DE3738688C3 - Peilvorrichtung für Fahrzeuge - Google Patents
Peilvorrichtung für FahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Peilvorrichtung für Fahr
zeuge der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.
Eine Peilvorrichtung der eingangs genannten Art ist aus der
US-PS 41 52 694 bekannt. Dort wird ein Schalter geschlossen,
wenn der Rückwärtsgang eingelegt ist, wodurch der an einem
hinteren Eckbereich angeordnete Peilstab automatisch ausge
fahren wird. Dieses Ausfahren kann unabhängig davon bewirkt
werden, wenn ein zu diesem Schalter parallel angeordneter
handbetätigbarer Betätigungsschalter geschlossen wird. Im
Betrieb kann es daher zu Situationen kommen, in denen der Peil
stab ausgefahren wird oder ausgefahren bleibt, in denen dies
aufgrund des tatsächlichen Fahrzustandes unerwünscht ist. Dies
ist insbesondere der Fall, wenn daran gedacht wird, den
Peilstab an einem vorderen Eckbereich vorzusehen.
Eine solche Peilstabvorrichtung ist aus der JP 61-3137 U
bekannt. Bei dieser kann der Peilstab durch Betätigung eines im
Fahrzeuginneren angeordneten Betätigungsschalters mittels einer
elektromotorischen Antriebsvorrichtung in vertikaler Richtung
teleskopartig aus der Fahrzeugkarosserie ausgefahren und die
Fahrzeugkarosserie eingefahren werden. Wenn mit niedriger Ge
schwindigkeit längs einer kurvigen oder engen Straße gefahren
wird, die auf beiden Seiten von Zäunen oder Mauern begrenzt
ist, ist eine solche Anordnung des Peilstabes von Vorteil. Bei
hoher Fahrzeuggeschwindigkeit ist der Peilstab jedoch starken
Winddrücken ausgesetzt, wodurch sich ein erhöhter aerodynami
scher Widerstand des Fahrzeugs insgesamt ergibt und ein stören
des Windgeräusch erzeugt wird. Das Vorsehen des Betätigungs
schalters vermeidet diesen Nachteil.
Bei den bekannten Peilvorrichtungen ist der vom Fahrer von Hand
zu betätigende Schalter für die Fernsteuerung des Peilstabes
innerhalb des Fahrgastraumes angeordnet. Vorteilhaft ist es,
wenn die Peilstabvorrichtung eine automatische Verbindung mit
der Betätigungsmöglichkeit durch den Fahrer, z. B. mittels eines
Lenkrad- und/oder Lampenschalthebels, steuerbaren Peilstab auf
weist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Peilstabvorrich
tung der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß der
Peilstab dem Fahrer beim Inbetriebsetzen des Fahrzeugs dessen Position
vermittelt.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung wird durch die Merkmale der Unteransprüche
weitergebildet.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden
nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Peilstabs und
eines Gehäuses einer Peilvorrichtung für Fahrzeuge
gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung, wobei die Peileinrichtung in einem
vorderen Eckbereich eines Fahrzeugs angeordnet ist.
Fig. 2A eine Schnittansicht längs der Linie II-II in
Fig. 1 zur Beschreibung des Gehäuses.
Fig. 2B eine Schnittansicht einer Reibungskupplung einer
Antriebsvorrichtung in dem Gehäuse der Peilvorrichtung;
Fig. 3A u. Fig. 3B ein Blockschaltbild bzw. eine Funktionstabelle
entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel
eines Steuerteils für die Peilvorrichtung;
Fig. 3C ein schematisches Flußdiagramm von Vorgängen, die
in einer Mikrocomputereinheit innerhalb einer
Schaltungsanordnung des Steuerteils gemäß Fig. 3A
auszuführen sind;
Fig. 4A u. Fig. 4B ein Blockschaltbild bzw. eine Funktionstabelle
entsprechend einem ersten modifizierten
Beispiel für das erste Ausführungsbeispiel;
Fig. 5A u. Fig. 5B ein Blockschaltbild bzw. eine Funktionstabelle
entsprechend einem zweiten modifizierten
Beispiel für das erste Ausführungsbeispiel;
Fig. 6A u. Fig. 6B ein Blockschaltbild bzw. eine Funktionstabelle
entsprechend einem dritten modifizierten
Beispiel für das erste Ausführungsbeispiel;
Fig. 7A u. Fig. 7B ein Blockschaltbild bzw. eine Funktionstabelle
entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel
für den Steuerteil der Peilvorrichtung.
Gemäß Fig. 1 ist eine Peilvorrichtung 1 in dem linken
Eckbereich einer vorderen Stoßstange 3 eines Kraftfahrzeugs 2
senkrecht vor einem Frontscheinwerfer 5 angeordnet. Die
Peilvorrichtung 1 weist ein Kunststoffgehäuse 7 auf, das an
der Innenwand der Stoßstange 3 befestigt ist, einen vertikal
ausgerichteten teleskopartigen Eckpositionsstangenaufbau 9, der mittels des
Gehäuses 7 durch einen Wandabschnitt 3a der Stoßstange 3
aufrechtstehend gehalten wird, und eine Antriebsvorrichtung
13 (Fig. 2A), die in dem Gehäuse 7 untergebracht ist, um den
Peilstab 9 teleskopartig zwischen einer ausgefahrenen
Stellung und einer eingefahrenen Stellung bewegen zu können.
Mit dem Bezugszeichen 6 ist eine Positionslampe und mit dem
Bezugszeichen 7a eine Führungsnase für einen flexiblen
Antriebsriemen 19 bezeichnet.
An dem vorderen Ende des Gehäuses 7 ist integral mit diesem
eine hohle rohrförmige Halterung 15 ausgebildet, die sich
nach oben durch den oberen Wandabschnitt 3a der Stoßstange 3
erstreckt und eine nach oben gerichtete Öffnung über der
Stoßstange 3 aufweist.
