DE3730651A1 - Verfahren zum aufbringen einer beschichtungsloesung - Google Patents
Verfahren zum aufbringen einer beschichtungsloesungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum
Aufbringen einer Beschichtung auf eine sich bewegende Bahn
und zum Trocknen der beschichteten Bahn, wie eines
lichtempfindlichen Materials.
Verschiedene lichtempfindliche photographische Materialien
und andere Materialien werden durch Aufbringen einer
Überzugszusammensetzung auf eine kontinuierliche Bahn, wie
einen Kunststoffträger oder einen Papierträger, und
anschließendes Trocknen der überzogenen Schichten
hergestellt. Diese Zusammensetzung wird im allgemeinen durch
Auflösen oder Dispergieren vorbestimmter Komponenten in
einem organischen Lösungsmittel hergestellt. Die
beschichtete Bahn wird durch Einblasen von Heißluft oder
Bestrahlung mit Infrarotlicht getrocknet. Bei solchen
Trocknungsverfahren tritt eine Explosion auf, wenn die
Konzentration des organischen Lösungsmitteldampfes hoch
wird. Deshalb wird eine große Menge Luft in den Ofen
eingeführt, und dadurch wird die Konzentration des
organischen Lösungsmitteldampfes kontrolliert, um sie auf
einem Wert, der um 1/3 niedriger als die Explosionsgrenze
ist, zu halten. Als Ergebnis wird eine große Menge Wärme
energie zum Erwärmen der Luft zur Verdünnung und zum
Veraschen einer großen Menge Abgas zusätzlich zur
Verdampfung des Lösungsmittels verbraucht. Es wurden
verschieden Versuche zur Lösung dieses Problems gemacht,
beispielsweise wurde die Gewinnung der Wärme des Abgases
unter Verwendung eines Wärmeaustauschers und ein Verfahren
unter Verwendung von Wasser als Lösungsmittel vorgeschlagen.
Andererseits ist es bekannt, daß bei einem
Trocknungsverfahren zum kontinuierlichen Beschichten eines
metallischen Streifens die Explosion des Lösungsmittels
verhindert wird, indem ein heißes inertes Gas in einen Ofen
eingeblasen wird und dadurch die Luft zur Verdünnung nicht
benötigt wird (japanische Patentanmeldung Nr. 55-36 389).
Bei diesem Verfahren wird das organische Lösungsmittel in
dem Abgas durch Kondensation getrennt, und das verbleibende
Abgas, das inert ist, wird in den Ofen zurückgeführt.
Bei der Wärmegewinnung aus Abgas unter Verwendung eines
Wärmeaustauschers beträgt die Wärmegewinnungsausbeutung
üblicherweise nur etwa 50 bis 60% und die Ausrüstungs
kosten sind hoch, weil ein großer Wärmeaustauscher notwendig
ist. Bei dem Verfahren unter Verwendung von Wasser als
Lösungsmittel wird der Verbrauch an Wärmeenergie durch
Verdampfen des Wassers erhöht. Bei dem vorstehenden
Verfahren zur Trocknung in einem inerten Gas wird die
Beschichtung gelegentlich uneben.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum
Aufbringen einer Beschichtung auf eine sich bewegende Bahn
und zum Trocknen der beschichteten Bahn zur Verfügung zu
stellen, das keine Luft zur Verdünnung benötigt, wodurch das
Zirkulationssystem des Trocknungsgases kompakt gemacht wird
und Wärmeenergie gespart wird.
Weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum
Beschichten und Trocknen einer Bahn, das eine gleichmäßig
beschichtete Bahn liefern kann, zur Verfügung zu stellen.
Weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum
Beschichten und Trocknen einer Bahn, bei dem ein organisches
Lösungsmittel in hoher Ausbeute wiedergewonnen werden kann,
zur Verfügung zu stellen.
Es wurde nun ein kombiniertes System gefunden, worin das
Beschichten und Trocknen einer Bahn in den Kammern, die mit
einem Inertgas gefüllt sind, durchgeführt wird, ein
organisches Lösungsmittel aus dem Abgas, das aus den Kammern
ausgetragen wird, gewonnen wird und danach das Abgas in die
Kammern rückgeführt wird.
