[go: up one dir, main page]

DE1955321A1 - Verfahren und Einflankenwaelzpruefgeraet zum Pruefen von Zahnraedern - Google Patents

Verfahren und Einflankenwaelzpruefgeraet zum Pruefen von Zahnraedern

Info

Publication number
DE1955321A1
DE1955321A1 DE19691955321 DE1955321A DE1955321A1 DE 1955321 A1 DE1955321 A1 DE 1955321A1 DE 19691955321 DE19691955321 DE 19691955321 DE 1955321 A DE1955321 A DE 1955321A DE 1955321 A1 DE1955321 A1 DE 1955321A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spindle
gears
drive
torsional vibration
flywheel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691955321
Other languages
English (en)
Inventor
Koertel Dipl-Ing Guenther
Findeisen Dipl-Ing Walter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Werkzeugmaschinenkombinat Fritz Heckert VEB
Original Assignee
Werkzeugmaschinenkombinat Fritz Heckert VEB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Werkzeugmaschinenkombinat Fritz Heckert VEB filed Critical Werkzeugmaschinenkombinat Fritz Heckert VEB
Publication of DE1955321A1 publication Critical patent/DE1955321A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01M13/00Testing of machine parts
    • G01M13/02Gearings; Transmission mechanisms
    • G01M13/021Gearings