Der Peilstab 9 ist in vertikaler Richtung in die nach oben
gerichtete Öffnung der rohrförmigen Halterung 15 eingesetzt.
Der Peilstab 9 besteht aus einer Teleskopstange 17 und dem
Antriebsriemen 19, der aus Kunststoff hergestellt ist. Der
Antriebsriemen 19 ist in die Teleskopstange 17 eingeführt,
die aus mehreren rohrförmigen, ineinandergreifenden Stangenteilen
besteht, die in vertikaler Richtung aus- und einfahrbar
sind. Das oberste Stangenteil 17a der Teleskopstange
weist einen an ihm befestigten durchsichtigen Verschlußstopfen
17b auf.
Der eingeführte Antriebsriemen 19 ist an dem oberen Ende mit
dem obersten Stangenteil 17a verbunden. Der restliche Teil
des Antriebsriemens 19 erstreckt sich im wesentlichen
abwärts, bis er die Oberseite eines Bodenteils des Gehäuses 7
erreicht, wo er nach hinten umgelenkt ist, um sich in einem
Führungsrohr 21 zu erstrecken, das an der Hinterseite eines
unteren Teils des Gehäuses 7 befestigt ist. Der Antriebs
riemen 19 weist auf einer Seite über die gesamte Länge
Zähne 19a auf, die mit einem Ausgangszahnrad 33i der
Antriebsmechanismus 13 kämmen. Wenn sich das Ausgangszahnrad
33i dreht, wird der flexible Antriebsriemen 19 in einer
krummlinigen Bewegung längs seiner eigenen Achse angetrieben,
so daß sich das oberste Stangenteil 17a, welches mit dem
oberen Ende des Antriebsriemens 19
verbunden ist, auf und ab bewegt, um auf diese Weise die
gesamte Teleskopstange 17 mit einer vertikalen
teleskopartigen Betätigung anzutreiben. Der Antriebsriemen
19 weist in sich über die gesamte Länge einen elektrischen
Leitungsdraht 23 auf, der sich durch diesen erstreckt. Der
Leitungsdraht 23 ist an seinem oberen Ende mit einer Lampe
25 verbunden, die innerhalb des obersten Stangenteils 17a
angeordnet ist. Das hintere
Ende des Leitungsdrahts 23 weist
ein bewegliches Kontaktstück 29 auf, das daran befestigt ist.
In einem Übergangsbereich zwischen dem Gehäuse 7 und
dem Führungsrohr 21 ist ein Isolationsrohr 27 eingesetzt,
durch welches sich der Antriebsriemen 19 nach hinten er
streckt. Das Isolationsrohr 27 weist ein (nicht gezeigtes)
stationäres Kontaktstück auf, das darin eingesetzt ist und
mit den betreffenden Ein/Aus-Schaltern eines Scheinwerfers
und einer kleinen Lampe durch einen ummantelten Leitungs
draht 27a verbunden ist, der eine Zuführung eines elektri
schen Stroms ermöglicht, wenn entweder der Scheinwerfer oder
die Lampe oder beide eingeschaltet sind. Wenn der Antriebs
riemen 19 vorwärts um einen vorgegebenen Hub aus einer
rückwärtigen, zurückgezogenen Position desselben heraus
angetrieben wird, wird das bewegliche Kontaktstück 29 an dem
hinteren Ende des Antriebsriemens 19 in Berührung mit dem
stationären Kontaktstück in dem Isolationsrohr 27 gebracht,
wodurch die Lampe 25 eingeschaltet wird.
Die Antriebsvorrichtung 13 enthält einen Elektromotor 31,
der in dem hinteren Teil des Gehäuses 7 angeordnet ist, und
ein erstes bis achtes Zahnrad 33a . . . 33h zum Übertragen der
Antriebsleistung von dem Elektromotor 31 zu dem Ausgangs
zahnrad 33i. Das erste Zahnrad 33a ist ein Schneckenrad, das
auf einer sich horizontal erstreckenden Antriebswelle 31a
des Elektromotors 31 befestigt ist. Das vierte und das
fünfte Zahnrad 33d und 33e bilden zusammenwirkend ein Unterset
zungsgetriebe mit einer zwischengefügten Reibungskupplung
35. Wie in Fig. 2B gezeigt, wird das vierte Zahnrad 33d an
dem Antriebsende auf das fünfte Zahnrad 33e mit einer vor
bestimmten Kraft gedrückt, die durch ein Druckteil 37 aus
geübt wird, das mittels einer Feder 36 vorgespannt ist. Die
Reibungskupplung 35 ist aus der Feder 36, dem Druckteil 37
und zugeordneten Teilen des vierten und des fünften Zahnra
des 33d und 33e gebildet, so daß die Antriebskraft von dem
vierten Zahnrad 33d zu dem fünften Zahnrad 33e übertragen
wird, während dieses fünfte Zahnrad 33e mit einer kleineren Dreh
last als der Reibungskraft entsprechend beaufschlagt wird,
die dazwischen unter dem Druck, der durch das Druckteil 37
ausgeübt wird, erzeugt werden kann. Wenn die Reibungskraft
von der Drehlast, die auf das fünfte Zahnrad 33e ausgeübt
wird, überwunden wird, schlupft das vierte Zahnrad 33d re
lativ zu dem fünften Zahnrad 33e, wodurch eine Übertragung der An
triebskraft zu den nachfolgenden Zahnrädern unterbleibt. Die
Reibungskupplung 35 wird dadurch in die Lage versetzt, die
Ausgangsdrehkraft des Elektromotors 31 in dem Fall abzukup
peln, in dem dieser in Betrieb gesetzt wird, während die
Teleskopstange 17 bis zu ihrem Ende ausgefahren oder
vollständig eingefahren ist.
