DE3732186A1 - Propulsionsanordnung fuer gleitboote - Google Patents
Propulsionsanordnung fuer gleitbooteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Propulsionsanordnung für Gleit
boote, insbesondere seegehende Gleitboote mit Kielungswinkel
und Doppelpropulsionsanlage.
Zum Antrieb schneller Boote, die in der Überzahl Gleitboot
rümpfe haben, werden in erster Linie nicht kavitierende Propel
ler benutzt. Dabei haben sich die Anlagen mit schräger Welle,
Wellenböcken und wassergeschmierten Lagern durchgesetzt. Der
Propeller muß einen relativ großen Abstand zur Außenhaut des
Bootes haben, um Schwingungen zu vermeiden, wodurch der Propel
lerwellenwinkel erhöht wird. Die resultierende Schräganströ
mung des Propellers führt zu Propellerschaftsschwingungen,
starker Geräuschbildung und frühen Kavitationserscheinungen.
Der Propellerschaftwinkel erreicht oft bis zu 14°, um eine An
triebsverbindung zu einem vorgesetzten Motor mit direkter
Welle zu ermöglichen, während an sich 10° nicht überschritten
werden sollten.
Bei sehr hohen Geschwindigkeiten kavitieren die Propeller
mit Schubabfall und Drehzahlsteigerung und sehr hohem
Wirkungsgradabfall und Materialzerstörung. Die Kavitation
setzt dem Propeller eine Geschwindigkeitsgrenze, die etwa bei
40 bis 50 Knoten liegt. Für höhere Geschwindigkeiten werden
sogenannte überkavitierende Propeller benutzt, die gute
Wirkungsgrade bei sehr hohen Geschwindigkeiten erreichen
können. Diese Propeller haben aber im Langsamfahrbereich
(besonders bei Anfahr-Widerstandsgeschwindigkeit) sehr nie
drige Wirkungsgrade und können für schwerere Boote bei der für
Hochgeschwindigkeit nötigen Motorleistung nicht den nötigen
Schub zum Anfahren aufbringen, mit der Folge, daß diese
Fahrzeuge auf andere Weise sozusagen angeschoben werden
müssen. Ventilierte und halbgetauchte Propeller zeigen ähnli
che Unzulänglichkeiten und eignen sich deshalb nur zur Anwen
dung in Sportbooten.
Zum Antrieb von Gleitbooten finden zunehmend Wasserstrahl
antriebe Anwendung. Damit können hohe Geschwindigkeiten ge
fahren werden. Die erreichbaren Wirkungsgrade, besonders bei
Hochgeschwindigkeit, sind denen von Propelleranlagen ähnlich.
Beim Anfahren und Langsamfahren sind die Wirkungsgrade jedoch
viel niedriger als beim Propeller, was für die Gleitboote mit
Anfahr-Widerstand besonders nachteilig ist. Außerdem haben die
handelsüblichen Wasserstrahlantriebe noch weitere Nachteile,
die bis zur Funktionsunfähigkeit führen können. Gleitboote für
Hochseebetrieb werden mit Spritzleisten unter der Gleitfläche
ausgerüstet, um das Seeverhalten bei Geschwindigkeit zu verbes
sern. Dadurch werden beim Fahren im Seegang größere Luftmengen
entlang der Gleitfläche transportiert, die in den Wasserstrahl
antrieb eingesaugt werden und zum Abriß des Zustromes führen
und den Impeller außer Aktion setzen, den Motor hochdrehen
lassen und so zu unregelmäßigem Arbeiten des Antriebs und
Schäden in der Gesamtantriebsanlage durch Leistungsabnah
meschwankungen führen. Die meisten Wasserstrahlantriebe sind
deshalb in kleinen, schnellen Hochseebooten nicht anwendbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Propulsions
anordnung für Gleitbootantriebe zu schaffen, mit der eine Opti
mierung des Zusammenwirkens von Bootskörper und Propulsionsor
gan erzielt und somit höhere Propulsionswirkungsgrade erreicht
werden.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst worden,
daß die Gleitfläche im Hinterschiffs-Bereich wenigstens einen
nach unten offenen Tunnel aufweist, in dem ein Propulsionsor
gan unter dem Ende der Gleitfläche teilweise versenkt angeord
net ist, daß der Tunnelquerschnitt am Ort des Propulsionsor
gans der Propulsionsorgan-Querschnittsfläche mit kleinem Spiel
raum angenähert und etwa halbkreisförmig ausgebildet ist und
daß der Tunnel in die Gleitfläche eingelassen ist, angenähert
in Stromlinienrichtung liegt und sich bei etwa gleichbleiben
der Breite nach vorn hin im Querschnitt verjüngt.
