) zum Gleichrichten der ersten
Wechselspannung zwecks Erzeugung einer Bremsspannung
zum Deaktivieren der Dreheinrichtung aufweist und
die Steuereinheit (36) eine Anlegungseinrichtung
(applying means) zum Anlegen der Bremsspannung an
die Dreheinrichtung aufweist.
3. Anodenansteuervorrichtung bei einer Röntgen
röhre mit Drehanode, umfassend
eine Dreheinrichtung zum Drehen der Drehanode und
eine Stromquelleneinheit zum Liefern einer ersten Wechselspannung für Aktivierung und einer zweiten Wechselspannung für Konstantdrehzahl-Drehung oder-Ro tation, wobei die zweite Wechselspannung dieselbe Phase wie die erste Wechselspannung besitzt,
gekennzeichnet durch
erste und zweite Nulldurchgang-Umschalteinheiten (32, 34) mit Eingangsklemmen zur jeweiligen Abnahme von erster bzw. zweiter Wechselspannung und mit ge meinsam an die Dreheinrichtung angeschlossenen Aus gangsklemmen sowie
eine Steuereinheit (36) zum sequentiellen Erregen oder Aktivieren (energizing) der ersten und zweiten Nulldurchgang-Umschalteinheiten zwecks sequentieller Anlegung von erster und zweiter Wechselspannung an die Dreheinrichtung.
eine Dreheinrichtung zum Drehen der Drehanode und
eine Stromquelleneinheit zum Liefern einer ersten Wechselspannung für Aktivierung und einer zweiten Wechselspannung für Konstantdrehzahl-Drehung oder-Ro tation, wobei die zweite Wechselspannung dieselbe Phase wie die erste Wechselspannung besitzt,
gekennzeichnet durch
erste und zweite Nulldurchgang-Umschalteinheiten (32, 34) mit Eingangsklemmen zur jeweiligen Abnahme von erster bzw. zweiter Wechselspannung und mit ge meinsam an die Dreheinrichtung angeschlossenen Aus gangsklemmen sowie
eine Steuereinheit (36) zum sequentiellen Erregen oder Aktivieren (energizing) der ersten und zweiten Nulldurchgang-Umschalteinheiten zwecks sequentieller Anlegung von erster und zweiter Wechselspannung an die Dreheinrichtung.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Steuereinheit (36) eine Einrichtung
zum periodischen Ein/Abschalten der ersten Nulldurch
gang-Umschalteinheit (32) mit derselben Frequenz wie
(diejenige) der ersten Wechselspannung zwecks Halb
weggleichrichtung der ersten Wechselspannung, um da
mit eine Bremsspannung zum Deaktivieren der Drehein
richtung zu erzeugen, aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß erste und zweite Nulldurchgang-Um
schalteinheit (32, 34) jeweils ein Festkörper-Relais
sind.
6. Anodenansteuervorrichtung bei einer Röntgen
röhre mit Drehanode, umfassend
eine Dreheinrichtung zum Drehen der Drehanode und
eine Stromquelleneinheit zum Liefern einer ersten Wechselspannung für Aktivierung und einer zweiten Wech selspannung für Konstantdrehzahl-Drehung oder -Rotation, gekennzeichnet durch
eine Umschalteinheit (Ry 4) zum Abnehmen von erster und zweiter Wechselspannung und zum Ausgeben einer der ersten und zweiten Wechselspannungen zur Dreheinrichtung,
eine zwischen die Umschalteinheit und die Drehein richtung geschaltete Nulldurchgang-Umschalteinheit (92) und
eine Steuereinheit (96) zum Steuern der Umschaltein heit (Ry 4) und der Nulldurchgang-Umschalteinheit (92) in einer vorbestimmten Reihenfolge zwecks sequentieller An legung von erster und zweiter Wechselspannung an die Dreheinrichtung, wobei die Umschalteinheit (Ry 4) stets nach dem Abschalten oder Öffnen der Nulldurchgang-Um schalteinheit (92) (um)geschaltet wird.
eine Dreheinrichtung zum Drehen der Drehanode und
eine Stromquelleneinheit zum Liefern einer ersten Wechselspannung für Aktivierung und einer zweiten Wech selspannung für Konstantdrehzahl-Drehung oder -Rotation, gekennzeichnet durch
eine Umschalteinheit (Ry 4) zum Abnehmen von erster und zweiter Wechselspannung und zum Ausgeben einer der ersten und zweiten Wechselspannungen zur Dreheinrichtung,
eine zwischen die Umschalteinheit und die Drehein richtung geschaltete Nulldurchgang-Umschalteinheit (92) und
eine Steuereinheit (96) zum Steuern der Umschaltein heit (Ry 4) und der Nulldurchgang-Umschalteinheit (92) in einer vorbestimmten Reihenfolge zwecks sequentieller An legung von erster und zweiter Wechselspannung an die Dreheinrichtung, wobei die Umschalteinheit (Ry 4) stets nach dem Abschalten oder Öffnen der Nulldurchgang-Um schalteinheit (92) (um)geschaltet wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß die Steuereinheit (96) periodisch die Nulldurch
gang-Umschalteinheit mit derselben Frequenz wie (derje
nigen) der ersten Wechselspannung ein/abschaltet, um die
erste Wechselspannung einer Halbweggleichrichtung zu un
terwerfen und damit eine Bremsspannung zum Deaktivieren
der Dreheinrichtung zu erzeugen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß die Nulldurchgang-Umschalteinheit (92) ein
Festkörper-Relais ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP61277100A JP2752058B2 (ja) | 1986-11-19 | 1986-11-19 | X線管の回転陽極駆動装置 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3739047A1 true DE3739047A1 (de) | 1988-06-01 |
| DE3739047C2 DE3739047C2 (de) | 1993-06-17 |
Family
ID=17578774
Family Applications (1)
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| DE19873739047 Granted DE3739047A1 (de) | 1986-11-19 | 1987-11-17 | Anodenansteuervorrichtung bei einer drehanoden-roentgenroehre |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4914683A (de) |
| JP (1) | JP2752058B2 (de) |
| DE (1) | DE3739047A1 (de) |
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- 1986-11-19 JP JP61277100A patent/JP2752058B2/ja not_active Expired - Fee Related
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1987
- 1987-11-05 US US07/116,798 patent/US4914683A/en not_active Expired - Fee Related
- 1987-11-17 DE DE19873739047 patent/DE3739047A1/de active Granted
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| US4914683A (en) | 1990-04-03 |
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