DE3736983A1 - Verfahren und einrichtung zur drehmomentmessung - Google Patents
Verfahren und einrichtung zur drehmomentmessungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrich
tung zur Messung eines Drehmoments, das über gekoppelte, umlau
fende Wellen übertragen wird, und insbesondere auf eine Dreh
momentmessung unter Verwendung von Kraftmeßdosen, die zwischen
Kraftkopplungen von koaxial rotierenden Wellen angeordnet sind,
zum direkten Ermitteln der tangentialen Antriebskraft an derar
tigen Verbindungen bzw. Kopplungen.
Es ist vielfach versucht worden, das Drehmoment messende Kopp
lungen zu verbessern, die auf verschiedenartige mechanische
Antriebsturbinen und andere Maschinen anwendbar sind. Bekannte
Einrichtungen sind im allgemeinen entweder schwierig zu kali
brieren, haben kurze Perioden eines genauen Betriebs oder sie
besitzen eine geringe Genauigkeit, obwohl sie über eine lange
Betriebsdauer arbeiten können. Weiterhin messen die bekannten
Drehmomentmeßvorrichtungen das Drehmoment indirekt, beispiels
weise indem sie entweder die Winkelauslenkung einer Antriebs
welle ermitteln oder die Torsionsspannung in einem Drehmoment
übertragungsteil messen. Da die gemessenen Werte sehr kleine
Größen haben, können Ungenauigkeiten auftreten, wenn versucht
wird, relativ große Kraft- und Drehmomentwerte zu messen. Da
ferner eins der Erfordernisse einer erfolgreichen Konstruktion
darin besteht, eine hohe Torsionssteifigkeit zu erhalten, um
die Anfälligkeit für eine Torsionsresonanz auf ein Minimum zu
senken, ist es offensichtlich schwierig, unendlich kleine Aus
lenkungen zu messen. Deshalb sind Versuche, Drehmomente mit
einer Genauigkeit innerhalb von ± 1/4% unter Verwendung solch
kleiner Auslenkungen zu messen, im allgemeinen schwierig gewesen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Einrichtung
zur Messung von Drehmoment zu schaffen, das über eine rotie
rende Verbindung bzw. Kopplung mit hoher Genauigkeit, Empfind
lichkeit und Betriebssicherheit übertragen wird.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein Drehmo
ment-Kopplungsmechanismus zwischen einer antreibenden Welle und
einer angetriebenen Welle geschaffen. Die antreibende und die
angetriebene Wellen sind axial ausgerichtet und zusammen um eine
gemeinsame Drehachse drehbar. Mehrere kraftausübende Oberflächen
sind in bezug auf die antreibende Welle in einem gleichen vorbe
stimmten Abstand von der Drehachse angeordnet. Mehrere kraftauf
nehmende Oberflächen sind in bezug auf die angetriebene Welle
in einem Abstand befestigt, der gleich dem vorstehend genannten
vorbestimmten Abstand ist. Kraftmeßdosen sind an Grenzflächen
zwischen einer vorbestimmten Anzahl der kraftübertragenden und
kraftaufnehmenden Oberflächen angeordnet, um die dazwischen
auftretende tangentiale Antriebskraft direkt abzutasten, wenn
die Kraftmeßdosen und benachbarte Kraftflächen durch die Rota
tion der Wellen in einen Eingriff bewegt werden. Elektronische
Mittel sprechen auf den vorbestimmten Abstand, die Anzahl der
Kraftmeßdosen und die abgetastete tangentiale Antriebskraft an,
um das Drehmoment zu ermitteln, das zwischen der antreibenden
Welle und der angetriebenen Welle während ihrer Rotation ent
wickelt wird. Jede Welle enthält radial verlaufende Zähne mit
radial verlaufenden Oberflächen, die die kraftausübenden und
kraftaufnehmenden Oberflächen bilden. Ferner sind elastische
Mittel vorgesehen, um die kraftausübenden und kraftaufnehmenden
Oberflächen voneinander wegzudrücken, so daß die Kraftmeßdosen
die tangentiale Antriebskraft nur dann abzutasten beginnen,
nachdem ein vorbestimmtes Drehmoment zwischen den rotierenden
Wellen entwickelt worden ist. Ferner sind Lehren bzw. Abstands
halter vorgesehen, um die Abstände zwischen den elastischen
Mitteln und ihren benachbarten Kraftflächen zu verändern, um
dadurch das System auf das vorgesehene Drehmoment zu eichen
oder zu kalibrieren.