Bei dieser Propulsionsanordnung nach der Erfindung wird
das Propulsionsorgan, beispielsweise ein Propeller oder ein
Impeller einer Axialpumpe, in einem Tunnel am Bootsende ange
ordnet. Dieser Tunnel ist in den Schiffsboden eingelassen, hat
nach vorn reduzierte Querschnittsflächen und hinten eine dem
Propulsionsorgan angepaßte Form eines Halbrohres, in dem bei
spielsweise ein Propeller etwa zur Hälfte eingelassen ist. Der
Wasserzufuhrkanal des Tunnels erstreckt sich über eine Länge
von etwa 2 bis 5 Propellerdurchmessern vor dem Propeller und
gewinnt in seiner Strömungslaufrichtung Querschnittsfläche,
bis er an seinem Ende den halben Propeller aufnehmen kann. Da
bei wird das Wasser in dem Tunnel so geführt, daß keine loka
len Unterdruckgebiete bei der Durchströmung entstehen, die zu
unerwünschten Vertrimmungen des Bootes führen könnten. Das
wird durch die besondere Formgebung des Tunnels erreicht, der
in Stromlinienrichtung liegt, und der den Druckanstieg unter
der Gleitfläche möglichst wenig stört und so am Ort des Propul
sionsorgans ein Gebiet erhöhten Druckes beibehält. Dabei er
fährt das Propellerzustromwasser keine oder nur minimale Umlen
kungen, um die Strömungsverluste minimal zu halten. Die zusätz
lichen Wasserkontaktflächen, die die Tunnelbildung mit sich
bringt, werden minimal gehalten, um Reibungsverluste zu mini
mieren.
Diese neue Anordnung erlaubt eine Optimierung des Zusammen
wirkens von Bootskörper und Propulsionsorgan in weitaus bes
serer Weise als bei den üblichen Propeller- und Wasserstrahl
antrieben. Dadurch werden höhere Propulsionswirkungsgrade
erreicht. Weiterhin wird eine einfachere und solidere Bauweise
mit einem geringeren Propellerwellenwinkel ermöglicht, die
Schräglagen für die Propellerwelle von unter 6° erlaubt, wo
durch viele Nachteile des Propellerantriebs ausgeschaltet wer
den. Damit wird gleichzeitig ein besserer Schutz des Propulsi
onsorgans gegen Grundberührung oder Treibgut erreicht. Die
Propulsionsanlage entsprechend der Erfindung erlaubt somit die
Konstruktion von Schiffen mit geringerem Tiefgang. Der Tunnel
bewirkt ferner einen kleineren Verdrängungsverlust des Schif
fes, als beim normalen Strahlantrieb. Im erhöhten Druck der
Gleitfläche wird die Kavitationsgefahr vermindert.
Nach Weiterbildungen der Erfindung kann der Tunnel in Längs
richtung gradlinig ausgebildet sein und wahlweise eine konkav
gekrümmte Tunnelwandung aufweisen und kann der Tunnel im Mit
tellängsschnitt in Schiffslängsrichtung einen Winkel mit der
Gleitfläche aufweisen, der nicht größer als der Trimmwinkel
bei Gleitfahrt ist.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist das Pro
pulsionsorgan ein Propeller. Der Propeller wird vorzugsweise
im Tunnel so angeordnet, daß die Einsenktiefe der Propel
lerscheibenfläche in die Gleitfläche durch die Propellerflügel
zahl bestimmt ist in der Art, daß beim Einfahren eines Flügels
in den Tunnel gleichzeitig ein anderer Flügel aus dem Tunnel
ausfährt. Das entspricht einem Tunnelteilumfang von einem oder
mehreren Propellerumfangs-Teilabschnitten, wobei sich die Teil
abschnitte aus dem Propellerumfang - geteilt durch die je
weilige Flügelzahl - ergeben, und wobei sich die Werte für ver
schiedene Flügelzahlen für die dem Halbkreis nächstkommende
Tunnelquerschnittsfläche wie folgt ergeben: für Dreiflügler
240°, für Vierflügler 180°, für Fünfflügler 144° und 216° und
für Sechsflügler 180° und 240° Tunnelteilumfang.
Nach anderen Weiterbildungen der Erfindung können die Pro
pellerflügel einen starken Rückschwung aufweisen, können zwei
kontra-rotierende Propeller verwendet werden und kann der Pro
peller in dem Bereich des freien Wasserstroms unter der Gleit
fläche in Fortführung seiner Ummantelung durch den Tunnel um
mantelt sein. Bevorzugt wird bei dieser Ausführung der Propel
ler über eine schräge Welle mit Wellenbocklager angetrieben,
wobei sich der Vorteil ergibt, daß die Anordnung einen kleinen
Wellenschrägwinkel aufweist.
Zum Einsatz für Hochgeschwindigkeitsschiffe ist die Erfin
dung so weitergebildet, daß das Propulsionsorgan der Impeller
einer Axial- oder Halbaxial-Pumpe ist, deren Gehäuse dem Tun
nel so angepaßt ist, daß der Wasserzustrom etwa zur Hälfte
durch den Tunnel erfolgt und stufenlos in die Pumpe übergeht,
daß die Eintritts-Querschnittsfläche in das Pumpengehäuse klei
ner ist als die Impellerscheibenfläche, daß am Ende des Pumpen
gehäuses zur Beschleunigung des austretenden Wasserstrahles
eine Düse angeordnet ist, und daß hinter dem Impeller zur Strö
mungsgleichrichtung Leitbleche angeordnet sind, die gleichzei
tig zur Halterung des Impellerlagers dienen.
Hier wird also anstelle des Propellers eine Axial- oder
Halbaxial-Pumpe verwendet mit Strömungsstau bei Hochgeschwin
digkeit, so daß keine Geschwindigkeitsbegrenzung durch Kavita
tion besteht, ähnlich wie beim Wasserstrahlantrieb.