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Magnetic Means (AREA)
  • Testing Of Devices, Machine Parts, Or Other Structures Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren und Einflankenwälzprüfgerät zum Prüfen von Zahnrädern Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Einflankenwälzprüfgerät zum Prüfen von Zahnrädern durch Einfiankenabwälzung, wobei ein Zahnrad durch einen Antrieb eine Drehbewegung erhält und die Abtriebsdrehbewegung des zweiten Zahnrades mit der Drehbewegung eines Bezugssystems verglichen wird, welches aus den Zahnrädern zugeordneten Drehschwingungsaufnehmern besteht.
  • Es ist ein Gerät zum Prüfen von Zahnrädern durch Einflankenabwälzung bekannte Dieses besteht aus einem Rahmen für die Lagerung zweier Spindeln, auf welche die zu prüfenden Zahnräder aufgespannt werden können Auf der ersten Spindel ist weiterhin eine Schwungscheibe befestigt, die gleichzeitig als Reibscheibe eines Reibscheibengetriebes ausgebildet ist. Die zweite Reibscheibe des Reibscheibengetriebes ist am Antriebsmotor des Gerätes angebracht und liegt an der Schwungmasse an.
  • An der zweiten Spindel des bekannten Gerätes ist eine Wirbelstrombremse vorgesehen.
  • Das Bezugssystem dieses bekannten Einflankelnwälzprüfgerätes besteht aus den zu prüfenden Zahnrädern zugeordneten seismischen Drehschwingungsaufnehmern, welche nach bestimmten Gesichtspunkten zusammengeschaltet sind. In ihrem Aufbau weisen die seismischen Drehschwingungsaufnehmer Je eine Drehmasse auf, die über eine Drehfeder nahezu reibungsfrei in einem Gehäuse gelagert ist. Die Drehfeder ist als Kreuzfedergelenk ausgebildet und übernimmt außer der Lagerungsauch die Rückstellfunktion für die Drehmasse.
  • Als berührungslose MeBwertwandler sind zwischen der Drehmasse und dem Gehäuse des seismischen Drehschwingungsaufnehmers induktive Tauchankersysteme vorgesehen. Diese sind in einer Brückenschaltung verbunden und.über einen Schleifringübertrager einem Trägerfrequenzmeßverstärker zugeordnet.
  • Außerdem sind zur Schwingungsdämpfung zwischen Gehäuse und Drehmasse WirbelstromdämpSaysteme angeordnet.
  • Dies Bezugssystem ist an dem bekannten Einflankenwälzprüfgerät so angeordnet, daß die jeweiligen Gehäuse der seismischen Dr ehs chwlngungsaufnehmer direkt am zu prüfenden Zahnrad bzwO am unteren Ende der das andere Zahnrad aufnehmenden Spindel befestigt sind.
  • Zur Durchführung des Prüfverfahrens wird der Antriebsmotor des Gerätes in Betrieb gesetzt, welcher über das Reibscheibengetriebe die erste Spindel antreibt. Dadurch wird dem zu prüfenden Zahnradpaar die Drehbewegung übertragen, wobei zur Sicherung der Flankenanlage die Wirbelstrombremse der zweiten Spindel in Wirkung tritt.
  • Die zweite Spindel führt nunmehr eine Drehbewegung aus, deren Winkelgeschwindigkeit ungleichmäBig isto Die Fehler dieser Bewegung rühren u. a. von den Verzahnungsfehlern der zu prüfenden Zahnräder her. Da an der zweiten Spindel ein seismischer Drehschwingungsaufnehmer befestigt ist, wird auf dessen Gehäuse die fehlerhafte Abtriebsbewegung über tragen. Infolge Massenträgheit rotiert jedoch die Drehmasse des Drehschwingungsaufnehmers gleichmaßig, d. h. sie führt die fehlerfreie Bezugsbewegung des Bezugssystems aus.
  • Infolgedessen treten zwischen dem Gehäuse und der Drehmasse des seismischen Drehschwingungsaufnehmers Relativbewegungen auf, die von den induktiven Tauchankersystemen aufgenommen werden0 Die dabei entstehenden Verschiebungen der Tauchanker bewirken eine Verstimmung der Brückenschaltung, wobei die sich ergebende Diagonalspannung verstärkt am Ausgang des Trägerfrequenzmeßverstärkers als eine den Relativbewegungen proportionale Spannung zur Registrlertung zur Verfügung steht.