Die Erfindung wird nun mit weiteren Merkmalen und Vorteilen an
hand der Beschreibung und Zeichnung von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht und zeigt eine Drehmoment
meßvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der
Erfindung, wobei die Einrichtung zwischen einer an
treibenden Maschine und einer angetriebenen Maschi
ne angeordnet ist.
Fig. 2 ist ein Schnittbild der in Fig. 1 gezeigten Dreh
momentmeßvorrichtung nach einem Schnitt entlang der
Drehachse.
Fig. 3 ist eine Querschnittsansicht der Drehmomentmeßvor
richtung gemäß den Fig. 1 und 2 nach einem
Schnitt entlang der Linie 3-3 in Fig. 2.
Gemäß den Fig. 1, 2 und 3 sind zwei Wellen 10 und 12 für eine
gemeinsame Rotation um eine gemeinsame Drehachse 14 verbunden
bzw. gekoppelt. Die Welle 10 stellt eine antreibende Welle dar,
die von einer Turbine 16 oder einer anderen Kraftmaschine aus
geht. Die Welle 12 stellt eine angetriebene Welle dar, die mit
einer anzutreibenden Last 18 verbunden ist. Die Wellen 10 und
12 sind durch ein Zwischenglied oder eine Kopplungs- bzw. Ver
bindungseinrichtung 20 miteinander verbunden. Innerhalb der Kopp
lungseinrichtung befinden sich mehrere symmetrisch angeordnete
Kraftmeßdosen 24, wobei im bevorzugten Ausführungsbeispiel drei
Kraftmeßdosen vorgesehen sind, obwohl auch jede andere Anzahl
verwendet werden könnte. Die Kraftmeßdosen dienen zum Abtasten
und Ermitteln der Umfangs- oder Tangential-Antriebskraft zwi
schen den Wellen während der Rotation. Die Kraftmeßdosen 24
sind handelsübliche Fühler bzw. Sensoren, die ein Ausgangssig
nal proportional zu der auf sie ausgeübten Druckkraft erzeugen.
Es können irgendwelche bekannten Sensoren verwendet werden, wo
zu diejenigen gehören, die eine elektrische Erregung erfordern.
Die Kraftmeßdosen 24 können mit einem rotierenden Geber 26 und
einer Energiequelle verbunden sein, falls erforderlich, wie bei
spielsweise einem rotierenden Batteriepack oder einem rotieren
den Transformator, der mit einem Zentrifugalschalter innerhalb
der Kopplungseinrichtung 20 für einen Betrieb während der Rota
tion der Wellen verbunden ist. Eine elektronische Fernübertra
gungseinrichtung, die nicht gezeigt, aber allgemein bekannt
ist, empfängt die variable Ausgangsinformation von den Kraft
meßdosen 24 durch eine drahtlose Telemetrie-Einrichtung oder
andere elektrische Verbindungskomponenten, wie beispielsweise
Schleifringe, die ebenfalls bekannt sind. Die Übertragungsein
richtung integriert diese variable Information von den Kraft
meßdosen mit der Anzahl der Kraftmeßdosen, dem Abstand von den
Kraftmeßdosen zu der Rotationsachse und einer entsprechenden
mathematischen Konstanten und liefert eine Auslesung bzw. An
zeige, die das zwischen den Wellen erzeugte Drehmoment darstellt.
Die Wellendrehzahl kann durch irgendeine bekannte Methode ge
messen werden, beispielsweise durch Verwendung eines Pulszählers,
eines Tachometers, der mit der Welle verbunden ist, oder anderer
bekannter Mittel. Das Drehmoment kann mit der Drehgeschwindig
keit der Kraftmeßdosen, die aus der gemessenen Wellendrehzahl
erhalten wird, multipliziert und durch eine geeignete mathe
matische Konstante dividiert werden, um eine Anzeige zu liefern,
die die übertragene Leistung darstellt. Die elektronische Ein
richtung kann einen Empfänger, Verstärker und andere Schaltun
gen aufweisen, die zum Umwandeln des Signales aus der Kraftmeß
dose 24 in Anzeigen für das Drehmoment umwandeln. Ein Mikro
computer-System oder ein System auf Mikroprozessor-Basis ist
auf einfache Weise implementiert und gestattet eine Änderung
und Selektion von Parametern, um unterschiedliche Kraftmeßdosen
und unterschiedliche Abstände zwischen der Drehachse und den
Kraftmeßdosen aufzunehmen. Die Übertragung und Sammlung von Da
ten aus den Kraftmeßdosen 24 und die Umwandlung dieser Daten
zum Messen des Drehmoments kann durch mehrere übliche Techniken
implementiert werden, die allgemein bekannt sind.