Die Propulsionsanlage entsprechend der Erfindung wird
durch Lufteinbrüche nicht stärker beeinträchtigt als ein übli
cher Propellerantrieb, weil der Wasserzustrom zum Beispiel zu
einem Impeller nicht von den Saugdrücken der Pumpe abhängig
ist, sondern unter dem Druck der Gleitfläche im Tunnel er
folgt. Die durchlaufenden Luftblasen werden nur geringe Schub
schwankungen erzeugen, die kaum einen Einfluß auf das System
haben.
Ein weiterer Nachteil des Wasserstrahlantriebs bei Gleit
booten ist, daß der Wasserstrahlantrieb beim Anfahren hohe
Saugkräfte unter dem Schiffsboden erzeugt, die zu einer stark
hecklastigen Vertrimmung führen, wobei der Anfahrwiderstand
beträchtlich erhöht wird. Diese Erscheinung wird noch weiter
erhöht durch die Konfiguration der Wasserstrahlanlage mit der
Ansaugöffnung unter dem Gleitboden und dem Strahlaustritt über
oder in Höhe der Schwimmwasserlinie. Eine Impulsbetrachtung
(Anwendung des Impulssatzes) ergibt dabei eine Kraft mit einer
Vorwärtskomponente (erwünschte Schubkraft) und eine abwärtsge
richtete Kraftkomponente, die von der Formgebung des Zustrom
rohres abhängt. Bei den bekannten Anlagen liegt diese Abwärts
kraftkomponente in der Größenordnung der Schubkraft (für 45°
Zustromwinkel, oder zumindest 50% der Schubkraft für 25°
Zustromwinkel). Eine starke hecklastige Vertrimmung ist die
Folge mit starkem Widerstandszuwachs. Der Anfahrvorgang ähnelt
einem Sprung aus dem Wasser und benötigt große Überleistung.
Die Propulsionsanlage entsprechend der Erfindung weist die
se Erscheinung nicht auf, weil der Wasserzufuhrstrom im Ein
lauf-Halbtunnel nicht nach oben umgeleitet wird. Die geringe
Strahlablenkung nach unten durch die Austrittsdüse gleicht die
Kräfte der beim Anfahren oder Langsamfahrt entstehenden Unter
druckgebiete vor der Axialpumpe größtenteils aus. Bei Hochge
schwindigkeit werden die Saugdrücke vor der Pumpe verschwinden
und durch den Aufstaudruck überlagert werden und somit eine
Auftriebskraft erzeugen.
Ferner sind die Reibungskräfte und Umlenkverluste im übli
chen Wasserstrahlantrieb beträchtlich höher und reduzieren den
Gesamtwirkungsgrad. Die Propulsionsanlage entsprechend der Er
findung dagegen hat weit weniger Oberflächen im Wasserkontakt,
da der Tunnel auch gleichzeitig Schiffsboden und Gleitfläche
ist und durch die hohle Form nur eine kleine zusätzliche Ober
flächenvergrößerung zu verzeichnen ist. Das Gehäuse der Axial
pumpe kann mit minimaler Oberfläche entworfen werden, und die
Außenoberflächen sind nur im unteren Bereich umströmt.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist das Mantelgehäu
se des Mantelpropellers oder das Pumpengehäuse des Impellers
an den Spiegel des Gleitbootes in Flucht des Tunnels von hin
ten angesetzt.
Nach einer anderen Weiterbildung sind vor dem Impeller
Leitbleche angeordnet, die dem einfließenden Wasser einen sol
chen Vordrall geben, daß der austretende Düsenstrahl bei Fahrt
mit Entwurfsgeschwindigkeit annähernd drallfrei ist.
Nach einer weiteren Weiterbildung der Erfindung sind in
die Düse konische Einsatzringe einsetzbar, die der Form des
Düsenaustritts stromlinienförmig angepaßt sind und den Düsen
endquerschnitt verkleinern. Dadurch wird der Druck in der Pum
pe und der Aufstaudruck der Strömung vor der Pumpe erhöht, um
den Impeller bei erhöhter Austrittsstrahlgeschwindigkeit zu
höherer Leistungsaufnahme zu zwingen oder um Kavitationser
scheinungen in der Pumpe zu verhindern und so eine bessere An
passung des Propulsionsorgans an die Schiffswiderstandscharak
teristik zu erreichen. Diese Ausbildung bietet den weiteren
Vorteil, daß Boote, die mit einer Propulsionsanlage nach der
Erfindung ausgerüstet sind, die aber keine Düsenverstellung
benötigen, nach der Probefahrt durch den Einbau von konischen
Einsatzringen in den Düsenaustritt "nachgetrimmt" werden kön
nen, um eine bessere Anpassung der Pumpencharakteristik an das
fertige Schiff zu erreichen.
Weiterhin kann im Endbereich der Düse ein Nabenschwanzko
nus in Axialrichtung verschiebbar angeordnet sein, wodurch der
Düsenaustrittsquerschnitt veränderbar ist.
Nach einer anderen Weiterbildung kann die Düsenquer
schnittsveränderung von kreisförmig auf quadratisch durch ver
stellbare Endplatten erfolgen, wobei der Bereich der Quer
schnittsveränderung einen negativen Druckgradienten aufweist,
also der kleinste Querschnitt stets der Austrittsquerschnitt
ist. Dabei können die vertikal angeordneten Endplatten hinter
der Düse um vertikale Achsen verstellbar und als Strahlruder
ausgebildet sein.