  • Vom der zweiten Spindel zugeordneten Drehschwingungsaufnehmer werden somit alle Ungleichmisigkeiten der Rotation angezeigt. Wie oben schon erläutert, setzen sich diese Ungleichförmigkeiten zunächst aus den Verzahnungsfehlern der zu prüfenden Zahnradpaarung zusammen. Von dem Drehschwingungsaufnehmer werden jedoch auch die Ungleichförmigkeiten des Antriebssystemsangezeigt. Aus diesem Grunde ist bei dem bekannten Einflankenwälzprüfgerät auch der ersten Spindel ein seismischer Drehschwingungsaufnehmer zugeordnet. Dieser nimmt die Antriebsungleichförmigkeiten auf, welche in der Schaltung der Drehschwingungsaufnehmer und deren Registrier-bzw. Anzeigegeräte elektrisch vom Meßergebnis des zweiten Drehschwingungsaufnehmers unter Beachtung des Ubersetzungsverhältnisses der Zahnräder abgezogen werden.
  • Durch diese bekannte Anordnung und Schaltung zweier seismischer Dr hs chwingungsaufnehmer an einem Einf lanke nwälzprüfgerät ist die Messung der Verzahnungsfehler der zu prüfenden Zahnräder bei Einflankenanlage zunächst theoretisch einwandfrei möglich0 Dieses setzt allerdings voraus, daß die beiden zur Anwendung gelangenden Dxehschwingungsaufnehmer hinsichtlich Eigenfrequenz und Dämpfung genau gleich abgestimmt sind. Eine derartig genaue Abstimmung beider Drehschwingungsaufnehmer ist jedoch mit vertretbarem technischem Aufwand nicht möglich, so daß in Wirklichkeit beide Drehschwingungsaufnehmer einen gering unterschiedlichen Amplituden- und Phasengang aufweisen. Versuche haben gezeigt, daß hierdurch eine Kompensation der Antriebsungleichförmigkeiten nur noch in gewissen Grenzen möglich ist, d. h.
  • die Ungleichförmigkeiten des Antriebssystems verfälschen in einem bestimmten Maße das registrierte Meßergebnis der Drehschwingungsaufnehmer.
  • Zur Vermeidung dessen ist es aber auch nicht möglich, ein absolut genaues Antriebssystem vorzusehen, da beim gegenwärtigen Stand der Technik entsprechend genaue Antriebsmotoren nicht verfügbar sind0 Ursache dafür sind vor allem nicht vermeidbare Unwuchten des Rotors bzw. Kollektors und Unsymmetrien der Wicklungen des Motors sowie ungleichmäßige Kontakt-Üb ergangwiders tände Einen großen Einfluß nehmen auch Unsymmetrien des Netzes.
  • Diese Fehler des Antriebssystems führen neben den erwähnten Ungleichförmigkeiten in der Antriebsbewegung auch zu Schwingungen des gesamten Gerätes, wobei insbesondere Torsionsschwingungen sowie solche Schwingungskomponenten von Bauteilen, welche Achsabstandsänderungen der zu prüfenden Zahnräder hervorrufen, einen großen Einfluß auf das Meßergebnis nehmen. Durch die letztgenannten Schwingungen entstehen über dem Zahneingriff Ungleichförmigkeiten in der Abtriebsbewegung, welche vom Drehschwingungsaufnehmer der Abtriebsspindel aufgenommen werden und sich durch die Schaltung der beiden Drehschwingungsaufnehmer nicht kompensieren lassen.
  • Das bekannte Verfahren zum Prüfen von Zahnrädern auf Einflankenwälzprüfgeräten der vorstehend beschriebenen Bauart, bei dem also der Antrieb während des Prüfvorganges mit den zu prüfenden Zahnrädern in Verbindung steht, führt somit, wie die Versuche bestätigten, zu mehr oder minder fehlerhaften Meßergebnissen. Eine Amplituden- oder Phasenverzer~ rung ist jedoch gerade bei solchen Prüfungen, bei denen die der Zahneingriffsfrequenz überlagerten höher frequenten Fehler registriert und ausgewertet werden sollen, äul3erst schä-dlich, da dadurch eine Ursachenforschung verfälscht wird.
  • Es ist Zweck der Erfindung, Schwingungseinflüsse sowie eine durch die ungleiche Abstimmung der Drehschwingungsaufnehmer bedingte Amplituden- und Phasenverzerrung und damit fehlerbehaftete Meßergebnisse zu vermeiden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Prüfen von Zahnrädern durch Einflankenabwälzung, wobei ein Zahnrad durch einen Antrieb eine Drehbewegung erhält und die Abtriebsdrehbewegung des zweiten Zahnrades mit der Drehbewegung eines Bezugs systems verglichen wird, welches aus den Zahnrädern zugeordneten Drehschwingungsaufnehmern besteht, sowie ein Einflankenwälzprüfgerät zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen, bei dem die durch das Antriebssystem hervorgerufenen Schwingungen und Ungleichförmigkeiten von den zu prüfenden Zahnrädern ferngehalten werden0 Erfindungsgemäß wird dieses dadurch erreicht, daß während des Prüfvorganges der Antrieb von den Zahnrädern getrennt wird.