Im folgenden werden anhand von Fig. 3A, Fig. 3B u. Fig. 3C
sowohl der Aufbau als auch die Funktion eines Steuerteils 50
beschrieben, das den Elektromotor 31 der Antriebsvorrichtung 13
treibt, um dadurch die Teleskopstange 17
auszufahren oder einzufahren.
Der Steuerteil 50 enthält eine Steuerschaltung 40, der Er
fassungssignale direkt von einem Zündschalter 41 und einem
Betätigungsschalter 42 und indirekt von einem
Fahrzeuggeschwindigkeits-Sensor 43 durch einen manuell betä
tigbaren Auswahlschalter 43a eingegeben werden. Die Steuer
schaltung 40 enthält eine (nicht gezeigte) Mikrocomputer
einheit CPU, deren Arbeitsweise einer Funktionstabelle gemäß
Fig. 3B folgt, um den Elektromotor 31 derart anzutreiben, daß
er mit einer relativ niedrigen Drehzahl in einer der beiden
Drehrichtungen dreht. Die Antriebsperiode, in welcher der
Elektromotor 31 in Betrieb gesetzt ist, ist etwas länger als
die für die Teleskopstange 17 erforderliche Antriebszeit
voreingestellt, um diese aus der ausgefahrenen Stellung in
die eingefahrene Stellung oder umgekehrt zu bewegen. Der
Betätigungsschalter 42 wird selektiv in eine EIN-Stellung
oder eine AUS-Stellung durch Betätigung durch den Fahrer
gebracht, und der eingestellte Zustand wird durch die Steu
erschaltung 40 erfaßt. Sowohl der manuell betätigbare Aus
wahlschalter 43a als auch der Betätigungsschalter 42 können
durch den Fahrer nach dessen freiem Ermessen in deren EIN-
u. AUS-Stellungen gebracht werden.
Die Funktion der Steuerschaltung 40 ist in Fig. 3B gezeigt.
In der dargestellten Tabelle ist durch das Wort "AUF" eine
derartige Phase oder ein derartiger Zustand repräsentiert,
bei dem der Peilstab 9 ausgefahren wird, um
in der ausgefahrenen Stellung durch Antreiben des Elektromo
tors 31 gehalten zu werden, und durch das Wort "AB" ein
derartiger Zustand, bei dem er eingefahren wird, um in sei
nem eingefahrenen Zustand gehalten zu werden. Wenn einer der
beiden Zustände "AUF" oder "AB" durch irgendeine Kombination
von Schalterbetätigungen auftritt, wird - wenn dieser Zu
stand derselbe wie zuvor ist - der Peilstab
9 in seiner eingenommenen Stellung belassen, d. h. er wird
nicht ausgefahren oder eingefahren. Zum Beispiel verbleibt
der Peilstab 9 in dem "AB"-Zustand, wenn
der Zündschalter 41 von der AUS-Stellung in eine ACC-Stel
lung (Zubehör-Einschaltstellung) unter der Bedingung ge
stellt wird, daß der Betätigungsschalter 42 in die EIN-
Stellung gebracht ist.
In einem Zustand, in dem der Betätigungsschalter 42 in sei
ner AUS-Stellung belassen oder in diese gebracht wird, wird
der Peilstab 9 ohne Rücksicht auf andere
Bedingungen in die Stellung AB gebracht.
In dem Fall, in dem der Betätigungsschalter 42 in seiner
Stellung EIN gehalten wird, hat der manuell betätigbare
Auswahlschalter 43a des Fahrzeuggeschwindigkeits-Sensors 43
Vorrang vor dem Zündschalter 41. Während der Betätigungs
schalter 42 in der Stellung EIN steht und der manuell betä
tigbare Auswahlschalter 43a geschlossen ist, wird daher der
Peilstab 9 so gesteuert, daß er in Abhän
gigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit ohne Rücksicht auf
die Stellung des Zündschalters 41 ausgefahren oder ein
gefahren wird, obgleich der Zündschalter 41 in seiner
eingestellten Lage belassen wird, wenn das Fahrzeug fährt. Der
Peilstab 9 wird in die Stellung AUF ge
bracht, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit V kleiner als ein
vorbestimmter Wert V1, z. B. 60 km/h, ist, und in
die Stellung AB gebracht, wenn diese größer als der Wert V1
ist. Der Erfassungsmodus der Fahrzeuggeschwindigkeit V ist
indessen durch eine Hysterese zur Verhinderung eines
Schwingvorgangs, nämlich eines ständigen Ein- u. Ausschal
tens gegeben, das der Elektromotor 31 anderenfalls in Nach
barschaft des kritischen Wertes V1 erfahren würde.
Unter der Bedingung, daß der Betätigungsschalter 42 in der
Stellung EIN steht und im Gegensatz dazu der manuell be
tätigbare Auswahlschalter 43a des Fahrzeuggeschwindigkeits-
Sensors 43 geöffnet ist, fährt der Peilstab
9 abhängig von der Stellung des Zündschalters 41 aus oder
ein. Wenn der Zündschalter 41 aus der Stellung AUS oder ACC
in die Stellung EIN gebracht wird, tritt für den Peilstab
9 eine AUF-Phase für eine vorbestimmte
Zeitperiode, die z. B. drei Minuten betragen kann, ein,
bevor er die AB-Stellung einnimmt. In dem Fall, in dem der
Zündschalter 41 in die Stellung AUS oder ACC
gebracht ist,
wird der Peilstab 9 in die Stellung AB
gebracht.