Eine Strahleinengung durch Düsenverstellung bei steigender
Fahrt kommt im Effekt einer Flügelsteigungserhöhung eines Pro
pellers gleich. Die Propulsionsanlage nach der Erfindung mit
verstell- oder regulierbarer Düsenstrahl-Austrittsflächenvaria
tion wird darum eine Leistungscharakteristik wie ein Verstell
propeller aufweisen, ohne jedoch die aufwendige und komplizier
te Flügelverstellkonstruktion des Verstellpropellers zu benöti
gen. Damit kann der Widerstands-Hump eines Gleitbootes wir
kungsvoller durchfahren werden, wobei immer ein möglichst gro
ßer Strahlquerschnitt gewählt wird.
Nach einer anderen Ausbildung der Erfindung kann die hinter
dem Pumpengehäuse angeordnete Düse ein sphärisch ausgebildetes
Düsengehäuseteil aufweisen, das auf einem angepaßten Pum
pengehäuseteil schwenkbar angeordnet ist.
Die vor dem Impeller angeordneten Leitbleche können weiter
hin zur Achse vorwärts gepfeilt sein. Damit können die Leitble
che gleichzeitig zur Abweisung von Treibgut dienen, das dann
entlang der Leitblecheinlaufkanten nach unten und seitlich ab
fließen kann.
Weiterhin kann die Axialpumpe ein Tandemimpeller-Paar auf
weisen und können Leitbleche derart angeordnet sein, daß auch
hier der Abstrom hinter dem hinteren Impeller bei Entwurfsge
schwindigkeit drallfrei ist, wobei die Leitbleche gleichzeitig
zur Propellerlager-Halterung ausgebildet sind.
In einer weiteren Sonderausführung für Gleitboote, die bei
relativ kleineren Geschwindigkeiten nahe der sogenannten Hump-
Widerstands-Geschwindigkeit operieren, werden am hinteren Ende
der Gleitflächen beiderseits des Tunnels übliche Staukeile an
geordnet, um eine Druckerhöhung der Gleitfläche am Spiegel zu
erreichen und gleichzeitig einen höheren Druckaufstau vor der
Pumpe zu erzielen. Der Zufluß zur Pumpe wird dadurch verbes
sert und die hecklastige Vertrimmung des Gleitbootes in diesem
Geschwindigkeitsbereich, bei der das Gleiten gerade einsetzt,
wird damit ausgeglichen und somit der Fahrtwiderstand vermin
dert.
Ausführungsbeispiele der Erfindung, aus denen sich weitere
erfinderische Merkmale ergeben, sind in der Zeichnung darge
stellt. Es zeigen
Fig. 1-3 eine erste Ausführung der Erfindung mit Wasser
zufuhrtunnel und angepaßtem Propeller in Heckan
sicht, Seitenansicht und Unteransicht,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch ein Boot mit einer zweiten
Ausführung mit einer Axialpumpe,
Fig. 5 einen teilweisen Längsschnitt durch den hinteren Be
reich eines Bootes mit einer Antriebsanlage entspre
chend Fig. 4 mit Düsenaustritts-Querschnittsverstel
lung,
Fig. 6 einen Längsschnitt durch eine Antriebsanlage ent
sprechend Fig. 4 mit quadratischer Enddüse und Aus
trittsstrahlverstellung,
Fig. 7 einen Längsschnitt durch eine Antriebsanlage ent
sprechend Fig. 4 mit einem Düsenaustritts-Einen
gungskonus,
Fig. 8 einen Längsschnitt durch eine Antriebsanlage mit
Axialpumpe und Düse und vorgeschalteten Dralleit
blechen und
Fig. 9a und 9b eine Antriebsanlage mit einer Steuerdüse
gemäß Fig. 8 in Seitenansicht und Unteransicht.
Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen eine Propulsionsanordnung für
ein langsameres Boot 1, das hier zur Vereinfachung im Halb
schnitt dargestellt ist. Die Gleitfläche des Schiffsbodens ist
mit 8 bezeichnet und hat einen Kiel 4. In der Gleitfläche ist
ein Tunnel 2 mit seitlichen Kanten 5 und 6 derart teilweise
versenkt angeordnet, daß der Tunnelquerschnitt am Ort des
Propellers 3 halbkreisförmig ausgebildet und dem Propeller mit
kleinem Spielraum angenähert ist. Der Tunnel liegt angenähert
in Stromlinienrichtung und verjüngt sich bei gleichbleibender
Breite im Querschnitt nach vorn hin, bis sein Mantel vorn bei
16 in die Gleitfläche 8 des Bootes übergeht. Der Propeller 3
ist auf einer schrägen Propellerwelle 7 angeordnet, die ein La
ger in einem Wellenbock 9 hat. Ein Ruder 10 ist im Propeller
strom angeordnet.
Die Decke des Tunnels 2 bildet einen Winkel R mit dem
Gleitboden 8 und die Längsschnitte durch den Tunnel sind vor
zugsweise geradlinig und am Ende bei 15 vorzugsweise konkav
(von der Wasserseite betrachtet) gekrümmt, um keine negativen
Druckfelder bei der Durchströmung entstehen zu lassen.