Erfindungsgemäß wird deshalb ein Verfahren zum Aufbringen
einer Beschichtungslösung, enthaltend ein entflammbares
organisches Lösungsmittel, auf eine sich bewegende Bahn und
Trocknen dergleichen zur Verfügung gestellt, wobei die Vor
richtung zum Aufbringen dieser Beschichtungslösung in einer
Beschichtungskammer angeordnet ist, ein Trocknungsofen mit
der Beschichtungskammer verbunden ist, ein Inertgas in die
Beschichtungskammer und den Trocknungsofen eingespeist wird,
das Inertgas, das aus der Beschichtungskammer und dem
Trocknungsofen ausgetragen wird, gekühlt wird, um das darin
enthaltene organische Lösungsmittel zu kondensieren, und das
Inertgas in die Beschichtungskammer und den Trocknungsofen
rückgeführt wird.
Fig. 1 ist ein Fließdiagramm, das eine Aufbringungs- und
Trocknungsvorrichtung in dem erfindungsgemäßen Verfahren
zeigt.
Das entflammbare organische Lösungsmittel schließt Benzol,
Toluol, Alkohol, Aceton, Methylacetat und Methylenglycol
ein.
Die Vorrichtung zur Aufbringung der Beschichtungslösung
(Beschichtungsvorrichtung) kann für jedes Bahnmaterial
üblich sein. Diese Beschichtungsvorrichtung wird in eine
Beschichtungskammer, die durch ein geschlossenes Gehäuse
gebildet wird, um die Inertgasatmosphäre aufrechtzuerhalten,
eingebaut. Im allgemeinen wird die Beschichtungslösung auf
der Außenseite der Beschichtungskammer hergestellt und in
die Beschichtungsvorrichtung durch ein Rohr eingespeist. Das
Gehäuse wird ebenfalls mit einem Eingang und Ausgang für die
Bahn, einer Einlaßöffnung und Ausgangsöffnung für das
Inertgas, und dergleichen versehen. Die Flächen des Eingangs
und des Ausgangs werden vorzugsweise minimal gehalten, um
ein Entweichen des Inertgases zu verhindern. Der Eingang
kann unter Verwendung eines Rollen- bzw. Walzenpaars
geschlossen werden, da die Beschichtungslösung auf die Bahn,
die durch den Eingang geleitet wird, nicht aufgebracht
worden ist. Andererseits besitzt der Ausgang üblicherweise
eine Schlitzform.
Der Trocknungsofen ist mit der Beschichtungskammer
verbunden. Dieser Trocknungsofen ist ebenfalls geschlossen,
und die Flächen des Eingangs und des Ausgangs für die Bahn
werden vorzugsweise minimal gehalten, um ein Austreten an
Inertgas zu verhindern. Beide Öffnungen sind üblicherweise
schlitzförmig.
Das Inertgas kann eine Verbrennung verhindern und schließt
Stickstoffgas und Kohlendioxidgas ein. Die Temperatur und
das Einblasvolumen des Inertgases in den Trocknungsofen
hängen von der Art, Größe und Bewegungsgeschwindigkeit der
Bahn, der Art des organischen Lösungsmittels und dergleichen
ab. Eine Hilfswärmeeinrichtung, wie eine Infrarotwärmeein
richtung, kann ebenfalls mit dem Ofen verbunden sein.
Das Inertgas, das in die Beschichtungskammer eingeblasen
wird, hält die Bedingung für die Beschichtungslösung, die
auf eine Bahn aufgebracht wird, konstant. Wenn die
Temperatur des Inertgases niedrig ist, wird eine Komponente
bzw. Komponenten der Beschichtungslösung abgeschieden. Wenn
die Temperatur hoch ist, verdampft ein großer Teil des
organischen Lösungsmittels. Dementsprechend wird das
Inertgas bei einer geeigneten konstanten Temperatur
gehalten. Das Inertgasvolumen, das in die
Beschichtungskammer eingeblasen wird, ist vorzugsweise
minimal und kann die Bedingungen in der Beschichtungskammer
konstant halten, weil die Verdampfung an organischem
Lösungsmittel verringert werden kann. Um den Wärmetransport
von dem Trocknungsofen zu verringern, wird vorzugsweise ein
wärmeisolierendes Material oder ein Mechanismus
zwischen dem Trocknungsofen und der Beschichtungskammer
vorgesehen.