Die zuvor beschriebene Funktion der Steuerschaltung 40 er
laubt, daß der Peilstab 9 automatisch die
ausgefahrene oder die eingefahrene Stellung einnimmt, wäh
rend der Betätigungsschalter 42 in die EIN-Stel
lung versetzt ist. Wenn der Zündschalter 41 in die EIN-
Stellung versetzt wird, um das Fahrzeug zu starten, wird der
Peilstab 9 auf diese Weise zunächst für die
vorbestimmte Zeitperiode ausgefahren und danach automatisch
eingefahren. In dem Fall, in dem der Betätigungsschalter 42
in die Stellung EIN gebracht ist und der manuell betätigbare
Auswahlschalter 43a geschlossen ist, wird der Peilstab
9 ausgefahren, wenn die Fahrzeuggeschwindig
keit V kleiner als der Wert V1 ist, und eingefahren, wenn
diese größer als der Wert V1 ist. Der Peilstab
9 wird daher automatisch angetrieben, um ihn eine
geeignete Stellung, d. h. die ausgefahrene oder die einge
fahrene Stellung, in Übereinstimmung mit dem Fahrzustand des
Fahrzeugs einnehmen zu lassen. Wenn die
Fahrzeuggeschwindigkeit relativ hoch ist, wird der Peilstab
9 automatisch eingefahren, wodurch
der aerodynamische Widerstand der Fahrzeugkarosserie
herabgesetzt wird und Windgeräusche
wirksam
verhindert werden.
Fig. 3C zeigt ein Flußdiagramm der Abläufe, die in der Mikrocomputereinheit CPU
in der Steuerschaltung 40 auszuführen sind. Die Mikrocomputereinheit ist
normalerweise mit einer Batterie in dem Fahrzeug verbunden
und wird auf diese Weise mit Strom versorgt.
Wenn die Mikrocomputereinheit CPU durch einen Rücksetzvorgang der Steuerschaltung
40 oder durch eine anfängliche Verbindung mit der Batterie
rückgesetzt ist, beginnt ein Steuerablauf in einem Schritt
60.
In einem Schritt 61 werden die Schaltkreise, Speicher,
Kennzeichnungsbits u. dgl. in der Mikrocomputereinheit CPU initialisiert. Ins
besondere wird ein Kennzeichnungsbit F, das in späteren
Schritten 71 u. 76 benutzt wird, auf "0" gesetzt.
In einem Entscheidungsschritt 62 wird eine Entscheidung
darüber getroffen, ob der Betätigungsschalter 42 die Stel
lung EIN einnimmt oder nicht. Wenn der Betätigungsschalter
42 die Stellung EIN einnimmt, setzt sich der Ablauf zu einem
Schritt 63 fort, und wenn er die Stellung AUS einnimmt,
setzt sich der Ablauf zu einem Schritt 75 fort.
In dem Schritt 63 wird geprüft, ob der manuell betätigbare
Auswahlschalter 43a des Fahrzeuggeschwindigkeitssensors 43
die Stellung EIN einnimmt oder nicht. Wenn der Auswahl
schalter 43a die Stellung EIN einnimmt, setzt sich der Ab
lauf zu einem Schritt 64 fort, wenn dies nicht der Fall ist,
setzt sich der Ablauf zu einem Schritt 68 fort.
In dem Schritt 64 wird entschieden, ob die Fahrzeugge
schwindigkeit V kleiner als der vorbestimmte Wert V1, z. B.
60 km/h, ist oder nicht. Wenn sie kleiner ist, setzt sich
der Ablauf zu einem Schritt 65 fort. Wenn dies nicht der
Fall ist, setzt sich der Ablauf zu einem Schritt 66 fort.
In dem Schritt 65 wird eine Subroutine aufgerufen, um zu
veranlassen, daß der Peilstab 9 aus der
eingefahrenen Stellung in die ausgefahrene Stellung bewegt
wird. Wenn der Peilstab 9 bereits in die
ausgefahrene Stellung gebracht worden ist, wird kein Vorgang
in der Subroutine ausgeführt. Nach dem Schritt 65 setzt sich
der Ablauf zu dem Schritt 62 fort.
In dem Schritt 66 wird entschieden, ob die Fahrzeugge
schwindigkeit V größer als ein weiterer vorbestimmter Wert
V2, beispielsweise 70 km/h, ist oder nicht ist. Wenn sie
größer ist, setzt sich der Ablauf zu einem Schritt 67 fort.
Wenn dies nicht der Fall ist, setzt sich der Ablauf zu dem
Schritt 62 ohne Änderung der Stellung fort. In dem Schritt
67 wird eine Subroutine aufgerufen, um zu veranlassen, daß
der Peilstab 9 von der ausgefahrenen Stel
lung in die eingefahrene Stellung bewegt wird. Wenn der
Peilstab 9 bereits in die eingefahrene
Stellung gebracht worden ist, wird kein Vorgang in der Sub
routine durchgeführt. Nach dem Schritt 67 kehrt der Ablauf
wieder zu dem Schritt 62 zurück.
Die Werte V1 und V2 sind derart vorbestimmt, daß sie eine aus
reichende Differenz - im vorliegenden Fall 10 km/h - als
Hysterese haben, um ein Schwingen des Elektromotors 31 in
Nachbarschaft des Wertes V1 zu verhindern. Ein derartiger
Hysteresebereich (60 km/h bis 70 km/h) kann auf geeignete
Weise verschoben werden, vorausgesetzt, daß der Wert V1
darin enthalten ist.
Wenn das Fahrzeug mit einer automatischen
Geschwindigkeitseinrichtung (Tempostat) ausgestattet ist,
kann der Hysteresebereich (10 km/h) vorzugsweise breiter als
ein Fahrzeuggeschwindigkeitsband (Totzone) für eine Kon
stantgeschwindigkeits-Fahrt durch die Geschwindigkeitshal
teeinrichtung eingestellt werden.
In dem Schritt 68 wird eine Entscheidung getroffen, ob sich
der Zündschalter 41 in der EIN-Stellung befindet oder nicht.
Wenn sich der Zündschalter 41 in seiner Stellung EIN befin
det, setzt sich der Ablauf zu einem Schritt 69 fort. Wenn
dies nicht der Fall ist, setzt sich der Ablauf zu einem
Schritt 76 fort.