Jede Modulation oder Änderung des Signals, d.h. des augen
blicklichen Drehmomentsignals, das von diesem System erhalten
wird, stellt eine Anzeige von transienten Vorgängen des Dreh
moments oder der Leistung dar, und eine Spektrum-Analyse der
Daten kann dazu verwendet werden, um Torsionsresonanz-Zustände
abzutasten. Der Mittelwert des Signals stellt das stationäre
Drehmoment dar.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Kopplungs
einrichtung 20 ein erstes äußeres oder dazwischen angeordnetes
Zylinderteil 36 mit mehreren zahnähnlichen Elementen 34, die
radial nach innen ragen, und ein zweites inneres oder dazwi
schen angeordnetes Zylinderteil 46 auf, das eine entsprechende
Anzahl von zahnähnlichen Elementen 44 aufweist, die radial nach
außen ragen. Wie am besten aus Fig. 3 ersichtlich ist, greifen
die zahnähnlichen Elemente 34 in die zahnähnlichen Elemente 44
ein. Der Klarheit- und Einfachheit halber werden die Elemente
34, 44 gelegentlich als "Zähne" bezeichnet. Das äußere Teil 36
ist an einem Flansch 40 an einem Ende der antreibenden Welle 10
befestigt, während das innere Teil 46 an einem Flansch 50 an
einem Ende der angetriebenen Welle 12 befestigt ist. Mehrere
Bolzen 38, 48 können verwendet werden, um die Flansche 40, 50
auf entsprechende Weise an den entsprechenden Teilen 36, 46 zu
befestigen.
Die Kraftmeßdosen 24 sind in Vertiefungen bzw. Ausnehmungen 52
angeordnet, die in lastaufnehmenden oder kraftübertragenden
Flächen oder Oberflächen 30 der zahnähnlichen Elemente 34 aus
gebildet sind. Auf jede Oberfläche 30 ist eine entsprechende
last- oder kraftaufnehmende Oberfläche 32 auf dem vorspringen
den zahnähnlichen Element 44 gerichtet. Ein Drehmoment und eine
Kraft wird von der antreibenden Welle 10 auf die angetriebene
Welle 12 durch einen Kontakt zwischen den Oberflächen 30, 32
übertragen. Jede der Wellen 10 oder 12 kann direkt oder inte
gral mit ihren Zähnen 34 und 44 der Kraftflächen 30 oder 32
ausgebildet sein. Alternativ kann eine der Wellen 10 oder 12
so ausgestaltet sein, daß sie indirekt ihre Zähne 34 und 44 und
Kraftflächen 30 oder 32 trägt, wie beispielsweise durch eine
Zwischenkopplungseinrichtung 20 der vorstehend beschriebenen
Art.
Jede kraftausübende und aufnehmende Oberfläche ist im wesent
lichen parallel mit und radial zu und in einem vorbestimmten
Abstand von der Drehachse angeordnet. Die Kraftflächen 30 und
32 sind zueinander so angeordnet, daß sie eine tangentiale Wel
lenantriebskraft senkrecht zur Drehachse 14 übertragen. Die
Kraft wird zwischen den Kraftflächen durch die Kraftmeßdosen
24 übertragen, wobei die Kraftmeßdosen die Größe dieser tan
gentialen Antriebskraft direkt abtasten.
Bevorzugt sind die kraftausübenden Oberflächen 30 mit Ausneh
mungen 52, wie in am besten in Fig. 3 zu sehen sind, in den
Flächen der nach innen verlaufenden zahnähnlichen Elemente 34
versehen, wobei die Kraftmeßdosen 24 in den Ausnehmungen ange
ordnet sind. Auf diese Weise wird ein unvorhergesehener Über
lastzustand die Kraftmeßdosen nicht nachteilig beeinflussen,
da die Oberfläche 30 der radial nach innen ragenden Zähne mit
den benachbarten kraftaufnehmenden Oberflächen 32 in Kontakt
kommen würden und eine übermäßige Zusammendrückung der Kraft
meßdosen 24 begrenzen, um auf diese Weise eine Beschädigung
der Kraftmeßdosen durch übermäßiges Zusammendrücken zu verhin
dern. Somit wird deutlich, daß, da die Kraft unter Normalzu
ständen durch die Kraftmeßdosen 24 übertragen wird, der einzige
Abstand der Oberfläche 30, die eine Kraft während des normalen
Betriebs überträgt, der Abschnitt an den Bodenflächen der Aus
nehmungen 52 ist. Der übrige Abschnitt der Oberflächen 30 über
trägt eine Kraft nur dann, wenn eine plötzliche Überlast auf
tritt, die die Kraftmeßdosen 24 unter die Oberfläche 30 drückt.