  • Vorteilhaft ist dabei ein Einflankenwälzprüfgerät zur Durchführung des Verfahrens mit zwei Spindeln für die Aufnahme der zu prüfenden Zahnrädern, wobei die erste Spindel über ein Reibscheibengetriebe mit einem Antriebsmotor und die zweite Spindel mit einer Bremse in Verbindung steht, so ausgebildet, daß das Reibscheibengetriebe drei Reibscheiben aufweist, deren Zwischenscheibe von den beiden übrigen Reibscheiben außer Eingriff bringbar ist.
  • Zweckmäßig ist weiterhin, daß bei einem Einflankenwälzprüfgerät, bei dem die mit der ersten Spindel verbundene Reibscheibe des Reibscheibengetriebes als Schwungmasse ausgebildet ist, die Schwungmasse eine Ringform besitzt und in ihrem Inneren der der ersten Spindel zugeordnete Drehschwingungsaufnehmer angeordnet isto Dabei ist es günstig, daß zur Verbindung der ersten Spindel mit der Schwungmasse eine Oldham-Kupplung vorgesehen ist.
  • Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es möglich, die Ungleichförmigkeiten in der Drehbewegung die vom Antriebssystem herrühren, von den zu prüfenden Zahnrädern in weitestgehendem Maße fernzuhalten. Die Zahnräder erhalten die für den Prüfvorgang benötigte Drehbewegung durch die Massenträgheit der rotierenden Teile, so daß insbesondere die durch den Antriebsmotor hervorgerufenen relativ großen Schwankungen in der Winkelgeschwindigkeit vermieden sind, Infolge der weitgehenden Vermeidung jeglicher Antriebsungleichförmigkeiten beim erfindungsgemäßen Verfahren ruft die an sich unvermeidliche ungleiche Abstimmung der Drehschwin- -gungsaufnehmer hinsichtlich Eigenfrequenz und Dämpfung nicht mehr in dem Maße wie. bisher Amplituden- bzw. Phasenverzerrungen hervor. Durch das erfindungsgemäße Verfähren sind aber auch während des Prüfvorganges die durch die Fehler des Antriebssystems bedingten Schwingungen des Gerätes, insbesondere Torsionsschwingungen und durch Schwingungen hervorgerufene Achs#4abstandsänderungen, in weitgehendem Maße vermieden, so daß insgesamt die registrierten Meßergebnisse eine wesentlich größere Sicherheit und Aussagekraft besitzen.
  • Bei dem Einflankenwälzprüfgerät zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann bei Anordnung von drei Reibscheiben die Zwischenscheibe mit geringstem baulichen Aufwand von den übrigen außer Eingriff gebracht werden, so daß der Prüfvorgang im Auslauf vorgenommen werden kann.
  • Dabei ist die mit der ersten Spindel verbundene Reibscheibe als Schwungmasse ringförmig ausgebildet und nimmt in ihrem Inneren den ersten Drehschwingungsaufnehmer auf. Dadurch soll eine möglichst kurze Baulänge der ersten Spindel erreicht werden, wodurch eventuelle, vom am unteren Ende der Spindel befestigten Drehschwingungsaufnehmer hervorgerufene Unwuchtschwingungen weitgehend infolge größerer Steife vermieden werden. Die Anordnung der Oldham-Kupplung zur Verbindung der ersten Spindel mit der Schwungmasse bezweckt weiterhin eine möglichst querkraftfreie Ubertragung der Drehbewegung auf die erste Spindel sowie eine Fernhaltung etwaiger noch verbliebener Ungleichförmigkeiten infolge Unwucht der Schwungmasse usw Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
  • In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen: Fig. 1 einen schematisierten Längeschnitt durch ein Einf lank enwälzprüfg erät g emäf3 der Erfindung und Fig. 2 den Schnitt nach Linde II-II der Fig.
  • die Erfindung nicht unmittelbare betreffende Teile weggelassen wurden.
  • Das Eiuflankeiwälzprüfgerätbesteht aus einem Gehäuse 1, in welchem eine Lagerung 2 für eine erste Spindel 3 befestigt ist.
