DE3730513C2 - - Google Patents
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltungsanordnung zur
Ansteuerung eines Stellgliedes nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 (DE 37 04 586 A1).
Anordnungen zur Leerlauffüllungsregelung haben die Aufgabe,
einen einwandfreien Leerlauf der Brennkraftmaschine zu gewähr
leisten. Um dies zu erreichen, wird üblicherweise bei einem
Drehzahlabfall, z. B. bedingt durch das Einschalten eines elek
trischen Verbrauchers wie Klimananlage, Ventilator etc., ein
als Bypass zur Drosselklappe angeordneter Zusatzluftkanal ge
öffnet. Die Zusatzluft bewirkt über den Luftmengenmesser ein
Erhöhen der der Brenkraftmaschine zugeführten Kraftstoffmenge
und entspricht damit einem leichten "Gasgeben", das heißt,
die Drehzahl wird wieder auf die Solldrehzahl angehoben.
Zum exakten Regulieren Der Zusatzluftmenge ist im Zustzluftkanal
ein Stellglied angeordnet, das mittels eines elektrischen An
triebes, z. B. eines Elektromagneten, betätigbar ist. Der Elek
tromagnet seinerseits wird von einer Regelschaltung über eine
Transistorstufe angesteuert. Dies geschieht üblicherweise so,
daß die Regelschaltung in Abhängigkeit von der Ist-Drehzahl
und gegebenenfalls weiterer Parameter der Brennkraftamschine
ein pulsbreitenmoduliertes Signal an die Basis des Endstufen
transistors legt. Das Tastverhältnis der pulsbreitenmodulierten
Signals hängt dabei von der Differenz zwischen Ist-Drehzahl und
Soll-Drehzahl und gegebenenfalls von weiteren Parametern ab.
Der Endstufentransistor legt in Abhängigkeit von dem an seiner
Basis anliegenden Signal den Elektromagneten an die Versorgungs
spannung und bewirkt dadurch ein definiertes Öffnen des Zusatz
luftkanals. Die pulsbreitenmodulierte Ansteuerung wird deshalb
gewählt, weil ein derartiges System in der Lage ist, sehr viel
schneller auf Drehzahländerungen zu reagieren.
Da das vorstehend beschriebene System zur Leerlauffüllungsre
gelung unmittelbar auf die Drehzahl der Brennkraftmaschine ein
wirkt, kann dies bei Vorliegen eines Fehlers in der Regelschal
tung oder bei Kurzschluß in der Transistorendstufe zu einem un
kontrollierten Drehzahlanstieg der Brennkraftmaschine und damit
zu einem unkontrollierten Beschleunigen des von der Brennkraft
maschine angetriebenen Fahrzeugs führen.
Bei der aus der DE 37 04 586 A1 bekannten Schaltungsanordnung
ist im Laststromkreis eines Endstufentransistors ein Widerstand
angeordnet, der den Laststrom nicht nur im Kruzschlußfall,
sondern auch im Normalbetriebsfall begrenzt.
Aus Tietze-Schenk, "Halbleiter-Schaltungstechnik", 3. Auflage,
Springer-Verlag Berlin u.a., 1974, S. 391 bis 393 sind Strom
begrenzer-Schaltungen bekannt, bei denen ebenfalls der Last
strom durch einen Widerstand ständig begrenzt wird. Aus der
selben Druckschrift, S. 370 ist bekannt, eine Leistungsstufe
kurzschlußsicher zu machen, indem man in die Ausgangsleitung
eine Schmelzsicherung schaltet. Im Kurzschlußfall wird dann
der Laststrom nicht begrenzt, sondern abgeschaltet.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, die bekannte Schaltung
- a) wesentlich zu vereinfachen und damit kostengünstiger zu gestalten sowie
- b) im Normalbetriebsfall einen möglichst hohen Anteil der Ver sorgungsspannung dem Antrieb des Stellgliedes zuzuführen.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1
genannten Merkmale gelöst.
Die in den Patentansprüchen 2 und 3 angegebene Weiterbildung
der Schaltungsanordnung ermöglicht es in vorteilhafter Weise,
beim Auftreten eines zu hohen Stroms im Laststromkreis den
Strom auf einen Wert zu begrenzen, der unterhalb des maximal
zulässigen liegt, so daß nach einer sehr kurzfristigen Dreh
zahlanhebung die Drehzahl wieder auf ein normales Maß zurück
geführt wird.
Anhand eines Beispiels ist nachfolgend die erfindungsgemäße
Schaltungsanordnung und ihre Weiterbildung sowie ihre Funktions
weise unter Zuhilfenahme der Zeichnung näher erläutert. Die
Zeichnung zeigt dabei in kombinierter Darstellung ein verein
fachtes Schaltbild der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
sowie eine schematische Darstellung des Ansauglufttraktes
einer Brennkraftmaschine.