Alternativ können die Kraftmeßdosen 24 so angeordnet sein, daß
sie einen Selbstschutz vor einer übermäßigen Deformation auf
weisen.
Die Kopplungseinrichtung 20 weist eine Platte 56 auf, die an
einer Fläche 58 des äußeren zylindrischen Teils 36 lösbar ange
bracht ist, beispielsweise durch Bolzen 60 und Gewindebohrungen
62. Die Platte 56 ist neben dem Flansch 40 angeordnet und weist
axial verlaufende Fingermittel 64 in einer zylindrischen Konfi
guration auf, um eine Bewegung axial nach innen, d.h. in Rich
tung auf die Welle 10, des inneren Zylinderteils 46, seiner
Zähne 44 und der angetriebenen Welle 12 zu begrenzen. Die Kopp
lungseinrichtung 20 weist ferner eine äußere Platte 68 auf,
die mit einer äußeren Fläche 70 des inneren Zylinderteils 46
lösbar verbunden ist. Die Platte 68 ist an einer äußeren Ober
fläche des Teils 36 durch Bolzen 72 in Gewindebohrungen 74
befestigt. Die Platte 68 hat eine ringähnliche Form, durch die
das innere Zylinderteil 46 hindurchragt, und sie hat axial ver
laufende Fingermittel 76 in einer zylindrischen Konfiguration,
die mit unteren oder inneren Flächen der Elemente 44 in Kontakt
sind, um eine axiale Bewegung des inneren Zylinderteils 46 zu
begrenzen. Zwar wird bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel der
Erfindung eine axiale Bewegung des Teils 46 durch Platten 56,
68 begrenzt, es können aber auch andere mechanische Anordnungen
für den gleichen Zweck verwendet werden.
Elastische Glieder, wie beispielsweise U-förmige Federn 78,
sind an gewählten Grenzflächen zwischen den Zähnen 34 und 44
entfernt von den Kraftmeßdosen 24 angeordnet. Die Federn 78 ha
ben die Tendenz, der Bewegung der kraftaufnehmenden Oberflächen
32 in einen Eingriff mit den Kraftmeßdosen 24 entgegenzuwirken,
bis ein vorbestimmtes Drehmoment erreicht worden ist. Infolge
dessen tasten die Kraftmeßdosen 24 tatsächlich nur tangentiale
Antriebskräfte über einen gesteuerten Kraftbereich ab. Die ela
stischen Federn 78 sind U-förmig und arbeiten in Verbindung mit
hindurchführenden Stiften 80 und sitzen mit Preßpassung in Öff
nungen 82 in den äußeren und inneren Platten 56 und 68 und einer
benachbarten Bucht 86 der Federn 78. Auf diese Weise wird eine
unbeabsichtigte Bewegung der Federn, insbesondere während der
Installation, eliminiert. Die Anordnung der Einrichtung während
der Installation weist auch die Einfügung einstellbarer Lehren
bzw. Abstandshalter 90 auf, die zwischen den Federn 78 und einer
benachbarten Kraftfläche positioniert werden können. Diese Leh
ren haben mit den Federn 78 und den Kraftmeßdosen 24 die Funk
tion, das System zu kalibrieren bzw. zu eichen. In bezug auf
Fig. 3 sei darauf hingewiesen, daß die Zähne 34 und 44 zwar
eine im wesentlichen symmetrische Konfiguration haben, daß aber
eine ungleiche Umfangsausdehnung oder Größe verwendet werden
kann, damit die Federn und Lehren in ihren richtigen Positionen
in den Räumen zwischen benachbarten Zähnen aufgenommen werden
können.