Die in Fig. 2 bezeichneten Querschnitte B-B und C-C durch
den Tunnel sind in Fig. 1 wiedergegeben. Sie haben kein volles
Kreisprofil mehr, sondern ein abgeflachtes Profil mit vorzugs
weise konstanter Breite über die ganze Längserstreckung des
Tunnels.
Der Tunnelwinkel R ist vorzugsweise kleiner als der Gleit
boottrimmwinkel bei Fahrt. Der Propellerwellenwinkel γ
kann, je nach Getriebe- und Motoranordnung, sehr klein gewählt
werden und ist in jedem Fall kleiner als bei üblichen Propel
leranordnungen. Entsprechend der Ausrichtung nach den Stromli
nien bei Dienstgeschwindigkeit verläuft der Tunnel angenähert
parallel zur Mittschiffslängsebene des Bootes. Die seitlichen
Kanten 5, 6 des Tunnels sind mit Abrundungsradien 13, 14 ver
sehen, da unter den verschiedenen Dienstbedingungen eine gerin
ge Umströmung der Kanten nicht immer zu vermeiden ist.
Beim Ausführungsbeispiel ist ein vierflügliger Propeller
3 am Ende des Tunnels angeordnet. Durch die Annäherung des
hier kreisförmigen Tunnels an den Propeller wird das Umströmen
der Propellerblätter vermindert.
Die Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung,
bei dem das Propulsionsorgan als Axialpumpe ausgebildet ist.
Eine solche Anordnung ist vorteilhaft für Gleitboote, bei de
nen Propellergeräuschentwicklung unerwünscht ist und die sehr
hohe Geschwindigkeiten ohne Propellerkavitationsprobleme fah
ren sollen. Das Propulsionsorgan besteht hier aus einem umman
telten Impeller 22 mit Nabe 18 und Nabenschwanzkonus 19, der
im Bereich des Spiegels des Bootes hinter dem rückwärtigen
Ausgang des Tunnels 2 angeordnet und von einer nachgeschalte
ten Düse 20 umgeben ist. Auch hier wird die Antriebswelle 7
schräg in den Bootsrumpf eingeführt, wie beim Ausführungsbei
spiel nach den Fig. 1 bis 3. Zur Rückgewinnung der Drallver
luste des Impellers sind dem Impeller übliche Leitschaufeln 21
nachgeschaltet. Die Leitschaufeln 21 halten außerdem ein Wel
lenlager 17 im Zentrum des Pumpengehäuses. Vorzugsweise wird
hier ein wassergeschmiertes Radiallager vorgesehen. Die Befe
stigung der Axialpumpe mit Düse an der Spiegelplatte erlaubt
eine einfachere Herstellung und einen einfacheren Zusammenbau.
Die Bedingungen für den Tunnel sind etwa die gleichen wie
bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1-3. Das Axialpumpen-
Element ist am Ende des Tunnels in Fortsetzung desselben an
geordnet, wobei der Tunnel 2 mit einem relativ kleinen Winkel
zum Gleitboden verläuft und möglichst keine konvex gekrümmten
(zur Wasserseite ausgebeulten) Oberflächen hat und konstante
Kanalbreite bis zum Auslauf nach vorn aufweist und die Wasser
versorgung des Impellers erlaubt, ohne dabei nach unten gerich
tete Saugkräfte infolge Tunneleinströmung zu erzeugen. Solange
der Winkel, mit dem der Tunnel angeordnet ist, kleiner oder
etwa gleich dem Gleitwinkel des Bootes ist, wird das Zufuhrwas
ser unter Druck des Gleitbodens der Pumpe zugeführt und werden
damit unerwünschte Bootvertrimmungen vermieden.
Die Axialpumpe arbeitet dann in einem Gebiet erhöhten
Druckes, was Kavitationserscheinungen entgegenwirkt. Der Druck
auf den Impeller 22 wird weiterhin erhöht durch die nachge
schaltete Düse 20, die eine Querschnittsverkleinerung des aus
tretenden Wasserstrahles F-F ergibt. Durch die Strahleinengung
wird der Pumpeninnendruck wegen des Aufstaues des mit Fahrtge
schwindigkeit anströmenden Wassers vor der Pumpe erhöht. Je
stärker die Düsenkontraktion, desto höher der Pumpeninnendruck
und desto höher wird die vom Impeller übertragene Leistung.
Die Leistungsaufnahme des Impellers kann somit durch eine Ver
änderung des Düsenaustrittsquerschnittes gesteuert oder gere
gelt werden. Durch relativ kleine Düsenaustrittsquerschnitts-
Veränderungen von E-E nach F-F können stark ansteigende Drücke
im Innern der Pumpe erzeugt werden, die die Lastaufnahme erhö
hen aber auch den Kavitationserscheinungen entgegenwirken. Der
Druckanstieg ist von der Fahrtgeschwindigkeit abhängig und ist
für sehr schnelle Schiffe am wirksamsten.
Hinter der Düse 20 ist ein Ruder 10 angeordnet. Für sehr
schnelle Schiffe ist eine Doppelruderanlage mit seitlich der
Düsenstrahlen angeordneten Ruderblättern vorzuziehen. Die
Ruder kommen nur beim Ruderlegen in Wasserkontakt, bei gerader
Fahrt voraus erzeugen sie keine Reibungsverluste. Rückwärts
fahrt ist durch Umsteuern des Impellers 22 möglich. Es kann
auch eine Strahlumkehrvorrichtung, wie bei Strahlantrieben,
Anwendung finden.