In dem Schritt 69 wird das Kennzeichnungsbit F daraufhin
untersucht, ob es "0" ist oder nicht. Wenn F = "0" ist,
setzt sich der Ablauf zu einem Schritt 70 fort. Wenn dies
nicht der Fall ist, setzt sich der Ablauf zu dem Schritt 75
fort. In dem Schritt 70 wird eine ähnliche Subroutine wie
die für den Fall des Schritts 65 aufgerufen, um den Peilstab
9 ausfahren zu können.
In einem Schritt 71 wird das Kennzeichnungsbit F auf "1"
gesetzt. Dann wird in einem Schritt 72 ein Software-Zeitge
ber auf eine vorbestimmte Verzögerungszeit,
z. B. drei Minuten, eingestellt.
Anschließend geht der Ablauf zwischen den Schritten 73 und 74
in eine Warteschleife, bis die eingestellte Zeit des Zeit
gebers abgelaufen ist. In dem Schritt 73 wird eine Ent
scheidung darüber getroffen, ob der Betätigungsschalter 42
nach wie vor in seiner Stellung EIN steht oder nicht. Wenn
er in seiner Stellung EIN steht, setzt sich der Ablauf zu
dem Schritt 74 fort, wo geprüft wird, ob die eingestellte
Zeit abgelaufen ist oder nicht. Wenn die eingestellte Zeit
nicht abgelaufen ist, kehrt der Ablauf wieder zu dem Schritt
73 zurück, so daß der Ablauf weiterhin die Warteschleife
durchläuft, bis die eingestellte Zeit abgelaufen ist.
Wenn der Betätigungsschalter 42 während dieses Wartezustands
in seine Stellung AUS gebracht wird, d. h. unter der Bedin
gung, daß sich der Peilstab 9 in der aus
gefahrenen Stellung befindet, verzweigt sich der Ablauf zu
dem Schritt 75.
In dem Schritt 75 wird eine ähnliche Subroutine wie dieje
nige in dem Fall des Schritts 67 aufgerufen, um den Peilstab
9 einfahren zu können. Danach kehrt der
Ablauf zu dem Schritt 62 zurück.
Nach Ablauf der Zeit, die in dem Schritt 72 eingestellt
wurde, setzt sich der Ablauf von dem Schritt 74 zu dem
Schritt 75 fort, wo der Peilstab 9 einge
fahren wird.
Andererseits wird in dem Schritt 76 das Kennzeichnungsbit F
auf "0" rückgesetzt. Dann setzt sich der Ablauf zu dem
Schritt 75 fort, wo der Peilstab 9 einge
fahren wird.
Das Kennzeichnungsbit F wird auf "1" gesetzt, wenn der Peilstab
9 einmal mit Zündschalter 41 in Stel
lung EIN unter der Bedingung ausgefahren ist, daß der Be
tätigungsschalter 42 in der Stellung EIN gehalten wird, und
auf "0" rückgesetzt, wenn der Zündschalter 41 einmal in die
Stellung AUS gebracht ist.
Der manuell betätigbare Auswahlschalter 43a des Fahrzeugge
schwindigkeits-Sensors 43 kann mit dem Betäti
gungsschalter 42 gekoppelt sein, um dem
Betätigungsschalter 42, die Rolle eines gemeinsamen Schal
ters zuzuweisen, oder der Fahrzeuggeschwindigkeits-Sensor 43
kann mit der Steuerschaltung 40 durch den Betätigungsschal
ter 42 verbunden sein. Entsprechend der Funktionstabelle
gemäß Fig. 3B und dem Flußdiagramm gemäß Fig. 3C bleibt der
Peilstab 9 ausgefahren, wenn die Fahrzeug
geschwindigkeit V = 0 ist, und zwar unter der Bedingung,
daß die Schalter 42 und 43a beide geschlossen sind. In diesem
Fall wird die Stellung des Zündschalters 41 nicht in Be
tracht gezogen. Es kann indessen eine bevorzugte Maßnahme
darstellen, einen zwischengeschalteten Ablauf zwischen den
Schritten 64 und 65 auszuführen, und zwar derart, daß der
Peilstab 9 dann eingefahren werden
kann, wenn die Bedingung V = 0 über eine vorbestimmte
Zeitperiode, z. B. drei Minuten, ausgedehnt wird. Es ist
auch möglich, zwischen dem Fahrzeuggeschwindigkeits-Sensor
43 und der Steuerschaltung 40 einen integralen Zeitgeber,
der aus einem RC-Glied oder dgl. besteht, anstelle der
Hysterese-Einstellung in den Schritten 64 und 66 anzuordnen,
um dadurch ein verzögertes Erfassungssignal von dem Fahr
zeuggeschwindigkeits-Sensor 43 einzugeben, wenn das Fahrzeug
mit einer Geschwindigkeit in Nachbarschaft des vorbestimmten
Wertes V1 fährt.
Fig. 4A u. Fig. 4B zeigen den Aufbau bzw. die Funktion eines
Steuerteils 100 als einem ersten modifizierten Beispiel des
Steuerteils 50 in dem zuvor beschriebenen Ausführungsbei
spiel mit einer Steuerschaltung 140. Gleiche Teile sind mit
gleichen Bezugszeichen versehen.
In dem Steuerteil 100 wird ein Lenkwinkel-Sensor 101 zum
Erfassen des Lenkwinkels As eines (nicht gezeigten) Lenkra
des benutzt. Der Lenkwinkel-Sensor 101 tritt an die Stelle
des Fahrzeuggeschwindigkeits-Sensors 43.