Die Benutzung der Federn und Lehren mit den Kraftmeßdosen ge
stattet auf effektive Weise, daß eine "Nullpunktunterdrückung"
in dem System erhalten werden kann, damit eine Kraftmeßdose mit
kleinem Gradienten in dem nutzbaren Bereich verwendet werden
kann. Wenn beispielsweise eine tangentiale Antriebskraft in dem
ungefähren Bereich von 2200 bis 3200 kp gemessen werden soll,
könnte eine größere Genauigkeit erhalten werden, wenn die Kraft
meßdose keine Last wahrnimmt, bis eine tangentiale Anfangskraft
von beispielsweise 1800 kp entwickelt worden ist. Wenn die Größe
der Nullpunktunterdrückung eingestellt werden kann durch einen
einfachen Mechanismus, wie beispielsweise die vorstehend be
schriebene Lehre, oder durch eine Stellschraube oder ähnliches,
kann die gesamte Vorrichtung auf einfache Weise für einen gege
benen Anwendungsfall kalibriert oder zugeschnitten werden. Es
sei darauf hingewiesen, daß auch andere Formen elastischer Glie
der verwendet werden können, aber diese Glieder dürfen eine nur
maßvolle Auslenkung aufweisen, um eine angemessene Torsions
steifigkeit beizubehalten. Ferner ist darauf hinzuweisen, daß
zwar die Einfügung der elastischen Glieder 78 und die Nullpunkt
unterdrückungsfunktion nützlich, aber nicht absolut notwendig
sind. Die Kraftabtastung unter Verwendung von Kraftmeßdosen in
einem breiteren Bereich könnte implementiert werden, wo der Be
reich klein ist oder derartige Kraftmeßdosen zur Verfügung
stehen.
Um genaue Drehmomentmessungen sicherzustellen, ist es übliche Praxis,
Drehmomentmesser zwischen 70 bis 100% ihres Vollausschlags
zu benutzen. Bei bekannten Drehmomentmessern erfordert dies
eine Auswechselung der gesamten Kopplung, um die tatsächliche
Drehmomenteinrichtung an den nutzbaren Bereich des Drehmoment
messers anzupassen. Erfindungsgemäß wird die Anpassung des Dreh
momentmessers an die Einrichtung erleichtert, da die gesamte
Kopplung konstant gehalten wird und nur die Kraftmeßdosen, die
aus einer Anzahl von Kraftmeßdosen ausgewählt sind, ausgewech
selt werden, um das System zur Aufnahme unterschiedlicher Be
triebsbedingungen einzustellen.
Eines der Probleme, denen ein Benutzer einer derartigen Ein
richtung gegenübersteht, ist die Kalibrations- bzw. Eichungs
drift oder die Änderung der Anzeige aufgrund zentrifugaler Wir
kungen, wenn die Einheit rotiert. Eine Eichung bei Stillstand
kann mit einer einfachen Hebelstangen
anordnung ausgeführt werden, die ein wahres Drehmoment bekann
ter Größe ausübt. Ein simuliertes Drehmoment, das die Kraftmeß
dose auslenkt, kann dadurch entwickelt werden, daß die Kraft
meßdose zusammengedrückt wird, um eine Kraftmeßdosenverformung
zu erzeugen, die derjenigen vergleichbar ist, die durch eine
Drehmomentlast entwickelt wird, während ein unbelasteter Betrieb
bei Drehzahl die Größe der Zentrifugalwirkung anzeigen kann,
wenn diese vorhanden ist. Diese Methoden zur Kalibrierung von
Kraftmeßdosen sind bekannt.
Die Frage der Torsionssteifigkeit muß ebenfalls bei der Kon
struktion irgendeines Drehmomentmeß-Systems berücksichtigt wer
den. Übliche Kopplungen der Art, die normalerweise in mechani
schen Antrieben verwendet werden, haben eine Auslenkung von
etwa 15 Bogenminuten bei der Nennlast. Bei einem Bogen von 150
mm (6 Zoll) bedeutet dies etwa 0,65 mm (0,026 Zoll), was weit
mehr ist als die erforderliche Auslenkung für eine gute Messung
einer tangentialen Antriebskraft. Die Torsionssteifigkeit der
vorstehend beschriebenen Einrichtung hat deshalb keine ernsthaf
ten Wirkungen auf die Torsionsresonanz während des Betriebs und
bei der Anwendung. Weiterhin kann die Langzeitstabilität der
vorstehend beschriebenen Einrichtung auf einfache Weise bei
Stillstand demonstriert werden, indem eine künstliche, aber prä
zise Torsionsverschiebung der Einheit ähnlich derjenigen herbei
geführt wird, die zur Verifizierung der Zentrifugalwirkung bei
Rotation verwendet wird.