  • Weiterhin wiegt das Gehäuse 1 eine Schlittenführung 4 für die Aufnahme eines mit einer nicht dargestellten Gewindespindel verstellbaren Schlitten 5 auf. In diesem Schlitten 5 ist eine weitere Lagerung 6 für eine zweite Spindel 7 befestigt.
  • Die Spindeln3 und 7 dienen der Aufnahme von zwei zu prüfenden Zahnrädern 8, 9, wobei die Spannmittel nicht gezeichnet sind Am unteren Ende der Spindel 3 ist ein seismischer Drehschwingungsaufnehmer 10 bekannter Bauart befestigt. Dieser ist umgeben von einer ringförmigen Schwungmasse 11, welche über einen Flansch 12 in einem vom Gehäuse 1 getrennten Gestell 1.1 gelagert ist. Die Schwungmasse 11 ist durch eine Oldham-Kupplung 13 mit der ersten Spindel 3 querkraftfrei verbunden. Sie ist gleichzeitig die Abtriebs-Reibscheibe eines Reibscheibengetriebes, welches noch eine Zwischenscheibe 14 sowie eine Antriebs-Reibscheibe 15 aufweist. Dabei ist die Zwischenscheibe 14 in einem Steg 16 gelagert (siehe Fig. 2), welcher von Führungslagern 17 axial verschiebbar aufgenommen ist. Der Steg 16 steht weiterhin unter der Wirkung einer am Gestell 101 befestigten Zugfeder 18. Am anderen-Ende des Steges 16 liegt über einen Stift 19 ein Hebel 20 an, welcher in Richtung eines Pfeiles 21 durch ein nicht gezeichnetes Handrad verstellbar ist.
  • Die Äntriebs-Reibscheibe 15 ist über einen Lagerflansch 22 im Gestell 1.1 drehbar gelagert und direkt mit dem Wellenstumpf eines Antriebsmotors 23 verbunden.
  • Die von der Lagerung 6 aufgenommene zweite Spindel 7 weist an ihrem oberen Ende ein Wirbelstrombremssystem 24 sowie einen weiteren seismischen Drehschwingungsaufnehmer 25 auf.
  • Die beiden seismischen Drehschwingungsaufnehmer 10 und 25 sind in bekannter Weise so zusammengeschaltet, daß das Übersetznngsverhältnis der zu prüfenden Zahnräder 8, 9 im Meßergebnis berücksichtigt wird und außerdem vom Meßergebnis des seismischen Drehschwingungsaufnehmers 25 die vom seismischen Drehschwingungsaufnehmer 10 gemessenen Antriebsungleichförmigkeiten in Abzug gebracht werden.
  • Die Wirkungsweise ist wie folgt: Bei Inbetriebnahme des Antriebsmotors 23 wird über die Reibscheibe 15 und die anliegende Zwischenscheibe 14 der Schwungmasse 11 eine Drehbewegung erteilt, Diese wird mittels der Oldham-Kupplung 13 querkraftfrei auf die erste Spindel 3 übertragen, wodurch die im Eingriff befindlichen Zahnräder 8, 9 sowie die zweite Spindel 7 in Rotation versetzt werden0 Nach Beendigung des Anlaufvorganges wird der Hebel 20 in Richtung des Pfeiles 21 verstellt, wodurch über Stift 19 der Steg 16 eine Axialverschiebung gegen die Wirkung der Zugfeder 18 erhält. Dadurch wird die Zwischenscheibe 14 außer Eingriff von der Schwungmasse 11 sowie der Antriebs-Reibscheibe 15 gebracht; das Antriebssystem ist von den zu prüfenden Zahnrädern 8, 9 getrennt, In dieser Stellung kann der Antriebsmotor 23 abgeschaltet werden. Desgleichen wird das Wirbelstrombremssystem 24 auf der zweiten Spindel 7 zur Sicherung der Flankenanlage in Wirkung gebracht und die e seismischen Drehschwingungsaufnehmer 10, 25 mit ihren Schaltungen und Registriergeräten eingeschaltet.
  • Während des nun einsetzenden Prüfvorganges erhalten die zu prüfenden Zahnräder 8, 9 ihre Drehbewegung aus der Schwungenergie der rotierenden Schwungmasse 11, die über die Oldham-Kupplung 13 querkraftfrei auf die erste Spindel 3 übertragen wird. Diese Drehbewegung wird von dem Wirbelstrombremssystem 24 langsam abgebremst. Sie ist weitgehend fehlerfrei von irgendwelchen Ungleichförmigkeiten, da der Einfluß des Antriebsmotors 23 einschließlich des elektrischen Netzes sowie des Reibanheibengetriebes ausgeschaltet ist. Etwaige noch vorhandene UngleichBörmigkeiten werden von dem seismischen Drehschwingungsaufnehmer 10 registriert.