Durch den Druckaufstau in der Axialpumpe entsteht ein
Gebiet erhöhten Druckes im Querschnitt D-D und auch vor der
Pumpe, wobei erhöhte Auftriebskräfte der Gleitfläche und der
Tunnelfläche erzeugt werden, die wünschenswert sind und zur
dynamischen Schiffsauftriebs-Tragkraft beitragen. Der dabei
entstehende Widerstand der Impellerummantelung muß von der
Strahlerzeugung als Zusatzwiderstand überwunden werden. Er
stellt eine relativ kleine Verlustarbeit dar, die jedoch durch
die nichtvorhandenen Zufluß-Wasserumlenkungen und Rohrreibungs
verluste eines üblichen Strahlantriebes mehr als ausgeglichen
sind.
Der Wirkungsgrad der Propulsionsanlage wird darum höher
sein, als der einer üblichen Wasserstrahl-Antriebsanlage, was
besonders bei Langsamfahrt wichtig ist für Gleitboote mit dem
bekannten Hump-Widerstand im Geschwindigkeitsgebiet, in dem
der Schwimmzustand in den Gleitzustand übergeht. Hier können
weitere Verbesserungen erreicht werden, wenn bei dieser Lang
samfahrt die Strahlquerschnittsfläche der Düse F-F durch Ver
stellung vergrößert wird, was einer Flügelsteigungsverminde
rung eines Propellers ähnlich ist.
Die Fig. 5 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel zum Ver
stellen der Düsenaustrittsfläche. Hier ist die Axialpumpe 24
mit einem axial verstellbaren Nabenschwanzkonus 23 ausgestat
tet. Beim Verschieben des Nabenschwanzkonus 23 nach hinten
wird die Strahlaustrittsfläche 25 der Düse 20 auf eine kleine
re Fläche 26 gebracht. Umgekehrt wird die Fläche beim Nachvorn
fahren des Nabenschwanzkonus 23 vergrößert. Der Flächenunter
schied hängt von der Formgebung der Düse 20 und des Naben
schwanzkonus 23 ab und kann bei einem Nabendurchmesser von 0,5
des Impellerdurchmessers bis zu 25% Flächenunterschied ausma
chen, was für eine übliche Strahlregelung ausreichend ist. Da
bei wird die Verschiebung des Nabenschwanzkonus 23 vorzugswei
se ölhydraulisch bewirkt.
Fig. 6 zeigt eine andere Möglichkeit einer Düsenaustritts-
Flächenveränderung. Die Düse ist hier so ausgebildet, daß der
kreisförmige Querschnitt am Einlauf stetig in einen rechtecki
gen oder quadratischen Querschnitt am Auslauf übergeht. Hier
sind am rückwärtigen Ende der Düse Endplatten 27, 28 angeord
net, die eine Querschnittsveränderung ermöglichen. Dabei muß
die stromlinienförmige Übergangsdüse im Bereich der Quer
schnittsveränderung G-G, H-H, I-I einen Druckabfall (negativen
Druckgradienten) erzeugen, um gute Wirkungsgrade der Düse zu
erhalten. Der Düsenaustritt I-I ist dann am Ende quadratisch
oder rechteckig. Durch Schwenken der einander horizontal
gegenüberliegenden Düsenendplatten 27, 28 kann der Düsenaus
tritt sowohl eingeengt und verstellt als auch reguliert
werden. Hinter dem Düsenaustritt sind vertikale Ruderplatten
30 angeordnet. Der Wirkungsgrad einer von runden auf quadra
tischen Querschnitt verlaufenden Düse ist bei optimaler Formge
bung, die Druckabfall bis zur Vollendung des Querschnittsüber
ganges erfordert, fast dem einer kreisförmigen Düse gleich.
Der Vorteil einer kompakteren Ruderanordnung ergibt sich hier
nebenbei. Einer Strahleinengung sind dabei keine Grenzen ge
setzt, wie es der Fall bei der Nabenschwanzkonus-Verstellung
ist.
Fig. 7 zeigt die Verwendung von konischen Einsatzringen
31. Durch diese Einsatzringe 31 wird der Austrittsstrahl der
Düse 20 eingeengt. Dabei muß der konische Einsatzring eine
stromlinienförmige Anpassung an die Düse aufweisen, damit
durch das Einsetzen keine Strömungsverluste entstehen.
Wie Fig. 7 weiter zeigt, kann die Einlaufkante 32 zur
Axialpumpe schräg von der unteren zur oberen Tunnelkante ver
laufen, wie mit 33 angedeutet, um einen besseren Schutz des
Impellers vor Treibgut zu gewährleisten, das sich dann nicht
am Düseneintritt verklemmen kann, das dann vielmehr seitlich
nach hinten abfließen kann.
Fig. 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem vor
dem Impeller 36 Leitbleche 34 zur Rückgewinnung der Drallverlu
ste angeordnet sind. Es sind eine größere Anzahl derartiger
Leitbleche über den Umfang der Axialpumpe verteilt, damit sie
zusätzlich ein Impeller-Schutzgitter bilden, mit dem verhin
dert wird, daß Treibgut vom Impeller erfaßt wird. Dabei werden
die Leitbleche der Düsenaustrittsform lateralartig angepaßt
und haben vorzugsweise eine gepfeilte Einlaufkante, um Treib
gut seitlich abzuleiten.