Die vorstehend beschriebene Einrichtung mit ihren Wellen 10 und
12 stellt somit ein System dar, das ein neues Verfahren zur Mes
sung eines Drehmoments zwischen der antreibenden Welle 10 und
der angetriebenen Welle 12 ausführen kann, die zusammen um eine
gemeinsame Drehachse 14 rotieren. Bei diesem Verfahren werden
mehrere kraftausübende Oberflächen 30 und kraftaufnehmende Ober
flächen 32 ausgebildet, die in bezug auf die antreibenden und
angetriebenen Wellen 10 und 12 befestigt sind. Diese Oberflächen
sind in einem gleichen vorbestimmten Abstand von der Drehachse.
Jede kraftausübende und kraftaufnehmende Oberfläche ist im we
sentlichen parallel mit, radial zu und in einem vorbestimmten
Abstand von der Drehachse angeordnet. Die Oberflächen sind so
mit in der Lage, eine tangentiale Antriebskraft in bezug auf
die Drehachse während des Betriebs und der Benutzung zu über
tragen. Das Verfahren enthält auch den Schritt, eine vorbestimm
te Anzahl von Kraftmeßdosen 24 an den Grenzflächen zwischen den
kraftausübenden Oberflächen und den kraftaufnehmenden Oberflä
chen anzuordnen, um die Antriebskraft zu übertragen und die
dazwischen auftretende tangentiale Antriebskraft direkt abzu
tasten. Dabei werden die Kraftmeßdosen lösbar bzw. herausnehm
bar in Ausnehmungen 52 an den kraftausübenden Oberflächen 30
eingesetzt. Die Kraftmeßdosen sind so ausgewählt, daß sie eine
vorbestimmte Charakteristik als eine Funktion des voraussicht
lich zu übertragenden Drehmoments aufweisen. Ferner wird ge
mäß dem Verfahren das Drehmoment an der Grenzfläche zwischen
der antreibenden Welle und der angetriebenen Welle während ihrer
Rotation als eine Funktion des vorbestimmten Abstandes, der
vorbestimmten Anzahl der Kraftmeßdosen und der abgetasteten
tangentialen Antriebskraft ermittelt.
Das Verfahren enthält ferner den optionalen Schritt, wenig
stens einige der kraftausübenden Oberflächen und der kraftauf
nehmenden Oberflächen mit Federn 78 voneinander weg elastisch
vorzuspannen, wodurch die Kraftmeßdosen nur dann ihre Funktion
beginnen, nachdem ein vorbestimmtes Drehmoment übertragen wor
den ist. Schließlich enthält das Verfahren den Schritt, die
Einrichtung durch Verändern des Abstandes zwischen den Federn
und ihren benachbarten Kraftflächen durch Lehren 90 oder funk
tional äquivalente Abstandsvorrichtungen zu kalibrieren bzw.
zu eichen.
Claims (16)
1. Einrichtung zur Messung eines Drehmoments, das von
einer antreibenden Welle auf eine angetriebene Welle
übertragen ist, wobei die antreibende Welle und die
angetriebene Welle axial ausgerichtet und zusammen
um eine gemeinsame Drehachse drehbar sind,
gekennzeichnet durch :
mehrere kraftausübende Flächen (30), die in bezug auf die antreibende Welle (10) an einem gleichen vor bestimmten radialen Abstand von der Drehachse (14) befestigt sind,
mehrere kraftaufnehmende Flächen (32), die in bezug auf die angetriebene Welle (12) an einem radialen Ab stand befestigt sind, der gleich dem vorbestimmten Abstand ist, und
Kraftmeßdosen (24), die an Grenzflächen zwischen einer vorbestimmten Anzahl von kraftausübenden und kraft aufnehmenden Flächen (30, 32) angeordnet sind, zur di rekten Abtastung der dazwischen auftretenden tangen tialen Antriebskraft, wenn die Kraftmeßdosen und die benachbarten Kraftflächen durch die Rotation der Wel len in einen Eingriff bewegt sind, wobei die Kraft meßdosen (24) Ausgangssignale liefern, die das Dreh moment darstellen, das zwischen der antreibenden Wel le und der angetriebenen Welle während ihrer Rotation entwickelt ist.