  • Das Meßergebnis des seismischen Drehschwingungsaufnehmers 25 setzt sich aus den durch die Verzahnungsfehler der zuprüfenden Zahnräder 8, 9 bedingten Ungleichförmigkeiten sowie den etwaigen, noch vorhandenen Antriebsungleichförmigkeiten zusammen. Diese werden, wie schon erläutert, vom seismischen Drehschwingungsaufnehmer 10 registriert und mit Hilfe der elektrischen Schaltung vom Meßergebnis des seismischen Drehschwingungsaufnehmers 25 abgezogen.
  • Aus der Beschreibung der Wirkungsweise des dargestellten Einflankenwälzprüfgerätes erklärt sich sofort der allgemeine Gedanke des erfindungsgemäßen Verfahrens. Bei diesem ist wesentlich, daß das Antriebssystem während des Prüfvorganges von den zu prüfenden Zahnrädern 8 9 getrennt wird, um während des Prüfvorganges die Antriebsungleichförmigkeiten und Schwingungen in einem weitestgehenden Maße auszuschliessen. Nur bei einer derartig weitgehenden Verringerung der Antriebsungleichförmigkeiten ist deren vollständige Kompensation durch die elektrische Schaltung der seismischen Drehschwingungsaufnehmer 10, 25 infolge deren ungleicher Abstimmung möglich, wodurch genaueste Meßergebnisse erreichbar sind. Dabei ist es unerheblich, daß wahrend des Prüfvorganges die Drehzahl der Zahnräder 8, 9 geringfügig abfällt, da der Prüfvorgang in der Regel nach wenigen Umdrehungen der Zahnräder 8, 9 beendet ist und darüber hinaus der Drehzahlabfall von beiden seismischen Drehschwingungsaufnehmern 10, 25 registriet wird.
  • Aus Vorstehendem erhellt auch, daß das erfindungsgemäße Verfahren nicht an ein Antriebssystem mit einem Reibscheibengetriebe gebunden ist. Dieses ist zwar besonders günstig, es sind aber noch weitere auskuppelbare Getriebe anwendbar.
  • Weiterhin ist das erfindungsgemäße Verfahren nicht von der Verwendung von seismischen Drehsohwingungsaufnehmern 10, 25 abhängig. Es ist auch der Einsatz anderer Bauarten von Drehschwingungsaufnehmern möglich. Dieses trifft z. B. für Kreisel-Drehschwingungsaufnehmer zu, die sich aus einem federgefesselteh, kardanisch aufgehängten Kreisel zusammensetzen, wobei die Veränderungen der Präzessionsauslenkung des Kreisels ein Maß für die (absoluten) Drehungleichförmigkeiten des Meßobjektes sind.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    'verfahren zum Prüfen von Zahnrädern durch Einflankenabwälzung, wobei ein Zahnrad durch einen Antrieb eine Drehbewegung erhält und die Abtriebsdrehbewegung des zweiten Zahnrades mit der Drehbewegung eines Bezugssystems verglichen wird, welches aus den Zahnrädern zugeordneten Drehschwingungsaufnehmern besteht, dadurch g9kennzeichnet, daß während des Pruorganges der Antrieb (14; 15; 23) von den Zahnrädern (8; 9) getrennt wird.
  2. 2. Einflankenwälzprüf gerät zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit zwei Spindeln für die Aufnahme der zu prüfenden Zahnräder, wobei die erste Spindel über ein Reibscheibengetriebe mit einem Antriebsmotor und die zweite Spindel mit einer Bremse in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß das Reibscheibengetriebe drei Reibscheiben CII; 14; 15) aufweist, deren Zwischenscheibe (14) von den beiden übrigen Reibscheiben (11; 15) außer Eingriff bringbar ist.
  3. 3. Einflankenvwälzprüfgerat nach Anspruch 2, wobei die mit der ersten Spindel verbundene Reibscheibe des Reibscheibengetriebes als Schwungmasse ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwungmasse (11) eine Ringform besitzt und in ihrem Inneren der der ersten Spindel (3) zugeordnete Drehschwingungsaufnehmer (10) angeordnet ist.
  4. 4. Einflankenwälzprüfgerät nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbindung der ersten Spindel (3) mit der Schwungmasse (11) eine Oldham-Kupplung (13) vorgesehen ist,
DE19691955321 1968-11-29 1969-11-04 Verfahren und Einflankenwaelzpruefgeraet zum Pruefen von Zahnraedern Pending DE1955321A1 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD13631968 1968-11-29
GB8771/69A GB1224411A (en) 1968-11-29 1969-02-18 Improvements in and relating to a method of and a device for testing gear wheels