Die Leitbleche 34 haben eine Eintrittskante, die in Strö
mungsrichtung zeigt und eine Krümmung, ähnlich einem Strömungs
profil, die die Strömung gegen die Propellerdrehrichtung ab
lenkt, und zwar so stark, daß der Vordrall in Kombination mit
den induzierten Drallgeschwindigkeiten des Impellers einen
glatten Abstrom hinter dem Impeller ergibt, wenn das Boot bei
Dienstgeschwindigkeit operiert. Dadurch werden die sonst
auftretenden Drallverluste zurückgewonnen und eine Wirkungs
graderhöhung erreicht.
Der Anti-Drall-Leitblechring 34 wird vorzugsweise gleich
zeitig als Lagerbock mit einem Lager 35 zur Wellenlagerung
ausgebildet. Der Impeller 36 kann als Axial- oder Halb
axial-Pumpenimpeller ausgebildet sein. In dieser Zusammenstel
lung läßt sich die Pumpe mit Düse und Vorleitsystem am besten
mit minimalen Wasserkontaktflächen und kurzer Pumpe optimie
ren. Die Nabe 37 kann hier auch als Düsenstrahl-Regulierein
richtung, wie oben beschrieben, ausgebildet sein. Mit dieser
Anordnung sind sehr hohe Gesamtwirkungsgrade möglich. Dabei
ist der Impeller in bester Weise geschützt.
Fig. 9a und 9b zeigen eine Ausbildung der Austrittsdüse
der Axialpumpe als Steuerdüse, mit der eine Ruderwirkung
erzielt werden kann. Dabei ist eine sphärische Steuerdüse 41
auf einem ebenfalls sphärischen Pumpen-Gehäuse 42 schwenkbar
angeordnet. Der Impeller 43 hat hier auch sphärischen Umriß.
Die Steuerdüse 41 kann auch vertikal gesteuert und als aktives
Trimmelement benutzt werden. Die Steuerdüse 41 ist dann über
zwei Zapfen vertikal gelagert, und die Ruderkräfte werden über
einen Hebel 40 eingebracht.
Die Axialpumpe ist auch hier hinter dem Tunnel 39 an die
Spiegelplatte des Gleitbootes angeflanscht. Die Anordnung
erlaubt minimale Wasserkontaktflächen und somit beste Wirkungs
grade. Die aktive Strahlablenkung ergibt sehr starke Ruderkräf
te.
Claims (19)
1. Propulsionsanordnung für Gleitboote, insbesondere seege
hende Gleitboote mit Kielungswinkel und Doppelpropulsionsanla
ge,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gleitfläche im Hinterschiffs-Bereich wenigstens einen
nach unten offenen Tunnel aufweist, in dem ein Propulsionsor
gan unter dem Ende der Gleitfläche teilweise versenkt angeord
net ist, daß der Tunnelquerschnitt am Ort des Propulsionsor
gans der Propulsionsorgan-Querschnittsfläche mit kleinem Spiel
raum angenähert und etwa halbkreisförmig ausgebildet ist, und
daß der Tunnel in die Gleitfläche eingelassen ist, angenähert
in Stromlinienrichtung liegt und sich bei etwa gleichblei
bender Breite nach vorn hin im Querschnitt verjüngt.
2. Propulsionsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Tunnel in Längsrichtung geradlinig ist und
zum hinteren Ende hin vorzugsweise eine konkav gekrümmte
Tunnelwandung aufweist.
3. Propulsionsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Tunnel im Mittellängsschnitt in Schiffs
längsrichtung einen Winkel mit der Gleitfläche aufweist, der
nicht größer als der Trimmwinkel bei Gleitfahrt ist.
4. Propulsionsanordnung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Propulsionsorgan ein
Propeller (3) ist.
5. Propulsionsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Propeller (3) im Tunnel so angeordnet ist,
daß die Einsenktiefe der Propellerscheibenfläche in die
Gleitfläche durch die Propellerflügelzahl bestimmt ist in der
Art, daß beim Einfahren eines Flügels in den Tunnel gleichzei
tig ein anderer Flügel aus dem Tunnel ausfährt, was einen
Tunnelteilumfang von einem oder mehreren Propellerumfangs-
Teilabschnitten entspricht, wobei sich die Teilabschnitte aus
dem Propellerumfang - geteilt durch die jeweilige Flügelzahl -
ergeben, und wobei sich die Werte für verschiedene Flügelzah
len für die dem Halbkreis nächstkommende Tunnelquerschnitts
fläche wie folgt ergeben
- für Dreiflügler von 240°
für Vierflügler von 180°
für Fünfflügler von 144° und 216°
für Sechsflügler von 180° und 240°
6. Propulsionsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Propeller (3) über eine schrä
ge Welle (7) mit Wellenbocklager angetrieben ist, wobei die An
ordnung einen kleinen Wellenschrägwinkel aufweist.
7. Propulsionsanordnung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Propulsionsorgan aus
zwei kontra-rotierenden Propellern besteht.
8. Propulsionsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Propeller in dem Bereich des
freien Wasserzustroms unter der Gleitfläche in Fortführung sei
ner Ummantelung durch den Tunnel ummantelt ist.
9. Propulsionsanordung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Propulsionsorgan der Impeller
(36) einer Axial- oder Halbaxial-Pumpe ist, deren Gehäuse dem
Tunnel so angepaßt ist, daß der Wasserzustrom etwa zur Hälfte
durch den Tunnel erfolgt und stufenlos in die Pumpe übergeht,
daß die Eintritts-Querschnittsfläche in das Pumpengehäuse klei
ner ist als die Impellerscheibenfläche, daß am Ende des Pumpen
gehäuses zur Beschleunigung des austretenden Wasserstrahles
eine Düse angeordnet ist, und daß hinter dem Impeller zur Strö
mungsgleichrichtung Leitbleche angeordnet sind, die gleichzei
tig zur Halterung des Impellerlagers dienen.
10. Propulsionsanordnung nach einem der Ansprüche 8 oder
9, dadurch gekennzeichnet, daß das Mantelgehäuse des Mantel
propellers oder das Pumpengehäuse des Impellers an den Spiegel
des Gleitbootes in Flucht des Tunnels von hinten angesetzt
ist.
11. Propulsionsanordnung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Impeller (36) über eine übliche schrä
ge Welle (7) mit Wellenbocklager angetrieben ist, wobei die An
ordnung einen kleinen Wellenschrägwinkel aufweist.
12. Propulsionsanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Impeller Leitbleche an
geordnet sind, die so geformt sind, daß sie dem einfließenden
Wasser einen Vordrall gegen den Impellerdrehsinn erteilen, der
etwa so groß aber entgegengesetzt dem induzierten Drall der
Strömung hinter dem Impeller ohne Leitbleche ist, daß der aus
tretende Düsenstrahl bei Fahrt mit Entwurfsgeschwindigkeit an
nähernd drallfrei ist, wobei Impeller, Leitbleche, Pumpengehäu
se und Düse als eine kombinierte Einheit mit minimaler Wasser
kontaktfläche ausgebildet sind.
13. Propulsionsanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß in die Düse konische Einsatz
ringe einsetzbar sind, die der Form des Düsenaustritts stromli
nienförmig angepaßt sind und den Düsenendquerschnitt verklei
nern.
14. Propulsionsanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß im Endbereich der Düse ein
Nabenschwanzkonus (23) in Axialrichtung verschiebbar angeord
net ist.
15. Propulsionsanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis
14, dadurch gekennzeichnet, daß der kreisförmige Querschnitt
am Einlauf der Düse stetig in einem rechteckigen oder quadra
tischen Querschnitt am Auslauf der Düse übergeht und daß am
rückwärtigen Ende der Düse Endplatten (27, 28) schwenkbar an
geordnet sind, wobei im Bereich der Querschnittsveränderung
ein negativer Druckgradient vorhanden ist, also der kleinste
Querschnitt stets der Austrittsquerschnitt ist.
16. Propulsionsanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß hinter dem Düsenaustritt vertikale Ruderplatten
(30) um vertikale Achsen verstellbar angeordnet sind.
17. Propulsionsanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis
16, dadurch gekennzeichnet, daß die hinter dem Pumpengehäuse
angeordnete Düse ein sphärisch ausgebildetes Düsengehäuseteil
(41) aufweist, das auf einem angepaßten Pumpengehäuseteil (42)
schwenkbar angeordnet ist.
18. Propulsionsanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß die vor dem Impeller angeordneten Leitbleche zur
Achse vorwärts gepfeilt sind.
19. Propulsionsanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis
17, dadurch gekennzeichnet, daß die Axialpumpe ein Tandem-Im
peller-Paar aufweist, daß die Leitbleche zur Gleichrichtung
des Abstrahls des vorderen Impellers zwischen den Impellern
angeordnet sind und in der Strömung einen Vordrall zum hin
teren Impeller erzeugen, derart, daß der Abstrom hinter dem
hinteren Impeller bei Entwurfsgeschwindigkeit drallfrei ist,
und daß die Leitbleche gleichzeitig zur Propellerlager-Halte
rung ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873732186 DE3732186A1 (de) | 1987-09-24 | 1987-09-24 | Propulsionsanordnung fuer gleitboote |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873732186 DE3732186A1 (de) | 1987-09-24 | 1987-09-24 | Propulsionsanordnung fuer gleitboote |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3732186A1 true DE3732186A1 (de) | 1989-04-06 |
Family
ID=6336780
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873732186 Withdrawn DE3732186A1 (de) | 1987-09-24 | 1987-09-24 | Propulsionsanordnung fuer gleitboote |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3732186A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2144425C1 (ru) * | 1998-07-13 | 2000-01-20 | Закрытое акционерное общество Научно-исследовательский институт "ВНИИДРЕВ" | Сырье для изготовления гранул |
| CN108482629A (zh) * | 2018-06-08 | 2018-09-04 | 中国计量大学 | 一种用于自主式水下航行器的导流罩 |
-
1987
- 1987-09-24 DE DE19873732186 patent/DE3732186A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2144425C1 (ru) * | 1998-07-13 | 2000-01-20 | Закрытое акционерное общество Научно-исследовательский институт "ВНИИДРЕВ" | Сырье для изготовления гранул |
| CN108482629A (zh) * | 2018-06-08 | 2018-09-04 | 中国计量大学 | 一种用于自主式水下航行器的导流罩 |
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|---|---|---|---|
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