Gebläse sind zum Einblasen eines Inertgases in den
Trocknungsofen und die Beschichtungskammer vorgesehen. Ein
Gebläse kann sowohl für den Trocknungsofen als auch die
Beschichtungskammer unter Verwendung von Feuchtern verwendet
werden. Ausgangsgebläse sind ebenfalls für den
Trocknungsofen und die Beschichtungskammer vorgesehen. Ein
Ausgangsgebläse kann sowohl für den Trocknungsofen als auch
die Beschichtungskammer unter Verwendung von Feuchtern
verwendet werden. Weiterhin können entweder das Gebläse oder
das Ausgangsgebläse in Abhängigkeit von der Größe des
Trocknungsofens oder der Beschichtungskammer weggelassen
werden.
Die Abgase aus dem Trocknungsofen und der
Beschichtungskammer enthalten organischen Lösungsmitteldampf
in hoher Konzentration. Dann werden die Abgase gekühlt, um
den organischen Lösungsmitteldampf zu kondensieren. Die
Kondensation kann unter Verwendung eines üblichen
Kondensators zum Kondensieren des organischen Lösungsmittel
dampfes durchgeführt werden.
Das Inertgas, das aus dem Kondensator ausgetragen wird, wird
in die Beschichtungskammer und den Trocknungsofen rückge
führt. Eine Wärmeeinrichtung zum Erwärmen des Inertgases,
ein Staubfilter, das vorstehend genannte Gebläse usw. können
zwischen dem Kondensator und der Beschichtungskammer und
zwischen dem Kondensator und dem Trocknungsofen vorgesehen
sein.
Wie aus der vorstehenden Erläuterung ersichtlich ist, ist
die Aufbringungs- und Trocknungsvorrichtung geschlossen und
weist einen Kreislauf für das Inertgas auf.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Aufbringung der
Beschichtungslösung in hoher Konzentration an organischem
Lösungsmitteldampf möglich gemacht, indem die Beschichtungs
vorrichtung in ein Gehäuse, das mit Inertgas gefüllt ist,
gegeben wird, und dadurch werden konstante Bedingungen
eingestellt, indem die Verdampfung an organischem Lösungs
mittel verringert wird. Daneben wird eine hohe
Konzentration an organischem Lösungsmitteldampf in dem
Trocknungsofen ermöglicht, indem der Trocknungsofen mit
Inertgas gefüllt wird.
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung.
Eine Vorrichtung zum Aufbringen einer Beschichtung auf eine
sich bewegende Bahn und zum Trocknen der beschichteten Bahn
wird in Fig. 1 in Form eines Fließdiagramms angegeben.
Wie in der Figur gezeigt, wird eine Bahn 1 von ihrer Rolle
bzw. Walze 2 abgewickelt und mit einer
Beschichtungszusammensetzung 4 durch eine bekannte
Beschichtungsvorrichtung 3 aufgebracht. Die beschichtete
Bahn 1 wird während des Durchleitens durch einen
Trocknungsofen 5 getrocknet und auf eine Rolle bzw. Walze 6
gewickelt.
Der Trocknungsofen 5 ist von geschlossener Art und hat eine
lange Kastenform. Ein Eingang 7 und ein Ausgang 7′ zum
Durchgang der beschichteten Bahn 1 sind an beiden Enden
seiner Längsrichtung geöffnet. Beide Öffnungen 7, 7′ sind
schlitzförmig. Eine Einlaßöffnung 9 und eine Ausgangs
öffnung 10 für das Inertgas sind am oberen Teil des Ofens 5
vorgesehen.