Wie aus der Funktionstabelle gemäß Fig. 4B ersichtlich, wird
in diesem modifizierten Beispiel ein Peilstab
9 ohne Rücksicht auf die Stellung eines
Betätigungsschalters 42 eingefahren, wenn der Lenkwinkel As
kleiner als ein vorbestimmter Wert A1 ist, d. h. allgemein
in solchen Fällen, in denen das Fahrzeug mit einer relativ
hohen Geschwindigkeit fährt. Im Gegensatz dazu wird der
Peilstab 9 ausgefahren, wenn der Lenk
winkel As größer als der Wert A1 ist, d. h. allgemein in
Fällen, in denen das Fahrzeug mit einer relativ niedrigen
Geschwindigkeit fährt, während es in irgendeine Richtung
gelenkt wird. Wenn der Betätigungsschalter 42
geschlossen ist, hat indessen nur eine Stellung EIN eines
Zündschalters 41 Vorrang vor dem Lenkwinkel As. Wenn der
Zündschalter 41 in die Stellung EIN gedreht wird, um das
Fahrzeug zu starten, bleibt daher der Peilstab
9 für eine vorbestimmte Zeitperiode ausgefahren,
während er danach eine gesteuerte Stellung abhängig von der
Größe des Lenkwinkels As hat, und zwar ohne Rücksicht auf
die Stellung des Betätigungsschalters 42. Wenn der Lenkwin
kel As kleiner als der Wert A1 ist, wird das Erfassungssi
gnal verarbeitet, um es zu verzögern. Ein Schwingen eines
Elektromotors 31 wird auf diese Weise verhindert, wenn der
Lenkwinkel As in Nähe des Werts A1 liegt. Zum Beispiel
wird der Peilstab 9 ausgefahren gehalten,
wenn das Fahrzeug längs einer Straße mit aufeinanderfolgen
den Kurven fährt, deren Krümmungsradius relativ groß ist.
Entsprechend dem ersten modifizierten Beispiel des Steuer
teils wird dem Peilstab 9 gestattet, auto
matisch auszufahren, wenn das Fahrzeug längs einer engen
Straße fährt oder wenn es eine scharfe Kurve fährt.
Der Steuerteil 100 kann derart durch Verwendung
eines Lenkwinkelbeschleunigungs-Sensors modifiziert werden,
der anstelle des Lenkwinkel-Sensors 101 tritt, daß der Peilstab
9 ausgefahren wird, wenn die Lenk
winkelbeschleunigung größer als ein vorbestimmter Wert ist.
Es ist auch möglich, den Steuerteil 100 derart zu modifi
zieren, daß der Peilstab 9 mit einem Signal
aus einem Sensor ausgefahren wird, das die Betätigung eines
Blinklichtschalthebels erfaßt.
Fig. 5A u. Fig. 5B zeigen den Aufbau bzw. die Funktion eines
Steuerteils 200 als ein zweites modifiziertes Beispiel des
Steuerteils 50 in dem zuvor beschriebenen Ausführungsbei
spiel. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen verse
hen.
In dem Steuerteil 200 wird ein Verzögerungs-Zeitgeber 201
verwendet, durch welchen ein verzögertes Signal von dem
Zündschalter 41 in eine Steuerschaltung 240 zusätzlich zu
einem direkten Erfassungssignal aus dem Zündschalter 41
eingegeben wird. Wie aus der Funktionstabelle gemäß Fig. 5B
ersichtlich, wird in diesem modifizierten Beispiel der Peilstab
9 nicht eingefahren, bis eine vorbe
stimmte Zeitperiode, z. B. zwei oder drei Minuten, verstri
chen ist, nachdem der Zündschalter 41 in seine Stellung AUS
oder seine Stellung ACC unter der Bedingung gestellt ist,
daß der Betätigungsschalter 42 geschlossen ist.
Wenn der Peilstab 9 bereits
eingefahren worden ist, bleibt er indessen eingefahren. Der
in der Funktionstabelle gemäß Fig. 5B fortgelassene Teil ist
dem korrespondierenden Teil der Steuerschaltung
40 ähnlich.
Entsprechend dem zweiten modifizierten Beispiel des Steuer
teils wird verhindert, daß der Peilstab 9
eine wiederholte Ausfahr-/Einfahr-Betätigung erfährt, und
zwar sogar dann, wenn eine Ein/Aus-Betätigung des Zünd
schalters 41 innerhalb eines relativ kurzen Intervalls wie
derholt wird. Die Peilvorrichtung 1 ist da
durch in ihrer Lebensdauer bezüglich ihrer beweglichen Tei
le, die den Peilstab 9 und die Antriebsvorrichtung
13 umfassen, verbessert. Anstelle des Zeitgebers
201 kann auch ein Software-Zeitgeber verwendet wer
den. Es ist auch möglich, einen dem Zeitgeber 201 gemäß Fig.
5A ähnlichen Zeitgeber zum Zwecke einer Modifizierung des
Steuerteils 100, wie es in Fig. 4A u. Fig. 4B gezeigt bzw.
erläutert ist, zu verwenden.
Fig. 6A u. Fig. 6B zeigen den Aufbau bzw. die Funktion eines
Steuerteils 300 als ein drittes modifiziertes Beispiel für
den Steuerteil 50 in dem zuvor beschriebenen Ausführungs
beispiel. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
In dem Steuerteil 300 ist zusätzlich ein Sensor 301 zum
Prüfen, ob der Schlüssel des Zündschalters 41 in einen
(nicht gezeigten) Schlüsselschlitz eingeführt ist oder
nicht, vorgesehen. Wie aus der Funktionstabelle gemäß Fig.
6B ersichtlich, wird in diesem modifzierten Beispiel der
Peilstab 9 bedingt in die Stellung AB ge
bracht, wenn der Zündschalter 41 in seine Stellung AUS oder
seine Stellung ACC unter der Bedingung gebracht ist, daß der
Betätigungsschalter 42 geschlossen ist. In ande
ren Worten ausgedrückt heißt dies, daß der Peilstab
9 in derselben Stellung gehalten wird, wenn
der Schlüssel des Zündschalters 41 nach wie vor eingesteckt
bleibt, nachdem der Zündschalter 41 in seine Stellung AUS
oder seine Stellung ACC gebracht ist. Das bedeutet, daß der
Peilstab so in seiner Stellung belassen
bleibt, wie er sie bis dahin - ausgefahren oder eingefah
ren - eingenommen hat. Er wird eingefahren, wenn der
Schlüssel aus dem Schlüsselschlitz unter der Bedingung her
ausgezogen wird, daß der Zündschalter 41 in seine Stellung
AUS oder seine Stellung ACC gebracht ist. Der fortgelassene
Teil der Funktionstabelle gemäß Fig. 6B ist ähnlich dem
korrespondierenden Teil der Steuerschaltung 40.