mehrere kraftausübende Flächen (30), die in bezug auf die antreibende Welle (10) an einem gleichen vor bestimmten radialen Abstand von der Drehachse (14) befestigt sind,
mehrere kraftaufnehmende Flächen (32), die in bezug auf die angetriebene Welle (12) an einem radialen Ab stand befestigt sind, der gleich dem vorbestimmten Abstand ist, und
Kraftmeßdosen (24), die an Grenzflächen zwischen einer vorbestimmten Anzahl von kraftausübenden und kraft aufnehmenden Flächen (30, 32) angeordnet sind, zur di rekten Abtastung der dazwischen auftretenden tangen tialen Antriebskraft, wenn die Kraftmeßdosen und die benachbarten Kraftflächen durch die Rotation der Wel len in einen Eingriff bewegt sind, wobei die Kraft meßdosen (24) Ausgangssignale liefern, die das Dreh moment darstellen, das zwischen der antreibenden Wel le und der angetriebenen Welle während ihrer Rotation entwickelt ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Welle (10, 12) radial verlaufende Zähne (34,
44) mit radial verlaufenden Oberflächen aufweist, die
kraftausübende und kraftaufnehmende Oberflächen (30,
32) bilden.
3. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine der Wellen (10, 12) eine Zwischen
einrichtung (20) aufweist, wobei die Zähne dieser
Welle auf der Zwischeneinrichtung ausgebildet sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß elastische Mittel (78) vorgesehen sind, die die
kraftausübenden und kraftaufnehmenden Oberflächen
(30, 32) voneinander wegdrücken derart, daß die Kraft
meßdosen (24) die tangentiale Antriebskraft nur dann
abzutasten beginnen, wenn ein vorbestimmtes Drehmo
ment zwischen den rotierenden Wellen (10, 12) entwik
kelt worden ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß Lehren (90) zur Veränderung des Abstandes zwi
schen den elastischen Mitteln (78) und ihren benach
barten Kraftflächen (30, 32) vorgesehen sind zur Kali
brierung bzw. Eichung des Systems auf ein erwartetes
Drehmoment.
6. Einrichtung zum Abtasten der tangentialen Antriebs
kraft zwischen einer antreibenden Welle und einer an
getriebenen Welle, die zusammen um eine Drehachse
drehbar sind,
gekennzeichnet durch :
kraftausübende Mittel, die in bezug auf die antrei bende Welle in einem vorbestimmten radialen Abstand von der Drehachse angeordnet sind und eine tangen tiale Kraft in bezug auf die Drehachse ausüben kön nen,
kraftaufnehmende Mittel, die in bezug auf die ange triebene Welle an einem radialen Abstand befestigbar sind, der gleich dem vorbestimmten Abstand von der Drehachse ist, wobei die kraftaufnehmenden Mittel eine tangentiale Kraft in bezug auf die Drehachse aufnehmen können, und
Kraftmeßdosen, die an der Grenzfläche zwischen den kraftausübenden und kraftaufnehmenden Mitteln angeord net sind, zum antriebsmäßigen Verbinden der Kraftmit tel und zum direkten Abtasten der dazwischen auftre tenden tangentialen Antriebskraft während der Rotation der Wellen.
kraftausübende Mittel, die in bezug auf die antrei bende Welle in einem vorbestimmten radialen Abstand von der Drehachse angeordnet sind und eine tangen tiale Kraft in bezug auf die Drehachse ausüben kön nen,
kraftaufnehmende Mittel, die in bezug auf die ange triebene Welle an einem radialen Abstand befestigbar sind, der gleich dem vorbestimmten Abstand von der Drehachse ist, wobei die kraftaufnehmenden Mittel eine tangentiale Kraft in bezug auf die Drehachse aufnehmen können, und
Kraftmeßdosen, die an der Grenzfläche zwischen den kraftausübenden und kraftaufnehmenden Mitteln angeord net sind, zum antriebsmäßigen Verbinden der Kraftmit tel und zum direkten Abtasten der dazwischen auftre tenden tangentialen Antriebskraft während der Rotation der Wellen.
7. Einrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die benachbarten Enden der Wellen mit Flanschen
senkrecht zur Drehachse versehen sind, wobei eine der
Wellen radial nach außen verlaufende Zähne aufweist,
deren radiale Ränder eins der kraftübertragenden
und aufnehmenden Mittel bilden und wobei der Flansch
der anderen Welle mit einem Zwischenglied verbindbar
ist, das mit radial nach innen ragenden Zähnen ver
sehen ist, deren radiale Ränder das andere der kraft
aufnehmenden und übertragenden Mittel bilden.
8. Einrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zwischenglied eine Innenplatte aufweist, die
mit der Innenfläche des Zwischengliedes lösbar ver
bunden ist und die nach außen ragende Finger aufweist
zur Begrenzung der Bewegung der anderen Welle axial
nach innen.
9. Einrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zwischenglied eine Außenplatte aufweist, die
an der Außenfläche des Zwischengliedes lösbar ver
bunden ist und die nach innen ragende Finger auf
weist zur Begrenzung der Bewegung der anderen Welle
axial nach außen.
10. Einrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß elastische Mittel, die an Grenzflächen zwischen
den kraftausübenden Mitteln und den kraftaufnehmenden
Mitteln angeordnet sind, die Bewegung der Kraftmeßdo
sen und der Kraftmittel in einen betrieblichen Ein
griff hemmen.
11. Einrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elastischen Mittel U-förmig sind und ferner
Stifte aufweisen, die durch die Außenplatte und die
Innenplatte und neben einer Bucht der elastischen Mit
tel verlaufen zur Halterung der elastischen Mittel
in ihrer Position.
12. Einrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß Lehren zwischen den elastischen Mitteln und einem
benachbarten Kraftmittel für eine Kalibration bzw.
Eichung der elastischen Mittel positionierbar sind.
13. Verfahren zum Messen des Drehmomentes zwischen einer
antreibenden Welle und einer angetriebenen Welle, die
axial ausgerichtet sind und zusammen um eine gemeinsa
me Drehachse rotieren,
dadurch gekennzeichnet, daß:
mehrere kraftausübende Oberflächen in bezug auf die antreibende Welle in einem gleichen vorbestimmten radialen Abstand von der Drehachse befestigt wer den,
mehrere kraftaufnehmende Oberflächen in bezug auf die angetriebene Welle in einem radialen Abstand, der gleich dem vorbestimmten Abstand ist, von der Dreh achse befestigt werden,
eine vorbestimmte Anzahl von Kraftmeßdosen an Grenz flächen zwischen den kraftausübenden Oberflächen und den kraftaufnehmenden Oberflächen angeordnet werden zum direkten Abtasten der dazwischen auftretenden tan gentialen Antriebskraft, und
das Drehmoment an der Grenzfläche zwischen der antrei benden Welle und der angetriebenen Welle während ih rer Rotation als eine Funktion des vorbestimmten Ab standes, der vorbestimmten Anzahl von Kraftmeßdosen und der abgetasteten tangentialen Antriebskraft ermit telt wird.
mehrere kraftausübende Oberflächen in bezug auf die antreibende Welle in einem gleichen vorbestimmten radialen Abstand von der Drehachse befestigt wer den,
mehrere kraftaufnehmende Oberflächen in bezug auf die angetriebene Welle in einem radialen Abstand, der gleich dem vorbestimmten Abstand ist, von der Dreh achse befestigt werden,
eine vorbestimmte Anzahl von Kraftmeßdosen an Grenz flächen zwischen den kraftausübenden Oberflächen und den kraftaufnehmenden Oberflächen angeordnet werden zum direkten Abtasten der dazwischen auftretenden tan gentialen Antriebskraft, und
das Drehmoment an der Grenzfläche zwischen der antrei benden Welle und der angetriebenen Welle während ih rer Rotation als eine Funktion des vorbestimmten Ab standes, der vorbestimmten Anzahl von Kraftmeßdosen und der abgetasteten tangentialen Antriebskraft ermit telt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kraftmeßdosen in Ausnehmungen neben den kraft
ausübenden Oberflächen lösbar bzw. herausnehmbar ein
gesetzt werden, wobei die Kraftmeßdosen für eine vor
bestimmte Nennbelastung als eine Funktion des erwar
teten zu übertragenden Drehmoments vorgesehen sind.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens einige der kraftausübenden Oberflächen
und der kraftaufnehmenden Oberflächen voneinander weg
elastisch vorgespannt werden, damit die Kraftmeßdosen
ihre Funktion nur dann beginnen, nachdem ein vorbe
stimmtes Drehmoment übertragen worden ist.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung dadurch kalibriert bzw. geeicht
wird, daß der Abstand zwischen den Federn und ihren
benachbarten Kraftflächen verändert wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US06/926,941 US4723450A (en) | 1986-11-04 | 1986-11-04 | Method and apparatus for measuring torque |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3736983A1 true DE3736983A1 (de) | 1988-05-05 |
Family
ID=25453924
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873736983 Withdrawn DE3736983A1 (de) | 1986-11-04 | 1987-10-31 | Verfahren und einrichtung zur drehmomentmessung |
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| US (1) | US4723450A (de) |
| JP (1) | JPS63157025A (de) |
| DE (1) | DE3736983A1 (de) |
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