Die Schaltungsanordnung weist eine Regelschaltung auf, die über
einen Basisvorwiderstand 2 mit der Basis eines Transistors 3
verbunden ist. Die Basisvorspannung des in Kollektorschaltung
geschalteten PNP-Transistors 3 wird durch einen Widerstand 4
erzeugt, der zwischen Basis und Emitter geschaltet ist. Mit dem
Kollektor des Transistors 3 ist einerseits der eine Anschluß
eines Elektromagneten 5 verbunden, dessen anderer Anschluß an
Masse liegt und andererseits eine in Sperrichtung geschaltete
Diode 6, die zur Beseitigung von Einschaltspitzen dient. Der
Emitter des Transistros 3 liegt über eine Schmelzsicherung 7,
zu der ein Widerstand 8 parallel geschaltet ist, an der posi
tiven Versorungsspannung U b . Die am Widerstand 8 abfallende
Spannung wird mittels einer Auswerteschaltung 9 abgegriffen,
deren Ausgang über einen Signalgeber 10 an Masse liegt.
Der schematisch dargestellte Ansauglufttrakt einer Brennkraft
maschine besteht aus einem Hauptluftkanal 11, in dem die Dros
selklappe 12 angeordnet ist, und einem Zusatzluftkanal 13, in
dem sich ein Stellglied 14 befindet. Das Stellglied 14 ist über
eine mechanische Verbindung mit dem Elektromagneten 5 verbunden.
Im folgenden wird die Funktionsweise der Schaltungsanordnung
sowie ihr Einwirken auf das Stellglied 14 und die damit ver
bundenen Auswirkungen auf das Drehzahlverhalten der Brennkraft
maschine (nicht dargestellt) näher erläutert.
Wie bereits weiter oben erwähnt, erzeugt die Regelschaltung 1
ein pulsbreitenmoduliertes Signal. Das Taktverhältnis des puls
breitenmodulierten Signals hängt dabei, wie einleitend ausge
führt, von der Differenz zwischen Ist-Drehzahl und Soll-Drehzahl
und gegebenenfalls von weiteren Parametern ab. Über den Basis
vorwiderstand 2 gelangt das pulsbreitenmodulierte Signal an die
Basis des Transistors 3, wodurch der Elektromagnet 5 entspre
chend der Pulsbreite des vorstehend erwähnten pulsbreitenmodu
lierten Signals über den Transistor 3 und die Schmelzsicherung 7
an positive Versorgungsspannung gelegt wird. Die Frequenz des
pulsbreitenmodulierten Signals beträgt in der Praxis ca. 140
Hertz, so daß das Stellglied 14, angetrieben durch den Elektro
magneten 5, eine schwingende Bewegung mit der vorstehend er
wähnten Frequenz ausführt. Die Amplitude der Bewegung wird
dabei durch die Pulsbreite des puslbreitenmodulierten Signals
bestimmt. Durch diese Methode der Ansteuerung wird sehr genau
dosierbar eine Zusatzluftmenge über den Zusatzluftkanal 13, in
der durch die Pfeile angedeuteten Richtung, um die im Haupt
luftkanal 11 angeordnete Drosselklappe 12 herumgeleitet. Da
durch, daß sich das Stellglied 14 in Schwingung befindet,
reagiert es sehr schnell auf eine Veränderung des pulsbreiten
modulierten Signals mit einer entsprechenden Amplitudenänderung.
Auf die Gründe für die Pulsbreitenänderung in Abhängigkeit
von der Drehzahl der Brenkraftmaschine und gegebenenfalls
weiterer Parameter soll hier nicht näher eingegangen werden,
da dies für das Verständnis der Schaltungsanordnung keinen
Beitrag liefert.
Tritt in der Regelschaltung 1 ein Defekt auf, dergestalt, daß
das an der Basis des Transistors 3 liegende Signal den Tran
sistor 3 ständig durchgeschaltet hält, oder liegt ein Kurz
schluß des Transistors 3 vor, unterbricht die Schmelzsicherung
7 nach Überschreiten der Ansprechdauer den Laststromkreis, wo
durch der Widerstand 8 zur Wirkung kommt, der zur Schmelz
sicherung 7 parallel liegt. Der Widerstand 8 ist dabei so aus
gelegt, daß er den Strom im Laststromkreis auf einen Wert be
grenzt, der so gewählt ist, daß der Elektromagnet 5 das Stell
glied 14 in eine Position bringt, die einen bestimmten vorge
gebenen Luftdurchsatz durch den Zusatzluftkanal 13 gestattet.
Dieser Luftdurchsatz ist so bestimmt, daß die Leerlaufdrehzahl
der Brennkraftmaschine einen Wert annimmt, der sicherstellt,
daß eine Belastung der Brennkraftmaschine, z. B. durch das
Einschalten der Klimaanlage, nicht zum Absterben des Motors
führt. Das von der Brenkraftmaschine getriebene Fahrzeug ist
somit in der Lage, bei Eintreten des vorstehend beschriebenen
Defektes eine Servicestation anzufahren.