Entsprechend dem dritten modifizierten Beispiel des Steuer
teils wird der Peilstab 9 ausgefahren oder
eingefahren belassen, wenn der Schlüssel wirksam eingesteckt
ist, und zwar selbst dann, wenn eine Ein/Aus-Betätigung des
Zündschalters 41 mehrmals innerhalb eines relativ kurzen
Intervalls wiederholt wird. Die Peilvorrichtung
1 ist daher in bezug auf die Lebensdauer ihrer
beweglichen Teile, die den Peilstab 9 und
die Antriebsvorrichtung 13 umfassen, verbessert. Es ist
außerdem möglich, den Steuerteil 100, der in Fig. 4A u. Fig.
4B gezeigt bzw. erläutert ist, in gleicher Weise zu modifi
zieren.
Fig. 7A u. Fig. 7B zeigen den Aufbau bzw. die Funktion eines
Steuerteils 400 in einer Peilvorrichtung
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der
Erfindung. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen
versehen. Die Peilvorrichtung des zweiten
Ausführungsbeispiels ist ähnlich derjenigen gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel in bezug auf den Aufbau, wie er in Fig.
1, Fig. 2A u. Fig. 2B gezeigt ist, mit dem Unterschied, daß die Peilvorrichtung in
einem Eckbereich einer hinteren Stoßstange eines Kraftfahrzeugs
angeordnet ist.
Der Steuerteil 400 enthält eine Steuerschaltung 440, in die
Erfassungssignale aus dem Zündschalter 41, dem
Betätigungsschalter 42 und einem Rückwärtsgang-Detektor
401 zum Prüfen, ob ein Schaltgetriebe in einen Rückwärtsgang
geschaltet ist oder nicht, eingegeben werden.
Die Funktion des Steuerteils 400 zeigt Fig. 7B.
Unter der Bedingung, daß der Betätigungsschalter 42 ausge
schaltet bleibt, wird ein (nicht gezeigter) hinterer
Peilstab ohne Rücksicht auf andere Bedingungen
in die Stellung AB gebracht.
Wenn der Betätigungsschalter 42 eingeschaltet gehalten wird,
hat die Stellung EIN des Zündschalters 41 nur dann Vorrang,
wenn das Fahrzeug gestartet wird. In anderen Worten ausgedrückt
heißt dies, daß der hintere Peilstab für eine
vorbestimmte Zeitperiode eine AUF-Phase erfährt, bevor er in
eine AB-Phase eintritt, wie dies auch in dem Beispiel gemäß
Fig. 3B gegeben ist, und zwar ohne Rücksicht auf die
Schaltstellung des Schaltgetriebes, wenn der Zündschalter 41
von seiner AUS- oder ACC-Stellung in die Stellung EIN
gebracht ist.
Nach dem Ausführen einer Folge von Schritten für das Starten
des Fahrzeugs wird der hintere Peilstab in Übereinstimmung
mit dem Gang, in dem das Schaltgetriebe geschaltet ist,
ausgefahren oder eingefahren. Bei dem geschalteten Rückwärtsgang
R wird der hintere Peilstab in die Stellung AUF gebracht.
Indessen wird ein Erfassungssignal, welches angibt, daß das
Schaltgetriebe in irgendeinen anderen als den Rückwärtsgang R
geschaltet ist, verarbeitet, um es zum Verhindern eines
Schwingens eines Elektromotors 31 zu verzögern, wenn häufig in
den und aus dem Rückwärtsgang R geschaltet wird.
Gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel kann der Peilstab im
hinteren Eckbereich des Fahrzeugs automatisch teleskopartig
ausgefahren werden, wenn sich das Fahrzeug mit eingeschaltetem
Rückwärtsgang nach hinten bewegt. Der hintere Peilstab
wird automatisch eingefahren, wenn der Rückwärtsfahrzustand
aufgehoben ist. Der Peilstab wird somit derart gesteuert, daß er
in Abhängigkeit vom Fahrzustand des Fahrzeugs entweder
eine ausgefahrene oder eine eingefahrene Stellung einnimmt.
Die zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele und die modi
fizierten Ausführungsformen derselben können auch
miteinander kombiniert werden.
Claims (9)
1. Peilvorrichtung für Fahrzeuge,
bestehend aus einem in einem Eckbereich der Fahrzeugkarosserie
angeordneten Peilstab (9), der bei Betätigung eines im Fahr
zeuginneren angeordneten Betätigungsschalters (42) mittels einer
elektromotorischen Antriebsvorrichtung (13, 31) aus der
Fahrzeugkarosserie ausfahrbar bzw. in die Fahrzeugkarosserie
einführbar ist, mit Mitteln (41, 43, 43a; 41, 101; 41, 43, 43a, 201; 41, 43, 43a, 301;
41, 401) zum Erfassen eines Fahrzustands (V, V1, V2; As, A1; R) des
Fahrzeugs und Steuermitteln (40, 60 bis 76; 140; 240; 340; 440) zum
automatischen Einschalten der Antriebsvorrichtung (13) für das
Aus- und Einfahren des Peilstabs (9) in Abhängigkeit eines von
den Mitteln (41, 43, 43a; 41, 101; 41, 43, 43a, 201; 41, 43, 43a, 301;
41, 401) zum Erfassen des Fahrzustands (V, V1, V2; As, A1; R) des
Fahrzeugs abgeleiteten Erfassungssignals,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel (41, 43, 43a; 41, 101; 41, 43, 43a, 201; 41, 43, 43a, 301;
41, 401) zum Erfassen des Fahrzustandes des Fahrzeugs ein erstes
Erfassungsmittel zum Erfassen der Betätigungsstellung eines
Zündschalters (41) enthalten und
daß die Steuermittel (40; 140; 240; 340; 440) die Antriebsvor
richtung (13) in Abhängigkeit von dem Erfassungssignal aus dem
ersten Erfassungsmittel derart steuern, daß dann,
wenn der Zündschalter (41) in seine EIN-Stellung
gebracht wird,
der Peilstab (9)
zunächst für eine vorbestimmte Zeitperiode in seine ausgefah
rene Stellung und danach in seine eingefahrene Stellung bewegt
wird.
2. Peilvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel (41, 43, 43a) zum Erfassen des Fahrzustands
des Fahrzeugs ein zweites Erfassungsmittel (43) zum
Erfassen der Fahrzeuggeschwindigkeit (V) und ein
Schaltmittel (43a) zum selektiven Verbinden des zweiten
Erfassungsmittels (43) mit dem Steuermittel (40) enthalten,
daß das Steuermittel (40) das Erfassungssignal aus dem
zweiten Erfassungsmittel (43) mit Vorrang vor dem
Erfassungssignal aus dem ersten Erfassungsmittel (41) unter
der Bedingung verarbeitet, daß das zweite
Erfassungsmittel (43) durch das Schaltmittel (43a) mit dem
Steuermittel (40) verbunden ist, und daß das
Steuermittel (40) den Antriebsmechanismus (13) derart
steuert, daß der Peilstab (9) eingefahren wird, wenn die
Fahrzeuggeschwindigkeit (V) größer als ein vorbestimmter
Wert (V1) ist, und ausgefahren wird, wenn die
Fahrzeuggeschwindigkeit (V) kleiner als der vorbestimmte
Wert (V1) ist.
3. Peilvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel (41, 101) zum Erfassen
des Fahrzustands des
Fahrzeugs ein drittes Erfassungsmittel (101) zum Erfassen
des Lenkwinkels (As) enthalten, daß das Steuermittel (140)
das Erfassungssignal aus dem ersten Erfassungsmittel (41)
mit Vorrang vor dem Erfassungssignal aus dem dritten
Erfassungsmittel (101) verarbeitet und daß das
Steuermittel (40) die Antriebsvorrichtung (13) derart
steuert, daß der Peilstab (9) eingefahren wird, wenn der
Lenkwinkel (As) kleiner als ein vorbestimmter Wert (A1)
ist, und ausgefahren wird, wenn der Lenkwinkel (As) größer
als der vorbestimmte Wert (A1) ist.
4. Peilvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Peilvorrichtung (1) ein Verzögerungsmittel (201)
zum Verzögern des Erfassungssignals aus dem ersten
Erfassungsmittel (41) vor dessen Eingabe in das
Steuermittel (240) enthält, und daß das Steuermittel (240)
die Antriebsvorrichtung (13) in Abhängigkeit von den
Erfassungssignalen aus dem ersten Erfassungsmittel (41) und
dem Verzögerungsmittel (201) derart steuert, daß der
Peilstab (9) ausgefahren wird und bis zum Ablauf einer
vorbestimmten Zeitperiode ausgefahren bleibt, wenn der
Zündschalter (41) aus der EIN-Stellung in eine andere
Stellung (AUS oder ACC) gebracht ist.
5. Peilvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Peilvorrichtung (1) ein viertes
Erfassungsmittel (301) zum Erfassen der Tatsache, daß ein
Zündschlüssel in den Schlüsselschlitz des
Zündschalters (41) eingesteckt ist oder nicht eingesteckt
ist, enthält, und daß das Steuermittel (340) die
Antriebsvorrichtung (13) in Abhängigkeit von den
Erfassungssignalen aus dem ersten Erfassungsmittel (41) und
dem vierten Erfassungsmittel (301) derart steuert, daß in
einer AUS- oder ACC-Stellung des Zündschalters (41) der
Peilstab (9) in seiner Stellung gehalten wird, wenn der
Zündschlüssel in den Schlüsselschlitz des Zündschalters
(41) eingesteckt ist, und eingefahren wird,
wenn der Zündschlüssel nicht in den Schlüsselschlitz des
Zündschalters (41) eingesteckt ist.
6. Peilvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Peilstab (9) in einem hinteren Eckbereich der
Fahrzeugkarosserie angeordnet ist, daß die Mittel (41, 401)
zum Erfassen des Fahrzustands des Fahrzeugs ein fünftes
Erfassungsmittel (401) zum Erfassen der Tatsache, daß ein
Schaltgetriebe in einen Rückwärtsgang geschaltet ist oder
nicht, enthalten, daß das Steuermittel (440) das
Erfassungssignal aus dem ersten Erfassungsmittel (41) mit
Vorrang vor dem Erfassungssignal aus dem fünften
Erfassungsmittel (401) verarbeitet und daß das
Steuermittel (440) die Antriebsvorrichtung (13) derart
steuert, daß der Peilstab (9) ausgefahren wird, wenn das
Schaltgetriebe in den Rückwärtsgang geschaltet ist, und
eingefahren wird, wenn das Schaltgetriebe in irgendeinen
der anderen Gänge als dem Rückwärtsgang geschaltet ist.
7. Peilvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mittels des Betätigungsschalters (42) ein Signal an das
Steuermittel (40; 140; 240; 340; 440) gegeben werden kann,
um die Antriebsvorrichtung (13) derart zu betätigen, daß
der Peilstab (9) eingefahren wird.
8. Peilvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie in vertikaler Richtung ausfahrbar und einfahrbar
ist.
9. Pfeilvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie teleskopartig ausfahrbar und einfahrbar ist.
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