DE3728327A1 - Automatische pegelsteuerschaltung - Google Patents
Automatische pegelsteuerschaltungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine automatische Pegelsteuerschaltung
(ALC-Schaltung) in einem Niederfrequenzverstärker.
Wenn in einem Niederfrequenzverstärker der Eingangspegel
übermäßig hoch ist, ist es erforderlich, den Pegel in geeig
netem Umfang zu verringern, um eine Sättigung des Ausgangs
zu verhindern.
Ein Ausführungsbeispiel einer herkömmlichen automatischen
Pegelsteuerschaltung (ALC-Schaltung) wird unter Bezugnahme
auf die Fig. 4 beschrieben. In der Figur ist eine Eingangs
klemme 1 über einen Spannungsteilerwiderstand R 3 an eine
Ausgangsklemme 12 angeschlossen. Das an der Ausgangsklemme
12 erzeugte Ausgangssignal wird ferner über einen Ausgang
detektorwiderstand R 4 und einen einstellbaren Ausgang
detektorwiderstand VR 5 zu einem Verstärkerteil 6, in welchem
es verstärkt wird, weitergeleitet. Der Ausgang des Verstär
kerteils 6 wird über eine von einer R-C (Widerstand und Kon
densator)-Serienschaltung gebildeten Zeitkonstantenschaltung
7 und über eine Gleichrichter- und Glättungsschaltung 8 an
die Basis eines Transistors Tr 10, welcher mit einem Tran
sistor Tr 11 eine Darlington-Schaltung bildet, weitergeleitet.
Der Kollektor des Transistors Tr 10 ist mit einer positiven
Spannungsquelle +B und sein Emitter mit der Basis des
Transistors Tr 11 verbunden. Der Kollektor des Transistors
Tr 11 ist mit einer Ausgangsleitung, d. h. mit der Ausgangs
klemme 12, verbunden. Demzufolge ist die dargestellte
ALC-Schaltung so ausgebildet, daß sie wie eine veränderliche
Impedanz zur Dämpfungssteuerung in Abhängigkeit vom
Eingangspegel arbeitet.
Die Arbeitsweise der so gestalteten herkömmlichen ALC-Schal
tung wird nun beschrieben. Bei niedrigem Eingangspegel
besitzt ein für die Ausgangsleitung erzeugtes Steuersignal
ebenfalls einen niedrigen Pegel, und der Transistor Tr 10
bleibt daher nichtleitend (aus), und der Transistor Tr 11
ist ebenfalls nichtleitend. Das heißt, der Transistor Tr 11
besitzt eine hohe Impedanz zwischen seinem Emitter und sei
nem Kollektor. Demgemäß wird das Ausgangssignal, welches in
der Ausgangsleitung vorgesehen ist, durch den Transistor
Tr 11 nicht verringert. In diesem Fall wird der Ausgangspegel
nicht herabgesetzt.
Wenn andererseits der Eingangspegel sich so weit erhöht,
daß der Transistor Tr 10 in den leitfähigen Zustand (ein) ge
steuert ist, wird der Transistor Tr 11 ebenfalls leitend
durch den Strom, welcher von der positiven Spannungsquelle
aufgrund des Basis-Emitterstroms des Transistors Tr 10
geliefert wird. Mithin nimmt der Transistor Tr 11 zwischen
Emitter und Kollektor eine niedrige Impedanz an. Demzufolge
wird das Ausgangssignal, welches in der Ausgangsleitung
vorgesehen ist, durch den Transistor Tr 11 verringert. Damit
wird der Ausgangspegel herabgesetzt.
Die Fig. 5 zeigt Frequenzcharakteristiken mit Dämpfungen
bei diesem Betrieb, wobei in der Ordinate die Gesamtverstär
kung, welche durch Division des Ausgangspegels mit dem Ein
gangspegel definiert ist, dargestellt ist. Wenn der Eingangs
pegel niedrig ist, ist der Steueranteil gering. Wenn hin
gegen der Eingangspegel hoch ist, ist der Steueranteil groß,
wobei im wesentlichen flache Frequenzkurven vorgesehen sind.
Aufgrund der gezeigten Verschaltung zeigt die herkömmliche
ALC-Schaltung eine Pegeldämpfung über alle betroffene
Frequenzbänder. Das bedeutet, daß beim Betrieb dieser
ALC-Schaltung eine Person die Hochfrequenzpegeländerung,
welche für das Ohr unangenehm ist, fühlt, wobei ein soge
nanntes "schwebendes Phänomen" (breezing phenomenon) sich
ergibt.
Wenn ein übermäßig hohes Eingangssignal angelegt ist,
muß ein Niederfrequenzbereich aus folgendem Grund berück
sichtigt werden. Im allgemeinen ist der automatische Pegel
steuerbetrieb dann häufig erforderlich, wenn ein Hoch
frequenzsignal einem Niederfrequenzsignal überlagert ist.
Da in der Terminologie der Schalleistung ein Hochfrequenz
signal im Pegel niedriger ist als ein Signal mit niedrigerer
Frequenz, ist es nicht erforderlich, eine automatische
Pegelsteuerung für alle Frequenzbereiche durchzuführen.
Ferner leidet die automatische Pegelsteuerung, welche für
jeden Kanal durchgeführt wird, unter folgender Schwierig
keit. In dem Fall, in welchem die beiden Kanäle, d. h. der
rechte und linke Kanal, im stereophonen Betrieb unterschied
liche Hochfrequenzkomponentendämpfung voneinander aufweisen,
beeinflussen insbesondere die Hochfrequenzkomponenten, wel
che eine erhebliche Richtwirkung haben, nachteilig die Klang
bildlokalisierung. Dies wird von einer Person unangenehm
empfunden.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine automatische Pegel
steuerschaltung zu schaffen, bei welcher die beschriebenen
Schwierigkeiten der herkömmlichen automatischen Pegelsteuer
schaltung behoben sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1
angegebenen Merkmale gelöst.
Durch die Erfindung wird eine automatische Pegelsteuerschal
tung (ALC-Schaltung) vorgesehen, welche eine automatische
Amplitudenkompressionssteuerung in Abhängigkeit vom Aus
gangspegel einer Niedrigfrequenzverstärkerschaltung durch
führt. Gemäß der Erfindung besitzt die ALC-Schaltung einen
Steuersignalgenerator, der in Abhängigkeit vom Ausgangspegel
der Niederfrequenzverstärkerschaltung ein Steuersignal ab
gibt, eine Amplitudenkompressionssteuereinrichtung zur Beein
flussung des Ausgangspegels für die Amplitudenkompression in
Abhängigkeit vom Pegel des Steuersignals, und eine Differen
zierschaltung an der Ausgangsseite der Niederfrequenzverstär
kerschaltung. Die Differentiationszeitkonstante der Differen
zierschaltung wird in Abhängigkeit vom Pegel des Steuer
signals eingestellt zur Steuerung einer Grenzfrequenz für
einen Frequenzbereich, der der Amplitudenkompression unter
liegt.
Das Wesen, die Nützlichkeit und das Prinzip der Erfindung
werden in der folgenden Beschreibung, im Zusammenhang mit
den Figuren, noch näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 schematisch ein Schaltbild eines ersten Aus
führungsbeispiels für eine automatische Pegel
steuerschaltung nach der Erfindung;
Fig. 2 eine Kennliniendarstellung zur Erläuterung der
Wirkungsweise der in der Fig. 1 dargestellten
automatischen Pegelsteuerschaltung;
Fig. 3 ein Schaltbild für ein zweites Ausführungsbeispiel
der automatischen Pegelsteuerschaltung nach der
Erfindung;
Fig. 4 ein Schaltbild für eine herkömmliche automatische
Pegelsteuerschaltung und
Fig. 5 Kennliniendarstellung für den Betrieb der her
kömmlichen automatischen Pegelsteuerschaltung
nach Fig. 4.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 wird ein erstes Ausführungs
beispiel einer automatischen Pegelsteuerschaltung nach der
Erfindung erläutert, wobei die Schaltungsbestandteile, wel
che im Zusammenhang mit der Fig. 4 erläutert wurden, die
gleichen Bezugsziffern bzw. Bezugsbuchstaben aufweisen.
In der Fig. 1 ist eine Eingangspufferschaltung 13 zwischen
einer Eingangsklemme 1 und einem Kondensator 14, welcher in
Reihe zur Ausgangsleitung liegt, geschaltet. Der Kondensator
14 und der Kollektor-Emitterwiderstand des Darlington-ge
schalteten Transistors Tr 11 bilden eine Spannungsdevidier
schaltung. Der Spannungsdivisionsausgang dieser Schaltung
wird einer Ausgangsklemme 12 zugeleitet. In der gleichen
Weise wie bei der oben beschriebenen herkömmlichen ALC-Schal
tung wird das an der Ausgangsklemme vorhandene Ausgangs
signal über eine Verstärkerschaltung 6, eine Zeitkonstanten
schaltung 7 und eine Gleichrichter- und Glättungsschaltung 8
an die Basis eines Transistors Tr 10 geleitet. Das heißt, der
Transistor Tr 10 wird in Abhängigkeit vom Ausgangspegel be
trieben.
Bei dieser ALC-Schaltung bilden der Kondensator 14 und der
Kollektor-Emitterwiderstand des Transistors Tr 11 ferner eine
Hochpaßfilterschaltung. In der Hochpaßfilterschaltung wird
die filternde RC-Zeitkonstante geändert, wenn der Kollektor-
Emitterwiderstand des Transistors Tr 11 sich mit dem Steuer
signalpegel ändert. Dabei werden das Frequenzband, das einer
Amplitudenpressung unterliegt, und der verengte Pegel im
Frequenzband geändert. Insbesondere, wenn die filternde
Zeitkonstante klein ist, ist die Grenzfrequenz erhöht und
Frequenzen, welche niedriger als die Grenzfrequenz sind,
werden gedämpft. Diese Filterschaltung wirkt wie eine Diffe
renzierschaltung bei niederen Frequenzen. Die Übertragungs
funktion ist nämlich proportional der Frequenz bei Frequenzen
deutlich unter Grenzfrequenz.
Wenn der Eingangssignalpegel steigt, verringert sich folg
lich der Kollektor-Emitterwiderstand des Transistors Tr 11.
Dabei wird die Filterzeitkonstante verkleinert und die
Grenzfrequenz erhöht, so daß die Dämpfung bei Hochfrequenzen
eintritt. Das heißt, der Bereich der Pegeldämpfung ist auf
höhere Frequenzen erweitert. Dies wirkt sich jedoch nicht
nachteilig auf die Hochfrequenzkomponenten aus. Wenn ande
rerseits der Eingangssignalpegel niedrig ist, ist der Kollek
tor-Emitterwiderstand des Transistors Tr 11 hoch. Die filtern
de Zeitkonstante ist groß und die Grenzfrequenz ist niedrig,
so daß selbst im Niedrigfrequenzbereich keine Dämpfung be
wirkt wird.
Die Fig. 2 zeigt Ergebnisse von Versuchen, welche mit dieser
beschriebenen Schaltung durchgeführt wurden. Die Fig. 2
zeigt den Fall, bei welchem ein hoher Pegeleingang (darge
stellt durch die durchgezogene Linie) um 10 dB höher ist
als ein niedriger Bezugspegel (dargestellt durch die strich
lierte Linie). Wenn diese Signale der ALC-Schaltung gemäß der
Erfindung zugeleitet werden, beträgt die Grenzfrequenz für
den Eingangsbezugspegel 50 Hz. Jedoch ist die Grenzfrequenz
für das Eingangssignal, welches einen um 10 dB höheren Pegel
hat, auf 315 Hz erhöht.
In der beschriebenen ALC-Schaltung dient die Spannungsteiler
schaltung, welche vom in Reihe geschalteten Kondensator 14
und dem Kollektor-Emitterwiderstand des Transistors Tr 11 ge
bildet wird, auch als Hochpaßfilterschaltung, deren Grenz
frequenz veränderlich ist. Die ALC-Schaltung ist jedoch, wie
in Fig. 3 gezeigt ist, derart modifiziert, daß der Kondensa
tor 14 durch einen Widerstand so nebengeschlossen ist, daß
im Niederfrequenzbereich für die Dämpfung eine obere Grenze
vorgegeben ist.
Wie oben erläutert wurde, kann in der ALC-Schaltung der Er
findung die Hochpaßfilterschaltung, welche von dem in Reihe
geschalteten Kondensator und dem sich mit dem Eingangspegel
ändernden Kollektor-Emitterwiderstand des Transistors gebil
det wird, die Grenzfrequenz eines Frequenzbandes, das einer
Amplitudenkompression unterliegt, ändern. Hieraus ergibt
sich, daß in einem Frequenzbereich, der höher als die Grenz
frequenz ist, keine Amplitudenkompression erfolgt. Demzu
folge wird das Schweben infolge einer Pegeländerung der
Hochfrequenzkomponenten oder einer Schwankung bei der Klang
bildlokalisierung aufgrund eines Pegelunterschieds zwischen
den Kanälen nicht hervorgerufen. Als Eigenschaft der Nieder
frequenzkomponente ist die Klangbildlokalisierung nicht
bestrebt, in Erscheinung zu treten. Folglich kann die ALC-
Schaltung der Erfindung zu jeder Zeit die automatische Pegel
steuerung zufriedenstellend durchführen.
Claims (7)
1. Automatische Pegelsteuerschaltung für eine automatische
Amplitudenkompression eines Tonsignals,
gekennzeichnet durch
- - einen Steuersignalgenerator zur Erzeugung eines Steuer signals in Abhängigkeit vom Pegel eines Tonsignals, und
- - ein Amplitudenkompressionsmittel zur Durchführung einer Amplitudenkompression bei einem veränderlichen Frequenz band des Tonsignals, wobei das Frequenzband durch das Steuersignal verändert wird.
2. Automatische Pegelsteuerschaltung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Amplitudenkompressionsmittel
ein Hochpaßfilter mit veränderbarer Grenzfrequenz ist und
daß die Grenzfrequenz durch das Steuersignal gesteuert ist.
3. Automatische Pegelsteuerschaltung nach Anspruch 2, da
durch gekennzeichnet, daß das Hochpaßfilter eine Übertra
gungsfunktion aufweist, die proportional einer Frequenz des
Tonsignals ist, welches wesentlich unter der Grenzfrequenz
liegt.
4. Automatische Pegelsteuerschaltung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Hochpaßfilter eine im
wesentlichen flache Übertragungsfunktion in einem Frequenz
band mit wesentlich geringeren Frequenzen als die Grenz
frequenz aufweist.
5. Automatische Pegelsteuerschaltung nach einem der Ansprü
che 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Amplituden
kompressionsmittel eine Differenzierschaltung ist.
6. Automatische Pegelsteuerschaltung nach Anspruch 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Differenzierschaltung folgen
de Bestandteile aufweist:
- - einen Kondensator (14), welcher an einem ersten Anschluß das Tonsignal empfängt, und
- - zwei zu einer Darlingtonstufe geschaltete Transistoren (Tr 10) und (Tr 11), welche mit einem zweiten Anschluß des Kondensators (14) verbunden sind, wobei das Steuersignal einer Basis der zur Darlingtonstufe geschalteten Transistoren (Tr 10, Tr 11) zugeführt ist.
7. Automatische Pegelsteuerschaltung nach Anspruch 6, da
durch gekennzeichnet, daß eine Eingangsklemme des Steuer
signalgenerators und eine Ausgangsklemme der Pegelsteuer
schaltung an den zweiten Anschluß des Kondensators (14)
angeschlossen sind.
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| JP61198630A JPS6354812A (ja) | 1986-08-25 | 1986-08-25 | Alc回路 |
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