Beim Eintreten des Defektes fällt am Widerstand 8 eine Spannnung
ab, die, wie bereits erwähnt, von den Eingängen einer Auswerte
schaltung 9 abgegriffen wird. Die Auswerteschaltung 9 ist dabei
so ausgebildet, daß sie bei Anliegen dieser Spannung an ihren
Eingängen an ihrem Ausgang ein Signal erzeugt, mit dem ein Si
gnalgeber 10 angesteuert wird. Der Signalgeber 10 kann dabei
z. B. als Signallampe ausgebildet sein, die dem Fahrer des
mittels der Brennkraftmaschine betriebenen Fahrzeugs das Ein
treten des Defektes signalisiert.
Um eine Verkürzung der Ansprechdauer der Schmelzsicherung 7 zu
erreichen, kann im Laststromkreis eine Strommeß- und Ver
gleicherschaltung vorgesehen sein (im Beispiel und in der Figur
nicht dargestellt). Derartige Schaltungen sind allgemein be
kannt und wirken derart, daß der Strom im Laststromkreis ge
messen und mit einem Referenzwert verglichen wird. Diese Strom
meß- und Vergleicherschaltung wirkt auf ein Schaltglied (in
der Figur ebenfalls nicht dargestellt), das den einen Anschluß
der Schmelzsicherung 7, die mit ihrem anderen Anschluß an der
positiven Versorgungsspannung +U b liegt, mit Massepotential
verbindet. Es wird also absichtlich ein Kurzschluß herbeige
führt, so daß die Schmelzsicherung 7 augenblicklich anspricht.
Durch das Erzeugen des Kurzschlusses wird der Strom in dem Teil
des Laststromkreises, der nach dem Widerstand 8 liegt, kurz
zeitig zu Null, so daß die in diesem Teil des Laststromkreises
liegende Strommeß- und Begrenzerschaltung über das Schaltglied
den Kurzschluß aufhebt. Durch den Widerstand 8 wird nun, wie
bereits weiter oben ausgeführt, der Strom im Laststromkreis auf
einen vorgegebenen Wert begrenzt.
Die vorstehend beschriebene Schaltungsanordnung besitzt selbst
verständlich nur Beispielcharakter. So kann z. B. die Strom
begrenzerschaltung als aktive elektronische Schaltung ausge
führt sein. Darüber hinaus läßt sich selbstverständlich das
gezeigte Prinzip durch den Fachmann auch auf andere Endstufen
schaltungen übertragen, so daß sich weitere Angaben hierzu
erübrigen.
Claims (3)
1. Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines Stellgliedes,
insbesondere eines in einem Luft-Bypass parallel zur Drossel
klappe einer Brennkraftmaschine zum Zweck der Leerlauffüllungs
regelung angeordneten Stellgliedes, dessen Antrieb über einen
Widerstand und einen Endstufentransistor, dessen Basis von
einer Regelschaltung mit einem Signal beaufschlagbar ist, an
einer Versorgungsspannung liegt,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Widerstand (8) ein Sicherungselement (7) parallel ge
schaltet ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Laststromkreis eine Strommeß- und Vergleicher
schaltung geschaltet ist, die auf ein Schaltglied wirkt, derart,
daß das Schaltglied das eine Ende des Sicherungselementes (7),
das mit seinem anderen Ende an der positiven Versorgungs
spannung (+U b) liegt, dann mit Massepotential verbindet, wenn
der mittels der Strommeßschaltung gemessene Strom einen in der
Vergleicherschaltung vorgegebenen Referenzwert übersteigt.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die am Widerstand (8) abfallende Spannung durch die Ein
gänge einer Auswerteschaltung (9) abgegriffen und in ein Warn
signal übergeführt wird, das einen Signalgeber (10) ansteuert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873730513 DE3730513A1 (de) | 1987-09-11 | 1987-09-11 | Schaltungsanordnung fuer eine vorrichtung zur leerlauffuellungsregelung bei brennkraftmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19873730513 DE3730513A1 (de) | 1987-09-11 | 1987-09-11 | Schaltungsanordnung fuer eine vorrichtung zur leerlauffuellungsregelung bei brennkraftmaschinen |
Publications (2)
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| DE3730513A1 DE3730513A1 (de) | 1989-03-23 |
| DE3730513C2 true DE3730513C2 (de) | 1990-11-08 |
Family
ID=6335772
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19873730513 Granted DE3730513A1 (de) | 1987-09-11 | 1987-09-11 | Schaltungsanordnung fuer eine vorrichtung zur leerlauffuellungsregelung bei brennkraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3730513A1 (de) |
Cited By (1)
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