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1955321A1 true DE1955321A1 (de) 1970-06-18

Family

ID=25747211

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19691955321 Pending DE1955321A1 (de) 1968-11-29 1969-11-04 Verfahren und Einflankenwaelzpruefgeraet zum Pruefen von Zahnraedern

Country Status (3)

Country Link
CH (1) CH492197A (de)
DE (1) DE1955321A1 (de)
GB (1) GB1224411A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19732124A1 (de) * 1997-06-25 1999-02-04 Kuesel Mailaender Katharina Verfahren und Vorrichtung zum Prüfen von Zahnrädern
DE102024120323A1 (de) 2023-08-25 2025-02-27 Sew-Eurodrive Gmbh & Co Kg Zahnradprüfmaschine mit Zahnrad

Families Citing this family (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
IT1091619B (it) * 1977-11-25 1985-07-06 Rtm Inst Res Tech Mec Apparecchio per il collaudo dinamico di ingranaggi
DE19912921B4 (de) * 1998-08-18 2005-01-27 Wolfgang Linnenbrink Meßvorrichtung zur Qualitätsprüfung von Zahnrädern und Zahnwellen
US6227032B1 (en) * 1998-12-29 2001-05-08 Ford Global Technologies, Inc. Surface durability roll tester
RU2193177C1 (ru) * 2001-09-12 2002-11-20 Государственное унитарное предприятие Всероссийский научно-исследовательский институт тепловозов и путевых машин Устройство для испытания на прочность зубчатых колес и их элементов
RU2247959C1 (ru) * 2003-08-12 2005-03-10 ГОУ ВПО Воронежский государственный архитектурно-строительный университет Способ экспериментального исследования ударных процессов в прямозубых цилиндрических передачах
RU2289112C1 (ru) * 2005-10-19 2006-12-10 Федеральное государственное унитарное предприятие Всероссийский научно-исследовательский и конструкторско-технологический институт подвижного состава Министерства путей сообщения Российской Федерации (ФГУП ВНИКТИ МПС России) Способ и устройство нагружения зубьев зубчатых колес при испытаниях на изгибную прочность и выносливость
IT1401984B1 (it) * 2010-09-28 2013-08-28 Università Degli Studi Di Bergamo Banco di prova per ruote dentate
CN106979862A (zh) * 2017-03-31 2017-07-25 苏州亚思科精密数控有限公司 一种用于齿轮检测的自动化工装

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19732124A1 (de) * 1997-06-25 1999-02-04 Kuesel Mailaender Katharina Verfahren und Vorrichtung zum Prüfen von Zahnrädern
DE19732124C2 (de) * 1997-06-25 2003-04-17 Kuesel Mailaender Katharina Verfahren zum Prüfen eines Zahnrades sowie einer Zahnstange und Vorrichtung zum Prüfen eines Zahnrades
DE102024120323A1 (de) 2023-08-25 2025-02-27 Sew-Eurodrive Gmbh & Co Kg Zahnradprüfmaschine mit Zahnrad
WO2025045448A1 (de) 2023-08-25 2025-03-06 Sew-Eurodrive Gmbh & Co Kg Zahnradprüfmaschine mit zahnrad

Also Published As

Publication number Publication date
GB1224411A (en) 1971-03-10
CH492197A (de) 1970-06-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3612038C2 (de)
DE4219318C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen des Kontaktwinkels von Kugellagern
DE3736983A1 (de) Verfahren und einrichtung zur drehmomentmessung
EP0218942B1 (de) Verfahren zur Bestimmung des Reibmomentes eines Messlagers
EP0756165B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Kalibrierung von Drehmoment-Messeinrichtungen
DE102013101375A1 (de) Gelenkwellen-Auswuchtmaschine und Auswuchtverfahren
DE2107790C3 (de) Vorrichtung zur Ermittlung der Auswuchtwerte eines Fahrzeugrades
DE1955321A1 (de) Verfahren und Einflankenwaelzpruefgeraet zum Pruefen von Zahnraedern
DE102011116695B4 (de) Vorrichtung zum Einpressen und Auswuchten von Gelenkwellen oder Gelenkwellensträngen
DE2215002A1 (de) Auswuchtmaschine
DE2704320C3 (de) Einrichtung zur Bestimmung des Torsionswinkels eines Rotationsviskosimeters
DE3002682A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur massenungleichfoermigkeitsmessung an einem rotor, insbesondere kreisel
DE2114770B1 (de) Vorrichtung zum Auswuchten von Unwuchtkörpern
DE1698164C2 (de) Auswuchtmaschine mit mechanischem Rahmen
DE2701876C3 (de) Vorrichtung zum Messen der Unwuchten von Rotoren, insbesondere von Fahrzeugrädern
DE19925407A1 (de) Einrichtung und Verfahren zum Messen der dynamischen Torsionseigenschaften einer Dämpferanordnung
DE2326582C2 (de) Drehmomentmeßvorrichtung in einem Zahnräderuntersetzungsgetriebe
DE2612911C3 (de) Vorrichtung zur Prüfung von Wälzlagern
DE1199518B (de) Vorrichtung zum Messen der Unwucht von Rotoren
DE20008814U1 (de) Umlaufbiegeprüfmaschine
DE2947696A1 (de) Bremsdynamometer
DE3490680C2 (de) Vibrationsrheometer
DE3726233A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum ausgleich von drehwinkelfehlern in zahnradgetrieben
DE4122422C1 (en) Measuring periodic axial forces on differential gearing - using real=time filtering of axial force amplitude by bandpass filter triggered by shaft rotation frequency
EP0652416A1 (de) Zweiachsiger Wendekreisel mit federnden Gelenkteilen