Die Beschichtungsvorrichtung 3 wird in eine
Beschichtungskammer 11, die mit dem Trocknungsofen 5
verbunden ist, gegeben. Eine Einlaßöffnung 12 und eine
Auslaßöffnung 13 für das Inertgas sind am oberen Ende der
Beschichtungskammer 11 vorgesehen. Ein Zweiwalzenkalander 8
ist an der Seitenwand der Beschichtungskammer 11 als Eingang
vom geschlossenen Typ für die Bahn 1, die von der Walze 2
abgewickelt wird, vorgesehen. Die Auslaßöffnung 10 ist mit
einem Kondensator 16 durch ein Ausgangsgebläse 14 verbunden.
Auf ähnliche Weise ist die Auslaßöffnung 13 mit dem
Kondensator 16 durch ein Ausgangsgebläse 15 verbunden. Die
Nummer 17 zeigt eine Kühlvorrichtung, die ein Kühlmittel in
den Kondensator 16 einführt, an, und 18 zeigt eine
Empfangseinrichtung für das kondensierte Lösungsmittel an.
Das Auslaßrohr des Inertgases, das aus dem Kondensator 16
ausgetragen wird, ist verzweigt, und ein Rohr ist mit der
Einlaßöffnung 9 des Trocknungsofens 5 durch einen
Staubfilter 19, eine Wärmeeinrichtung 20 und ein Gebläse 21
verbunden. Das andere Rohr ist mit der Einlaßöffnung 12 der
Beschichtungskammer 11 durch einen Staubfilter 22, eine
Wärmeeinrichtung 23 und ein Gebläse 24 verbunden. Ein
Rückführungsrohr 25 ist von dem Trocknungsofen 5 zu dem Rohr
zwischen dem Staubfilter 19 und dem Kondensator 16
vorgesehen. Unter Verwendung dieser Rückführleitung wird das
Inertgas in dem Ofen 5 zirkuliert, und dadurch kann
Wärmeenergie gespart werden. Die Nummer 26 gibt eine
Inertgaszuführvorrichtung an.
Unter Verwendung einer solchen Vorrichtung wurde eine
Beschichtungslösung 4, enthaltend eine lichtempfindliche
Diazoverbindung, eine photopolymerisierbare Zusammensetzung,
usw., gelöst in Aceton, auf eine Polyethylenteraphthalatbahn
1 aufgebracht und dann getrocknet. Die Temperatur in dem
Ofen 5 wurde auf 90°C eingestellt, und die Temperatur in
der Beschichtungskammer 11 wurde auf 30°C eingestellt.
Das Lösungsmittel, das in dem Abgas des Trocknungsofens 5
und der Beschichtungskammer 11 enthalten war, wurde durch
den Kondensator 16 in 95%iger Ausbeute wiedergewonnen.
Die beschichtete Bahn 1 wurde vollständig getrocknet. Die
Qualität der Bahn war gleichmäßig, und der Betrieb verlief
ohne Probleme.
Claims (3)
1. Verfahren zum Aufbringen einer Beschichtungslösung,
enthaltend ein entflammbares organisches Lösungsmittel, auf
eine sich bewegende Bahn und Trocknen der beschichteten
Bahn, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung, durch die
die Beschichtungslösung aufgebracht wird, in einer
Beschichtungskammer angeordnet ist, ein Trocknungsofen mit
der Beschichtungskammer verbunden ist, ein Inertgas in die
Beschichtungskammer und den Trocknungsofen eingeleitet wird,
das Inertgas, das aus der Beschichtungskammer und dem
Trocknungsofen ausgetragen wird, gekühlt wird, um das
organische Lösungsmittel, das darin enthalten ist, zu
kondensieren, und das Inertgas in die Beschichtungskammer
und den Trocknungsofen rückgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das entflammbare organische Lösungsmittel aus der Gruppe,
bestehend aus Benzol, Toluol, Alkohol, Aceton, Methylacetat
und Methylenglycol, gewählt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die beschichtete Bahn ein lichtempfindliches
photographisches Material ist.
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| Date | Code | Title | Description |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |