DE3731771A1 - Schluesselverfahren unter verwendung echter zufallsfolgen - Google Patents
Schluesselverfahren unter verwendung echter zufallsfolgenInfo
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- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
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- H04L9/06—Cryptographic mechanisms or cryptographic arrangements for secret or secure communications; Network security protocols the encryption apparatus using shift registers or memories for block-wise or stream coding, e.g. DES systems or RC4; Hash functions; Pseudorandom sequence generators
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- H04L9/0656—Pseudorandom key sequence combined element-for-element with data sequence, e.g. one-time-pad [OTP] or Vernam's cipher
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- H04L9/00—Cryptographic mechanisms or cryptographic arrangements for secret or secure communications; Network security protocols
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Description
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, für die Verschlüs
selung eines binären Klartextes eine echte Zufallsfolge zu
benutzen und dieselbe als Bestandteil des Geheimtextes zum
Empfänger mitzuübertragen, so daß dieser sie unter Verwen
dung eines beim Sender und Empfänger gleichen geheimen
Schlüssels zurückgewinnen kann und dadurch in die Lage
versetzt wird, den Klartext zu ermitteln.
Auf diese Weise entfällt beim Sender wie auch insbesondere
beim Empfänger die Notwendigkeit der Erzeugung von Quasi-
Zufallsfolgen mit Hilfe von rückgekoppelten Schieberegi
stern. Demgegenüber wird für die Übertragung allerdings die
zweifache Übertragungsbitrate und damit die doppelte Kanal
breite benötigt.
Zunächst wird beim Sender mit Hilfe einer Rauschquelle eine
echte Zufallsfolge erzeugt und diese mittels eines Schiebe
registers als binäre Zufallfsfolge (ZF) dargestellt
(siehe Abb. 1).
Diese binäre Zufallsfolge (ZF) wird nun mit dem ebenfalls
als Binärfolge dargestellten Klartext (KT) modulo-2 addiert,
woraus sich wiederum eine binäre Zufallsfolge ergibt, die
einen Teil des zu übertragenden Geheimtextes (GT) bildet, in
der Folge als Geheimtext 1 (GT 1) bezeichnet.
Außerdem wird die ursprüngliche Zufallsfolge (ZF) mit einem
geheimen Schlüssel (S) modulo-2 addiert, woraus sich der
2. Teil des zu übertragenden Geheimtextes (GT 2) ergibt
(siehe Abb. 2).
GT 1 und GT 2 bilden zusammen den Geheimtext GT. Um zu
verhindern, daß ein Abhörer Kenntnis von beiden Teilfolgen
erlangt und mittels modulo-2-Addition der beiden Folgen GT 1
und GT 2 die Zufallsfolge ZF eliminiert, erfolgt die Ver
knüpfung zwischen GT 1 und GT 2 mit Hilfe des geheimen
Schlüssels S nach folgendem Bildungsgesetzt: (siehe Abb. 3)
Auf ein Bit der Folge GT 1 folgt unabhängig vom entsprechenden
Bit des Schlüssels S bei einer 1 des Schlüssels S das Folge
bit innerhalb der Folge GT 1 oder bei einer 0 des Schüssels
S das letzte noch nicht übertragene Bit der Folge GT 2.
Nach diesem Bit der Folge GT 2 werden solange die Folgebits
der Folge GT 2 übertragen, bis gleich viele Bits der Folge
GT 2 wie der Folge GT 1 übertragen sind, erst dann wird
wieder das nächste Bit der Folge GT 1 übertragen.
Das darauf folgende Bit des Geheimtextes GT ist bei einer 1
des Schlüssel S wieder das nachfolgende Bit der Folge GT 1
und bei einer 0 des Schlüssels S wieder das letzte noch
nicht übertragene Bit der Folge GT 2, usw.
Auf diese Weise ergibt sich die Geheimtextfolge GT
(siehe Abb. 4).
Die Geheimtextfolge GT wird beim Empfänger mit Hilfe des
dort ebenfalls vorhandenen gleichen geheimen Schlüssels S
analog dem beschriebenen Bildungsgesetz auf der Sendeseite
(siehe Abb. 3) wieder in die beiden Teilfolgen GT 1 und GT 2
zerlegt (siehe Abb. 5).
Danach werden die Teilfolgen GT 1 und GT 2 beim Empfänger
modulo-2 addiert und es ergibt sich eine Binärfolge, die der
mathematischen Beziehung KT⊕S genügt. Nach einer weiteren
modulo-2-Addition dieser Folge mit dem geheimen Schlüssel S
ergibt sich beim Empfänger der Klartext KT (siehe Abb. 6).
Der Möglichkeit, den geheimen Schlüssel S durch Ausprobieren
zu ermitteln, kann dadurch begegnet werden, daß derselbe
ausreichend lang und für jede Teilnehmer-Teilnehmer-
Beziehung unterschiedlich gewählt wird und darüber hinaus
hinreichend oft gewechselt bzw. bei jeder neuen Geheimtext
folge mittels der zuvor übertragenen Zufallsfolge ZF neu ab
geleitet wird, so daß auch eine bitweise Berechnung des
abgeleiteten neuen Schlüssels S nur bei Kenntnis der voll
ständigen Zufallsfolge ZF möglich ist.
Die gerätemäßige Ausbildung des Verfahrens ergibt sich aus
Abb. 7.
Danach besteht das Sendeteil im wesentlichen aus der Rausch
quelle 1, den Schieberegistern 2, 3 und 4 für die Zufallsfol
ge ZF, den Schlüssel S und den Klartext KT, den modulo-2-
Addierern 5 und 6 sowie dem vom Schlüssel S gesteuerten
Multiplexer 7.
Das Empfangsteil besteht aus dem vom Schlüssel S gesteuerten
Demultiplexer 8 sowie den modulo-2-Addierern 9 und 10.
Die Synchronisierung zwischen Sender und Empfänger kann sich
auf die Markierung des Beginns der Geheimtextfolge GT be
schränken.
Claims (2)
1. Schlüsselverfahren zur Verschlüsselung von binären
Klartexten unter Verwendung echter Zufallsfolgen,
dadurch gekennzeichnet, daß die zur Verschlüsselung
verwendete Zufallsfolge (ZF) mit Hilfe eines durch einen
geheimen Schlüssel (S) gesteuerten Multiplexer als
Bestandteil des Geheimtextes gesichert zum Empfänger mit
übertragen wird, so daß dieser allein aufgrund der Kennt
nis des geheimen Schlüssels (S) in die Lage versetzt wird,
den Klartext zurückzugewinnen.
2. Multiplexer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der mit Hilfe einer echten
Zufallsfolge (ZF) verschlüsselte Klartext als Teil des zu
übertragenden Geheimtextes mit einem 2. Geheimtextanteil,
nämlich der mittels eines geheimen Schlüssels (S)
gesicherten Zufallsfolge (ZF), in Abhängigkeit vom geheimen
Schlüssel (S) so gemischt wird, daß eine Trennung der beiden
Geheimtextanteile ohne Kenntnis des geheimen Schlüssels (S)
nicht möglich ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873731771 DE3731771A1 (de) | 1987-09-22 | 1987-09-22 | Schluesselverfahren unter verwendung echter zufallsfolgen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873731771 DE3731771A1 (de) | 1987-09-22 | 1987-09-22 | Schluesselverfahren unter verwendung echter zufallsfolgen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3731771A1 true DE3731771A1 (de) | 1988-09-29 |
Family
ID=6336530
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873731771 Withdrawn DE3731771A1 (de) | 1987-09-22 | 1987-09-22 | Schluesselverfahren unter verwendung echter zufallsfolgen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3731771A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0877509A3 (de) * | 1997-05-08 | 1998-11-18 | International Business Machines Corporation | Verfahren und Vorrichtung zur Verschlüsselung/Entschlüsselung von Daten |
| DE19744913A1 (de) * | 1997-10-10 | 1999-04-15 | Markus Fleschutz | Verfahren zur probabilistischen Verschlüsselung |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1537949A1 (de) * | 1967-01-25 | 1970-02-12 | Ibm | Schaltungsanordnung zur Chiffrierung und Dechiffrierung impulsfoermig uebertragener Nachrichten |
| EP0032107A1 (de) * | 1979-12-20 | 1981-07-15 | GRETAG Aktiengesellschaft | Chiffrier/Dechiffriersystem |
| EP0089632A1 (de) * | 1982-03-19 | 1983-09-28 | Siemens Aktiengesellschaft | Verfahren und Anordnung zum Übertragen von Verschlüsselten Texten |
-
1987
- 1987-09-22 DE DE19873731771 patent/DE3731771A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (3)
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| DE1537949A1 (de) * | 1967-01-25 | 1970-02-12 | Ibm | Schaltungsanordnung zur Chiffrierung und Dechiffrierung impulsfoermig uebertragener Nachrichten |
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| DE19744913A1 (de) * | 1997-10-10 | 1999-04-15 | Markus Fleschutz | Verfahren zur probabilistischen Verschlüsselung |
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